Frage zur Aspergillosebehandlung

Diskutiere Frage zur Aspergillosebehandlung im An Aspergillose erkrankte Vögel Forum im Bereich Vogelkrankheiten; Hallo Ich bin erst vor kurzem auf dieses Forum gestoßen und habe mit großen Augen die Erfahrungsberichte zu Aspergillose Erkrankungen gelesen....

  1. #1 Puffinfan, 4. August 2015
    Puffinfan

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    Hallo

    Ich bin erst vor kurzem auf dieses Forum gestoßen und habe mit großen Augen die Erfahrungsberichte zu Aspergillose Erkrankungen gelesen. Wir haben 2 Graupapageien, 24 und 25 Jahre alt. Beide haben im Grunde seit Anfang an die Diagnose von der Uniklinik Gießen - und werden seitdem mit Imaverol Inhalationen behandelt. Unsere Henne war zu Beginn einige Male ziemlich krank mit schwerer Atemnot. Sie sollte zunächst Ketokonazol nehmen, vertrug es aber nicht, so blieb nur das Inhalieren. Und mehr war es auch nie. 15 Jahre lang waren wir gar nicht zur Untersuchung und haben ab und zu in Gießen angerufen, ob eigentlich mittlerweile andere Mittel zur Verfügung stünden, aber dort hieß es, Imaverol wäre die beste Lösung. Dann haben wir gehört, einmal im Jahr sollte man einen Check-Up machen, was seitdem geschieht. Aber - auch da wird nur geröngt, eine Endoskopie wurde noch nie durchgeführt und auch kein Granulom entfernt. Nun frage ich mich, haben unsere beiden die Krankheit ohne Granulome oder verschwinden diese durch das Inhalieren auch so?

    Sabine
     
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  3. #2 Jessica0788, 4. August 2015
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    Hallo,

    zuerst einmal ist nicht jede Aspergillose gleich. Wenn ihr allerdings vor 25 Jahren die Diagnose bekommen habt und auch damals nicht endoskopiert wurde, wie ich annehme, ist die Frage, ob die beiden überhaupt eine Aspergillose haben...

    Durch das Inhaliertes werden die Pilze, die in der Lunge sind, im Zaum gehalten, bei einer schweren Aspergillose wären die Pilze auch systemisch. Wenn beim röntgen jährlich nichts Auffälliges zu sehen ist und sie keine klinischen Symptome haben, würde ich weiter Inhaliertes und von weiterer Diagnostik mal absehen.

    Die beiden sind ja nun auch keine jungen Vögel mehr...
     
  4. #3 Puffinfan, 4. August 2015
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    Ah ja, das wäre natürlich blöd, wenn die Uniklinik Gießen sich bei der Diagnose beider Tieren so vertan hätte. Nur an welcher Krankheit hätten sie denn die ganzen Jahre stattdessen gelitten? Insbesondere bei der Henne waren alle Symptome klassisch mit Notfällen, Infusionen usw. usw. Es hat sich Gott sei Dank beruhigt, nachdem regelmäßig mit Imaverol inhaliert wurde, und das über Jahrzehnte. Ganz sicher werden wir ohne Not nicht endoskopieren lassen. Vorsichtige Frage - könnten diese Untersuchungen nicht auch eine Industrie sein, die öfter angewendet wird, als nötig?
     
  5. #4 Jessica0788, 6. August 2015
    Jessica0788

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    Eigentlich nicht. Man muss dazu sagen, dass Graue eigentlich prädestiniert sind für Aspergillose. Nur ist es halt so, dass man auf Verdacht inhaliert hat wie es scheint, es aber dadurch besser wurde. Das spricht natürlich schon für eine Aspergillose. Aber ohne Endoskopie ist eine SICHERE Diagnose nicht möglich...

    Ach und es kann ganz viele andere Ursachen haben... Bakterien, Herzprobleme... es gibt eine Reihe Ursachen, die Atemwegsprobleme hervorrufen können.

    Wenn ich dir einen Tipp geben darf. Geh in die Gießener Vogelklinik zu FRAU WÜST. Die ist echt brillant und macht nichts Unnötiges und hat viel Erfahrung.
    :)
     
  6. #5 charly18blue, 6. August 2015
    Zuletzt bearbeitet: 6. September 2015
    charly18blue

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    Dem ist nichts hinzuzufügen, genauso würde ich es auch vorschlagen. :zustimm:
     
  7. Puffinfan

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    Das würde also bedeuten, wäre es nicht Aspergillose sondern stattdessen Bakterien, Herzprobleme oder sonst etwas, hätten wir diese Krankheiten über die Jahrzehnte auch mit Imaverol weg bekommen? War mir nicht bekannt, dass das möglich ist, denn andere Behandlungen hat es nicht gegeben. Vielen Dank für den Tipp mit Gießen, aber unseren Papageien geht es bei ihrem Arzt ja gut - nur eben ohne Endoskopien.
     
  8. #7 charly18blue, 6. September 2015
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    Nein mit Imaverol bekommst Du keine Bakterien und Herzprobleme weg, damit wird verdünnt mit Kochsalzlösung zur Pilzbehandlung inhaliert.
     
  9. Puffinfan

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    Danke für die Erklärung: ich schrieb, unsere Vögel haben Aspergillose, das wurde in Gießen festgestellt und mit Imaverol über Jahrzehnte erfolgreich behandelt. Nur hatten unsere Vögel nie eine Endoskopie, weshalb ich zur Diskussion stellen wollte, ob Endoskopien wirklich immer nötig sind. Darauf erhielt ich hier die Erklärung, vielleicht war es gar keine Aspergillose, sondern Bakterien oder eine Herzkrankheit..... Dann wäre der logische Schluß, dass Bakterien und Herzkrankheiten auch mit Imaverol behandelbar wären, sonst würde der Hinweis auf Bakterien oder Herzbeschwerden ja überhaupt keinen Sinn machen. Danke für die Bestätigung.
     
  10. #9 charly18blue, 6. September 2015
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    Die Medizin entwickelt sich ja weiter, und nach dem heutigen Stand der Vogelmedizin würde ich sagen, dass eine Endoskopie das sichere Mittel zur Aspergillosefeststellung ist. Früher war so einiges nicht möglich was heute Standard ist.
    Und sicherlich heilt Imaverol (Wirkstoff Enilconazol) keine bakterielle Infektion oder eine Herzerkrankung. Der Hinweis kam wahrscheinlich in dem Zusammenhang, dass falls keine Besserung eintritt durch das Imaverol, dass dann noch diese beiden Möglichkeiten als Krankheitsursache bestehen würden, die dann sicherlich auch anders behandelt worden wären.
     
  11. Puffinfan

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    Man kann sicher viel mehr machen als vor 20 Jahren. Nur gilt bei den Vögeln wie beim Menschen auch zu oft "Operation gelungen Patient tot". Auch hier habe ich einige Fälle gelesen, wo ein Tier bei einer Kontrollendoskopie gestorben ist. Ich werde es nach wie vor nicht ohne Not machen lassen.
     
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  13. #11 Tanygnathus, 20. Februar 2016
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    Eine Endoskopie macht man nur, wenn der Vogel fit oder in einem stabilen Zustand ist, in einem Zustand wo der Vogel Atemnot hat wäre das Risiko zu groß.
    Ich habe aktuell auch einen Papagei wo ich unsicher bin ob Aspergillose vorliegt, da sie auch was bakterielles hatte.
    Laut Blutbild und Aspergillose Titer hat sie eine.
    Sie wird im Moment jeden Tag inhaliert.
    Ich werde eine Endoskopie machen lassen, damit ich weiß woran ich bin.
     
  14. #12 Jessica0788, 25. Februar 2016
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    Hallo,

    Ich kann verstehen, dass du deine Probleme damit hast, eine "OP" machen zu lassen, ohne dass es dem Tier schlecht geht.

    Das Dumme ist nur, dass eine Endoskopie, die wirklich nur minimalst ein Risiko ist, in einem kranken Zustand natürlich etwas gefährlicher ist. Das heißt, es wäre sinnvoll, eine Endoskopie jetzt machen zu lassen, um einen Status quo zu haben und nicht erst, wenn die kacke am dämpfen ist...

    Es ist ja nicht verkehrt, zu wissen, ob der Vogel überhaupt eine Aspergillose hat oder nicht.

    Von dem her, Rat zur Endoskopie. :-)
     
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