Freilebende Aras - Wohnungshaltung

Diskutiere Freilebende Aras - Wohnungshaltung im Aras Forum im Bereich Papageien; Hallo, guckt mal, ich glaube, dazu gibt es viele verschiedene Meinungen.......... aber wirklich freifliegende (freilebende) Aras zu sehen wirft...

  1. Uhu

    Uhu Guest

    Hallo,
    guckt mal, ich glaube, dazu gibt es viele verschiedene Meinungen..........
    aber wirklich freifliegende (freilebende) Aras zu sehen wirft viele Fragen auf!
    LG
    Susanne
     
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  3. #2 mäusemädchen, 20. Dezember 2007
    mäusemädchen

    mäusemädchen -

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    ... und gibt eine einzige, vollkommen klare und unwiderlegbar richtige, Antwort. Welche? Das muß man - so glaube ich - nicht wirklich fragen.

    Danke für den Link, Susanne. Ich kenne zwar einige (ähnliche) Freilandvideos, aber dieses Video hatte ich bisher noch nicht gesehen. Gesehen habe ich allerdings (und zwar live) nicht wenige der "Wohn-, Küche-, Fernseh- und Schlafzimmerszenen (mit all den Auswirkungen) des letzten Filmdrittels .

    Gruß
    MMchen
     
  4. Pucki

    Pucki Bea

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    Und?
    Sollen jetzt alle Arabesitzer ihre Vögel mitnehmen in die eigentliche Heimat und sie dort fliegen lassen?
    Natürlich kann man sich nun ein total schlechtes Gewissen machen,was man diesen wunderbaren Vögeln antut,indem man sie hält aber unsere Vögel sind nun einmal hier in Deutschland als deutsche Nachzuchten von "deutschen" Eltern gezogen worden und hätten ihre Heimat auch nicht gesehen,wenn ich sie nicht gekauft hätte.Dann würden sie bei einer anderen Person in der Voliere sitzen.
    Was also ist euer Wunsch?
    Dass niemand mehr Papageien kauft?Gut,wäre wohl wünschenswert,wenn es diese Geschöpfe einzig in ihrer Heimat gäbe (und im Zoo?).
    Kann man aber die Uhr zurück drehen,indem man allen Leuten ein schlechtes Gewissen macht und jedem sagt "man kann diese Vögel niemals so halten,dass es ihnen gut geht"?
    Gruß,BEA
     
  5. Andrea77

    Andrea77 Stammmitglied

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    Wäre m.E. wirklich wünschenswert. Ich hatte mich damals extra für die "kleinen" Aras entschieden, weil ich dachte, man könne ihnen in der Wohnung wohl noch eher gerecht werden. Weit gefehlt!
    Ihrem Freiflugbedürfnis und Bewegungsdrang und ihrem Wunsch als Schwarm zu leben, werde ich nie gerecht werden.

    Mein Wunsch wäre, dass man Leuten, die sich Papageien - speziell Aras- anschaffen möchten, wirklich davon abrät dies zu tun. Ich war damals bei so vielen Haltern vor dem Kauf und immer wieder hörte ich "ach, dass geht schon, die sind es ja nicht anders gewöhnt".
    Mein Eindruck ist heute ein ganz anderer. Trotz deutscher Nachzucht haben die Tiere ihren Instinkt und die gleichen grundlegenden BEdürfnisse, wie ihre freien Artgenossen. Warum sonst sitzen meine - vor allem im Sommer und Frühling - stundenlang am Fenster schauen raus und schreien jedem Vogelschwarm nach, den sie sehen.

    Mich plagt oft das schlechte Gewissen, und ich kann es mir nicht schön reden, auch wenn ich das gerne würde.
    Schön, wenn man das so pragmatisch sehen kann wie Du - Bea - aber ich kann das nicht.

    Frage: Kann man diesen Link zu YouTube nicht irgendwo hier im Araforum festpinnen, so dass ihn jeder immer finden kann? So kann man vielleicht am eindrucksvollsten demonstrieren, was man meint, wenn man sagt, Aras gehören nicht in die Wohnung bzw. in die Gefangenschaftshaltung.

    Soooo und jetzt zerreisst mich ;)
     
  6. Leuschi

    Leuschi Foren-Guru

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    Hallo,

    das sind supertolle Aufnahmen. Sicherlich wird dies kein Vogelhalter seinen Piepmätzen bieten - nicht einmal seinem Wellensittich.

    Aber die Vögel sind nun einmal da. Selbst wenn die Papageienhaltung verboten werden würde, kann man es nicht mehr zurückdrehen. Wahrscheinlich würden dann wieder Tiere importiert, einige würden wieder anfangen zu züchten und dann ginge es wieder von vorne los.

    Ich habe die beiden da und versuche ihnen alles zu geben, was ich kann, selbst wenn ich dadurch auf einiges verzichten muss. Dass das mit einem Leben in der Freiheit nicht zu vergleichen ist, ist mir bewusst.
    LG
    Leuschi
     
  7. Raymond

    Raymond Mitglied

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    HI Andrea

    dieses gilt fuer alle voegel die wir haben..nicht nur fuer Aras.:zwinker:

    mein weg dies zu aendern ist ......nicht zu zulassen das es hier kueken gibt, denn mit meinen ist die gefangenschaft rum.
    ich kann nicht dafuer appelieren den bruttrieb zu ermoeglichen, junge zu haben , diese wenn moeglich noch per HZ auf zuziehn und dann meine elterntiere bedauern.
    freiflug werde ich auch nich in anspruch nehmen da die papas fuer unsere welt hier nicht den noetigen instinkt aufgebaut haben.
    fuer mich werden sie ,wie meine kinder ,vor gefahren die ihnen nicht bewusst ist geschuezt. denn diese verpflichtung sie nicht durch unachtsamkeit in gefahr zu bringen bin ich ihnen schuldig wie alle lebenwesen fuer die ich mich entschieden habe.
     
  8. Gouldi

    Gouldi Stammmitglied

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    Hab letztens im DHD ne Anzeige gelesen, wo Handaufzucht-Aras angeboten wurden. Aaaaber - die hatten auch ne HP, wo stand, dass die ihre Aras im Umkreis von 30 !!! km frei fliegen lassen würden ... Kann ich mir i-wie nich so richtig vorstellen, dass das jemand macht, oder ? Wie schnell kann so nem Vogel ma was passieren - oder er hat ma keinen Bock aufs zurückkommen ... 8o
     
  9. petrairene

    petrairene Stammmitglied

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    was sind denn die etwas kleineren grünen mit dem blauen Kopf für welche??? Die sehen toll aus, hab solche aber noch nie gesehen?
     
  10. Bea

    Bea Guest

    Hallo,

    den Film kenn ich auch......die Bilder im natuerlichen Lebensraum sind wunderschoen....und stimmen mich auch sehr traurig.....


    andererseits sollten die weiteren Aufnahmen schon zum Denken anregen, was man als Vogelhalter nicht machen sollte und das beziehe ich nun absichtlich nicht nur auf die Aras, dass betrifft alle Voegel egal ob Papagei, Sittich oder Exoten.

    Der Mensch kann machen was er will, er wird niemals den gehaltenen Voegeln das bieten koennen was sie in der freien Natur gewohnt sind, denn keiner hat die Moeglichkeit den Tieren hunderte von Quadratkilometern als Lebensraum zu bieten und da schliesse ich alle ein, Wohnungshalter wie Aussenhalter.

    Logische Konsequenz waere sicherlich auf die Haltung von nicht einheimischen Tieren aller Art zu verzichten.

    Da dies aber ein utopischer Wunsch ist, kann man nur versuchen, fuer die Tiere die da sind, dass Beste zu machen was moeglich ist und sie nach bestem Wissen und Gewissen vor Gefahren zu schuetzen.

    Schau euch doch im im Vogelforum, es gibt soviele, die von Kaefighaltung auf Volierenhaltung, Vogelzimmerhaltung und wenn die Moeglichkeiten da waren, auf Assenhaltung umgestiegen sind.

    Das sind Erfolge, die wir alle uns auf die Fahne schreiben koennen.....und nur durch stetige Aufklaerung ist das moeglich gewesen und wird auch weiterhin moeglich sein.

    Nur wuerde ich mir wuenschen, dass oefter mit viel mehr Feingefuehl an die Aufgabe der Aufklaerung rangegangen werden wuerde, denn keiner von uns hat sich erst Fachwissen -und Kenntnisse angefressen und sich dann die Tiere angeschafft.

    Ich unterstelle jedem Vogelhalter, dass er seine Tiere liebt und das Beste fuer ihr Wohlergehen versucht zu tun und das ist voellig egal ob nun in der Aussenhaltung oder Wohnungshaltung.

    Wenn wir alle in uns gehen, muessen wir doch zwangslaeufig zugeben, dass egal welche Haltung wir anbieten koennen, es im Vergleich zum natuerlichen Lebensraum der Voegel, der Falsche ist.

    Daher wuerde ich mir fuer die Zukunft wuenschen, dass mehr miteinander gearbeitet wird als gegeneinander, zum Wohle der Tiere.

    Denn die Devise lautet nicht:

    Aussenhalter gegen Wohnungshalter>>>>sondern MITEINANDER zum Wohle der Voegel!!!

    In diesem Sinne wuensche ich euch allen frohe Weihnachtstage im Kreise eurer Famillie und gefiederten Freunde....
     
  11. Richard

    Richard Guest

    Das sind Schwarzohrpapageien (Pionus menstruus).
     
  12. Uhu

    Uhu Guest

    Hallo,
    Sicher macht das Video manchen ein schlechtes Gewissen - uns auch .... (Obwohl ich meine, dass wir unseren Aras versuchen, das Beste zu ermöglichen: Partner, AV, tlw. Freiflug, artgerechte Ernährung und was man noch alles aufzählen könnte....)
    Es geht auch nicht darum, dass es deutsche Vögel sind ...
    Es geht mir in erster Linie um Folgendes:
    Alleinhaltung von Papageien .... und die Konsequenzen, wenn diese geschlechtsreif werden - da gebe ich dir Recht, aber:
    Wohnungshaltung von Papageien: da gibt es eben doch einen Unterschied, ob ich Graupapageien oder Blaustirnamazonen in der Wohnung halte oder eben Aras....
    Hast du vollkommen Recht! Man kann immer nur versuchen die eigene Haltung zu überdenken, zu verbessern....
    Ja, dazu sollte auch dieses Video beitragen: die eigene Haltung überdenken, wenn möglich verbessern, Konsequenzen von Alleinhaltung aufzuzeigen, .... und vielleicht auch vor dem Kauf von Aras in Wohnungs- oder Alleinhaltung zu warnen ....
    Das ist "ehrenwert" ... wenn es auch nicht unbedingt den Bedürfnissen der Vögel entspricht ... Und die großen Zoofachhandlungen werden deshalb nicht einen Ara weniger an "Unwissende" verkaufen!
    Bea, auch da hast du Recht. Wir haben vor über 20 Jahren auch Fehler gemacht. Es galt damals noch: Learning by doing - schlimm für die Vögel! Heute gibt es auch das Internet - als Informatonsquelle! Deshalb schließe ich mich deinen Wünschen an - den Wünschen nach mehr Feingefühl .... aber auch den Wünschen nach sachlichen und fachlich kompetenten Antworten. Nachfragen sollte auch weiterhin erlaubt sein, aber auch die Fragen bitte sachlich - nicht mit Untertönen (die vielleicht nicht alle wahrnehmen, aber doch manchen ständigen User auf Dauer "vergraulen")!
    Diesen Wünschen schließe ich mich an ...
    Jedem Ende wohnt ein neuer Anfang inne .... auf besseres Gelingen in 2008
    LG
    Susanne
     
  13. #12 mäusemädchen, 21. Dezember 2007
    mäusemädchen

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    Nationalitäten spielen für/bei Tiere/n keine Rolle ;). Wesentlich ist: Das "Wildtier Papagei" (und das bleibt es - egal ob Nachzucht oder Freiland-Import) ist hinsichtlich seiner arteigenen Anlagen und Ansprüche (siehe Video/Teil "Freileben") nicht so "gepolt", daß man ihm seiner Art im Wesentlichen fremde (wesensfremde) Zumutungen (siehe Video/Teil "Wohnungshaltung") angedeihen lassen sollte.

    Noch etwas drastischer und simpler: "Deutsche" Elefanten, von "deutschen" Eltern aufgezogen, haben kaum andere Ansprüche als indische Elefanten (von "indischen" Eltern aufgezogen) oder afrikanische Elefanten (von "afrikanischen" Elern aufgezogen) ;).

    Solche und ähnliche Argumentationslinien machen absolut keinen Sinn.

    Es macht zwar in Bezug auf Artenschutzaspekte einen Unterschied, ob Freilandpopulationen (durch Wildentnahmen) gestört und/oder dezimiert werden, in Bezug auf Haltungsaspekte ist es für die gehaltenen Vögel völlig belanglos, ob es Wildtiere "einzig in ihrer Heimat", oder "im Zoo" gibt.

    Nein, man kann die Uhr nicht zurückdrehen. Aber man kann (zum Beispiel durch solche - oder ähnliche - Freilandaufnahmen) verdeutlichen, daß für die Vögel, die nun mal hier sind, eine Haltung wie die im letzten Drittel des Videos gezeigte, denkbar wenig mit einer Annäherung an die Verfügbarmachung halbwegs artangepaßter Haltungsbedingungen gemein hat.

    Gruß
    MMchen
     
  14. #13 mäusemädchen, 21. Dezember 2007
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    Von mir wirst Du nicht "zerrissen". Deine geschriebenen Gedanken haben meine volle Zustimmung.

    Gruß
    MMchen
     
  15. #14 mäusemädchen, 21. Dezember 2007
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    Dem ist nichts hinzuzufügen!

    Gruß
    MMchen
     
  16. #15 mäusemädchen, 21. Dezember 2007
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    "Es ist insgesamt wichtig, die Aktivitäten der Papageien auf einem konstant hohen Niveau zu halten (...)

    Eine Aktivität sollte Papageien in der Gefangenschaft allerdings nicht ermöglicht werden, nämlich die Aufzucht von Nachwuchs. Zwar müssen Papageienpaaren Bruthöhlen zur Verfügung gestellt werden, das Ausbrüten der Eier sollte aber auf eine verträgliche Art verhindert werden. Es ist unbestritten, dass auf diese Weise die natürlichen Aktivitäten der Papageien beschränkt werden. Aber es ist moralisch nicht zu rechtfertigen, Papageien in der Gefangenschaft Jungtiere für die Gefangenschaft aufziehen zu lassen!

    Denn was viele Papageienhalter und -halterinnen nicht wahrhaben wollen, wird durch das Verhalten des Federrupfens, wenn es nicht in körperlichen Unbehaglichkeiten begründet ist, immer wieder bestätigt: Gefangenschaft ist für die Papageien in psychisch-emotionaler Hinsicht eine stark traumatisierende Situation, eine Situation, durch die ihnen ein tiefer seelischer Schaden zugefügt wird!

    Durch die Berücksichtigung der natürlichen Bedürfnisse der Papageien bei der Gestaltung der Haltungsbedingungen kann diese Schädigung zwar gemildert, völlig verhindert oder geheilt werden kann sie nicht. Und es ist moralisch verwerflich, im Wissen um diese im Wesentlichen unvermeidbaren Schädigungen die Aufzucht weiterer Papageien zu zulassen, die keine andere Chance als die Gefangenschaft haben.

    (...)"
    Quelle

    Menschen, die sich lange Jahre mit dem Gefangenschaftsleben und dessen Auswirkungen eingehend befaßt haben, können zu keinem anderen Schluß gelangen.

    Gruß
    MMchen
     
  17. Chrissie

    Chrissie für länger abwesend

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    Gänzlich verteufeln würde ich die Nachzucht nicht in Hinblick auf Zuchterhaltungsprogramme. Ohne diese würde es mittlerweile einige Arten gar nicht mehr geben oder eines Tages in freier Wildbahn ganz verschwunden sein.
    Auch mit dem Federrupfen bin ich nur bedingt derselben Meinung, weil gerade hier auch noch vieles in Kinderschuhen steckt. Ich denke, dass mehr organische Schäden statt psychische Schäden dahinterstehen, sei es durch erhöhte Zinkwerte (worüber man sich noch vor ein paar Jahren kaum Gedanken machte) oder wie in der neuesten WP zu lesen die Glykosespeicherkrankheit. Ein wirklich lesenwerter Bericht und vor allem auch wieder eine Krankheit, die bisher fast noch gar nicht am Vogel erforscht wurde. Daher halte ich solche Aussagen nur bedingt für aussagekräftig. Vielleicht ist die Wissenschaft in 50 Jahren so weit, dass es keine Rupfer mehr gibt.
    Wenn ich könnte, würde ich für meine viere auch einen gesamten Wald einnetzen, zumindest bei uns ist es so, dass durch ständiges Lesen im Netz, in Büchern und vor allem hier in den VF dass die Vögel immer mehr Platz bekommen haben, den sie anfangs nur zögerlich, aber inzwischen mit großer Begeisterung nutzen, und man stellt fest: Hach, es könnte noch größer sein. Dann sage ich mir wieder, wären sie nicht bei mir, säßen sie vielleicht jeder in Einzelhaft statt wie in einer Gruppe hier bei mir. Aber statt sich nun Vorwürfe zu machen, dass man die Vögel hat, sollte man versuchen, ihnen das Bestmögliche zu bieten und anderen Vogelinteressierten ausführlich mit Rat und Tat zur Seite stehen. Ich habe es mehr wie einmal erlebt, wenn Besuch hier war und unser Wohnzimmer sah und auch das Durcheinander dazu, oder gar mal einen Kakaduschrei erleben durften, dass dann der Kommentar kam: Ach, ich glaube, wir lassen das doch lieber :D
     
  18. #17 mäusemädchen, 21. Dezember 2007
    mäusemädchen

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    Und wo haben die vielen organischen Schäden ihren Ursprung? In der Gefangenschaftshaltung.

    Gruß
    MMchen
     
  19. #18 mäusemädchen, 22. Dezember 2007
    mäusemädchen

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    Ich muß "Bea" Recht geben. Wir sollten das Ganze nicht aus menschlicher Sicht betrachten sondern aus der Vogelperspektive. Für Papageien ist die Gefangenschaftshaltung nun mal eine stark traumatisierende Situation - egal ob Ara, Graupapagei, Amazone etc.

    Gruß
    MMchen
     

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  21. Pucki

    Pucki Bea

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    Und wieso brüten dann Papageien,wenn sie so traumatisiert sind?
    Wieso werden Vögel 40 Jahre alt und mehr ohne Rupfer und Erkrankungen?
    Meinst du,sie verstellen sich und ergeben sich so in ihr Schicksal,dass es für uns Menschen aussieht,als ginge es ihnen gut?
    Es ist bekannt,dass Vögel ihre Krankheiten verstecken aber unter einem "traumatisierten" Vogel stelle ich mir etwas anders vor,als dass was ich zu Hause habe.
    Liebe Grüße,BEA
     
  22. Raven

    Raven De omnibus dubitandum

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    Der Gedanke, wie toll Papageien doch in Freiheit sind, im Gegensatz zu Vögeln in menschlicher Obhut ist allerdings auch eine Betrachtung aus menschlicher Sicht. Vor einer Idealisierung sollte man sich hüten.
    Wenn sie in Freiheit große Strecken fliegen, dann dient das in erster Linie der Nahrungsbeschaffung. Wenn sie sich zu großen Schwärmen zusammentun, dann geschieht das zum Schutz vor Feinden.

    Wer mag entscheiden, ob der Papagei den Schutz vor Feinden und das gesicherte Nahrungsangebot in einer Haltung nicht gern entgegen nimmt?

    Warum machen wir uns denn überhaupt Gedanken über die Vogelhaltung und deren Optimierung, über die immer enger werdenden Lebensräume der Tiere in ihrer Heimat, darüber, wie man ihr Überleben in Freiheit absichern kann? Doch nur deshalb, weil wir Vögel halten, dadurch viel über sie gelernt haben und sie darum zu schätzen wissen.

    Ein Plädoyer gegen die Vogelhaltung geht nicht nur an den Realitäten vorbei, sondern dürfte insgesamt kontraproduktiv sein. Nur das, was man kennt, kann man auch schützen!
     
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