freilebende papageien

Diskutiere freilebende papageien im Allgemeines Vogelforum Forum im Bereich Allgemeine Foren; seht euch mal folgenden link an: http://www.papageien.org/USER/D_Franz/Df_ale8_mannheim.htm da ich in mannheim direkt neben dem luisenpark...

  1. Chimera

    Chimera mööööp

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    seht euch mal folgenden link an:
    http://www.papageien.org/USER/D_Franz/Df_ale8_mannheim.htm

    da ich in mannheim direkt neben dem luisenpark wohne, beobachte ich diese halsbandsittiche eigentlich täglich, u.a. einen schwarm, der etwa 50 erwachsene vögel umfasst. es ist wirklich erstaunlich, dass diese vögel seid vielen jahren dort überleben können.

    naja, sie werden auch reichlich zugefüttert, von "tierfreunden" die sie so putzig und lustig finden. aber letztens habe ich mal wieder beobachtet, wie eine gruppe sittiche einen kleineren einheimlischen vogel verfolgte und praktisch aus der luft zu boden warf.
    so sehr ich papageien auch mag, er ist meiner meinung nicht richtig diese population auch noch zu unterstützen, auf kosten der einheimischen vögel.

    nur was sollte dann gemacht werden? :(
     
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  3. skunz

    skunz Guest

    Wenn wir Glück haben meldet sich Detlev hier zu Wort ... der kann da ne Menge zu erzählen.

    Ich selber halte auch Halsbandsittiche und muss jedes Paar in einer Einzelvoliere halten, da sie in bestimmten Zeiten äußerst agressiv werden können. Da kann ich mir schon vorstellen, dass diese Sittiche im Freileben auch "ihr Revier" verteidigen und das nicht zu zimperlich, wie Du schilderst.
    Aber z.B. gegen Greifvögel kann und sollte auch nichts unternommen werden. Deshalb denke ich, die Natur wird das schon Regeln und verdrängen werden die Papageien die einheimischen Vögel nicht. Da bin ich mir ziemlich sicher.

    Lg

    Stefan Kunz
     
  4. redberry

    redberry Guest

    Hi Chimera!

    Hab auch schon oft im TV Berichte über die Halsies in good old Germany gesehen! Nicht nur das sie die heimischen Vogelarten verdrängen, sie haben auch ein kräftiges Stimmvolumen 8o :D !
    Ich habe selbst zwei Halsies und weiß, dass sie anderen, besonders kleineren Vögeln gegenüber sehr aggressiv sind! Ich habe die beiden Geier anfangs alleine gehalten und mir dann ein Nymphenpärchen dazu geholt! Absoluter Terror kann ich nur sagen! Sie haben die kleinen regelrecht attackiert. Mittlerweile habe ich 6 Nymphen und die Halsies haben sich beruhigt. Aber zurück zum Thema! Es ist meiner Ansicht nach unverantwortlich eingeschleppten Tierarten zuzufüttern und das sollte verboten werden!

    :0-
     
  5. skunz

    skunz Guest

    Wieso?
    Die "Einheimischen" werden doch auch gefüttert. Ein ganzer Industriezweig lebt davon und in manchen Teilen Deutschlands ist es fast ein "Volkssport" wer das schönst Vogelhaus mit dem leckersten Winterfutter und folglich die meisten "Besucher" hat. Soll man da die "Exoten", die auf irgend eine Weise aus der Menschlichen Gefangenheit entkommen sind ausschließen? Die, die auf Grund der fernen Heimat am härtesten ums Überleben kämpfen? Also tut mir leid, aber ein gefordertes Verbot kann ich nicht gutheissen.
    Ich will die Tiere ja nicht vermenschlichen, aber übertrage man die hier angesprochene Denkweise mal gedanklich auf die Menschen, dann möchte ich diese Diskussion hier nicht weiterführen ...

    ... Tolle Tierfreunde ...

    Lg
    Stefan Kunz
     
  6. skunz

    skunz Guest

  7. Chimera

    Chimera mööööp

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    @ skunz:
    ich glaube du verstehst nicht ganz, wieviel schaden eingeführte tierarten verbreiten können.
    nimm z.B. die kaninchen in australien, sollen die vielleicht auch zugefüttert und nicht abgeschossen werden?????
    diese tiere zerstören ganze landschaften und fressen den einheimischen tieren das futter weg.

    also jeder, der diese sittiche auch noch direkt zufüttert, sollte bestraft werden 0l
    die viecher töten systematisch alle anderen kleineren vogelarten... so sehr ich papageien auch mag, sie gehören einfach nicht ins deutsche ökosystem und sollten irgendwie "beseitigt" werden.


    zu dem von dir angegebenen bericht: les ihn dir mal genau durch. da steht, das halsbandsittiche fledermäusen, garten- und siebenschläfern und diversen vögeln die brutplätze streitig machen.
     
  8. Papajule

    Papajule Guest

    freilebende "Hals-Banden"

    Sie konnten sich ihren Lebensraum auch nicht aussuchen!!!!
    Daher muss man ihnen hier auch hier die Lebensbedingungen erleichtern. Ich bin fürs füttern, das ist das mindeste was man an ihnen noch gut machen kann
    Meint ihr nicht, dass sich die Tiere in ihrer Heimat auch viel wohler fühlen würden, wenn sie sich das aussuchen könnten?

    LG
    Anke
     
  9. skunz

    skunz Guest

    Zum Bericht von CHIMERA:

    Soo ein Quatsch, und das am 2. Advent.

    Chimera, den ersten Teil Deiner Antwort kommentiere ich nicht! Nur der Schluss ...

    Wenn Du den Bericht genau gelesen hättest, hättest Du auch die verschiedenen Meinungen darüber gelesen und nicht die, die Dir am besten gefällt lautstark ins Land posaunt.

    Ich klink mich hier jetzt wegen Niveau-Unterschreitung aus .... :0-
     
  10. redberry

    redberry Guest

    Wer unterschreitet hier das Niveau??

    Hallo Skunz,

    an deiner stelle würde ich mich mit deinem vorlauten Mundwerk etwas zurückhalten. Ich habe schließlich nur meine Meinung zu diesem Thema geäußert genau wie du auch. Wenn du dabei das Wort "Niveau-Unterschreitung" in den Mund nimmst hast du in diesem Forum absolut nichts zu suchen. Dieses Forum ist schließlich dazu da um seine Meinung zu äußern und darüber zu diskutieren und nicht um sie herabzuwürdigen!!0l 0l
     
  11. skunz

    skunz Guest

    nun muss ich ja doch noch etwas zu diesem Thema schreiben:

    An redberry,

    ich habe nichts gegen Deine Meinung und auch nichts dagegen gesagt. Schaumal wie mein Beitrag auf den Du Dich beziehst beginnt ...

    Hier hatte jemand (das warst nicht Du) geschrieben:

    ...die viecher...und sollten irgendwie "beseitigt" werden. ...

    So eine Aussage, und darauf bezieht sich mein Schluss, gehört nicht in ein VOGELFORUM und ist unter meinem Niveau.

    Gute Nacht
     
  12. Utena

    Utena Guest

    Hallöchen!
    Ich würde euch bitten hier keine beleidigenden Worte an den anderen zu richten, ihr könnt sachlich darüber diskutieren, bei alles andere wäre ich gezwungen die Beiträge in den Müll zu schieben und das wollen wir ja alle sicherlich nicht oder?, also darum bitte bleibt sachlich!
     
  13. Richi

    Richi Guest

    Also bitte, Niveauunterschreitung kann ich hier nicht sehen!
    Zügelt euch also bitte ein bisschen, und redet sachlich miteinander!

    Zum Thema:
    redberry und Chimera haben in dieser Hinischt recht.
    Es mag nicht schön klingen, aber diese Tiere stellen tatsächlich eine Gefahr für das einheimische Ökosystem dar.
    Man spricht hier von Faunenverfälschung, die, wie die von Chimera angeführten Beispiele verdeutlichen, sehr nachteilige Folgen für die gesamten Tierwelt einer Region haben können.

    Es ist daher ratenswert, um nicht zu sagen nötig, solche Faunenverfälscher auszumerzen, sprich, zu "beseitigen".

    Subjektiv betrachtet mutet dies grausam an, und kein Tierliebhaber, der sich mit dem Thema nicht eingehender beschäftigt hat, wird mir zustimmen, aber man muss in dieser Situation ganzheitlich durchblicken, und das Wohl des Einzelnen zu Gunsten der Allgemeinheit aussen vor lassen.

    Der deutschen Singvogelwelt geht es mehr als schlecht, mehrere Arten stehen am Rande der Vernichtung, und Faktoren wie diese unnatürliche Konkurrenz, verschärfen die Situation.
    Daher sollte man zweimal überlegen, bevor man solche "Aliens" wie die Halsbandsittiche in Deutschland auch noch zufüttert, zu Gunsten der einheimischen Vogelwelt.

    Natürlich ist der Mensch an der Verbreitung dieser Tiere in Deutschland schuld, doch trägt er auch durch seine Ausbreitung die Verantwortung für die regional ansäßigen Arten, und muss diese schützen.
    Und eben in dieser Verantwortung liegt es auch, Faunenverfälschern keine Chance zu lassen.
     
  14. MrKoala

    MrKoala Guest

    Hallo zusamen,

    Also erstmal @Chimera

    Wie kommst Du bitte darauf, dass die Hasen in Australien ausgerottet worden sind(denn diese gibt es dort nicht mehr) weil sie anderen Lebewesen Futter oder der gleichen wech genommen haben? Die Hasen sind aus anderen Gründen vernichtet worden! Und zwar ging es da um die einschleppung einiger Krankheiten welche dann die Australsiche Tierwelt in Gefahr brachte... Besonders die Kangaroos... Weiter, bin ich der Meinung, dass auch Papageien hier bei uns ganz gut aufgehoben sind und unsere Umwelt ein wenig in aufschwung bringen.

    Die meisten Papageien Arten fliegen frei in Schwärmen mit anderen Vögeln zusammen was ich hier bei mir schon sehr oft beobachtet habe und was sehr von vorteil ist, sie bringen ma ein wenig mehr Farbe in die Welt und net wie unsere immer nur alles Grau in Grau.

    Allerdings finde ich, ist es kein Streitthema... denn JEDER hat was das betrifft seine eigene Meinung und sollte diese auch unangefochten einfach mal aussagen dürfen.

    Also streitet euch net sondern Diskutiert Sachlich....

    Thomas
     
  15. Detlev

    Detlev -

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    Moin, Moin,
    da es ja offensichtlich nötig ist, schmeiße ich mal wieder die Gebetsmühle an:

    1. Es gibt bisher keinen soliden Hinweis auf eine Gefährdung einheimischer Arten durch Halsbandsittiche bei uns. Im Gegenteil : In Düsseldorf ist die Anzahl von Hohltauben (rote Liste Art) in Halsbandsittich Vorkommen besonders hoch.

    2. von Einzelbeobachtungen kann nicht (!) auf eine solche Gefährdung geschlossen werden. Dazu bedarf es der Sammlung guter Daten die statistisch relevante Trends erkennbar machen. In der wissenschaftlichen Literatur gibt es dazu bisher keinen Hinweis. Gelegentlicher Zank zwischen Tieren unterschiedlicher Arten kommt vor ist aber vollkommen normal, selbst der Tot eines Tieres wird erst dann relevant, wenn er zu einer gehäuftem Ereigniss wird.

    3. Winterfütterung ist zwar relevant aber bei uns weder für die heimischen Vögel noch für Halsbandsittiche und andere Papageien notwendig - jedenfalls um das Überleben der Populationen zu sichern.

    4. Schaut euch bitte genau an wie das heimische Ökosystem aussieht in das 'fremde' Arten eindringen. Innenstadtbereiche zeichnen sich durch ein sehr hohes Maß an Künstlichkeit aus. Hier wachsenden Bäume aus allen Herren Länder, die zahlreichen Kreuzungen und Zuchtformen und auch die Landschaft ist stark fagmentiert, es gibt eine permanente Stressbelastung durch Menschen und besonders seine Haustiere Hund und Katze sowie Verkehr und sonstigen Lärm. In der Naturlandschaft, die an diese Stelle gehören würde, könnte kein Halsbandsittich überleben. Ich bin mir sicher, dass wenn man alle fremden Bäume, Sträucher und Gartenpflanzen entfernen würde würden auch die Halsbandsittiche nicht mehr ausreichend Nahrung finden. Die hohe Diversität auch exotischer Baumarten ist gerade ein Grund warum hier Halsbandsittiche überleben könnten.

    5. Europa ist keine Insel und besitzt entsprechend wenig Tendenzen zu besonders empfindlichen endemischen Inselarten, das ergibt sich schon aus der Offenheit der Geographie nach Süden, Osten, Norden.

    6. Der Bremer Text ist schlicht und einfach Müll. Wichtige Teile sind aus einem Buch abgeschrieben, dass bei Halsbandsittichen schlecht ist. So ist z.B. die Liste der Höhlenkonkurrenten eine Liste verschiedenster Baumhöhenutzer ohne Rücksicht auf deren jeweilig spezifischen Bedürfnisse. Und auf die Idee, das Halsbandsittiche durch Bruthöhlenpflege die Anzahl der verfügbaren Höhlen erhöhen ist dort auch niemand gekommen – in der Praxis ist das aber so. Der Hauptstörfaktor bei Bruthöhlen ist das Abholzen innerstädtischer Altbaumvorkommen – dieses schadet aber auch diversen anderen Höhlenbrütern.

    6. Reden wir mal über Zahlen: bisher ist der Bestand von Halsbandsittichen 3500-4000 Tiere. Das klingt nach einer Menge, ist aber z.B. rund 1/10 des Bestandes von Schwänen in Nordholland. Der Bestand wird sicher noch weiter zunehmen, er ist aber eng an mikroklimatische Bedingungen und besondere Habitate (u.a. Landschaftsparks) gebunden. Ein großräumiges Erobern von Naturlandschaften oder Forsten wird sicher nicht stattfinden, diese sind viel zu wenige Arten an Nahrungspflanzen- bzw. Bbäumen bieten.

    Was wir also haben ist eine Vogelart die in einem vom Menschen gemachten Habitat hervorragend zurecht kommt. Dieses Habitatform ist nicht sehr alt. Im wesentlichen nicht älter als 300 Jahre, wirklich Einheimische gibt es da nicht.

    Gruesse,
    Detlev
     
  16. Chimera

    Chimera mööööp

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    richi hats schon genau richtig ausgedrückt: jegliche art von faunenverfälschung ist falsch, und nur weil die menschen das seid jahren betreiben heißt es noch lange nicht, dass es richtig ist.

    @detlev: natürlich können die sittiche nur mit hilfe der menschen überleben... und das zeigt doch am besten, dass sie einfach nicht hierher gehören.
    ich sehe hier jeden tag massig menschen die extra papageienfutter ausstreuen 0l das ist doch echt der gipfel aller dummheit.

    und argumente wie
    na toll, juhuu, wir haben bunte vogelschwärme, und der preis den wir zahlen sind ja nur einheimische arten.... tolle tierliebe....
     
  17. Richi

    Richi Guest

    Die Verinselung der Lebensräume hat nicht im direkten Sinne etwas mit einer Insel zu tun, Faktum ist nämlich, dass die Populationen der heimischen Singvögel regional extrem abnehmen, sodass selbst der heimische Haussperling als bedroht zu bezeichnen ist.

    Vielleicht sind im Moment ja noch keine Auswirkungen der Papageienpopulation zu erkennen, doch die Zufütterung, die ja offensichtlich das ganze Jahr stattfindet, unterstützt das Populationswachstum in extremem Maße, woraus sich eine absehbare Bedrohung für die regional ansäßigen Wildvögel ergibt.
    Konkurrenz-Ausschluss, um mit Darwins Worten zu reden, findet nämlich nicht nur in der Theorie statt, sondern ist ein oft beobachtetes Faktum der Umwelt, das durch Faunenverfälscher wie diese Papageien unterstützt wird.

    Das Argument der Florenverschälschung zählt für mich ebensowenig, das ist genauso falsch wie o.g. Beispiel mit den Halsbandsittichen, da auch dadurch heimische Arten verdrängt werden.

    Wahrscheinlich hat auch niemand gedacht, dass die Kaninchen, Hauskatzen und Füchse in Australien Schaden anrichten könnten, die Auswirkungen dieser Plagen sind trotzdem bis heute spürbar.

    Du hast recht mit dem Argument, dass diese Tiere in einem Lebensraum leben, der vom Menschen geschaffen wurde.
    Die meisten dieser Tiere kommen aber kaum damit zurecht, weshalb sich Tausende Menschen im Sinne der Ökologie die Mühe machen, Nisthilfen, Winterfütterungen usw. anzubieten, um diese heimischen Bestnde zu schützen und zu unterstützen.
    Umso trauriger ist es, dass nun manche meinen, extraregionale Arten, also Faunenverfläscher unterstützen zu müssen, obwohl diese in keinster Weise in das regionale Ökosystem passen, was zu Scvhaden der hemischen Arten geschieht.

    Man sollte in dieser Situation Prioritäten setzen, und zu Gunsten der ansäßigen Fauna entscheiden, und sich nicht von Sympathie zu den "netten, bunten Papageien" von den Problemen ihrer Ansiedlung ablenken lassen.

    Zur Verdeutlichung möchte ich euch noch diesen Link geben, der die Probleme der Einwanderung und Ansiedlung von extraregionalen Vogelarten und anderen Tierarten kritisch beschreibt.
     
  18. Richi

    Richi Guest

    Diese Aussage muss ich noch genauer ausführen.

    Die Verinselung bezieht sich nämlich auf die endemische Anfälligkeit, da die Populationen sich nicht mehr untereinander mischen können, was in einer end. Anf. durch die Unflexibilität des Genpools und der Größe des Ökosystems resultiert.
     
  19. Rena1

    Rena1 Guest

    zusammengefasst....

    bei verstärkter vermehrung der halsbandsittiche es zum abschuss kommen kann.

    denk´ich mir mal so.....da sie sicherlich demenze schäden hinterlassen....

    :? :? :?
     
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  21. Detlev

    Detlev -

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    Wenn Du mir jetzt sagen kannst welche Arten Faunenrichtig in einem jungen Habitat wie einem Landschaftspark sind kommen wir der Sache etwas näher. Aber: bitte alle Bäume dort absägen die dort nicht hingehören. Faunen sind weder starr, noch haben hier eine Situation wie auf einer Insel.

    Davon das Du das einfach so behauptest wird es nicht wahrer. Winterfütterung wird genutzt ist aber nicht nötig. Es gibt für Halsbandsittiche genug natürliches pflanzliches Futter auch im Winter. Dank ihrer Schnäbel können sie vieles erschließen, was heimische Vögel nicht können.

    Nur weil Du täglich Füttern siehst muss das noch nicht die Hauptnahrung sein. Ich halte die Leute auch nicht für dumm – ist nicht mein Geschmack, ich füttere auch nicht, dumm ist für mich was anderes.

    In der Tat ist das toll. Man kann dabei – so man nicht an seinen Vorurteilen festhalten möchte - eine Menge über die Biologie, das Verhalten und Ökologie der Vögel lernen. Mach ich seit 1997 und komme langsam dahin, wo es richtig spannend wird. Davon das man ohne Rücksicht auf die konkrete Situation, die konkrete Art und mögliche konkrete Gefährdungen den John Wayne aus der Hüfte schießt und dabei eventuell Schafzüchterpropaganda wiedergibt wird man der Sache – und auch den Tieren - nicht gerecht.

    Und damit hier keine Missverständnisse aufkommen: Natürlich ist es sinnvoll Arten zu schützen und dabei auch eventuell eingeschleppte problematischen Tierarten zu bekämpfen und ich habe auch kein Problem mit dafür notwendigen Massentötungen. Aber das kommt auf die konkrete Situation an. Diese Situation ist aber bei Halsbandsittichen und andere Papageienarten bei uns nicht gegeben. Auch für weitere Probleme (Landwirtschaftsschädling, Krankheitsüberträger) gibt es bisher keinen Hinweis, der solch eine Reaktion (oder auch nur eine Bestandsregulierung) rechtfertigen würde.

    Wer das Gegenteil behauptet sollte schon sehr, sehr gute empirische Belege haben. Ansonsten halte ich das weiterhin für die Wiedergabe von Vorurteilen. Und nehme das nur insofern ernst weil es eine Bedrohung für Vögel (Abschuss/Abfang) darstellt, der dazu führen könnte illegal den Schutz den diese Vögel genießen zu unterlaufen.

    Ansonsten werden wir uns an Halsbandsittiche im Laufe der nächsten Jahrhunderte genauso gewöhnen wie an die vielen anderen Neubürger um uns herum. Und das fängt bei Kaninchen an und endet nicht bei Kartoffel.

    Gruesse,
    Detlev
     
  22. Richi

    Richi Guest

    Du hast Recht, Detlev, es gibt so gut wie keine empirischen Grundlagen, um einer Bestandsregulierung zuzustimmen.

    Ich persönlich neige auch nicht dazu, so etwas zu propagieren, denn es ist natürlich immer möglich, dass sich diese Art als unschädlich für die heimische Fauna herausstellt.

    Ich neige aber dazu, die Situation eher aus der Warte der heimischen Vögel zu betrachten, und eben weil es keinerlei fundierte Studien zur Unschädlichkeit gibt, betrachte ich das ganze als brandgefährlich.

    Genügend Beispiele der letzten Jahrhunderte zeigen uns nämlich auf, welch furchtbaren Auswirkungen eine negative Faunenverfälschung haben kann, und mich persönlich ärgert es, das immer wieder Leute die positiven Beispiele als Freibrief dafür verwenden, solche Situationen für Ungefhrlich zu befinden.

    Wie gesagt steht es um die heimischen Wildvogelbestände mehr als schlecht, und es ist für mich unverantwortlich, das zu ignorieren, und Faunenverfälscher auf Gut Glück zu unterstützen.
    Das zeugt für mich von einer Ignoranz der heimischen Umwelt, denn es KANN erhebliche Folgen nach sich ziehen, weshalb wissenschaftliche Studien, für die ich mich schon längere Zeit einzetze, UNBEDINGT notwendig sind, um die Situation tatsächlich als ungefährlich einstufen zu können.

    Solange mir persönlich nicht durch profunde wissenschaftliche Aussagen bestätigt werden kann, dass der Halsbandsittich keine Bedrohung durch Konkurrenz für einheimische Arten darstellt, wird sich an meiner Überzeugung gegen die Faunenverfälschung in diesem konkreten Fall nichts ändern.
     
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