Für alle Agaporniden-Fans!

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  1. Aga

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    Hallo Agaporniden-Gemeinde!

    Hier einige Worte und Zahlen weshalb Rußköpfchen und Erdbeerköpfchen nur in reiner Wildform gezüchtet werden sollten.

    Diese Daten stammen von IG Forpus/Agapornis



    Die Interessengemeinschaft zur Bestands- und Arterhaltung von Agaporniden und Sperlingspapageien (IG Forpus/Agapornis) in der AZ informiert:



    Züchterteam des artreinen Rußköpfchens (agapornis personata nigrigenis) und Erdbeerköpfchens (agap. personata lilianae)



    Vita

    Zuchtfreund und IG-Mitglied Eckhard Lietzow hat sich einmal die Mühe gemacht und die Bestände der Agaporniden sowohl in der Natur wie auch in Züchterhand zu erheben (Vgl. DIE VOLIERE 4/99). Erschreckenderweise muss festgestellt werden, die Freilandpopulation des Rußköpfchens wird auf 5.000-10.000 Tiere geschätzt, die des Erdbeerköpfchens auf unter 50.000 Vögel. Bei diesen beiden Arten ist vorhersagbar, dass sie noch in unserer Generation aussterben werden, wenn wir nicht unverzüglich etwas unternehmen. Eckhard Lietzow erwähnt in der VOLIERE 4/99 auch angelaufene Schutzmaßnahmen. Wildfangimporte sind nicht mehr erlaubt, bei den agap. personata lilianae sogar der Import von Farmvögeln.Der hochgerechnete vermutliche Gesamtbestand in Deutschland wird bei den Erdbeerköpfchen in der Höhe von 3.500 Vögeln, bei den Rußköpfchen in der Höhe von 23.000 Vögeln angenommen. (Zum Vergleich: Rosenköpfchen: 220.000 Tiere). Wenn wir nun noch artenreine Tiere suchen, verringern sich diese Zahlen, besonders beim Rußköpfchen, ganz erheblich. Das Rußköpfchen gilt inzwischen als der gefährdetste Papagei Afrikas (laut Prof. Mike Perrin UNI Natal / Südafrika)



    Konsequenz:

    Arterhaltung durch Zucht

    Die Veröffentlichungen von Eckhard Lietzow waren dann der letzte Anstoß für einige Züchter, sich auf der Tagung der IG Forpus / Agapornis in der Neuen Hasselau am 6.6.1999 zusammenzufinden, um die Erhaltung des agapornis personata nigrigenis durch die gezielte Zucht der artenreinen Wildform zu fördern und der Mischlingszucht (betrifft auch sogenannte Farbvögel und den “spalterbigen, wildfarbigen“) eine deutliche Absage zu erteilen.



    Wir wollen:

    nur mit Vögel züchten, von denen wir absolut sicher sein können, dass sie keine Hybriden sind.
    den vorhanden Genpool der jetzt vorhandenen artreinen Population erhalten und nicht erst abwarten, bis wir nur noch auf wenige Tiere zurückgreifen können.
    gezielt Vögel austauschen, um den “Grad der Verwandtschaft“ so weitläufig wie möglich zu halten.
    die Zahl der wirklich artreinen wildfarbigen Vögel in Züchterhand erhöhen, wenigstens doch stabil halten.
    Mischlingszüchter sensibilisieren; nicht alles Machbare muss gezüchtet werden. Der artreine Vogel ist die Kostbarkeit
    engen Kontakt zueinander halten und voneinander in züchterischer Hinsicht profitieren.
    Kontakte zu ausländischen gleichgesinnten Züchtern und wissenschaftlichen Einrichtungen aufbauen.
    2 x im Jahr eine Abgabe-/Tauschliste für alle Züchter der Gemeinschaft erstellen.im Rahmen der jährlichen IG Forpus/Agapornis-Tagung einen Statusbericht abgeben
    durch Publikationen auf unserer Anliegen aufmerksam machen.


    Da die Situation beim agapornis personata nigrigenis nicht sehr verschieden ist von der des agapornis personata lilianae, wurde beschlossen, auch für die Erdbeerköpfchen eine Gemeinschaft in der IG Forpus / Agapornis zu koordinieren.



    Wenn Sie Interesse an einer Mitwirkung haben oder gezielt (wieder?) artenreine Tiere züchten wollen, wenden Sie sich an die Interessengemeinschaft zur Bestands- und Arterhaltung von Agaporniden und Sperlingspapageien in der AZ.

    Sprecher und auch Koordinator für das Züchterteam des artreinen Rußköpfchens und des Erdbeerköpfchens: Dirk Lemster Tel.: +49 (0) 5724-98203, Fax +49 (0)5724-98204, Email: dirk@lemster.net



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