Fussloses Baby

Diskutiere Fussloses Baby im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo alle zusammen, ich bin Tommy und bin der Besitzer des Babys ohne Füße! Pico hat hier gepostet und mir davon erzählt das ich doch hier mal...

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  1. TommyPB

    TommyPB Guest

    Hallo alle zusammen,

    ich bin Tommy und bin der Besitzer des Babys ohne Füße! Pico hat hier gepostet und mir davon erzählt das ich doch hier mal hereinschauen sollte, was ich auch getan habe.

    Also, das Bild was Pico hier reingestellt hat soll mit Sicherheit keine Vorbildfunktion sein, sondern Anschaungsobjet da man das Handicap an Hand eines Bildes besser verdeutlichen kann. Was auch schon durch die Aufnahme an sich ersichtlich ist. Wenn man sich schon die Mühe macht ein Bild so genau zu betrachten ob ein Vogel nun gestutzt ist oder nicht, sollte man sich auch die mühe machen und mal auf die Füße sehen um die es hier geht. Dort sieht man besser als die gestutzten Flügel, das lediglich die Zehen fehlen. Ebenso verhält es sich mit dem Video, wenn man sich das anschaut sieht man das der Timney auf Füßen aber ohne Zehen läuft. Hätte man sich die Mühe gemacht auch mal diese US Webseiten zu besuchen hätte man auch erfahren warum dieser Vogel gestutzt ist.

    Die Art und Weise wie einige hier die Beiträge lesen ist schon erstaunlich. Pico schreibt von einem Kongo Paar, von einem Küken das 3 Wochen alt ist. Wie kann man zu dann auf die Idee kommen das es sich auf dem Bild um mein Küken handelt? Und seit wann verlässt ein Küken mit 3 Wochen das Nest??

    Der Satz „ Ich würde ihn Verabschieden“ kann nur von einem Züchter kommen der Finanziell orientiert ist. Ist auch klar, weil man so ein Tier auch nicht verkaufen kann oder nicht zu dem angestrebten Preis. Also, unretalbel und weg damit.

    Das man so etwas zu spät bemerkt?? Also, ist man hier also der Auffassung das man das Brutgeschäft in aller Regelmäßigkeit stören soll, die Eltern unnötig in aufruhe bringen soll und ein verlassen des Nestes riskieren soll. Gut werde ich mit für die Zukunft merken!!!

    Weiterhin möchte ich doch mal anregen, bevor man hier über unwertes Leben, Einzelhaltung dieses Vogels, weil man ihn nicht verpaaren kann u.s.w. doch vielleicht die Mühe macht sich wenigsten ein Halbwissen über dieses Handicap anzueignen. Das so ein Vogel nicht einmal auf einer Stange sitzen kann ist Falsch. Das er nicht verpaart werden kann ist Falsch. Das er nicht klettern kann ist Falsch

    Und bitte erkläre mir einer warum das Küken oft zum Tierarzt muss ??? Und was heißt Jahrelange Verantwortung??? Habe ich die bei einem gesunden Grauen nicht??? Verkaufen Züchter Papageien nur an 20 Jährige?? Selbst dann müsste man davon ausgehen das der Besitzer 80 Jahre alt wird!

    Das es hier in Deutschland keine Erfahrungen oder nur sehr wenige gibt liegt wohl letztlich daran das genau das gemacht wird was viele für richtig halten. Anders in den USA wo es gang und gebe ist auch „solche“ Vögel aufzuziehen. Weil sie abgesehen von ein paar Kleinigkeiten ein normales Leben wie in Gefangenschaft üblich führen.

    So nun habe ich mir mal Luft gemacht und kann jetzt mal näher und ruhiger auf die Sache eingehen und Stellung nehmen.

    Bei dem Kongopaar handelt es sich um Wildfänge. Der Hahn befindet sich seit 1986 Jahren in meinem Besitz die Henne seit Januar 2003. Beide sind gleich alt. Die Verpaarung klappte nach einigem hin und her und das Brutgeschäft folgte auf dem fuße. Die Nistkasten Kontrolle habe ich jeden Tag durchgeführt, habe das Küken aber nie aus dem Kasten genommen, weil 1. die Henne sehr aggressiv reagierte und 2. ich nicht damit gerechnet habe das die Zehen angeknabbert sind und so auch nicht den Zehen meine Aufmerksamkeit geschenkt habe. Wie auf dem 2. Bild das Pico eingestellt hat zu sehen ist hätten die Zehen auch im Streu sein können, so das ich halt erst bei der Beringung das fehlen der Zehen festgestellt habe.

    Auch ich habe mit Gedanken über das Einschläfern des Kükens gedacht. Diese Entscheidung wollte ich aber auch fundiert wissen und habe mich im Internet nach vergleichbaren Fällen umgesehen. Bin aber in Deutschland nicht fündig geworden. Erst als die Suche ausgeweitet wurde bin ich in den USA fündig. Nachdem ich Kontakt zu Besitzern von Footless Greys aufgenommen habe mich ausführlich erkundigt habe und für mich abgewägt habe, ob ich, und wie ich, dem Küken Gerechtwerden kann entschlossen dieses Küken aufzuziehen. Um einen Gen defekt ausschließen zu können habe ich heute ein TA aufgesucht der mir bestätigte das es kein Gen defekt ist. Zu den Bedenken das Küken und sein dazukommender Partner (der nicht behindert sein muss) mich überleben, kann ich nur sagen das, das meine andern beiden auch tun. Ich denke das ist die Entscheidung eines jeden Besitzes wann er für seine Tiere nicht mehr sorgen kann und sie vorher in entsprechend gute Hände abgibt.

    Ich weiß das ich mir hier mit meinem Beitrag keine Freunde gemacht habe oder zu mindest bei einigen unten durch bin. Grade diese Personen sollten über alles was hier gesagt, vermutet und an Thesen aufgestellt wurde nocheinmal nachdenken. Ein Leben ist schnell ausgelöscht!

    Viele Grüße Tommy
     
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  3. #2 Vogel-Mami, 23. April 2003
    Vogel-Mami

    Vogel-Mami Papageien(be)schützerin

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    Hallo Freund Tommy! :0-


    *knuddeldichmalganzfestedurch*


    Grüßle von Freundin

    Vogel-Mami


    Von wegen keine Freunde... :p
     
  4. #3 owl, 23. April 2003
    Zuletzt bearbeitet: 23. April 2003
    owl

    owl Foren-Guru

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    Hallo Tommy

    dieser o.g. Absatz zeigt mir, dass Du Addi nicht kennst und rein garnichts über ihn weisst. Addi wäre bestimmt einer der letzten, welcher einen Vogel verabschieden würde, würde er sehen und erkennen, dass der Vogel noch ein papageiengerechtes Leben in Aussicht hat.



    Wie soll denn der Vogel klettern können, ganz ohne Zehen, etwa nur mit dem Schnabel? Schau Dir mal die Bilder hier im Forum von den diversen Papageien an: wie häufig die Vögel ihre Leckerbissen in ihren Füsschen halten, um sie schön genüsslich zu bearbeiten. Überhaupt werden gerade die Zehen zu so vielem gebraucht



    Nun vielleicht muss der Vogel nicht gerade im Kükenalter sehr oft zum TA, jedoch als erwachsener Vogel. Wie im anderen Thread bereits erwähnt, könnte er sich seine Stümpfe wundlaufen, bei Flug- oder Landeversuchen sich verletzen, Haltungsschäden bekommen, somit verbundene Schmerzen.........Du wirst seine Schmerzen und Traurigkeit vielleicht garnicht oder nicht so sehr spüren, der Vogel jedoch schon.




    Dass in USA zum Teil andere Methoden der Papageienhaltung praktiziert werden, ist schon den meisten hier klar. Dort werden teilweise den Tieren auch Mäntelchen angezogen und Hütchen aufgesetzt, sowie vieles mehr, was hierzulande als tierschutzwidrig gilt.
    Ausserdem ist nicht nur "Papier geduldig" - Webseiten sind das auch, kann auch alles sehr geschönt werden, die Schattenseiten (vorallem aus Vogelsicht) verschwiegen werden.



    Kann Dich ja auch irgendwie verstehen, ist kein leichter Gang zum TA. Ich selbst musste auch schon einen unheilbaren Vogel nach jahrelangen Zusammenlebens einschläfern lassen, tat verdammt weh als meine Wilhelmina (Willi) von uns ging :(

    Nur, jetzt für Deinen speziellen Fall mit dem fusslosen Grauen:
    gutgemeint und gutgetan sind manchmal zwei Paar Stiefel, je mehr Zeit verstreicht umso schwieriger wird es, ist ja ohnehin schon nicht einfach.

    Glaube mir Tommy, bestimmt zweifle ich Deine Bemühungen für den Vogel nicht an. Doch trotz all Deiner Bemühungen und Fürsorge tut mir das kleine Kerlchen/Mädchen irgendwie leid. Er weiss noch nichtmal dass er mehrere Jahrzehnte mit sehr, sehr vielen Einschränkungen vor sich hat. Viele wichtige und schönen Dinge im Papageienalltag, was für seine Artgenossen selbstverständlich ist, wird er/sie womöglich niemals tun können.
     
  5. #4 Addi, 23. April 2003
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 23. April 2003
    Addi

    Addi Guest

    dieses arriogante posting

    laesst mich dazu übergehen mit leuten zu reden und denen zu helfen , denen dran gelegen ist ,


    Der Satz „ Ich würde ihn Verabschieden“ kann nur von einem Züchter kommen der Finanziell orientiert ist. Ist auch klar, weil man so ein Tier auch nicht verkaufen kann oder nicht zu dem angestrebten Preis. Also, unretalbel und weg damit.




    PS Du warst und bist übrigens der Erste in diesem Tread ,der so verletzend persönlich wurde














    viel vergnügen dir , der vogel wirds wohl nicht haben
     
  6. #5 Gaby Schulemann, 23. April 2003
    Gaby Schulemann

    Gaby Schulemann Guest

    Mein Senf zum Thema

    Hallo Leute,

    ich habe gerade streckenweise ganz schön schlucken müssen, als ich die beiden Threads zu dem fußlosen Papageienbaby gelesen habe. Bevor ich auf das eigentliche Thema eingehen werde, möchte ich etwas Grundsätzliches sagen.

    Wenn es um geliebte Haustiere geht, spielen in aller Regel eine Menge Emotionen mit. Das ist meiner Meinung nach gut und richtig so. Das höchste Gut, das ein Mensch einem Tier geben kann, ist echte Liebe in all ihren Erscheinungsformen. Aber auch Respekt spielt eine maßgebliche Rolle, weshalb das Flügelstutzen meiner Ansicht nach in aller Regel ein Negativbeispiel für den maßlosen Egoismus der Menschen ist. Das ist hier aber nicht das Thema, und wir sind uns eh alle einig, gelle?

    Das Schicksal hat mir in den vergangenen Jahren zahlreiche mehr oder minder stark körperlich behinderte Vögel zugespielt. Derzeit wohnen in meinem behindertengerecht eingerichteten Vogelzimmer 13 Wellensittiche und zwei Katharinasittiche. Das Kathi-Männchen Merlin ist psychotisch zu mir gekommen, hat sich aber zum Glück inzwischen zu einem halbwegs normalen Vogel entwickelt. Nimue, seine Frau, ist blind, was der Vorbesitzer, der die beiden übrigens für Wellensittiche hielt, nicht bemerkt hat. Sehr traurig, diese Tatsache. Man mag es kaum glauben, die blinde Nimue hat so viel Spaß am Leben, dass einem gar keine Zweifel daran kommen, wenn man die Kleine draußen im Vogelzimmer beobachtet - denn sie sitzt nicht im Käfig, sie ist eine Freigängerin.

    Einige meiner Wellensittiche sind aus unterschiedlichen Gründen flugunfähig oder nur bedingt flugfähig. Ein Vogel ist sehr schwer gehbehindert, die Ursache dafür ist gerade mal knapp vier Wochen her und ich werde in einigen Wochen erst entscheiden, was mit ihm geschehen wird. Orion war bisher kerngesund, bis er vor einigen Wochen im Schlaf Opfer eines nicht provozierten Angriffs eines übermütigen Artgenossen wurde, bei dem seine Hüfte ausgekugelt wurde. Sein rechtes Bein ist nutzlos, er kann weder stehen, gehen oder springen, noch gescheit landen. Zusammen mit meiner Tierärztin habe ich hin und her überlegt.

    Zunächst wollte ich Orion, den ich sehr in mein Herz geschlossen habe, einschläfern lassen, weil seine Behinderung sehr schwer ist. Aber die Ärztin gab zu bedenken, dass Vögel einen geradezu überraschen können und stark sind. Also ließ ich ihn (vorerst!) am Leben. Nun beobachte ich ihn mit Argusaugen und schaue, wie er seinen Alltag meistert. Das ist schwierig, da ich ihn quasi durch die Brille der Liebe sehe. Wieder und wieder muss ich mich teils mit Tränen in den Augen abwenden, wenn ich sehe, wie er sich abmüht, um zum Beispiel von seiner Schlafplattform aus dem Schlafkäfig zu kriechen. Mein Lebensgefährte war es, der mich neulich dazu anhielt, mal ganz genau hinzuschauen, Orion würde Fort"schritte" machen. Ich schaute hin - und stellte fest, dass er Recht hat! Vielleicht werde ich Orion am Leben lassen, wenn er weiterhin Fortschritte machen wird.

    Was ich damit sagen will, ist: Wenn man sich plötzlich mit einem körperlich behinderten Tier konfrontiert sieht, an dem man hängt, so ist es meiner Erfahrung nach ausgesprochen schwierig, seine Situation objektiv zu betrachten. Ständig spielt Wunschdenken eine Rolle, und die meisten Menschen tendieren dazu, vieles zu positiv zu sehen. Dies ist ganz natürlich, wir Menschen können schwer loslassen, wenn wir lieben.

    Ein außenstehender Beobachter, der keine Beziehung zu dem betroffenen Tier hat, sieht die Sache naturgemäß erheblich objektiver und ist daher auch leichter mit dem Urteil zur Hand, dass das Tier keine Lebensqualität hat und daher eingeschläfert werden sollte. Vielleicht ist diese Sichtweise die Richtige, aber als Tierhalter will man das oft nicht wahrhaben.

    Ich gehe in solchen Situationen immer wiefolgt vor: Mit aller Kraft versuche ich mich auf das zu konzentrieren, was ich sehe und nicht, was ich für den betroffenen Vogel fühle. Das, was ich sehe, versuche ich zu interpretieren. Kann der Vogel ein artgerechtes Leben führen? Hat er permanent Schmerzen? Kann er am Sozialleben im Schwarm teilnehmen? - Dies sind einige der Fragen, die ich mir stelle und die ich ehrlich zu beantworten versuche. Meine Ergebnisse diskutiere ich dann mit einem Außenstehenden, der das Tier im Idealfall zuvor selbst gesehen hat. Es hilft, nicht allein dazustehen, wenn es darum geht, eine schwere Entscheidung zu treffen!

    Grundlage meiner Entscheidung "Einschläfern - ja oder nein" ist in aller Regel eine Phase, in der ich dem Vogel die Chance gebe, seine Situation zu meistern, sofern er dabei keine ständigen Schmerzen erleidet. Manche Vögel sind echte Kämpfernaturen voller Lebensmut und -freude, die ihr Schicksal meistern. Andere Tiere sind zartbesaitet und sind mit einer Behinderung überfordert, sie resignieren und vegetieren nur noch vor sich hin. In einem solchen Fall ist man als Mensch mit seiner Macht (?) am Ende, man kann das Tier nicht motivieren, wenn es dazu selbst nicht in der Lage ist.

    Bezogen auf das Graupapageien-Küken heißt das für mich: Schaut zunächst, wie sich der Vogel in den nächsten Wochen entwickelt. Kommt er mit der Behinderung klar? Kann er ein artgerechtes Leben führen? Wird er durch die Behinderung in Zukunft Schmerzen haben? Vor allem die zuletzt genannte Frage ist meiner Ansicht nach entscheidend. Vögeln, denen ein Fuß amputiert werden musste, erleiden am Stumpf nicht selten schwere Entzündungen, weil die Haut durchscheuert - und sie stehen statistisch nur 50% der Zeit auf dem Stumpf!

    Was ist aber, wenn ein Vogel zwei Stümpfe hat? Entzünden sich die Stumpfenden wieder und wieder? Das wäre für den Vogel qualvoll, weshalb man es verhindern sollte. Dies ist entweder durch Hautsalben möglich, oder aber ganz radikal durch das Einschläfern des Vogels.

    Mein Tipp an Tommy lautet daher: Schau dir sehr genau an, was aus dem Kleinen wird. Aber tu dir selbst einen Gefallen und setze dir von vorne herein einen realistischen Zeitrahmen, nach dem du deine Entscheidung triffst. Halte dich daran und versuche in der Zwischenzeit, möglichst objektiv auf den Vogel zu schauen. Das ist sehr, sehr schwer, ich weiß. Erlegt man sich selbst jedoch keine solchen strikten Regeln auf, kann man eventuell nicht loslassen...

    Tommy, ich kann deine Situation sehr gut verstehen, denn wie ich weiter oben schrieb, steht mir eine schwere Entscheidung über Orions Zukunft noch bevor. Vier Wochen hat er noch, bis der Tag X gekommen ist, an dem ich mich entscheiden werde. Und glaub mir, ich habe einen Kloß im Hals, wenn ich daran nur denke! Aber ich halte es für notwendig und wichtig, denn Orion ist mir ausgeliefert, da er selbst nicht für sich sorgen kann. Diese Abhängigkeit mag ich nicht aufgrund einer egoistischen Neigung ausnutzen und ihm dadurch das Leben zur Hölle machen. Wenn du dir all dies für dein Papageien-Baby vor Augen hältst, bist du sehr wahrscheinlich dazu in der Lage, in einigen Wochen eine Entscheidung zu treffen.

    Wenn du Zeit und Lust hast, kannst du dir ja mal das Kapitel über gehandikapte Wellensittiche auf meiner Homepage durchlesen: http://www.birds-online.de/beh/beh.htm.

    Herzliche Grüße und alles Gute,
    Gaby
     
  7. Chris73

    Chris73 Guest

    Hi Tommy!

    Schön, dass Du Dich selbst gemeldet hast und ich hoffe, Du tust es auch weiterhin. Denn sei versichert, auch wenn wir alle nicht Deiner Meinung sind, sind wir doch sehr interessiert daran, wie es mit dem Küken weitergeht.

    Ich habe ein wenig über alles nachgedacht und festgestellt, dass ich Dich sehr, sehr gut verstehen kann.
    Ich glaube, wäre ich an Deiner Stelle, würde ich genauso reagieren. Ich könnte den Kleinen auch nicht einfach einschläfern lassen. Ich würde wohl auch sagen, ich guck mir das ganze erstmal an, vielleicht kommt der Kleine mit seiner Behinderung ja ganz gut zurecht und dann brauch ich ihn gar nicht einschläfern zu lassen. Solange er im Nistkasten ist, ist ja alles ok und später kann ich ihn immer noch einschläfern lassen, wenn es wirklich nicht geht.

    Hier aus der Entfernung mit aller Nüchternheit bleibe ich allerdings dabei, dass ich wohl eher sofort für das Einschläfern wäre.

    Aber lass mich jetzt noch ein bisschen auf Deinen Beitrag eingehen:
    Einmal, Addi ist kein Züchter, der es nur aufs Geld abgesehen hat. Wirklich nicht.
    Allerdings bist Du nicht der Erste (und mit Sicherheit nicht der Letzte) der Probleme mit seiner direkten, schroffen und häufig auch kryptischen Art hat, seine Meinung auszudrücken.
    Er sieht nur alles aus der Sicht der Vögel und bemüht sich nicht, seine Ansichten "nett" auszudrücken.

    Und nun zu dem Vogel und seinen Zukunftsaussichten:
    Viele von uns hier haben selbst schon mal behinderte oder kranke Vögel gehabt oder haben sie noch. D.h. die meisten wissen, wovon sie reden. Und diese meisten wollen Dir eigentlich nur helfen, weil wir alle ein bisschen das Gefühl haben, dass Du nicht weisst, worauf Du Dich einlässt.
    Die meisten Beiträge hier malen alles ein bisschen schwarz (TA, Altersversorgung, Verpaarung, Haltung, Sitzstangen usw.), während Du alles ein bisschen rosa zu sehen scheinst. Sicher, vielleicht klappt es mit der Verpaarung und vielleicht wirst Du auch 80 und kannst dann noch Graupapas halten. Vielleicht muss der Vogel aber wirklich jeden Monat zum TA und die Rechnung will ich dann nicht bekommen.

    Du schreibst: "Und was heißt Jahrelange Verantwortung??? Habe ich die bei einem gesunden Grauen nicht??? Verkaufen Züchter Papageien nur an 20 Jährige?? Selbst dann müsste man davon ausgehen das der Besitzer 80 Jahre alt wird! "

    Nein, natürlich hast Du recht. Aber es ist viel, viel einfacher, ein gesundes Pärchen weiterzuvermitteln, als einen sehr kranken Vogel, der täglich intensive Zuwendung braucht.

    Der Nymph in meinem Benutzerbild war das letzte Jahr seines Lebens sehr krank und brauchte 3x am Tag Medikamente. Damit war jeder Urlaub oder jedes übers-Wochenende-mal-wegfahren gestrichen.
    Klar, vielleicht findest Du jemanden, der Deine Vögel immer versorgt, wenn Du nicht da bist, aber was ist, wenn diese Person wegzieht? So ist es mir nämlich passiert. Ich habe eine sehr gute Freundin, die sich bisher immer - auch kurzfristig - um meine Vögel gekümmert hat. Die musste jetzt umziehen. Jetzt habe ich für den nächsten Urlaub ein Problem.

    Du glaubst wirklich, dass dieser Vogel mal klettern kann? Ich nicht. Ich habe zwar die Reste seiner Füsse nicht gesehen, aber wenn die so aussehen wie beschrieben... sorry, wie soll der klettern können? Ich würde es ihm ja wünschen, aber ich kann es mir nicht vorstellen.

    Ich habe auch einen Nymph, der nur 4 Krallen hat. Damit kann er ganz gut leben, aber man merkt auch da schon, dass er nicht so fähig ist, wie die anderen. Zum Beispiel kann er meine Jeans nicht so gut hochklettern wie andere. Oder auf glatten Flächen nicht landen, das wird immer zur Bruchlandung.

    Wir sind nicht Deine Gegner, wir wollen Dir alle nur helfen. Denn je länger Du das Küken behältst, desto schwieriger wird es.

    Aber nach alldem, würde mich interessieren:
    Was hat der TA eigenttlich zum Thema einschläfern gesagt?

    Liebe Grüße

    Chris
     
  8. #7 Addi, 23. April 2003
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 23. April 2003
    Addi

    Addi Guest

    könnt ihr mir

    mal sagen wie ihr ein dreiwüchiges küken , beobachten wollt wie es mit seiner Behinderung klar kommt ?????


    Wollt ihr Euch im Ernst zumuten , den Vogel einzuschlaefern , wenn er ein "Ganzer " geworden ist ?


    Wisst ihr überhaupt , wie oft er seine kloake verstopft haben wird , weil er aufgrund von Sitzbretthaltung nicht vernünftig Kot absetzen kann ?


    Ernaehrung , spielt auch für die Zukunft eine grosse Rolle , er wird nicht alles zu sich nehmen können


    Nein , sorry ein Weiterleben lassen ist ein Verbrechen am Tier


    ........vergib ihnen . denn Sie wissen nicht was sie tun



    Schon gesunde werden selbstzerstörend ,weil türlich mit viel Liebe ,falsch und allein gehalten , schon gesunde werden Abgabetiere, weil Scheidung , Tod etc der besitzer ansteht ,

    Nein im Ernst hier löst man kein Problem Vogel ,hier schafft man Eins Ich überlasse Dir gern oder vermittel dir gern einen erwachsenen Dauerpflegefall ,
     
  9. #8 Roland Brösicke, 23. April 2003
    Roland Brösicke

    Roland Brösicke Guest

    Hallo Tommy,
    es ist sicher vom Herzen her eine unheimlich schwierige Entscheidung. Doch wenn ich Addi´s Erfahrungen lese und sehe (und glaube mir, er hat sie wirklich, sowas merkt man wenn man seine Beiträge verfolgt) muss ich sagen, es wäre wohl wirklich besser, ihn einzuschläfern.
    Gut, man hätte "verabschieden" etwas glücklicher formulieren können.
    Wenn ich im anderen Thread aber lese, dass Papageien mit behinderten Kindern verglichen werden, verstehe ich das nicht. Ein Papagei ist kein Kind sondern ein Tier, dem wir unnötiges Leid ersparen dürfen, können und müssen.
    Warum wird wohl sooft über Sterbehilfe diskutiert??
    Tommy, versuche bitte soviele Informationen über solche Fälle zu bekommen wie nur möglich und entscheide dann (zum Wohle des Vogels möglichst bald). Ich wünsche Dir Kraft bei dieser gewiss schweren Entscheidung!
     
  10. #9 Addi, 23. April 2003
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 23. April 2003
    Addi

    Addi Guest

    Roland

    was gibt es denn gegen verabschieden einzuwenden ,ist doch kein Schimpfwort ,Abschied zu nehmen ist wie ein Stückchen sterben zumindest für mich , Abschied nehmen bedeutet mich sichauf den Vogel einzulassen , wissend mit letzten Zweifel natürlich .dass wir uns verabschieden müssen

    Weist du wie hart es ist Vögel ab Ei gross zu ziehen , um dann nachdem die Vögel ausssm gröbsten raus sind ............ach lassen wirs du weist es eh


    Es geht hier nicht um eine Laestige Aufgabe , sondern wir reden von der verantwortung für ein Vogelbaby dass in unserer Obhut geboren wurde ,dass es sonst nicht gaebe


    und wenn Dus brauchts kann ich gern noch einige Fotos einstellen von behinderten Vögeln, die ich hier pflege ,weil lebenswert
     
  11. #10 Alfred Klein, 23. April 2003
    Alfred Klein

    Alfred Klein Depp vom Dienst ;-)

    Dabei seit:
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    Beiträge:
    11.430
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    Hallo Tommy

    Willkommen in den Foren.
    Zuerst mal eine Frage: Wie kommst Du darauf daß Du Dir "keine Freunde" gemacht hast?
    Wir sind alle in den Foren weil uns die Geier aller Art am Herzen liegen. Manchmal gehts schon mal etwas rauh zu, das kann ich nicht bestreiten. Jedoch sind wir alle trotz unterschiedlicher Ansichten bemüht die beste Lösung für ein Problem zu finden.
    Daher bist Du nicht irgendwo "unten durch". ;)
    Sieh diese Diskussion bitte nicht von Anfang an als negativ. Sie soll eigentlich positiv sein, so empfinde ich sie auch. Alleine schon die Tatsache daß sich so viele dazu äußern, sich Gedanken um das Schicksal Deines Vogels machen ist etwas schönes.
    Da hat sich Gabi Schulemann eigens registriert um ihre Meinung zu äußern. Finde ich wirklich toll.
    Du solltest wissen daß alle hier bemüht sind Dir zur Seite zu stehen.
    Liest sich manchmal anders, aber jeder schreibt einen anderen Stil, manches Mal nicht so einfach verständlich.
    Da bitte ich um Nachsicht, das kann man schon mal in den falschen Hals bekommen.
    Das war soweit das was ich zu diesem Thema anmerken wollte. Eine weitere Gewichtung des Problems werde ich mir vorläufig verkneifen.
    Ist einfach zu schwer, wäre ich in Deiner Lage dan wüßte ich momentan auch nicht was tun oder wie entscheiden.
     
  12. Addi

    Addi Guest

    !!!!!!!!!!

    !!!!!!!!!!!!!!
     
  13. Addi

    Addi Guest

    Für immer flugunfaehig

    südamericanischer Glockenvogel im Zwischenkleid von Jung zu Altvogel
     

    Anhänge:

  14. Addi

    Addi Guest

    zeige dir gerne noch mehr

    "Von Solchen "
     

    Anhänge:

  15. Addi

    Addi Guest

    ,

    sollte Dir dass alles nicht reichen schicke mir Deine Mailaddi dann kann ich Dir noch mehr zeigen ,und am Ende des Jahres wieder einiges mehr . Es beginnt erst
     

    Anhänge:

  16. #15 Addi, 23. April 2003
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 23. April 2003
    Addi

    Addi Guest

    zitat

    Alles dementsprechend gesehen und dementsprechend geantwortet



    Euer Herz waere besser bei der Aufsicht der jungen in der bruthöhle gewesen sowas geschieht nicht von heute auf morgen,


    möchte ich relativiert verstanden wissen


    __________________
     
  17. Addi

    Addi Guest

    Hühnchen

    ohne Oberschnabel waere verhungert würden wir nicht TAEGLICH dafür Sorge tragen , dass es allein aus tiefer Schale sein Futter bekommt
     

    Anhänge:

  18. Addi

    Addi Guest

    alles gesehen streng wirtschaftlich

    oder?
     

    Anhänge:

  19. Bell

    Bell Guest

    Hör doch auf Addi

    Ich finde, DU brauchst Dich wirklich nicht rechtfertigen.

    viele Grüße

    Bell
     
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  21. Addi

    Addi Guest

    gabi

    die beintraechtigung orions würde f mich kein grund zum einschlaefern sein
     
  22. VolkerM

    VolkerM Guest

    Gefühl und Verstand

    Hallo Tommy,

    ich habe ja bereits in dem parallel laufenden Thread (m)eine "wertneutrale", nur an bioLOGISCHEN Fakten orientierte, Ansicht gepostet. Ich kenne die Schwierigkeiten, eine (die) eigene Situation (bzw. die Situation des "eigenen" Vogels) objektiv einschätzen zu können (bzw. es wirklich zu wollen). In solchen Fällen spielen die Emotionen (die Gefühle) der Ratio (dem Verstand) all zu oft einen Streich.

    Aber nur deshalb, weil Du zum Umgang mit diesem Thema (mit diesem Vogel) eine andere Meinung vertrittst, als einige an der Diskussion beteiligte User/innen, wird Dich hier niemand anfeinden. Das wäre 1) unfair und 2) Deiner (bzw der Situation Deines Vogels) nicht angemessen.

    Was Du zur Situation der Papageienhaltung in den USA schreibst, ist (leider) etwas weniger als nur die halbe Wahrheit. Der Umgang mit "Haustieren" (Anmerkung: Papageien werden zwar in Häusern gehalten, sind jedoch keine Haustiere im klassischen Sinn) ist in den USA ein gänzlich anderer, als in den europäischen Ländern). Die Anpassung sog. "Haustiere" an menschliche "Bedürfnisse" - unabhängig von den jeweils artspezifischen Anforderungen - hat in den USA fast schon Tradition. Speziell hinsichtlich Papageienzucht, Papageienhandel und Papageienhaltung sind (von Ausnahmen abgesehen) die Vereinigten Staaten DAS Negativbeispiel schlechthin. In riesigen "Zuchtfarmen" (vergleichbar kommerziellen Legebatterien in der Geflügelzucht) werden Papageien als "Massenware" (sehr oft als isolierte HZ ab Ei) "auf den Markt geworfen". Papageien erreichen laut einer neuen Studie in den USA ein Durchschnittsalter von unter 10 Jahren (nachzulesen u.a. auf der HP des Papageienschutzzentrum Bremen). Anleingeschirre, Papageienwindeln, Sonnenbrillen für Papageien (mit speziellen Haltebändern), Clownkostüme - kannste dort alles haben. Und: Diese Artikel werden rege nachgefragt.

    Und noch was: Du berichtest von täglichen Kontrollen der Nisthöhle. War mit Sicherheit gut gemeint, jedoch deutlich übertrieben. Solche (eigentlich aus Sorge resultierende) Kontrollen in dieser Häufigkeit provozieren nicht eben selten ein gegen die Nestlinge gerichtetes aggressives Verhalten der Elternvögel.

    Liebe Grüße
    Volker
     
Thema:

Fussloses Baby

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