Galopphilfe

Diskutiere Galopphilfe im Pferde Forum im Bereich Tierforen; Hallo! Ich habe im Oktober 07 das reiten auf einen Haflingerhof angefangen. Da ich dort meines erachtens nichts mehr dazu lerne, wollte ich es...

  1. #1 sittichdame, 04.10.2008
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    sittichdame Mitglied

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    Hallo!

    Ich habe im Oktober 07 das reiten auf einen Haflingerhof angefangen.
    Da ich dort meines erachtens nichts mehr dazu lerne, wollte ich es erst mit einer Reitbeteiligung versuchen, das ging daneben(bin noch zu unerfahren).

    Nun bekomme ich etwas Unterricht auf Privatpferden von der Besitzerin.

    Da nun die Pferde ganz anders gehen wie in einer Reitschule, habe ich ein wenig Probleme mit dem aussitzen im Trab und dann anzugaloppieren.

    Das Pferd ist ca 1.77 groß und ist sehr schwungvoll.
    Neben dem Problem Ihm im Trab auszusitzen, kommt noch dazu das wenn ich angaloppieren will, er nur im trab schneller wird , sitzte ich sehr unsicher und wackelig.
    Bin auch schon deswegen runtergefallen8(

    Wie habt ihr eure Beine am pferd, knie immer fest dran oder locker??

    Könnt ihr mir ein paar tipps zum besseren angaloppieren geben??
    Wie kann ich das aussitzten erlernen??
    wär um jeden rat dankbar!!

    Mfg
     
  2. #2 petrairene, 04.10.2008
    Zuletzt bearbeitet: 04.10.2008
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    Lass dich an die Longe nehmen von jemandem der dir das reinpaukt ohne daß du dich um Hilfengebung, Lenken etc kümmern musst . Das soll jemand machen der auf korrekten Sitz Wert legt! und darauf achtet daß du dabei auch locker bleibst. Zwei bis drei Mal die Woche am bessten bis das sitzt und du den Dreh raus hast, und es ist auch eine Muskelfrage. Sorry, du wirst etwas Muskelkater haben... Wenn du mal nicht mehr ständig an den Sitz denken musst läuft der Rest aber erheblich problemloser.

    Versuch mal aus dem Schritt anzugaloppieren. Wenn du nicht aussitzen kannst ist es nicht möglich eine vernünftige Galopphilfe zu geben. Das Pferd soll eben NICHT schneller werden sondern die Gangart wechseln. Entweder das Pferd ist zu faul um anzuspringen oder es kapiert garnicht was du willst. Also gib mal im Schritt, wo du mit Sitzen weniger Probleme hast die Galopphilfe.

    Mit den Knien, mit einem Dressursattel liegen die locker an ohne Druck, mit einem Springsattel und kurzen Bügeln und wenn du im leichten Sitz reiten willst hast du mehr Druck am Knie.
    Generell, wenn du mit den Knien zusrückst kannst du wenn du dressurmässig reitest keine vernünftige Schenkelhilfe mehr geben. Von daher ist mit den Knien festklemmen weil du nicht aussitzen kannst eine SEHR schlechte Lösung..
     
  3. #3 sunnyday66, 04.10.2008
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    An deiner Stelle würde ich erstmal den Sitz im Trab verbessern, bevor du dich mit dem Galopp beschäftigst . Also aussitzen üben ! Du musst die Bewegungen des Pferdes fühlen, und im Beckenbereich mitschwingen und abfedern, Fersen immer tief, Beine locker, nicht klammern.
    Viele Pferde galoppieren ungerne an, wenn sie merken, dass der Reiter Gleichgewichtsprobleme hat, das machen sie nicht aus Rücksicht auf den Reiter, sondern, weil sie selbst Angst haben , das Gleichgewicht zu verlieren :D Sie werden dann im Trab immer schneller. Trab ist eine sehr stabile Gangart !

    LG Sunny
     
  4. #4 petrairene, 04.10.2008
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    Nur ist der Galopp bei den meisten Pferden komfortabler zu sitzen als der Trab.. :D und keine so grosse Sitzherausforderung, also warum nicht auch mal galoppieren.
     
  5. #5 espiral, 05.10.2008
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    Erst mal reiten lernen und dann kannst du mal an Galoppieren denken!!
    Kerstin
     
  6. #6 Kalypso, 05.10.2008
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    sehr hilfreiche antwort :nene:


    so wie ich es verstehe läuft das pferd gewisser maßen "unter dir weg". das kenne ich und ist sehr unangenehm.

    wichtig ist es das pferd erst anzugaloppieren wenn:
    - es am zügel geht
    - es einen gleichmäßigen, nicht eiligen aber auch nicht faulen trab läuft
    sonst kannst du es warscheinlich eh nicht aussitzen. läuft meiner nicht über den rücken komme ich garnicht zum sitzen!

    korrekte hilfe:
    - einfache parade (sprich das pferd an die hilfen stellen bzw aufmerksam machen)
    - äußeres bein hinter den gurt
    - inneres treibt am gurt
    - pferd !leicht! nach innen gestellt laufen lassen
    - nicht verkrampfen aber KÖRPERSPANNUNG AUFBAUEN :+klugsche
    achja und du musst den galoppsprung dann gewisser maßen auch "herauslassen" also mit dem pferd mitgehen und mit der hand leicht nachgeben ;) sonst rennt dir das pferd bloß vor den zügel oder latscht massiv auf der vorhand.
     
  7. #7 sittichdame, 05.10.2008
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    Hallo!
    Danke erstmal für die vielen antworten!!
    Wie gesagt, ich dachte ja ich kann reiten weil ich es in einer "reitschule" gelernt habe, auf Haflingern!
    Das es so ein extremer unterschied zu Großpferden gibt..

    Das Pferd auf dem ich "versuch" zu reiten ist in Dressur M/S ausgebildet.
    ich könnte nicht sagen das er faul ist?!

    Die Besitzerin meinte ich könne mit der Gerte einen leichten druck an der Schulter geben, trau mich aber irgendwie nicht, da diese Hilfe ja gleichzeitig mit der schenkelhifle kommen muss, ist einfach zuviel....:traurig:

    Also ist das mit dem aussitzen einfach übungssache!?
    Meine Freundin hat mit mir das Reiten angefangen, sie kann es , sie weiß aber nicht wie::

    "Fersen immer tief, Beine locker, nicht klammern"
    Dann verlier ich die Steigbügel?!!?

    "- pferd !leicht! nach innen gestellt laufen lassen"

    Alle sagen man Galoppiert aus der "kurve" heraus besser an, stimmt das??

    Das innere Bein treibt von anfang an, oder gibt zusammen mit dem äußeren Bein einen festen, gleichmäßigen druck??

    Puh ist das schwer, andere können es doch auch....8(

    Mfg
     
  8. #8 petrairene, 05.10.2008
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    Ja, deshalb muss man auch viel üben. Dann klappt das. Evtl auch mal ohne Steibügel reiten. Daß ein schwungvoller Warmblüter sich anders reitet wie ein Schul-Haflinger ist klar....
    Ich vermute mal daß das Pferd die Hilfen kennt, vermute also daß es garnicht verstehen kann was du von ihm willst weil du rumwackelst wie ein Pudding und mit den Beinen klemmst und das Pferd sich keinen Reim drauf machen kann was du willst.

    Da ist es ehrlich gesagt dann nutzlos die Gerte zu verwenden, weil die würde man einsetzen wenn man eine KORREKTE Galopphilfe gegeben hat die das Pferd auch kapiert hat, es aber trotzdem keinen Bock hat anzugaloppieren.

    Die anderen haben mehr Übung.... Ich schätze du brauchst einen Reitlehrer der was taugt, der dir genau in dem Moment sagt was du tun sollst, der auch beurteilen kann was GENAU schiefläuft, sitzmässig, hilfenmässig.
    Ich kann nur nochmal empfehlen dich öfters mal an die Longe nehmen zu lassen bis dein Sitz unabhängig und okay ist. ...
     
  9. #9 sittichdame, 05.10.2008
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    Genau das ist das problem,wo eien guten Reitlehrer finden??
    Die meisten sind zudem viel zu teuer...
    Und ich möchte ja nicht super dressur reiterin werden, ich möchte nur nicht bei jedem zucken runterfallen!

    ich finds nur merkwürdig, das manche sich aufs Pferd setzen als wäre es das einfachste der welt.und manche sich den kopf darüber zebrechen, weil es schon wieder nicht geklappt hat.
    zudem können manche "reiten"(bzw. wenigstens drauf sitzenbleiben), ohne je einen Lehrer gesehen zu haben...

    Naja, das heißt dann wohl üben,üben,üben...

    Lieben Dank!
     
  10. #10 Kalypso, 05.10.2008
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    in einer kurve reitet man ein pferd ja immer gebogen und durch diese beigung ist es leichter dem pferd zu sagen auf welche hand es angaloppieren soll.

    ich kann meinen auch gut im rechts- und linksgalopp auf einer geraden linie springen lassen aber das verlang viel übung.


    ps: ist auch immer so eine sache wie pferd und reiter zusammen arbeiten. auf manchen pferden sitze ich klasse und ich kann selbstbewusst sagen, dass es gut aussieht und bei anderen passt und klappt garnix :~
     
  11. #11 petrairene, 05.10.2008
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    Ja, einen guten Lehrer zu finden ist da in der Tat schwierig, und im schlimmsten Fall gerät man dann an so einen Grobian, der null Technik vermitteln kann und einem sofort einen Schlaufzügel in die Hand drückt.

    Hm, es gibt viele Leute die soweit Übung haben daß sie auch ohne viel Unterricht sicher geländereiten können, wenn die Chemie zwischen ihnen und dem Pferd stimmt.

    Aber um in der Bahn und bei ganz grundlegenden Dressurübungen in der Bahn (also jetzt nix Seitengänge und so, Sachen für Fortgeschrittene) hinzukriegen braucht man einen einigermassen passablen Sitz und dazu brauchst du einen Lehrer, weil wenn du nicht von aussen immer wieder korrigiert wirst erreichst du den nicht.

    Klar gibt es Leute die sich mit ihrem Pferd irgendwie zusammenfummeln auch wenn sie obenhocken wie die Säcke, aber das geht nur so lange gut wie sie auf einem Pferd sitzen das dies gewohnt ist und auch mitmacht.

    Aber selbst dann sieht es einfach scheisse aus wenn jemand keinen guten Sitz hat, alles irgendwie wackelt etc. Und Reiten hat ja auch einen ästhetischen Faktor
     
  12. #12 Hellehavoc, 07.10.2008
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    Also das mit dem Reiten lernen war sicher etwas krass ausgedrückt, aber im Prinzip vollkommen richtig.
    Galoppieren sollte man nicht eher, als bis man den Trab vorwärts und rückwärts im Schlaf beherrscht.
    Ausserdem ist Trab sowas von gut für Sitz und Muskulaturaufbau.

    Sittichdame, Du fällst oder kommst ins Rutschen, eben weil du vor lauter Angst total verkrampfst. Dadurch drückst Du sehr und das geht zu Lasten Deines Gleichgewichts.

    Ich selber habe bei den Indianern (kein Scherz!) richtig reiten gelernt und ehe ich auf so nen halbwilden Mustang gelassen wurde, habe ich Unterricht auf einem alten erfahrenen Pferd bekommen - mit verbundenen Augen ohne Sattel an der Leine!
    Da hatte ich buchstäblich keine Chance irgendwas anderes zu tun, als mich auf das Pferd zu konzentrieren und zu verlassen.

    Sicherlich ist das ohne Sattel nicht wörtlich zu übernehmen, aber ich würde vorschlagen, geh an die Longe aufs Pferd mit Sattel und lass Dir die Binde vor die Augen tun. Kostet sicher Überwindung, ist aber sowas von hilfreich!

    Und glaube mir, je mehr angst Du vom Runterfallen hast, desto weniger wirst Du es lernen, weil du Dich unweigerlich verkrampfst und das ist das Ende jeglichen Gleichgewichts.

    Ausserdem denke nicht zu viel an Technik hie und da, das ist Kokolores! REITE einfach, spühre das Pferd und seine Bewegung. Nachher wenn Du sitzen kannst und quasi automatisch das Gleichgewicht etc. behälst, ist Zeit genug für Techniken.
     
  13. #13 sunnyday66, 08.10.2008
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    Da bin ich ganz deiner Meinung :zustimm:
    Wer seine Freizeit mit Pferden und Reiten verbringt sollte sich niemals unter Druck setzten oder gar Angst ausstehen. Man macht es doch aus Freude und möchte loslassen vom Alltag.
    Stress haben wir genug, ist doch egal, ob andere besser oder schneller Reiten lernen.
    Es gibt viele gute Reitlehrer, aber keiner kann einem das Gefühl für die Bewegung beibringen, das muss man selber lernen, bei einem dauert es länger beim anderen ist es praktisch schon angeboren . Aber plötzlich macht es irgendwann Plopp und man sitzt einfach sicher.
    Der Wechsel vom Hafi auf Warmblut ist natürlich schon krass :p
    Aber das wird schon ! Ganz wichtig ist die Beweglichkeit im Beckenbereich, die kann man auch durch gymnatische Übungen sehr gut verbessern.
    LG Sunny
     
  14. #14 sittichdame, 08.10.2008
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    Danke euch beiden!
    Es war schon immer mein größter traum zu reiten, ich leibe Pferde schon als Kind, meine erltern konnten es mir nicht ermöglichen (auch etwas aus Angst).
    Nun fällt es mir wohl schwerer mit 25 reiten zu lernen, als wäre ich noch ein Kind!
    Und nun bleibt mir nicht mehr die Zeit und das Geld, öfter als eimal die woche Reiten zu gehen, das ist auch schlecht!

    Ich bin zwar schon des öfteren gestürzt, auch mit starken schmerzen, kann aber nicht sagen, das ich sehr angst hätte, klar die erstenmale nach dem sturz sind schon merkwürdig.

    Ich möchte ja das pferd spühren und mich gehen lassen, aber es funktionert irgendwie nicht :traurig:

    Gymnastik wäre ein versuch, hast du ein paar vorschläge??

    Gruß Patricia

    P.s. sorry für die schreibweise, faulheit lässt grüßen.....
     
  15. #15 Hellehavoc, 08.10.2008
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    Sittichdame, so lange Du immer und immer wieder denkst des muss ich tun und das darf ich ned vergessen und und und, wird das nie was. Du denkst zu viel, das ist Dein Problem! TU es einfach und gönne Deinem Kopf mal ne Pause.

    Ausserdem denke ich, dass Du unterschwellig Angst hast. Das ist vollkommen natürlich, nur muss man sie erkennen, damit umgehen und sie dann in die Ecke verbannen wo sie nicht schaden kann. Diese unterschwellige unbewusste Angst ist es, die Dich verkrampfen lässt und damit ist Dein Gleichgewicht hinüber.

    Gymnastik bringt da nicht so arg viel. Meiner Ansicht nach wäre eine Fallschule wie sie beim Kampfsport gelehrt wird das Richtige. Maybe der ganze Kampfsport noch dazu, denn da lernt man Gleichgewicht wie nix anderes!

    Gegebenenfalls würde ichs an Deiner Stelle auch mal mit Voltigieren versuchen, das ist ebenfalls gut fürs Gleichgewicht und gut für die Angst zum Abbauen.

    Was den Unterschied Haffi Warmblut angeht (mal abgesehen von dem tatsächlichen Größenunterschied), der existiert ebenfalls bloss im Kopf der Leute. Im Gegenteil wenn man bei dem ruckeligen zotteligen Trab der Haffis oben bleibt bzw. das Gleichgewicht halten kann, dann sollte man es bei den raumgreifenderen, federnderen und ruhigeren Schritten der Großpferde erst Recht können. Ich schätze mal, das hat bei Dir bei den Haffis schon absolut nicht getan!

    Ging mir damals ähnlich ... ich habe auf den ruhigen gemütlichen Haffis hier das hiesige 'Freizeitreiten' gelernt. Da gabs nie Probleme, die Haffis musste man immer treiben, denn sie waren stinkefaul.

    Danach dann der krasse Unterschied zu den halbwilden Mustangs.
    Größenmäßig nicht sooo wahnsinnig auseinander, aber selbst mein 'ruhiges' Lehrpferd hatte die Hummeln eines Vollblutarabers im Hintern.

    Da hatte ich auch erst mal mächtig Schiß. Mein Reitlehrer sagte mir dann etwas, was ich mein Lebtag nicht vergessen werde ... er meinte: Wenn dich der Mustang (gemeint war mein Lehrpferd ) auf seinen Rücken lässt, ist er auch verantwortlich dafür, dass Du oben bleibst und diese 'Verantwortung' nimmt er verdammt ernst, er ist dafür ausgebildet.
    Und das stimmte auch, er war so ausgebildet, dass er sofort untergetreten hat, wenn er merkte, das ich ins Rutschen kam. Meine Angst war nach dem 2.-3. mal verflogen. Gut ich sass in den Ferien bis zu 8 Stunden auf dem Gaul - täglich. Da lernste rasend schnell.
    So werden da drüben übrigens alle Pferde bei den Indianern so ausgebildet, da die Reiter einen wesentlich größeren Teil ihrer Zeit auf dem blanken Pferderücken verbringen denn auf dem Sattel. Da ist es emminent wichtig, dass das Pferd dem Reiter hilft, nicht runterzufallen.

    Mein eigener Mustang ist dann ebenso ausgebildet worden. Den durfte ich unter Anleitung selber einreiten, als mein Lehrer mal der Meinung war, dass ich dann gut genug reiten konnte, dass man mich auf was anderes als das 'gemütliche' Lehrpferd lassen konnte.

    Eventuell sollte man bei uns mal die Pferde ebenso ausbilden. Mich hats letztens beim Bogenschiessen sowas von runtergehauen vom Pferd. Das Viech ist stur weitergetrabt, statt unterzutreten und meine Rutschpartie zu beenden.
    Mich hats dann vom Pferd runter und die nächsten 2 Wochen mit Wirbelsäulenprellung, angeknackstem Wirbel und saumäßigen Schmerzen ins Bett gehauen. Mit Pfeil und Bogen in beiden Händen fällt man leider nicht mehr so elegant, wie sonst. Ergo geht das Abrollen dann auch nicht *aua*.
     
  16. #16 sittichdame, 08.10.2008
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    Hallöchen!!

    Bei den Hafis hat wirklich alles gelklappt, wir durften auch erst mit sattel reiten , wenn wir es schafften uns ohne sattel in allen 3 gangarten sicher zu sitzen!!

    Ich will diese verdammte unterschwellige angst nicht!


    Hellehavoc:
    Im Gegenteil wenn man bei dem ruckeligen zotteligen Trab der Haffis oben bleibt bzw. das Gleichgewicht halten kann, dann sollte man es bei den raumgreifenderen, federnderen und ruhigeren Schritten der Großpferde erst Recht können.

    Eben nicht, da dieses großpferd einen so schwungvollen trab hat das es mich jedesmal wenn ich versuchen will ihn auszusitzen, halb rausschmeist:(


    ich will über die felder fliegen....
    Es kann durchaus sein das ich mir zuviele gedanken mache, aber nur weil ich endlich gedankenlos reiten will, hört sich vielleicht wiedersprüchlich an, aber ich will nur lernen und dann funktionierts nicht.

    Bin halt weng depri, das es auf den schulpferden klappt und jetzt nicht mehr!!

    Ist es eigentlich gut verschiedene pferde zu reiten, oder sollte ich mich auf eines konzentreiern??

    Das problem ist auch, das man dieses Pferd nicht gut unterm reiter longieren lässt, warum , keine Ahnung!?

    Achja, hatte von dem besagten sturz auch eine wirbelsäulen prellung, tut ganz schön schmerzen!!
    Hab versucht in der ecke anzugaloppieren , er ist aber wie gesagt nur schneller in den Trab gegangen, steigbügel verloren und rückwärts runter!!
    Nach blutspucken und einer Schmerzvollen Nachtschicht, hab ich mich dann doch entschieden in KKH zu gehen.....

    Lg
     
  17. #17 Andree Dincher, 08.10.2008
    Andree Dincher

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    Ach Sittichdame,

    klar ist es gut unterschiedliche Pferde zu reiten da damit deine selbst sicherheit wächst , aber wie schon gesagt wurde wäre es doch am besten wenn du erstmal longiert werden würdest ohne dich auf hilfen , zügel oder sonnst was zu konzentrieren auch der vorschlag das du die augen dabei verbunden hast ist prima....fühle das pferd schmelze mit ihm zusammen ...bildet eine einheit....schade das du soweit weg wohnst....wir haben hier vier rassen zur verfügung brandenburger,wielkopolski,araber-traber mix und eine isländer mix...

    der anfang jeden reitens ist auch das gegenseitige vertrauen

    die liebe zu einander

    alle vier pferde die bei uns sind haben wir erst seit kurzen aber ich gehe mit jedes tier ins gelände




    wenn ich weiter schreibe komme ich noch ins schwärmen
     
  18. #18 petrairene, 09.10.2008
    Zuletzt bearbeitet: 09.10.2008
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    Blöd wenn dir kein kompetenter Lehrer zur Verfügung steht...

    Nicht-mehr-denken funktioniert erst wenn du durch Übung so viel Gefühl, Körperbeherrschung und Routine hast daß dein Handeln auf dem Pferd zum Automatismus geworden ist und du nicht mehr nachdenken musst weil du instiktiv weißt was genau zu tun ist in dem Moment.

    Und das kommt nur mit Übung. Es gibt allerdings "lockerere" Leute die das schnell raushaben und "verspanntere" die dazu viel Übung brachen. Und es gibt auch Leute die dafür absolut kein Talent haben und nie WIRKLICH das Gefühl dafür entwickeln . Ich hab eher in die mittlere Kategorie gehört (als ich noch geritten bin)

    Und was den Unterschied zwischen Haffi und einem schwungvollen Warmblut angeht. Es gibt halt im Gegensatz zu den Haflingern (die ja eher kurze Gänge haben und höchstens ruckeln aber nicht stark schwingen) bei Warmblütern Pferde die wenn man es nicht gewohnt ist (und da mitfedern kann) einen echt unter die Hallendecke schmeissen mit ihrem Schwung.

    Ich denke für so einPferd ist es auch recht unbequem von jemandem geritten zu werden der das nicht sitzen kann.... Weil dann plumpst der Reiter wie eine tote, klammernde Last da auf der Wirbelsäule rum.... Es kann sein daß das dem Pferd so unbequem war daß es dann erst recht irritiert beschleunigt hat als du so sehr das Gleichgewicht verloren hast.

    Hm, aber jedes Pferd das sich grundsätzlich longieren lässt kann man auch mit Reiter drauf longieren.. Gibts bei euch einen Longierzirkel? Wenn nein, an was scheitert das Longieren bei dem Pferd? Hast du eine geeignete Person die dich longieren kann (und dich auch qualifiziert korrigieren kann)?

    Auf verschiedenen Pferden zu reiten ist immer gut. Jedes ist anders..

    Was du probieren könntest ist trab-schritt Übergänge üben. Also antraben (dabei aussitzen) aber nach ein paar Tritten (ein, zwei, bevor dein Gleichgwicht völlig flöten geht und das Pferd ernsthaft Tempo aufnimmt) wieder zum Schritt parierst. Und das in Ruhe, ohne Zerren etc. Immer wieder. Das könnte dir eine Chance geben rauszukriegen und zu üben wie du den Trab aussitzen kannst. Dazu kannst du erstmal auch mal die Steigbügel überschlagen.
    Tu wenn du das Pferd reitest auch unbedingt einen Ausbindezügel rein, so daß es mit der Nasenlinie knapp vor der Senkrechten ist denn falls so ein Pferd den Kopf hochstreckt ist es erheblich unbeqemer zu sitzen weil dann im Rücken verspannter ist. Also grab mal den Sattelschrank nach Ausbindern oder Dreieckszügeln durch. Das wird es vereinfachen.

    Liebe grüsse,

    Petra
     
  19. #19 Hellehavoc, 09.10.2008
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    Sittichdame, das kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Wenn du auf dem Haffi traben kannst, dann kannst Du es auch auf nem Warmblut! Die 'Technik' ist nämlich haargenau die Selbe.

    Ich vermute, Du hast es auf dem Haffi auch schon nicht richtig gekonnt und das Warmblut mit seinen längeren Schritten bringt das deutlich zutage.

    Also gibts nur eins, an die Longe, Sattel runter und auf dem blanken Rücken traben.
    Hierzu hilft, wenn Du quasi mit den Beinen erst mal mit der Bewegung des Pferdes 'mitläufst'. Sprich, wenn die rechte Vorderhand nach vorne geht, geht auch Dein Bein nach vorne. Es ist echt ganz easy.

    Und das alles im schön langsamen Trab bis Dus gelernt hast, wie es geht.

    Zügel vergiss sie. Mach nen Knoten rein und leg sie dem Pferd auf den Hals, die brauchst Du nicht. Halte Dich mit einer Hand an der Mähne fürs Gleichgewicht und die andere Hand sollte frei sein. Paar Takte traben, dann Handwechsel. Übt das Gleichgewicht und die Fähigkeit, das Dein Körper ab Deinem Becken alles automatisch machen sollte.
    Und vor allem sitz nicht drauf, als hättest Du nen Ladestock verschluckt! Steifheit ist ebenfalls ein Killer des Gleichgewichts und der 'runden' Bewegungen. Sitze entspannt, Schultern ganz leicht nach vorne und nicht ins Hohlkreuz.

    Und tu erst mal nix anderes als langsam traben, bis Dir die Bewegung schier im Traum nachläuft.

    Im Idealfall solltest Du dann wenn du es kannst, ausgesetzt traben können mit waagerecht zur Seite ausgestreckten Armen. Du solltest Deinen Oberkörper nach hinten drehen können, ohne dass Dein Becken und alles was darunter ist, was mitbekommen.
     
  20. #20 Kalypso, 09.10.2008
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    @Hellehavoc
    öhm da sag ich jetzt auch mal was zu

    bist du schonmal nen warmblut mit saumäßig schwungvollen gängen geritten ?
    die sind eine qual für jeden anfänger und knallen selbst guten reitern durchaus was unter den hintern. wenn sie das warmblut ohne sattel im trab reitet sehe ich sie fallen.

    ne gute freundin hat ein halbblut, dass ich wegen dem schwungvollen trab kaum reiten kann. allerdings habe ich einen guten sitz mit und ohne sattel aber dieses eine pferd bekomm ich NICHT ausgesessen.
     
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