Garfield unser Sorgenkind- ich bin mit meinem Latein am Ende

Diskutiere Garfield unser Sorgenkind- ich bin mit meinem Latein am Ende im Graupapageien Forum im Bereich Papageien; sicher muss auch ein Graupapagei erzogen werden, aber es ist kein Hund. Inwiefern dein Grauer versteht was du von ihm willst ist fraglich. Ich...

  1. Divana

    Divana Foren-Guru

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    sicher muss auch ein Graupapagei erzogen werden, aber es ist kein Hund.
    Inwiefern dein Grauer versteht was du von ihm willst ist fraglich.
    Ich denke er hat einfach Angst. Sicher ist er im Zwiespalt. Einerseits ist er ja zahm und kommt, anderer seits weis er nie wann dir wieder mal was gegen den Strich geht und du ihn dafür bestrafst. Das ist nun nicht böse gemeint, sondern nur aus der Sicht eines Grauen.
    Ich für meinen Teil würde meine beiden Grauen nie bestrafen indem ich ihnen weh tue. Auch das in die Füsse zwicken denke ich geht schon zu weit. Meine Grauen zanken sich auch mal, und beissen sich gegenseitig leicht ohne das etwas passiert. Aber ich bin kein Grauer sondern ein Mensch und muss deswegen meine Grauen auch anders behandeln als sie es untereinander tun.

    Ich denke du solltest versuchen deinen Grauen rauszulassen. Behandele ihn einfach nett und freundlich und ignoriere das Geschrei. Nur das positive belohnen und das negative ignorieren. Unsere Grauen sind doch so sensibel
     
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  3. alpha

    alpha Foren-Guru

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    Ohwe Isabell

    Wolltest du dir nicht sogar mal noch Aras anschaffen?
    Und jetzt im Moment können der (die?) Graue(n) nicht raus, weil sie evtl. auch schnell wieder rein müssten?
    Mich würden diese Situationen auch interessieren.

    Umso weniger sie rauskommen, desto unausgeglichener werden sie sein.
    Und sollte es der Fall sein, dass die Mohren derweil raus dürfen, dann würde mich nicht wundern, wenn dein Graue die beiden bei nächster Gelegenheit noch mehr angeht (DIE dürfen... wir nicht!?).

    Das (wenn auch nur "vorerst") Einsperren ist keine Lösung, denke ich.

    Vielleicht solltest du als nächstes mal mit den Grauen trainieren, dass sie auf einen Stock gehen und du sie damit in den Käfig transportieren kannst. Es muss nicht die Hand sein!!!
    Übe das täglich 2 oder 3 mal. Belohne sie, wenn sie auf dem Stock von A nach B sitzen bleiben. Am Anfang vielleicht nicht der Weg zum Käfig - oder wenn doch, dann nur ganz kurz einsperren, doll belohnen, und nach 3 Minuten wieder rauslassen.

    Vielleicht legst du es ihm vorerst nur hin. Also auf Abstand bleiben, höchstens so weit zu ihm hingehen, dass er NICHT schreit (sobald er also anfängt zu schreien und/oder Angst zu zeigen sofort anhalten und wieder einen Schritt zurück gehen, soweit, bis er aufhört), dann belohnen. Sprich, das Leckerli DANN wohin legen, so dass er es deutlich sieht. Dann gehst du noch weiter weg, bis er es sich holt.
    Du solltest meiner Ansicht nach die sgn. Individualdistanz nie unterschreiten. Wenn der Vogel signalisiert "komm mir nicht näher!!", dann muss man das einfach akzeptieren und dann auch nicht näher kommen. Alles andere wäre "Zwang". Und Zwang muss - in deinem Falle besonders - absolut unterbleiben.

    Vertrauen kommt nur auf freiwilliger Basis.

    Dass er einmal Schreit und Angst hat, ein anderes mal scheinbar nicht, das halte ich für normal. Wie schon vorher jemand geschrieben hatte: Der Vogel ist in dieser Hinsicht "desorientiert" - also verwirrt. Er kann DICH nicht mehr einschätzen nach diesem Vorfall, und wird dann eben in bestimmten Situationen mit Angst und Schreien reagieren. Anders kann ich mir das nicht vorstellen.

    Wie schon mal gesagt: DU musst ihm nun in Zukunft beweisen, dass du ihm niemals mehr etwas antun wirst.
    "Bestrafen" wie du es getan hast muss natürlich für immer unterbleiben, sonst wirst du nie mehr Vertrauen gewinnen.
    Der Graue muss einfach wissen, dass ihm nichts geschieht, vorher vertraut er dir nicht mehr. Und das kann nun unter Umständen dauern.

    LG
    Alpha
     
  4. #23 Isabel_Emanuel, 9. September 2005
    Isabel_Emanuel

    Isabel_Emanuel Guest

    Hallo alpha,

    dass mit dem Leckerchen ist so gemeint, dass ich meist Gismo etwas hinhalte und Garfield sofort kommt. Also er kommt auf mich zu, nicht ich auf ihn aber er meckert dabei. Soll ich es ihm dann geben?

    Situationen wo er schnell rein müsste gibt es viele.
    Wir arbeiten beide ich bin fast selbstständig, es wird mal angerufen und ich muss zu nem Kunden. Soll er dann draussen bleiben????
    Gismo und Möhre sind öfter draussen als im Moment die zwei anderen. Ja, muss ich zugeben.

    Ich stelle mich vor seinen Käfig rede mit ihm, mache sauber, und die Türe ist offen. Es wird keinem angewöhnt, dass er alleine durch die offene Tür entfleuchen kann, denn ich möchte nicht nach jedem Füttern, obst wechseln oder so meine Grauen einfangen. Tut mir leid.
    Ich bin gerne bereit mit ihm zu üben, ihn zu belohnen und mit ihm zu arbeiten, aber dieses werde ich ihm nicht beibringen.

    Demnächst muss er zum Tierartz. Das in die Transportbox setzen sollte lieber mein Freund machen oder?
     
  5. tweety1212

    tweety1212 Papageien Bäckerei

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    Wi sollen wir dir helfen, wenn du eh immer nur auf deinen Standpunkt bestehst? Was nützt es dem Vogel wenn er nicht alleine rausdarf, obwohl er Angst hat?
    Überdenke bitte nochmal deine Momentane Einstellung zu deinem Baby. Du kannst ihm später immernoch angewöhnen nur mit der Hand rauszukommen, jetzt ist es aber einfach nur unpassend.
     
  6. alpha

    alpha Foren-Guru

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    Hallo

    Wie jetzt, dann lässt du noch nicht mal die Artgleichen zusammen raus??
    Das halte ich für noch schlechter.
    Du willst 2 Paare, lässt aber immer nur je einen pro Paar raus? Was soll denn dabei rauskommen? :?

    Ne, ohne Witz: Selbst wenn ein Telefonat kommt, so kannst du das doch so führen, dass die Vögel deshalb nicht in den Käfig müssen, oder?
    Und zu einem "Termin" kann ich eben auch dann erst kommen, wenn zu Hause alles erledigt ist. Was ich meine: Am Tel. kannst du durchaus sagen, ich kann erst in ner Stunde, und nicht jetzt sofort auf der Stelle.
    Wenn ich das richtig weiss, dann malst du für Kunden, nicht?
    Also sowas müssen selbst Kunden ab können, dass man nicht auf der Stelle springt, wenn jemand anruft, sondern dass es auch mal ne halbe Stunde dauern kann.
    Wo ein Wille ist, ist ein Weg, Isabell.

    Dass Papageien nicht gerne "hinten anstehen" war dir klar. Das ist eben wie mit kleinen Kindern. Die kann man nicht mal eben wo abstellen und gut iss.
    Das funktioniert so nicht!

    Ach ja, das Leckerli würde ich ihm dann trotzdem geben ;)

    LG
    Alpha
     
  7. Pucki

    Pucki Bea

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    Eigentlich wollte ich mich ja raushalten weil ich das ganze schon hab kommen sehen und du ja die Tips deines Züchters viel besser findest!
    Ich habe zur Erziehnung ganz andere Vorstellungen als du.Man hat nämlich zwei Möglichkeiten-entweder überlegt man sich kleine Tricks die das Leben leichter machen oder man macht sich Stress.
    Ich sehe das wie bei kleinen Kindern-man kann vor jeder Steckdose stehen und mit einem bestimmten "nein" auf die Finger hauen.Dann weinen die Kinder,man selber hat ständig ein schlechtes Gewissen und muß obendrein auch noch immer aufpassen und das Verhältnis leidet.Man kann aber auch eine Steckdosensicherung benutzen und einfach "nein" sagen wenn das Kind da dran will.Kind versteht-beide Seiten sind glücklich.
    Wenn ich in der Voli etwas mache und die Geier nicht raus sollen dann schließe ich einfach die Tür hinter mir.Fertig! :zwinker:
    Und da ich 2 verschiedene Arten habe ,wie du auch,und davon die Grauen auch noch behindert sind und somit eine geringe Chance haben wenn ein Ara kommt-dann habe ich einfach getrennte Flugzeiten oder getrennte Räume.Völlig stressfrei.
    Trotzdem kann ich, wenn der Ara zu den Grauen fliegt (die dann im sicheren Käfig sitzen)diesen ganz wunderbar mit denen bekannt machen und ihm wenn er nicht nach ihnen hakt auch ein Leckerchen geben.Das Clickertraining ist da ganz wunderbar für geeignet.Das ist völlig stressfrei für alle,dauert aber seine Zeit.Ich lebe aber so Gott will noch 30 Jahren mit denen zusammen und habe nicht den Ehrgeiz das alles vom ersten Tag an klappen muß.Das Leben spielt sich ein.Meine sind total offen und wissen genau wie sie mich einzuschätzen habe.Meine Erziehung ist für sie durchschaubar.Sie wissen was ich möchte und was nicht.Natürlich haben auch meine die "dollen 5 Minuten" und dann muß einer mal in die Schranken gewiesen werden.Ist man aber immer konsequent dann geht das Ruck Zuck-ein scharfes"nein",ein Setzen auf die Voli oder ein schnelles Bücken für eine Flugrunde extra.Aber nach 5 Minuten ignorieren ist das ganze auch wieder vergessen.Meine kommen dann ganz aufgeregt an und müssen erst einmal schmusen als wollten sie sich entschuldigen.
    Weißt du-du hast dich aufgeregt das Henry an die Brille von Ralf geht und meintest das wir nicht Herr unseres Aras wären-ich sehe das anders.Ralf hat nun mal dieses interessante Teil auf der Nase das zum Knabbern einlädt,das weiß mein Mann und deswegen setzt er sie ab wenn der Vogel bei ihm ist.Völlig einfach und stressfrei.Sicher kann man sagen "das ist der feige Weg" ,man erzieht ja nicht sondern vermeidet Stresssituationen.Stimmt-wo ich es vermeiden kann da mache ich das denn es gibt genug wichtige Dinge die die Vögel lernen müssen das ich mich an solch nichtigen Dingen nicht aufreibe.
    Gruß BEA
     
  8. #27 Isabel_Emanuel, 10. September 2005
    Isabel_Emanuel

    Isabel_Emanuel Guest

    Hallo ihr,

    bevor ihr mich jetzt rupft....

    nein, im Ernst, ich bin auch der Meinung, dass er raus soll, will aber sämtlichen Stress vermeiden indem ich ihn in so vielen Sachen umgewöhne.

    Es geht nicht so einfach ihn in einer Stunde in den Käfig zu bekommen wenn er nicht will, und beim putzen will ich auch die türe nicht hinter mir zu machen, denn das kennt er auch nicht....
    Würde ich jetzt fast alles ändern, würde ich ihn noch mehr verunsichern- meine Meinung. Deshalb werde ich die "Regeln" beibehalten.

    Aber ich bin total happy, denn einen kleinen Fortschritt habe ich gemacht.

    Ich bin ja die letzte woche immer an den Käfog gegangen, habe mit ihm geredet und leckerchen durch das gitter gegeben. so langsam lerne ich zu sehen, wann ich hinfassen kann und wann nicht.
    Gestern abend habe ich ihn mit einem Stückchen Käse bestochen (ja ich weis, aber es war winzig)
    und heute morgen saß er an der Tür und hat mich vorsichtig angepfiffen, ich habe ihn angeredet und zurückgepfiffen und wollte futter nachfülllen. Als erstes ging der Kopf von ihm in Kraulposition und nach 5 min kralen wollte er raus. Er ist auf meine Hand gehüpft und ich habe ihn auf den Baum gesetzt. gismo gleich hinterher....

    Dann ist mir eingefallen, wie ich ihn wieder in den Käfig bekommen... aber egal. Ich habe Frühstückgemacht in der küche und beide waren in sichtkontakt im wohnzimmer.
    ab und an bin ich hingegangen und ich durfte ihn kraulen oder mit ihm spielen.

    Der Hammer ist ja, dass Garfield wärend des Frühstücks dann geflogen kam und auf meinem Kopf gelandet ist (darf er eigebtlich nicht aber egal) ich wollte ihn dann vorsichtig mit der Hand runter nehmen und er ist mit leichtem meckern draufgestiegen und ab auf meine schulter geklettert. Ich habe halt dann mit ihm gefrühstückt...

    er hat dann angefangen, vorsichtig mich zu benagen und mal nach ein wenig semmel zu betteln. nach dem Frühstück habe ich ihn langsam unter leichtem protest auf die hand genommen und ins wohnzimmer gesetzt wo er dann schnell weggeklettert ist.

    Ich sehe das mal als kleines positives zeichen und hoffe, dass ich ihn heute abend ohne größere probleme langsam in den käfig bekomme.

    wenn das so weitergeht, dar er natürlich öfter raus und ich hoffe, er merkt, dass ihm nichts passiert. ich denke auch, dass er langsam wieder ruhiger wird (oder ich ihn einfach ein bißchen besser verstehe)
     
  9. Maja3

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    Hallo,

    die Vögel die wir in der Wohnung halten sind auch gut erzogen. Allerdings mache ich mir keine Gedanken darüber wenn einer mal was macht was er eigentlich nicht darf. Was solls wenn er auf den Kopf fliegt und ich mag das eigentlich nicht. Die Hauptsache ist doch, daß er seine Angst vor dir wieder verliert. Vor allem darf dir ein solcher Ausrutscher wie beschrieben nicht mehr passieren.

    Hast du Kinder? Bei denen muß man sich auch oft beherrschen, die Ausrede "ich habe viel Temperament" zählt dann auch nicht.

    Wenn unsere Grauen in den Käfig sollen geht das innerhalb einer halbe Minute: Greifen (ohne Geschrei u. ängstlichen Vogel), in den Käfig und eine Erdnuss (nur dafür reserviert). Hat bis jetzt immer bei jedem Vogel funktioniert.

    Viele Grüße
    Maja
     
  10. #29 Rudi und Rita, 11. September 2005
    Rudi und Rita

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    Hallo Isabel,
    grundsätzlich kann ich erst mal nur eins dazu sagen - das war nicht der erste und wird auch nicht der letzte Biss gewesen sein. Dass so etwas mal vorkommen wird, dessen sollte man sich als Papabesitzer bewußt sein.
    Das hat auch absolut nichts mit gut erzogen sein, lieb oder artig, zu tun.
    Ebenso wie wir kann ein Papa mal schlechter gelaunt sein oder er fühlt sich durch irgendwas von euch bedroht oder es macht ihn irgendwas aus seiner Umgebung aggressiv oder oder.
    Die Grauen z. B. mögen an uns keine hektischen Bewegungen. Wenn ich sauber mache und ich merke, dass mein Rudi immer aggressiver wird (ihn machen die hektischen Bewegungen beim Saubermachen verrückt), dann mache ich eben lieber allein weiter sauber. Ob es ihm gefällt oder nicht.

    In deinem Fall denke ich, dass entweder dein Möhrchen ihn wütend gemacht hat oder er durch irgendwas anderes schlechte Laune hatte. Kommt selbst unter Pärchen vor. Er war geladen und hat praktisch seinen Frust bei dir abgeladen. Was mir zu denken gibt, ist dass dein Garfield erst ein halbes Jahr alt ist. Also er muss sich schon mächtig über irgendwas geärgert haben.

    Bevor ich z. B. meinen 3,5-jährigen Rudi richtig anfasse, prüfe ich erst mal seine Laune. Ich streichle ihm erst mal mit meinem Finger über seinen Schnabel. Wenn er da reinhackt, ist es nicht so schlimm, aber ich weiß Bescheid, dass er jetzt lieber seine Ruhe möchte. Wenn er das Schnabelstreicheln friedlich gefallen lässt, dann kann ich auch richtig mit ihm schmusen und kraulen.
    Im Großen und Ganzen kennen wir uns jetzt aber so lange, dass ich meistens schon vom kurzen Beobachten seine jeweilige Laune erkennen kann.
    Meine Rita dagegen ist immer friedlich. Na ja, so sind eben die Hähne. Aber trotzdem habe ich ihn irgendwie besonders lieb.

    Der einzige, der sich falsch verhalten hat, warst leider du. Auch bei HZ ist es wichtig, dass man niemals das Vertrauen verletzt. Wenn der Vogel mal beißt, was immer mal vorkommen wird, dann darf man ihn auf keinen Fall schlagen oder unsanft anfassen.

    Wenn mein Rudi mal richtig schlechte Laune hat, dann gehe ich entweder in ein anderes Zimmer oder sie kommen beide in die Voliere. Am nächsten Tag sieht die Welt dann schon wieder ganz anders aus und wir haben immer noch vollstes Vertrauen zueinander.

    Mein Rudi hat mich bisher 2 x richtig doll gebissen. An einem Vorfall z. B. war mein Mann Schuld. Beim anderen Vorfall hatte ich Schuld, weil ich ihm unsachgemäß und ohne Geduld ein Harness halb umgelegt habe, er damit losgeflogen ist und ich ihm das wieder abnehmen wollte.

    Ich hatte mich mit meinem Mann vor den Geiern mächtig in den Haaren und bin dann runter in ein anderes Zimmer gegangen. Die Vögel waren dadurch mächtig aufgedreht und flogen ständig meinen Mann an. Der war so genervt vom Streit, dass er sie jagte. Ich hörte unten Rudis schrille Pfiffe (höchste Anspannung) und das Gejage und bin hoch um meinen Mann zurechtzupfeifen. In dem Moment, wo ich die Tür aufmache, kommt mein Rudi angeflogen, beißt mir im Flug mein oberes Ohr durch und haut sofort wieder ab. Ich habe ihn nicht ausgeschimpft oder sonst etwas, ich bin gleich ins Nachbarzimmer und habe geheult wie ein Schlosshund, weil ich dachte, dass damit unser gutes Verhältnis hin sei. Als ich mich beruhigt hatte, habe ich sofort beide eingesperrt - ganz normal wie immer, nur dass Rudi und ich voreinander Angst hatten.
    Am nächsten Tag habe ich sie wie immer rausgelassen. Ich habe mich ans Fenster gestellt und gewartet, dass auch Rudi kommt. Ehrlich gesagt, da hatte ich wirklich eine riesen Angst vor ihm. Irgendwann kam er dann auch und stellte sich vor mir aufs Fensterbrett. Der stand da - so habe ich ihn noch nie erlebt. Er hat am ganzen Körper gezittert. Ich bin mir sicher, dass er über den Vorfall selber erschrocken war und nun nicht mehr wußte, wie er sich mir gegenüber verhalten soll. Ich habe ihn einfach machen lassen wie er wollte und erst am Abend nahm er wieder ganz vorsichtig mit mir Kontakt auf. Da war ich wirklich froh. Heute ist es wie immer, bekomme eben ab und zu mal meinen "Anranzer".

    Dein Garfield hat unter diesem Vorfall mächtig gelitten. Er hat jetzt Angst, wodurch er schreit. Es ist wichtig, dass du jetzt wieder langsam Vertrauen zu ihm aufbaust. Wenn ein Grauer rauskommt - dann beide!
    Und bitte vergiß deine Erziehungsvorstellungen. Man kann Graue zwar zu einem gewissen Grad erziehen, aber niemals so wie Hunde z. B. Ein Biss ist eine spontane Reaktion (meistens nicht unbegründet), was selbst richtige Pärchen mal untereinander machen. Man kann Bisse oder schlechte Launen nicht einfach aberziehen, man kann nur lernen, wann es Zeit ist rechtzeitig einzuschreiten. Du kannst positives Verhalten belohnen, aber negatives Verhalten entweder ignorieren (z. B. einen Biss) oder wie in deinem Fall rechtzeitig die Mofas und Grauen trennen.

    Jetzt würde ich an deiner Stelle alles dran setzen, ganz langsam wieder das Vertrauen von Garfield zu bekommen. Die Grauen gleichzeitig rein- und rauslassen. Nur so weit auf Garfield zugehen, wie er es momentan erlaubt, dabei immer freundlich mit ihm reden und alles behutsam machen. Wenn er selber zu dir kommt, dann keine Angst zeigen, auch wenn das Herz in der Hosentasche sitzt. Sollte er dich dann beißen, den Raum verlassen. Sollte er lieb sein, schön loben.

    Wenn ich jetzt ehrlich bin, das tust du schon. Für ihn wäre es sicher nicht so schlimm, wenn er beim Putzen nicht hinter dir her kann, du also die Tür hinter dir zumachst, als wenn er wochenlang im Käfig absitzen muss und zusehen muss, dass seine Partnerin raus darf.

    Das war zwar ein postives Erlebnis, dass er beim gestrigen ersten Freiflug artig war, aber das wird er wohl nicht immer sein. Davon darf aber sein Freiflug nicht abhängen. Wenn er heute Abend z. B. schlechte Laune hat und zubeißt, dann muss das morgen nicht auch so sein.

    Liebe Grüße
    Elke
     
  11. #30 Isabel_Emanuel, 13. September 2005
    Isabel_Emanuel

    Isabel_Emanuel Guest

    Hallo ihr,

    nur kurz, denn im Moment geht alles drunter und drüber.

    Garfield und ich scheinen eine Lösung gefunden zu haben. Wenn er in seinem Käfig ganz oben sitzt, möchte er seine Ruhe.... m,öchte er raus, schmusen oder so, dass kommt er geklettert.

    Heute zum Beispiel wollte ich ibn raustun er ist aber nicht auf meine Hand gestiegen, hat sich nur kraulen lassen und ist dann zum Futter getapt. Nach dem Futtern hat er hallo gerufen, und nun sitzt er draussen.

    Langsam baut sich das Vertrauen wieder uaf, hoffe ich.
     
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  13. #31 Monika.Hamburg, 13. September 2005
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    Hallo Isabel,

    das liest sich doch schon ganz prima ! :)

    Lass ihm etwas Zeit und bedränge ihn nicht, denn eigentlich weiss er gar nicht , warum er so lange im Käfig bleiben musste !
     
  14. #32 Isabel_Emanuel, 13. September 2005
    Isabel_Emanuel

    Isabel_Emanuel Guest

    Na ja, es ist im Moment eher umgekehrt.... er bedrängt mich, als habe er etwas nachzuholen....
     
Thema: Garfield unser Sorgenkind- ich bin mit meinem Latein am Ende
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