Gedanken vom Urwelli in Europa bis heute.

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  1. hjb(52)

    hjb(52) Guest

    Mal so ein paar Gedanken zum Wellensittich.

    Da sie heute in Australien noch in freier Wildbahn existieren, können wir sagen sie haben sich in der Heimat sagen wir mal in ca. 5-7 Mill. Jahren dort etabliert.

    Es ist erschreckend zu hören, das sie in freier Wildbahn nur so ein bis anderthalb Jahre alt werden. Aussagen Australischer Fachleute.

    So ich habe es nicht so mit genauen Daten, also 18—langsam kamen die Ersten Wellis nach
    Englang also im 1900 Jahrhundert im Bereich des 19 und 20. Jahrhunderts wurden die Ersten Wellensittiche in Europa gezüchtet. Von Zoologen, Grafen – von besser gestellten Leuten.

    In dieser Zeit entstand in England, Frankreich und Belgien die ersten Großzuchten, so das
    die Anzahl der Wellensittiche durch ihre gute Zuchtbarkeit auch billiger/erschwinglicher wurden und viele wirklich interessierten Leute sich Wellensittiche anschaffen konnten. Am Anfang für Otto Normalverbraucher damals immer noch zu teuer. Es wurde ein Hobby des gehobenen Standes. Erst später am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Welli auch für den normalen Bürger des Reiches erschwinglich. Es gab wesentlich mehr Züchter siehe Gründung der AZ (Im 3. Reich aufgelöst.) und anderer Vereine. Die Haltung und Zucht von Kanarien war schon etablierter. In dieser Zeit war man es gewohnt, die Tiere einzeln zu halten, also wieder ihrem Naturell. Man kannte es so von Anderen Vogelarten. Also hielt man den Welli auch so.

    Der Wellensittich bekam auch in dieser Zeit die meisten Mutationen, sie stammten alle aus den normal grünen Wellensittichen. Auch heute noch gibt es in der Freien Wildbahn Mutationen, nur sie werden so gut wie nie eine Überlebens-Changse haben. Ich möchte jetzt hier nicht auf alle separat eingehen.

    Man kann wohl sagen, England war in diesen Jahren das Land wo sich einige mit der Zucht intensiever beschäftigten als im gesamten Europa der damaligen Zeit. Sie betrieben die Zucht so wie die Rinder oder Pferdezüchter. Das Endziel ein besserer Wellensittich. So kam es das es in den 20/30 Jahren schon größere Wellensittiche in England gab, als im überigen Europa.
    Man hatte dann während des 2. Weltkrieges enorme Schwierigkeiten, diese gezüchteten Wellensittiche auch zu erhalten, da Futter mehr als knapp war und teuer. ------

    Nach dem 2. Weltkrieg und auch schon vorher gab es Ausstellungen mit Wellensittichen in ganz Europa. Doch keine waren so groß und auch etwas stabieler als die englischen. Auch die deutschen Züchter mussten das so als gegeben nehmen. Einige Europäer und auch Deutsch reisten nach England um ein paar Paare dieser Wellensittiche zu erwerben. Diese Nachzuchten standen dann auf dem Europäischen Festland, dann auf Ausstellungen immer vorne. So das der so genannte einheimische Standard Wellensittich gänzlich verdrängt wurde.
    Züchterisch lagen die Engländer immer um eine Nasenlänge voraus. Bilder dieser Vögel kann man im Kosmosverlags Buch von Radke noch gut sehen. Dieses Ältere Buch gibt es heute nicht mehr. Sie haben es mir einem anderen Autor erneuert.
    So prägte der Englische Schau Wellensittich, die gesamte europäische Standardzucht. Fast bis heute.
    In den 60/70 er Jahren waren es 2 Züchter, Molketin und Jo. Mannes, die die deutsche Zucht anfingen zu prägen. Jo Mannes ist ein Züchter dem es gelang aus dem Englischen neuen Blut und seinen Vögeln einen Wellensittich zu züchten, mit dem die damaligen Wellensittichen nicht mehr zu vergleichen sind. Ihm gelang es noch mehr als den Engländern, die Feder so zu züchten, das sie so sind wie seine heutigen, Weltspitze. Diese breiten Kopfgefieder gab es zuvor nicht so ausgeprägt. Heute kommen Züchter aus England und der ganzen Welt nach Deutschland, um in Freiburg Standardwellensittiche zu kaufen.
    Die Standardvögel waren damals in England schon sehr teuer und pro Vogel bedurfte es manchmal schon fast eines Monatslohnes. Wenn es ein Spitzen Wellensittich sein sollte.
    Auch werden heute noch die Spitzen Wellensittiche so gehandelt und mach mal auch noch mehr. Jo Mannes beherscht die Zucht so gut, das er Seit ca. den 80er Jahren fast immer bei der AZ den Bundessieger stellt und ist auch der Beste Züchter auf den Europaschauen in Karlsruhe. Fast immer stehen seine Vögel auf dem Sieges Podest. Irgend wie eine ernorme Leistung.

    Natürlich bin ich kein Mannes Kunde. Solche Spitzenvögel können sich nur wenige leisten und so mit der Zeit verteilt sich das gute Blut ja auch auf die gesamten Zuchten. Und jeder möchte ja auch immer ein paar Wellensittiche verkaufen. So wandert das Blut weiter und hier und da passt es dann gut und vor allem preiswerter. Obwohl in der Menge ein guter Wellensittich auch so seinen Preis hat.

    Warscheinlich durch die Preise spalteten sich die deutschen Züchter und auch anderswo in die, die den normalen Wellensittich züchten und den Standardzüchtern.

    Und ich glaube beide Seiten, mit der gleichen liebe zum Welli. Das eine ist nur etwas Finanz aufwendiger als das Andere. Und wenn man ehrlich ist, jedes Hobby kostet mehr als man daran verdienen kann. Wenn überhaupt ist es immer eine Minderheit die daran Geld verdient.

    Gruß
    Hans-Jürgen.
    (PS
    und mich bitte nicht wieder aufs Jahr fest nageln, das ist nicht meine Stärke.)
     
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  3. hjb(52)

    hjb(52) Guest

    Foto

    normale Wellis
     

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  4. hjb(52)

    hjb(52) Guest

    Foto

    Standard
     

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  5. suti

    suti Guest

    Hallo,

    toller informativer Beitrag! Vielen Dank.

    Aber über diesen Satz bin ich schon gestolpert. Wer definiert denn den "besseren Welli". Und die Erfahrungen, dass ein Standardwelli nicht so alt wie ein Hans-Bubi wird zeigen doch, dass Standards keinesfalls die "besseren" sind, oder?
    Wie siehst du denn als Züchter das Problem? Auch bei anderen Tierarten ist das Problem doch bekannt, das die Tiere unter den Zuchtstandards leiden (siehe z.B. eine Vielzahl von Hunderassen).
    Nur ein paar Gedanken von mir... :s

    Gruß, Timo
     
  6. D@niel

    D@niel Guest

    Also ich bin auch nicht so der Schauwellensittichliebhaber.
    Sie sind mir viel zu überzüchtet und zu bullig.
    Die kleinen HB´s sind mir lieber.:)
    Wer Schauwellis mag der solls auch weiterhin tun.....;)

    @Timo

    Zum Thema Hunderassen. Warst du schonmal auf ner Hundeausstellung?
    Da werden die Hunde gekämmt, mit Haarspray angesprüt und sonst noch schön gemacht.0l
    Mal ehrlich: 1000mal schöner als Ausstellungshunde, sind die Hunde die mit anderen Hunden durch Wiesen und Felder rennen, sich dreckig machen und dabei Spaß haben........:)
     
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  8. Suppenhuhn

    Suppenhuhn Guest

    Die meisten "Ausstellungshunde" dürfen dies aber auch, nur nicht am Ausstellungstag. :D

    Ok, die Superpudel vielleicht nicht alle, aber noch längst nicht alle Menschen, die ihre Hunde ausstellen, halten sie im Samtmantel.
     
  9. hjb(52)

    hjb(52) Guest

    Hallo Timo

    Grundlegend müssen wir in den Anfangszeiten, die Mentalität der Engländer und er Deutschen sehen.
    Aus Deutscher Sicht gesehen sind die Engländer etwas exentrischer und verrückter als wir. Andererseits sehen sie so manches im Hobby tot Ernst. Im gegensatz zu uns, die im Hobby zwar gewissenhaft z.B. alles 100 % notieren.....
    Die Engländer hatten schon WS vergleichs Ausstellung, da dachte in Deutschland noch niemand so richtig daran. Und wer etwas vergleicht der will sích oder seine Tiere vergleichen und die Besten werden halt ausgezeichnet. So fing das damals mit dem Ideal an.
    Mit dem Bericht wollte ich auch zeigen, das im gegensatzt zur Evolution von Mensch und Tier. Die Wellensittichzucht noch sehr jung ist. Überlegt mal seit wann der Mensch Tiere zum Verzehr züchtet und seit wann den Wellensittich, auch sollte der Beitrag die Spaltung der Züchter in der Weiterzucht der Normalen und des Standards aufklären. Ich hoffe das ist mir ein wenig gelungen.

    Gruß
    Hans-Jürgen:0-
     
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