geflügelpest - sie rückt näher

Diskutiere geflügelpest - sie rückt näher im Vogelgrippe / Geflügelpest Forum im Bereich Allgemeine Foren; hallo zusammen, ich habe heutr beim stöbern in der >Zeitung folgenden artikel gefunden: Geflügelpest rückt näher BRÜGGEN (RP). Die...

  1. #1 Zugeflogen, 16. April 2003
    Zugeflogen

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    hallo zusammen,

    ich habe heutr beim stöbern in der >Zeitung folgenden artikel gefunden:

    Geflügelpest rückt näher

    BRÜGGEN (RP). Die Geflügelpest in den Niederlanden rückt immer näher an die Grenze: Weil in einem Betrieb mit Legehennen in Roermond-Neer ein Verdachtsfall festgestellt wurde, richtete der Kreis Viersen einen Anschluss-Sperrbezirk ein. Er umfasst Ortsteile in Brüggen und Niederkrüchten mit 18 Geflügelhaltern. Dort dürfen Eier nur gekocht und Geflügel gar nicht verkauft werden.

    wie wird die pest eigendlich übertragen? ist es so wie bei der maul und klauenseuche, das der erreger u.a. über die luft übertragen wird, oder wie funktioniert das?

    wie sieht das mit unseren heimischen pipern aus(wellis, kanarien, nymphen, usw.)? gefährdet, es ist ja auch geflügel, oder unbedenklich.

    viele grüße

    zugeflogen
     
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  3. Julchen

    Julchen Guest

    Hallo,

    der Erreger kannvon jedem freifliegendem Vogel übertragen werden. Daher auch die extremen Schutzmaßnahmen von Tierparks und Zoos, die ihre Vögel versuchen einzusperren oder durch speziellen Schutz vor freifliegenden Vögeln zu schützen. Im Umkreis von 10 km von jedem betroffenen Hof werden sämtliche Vögel und Hühner entweder unter Quarantäne gestellt oder getötet. Daher müssen auch alle, in der Nähe zu den Niederlanden, in Deutschand lebenden Hühner, etc. jetzt angegeben werden. (betrifft z.B. einen Freund, der an der Grenze wohnt und der 30 Hühner privat zu Hause hat, also im Hof)
    Die sind jetzt registriert und werden eventuell geschlachtet. Momentan wehrt er sich noch dagegen.

    :( Stelle trotz des schönen Wetters die Kanaris jetzt nicht raus. (wir wohnen nur 2 km von den Niederlanden entfernt)
     
  4. Buntien

    Buntien Guest

    Hi Zugeflogen,

    zu diesem Thema war gerade jetzt ein interessanter Artikel von Prof. Dr. E.F. Kaleta (universität Giessen und Leiter des Referenzlabors für klassische Geflügelpest und Newcastle-Krankheit des Internat. Tierseuchenamts in Paris) in den AZ Nachrichten.
    Unter anderem steht dort: "... Dagegen sind für das Klass. Geflügelpestvirus in Holland viele Vogelarten empfänglich und viele sterben daran. Dies sind Hühner, Puten, Wachteln, Fasane, Rebhühner, Singvögel, Spatzen, Eulen, Greifvögel und viele andere Arten. Eher wenig erkranken und die Todesrate ist sehr gering bei Tauben aller Rassen, Haus- und Wildenten sowie Haus- und Wildgänse. Die zuletzt aufgezählten Geflügelarten können das Virus der klass. Geflügelpest aber aufnehmen, in sich vermehren und in großen Mengen ausscheiden. Sie bilden also eine Gefahr hinsichtlich Virusverschleppung. Deshalb also jetzt auch kein Verbringen von diesen Tieren, selbsverständlich auch keine Ausstellungen und keine Freiflüge. ...."

    Also dem Artikel nach zu Urteilen, sind auch unsere Tiere gefährdet. Bleibt nur zu beherzigen was die Vorsichtsmaßnahmen anbetrifft. "Keine Ausstellungen, keine "Neuzugänge", keine Freiflüge ...., zumindest nicht in Holland oder in den angrenzenden Gebieten in Deutschland." Habe letztens von einer Ausstellung mit Vogelbörse gehört, dass dort ein Holländer sogar überhaupt nicht auf das Gelände gelassen wurde.

    Ach ja Krankheitsanzeichen:"... fallen allen Beobachtern sofort auf: Die Hühner und Puten nehmen kein Futter und kein Trinkwasser mehr auf. Sie sitzen apathisch herum. Der abgesetzte Kot ist flüssig-grünlich. Die Köpfe sind geschwollen und bläulich verfärbt. Fast alle infizierten Tiere werden krank und fast alle sterben nach ein bis zwei Tagen Krankheitsdauer. ..."
     
  5. #4 Zugeflogen, 16. April 2003
    Zugeflogen

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    na das sind ja "erfreuliche" nachrichten! gerade für alle, dieim grenzgebiet ( kreis viersen) wohen.
     
  6. Lamaja

    Lamaja Foren-Guru

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    Hi,

    Danke, der Artikel kam gerade noch rechtzeitig.

    schöne Sch.... . Dabei wollte ich unsere 2 sammt Nachwuchs mit der Voilere auf den Balkon (überdacht) stellen, aber das werde ich dann ja wohl besser sein lassen.

    Gruß
    Lamaja


    PS wohne mittendrin (Brüggen)
     
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  8. #6 Zugeflogen, 17. April 2003
    Zugeflogen

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    also ich will ja keine panik verbreiten, aber wie sieht das dann zum beispiel mit grünzeug ( z.b.löwenzahn) vonner wiese aus? können da auch erreger drinsitzen? wäre nämlich echt doof, wenn sich die volipiper darüber infizieren würden
     
  9. #7 Zugeflogen, 17. April 2003
    Zugeflogen

    Zugeflogen Foren-Guru

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    das habe ich auf der seite des bundesministeriums für verbraucherschutz/landwirtschaft gefunden:

    1. Was ist Geflügelpest?
    Die Geflügelpest ist eine besonders schwer verlaufende Form der Aviären Influenza oder Vogelgrippe. Sie kann alle Geflügelarten befallen, am schwersten erkranken Hühner und Puten. Die Krankheit verläuft sehr rasant mit deutlichen Krankheitszeichen und führt innerhalb weniger Tage zum Tod der Tiere.

    Erreger der Geflügelpest sind hochpathogene, d. h. stark krankmachende, aviäre (=Vogel-) Influenzaviren, die zum Subtyp H5 oder H7 gehören. Aviäre Influenzaviren anderer Subtypen (es gibt insgesamt 15) sind geringpathogen und verursachen nur leichte grippeähnliche Erkrankungen beim Geflügel. Sie gelten nicht als Geflügelpest.

    Die Geflügelpest ist sehr ansteckend. Kranke Tiere scheiden mit Kot, Speichel und Tränenflüssigkeit, also allen Körperausscheidungen, massenhaft Virus aus. Die Ansteckung von Geflügel erfolgt durch direkten Kontakt mit kranken Tieren oder deren Ausscheidungen oder durch Kontakt mit infiziertem Material wie Dung, Transportkisten, Eierkartons, Gerätschaften, Fahrzeuge. Bei starker Staubentwicklung ist auch eine indirekte Ansteckung über die Luft möglich. Häufig verschleppt der Mensch mit seiner Stallkleidung, dem Schuhwerk o.ä. den Erreger. Auch Wildvögel können sich anstecken und den Erreger weitertragen, dabei müssen sie nicht unbedingt selbst erkranken.



    2. Ist Geflügelpest ansteckend für den Menschen?
    Obwohl Influenzaviren auch beim Mensch und verschiedenen Tierarten wie Pferd und Schwein vorkommen und Grippeerkrankungen hervorrufen, handelt es sich nicht um einen einheitlichen Erreger, der ohne weiteres von einer Spezies auf die andere übergeht. Am ehesten ist noch ein Wechsel zwischen Mensch und Schwein möglich.

    Ein direkter Übergang eines aviären Influenzavirus auf den Menschen und Auslösung einer Allgemeinerkrankung ist ein sehr seltenes Ereignis und bisher nur in wenigen Fällen in Hong Kong vorgekommen. Die erkrankten Patienten hatten vorher sehr engen Kontakt zu erkranktem Geflügel. Eine weitere Ansteckung von Mensch zu Mensch erfolgte nicht. Die nachgewiesenen Erreger gehörten zu den Subtypen H5 oder H9.

    Die zur zeit in den Niederlanden grassierende Geflügelpest wird durch ein Influenzavirus vom Subtyp H7 hervorgerufen. Auch der Seuchenzug in Italien 1999/2000 und andere länger zurückliegende Seuchenausbrüche in Europa wurden durch H7 verursacht. Dabei sind niemals Erkrankungen bei Menschen aufgetreten.

    In den Niederlanden wurden allerdings bei einer Anzahl der Beschäftigten, die zur Tötung der erkrankten und Beseitigung der verendeten Tiere eingesetzt waren, eine milde Bindehautentzündung am Auge ausgelöst. Um dem vorzubeugen, werden solche Arbeiten derzeit nur noch mit Schutzbrille und Mundschutz ausgeführt.

    Insgesamt ist einzuschätzen, dass der in den Niederlanden vorkommende Geflügelpesterreger kein erhöhtes Risiko für die Gesundheit des Menschen darstellt.



    3. Wie können Geflügelhalter eine Ansteckung ihres Geflügels vermeiden?
    Da die Geflügelpest nicht nur durch direkten Kontakt von erkranktem zu gesundem Geflügel übertragen wird, sondern auch durch mit dem Erreger verschmutzte Gegenstände wie Stallgeräte, Tranportkisten, Eierpappen, Futter, Mist, Fahrzeuge und den Menschen (Kleidung, Schuhe) weiterverbreitet wird, müssen solche Kontakte vermieden werden.

    Alle seuchenvorbeugenden Maßnahmen wie regelmäßige Reinigung und Desinfektion, Wechsel der Kleidung und Schuhe bei Betreten des Stalles, kein Austausch von Geräten u.ä. zwischen verschiedenen Gefügelhaltungen, Minimierung des Personen- und Fahrzeugverkehrs usw. müssen strikt eingehalten werden.

    Alle Kontakte zu erkranktem Geflügel sowie zu Menschen, Geräten und Fahrzeugen, die damit in Berührung gekommen sind, sind zu vermeiden.



    4. Kann man noch Geflügelfleisch, Eier und andere Geflügelprodukte essen?
    Alle im Handel befindlichen Geflügelprodukte können bedenkenlos verzehrt werden, da sie nur von gesunden Tieren aus gesunden Beständen stammen.

    Der Erreger der Geflügelpest hat über die Ernährung keinen Einfluß auf die menschliche Gesundheit.

    Um der Weiterverbreitung der Seuche auf andere Geflügelbetriebe vorzubeugen, werden dennoch nicht nur die erkrankten, sondern auch die ansteckungsverdächtigen Tiere getötet und unschädlich beseitigt.



    5. Darf man Geflügel gegen Geflügelpest impfen und ist es sinnvoll?
    Es ist in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Gemeinschaft verboten, gegen Geflügelpest zu impfen und es gibt derzeit auch keinen spezifischen zugelassenen Impfstoff.

    Die Prüfung von Impfstoffen hat gezeigt, das durch Impfung zwar eine Erkrankung verhindert werden kann, das Seuchenvirus sich aber dennoch im Tier vermehrt und auch ausgeschieden wird, allerdings in geringerem Maße. Das könnte zu einer unerkannten Weiterverbreitung des Seuchenvirus führen und die Seuche bei uns heimisch machen.

    Das Ziel der Bekämpfung ist jedoch die Tilgung der Seuche und des Erregers.
     
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