Gekeimte Körner kochen?

Diskutiere Gekeimte Körner kochen? im Ernährung Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo, ich bin in einem Nachbarforum, wo heftig vor gekeimten Körner gewarnt wird, weil diese eben auch viele unerwünschte Keime, sprich...

  1. #1 Stephanie, 9. Juli 2009
    Stephanie

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    Hallo,
    ich bin in einem Nachbarforum, wo heftig vor gekeimten Körner gewarnt wird, weil diese eben auch viele unerwünschte Keime, sprich Bakterien, enthalten (können).
    Stattdessen soll man die Körner kochen.
    Nun sind ja gekeimte Köner etwas anderes als gekochte, u. a. auch weicher etc.

    Kann man wohl das Keim(Bakterien-)risiko umgehen, indem man die Körner keimen lässt und dann blanchiert oder ganz(e) 20 min kocht?

    Oder war das Keimen dann für die Katz?
     
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  3. papugi

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    Gefahr und bakterien kommen von schlechter handlung des keimungsprozesses.
    Règle no 1 zum keimen ist:
    frische, perfekte korner.

    Règle no 2 ist: viel spulen.

    Wenn man am anfang die korner aufweicht fur die nacht, muss gespult werden. Je ofter umso besser.
    Man macht es so: wasser ausschutten, frisches wasser rein, korner mit wasser schutteln, wasser rausschutten...usw bis das wasser klar ist. Dann, lasst man weiter einweichen.
    Wenn sie keimen macht man zum spulen den gleichen prozess...immer schutteln und spulen bis das wasser klar ist.

    Der kontainer mit den kornern muss diagonal liegen dass das wasser rauslauft und das die korner luft haben.

    Also den topf-konatainer nie mehr als ein drittel voll.
    UND spulen spulen spulen..

    Wenn es nicht klappt und man moisissure sieht und es schlecht riecht..dann leider alles wegschmeissen. Die schuld ware an schlechten kornern oder mangel an spulen.

    ciao
     
  4. #3 die Mösch, 10. Juli 2009
    die Mösch

    die Mösch Guest

    Hallo Stephanie,

    eine Frage: Wozu dieser Aufwand? Gekochter Brei gehört nun bestimmt nicht zur natürlichen Ernährung der Wellensittiche, die aus Trockengebieten Australiens stammen.
    Keimfutter gibt man nur zur Jungenaufzucht. Und da fabrizieren die Elterntiere selber passenden Brei aus Körnern für ihren Nachwuchs.
     
  5. #4 Andrea 62, 10. Juli 2009
    Andrea 62

    Andrea 62 Guest

    Da zur Nachzucht bei etlichen Arten Keimfutter benötigt und seit vielen Jahren auch verfüttert wird frage ich mich, wie es auch nur 1 Jungvogel auf die Stange geschafft hat, wenn dem prinzipiell so wäre. Voraussetzungen sind natürlich sauberes Arbeiten bei der Keimfutterherstellung (man kann z.B. Propolis zugeben -siehe Link- um einer Verkeimung vorzubeugen) und nicht zu langes Stehenlassen im Käfig vorallem bei Wärme.
    Da stelle ich mir die gleiche Frage wie Ulrike: Wozu?
    Willst Du züchten mit Deinen Vögeln?
    Durch das Kochen werden zumindest die hitzeempfindlichen Vitamine des Keimfutters zerstört. Dabei ist doch der Sinn des Keimens u.a. die Anhebung des Vitamingehalts.
    Ich sehe einen Sinn im gelegentlichen Füttern von wenig Keimfutter oder Kochfutter (kein gekochtes Keimfutter!) wenn man nicht Züchten will bei Wellensittichen nur darin, die Vögel an solches weiches Futter zu gewöhnen für den Krankheitsfall (Kropfentzündung ect.). Denn WS sind sehr wählerisch und was sie nicht kennen fressen sie oft nicht. Wenn man im Bedarfsfall jedoch anfangs normales Körnerfutter mit dem weichen Futter mischt, kommen sie aber recht schnell auf den Geschmack (meine Erfahrung ;)).
     
  6. #5 dustybird, 11. Juli 2009
    dustybird

    dustybird Foren-Guru

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    gekeimte Körner

    G'day Ich war in meinen vielen Jahren meiner großen Zucht von Wellensittichen (championzucht) und über 4o Volieren mit Grossittichen und auch Kakadus ein großer Liebhaber von Keimfutter. Aber....... man muss sehr vorsichtig damit umgehen . Die Körner wurden nicht zu lange eingeweicht 6 std sind ausreichend . Dem Einweichwasser wurde etwas Apfelobstessig zugeführt auf 1 Ltr 1 Teelöffel Obstessig. Nach 6 Std einweichen , wurde immer richtig gespült , dann in einem Sieb abtrocknen lassen und mit einem Tuch abdecken. Nach ca 12 Std bricht der Keimling das Korn auf , darauf achten des der Keimling nicht zu lang wird , schmeckt dann sehr bitter für die Vögel.Futternäpfe für Keimfutter sollte in Porzellan Näpfen gereicht werden und hier genügt 1 Teelöffel für 1 Vogel. Nach ca Std (sollte) das nicht gefressene Keimfutter wieder entfernt werden , auch das Umfeld des Futternapfer mit dem Keimfutter sollte sauber gehalten werden.Ich habe aber immer nur Keimfutter während der Zucht gegeben.
     
  7. #6 Stephanie, 13. Juli 2009
    Stephanie

    Stephanie Foren-Guru

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    Danke für Eure Antworten! :)
    Ja, wozu?
    Zum einen lese ich immer wieder in "normalen" Wellensittichbüchern, dass Keimfutter regelmäßig gereicht werden soll, einige sagen ja sogar alle 4 bis 6 Wochen eine 4wöchige Kur.
    Zum anderen hat mir auch schon mal ein TA gesagt, man solle im Prinzip NUR Keimfutter reichen; da er sich in anderen Punkten als unzuverlässig herausstellte, stelle ich diese Fütterung nach 4 Wochen wieder ein.

    Ich habe jetzt seit 3 Jahren gar kein Keimfutter gegeben, und überlege eben, ob es wieder sinnvoll (und interessant für die Vögel) wäre und wenn ja, wie.

    Beim nächsten Versuch probiere ich dann mal das Apfelesigrezept, danke Dustybird.

    Mit diesen ganzen gegenteiligen Meinungen, die ja das ganze Spektrum abdecken (von nur trockene Körner, gekeimte/keine gekeimten sondern nur gekochte Körner, Hauptfutter Körner/Hautpfutter Papageienmenü/Obst und Gemüse...) ist es wirklich schwierig, nicht kirre zu werden und trotzdem noch jeden Morgen Näpfe zu füllen!!

    Was der eine als ganz toll & gesundheitsfördernd anpreist verdammt der andere als das Gegenteil!
    Und man steht daneben, möchte gar nicht einer bestimmten "Schule" angehören, sondern nur seine Viecher vernünftig füttern und verliert komplett den Überblick und v. a. das Gefühl dafür, was stimmen könnte und was Humbug ist, weil jede Seite ja "logische" Argumente vorträgt.

    Geht Euch das auch so?:?
     
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  9. Sandraxx

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    Hallo Stephanie, die unterschiedlichen Meinungen kommen wohl in erster Linie daher, dass es keine wirklichen Untersuchungen über eine optimale Ernährung von Wellensittichen in Menschenhand gibt.
    Es gibt nur Erfahrungen (die bekanntlich sehr unterschiedlich ausfallen können) und Ableitungen von Wissen, das nur indirekt oder garnicht Wellensittiche betrifft (hier besonders hinsichtlich Grünzeug).
    Ich denke, wenn es Deinen Wellis mit Deiner (bisherigen) Fütterung gut geht - warum was ändern?
    Und als zweites denke ich, lohnt wegen obigem doch immer als erstes der Blick danach, wie sie sich in freier Wildbahn ernähren.
    Keimfutter gibt es da durchaus - aber wenn, dann wird auch gebrütet.
    Also ein klein wenig zwischendurch mag ok und vielleicht auch gut sein, aber nötig eigentlich nicht.

    Viele Grüsse,
    Sandra
     
  10. #8 dustybird, 13. Juli 2009
    dustybird

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    G'day Sandra , genau Du hast das richtig erkannt sonny greetings Gerd
     

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