Gemeinschaftshaltung: Mohren und Graue - geht das gut?

Diskutiere Gemeinschaftshaltung: Mohren und Graue - geht das gut? im Graupapageien Forum im Bereich Papageien; Vögel dazuholen??? Hallo, frage an euch... Wie denkt ihr darüber wenn man noch ein paar kleinere Papaarten aus HA oder NB zu den Grauen...

  1. #1 hansklein, 3. Juni 2002
    hansklein

    hansklein Guest

    Vögel dazuholen???

    Hallo,

    frage an euch... Wie denkt ihr darüber wenn man noch ein paar kleinere Papaarten aus HA oder NB zu den Grauen gesellen würde damit in "" der Schwarm und die Unterhaltungsmöglichkeiten zwischen den Vögeln wachsen und wenn was könnte man "passend" dazugesellen???

    Die Meinungen gehen da ja ganz schön auseinander. Ich pers. hätte da so nen Mohren im Blick der sein Leben fristet weil ein Krüppel und ausgesetzt. Würde ihm natürlich auch nen 2. dazusetzen. Oder passt anderes besser???

    Ich hab schon verschiedenes gelesen, mal mit Mohren, mal mit Agas, sogar mit Wellies...

    Was ist denn die beste Konstellation für die Grauen???

    Grosses Fragezeichen...

    Hans
     
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  3. #2 Rüdiger, 4. Juni 2002
    Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Teil 1

    Moin Hans!

    Schwieriges Thema und eigentlich einen eigenen Thread wert, auch wenn natürlich ein Zusammenhang mit dem Grundthema "Berufstätig und Papageienhaltung" da ist.

    Im allgemeinen bin ich mit der Empfehlung einer Gemeinschaftshaltung vorsichtig, möchte ich mir doch ungern vorwerfen lassen, das aufgrund meiner Empfehlung etwas schiefgegangen ist. Von daher auch gleich eingangs: ich kann nur von meinen insgesamt positiven Erfahrungen ausgehen, das enthebt keinen von der eigenen Entscheidung dafür Oder dagegen und von der Verantwortung, wenn etwas schief geht! Denn auch dies gleich vorweg: risikolos ist es nicht.

    Zum Begriff der Gemeinschaftshaltung: im engeren Sinne bedeutet das für mich die gemeinsame Unterbringungen in diesem Fall verschiedener Arten oder Gattung in einer
    (Gemeinschafts-)Voliere oder in einem Vogelzimmer.
    Im weiteren Sinne kann man darunter auch die Haltung verschiedener Arten in getrennten Volieren mit gemeinsamen Freiflug verstehen.
    Beider Formen habe ich praktiziert bzw. praktiziere sie noch.

    Zugegebenermaßen bin ich auch ein Fan der Gemeinschaftshaltung: wie bei vielen sind es aber weniger rationale Gründe als vielmehr aus dem emotionalen Wunsch heraus, mehrere verschiedene Vogel-, resp. Papageienarten zu halten.
    So hatte ich in meiner Gartenvoliere Wellensittiche, Nymphensittiche und ein Springsittichpaar, zeitweise sogar Kanarienvögel.
    Bei den Prachtfinken hielt ich Zebrafinken, und Reisfinken, später Orangebäckchen und Zebrafinken zusammen.
    Und die Jungtiere meiner Agapornisarten - Rosen- und Schwarzköpfchen - wurden bis zur Abgabe ebenfalls zusammengehalten.
    Derzeit halte ich auch mit den Wellen- und den Singsittichen meine beiden Rosenköpfchen zusammen - war dies nur eine Übergangsnotlösung während der Renovierung, so ging es zu meiner eigenen Überraschung so problemlos, das ich dabei geblieben bin.

    Doch meiner Meinung nach lässt sich auch ein "rationaler Grund" für die Gemeinschaftshaltung finden: auch im Freileben treffen Vögel ja auf Vögel anderer Arten und Gattungen - sei es als Konkurrenten um Nahrung und Nistplätze, sei es einfach nur als
    Bewohner des gleichen Lebensraumes an einer Wasserstelle oder einer Futterquelle ohne Konkurrenz. Eine zwischenartliche Interaktion findet natürlich auch dort statt: die anderen werden geduldet, vertrieben etc.
    Auch in Menschenhand glaube ich, das die Vergesellschaftung mit Vögeln anderer Arten und Gattungen den Tieren zusätzliche Umweltreize verschaffen, sie zu höherer Aktivität veranlassen und so unter den richtigen Bedingungen die physische und psychische Gesundheit
    der Vögel fördern können. Selbstverständlich: unter den falschen Bedingungen kann auch das Gegenteil der Fall sein: Dauerstress und Verletzungen bis hin zu Todesfällen.

    Ob eine Gemeinschaftshaltung sinnvoll und machbar ist hängt also einmal von dem "Haltungssystem" ab, von dem zur Verfügung stehenden Raum und seiner quantitativen Besetzung sowie der Ausstattung mit Sitz- und Futterplätzen, zum anderen von den Arten und nicht zuletzt auch von den individuellen Charaktereigenschaften der Tiere.

    Aber inzwischen bin ich soweit, das, bevor man an eine Vergesellschaftung mit anderen Arten denkt, man erst die Möglichkeiten zur Schwarmvergrößerung ausloten sollte, d.h. zur Gemeinschaftshaltung mehrerer Vögel einer Art.
    Erst wenn man feststellt, das diese Möglichkeiten ausgeschöpft sind, sollte man an das Hinzusetzen weiterer Arten denken: dies ist bspw. bei besonders aggressiven Papageienarten gegeben, die eine Unverträglichkeit gegen Artgenossen besonders während der Brutzeit zeigen. Da kann der zur Verfügung stehende Raum für zwei Paare der gleichen Art zwar nicht ausreichen, durchaus aber für ein oder mehr Paare einer anderen Art, die nicht als Rivalen oder Konkurrenten wahrgenommen werden.
    In einem solchen Fall mag und kann die Gemeinschaftshaltung sinnvoll und vielleicht notwendig sein: es gibt die Theorie bezüglich des Gattenmordes bei Kakadus, das den Hähnen Feinde und Rivalen fehlen, so das die in der Brutzeit zur Verteidigung des Weibchens und des Nistplatzes notwendige gestiegene Aggressionspotential sich auf das Weibchen richtet, um wieder abgebaut werden zu können. Hier mag die Vergesellschaftung mit anderen Arten, die dadurch nicht unmittelbar gefährdet werden, den Hahn aber doch zum Abbau der Aggression verhelfen, sinnvoll sein.
     
  4. #3 Rüdiger, 4. Juni 2002
    Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Teil 2

    Na gut, zurück zum eigentlichen: der Gemeinschaftshaltung von Grauen mit anderen Papageienarten. Ich muss nochmals wiederholen, das es letztlich eine Frage der Raumgröße ist:
    Extrembeispiel Plantaria, Afrikafreiflugvoliere, in der etwa 10 Timneh- und Kongograue waren (bei der Zahl kann man mich verbessern), eine Anzahl Mohrenkopfpapageien und ein größerer Schwarm Agaporniden. In einer Voliere dieser Größe denke ich ist die Gemeinschaftshaltung recht problemlos.
    Gegenbeispiel mein Vogelwohnzimmer: hier ist eine wirkliche Gemeinschaftshaltung im engeren Sinne nicht möglich.

    Als ich noch zwei Graue hatte, habe ich den Freiflug von meinen beiden Mohren und den Sittichen/Agas aufgeteilt: meist morgens die Mohren, nachmittags die Sittiche und Agas.
    Aus dem anfänglich beaufsichtigten Freiflug wurde unbeaufsichtigter Freiflug, da ich den Eindruck gewonnen hatte, das nichts passiert (es ist auch nichts passiert).
    Nach und nach und auch als der dritte Graue, Henry, hinzukam, ging ich dazu über, den unbeschränkten unbeaufsichtigten Freiflug zu gewähren, die Sittiche und Agas bekamen weiterhin beschränkten Freiflug, d.h. sie kamen je nachdem mittags oder abends wieder in ihre Voliere zurück.
    Der unbeschränkte Freiflug für die Mohren blieb auch erhalten als ich zeitweise zwei weitere Mohren hier hatte (die von Conni übernommen wurden und dort ebenfalls eine zeitlang im Dauerfreiflug mit zwei Grauen gehalten wurden)
    Das änderte sich erst wieder mit dem Einzug von Elli, weil die sich anfänglich doch recht aggressiv gegenüber den Kleinen zeigte, so das es nur noch beaufsichtigten Freiflug gab.
    Mit der Eingewöhnung von Elli bin ich aber zu der Praxis des unbeaufsichtigten Dauerfreifluges für die Mohren zurückgekehrt, für die Sittiche/Agas gibt es aber weiterhin nur beaufsichtigten Dauerfreiflug.
    (BTW: Ich habe in der letzten Zeit noch mal darüber nachgedacht, was sich eigentlich geändert hat, das mir das Risiko eines unbeaufsichtigten Freifluges der kleinen zu groß geworden ist: sicherlich spielt da auch Ellis noch immer etwas aggressiveres Verhalten gegenüber den Kleinen eine Rolle, ebenso, das mit vier Grauen und der Mohrin Emma es für die Kleinen schwerer ist, einen "nicht besetzten" Sitz- und Landeplatz zu finden und sie deshalb dichter bei den Großen sitzen als früher. Hinzu kommt aber noch, das bei vier Vögeln häufiger mal ein Grauer auffliegt und die anderen Grauen ihn folgen, was in dem vergleichsweise kleinen Zimmer dann noch zusammen mit Mohrin Emma und sechs Sittichen bzw. Agas zu einem ziemlich Chaos führt)

    Nach wie vor ist es aber so, das der Freiflug Emmas mit den Grauen gut klappt, auch wenn mir anfänglich das Herz stehen blieb, wenn Emma ganz dicht an die Grauen herangehen wollte und sogar versuchte, ihnen Futter aus der Kralle zu klauen.
    Während Elli da immer noch Emma nicht so dicht an sich heranlässt und sie frühzeitig weghackt - auch wenn sie im Gegensatz zu früher keine Anstalten zu Attacken und Verfolgungen mehr macht - erweckt Charlie eher den Eindruck eines von seiner kleinen lästigen Schwester genervten großen Bruders: er lässt Emma sehr dicht bei sich sitzen, ehe er überhaupt reagiert und Emma gelingt es auch mal, ihm Futter aus der Kralle zu klauen.
    Alf und Henry stehen praktisch in der Mitte zwischen den Extremen Elli und Charlie.
    Emma ihrerseits weiß die Grauen auch genau zu unterscheiden: sie verfolgt Charlie regelgerecht und ahmt fast alles nach, was er ihr vormacht, besonders natürlich alle Unsitten wie Knöpfe abbeißen, Türen annagen etc..

    Insgesamt kann ich also sagen, das mir bei ausreichendem Raumangebot eine Gemeinschaftshaltung von Grauen und Mohren grundsätzlich möglich erscheint und Mohren meiner Ansicht nach auch zu Grauen passen, denn
    - sie stammen aus ähnlichen Lebensräumen und haben zwar nicht die gleichen, aber doch ähnliche Bedürfnisse hinsichtlich Raumklima und Ernährung;
    - Mohren verfügen meiner Meinung nach über ein größeres Aggressionspotential als der durchschnittliche Graue, sind also durchaus auch wehrhaft;
    - Sie sind wendiger und schneller als Graue und können ihnen daher recht problemlos ausweichen (allerdings erreichen sie auch Stellen, die Graue aufgrund ihrer Größe nicht erreichen können: ein grauensicheres Zimmer ist noch längst nicht mohrensicher!;))


    Bei dem Versuch eine Gemeinschaftshaltung sollte ein verantwortungsvoller Halter dennoch
    immer auch auf einen Fehlschlag vorbreitet sein und deshalb die Möglichkeit zur getrennten Unterbringung haben, insbesondere wegen der eigentlich nicht vorher abzuschätzenden individuellen Reaktion eines Vogels auf einen Papageien einer Art, aber auch wegen des
    vielleicht veränderten Verhaltens während der Brutstimmung, eine Erfahrung, die mir bislang noch fehlt. Ich schrieb ja bereits, das wir für solch einen Fall einen kleinen Raum zur getrennten Unterbringung der Vögel bereithalten. Genauso ist jederzeit ein Umzug der Agas in ihren alten Käfig möglich, wenn es doch nicht mehr klappen sollte mit den Wellis und Singern.

    Und noch ein Punkt: Hans, in Deinem konkreten Fall sprichst Du von dem Mohren als ein "Krüppel". Welche Behinderung hat denn der Vogel?
    Bei mir ist ja Mohrin Rufine ein Extremrupfer und daher inzwischen auch nicht mehr flugfähig. Andererseits ist sie extrem aggressiv auch gegenüber den Grauen und statt zurückweichen würde sie wohl eher angreifen.
    Man muss leider sagen: glücklicherweise verlässt sie den Käfig auch nicht mehr, denn sonst wäre die Dauerfreiflughaltung Emmas gefährdet, denn ich denke, mit Rufine unter diesen Umständen draußen zusammen mit den Grauen würde schief gehen.
    Die Behinderung könnte also durchaus ein Grund sein, von einer Gemeinschaftshaltung abzusehen.
     
  5. #4 hansklein, 4. Juni 2002
    hansklein

    hansklein Guest

    Hallo Rüdiger

    Also in meinem Fall hat der Mohr eine starke Behinderung, sprich Bruch des Flügels und kann nicht mehr fliegen.

    Die "!Besitzer!" machten es sich einfach und setzten ihn einfach vorm Tiergeschäft ab. Er ist sehr "liebesbedürftig" heisst wenn du reinkommst in seinen Raum möchte er sofort gekrault werden und kommt direkt angeklettert. Fliegen ist nie mehr für ihn.

    Ich weiss aus Mitleid sollte man nie so ein Tier aufnehmen, deswegen der Gedanke zu versuchen ihn einzugliedern und zu den Graupapa's zuzugesellen und dann noch nen Partner. Ich kann mir zeit lassen mit der Überlegung weil ich den Händler kenne, er überlässt seinem Schützling auch nicht jedem.

    Deswegen würde ich ja gerne wissen ob es überhaupt gut gehen kann Mohrenkopf mit Grauen zusammen zu halten. Wehren kann er sich ja nicht mehr so gross wenn sie ihn angriffen. Oder sollte man so nen Vogel besser nur einzeln und einsam halten?

    Liebe Grüsse

    Hans
     
  6. #5 Rüdiger, 4. Juni 2002
    Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin Hans!

    Meinem Beitrag entnehmen kannst Du, das es grundsätzlich gut gehen kann, ja weitergehend, das, wenn man eine Vergesellschaftung verschiedener Arten anstrebt, die Mohren für mich zu den mit am besten zu Grauen passenden Arten zählen.

    Allerdings ist die Flugunfähigkeit schon ein arges Problem, denn solch ein Vogel kann eben nicht mal schnell wegfliegen, wenn ein Grauer auf dem Kletterbaum nach ihm hackt. Im besten Falle fällt er zu Boden, im schlechtesten erwischt ihn der Graue (und dabei sollte man dem Grauen auch nicht unterstellen, das er den Mohren ernsthaft verletzen, sondern ihn eben nur weg haben wollte).

    Allerdings hängt es natürlich wesentlich von dem konkreten Verhalten ab, das der Mohr und Deine Grauen zeigen werden und das läßt sich leider nicht vorhersagen:
    wenn Du bspw. einen Kletterbaum für den Mohren aufstelltst, auf dem er den ganzen Tag rumturnt, den er aber nicht verläßt und wenn die Grauen an diesem Baum und dem Mohren kein Interesse zeigen - klar, dann ist es kein Problem.
    Wenn aber der Mohr auf Wanderschaft geht, zu den Grauen hinklettert oder umgekehrt die Grauen zu ihm fliegen, dann besteht schon ein großes Risiko für den Mohren.

    Die Frage ist wie Du Dir konkret das Zusammenhalten von Mohren und Grauen vorstellst: Gemeinschaftshaltung im beschriebenen engeren Sinne, also unbeaufsichtigter Dauerfreiflug in einem Raum oder einer Voliere oder zwei Volieren und nur beaufsichtigter Freiflug /-gang?
    Von einer Gemeinschaftshaltung im engeren Sinne rate ich bei einem flugunfähigen Vogel ab.

    Einzeln und einsam halten mußt Du ihn deshalb aber nicht: es kann durchaus einen passenden Mohrenpartner für ihn geben.
    Emma ist ja schließlich auch flugfähig und dennoch mit der flugunfähigen Rufine zusammen.
    Allerdings: ich persönlich sehe es in solchen Fällen tatsächlich als Vorteil an, wenn die Voliere nicht allzu groß ist, damit die Flugfähigkeit des einen nicht zu einer zu großen Dominanz führt.
    Auch finden sich besonders bei Auffangstationen oft Volieren mit flugunfähigen Vögeln - auch dieser Gedanke wäre zu verfolgen.
     
  7. Sybille

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    Hallo Hans,

    ich finde es gut, dass du dem kleinen Mohri helfen willst.

    Ich schließe mich auch den Ausführungen von Rüdiger an.

    Solltest du vor haben, die Grauen und die Mohren in getrennten Volieren zu halten und nur beaufsichtigten Freiflug zu gewähren, dürfte eigentlich nichts schief gehen. Du könntest so dem behinderten Mohri helfen, sollte er mal in die Enge getrieben werden.

    Ich selbst halte ja auch die Großen und die Wellis zusammen im Wohnzimmer.
    Die Wellis haben den ganzen Tag Freiflug und gehen höchstens mal zum Schlafen in die Käfige, aber das eher selten.
    Abends haben dann die Großen Freiflug.
    Meine Blaustirnamazone versucht immer wieder mal, die Wellis zu jagen. Der Vorteil der Wellis hierbei: Sie sind wendiger, schneller und haben Plätze zur Verfügung, an die sich die Amazone nicht getraut(Ficus, Hibiskus - sind für die Ama zu dünn).
    Die Amazone hat dadurch einen guten Abendsport, wird also zum Fliegen animiert.8)
    Den Grauen lassen die Kleinen kalt, er toleriert sie.

    Bis letzten Sommer hatte ich einen behinderten/flugunfähigen Welli.
    Hier gab es überhaupt keine Probleme, denn der Welli lief überwiegend nur auf den Welliplätzen herum, an die die Großen auch nicht kommen (zu wenig Platz zum Landen).

    Also ich denke, wenn du die Geier beim Freiflug beaufsichtigst, dürfte es eigentlich keine Probleme geben.

    Von einer gemeinsamen Haltung in einer Voliere oder einem unbeaufsichtigten Vogelzimmer mit Dauerfreiflug würde ich allerdings abraten.

    Natürlich weiß ich, dass Mohren nicht mit Wellis zu vergleichen sind.

    Schau dir doch auch noch mal den thread von Lanzelot an, wo er die Vergesellschaftung des Mohren mit der Amazone beschreibt (haste vielleicht schon gelesen).


    Liebe Grüße
    Sybille & die Geier
     
  8. Fuss

    Fuss Guest

    Konnte nicht alles lesen!

    Hallo du!


    Sorry konnte nicht alles lesen von rüdiger, da ich jetzt den arbeiten gehe, ich halte in einer gemeinschafts voliere die klein ist ( 4*4*2) halte ich 2 paar Halsbandsittiche, einen alten ( 15 Jahre) Mohrenkopf und einen 17 jahriger Lori, sioe haben natürlich nicht dass selbene Futter aber es get bei mir gut!
    Wollte einen 2 Mohrenkopf rein tun, dies Ging aber mit dem ersten Morhen nicht.....
    Gruss aus der Schweiz!
    Marc
     
  9. #8 Rüdiger, 5. Juni 2002
    Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Re: Konnte nicht alles lesen!


    Moin Du!;)

    Na, wer kann Dir das Verdenken! Ist auch ein persönlicher Rekord - das erste Mail, das ein Beitrag zu lang für ein Posting geworden ist! (wobei das meiste aber sowieso aus einem Entwurf für meine nichtexistierende Papageienseite stammt)

    Ich habe auch die Erfahrung gemacht, das eine Verpaarung von Mohren nicht einfach ist und sie kaum weniger wählerisch als z.B. Graupapageien sind. Nach dem Tod des Hahnes hat Rufine vier weitere Mohren zur Auswahl gehabt, nur mit Emma hat es geklappt, obwohl sie wie Rufine auch ein Weibchen ist.

    @Hans: Das ist natürlich auch ein Punkt, den Du Bedenken mußt, wenn Du Dich für die Aufnahme des Mohren entscheidest und auf Partnersuche gehst.
     
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  11. frivoe

    frivoe Stammmitglied

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    Gesellschaften

    Hallo Hans,

    habe schon öfter Vergesellschaftungen probiert ,vor längerer Zeit auch mal Mohrenköpfe mit den Grauen zusammengehalten. Die Gesellschaft bestand aus 2 Graupapageifamilien 11 Tiere und 2,2 Mohrenkopfpapageien.Probleme gab es erst, als die Grauen wieder in Brutstimmung kamen.

    Eine Vergesellschaftung 2,2 Graupapageien mit 2,2 Blaustirnamazonen scheiterte von Anfang an.Ebenso eine Vergesellschaftung 1,1 Graupapgeien mit 1,1 Schwarzohrpapageien und 1,1 Rostkappenpapageien.

    Interessanterweise klappte eine Vergesellschaftung 1,1 Graupapageien( Familienerbstücke uralt und sehr gutmütig) mit 2,2Goldflügelsittichen(ebenfalls sehr alt) und 1,1Blaukrönchen.

    Entscheidend bei solchen Gesellschaften ist wohl die Raumgröße und die Anzahl der Äste bzw. Sitzplätze.Auch den Charakter der einzelnen Individuen muss man bei solchen Versuchen berücksichtigen.

    Zur Zeit halte ich mit in einer Voliere 3 Graupapageien und eine Venezuelaamazone. Diese Tiere sind allerdings alles Einzeltiere (Hähne) die nicht verpaart sind. Hier nimmt eigentlich keiner so richtig Notiz von den anderen. Alle stammen aus Einzelhaltungen und verhalten sich relativ neutral zueinander.

    Schönen Gruß Fritz
     
  12. Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Hi,

    nun gebe ich auch meinen Senf dazu: Umständehalber mußte sich bei mir vorübergehend ein älterer männlicher Mohrenkopf zeitweise einen recht kleinen Käfig mit einem ebenfalls männlcihen Timneh teilen. Die beiden kamen nach anfänglicher kurzer Kabbelei sehr gut miteinander aus. Der Mohr war eindeutig der Boß. Irritiert hat den Timnerh nur, daß der Mohr sich immer mit ihm paaren wollte. Später, in artgleicher Gesellschaft besuchte der Timneh ab und an mal gern den Mohrenkpf. Dieser war dann aber sehr abweisend udn hat den Timneh verjagt.
    Fazit: Ich denke, es kann gut gehen. Das hohe Agressionspotential der Mohrenköpfe kann ein Problem werden. Wenn der Mohrenkopf aber behindert ist, stehen die Karten eher besser. Wenn er ein "echter" Mohrenkpf ist, wird er sich trotzdem problemlos gegen Graue behaupten, kann aber andererseits diese wegen seiner Behinderung nicht terrorisieren.
    Problematisch könnte nur das Aneinandergewöhnen sein. Besonders ältere Single Mohrenköpfe können da etwas eigen sein..


    Gruß

    Ingo
     
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Gemeinschaftshaltung: Mohren und Graue - geht das gut?

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