gemischte Diskussion... Aufzuchtsform, Zahmheit ect.pp

Diskutiere gemischte Diskussion... Aufzuchtsform, Zahmheit ect.pp im Plattschweifsittiche Forum im Bereich Sittiche; Moin, kurz vorweg.... da ja in einigen Themen Diskussionsbedarf besteht z.b. wie immer Aufzuchtsform, Zahmheit, usw. und ich nicht die Threads...

  1. #1 rettschneck, 7. November 2010
    rettschneck

    rettschneck Erfinderin des Chaos

    Dabei seit:
    3. Dezember 2007
    Beiträge:
    2.017
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    26725 Emden
    Moin, kurz vorweg....
    da ja in einigen Themen Diskussionsbedarf besteht z.b. wie immer Aufzuchtsform, Zahmheit, usw. und ich nicht die Threads der anderen dafür nutzen möchte können wir ja hier weiter diskutieren..... mal sehen wo hin und wie lange...... Ich freue mich auf eine nette Diskussion wo natürlich auch andere User und evtl. Themenbereich willkommen sind.....:zwinker:

    Anstoß für mich ist die ,,Ausufernde" :zwinker: Schreiberei in diesem Thread.....

    http://www.vogelforen.de/showthread.php?216786-Neues-Mitglied-braucht-dringend-Hilfe...&p=2296579#post2296579

    wo es da los geht kann jeder für sich nachlesen..... falls nicht schon gemacht.....

    nu gehts weiter.....

    @ Gandalf :D
    zu deinen fragen...... sorry fürs rüber zitieren in diesen thread.... aber so ist wenigsten ein wenig Zusammenhang vorhanden....

    ich nehmen noch mal kurz deine anfangs aussage....
    Das was ich da jetzt dick gemacht habe bezieht sich beim lesen auf Rosellas..... nicht auf allg. Vögel...... oder etwa nicht? Daher bezog sich diese Aussage nicht generell auf Plattschweife...

    Meine Meinung zum Thema HZ hab ich nicht ausführlich ausgebreitet..... das war die Kurzform....

    Wenn viele Züchter auf Mutationen stehen, wo du ja auch zugehörst, dann ist es ja eure Schuld das die ursprüngliche Farbvariante nämlich Wf. nach und nach verschwindet...... Ich selbst bin von Wf. begeistert und finde die Farbmutationen nicht gerade prickelnd. Ist es aber nicht eigentlich Aufgabe der Züchter auf Artenreinheit, Erhaltung der Wildfarbe ect. zu achten? Inzucht zu vermeiden? Die fragen die sich mir da stellen ist warum möchte man von der Wf. weg und Mutationsfarben züchten? reicht das natürliche nicht aus ? bringen sie mehr Geld wenn die farben aktueller sind?

    Diese Frage beantworte ich dir gern....
    Rein Wf. Ziegen findest du leider seeeehr wenige, da immer wieder Spalter auftreten..... Ziegen mit rein schwarzen Füßen ohne irgendwelche gelben federchen findest du ebenfalls sehr selten..... Habe mich damit auch mal einige Zeiten auseinander Gesetzt...... da ich selbst auch ,,wf" Ziegen hatte.....

    Das mag sein, kommt auch bestimmt mal vor..... aber ist nicht die Regel warum HZ betrieben wird......
    Die Regel ist doch eine ganze andere..... und die heißt KOHLE..... oder willst du mir jetzt weis machen das alle HZ oder auch nur ein Großteil davon wegen Unterversorgung der alten gemacht wurde bzw wird? Dat wird nichts.....
    Dann sind das nämlich verdammt viele Adulte Vögel die Ihre Jungen nicht aufziehen können oder vielleicht eher nicht ,,dürfen"....:~

    Das sie es nie lernen hab ich auch nicht behauptet...... aber welcher Züchter gibt denn die Chance auf ,,natürliche auslese" um den ,,lernerfolg" oder noch nicht erfahrenen Instinkt zu erfahren?
    Sprich welcher Züchter greift denn nicht ein wenn die jungen aus Unerfahrenheit der alten ( evtl. erste Brut) nicht adäquat versorgt werden? Die Aufzucht ist zwar ebenso wie die Paarung ein Instinkt, aber auch die Aufzucht will ,,gelernt" sein....
    Somit ist die Erfahrung auch wieder verloren......

    Da stimme ich dir zu...... zumindest was die Gruppenaufzucht betrifft......
    aber auch wenn sie kaum vorkommen, kommen sie vor.
    Was die Papageien betrifft, stimme ich dir vollkommen zu, ich hab hier ein paar ,,gestörte" ehemalige reisende sitzen......
     
  2. Anzeige

    Schau dir mal diese Ratgeber an. Dort wirst du bestimmt fündig!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2 gandalf10811, 8. November 2010
    gandalf10811

    gandalf10811 Foren-Guru

    Dabei seit:
    15. Oktober 2010
    Beiträge:
    591
    Zustimmungen:
    11
    Hallo!

    "mit anderer Art wählen" meinte ich keine Plattschweifsittiche. Ziegensittiche, Nymphen, Wellis, Loris werden wesentlich leichter zahm als Plattschweifsittiche.

    Nicht unbedingt. Es stellt sich die Frage, wenn ein Züchter keine Mutationen züchten würde, würde er dann alternativ wildfarbe züchten?! Oder würde er vielleicht dann gar nicht züchten? Wenn er anstelle von Mutationen dann wildfarbene Tiere züchten würde, dann stimmt die Aussage von dir, dass solche Züchter am verschwinden der Wf Schuld sind. Wenn er aber vielleicht dann gar nicht züchten würde, dann sind Mutationszüchter nicht daran schuld.

    Mutationszucht bedeuted nicht, dass man kreuzt oder Inzucht betreibt. Leider kreuzen manche Züchter um neue Farben zu erhalten. Das lehne ich ab, das ist keine Mutationszucht sondern Hybridzucht.

    Das sollte jedem Züchter selber überlassen sein. Aber Gott sei dank, gibt es Züchter, die ausschließlich Wf. züchten. Irgendwann werde ich vielleicht auch der Mutationszucht überdrüssig, und möchte Wf. züchten. Man liest öfter von Züchtern, die diesen Weg gehen.

    Es liegt nicht nur am Geld. Ich z.B. möchte einfach etwas neues, etwas, das nicht jeder hat, in der Voliere haben. Bei Pennanten, die ich überwiegend habe, sind Mutationen tatsächlich auch teurer. Aber das ist nicht immer der Fall, bei Ziegensittichen z.B. kostet gelb und gescheckt auch nicht mehr als wildfarbene Vögel.

    Ich habe die Frage mit den Ziegensittichen gestellt, weil du auf seltene Arten wie Spix, Hyazint etc. angespielt hast, und bei denen eingestanden hast, dass HZ vielleicht doch manchmal sinnvoll wäre.
    Ziegensittiche sind in der Natur hochgradig vom Aussterben bedroht. Bei dieser Art ist jede Wf. Nachzucht wichtig.

    Ich kann das nicht belegen. Du umgekehrt wohl auch nicht, oder hast du verlässliche Zahlen, die deine Thesen untermauern? Oder ist das, was du schreibst nur eine Vermutung, ein Gefühl von dir?
    Ich habe bisher einmal HZ gemacht, weil die Eltern die Vögel nicht richtig gefüttert haben. Eine Geldfrage war da nicht dabei, ich wollte die Jungen einfach nur nicht sterben sehen.

    Es gibt viele Züchter, die nicht eingreifen. Vielen ist der Aufwand zu hoch. Ich weiß nicht, welche Züchter in der Überzahl sind, die, die HZ betreiben, oder die, denen das zu viel "Arbeit" ist.
     
  4. #3 rettschneck, 8. November 2010
    rettschneck

    rettschneck Erfinderin des Chaos

    Dabei seit:
    3. Dezember 2007
    Beiträge:
    2.017
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    26725 Emden
    huhu,
    Schau doch einfach mal die Verkaufszahlen an...... Vergleiche mal die Tiere aus HZ und die Tiere aus NB, dann wirst du selbst feststellen das NB bestimmt nicht in der Überzahl ist....... Sprich eine NB zu finden ( ich meine jetzt bei den großen Papageien) ist wesentlich schwieriger als eine HZ.

    Was bringt eine rein Wf Nachzucht wenn diese nie in ihr Heimatland kommen wird ?
    Wo wir wieder beim Problem sind rein Wf Ziegen zu finden...... und warum findet man keine mehr ? weil munter gemischt wurde und wird...... und nun mal so langsam auffällt das die reine Wf fast verschwunden ist.......

    Zu den Ziegennachzuchten in Wf...... Wenn es schon so so verdammt schwer ist ein Ziegenpaar welche Blutsfremd, und rein Wf ist und rein Wf vererbend ist, dann glaub ich schon das es sinnvoll wäre eine Hz zu tätigen. Da es aber fast nur noch Spalter auf dem Markt gibt, die dann zwar Grüne junge bekommen, aber nicht rein Wf sind.....da irgendwo ein gelbes federchen sitzt oder aber die Füße gescheckt sind.......


    lg
     
  5. #4 gandalf10811, 8. November 2010
    gandalf10811

    gandalf10811 Foren-Guru

    Dabei seit:
    15. Oktober 2010
    Beiträge:
    591
    Zustimmungen:
    11
    Also ich finde nicht, dass so viele Handaufzuchten angeboten werden. Ich muss aber zugeben, dass ich mich selten nach größeren Papageien umsehe. Bei Pennanten wird ganz ganz selten eine Handaufzucht angeboten.

    Dass nie eine Nachzucht im Heimatland ankommt dazu kann aber der Mutationszüchter nichts. Ein Züchter, der wildf. zieht, auch nicht. Ein einzelner Züchter kann da gar nichts machen. Da müsste ein Erhaltungszuchtprogramm eingeführt werden, bei dem sich mehrere Züchter, auch über verschiedene Länder hinweg, beteiligen.

    Man kann eine Mutationszucht auch rückgängig machen, man kann durch Selektionszucht, die Wahrscheinlichkeit, dass die Vögel Spalterbig sind, immer weiter verringern. Diese Vögel könnte man dann auch auswildern.
    Selbst wenn dann in der Natur mal eine Mutationsvogel fällt, wäre das nicht so schlimm. Sowas kommt auch so immer wieder mal vor.
     
  6. Hobbit

    Hobbit Hauptsache Federn!! :-)

    Dabei seit:
    25. Juli 2006
    Beiträge:
    1.762
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Köln
    Oha- was für ein Thema!


    Ich greife hier mal die Handaufzuchten auf.

    Es ist doch so: manche Menschen möchten einfach gerne Vögel, die zahm und anhänglich sind (ich sage das jetzt ohne jegliche Bewertung).
    Handaufzuchten sind dafür bekannt dass sie, da ja teilweise auf den Menschen sositiv geprägt, eben genauso sind.

    Die Gegenfrage vielmehr das Gegenargument ist stets dass Naturbruten ebenso zahm werden können wenn man sich nur genug mit ihnen beschäftigt.

    Um das belegen oder widerlegen zu können bräuchte man Untersuchungsergebnisse.


    Es gibt in der Tat nicht soviele Handaufzuchten wie allgemein angenommen.
    Ich habe mal in meiner Umgebung nach Nymphensittichhandaufzuchten gesucht und das nächste nähere ist fast 60km entfernt.

    Hinzu kommt dass viele zahmen Naturbruten ja auch als Handaufzuchten verkauft werden.
    Lässt man diese Schummler mal außer acht und bezieht sich wirklch auf die echten Handaufzuchten, wirds rar.

    Bei Großpapageien sieht das wahrscheinlch wieder anderes aus, aber da kann ich nichts zu sagen weil ich da nie nach gesucht habe.

    Handaufzuchten die mit Geschwistern aufgezogen wurden sind in der Tat ebenso zuchttauglich wie Naturbruten.

    Ein weiterer Kritikpunkt völlig unabhängig von Zahmheit oder nicht Zahmheit ist die Gesundheit- viele kritisieren dass Handaufzuchten generell weniger gesund und fit seien als Naturbruten.

    Auch hier bräuchte man Untersuchungen.....

    Der nächste kritische Punkt ist die Mutationszucht.

    Wie soll ich es ausdrücken dass es nicht missverstanden wird....

    Seit der Mensch angefangen hat Tiere zu domestizieren, werden Tiere auch verändert, dem Menschen und seinen Wünschen angepasst.

    Inwieweit das ethisch vertretbar ist ist eine ewige Diskussion und kann letzendlich nur von jedem selbst entschieden werden.

    Fakt ist: jegliche Mutationen landen als Haustiere bei irgendwelchen Menschen und nicht in der Natur.

    Gäbe es spezielle Auswilderungsstationen für bestimmte Arten, ist es natürlich logisch dort auch nur die Wildform nachzuziehen.
    Blöde nur wenn bis dahin keine Wildform mehr da ist, da gebe ich euch recht.

    Die Frage ist eben ob es jeweils soweit kommen wird, dass es nur noch Mutationen und keine Wildformen mehr geben wird.

    Wenn man wüsste dass die Wildlform immer in irgendwelchen Populationen bestehen bleiben wird neben dem ein oder anderen Mutanten, dann sähe ich kein Problem mit Mutationszuchten, ob nun gewollt oder zufällig.

    Aber auch hierfür bräuchte man Untersuchungen!


    Der Hund ist das beste Beispiel für die wohl forteschrittenste Stufe der Domestikation.
    Und ich glaube, dass die Vögel sich langsam aber sicher auch dieser krassen Veränderung nähern, es gibt jetzt schon die ersten Größenunterschiede zwischen Wildformen und Haustieren, es gibt jetzt schon Farbmutationen.
    Es gibt jetzt schon Papageien die in die Richtung tendieren sich eher dem Menschen anzuschleßen als Artgenossen- dies war vor langer, langer Zeit einer der ersten Schritte vom Wolf zum Hund!
    Aber auch hier fehlen Untersuchungen- und die sind nur dann aussagekräftig wenn es sich wirklich um solche Vögel handelt die immer die Auswahl zwischen Artgenossen und Menschen haben.

    Wird es irgendwann Papageien geben die generell eher den Menschenkontakt suchen als den Kontakt zu Artgenossen- genauso wie kleine Hundewelpen im Vergleich zu Wolfwelpen?

    Vorstellbar wäre es.

    Bei Kaninchen zum Beispiel treten schon jetzt häufiger solche "Einzeltiere" auf als früher- und das trotz artgerechter Haltung in Gruppen.

    "Haustiere" sind eben vom Menschen für den Menschen verändert....ob man solche Entwicklungen überhaupt aufhälten kann ist fraglich.
     
  7. dustybird

    dustybird Foren-Guru

    Dabei seit:
    1. September 2007
    Beiträge:
    2.194
    Zustimmungen:
    23
    Ort:
    Australien Cairns Queensland
    G'day bird mates! Ich hatte über 4o Volieren mit Australischen Sittichen und auch Kakadus. Meine Volieren waren 6-7 meter lang 1,5o breit und 2 meter hoch. Wenn ich zum füttern oder auch zum säubern in die Volieren gegangen bin (oder auch meine Frau oder Sohn) haben immer einen weißen Kittel angehabt. So haben die Vögel sich sehr schnell daran gewöhnt und kamen schon einmal auf die Schulter geflogen oder auch auf den Kopf , wo ich diese immer mit leckereien z.b. Kolbenhirse aus der Hand gefüttert habe. Man sollte aber nicht mit hektik in die Volieren gehen , die Vögel merken dies sofort. Meine ganzen Vögel waren ruhig und auch sehr zahm. Nun bin ich öfters in Australien unterwegs zum (birdwatching) Vogelbeobachten im outback mit Vogelfreunden. Diese sind dann immer wieder begeistert wie zahm auch Vögel in der Freiheit sind. Zeige hier ein Bild in der Nähe von Brisbane.
     

    Anhänge:

  8. Anzeige

    schau mal hier [hier klicken]. Bestimmt findest du dort etwas feines.
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
Thema:

gemischte Diskussion... Aufzuchtsform, Zahmheit ect.pp