Geringe Gelegegröße

Diskutiere Geringe Gelegegröße im Zebrafinken Forum im Bereich Prachtfinken; Hallo! Ich habe wieder eine 2nd Hand Problem, dass nicht meine Vögel betrifft. Wollte gerne helfen, aber mir fällt nichts mehr ein. Ein...

  1. #1 Elentari, 21.11.2020
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    Hallo!

    Ich habe wieder eine 2nd Hand Problem, dass nicht meine Vögel betrifft. Wollte gerne helfen, aber mir fällt nichts mehr ein.

    Ein Bekannter von mir, den ich nur online kenne, hält einige Paare Zebrafinken in einer Voliere, Grundfäche mehrere Quadratmeter. Ganzjährig draußen (anderes Klima als in Europa) traumhaft viel Sonne. Futter sah für mich nicht auffällig aus, ganz normales Exotenfutter. Verschiedene Nistgelegenheiten, sowohl Kästen als auch Körbchen.
    Er füttert auch Eifutter und Grit. Die Vögel sind (zumindest laut Bildern und Videos) in Top Kondition, leuchtende Augen, glattes Gefieder.
    Die haben top Lebensbedingungen.

    Jetzt zum Problem. Er hat immer nur Minigelege. Nie mehr als 4 Eier, meist nur 3. Die sind normal groß, befruchtet und schlüpfen, aber meist überleben nur zwei Jungvögel nach dem Ausfliegen. Er hat keine argen Streitereien beobachtet und die Jungvögel werden auch gefüttert. Es gibt keine kränklichen Vögel und keine Todesfälle unter den Erwachsenen.

    Ich habe noch nie ein Gelege mit nur 3 Eiern gesehen, das ist ausgesprochen ungewöhnlich.

    Mir ist kein offensichtlicher Fehler aufgefallen, den er machen könnte, dass er nur so wenig Nachwuchs hat.
    Die naheliegendste Idee wären Revierstreitigkeiten, aber die Voliere ist sehr groß und warum sollte das Einfluß auf die Gelegegröße haben?
    Mangelnde genetische Vielfalt wäre auch noch eine Möglichkeit, aber doch nicht bei allen Paaren.

    Vielleicht fällt euch noch etwas ein.

    Liebe Grüße
     
  2. #2 Gast 20000, 21.11.2020
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    1. Alter der Tiere?
    2. Wie viele Paare auf wieviel m².
    3. Schutz der Voliere gegen Wettereinflüsse,
    4. Naturboden oder Beton/Waschbeton
    5. Verwandtschaftsgrad der Tiere.
    Bevor man jemanden berät, sollte man alle benötigten Informationen haben.
     
  3. #3 Elentari, 21.11.2020
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    Ich frag ihn mal
     
  4. #4 Elentari, 22.11.2020
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    Also...

    Eine Voliere 3m lang, 1m breit. 10 Paare
    Ein Käfig 1m lang, 1m breit, 1,5m hoch. 2 Paare

    Voliere und Käfig sind überdacht, sieht aus wie unter einem Carport. Eine Volierenseite ist mit Plastikfolie abgedeckt - Regenschutz.
    Käfig hat normale Streuschublade, Voliere hat Naturboden. Die Hinterseite der Voliere ist eine unverputzte Wand.

    Tiere sind aller Wahrscheinlichkeit nicht verwandt, da er viel rumkommt und in verschiedenen Landesteilen kauft.

    Er hat mir einige Videos geschickt und ich habe schon ein paar Probleme ausgemacht.
    Die Nistgelegenheiten sind zu knapp beisammen und der Boden der Voliere ist übelst dreckig.
    Er meint er putzt einmal im Monat, sieht aber aus als hätte den Boden noch nie wer geputzt. Die Nistkästen scheint er auch noch nie gereinigt zu haben.
    Ich weiß nicht was, ich zum Naturboden sagen soll, wirklich ideal ist das allgemein nicht, oder? Die unverputzte Wand begeistert mich auch nicht.

    Wasser und Futter sind zumindest erhöht am Gitter gebracht und sauber.
    Die Vögel sehen tatsächlich trotz der zu dreckigen Umgebung aus wie aus dem Ei gepellt.

    Bitte keine überflüssigen Diskussionen zu deutschen Tierschutzgesetzen, er lebt in Israel.

    Ich hab ihm gesagt, dass er mehr putzen muss, die Nistkästen zu nahe zusammen sind und er keine 2 Paare zur Zucht in einem Käfig halten kann. Außerdem hat er keine Schleuse und schon ein paar Vögel verloren.

    Er ist jung und bereit und willig zu lernen und Sachen zu verbessern, er hat gerade mal ein Jahr Zebrafinken.
    Noch Vorschläge?
     
  5. #5 Gast 20000, 22.11.2020
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    Fangen wir doch bei den Brutvorbereitungen an.....?

    Aber grundsätzlich ist zu sagen, das sie einzeln (Paar) gezüchtet werden sollten.
    Mir war es nie möglich 2 Paare in einer Voliere von 2,5m³ zur erfolgreichen Brut zu bringen.
    Es gab Kämpfe bis Blut. Also Boxenzucht...auch einzeln. Dann aber immer 4-6JV.
    Mein Vereinskollege hatte an die 500 ZF in den Jahren 1990 bis Anfang 2000 in allen Mutationen von Maske bis zum Blackface. Versuchte den schwarzen ZF zu züchten über Mutationskombinationen von Schwarzbrust-Blackface und Schwarzwange
    Volieren ..nur ein Paar, aber auch 50 Zuchtboxen und dann auch paarweise.

    Naturböden..Gefahr durch ..Oozysten, Wurmeier..etc.

    Jungensterblichkeit: Salmonellen, Mykoplasmen, E-Coli..... Kokzidiose, Nematoden, Milben.
    Verpaarungen untereinander: Pastell, Blackface, Haube, Wange,
    Fütterung während der Jungenaufzucht...vom Keimfutter über tierisches Eiweiß bis zur Gurke.
    Niedrige Eizahlen können für mich Streß, aber auch ein Mangel an Proteinen bedeuten.
    Gruß
    PS wenn er schreibt, das er nur Gelege von 3 Eiern hat und dann noch maximal 2 JV die ausfliegen, sterben also auch JV. Sicher wird eine 5 jährige Henne, die seit Jahren in der Zuchtvoliere sitzt, keine 6 oder7 Eier mehr legen. Hast du ihn dann schon mal nach einer Brutpause gefragt, die im Jahr min. 5 Monate betragen sollte?
     
  6. #6 Elentari, 22.11.2020
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    Er hat gar keine Zebrafinken mit dominanten Mutationen, das problem fällt somit weg.
    Die Tiere sind alle jung 1,5 bis 2 Jahre alt.
    Die Jungvögel versterben wenn dann im ersten Monat nach dem Ausfliegen. Nicht im Nest und später auch nicht mehr.
    Nach einer Brutpause habe ich noch nicht gefragt, aber ich tippe mal auf Nein. Er hat sie auch noch nicht so lang.
    Quarantäne macht er bisher nicht und er war auch ganz überrascht, als ich danach gefragt habe.
    Das ist ein allgemeines Problem, das ich bei vielen Haltern und selbt erfahrenen Züchtern beobachte, die unterschätzen welche Probleme man sich damit aufhalsen kann.
    Das hat sich noch nicht überall herumgesprochen.
     
  7. #7 Gast 20000, 22.11.2020
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    Das Problem ist so alt wie die Vogelhaltung.
    Wenn es sich aber um besonders teure Vögel handelt, ist es plötzlich selbstverständlich.
    Fest steht, daß die Voliere mit 10 Paaren absolut überbesetzt ist. Das sind 20 Vögel. Und bringen die in einer Brut nur 2 Jv , so sind am Ende der 1. Brut 40 Vögel auf 3m².
    Das gibt durch die Enge großen Streß.
    Ist aber die viel verbreitete Meinung, daß wenn man viele JV haben möchte, die Unterbringung mit vielen Paaren besetzt.
    Umgekehrt wird ein Schuh draus. Vielleicht hilft es ja wenn der Boden abgegraben wird, darin wird sich nämlich allerhand an Oozysten und Wurmeiern befinden.
    Daher ja auch Waschbeton oder Beton die beste Lösung, da sich solche Böden recht schnell und gründlich mit einem Hochdruckreiniger säubern lassen.
    Ich denke das analog zur Unterbringung noch andere Baustellen vorhanden sind.
    Gruß
     
    Elentari gefällt das.
  8. #8 Elentari, 22.11.2020
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    Danke. Damit kann man schon einiges anfangen.
     
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