"Geschwür" am Kanarihintern

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  1. Cat

    Cat Guest

    Hallo!
    Eine meiner Kanarienhennen hatte eine Zeitlang links und rechts am Hintern so gelbe, verklebte, harte Dinger, die immer größer wurden. Es ging direkt nachder Mauser los. Eines Tages ist einer dieser Poller imBadewasser geschwommen, er war ziemlich hart, ich hab nicht genau geschaut, ob irgendwas drin ist. An dieser Seite wachsend ie Federn jetzt ganz normal. Der andere ist weiter größer geworden und ist jeztt etwa anderthalb Zentimeter im Durchmesser. Er hängt direkt an der Haut, die an dieser Stelle ziemlich gerötet ist. Ich dacht eine Zeitlang,daß er auch wie der andere abfallen würde, ist er aber nicht.... ich werde jetzt mal zum Tierarzt gehen, obwohl ich ihr das eigentlich ersparen wollte.
    Habt ihr eine Ahnung, was das sein könnte, bzw. wie man das Ding wegmachen könnte? so verhält sie sich ganz normal, ist eigentlich die agilste in der ganzen Voliere...
    Danke!
     
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  3. #2 Mephisto, 5. Juni 2001
    Mephisto

    Mephisto Guest

    Hallo Cat,

    Du hast schon auf jeden Fall den richtigen Weg gewählt.

    Da kann Dir ein Tierarzt besser helfen.

    Es könnte sich bei deiner Kanarienhenne um Lipome handeln.
    Lipome sind Fetttumore,die dann von einem Tierarzt entfernt werden können.

    Gute Besserung deiner Kanarienhenne !
     
  4. Cat

    Cat Guest

    Hallo!
    Danke für die schnelle Antwort! Das Komische ist, daß es kein richtiges Geschwür, also irgendwie unter der Haut, ist. Es ist eher so aus verklumptem Zeug, und wirklich hart, das habe ich ja bei dem abgefallenen Teil gesehen...naja, mittlerweile tut es mir leid, daß ich so lange mit dem TA-Besuch gewartet habe. Ich hoffe, er will sie nicht gleich einschläfern....
     
  5. #4 Mephisto, 5. Juni 2001
    Mephisto

    Mephisto Guest

    Hallo Cat,

    So schlimm,wird es nicht sein,denn der kleine ist doch noch sehr munter, und hat auch keine Schmerzen.
     
  6. moose

    moose verstorben 06.04.2011

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    mach Dir nicht allzugroße Sorgen!

    Hallo Cat!

    Ich glaube, Du brauchst keine Angst zu haben, daß der Tierarzt Deinen Vogel gleich einschläfern will.

    Dafür gibt es ja keinen Grund, denn wie Du sagst, ist der Vogel munter und fidel. :)

    Warte doch erst mal, was der Tierarzt sagt. Vielleicht ist es was ganz harmloses.

    Viel Glück!

    Halte uns auf dem Laufenden!
     
  7. Cat

    Cat Guest

    stimmt schon, aber ich hab eigentlich immer Bammel, wenn ich nicht wegen Routinesachen (Krallenschneiden, Katze impfen oder so) zum Tierarzt muß....naja, wir werden sehen! Ich wollte das halt dann doch nicht selber abmachen, weil es ziemlich fest an der Haut klebt....
    Was genau macht denn der Tierarzt, um z.B. eine verstopfte Bürzeldrüse, oder ein Lipom zu entfernen?
     
  8. moose

    moose verstorben 06.04.2011

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    Hallo Cat!

    Ja, die Angst kenne ich. Mir geht es jedes mal genau so, wenn ich einen meiner Kleinen zum TA bringen muß, egal wegen was...

    Ich kann Dir leider nicht sagen, was genau der TA in einem solchen Fall macht, aber eins steht fest: er wird dem Vogel bestimmt nicht weh tun, und wenn es operativ entfernt werden muß, wird der Vogel so betäubt, daß er nichts spürt.

    Deine Entscheidung, nicht selbst "rumzudoktorn" finde ich gut, denn in solchen Fällen ist Vorsicht besser als Nachsicht!

    Also, Kopf hoch!
     
  9. #8 Mephisto, 5. Juni 2001
    Mephisto

    Mephisto Guest

    Hallo Cat,

    Ein Lipom wird operativ entfernt.
    Sollte es sich um eine Verstopfung der Burzeldrüse handeln,kann der Tierarzt durch Massage das Fett entleeren.

    Aber keine Panik,es wird schon alles gut gehen.
     
  10. #9 die Mösch, 5. Juni 2001
    die Mösch

    die Mösch Guest

    Hallo Cat,

    es könnte sich auch um Federzysten (auch Lumps genannt) handeln.

    Dabei durchbrechen neue Federn nicht die Haut sondern "knubbeln" sich unter der Haut zu einer trockenen, miteinander verklumpten, etwas bröseligen Masse. Je nachdem wie tief sie sitzen, können sie selber abbrechen ansonsten muss das vom Tierarzt geöffnet werden. Das hört sich aber schlimmer an als es ist.
    Mein Kanarienvogel hatte sowas unter dem Auge. Der TA hatte es prima rausgeholt, desinfiziert und am nächsten Tag war alles ok.

    Diese Lumps treten oft bei Kanarien mit "weichem" Gefieder auf und können immer wieder auftreten.

    Vielleicht kannst Du uns ja das Ergebnis der Untersuchung einmal mitteilen.
     
  11. KarinD

    KarinD Guest

    Federbalgzyste

    Hallo Cat,
    denke, daß Ulrike mit ihrer Vermutung richtig liegt. Bei einer Federbalgzyste kann die wachsende Feder die Haut nicht durchbohren und rollt sich innerhalb des Follikels zu einer Spule auf. Um diese Spule bildet sich ein käsiges, krümeliges Sekret. Parallel ist oft die angrenzende Haut entzündet. Die Entfernung dieser Zysten sollten nur von einem fachkundigen TA durchgeführt werden, da es unter Umständen zu stärkeren Blutungen kommen kann.
    Die Zysten können, wie bereits beschrieben, immer wieder auftreten; gerade Kanarienvögel sind hierfür recht anfällig. Ab einer bestimmten Größe sollten diese Follikelzysten auch entfernt werden, da es beim Abreißen duch Klettern oder sonstige Bewegungen zu sehr starken Blutungen kommen kann.
    Deine Entscheidung zum TA zu gehen ist also vollkommen richtig. Bei einem guten TA ist dieser Eingriff schnell erledigt ... die Zyste wird ausgeräumt, u.U. wird der Vogel narkotisiert.

    (Quelle: Ziervogelkrankheiten von Doris Quinten; Ulmer Verlag)

    Wünsche Deinem Vögelchen gute Besserung und drücke Dir die Daumen!
     
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  13. Cat

    Cat Guest

    so, es ist vorbei!

    Hallo!
    Also, ich hab gerade die Beiträge zu den Federbalgzysten gelesen. Sind die dann unter der Haut, oder draußen?
    Naja, ich war eben gestern beim TA, der hat gemeint, er hätte so was noch nie gsehen, und hat dann so dran rumgepult (dadurch, daß es so trocken war, und nicht unter der Huat und sie auch gar nicht dran rumgemacht hat, hat er einen Tumor ausgeschlossen). Naja, da ist dann ein bißchen was abgebröselt. Er hat gemeint, es wären verklebte Federn, die mit Holzstaub (ich hab v.a. Buchenholzgranulat als Einstreu in der Voliere) und Speichel und was weiß ich so verklumpt wären. Als er es weiter zerbröckeln wollte, ist es auf einmal abgegangen. Es war wohl doch irgendwie an Federn, es warennämlich so in etwa fünf blutige Federkiele am Ende. Es war dann schon eine blutige Wunde an der Stelle, die hat der TA dann desinfiziert, und es hat auch nicht besonders geblutet....naja, der Tieri hat gemeint, ich soll ihnen nur noch Sand als Einstreu geben, dann sollte das nicht mehr vorkommen. Was meint ihr?
    Naja, ich hab noch nie so eine Federbalgzyste gesehen, aber das "Ding" bei meiner Leila war gelb( wie sie auch), trocken, und nicht unter der Haut. Das komische ist, aß eines einfach von selber abgefallen ist, das hatte dann auch keinen blutigen Zipfel oder so, wie das Dinge gsestern..
    Wie auchimmer, ich bin froh, daß es weg ist, und vielen Dank fürs Mutmachen!
    cat
     
  14. #12 die Mösch, 6. Juni 2001
    die Mösch

    die Mösch Guest

    Hallo Cat,

    na prima, dass es nichts Schlimmeres war!
    Übrigens: Dass Du jetzt Sand als Einstreu nehmen sollst ist meiner Meinung nach Quatsch. Bleib ruhig bei dem Buchenholzgranulat.
    Ich hatte damals meinen Caruso nach der "Operation" für den Rest des Tages und die Nacht ohne Streu nur mit Küchenpapier als Bodenbelag in seinem Käfig gelassen, damit kein Staub in seine Wunde kam. Am nächsten Tag kam er wieder zu seinem Partner in die normale Voliere mit Buchenholzgranulat.

    Also weiterhin alles Gute mit Deiner "Spechtin".
     
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