Ginny beim Getröstetwerden

Diskutiere Ginny beim Getröstetwerden im Forum Amazonen im Bereich Papageien - Heute morgen beim Krallenschneiden ist viel Blut geflossen. Zeit zum Trösten :trost: Ist aber schon wieder alles gut :freude:
Liebe Evy,
auch mich begeistert dieser hellwache Blick von Ginny immer wieder. Sie ist etwas ganz Besonderes.

Toitoitoi weiterhin <3
 
Auch von mir weiterhin viel Kraft Euch beiden. Daumen bleiben gedrückt!
 
Den Worten von Amazona möchte ich anschließen....weiterhin alles alles Gute für Euch und die süße Maus.
 
Ich habe grade nicht viel zu erzählen. Aber es gibt ein süßes Bild :)

Es geht weiter ohne große Veränderungen. Seit 1 Woche bekommt Ginny zu ihren B-Vitaminen und Aminosäuren nun eine Teemischung. Die bekomme ich morgens ganz gut in sie rein, indem ich den Tee löffelweise mit gerösteten Kernen drin anbiete. Mit den Kernen schwappt dann immer auch etwas Tee mit rein.
Abends habe ich das bisher nicht so gemacht, fange es aber jetzt an in der Hoffnung, dass sie dann vielleicht ruhigere Nächte hat. In den Nächten wird gezuckt und gezupft... Es gibt auch ruhige Nächte, aber man kann nicht sagen, warum einmal so und ein anderes Mal wieder anders, es gibt auch keinen Trigger.
Chico ist sehr lieb zu ihr. Sie ist seit ihrer Krankheit trotz temporärer Nervosität ruhiger, veränderter und sie schreit lange nicht mehr so wie früher. Das ist das einzig Angenehme an dem Ganzen.Ginny 211025.jpg
 
Wir kommen gerade aus Karlsruhe.
Die letzten 3-4 Tage ging es Ginny immer ein kleines Stück schlechter mit ihren Zuckungen, dann waren sie nur noch nachts und dann die ganze Zeit wieder da. Heute ist es eskaliert. Sie war hypernervös, zuckte und hüpfte planlos umher, zupfte sich panisch und schrie. Jeder Versuch, ihr ein Medikament zu geben, scheiterte.
Das mit anzusehen, macht einen selber krank.
Wir riefen noch morgens in der Klinik an und konnten sie heute Mittag hinbringen. Dort ließ ich diesmal Hautproben nehmen, um auf Hautpilz zu testen, Blut, um die Entzündungswerte zu sehen, außerdem bekam sie wieder das Hormon Lupron, ein Antimilbenmittel und ein Schmerzmittel.
Die Endoskopie, vor der ich mich lange gedrückt habe, ließen wir heute auch durchführen. Das Ergebnis ist, dass alles in Ordnung ist. Alle Organe so, wie sie sein sollen. So wie im Röntgenbild auch. Da manche Leberkrankheiten nicht unbedingt sichtbar sind, wurde eine kleine Probe entnommen und eingeschickt. Und zum vierten Mal wird auf Borna untersucht.
 
Bei meiner Coco wurde vor fast 2 Jahren ebenfalls eine Endoskopie gemacht und außer einer leicht vergrößerten Leber und Arteriosklerose kam nicht viel dabei heraus. Dafür bekam sie dann Silymarin und ein Medikament gegen Arteriosklerose. Nächsten Monat sind drei Jahre voll, seit sie ihr Ei gelegt hat und zwei Monate später ging das mit dem Zappeln los. Als nächstes folgte dann das Ausrupfen oder Abbeißen der Federn an den Beinen, am Unterbauch und über dem Schwanz. Außerdem biss sie sich die Unterschenkel blutig, so dass ich sie über ein Jahr lang täglich mit Bepanthen einsalben musste. Das Zappeln wurde auch tageszeitabhängig, verschlimmert nachmittags und abends. Und sie konnte nachts nicht mehr richtig schlafen, hing teilweise nachts kopfüber am Gitter und stützte den Kopf am Boden ab. Erst dieses Jahr begann dann der kontinuierliche Gewichtsverlust, obwohl sie Heißhunger auf alles hatte, nur nicht auf Körner. Und dann folgte das Erbrechen wenn sie ihre Leibspeisen verschlungen hat, z.B. Rührei, Nudeln oder Kartoffeln.
Ihre Zuckungen ließen in den letzten Monaten nach, ihre offenen Beine heilten ab und es wuchsen teilweise neue Federn, so dass ich in der irrigen Hoffnung war, sie würde ihre Krankheit über die Zeit alleine in den Griff bekommen. Was leider ein absoluter Trugschluss war. Coco war übrigens eine sehr gute Schauspielerin, die bei Beobachtung so tat als ob sie fressen würde. In Wirklichkeit hat sie das meiste Futter nur umgedreht, aus dem Napf geworfen oder zerbröselt.

Medikamente einflößen ist bei allen Vögeln ein Problem. Ich habe das so gelöst, dass sie ihre Medikamente in Obst, in Tee oder in Keksen bekommen hat. zum Glück wollte sie ja immer morgens und abends mit mir Tee trinken und da immer ca. 2-3 Teeloffel voll.

Ginny ist so wie es ausschaut noch früh dran, also etwa im Stadium in dem Coco im Februar 2023 war. Und möglicherweise sieht man in diesem Stadium tatsächlich noch keine gravierenden Organveränderungen. Hast Du ihre Gewichtsentwicklung verfolgt? Sowie sie merklich an Gewicht verliert ist Alarmstufe Rot.
Coco hatte ursprünglich immer Horror vor dem Wiegen, also musste sie dazu in eine große Tupperbox. Aber in den letzten Monaten hatte sie sich an die Waage gewöhnt und stieg freiwillig drauf, sobald ich sie auf den Tisch stellte.

Ich hoffe, in der Klinik treffen sie die richtige Diagnose und können Deiner Ginny helfen. Karlsruhe war auch die erste Adresse, zu der Frau Dr. Wüst Coco schicken wollte, aber für mich war das einfach zu weit und nicht machbar. Daher kam als Nummer zwei dann Augsburg zum Zuge.

Gruß Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
Vieles von dem, was Du schreibst, erleben wir hier 1 zu 1 mit Ginny auch. Danke für Deine Ausführungen, Gerd.

Ich frage mich, wie Du das nahezu drei Jahre ausgehalten hast. Ich kriege Magenschmerzen, wenn ich an die schlimmen Momente denke und daran, was noch kommen könnte. Es ist unerträglich, sein Tier leiden zu sehen. Ich werde die in Karlsruhe am Montag löchern, damit sie mir etwas mitgeben, was ich im Notfall dem armen Vogel geben kann. Bloß wie... während dieser Anfälle hat sie Schmerzen und ist verständlicherweise aggressiv, nimmt gar nichts an.

Heißhungerattacken hat Ginny auch, immer dann, wenn es ihr gut geht. Früher war ihr das Essen nie so wichtig, jetzt überfällt sie einen fast, wenn sie etwas haben will und schaufelt dann so viel in sich hinein, dass man Angst hat, der Kropf platzt. Erbrechen muss sie zum Glück nicht, die Verdauung funktioniert, der Kot sieht gut aus.
Sie hat um die 320-330 g Gewicht und das hält sie seit Jahren. Wenn es ihr aber schlecht geht, frisst und trinkt sie nicht, dann sind es 20 g weniger.

Wir müssen abwarten, was die weiteren Tests ergeben. Vielleicht sind auch die Ergebnisse Deiner Tests bald da und geben auch Aufschluss. Die beiden Vögel hatten so viel gemeinsam.
 
Über die Kosten schreibe ich lieber erst gar nicht. Zum Glück hab ich meinen LP (und eine mittlerweile lange Schuldenliste). Was macht jemand, der in so einer Situation keine finanzielle Hilfe hat? Man hat bei Papageienhaltung vieles auf dem Schirm, aber dass ein Tier mal so krank werden könnte, dass es eine fette vierstellige Summe verschlingt- daran denkt doch irgendwie niemand ganz am Anfang. Schon gar nicht bei einem jungen Vogel.
Da sieht man mal, wie alles kommen kann und wie gut überlegt die Anschaffung von Tieren sein muss.
 
Ich glaube, Schmerzen hatte Coco nicht unbedingt, zumindet nicht am Anfang. Es war eher eine Befindlichkeitsstörung, taube Beine, Kribeln oder ähnliches. Mir tut es heute nur leid, dass ich sie häufig geschimpft habe, wenn sie bei mir saß und anfing zu stampfen.
Diese Befindlichkeitsstörungen haben ihr allerdings den Nachtschlaf geraubt, so dass sie manchmal die ganze Nacht über geschrien hat und ich oft nur mit Oropax schlafen konnte. Ihren Schlaf hat sie dann tagsüber auf mir sitzend oder auf dem Heizkörper nachgeholt.

Gruß Gerd
 
meine Vögel sind alles Abgabetiere und die Tieraztkosten sind im laufe der Jahre fünfstellig. Bei der Aufnahme der Tiere hab ich bestimmt nicht dran gedacht,:)

@Evy
Hier sind alle daumen und Krallen gedrückt
gute-besserung-.png
 
Ach je, das tut mir echt so leid. Ich hätte so sehr auf eine endlich positive Entwicklung gefreut… was Ihr schon alles durchgemacht habt… und das bei den vielen Vorerfahrungen, die Ihr mitbringt.
Da sieht man mal: Alles so kompliziert mit diesen trotzdem so liebenswerten Geschöpfen….
Viel Kraft weiterhin!!
 
So viele Mitfiebernde... das muss doch helfen!
Obwohl ich heute wieder Geschichten von Amazonen gehört habe, die neurologische Probleme hatten. Das gibt es wohl öfter, aber immer ohne genaue Diagnose. All diese Geschichten gingen nicht gut aus.

Aber als ich gestern in Karlsruhe anrief, sagte man mir, es gehe ihr gut, sie fresse selbstständig und hätte null Zuckungen. Gar keine. Am Tag davor fürchtete ich noch, sie würde daran sterben, vor Schwäche oder durch einen Herzanfall, so fürchterlich war das. Leider kann ich Euch die Videos nicht zeigen.

Das macht wieder Hoffnung. Ist es evtl. doch nicht neurologisch? Sie hat ein Hormon bekommen und ein Schmerzmittel. Vielleicht doch die Hormone...? Wieder hochgekocht durch die sonnigen letzten Tage?
Ich würde mit ihr alle 4 Wochen zum Hormonspritzen zum Doc fahren, wenn es das wäre.
Hoffnung, Verzweiflung, Hoffnung, Verzweiflung... ganz ehrlich, ein Scheißspiel ist das.
 
Habe ich ganz vergessen zu erzählen: Nicht dass Ginny mit ihrer Krankheit genug zu tun hätte - Chico hat ihr auch noch die Zehe blutig gebissen. Sie hat ihn völlig kirre gemacht mit ihrer Zuckerei und ist trotzdem ständig auf seinen Teil des Käfigs geflogen. Auch Chico ist das grad alles zu heftig.
 
Hier mal was von Chico. Da hat er gesehen, dass Ginny was zum Essen hat, was er nicht hat, und dachte sich, vielleicht komm ich da ja ran. Ginny hätte ihn rangelassen. Da ging es ihr gut. Aber ihre Nahrung ist eine andere und viel gehaltvoller als seine. Die Türen waren zu :D

Chico 311025.jpg

Chico 311025 Bild 2.jpg
 
Das ist aber auch ein Hübscher!
Ist ja auch gemein wenn die andere etwas besseres hat als man selber ;)
 
Thema: Ginny beim Getröstetwerden

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