Bei meiner Coco wurde vor fast 2 Jahren ebenfalls eine Endoskopie gemacht und außer einer leicht vergrößerten Leber und Arteriosklerose kam nicht viel dabei heraus. Dafür bekam sie dann Silymarin und ein Medikament gegen Arteriosklerose. Nächsten Monat sind drei Jahre voll, seit sie ihr Ei gelegt hat und zwei Monate später ging das mit dem Zappeln los. Als nächstes folgte dann das Ausrupfen oder Abbeißen der Federn an den Beinen, am Unterbauch und über dem Schwanz. Außerdem biss sie sich die Unterschenkel blutig, so dass ich sie über ein Jahr lang täglich mit Bepanthen einsalben musste. Das Zappeln wurde auch tageszeitabhängig, verschlimmert nachmittags und abends. Und sie konnte nachts nicht mehr richtig schlafen, hing teilweise nachts kopfüber am Gitter und stützte den Kopf am Boden ab. Erst dieses Jahr begann dann der kontinuierliche Gewichtsverlust, obwohl sie Heißhunger auf alles hatte, nur nicht auf Körner. Und dann folgte das Erbrechen wenn sie ihre Leibspeisen verschlungen hat, z.B. Rührei, Nudeln oder Kartoffeln.
Ihre Zuckungen ließen in den letzten Monaten nach, ihre offenen Beine heilten ab und es wuchsen teilweise neue Federn, so dass ich in der irrigen Hoffnung war, sie würde ihre Krankheit über die Zeit alleine in den Griff bekommen. Was leider ein absoluter Trugschluss war. Coco war übrigens eine sehr gute Schauspielerin, die bei Beobachtung so tat als ob sie fressen würde. In Wirklichkeit hat sie das meiste Futter nur umgedreht, aus dem Napf geworfen oder zerbröselt.
Medikamente einflößen ist bei allen Vögeln ein Problem. Ich habe das so gelöst, dass sie ihre Medikamente in Obst, in Tee oder in Keksen bekommen hat. zum Glück wollte sie ja immer morgens und abends mit mir Tee trinken und da immer ca. 2-3 Teeloffel voll.
Ginny ist so wie es ausschaut noch früh dran, also etwa im Stadium in dem Coco im Februar 2023 war. Und möglicherweise sieht man in diesem Stadium tatsächlich noch keine gravierenden Organveränderungen. Hast Du ihre Gewichtsentwicklung verfolgt? Sowie sie merklich an Gewicht verliert ist Alarmstufe Rot.
Coco hatte ursprünglich immer Horror vor dem Wiegen, also musste sie dazu in eine große Tupperbox. Aber in den letzten Monaten hatte sie sich an die Waage gewöhnt und stieg freiwillig drauf, sobald ich sie auf den Tisch stellte.
Ich hoffe, in der Klinik treffen sie die richtige Diagnose und können Deiner Ginny helfen. Karlsruhe war auch die erste Adresse, zu der Frau Dr. Wüst Coco schicken wollte, aber für mich war das einfach zu weit und nicht machbar. Daher kam als Nummer zwei dann Augsburg zum Zuge.
Gruß Gerd