Grauer mit "Glatze"

Diskutiere Grauer mit "Glatze" im Graupapageien Forum im Bereich Papageien; :? Hallo, jetzt müssen wir doch einmal Euch alle fragen, denn so kann es kaum weitergehen: Unser Vasco wird immer kahler gerupft von seiner...

  1. Baerjul

    Baerjul Guest

    :? Hallo,
    jetzt müssen wir doch einmal Euch alle fragen, denn so kann es kaum weitergehen:
    Unser Vasco wird immer kahler gerupft von seiner Partnerin. Sie zieht ihm die Federn am ganzen Kopf aus. Manchmal blutet es direkt ein wenig. Er schreit dann auf, aus Protest, aber es geht trotzdem immer weiter. Er sieht ganz bedauernswert aus, wie ein Geier. Der Hals ist auch schon in Mitleidenschaft gezogen.
    Wenn ich ihn schreien höre habe ich schon mit der Jule geschimft und habe sie in die Voliere gesperrt in der sie dann eine Stunde allein bleiben mußte, aber ich habe den Eindruck, das ihr das ganze auch noch gefällt.
    Sollte man sich nach einem neuen Partner umsehen? Sollte man sie konsequent trennen? Sie gehen auch sehr lieb miteinander um, aber es folgen immer wieder diese Rupfattacken von der Henne!
    Muß man das so hinnehmen und abwarten?
    Sie sind übrigens: Vasco 7J. und Jule 3Jahre alt. Kann sich das legen, sobald Jule durch die Pubertät ist? Hat da jemand von Euch Erfahrungen???
    :? Gruß Baer
     
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  3. Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin baer!

    Großer Mist! :(
    Ich habe einen ähnlichen Fall bei meinem Mohrenpaar die sich selbst rupfende Rufine rupft beim Kraulen ihren Partner Emma leider auch. Nur geht das scheinbar ohne jede Schmerzen für Emma ab, auf jeden Fall habe ich noch nie eine Reaktion von Emma bemerkt.
    Ich habe es mehrfach auch mit Umverpaarung versucht, leider hat Rufine nie einen anderen Mohren als Emma akzeptiert. Insofewrn habe ich mich sehr schweren Herzens dafür entschlossen, die beiden trotz allem zusammen zu lassen, da derzeit einzige Alternative die Einzelhaltung Rufine wäre.
    Ich weiß nicht, ob das Partnerrupfen immer ein Zeichen von Disharmonie meist zwangsverpaarter Vögel ist: bei meinen Nymphen hatte ich ein Paar, das sehr erfolgreich Junge aufzog und bei dem dennoch das Männchen das Weibchen am Kopf kahlkraulte (auch hier ohne zumindest erkennbare Schmerzreaktion des Weibchens).

    Anders liegt der Fall ja bei Deinen Grauen: Vasco blutet ja und zeigt auch Schmerzen. Hier würde ich die Neuverpaaruzng ernsthaft überlegen. Möglicherweise ist Jules Verhalten darauf zurückzuführen, das sie das "Kraulen" nicht richtig gerlent hat (Handaufzucht, eventuell sogar isoliert? Kein Vorbild durch Artgenossen? Oder ein Elterntier hat es auch so gemacht und es wurde falsch erlernt?). Man müßte mehr darüber wissen, inwieweit, wann und wie Graue das "Kraulen" erlernen, ob es eine sensible Phase gibt, in der sie es lernen. Ist dem so, ist es zumidnest sehr sehr ungewiss, ob sie dieses erlkernte Verhalten wieder ablegen kann. Wie gesagt: man weiß es nicht und möglicherweise lernt sie das richtige Kraulen noch.
    Nochmal zu meinen Mohren: den ersten Partner von Rufine hat sie nicht "kahlgekrault". In dieser Beziehung war aber auch der Partner der dominante Vogel, in der Beziehung zu Emma ist es Rufine, die nicht nur gegenüber sich selbst sehr aggressiv ist, sondern auch gegenüber anderen Vögeln einschließlich der Grauen.
    Also auch unter diesem Aspekt wäre also die Neuverpaarung - mit einem dominanteren Partner für Jule - gut.

    Tut mir aufrichtig leid, das ich keinen besseren und angenehmeren Rat geben kann!:(
     
  4. Ajnar

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    Hallo Ursus (hihi), Hallo Rüdiger (Du kennst ja die Geschichte),

    bei mir leben ja auch seit etwa einem Jahr, zwei Mopas, aus merkwürdigen Verhältnissen. Beide rupfen sich gegenseitig. Vor einem Jahr waren sie total kahl. Sie mögen es auch nicht, wenn sie gerupft werden und zucken weg, manchmal quitschen sie auch. Heute sind viele der Federchen nachgewachsen, nur am Hinterkopf noch nicht.

    Ich habe folgendes Rezept (zwincker): (Vielleicht klappt es ja auch bei Euch, einen Versuch könnte es Wert sein).

    * Totale Routine für die Vögel für alles was mit der Versorgung zusammen hängt (alles zur gleichen Zeit, konstant, in gleicher Qualität), so erfahren sie eine gewisse Ruhe und Ausgeglichenheit.
    * Eine Glocke am Käfig, an der ich klingele, immer wenn ich öffne, damit sie sich nicht von mir gestört fühlen. So können sie sich total sicher sein.
    * Viele Spiel und Knabbermöglichkeiten um sie zu beschäftigen, Diese sollten auch wechseln und Abwechslung bieten.
    * Ich glaube dies ist das Wichtigste: Wenn ich vor der Voliere stehe und sie rupfen, gibt es nur eine Reaktion: weggehen. Nicht rufen, nicht reagieren, nicht schimpfen. Nur Ansprache, wenn sie sich lieb gegenseitig putzen!! Wenn sie rupfen, sofort weggehen.

    Ich wünsche Euch viel Glück dabei! Übrigens, könnte ich mir vorstellen, daß auch Klickertraining in diesem Fall zum Einsatz kommen könnte. Ich selbst konnte es jedoch bisher nicht anwenden, weil "meine" zu scheu waren.

    Bei uns hats geholfen :~ :~ :~

    Liebe Grüße und viel Glück
     
  5. #4 Regina1983, 23. April 2003
    Regina1983

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    Hallo!

    Mein Nymphihahn rupft seine Henne auch beim Kraulen, die hat auch eine Glatze. Sie schreit immer und wehrt sich beim rupfen, lässt sich aber dann doch immer weiterkraulen. Es hat auch schon geblutet. Ich lasse die beiden zusammen, sie lieben sich ja und möchten nicht getrennt werden.

    Wegen der Beschäftigung, die genannt wurde: Sie haben 24 Std Freiflug und bestimmt 20 Spielmöglichkeiten und Sitzplätze im Zimmer, denen ist nie langweilig. Daran liegts glaub ich nicht. Ist wohl eher Gewohnheit....

    LG

    Regina
     
  6. #5 Rosita H., 23. April 2003
    Rosita H.

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    Hallo Baer

    Auch ich habe eine Henne die ihren Hahn am Kopf fast kahl gerupft hat und auch umgekehrt.Ricola schrie immer laut auf wenn Merlin ihr die Federn am Hals und Brust raus biß.

    Die beiden waren über ein Jahr zusammen aber das Rupfen wurde immer schlimmer hauptsächlich wenn es zur Nachtruhe ging
    Rupfte Merlin verstäkt bei Ricola. Da Ricola eine Rupferinn ist
    habe ich sie dann nochmals Komplett untersuchen lassen und mit meinem TA über das Problem gesprochen.Da bei Ricola Organich
    alles OK ist und auch die Blutwerte alle im grünen Bereich sind
    gab mein TA mir den Rat Ricola und Merlin zu trennen wegen Dysharmonie.

    Ich lasse die beiden jetzt nur noch beim Freiflug zusammen
    und wenn ich sie in die Voliere setze kommt eine Trennwand
    rein. Seitdem die beiden nun getrennt sind wachsen bei Ricola die
    Federchen wieder sehr gut nach und ich finde morgens bis auf ein paar Pflaumfedern keine ausgerupften Federn mehr.

    Ganz trennen werde ich die beiden nicht denn sie kraulen und
    Füttern sich auch sehr Liebevoll und balzen sich auch an
     
  7. Baerjul

    Baerjul Guest

    Hallo Ihr Lieben,
    zunächst einmal vielen Dank für Eure guten Ratschläge und Erzählungen.
    Ja, Rüdiger was Du sagst ist wirklich nicht so von der Hand zu weisen. Unsere Jule ist so lange bei ihren Eltern gewesen, bis die Mutter angefangen hat ihre Kinder kahl zu rupfen. Damit beginnt sie meißtens wenn die Beringung erfolgte. Danach wurden sie per Hand weiter aufgezogen.
    Unser Vasco kam dann zu ihnen, um sich seine "Frau" auszusuchen. Den Jungvogel, den ich gern gehabt hätte, wollte er nicht und hat ihn immer von den Sitzstangen vertrieben. Die Jule hat sich das nicht gefallen lassen und sich gewehrt. Sie haben sich auch sehr schnell gekrault.
    Jetzt habe ich den Eindruck, daß Vasco sich mehr in meinen Sohn verliebt hat, denn eigentlich wartet er den ganzen Tag, das die Tür aufgeht und "ER" hereinkommt. Er sitzt viel herum und man hat richtig den Eindruck er ist gelangweilt. Das ärgert Jule und sie piesackt an ihm herum. Manchmal hängt sie über seinem Kopf und schwingt hin und her und zieht ihm dabei die Federn raus.
    Es sieht aus als wenn sie ihn zum Spiel auffordert.
    Manchmal schnappt sie auch eine Flügelfeder und zieht nach Leibeskräften. Dann schreit Vasco zwar, aber es ist Leben in der Bude und das gefällt ihr. Wenn sie im Zimmer Freiflug hat sitzt sie fast nur auf meiner Schulter oder sehr laut schreiend vor unserer großen Gartentür. Man hat den Eindruck, die Dame hat Pfeffer im Hintern und sucht nach Spielkameraden. Von Vasco denkt man er ist ein etwas reiferer Herr und von dem Wippsteert etwas genervt.
    Das alles jetzt natürlich vermenschlicht, aber so ähnlich ist es wohl in den Köpfen meiner beiden Grauen. Nur was soll ich machen? Alles so lassen wie es ist? Sie sind beide so liebenswert auf ihre Art - ich mag mich von keinem trennen. Sollte man so egoistisch nicht sein???? Oder kann man das dem Vasco weiterhin zumuten? Mein Mann wollte schon die Voliere halbieren,
    aber das täte mir so leid, denn sie verstehen sich zwischenzeitlich wirklich ausgezeichnet. Nun ja, es gibt wohl kein Patentrezept!!??

    Grüße an Alle
    Baer
     
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