Graupapageien fixieren

Diskutiere Graupapageien fixieren im Graupapageien Forum im Bereich Papageien; Hallo, leider muß ich ab und an (heute war es wieder so weit) unseren Butti packen, um ihm etwas ins Auge zu träufeln. Er läßt sich jedesmal...

  1. pewe

    pewe Stammmitglied

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    Hallo,

    leider muß ich ab und an (heute war es wieder so weit) unseren Butti packen, um ihm etwas ins Auge zu träufeln. Er läßt sich jedesmal was neues einfallen, um mir zu entwischen. Wir setzen ihn zuerst in einen Reisekäfig, aus dem ziehe ich dann die Stange. Dann öffne ich vorne die Tür, habe meine Hand mit einem dickeren Frotteehandtuch (doppelt gelegt) geschützt und greife ihn vorsichtig von hinten. Er (wahrscheinlich WF) mag das gar nicht und wehrt sich sehr. Manchmal läßt er sich einfach fallen. Unten liegt eine Lage dicker Handtücher, so daß ihm nichts geschieht.

    Meistens steigt er mit einem Pfote auf das Handtuch und hält sich mit der anderen eisern am Gitter fest. Wir lösen dann seine Pfote und ich setze ihn auf den Boden und werfe schnell das Handtuch über ihn. Dann greife ich zu und pelle seinen Kopf aus dem Handtuch. Nun packe ich ihn mit einem Geschirrhandtuch bewaffnet von hinten und umklammere seinen Kiefer. Dann drehe ich ihn herum, meine Frau öffnet mit einen Wattestäbchen sein Auge und träufelt ihm was rein. Das kleine Herz pocht wie verrückt, uns tut er immer so leid, es geht aber nicht anders. Er beruhigt sich dann aber immer in kürzester Zeit und ist auch nicht böse auf uns.

    Früher gingen wir zu einer Tierärztin, die die Papageien mit einem Glas fing. Die ist aber schon lange auf die Handtuchmethode umgestiegen. Wie macht Ihr das, wenn Ihr Eure Vögel packen müßt?

    Grüße

    Peter
     
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  3. #2 Claudia5124, 21. März 2007
    Claudia5124

    Claudia5124 Foren-Guru

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    Ich nehm auch ein Handtuch. Hab die Erfahrung gemacht, dass das Handtuch nicht zu dick sein sollte, damit du ein besseres Gefühl für den Vogel hast. Auch reicht es aus, wenn du nur ein Handtuch nimmts. Mit der Hand dann im Nackenbereich den Hals um fassen und mit dem Daumen den Schnabel unterhalb fixieren. Wenn du ihn dann so hast, brauchst du ihn nur noch etwas seitlich zu legen und du kannst ihm die Tropfen ohne Wattestäbchen oder ähnliches einträufeln. Musste ich bei meinem auch ne Zeitlang machen, er hatte ne Bindehautentzündung.
     
  4. pewe

    pewe Stammmitglied

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    Bei ihm ist das Auge leider zu und die Tropfen perlen darum ab. Deshalb der sehr vorsichtige Einsatz des Wattestäbchens.
     
  5. Stefan.S

    Stefan.S verstorben März 2011

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    Hallo Peter,

    Bei unserem ist das recht einfach: der ist nämlich blind und damit praktisch wehrlos ;-)

    Bei anderen: 2 Menschen nehmen, Dunkelheit abwarten, Licht ausschalten, und schnell mit Handtuch oder Handschuhen greifen. Und dann das Medikament kurz und schmerzlos in Auge, Schnabel oder sonstwohin bringen.

    Dass sich die Tiere dagegen wehren, ist völlig normal. Mehr, als das so kurz und schonend wie möglich zu halten, kann Mensch da nunmal nicht tun :-/

    Viele Grüße,
    Stefan
     
  6. pewe

    pewe Stammmitglied

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    Hallo Stefan,

    Euer armer Vogel! Wie kommt er mit der Blindheit zurecht? Ist die durch eine Krankheit entstanden? Ich habe bei unserm Butti auch immer Angst, daß er auf dem rechten Auge erblindet. Ich wundere mich bei ihm allerdings, daß er diesen Mechanismus: „Ihm geht es schlecht, wir packen ihn, träufeln ihm etwas ins Auge, 2 Stunden später geht es ihm wieder gut“ nicht erkennt. Also sooo intelligent sind die doch nicht. :zwinker: Zur Belohnung bekommt er direkt danach immer Pinienkerne.

    Viele Grüße

    Peter
     
  7. Stefan.S

    Stefan.S verstorben März 2011

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    Hallo Peter,

    Der ist nicht arm, keineswegs. Haben wir anfangs auch gedacht, als wir ihn vor einigen Jahren bekommen haben. Aber nur so lange, bis er zum ersten mal die offene Käfigtür nutzte, um am Untergestell des Käfigs runter zu rutschen, durch die Wohnung zu laufen und alles in Schutt und Asche zu legen :-)))

    Nein, der kommt damit bestens zurecht. Er ist ein echter Draufgänger, den nichts schrecken kann! In seiner Voliere kommt er zurecht, solange Äste und Näpfe immer an der gleichen Stelle sind. Und in unserer 3-Zimmer-Wohnung ist der nach einiger Eingewöhnung blind rumgelaufen, ohne irgendwo anzustoßen. Und hat natürlich selbstbewußt Regale erklommen, ist Vorhänge hochgeklettert usw. :-)

    Ich kenne auch blinde Papageien, die sich gar nichts mehr trauen und nicht mal mehr aus ihrem Käfig kommen. Das ist wohl eine Frage der Persönlichkeit. Unserer kennt keine Angst. Und wenn er mal wieder vom oberen Regalbrett auf den Boden kracht, dann kommentiert er das nur mit einem "Oh!" - und läuft einfach weiter :-)))

    Nein, bei ihm war es ein Unfall wegen schlechter Urlaubspflege. Er war bei Leuten in Pflege, die ihn abends nicht in seinen Käfig gesetzt haben. Aber auch kein Nachtlicht angelassen haben :-( Da ist er mal vor Schreck losgeflattert und gegen die Wand gekracht. Mit viel Glück hat er das überlebt; hat sich nur beide Schlüsselbeine gebrochen und einen ziemlichen Dachschaden davon getragen. Ausser der Blindheit hat er dabei auch fast alle Worte vergessen, die er vorher sprechen konnte. Das ist aber schon über 10 Jahre her, un so lange kommt er bestens damit zurecht.

    Ich bin schon oft über ihn befragt worden und habe auch schon oft hier über ihn berichtet. Wenn du mal im Grauen-Forum hier nach meinem Benutzernamen und 'Blind' suchst, wirst du viele Beiträge dazu finden.

    Viele Grüße,
    Stefan
     
  8. #7 Tierfreak, 23. März 2007
    Tierfreak

    Tierfreak Foren-Guru

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    Hallo Stefan,

    das denk ich auch, aber ich könnte mir auch vorstellen, dass es auch eine große Rolle spielt, welches Vertrauen ein blinder Vogel zu seinen Besitzern und auch zu seiner Umgebung hat ;) .
    Wenn der Vogel sich sicher und behütet fühlt, geht er sicher auch viel eher aus sich raus.
     
  9. pewe

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    Hallo zusammen,

    ein toller Vogel – nicht im Käfig sitzen und sein Schicksal bejammern sondern das Beste aus der Situation machen. Das ist die richtige Lebenseinstellung auch für Menschen. Das hätte ich nicht gedacht, daß ein Vogel so lange und so gut damit zurechtkommt. Ich werde mal im Forum nach den Beiträgen von Dir suchen.

    Viele Grüße

    Peter
     
  10. JanD

    JanD Foren-Guru

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    Das hat nichts mit mangelnder Intelligenz zu tun, sondern ist schlichtweg Instinkt: Jemand packt mich = ich werde gefressen.
    Vielleicht sollte man sein Tier nicht so sehr vermenschlichen... :zwinker:
     
  11. pewe

    pewe Stammmitglied

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    Er hat diese Krankheit seit 8 Jahren und seither haben wir ihn unzählige Male greifen müssen. Papageien merken sich doch Situationen, indem sie z.B. dann das Passende sagen. Von daher hatten wir gehofft, daß er irgendwann den segensreichen Zusammenhang zwischen Greifen und Besserung erkennt.
     
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  13. Stefan.S

    Stefan.S verstorben März 2011

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    Hallo,

    Ich glaube, auch das ist ein Merkmal der Persönlichkeit des Vogels.

    Wir hatten hier auch schon einen Grauen, dem wir alle paar Wochen eine Zyste per Spritze leersaugen mussten. Der hat sich vom ersten mal an ohne Gegenwehr halten und behandeln lassen. Genau so beim Augenarzt, wo er wegen einer Uveitis war (der Vogel war auch fast blind). Kein Problem: ich habe ihn gehalten, während die Ärztin ihm mit einem MKikroskop in die Augen geschaut hat. Der hat sich keinen mm gerührt.

    Aber ich kenne auch andere 'Widerstandskämpfer', die nach zigmal der selben Behandlung immer noch einen riesen Terz machen - und in ihrer Not alles beissen, was ihnen vor den Schnabel kommt, und ein Geschrei veranstalten, als würden sie gleich geschlachtet :-/

    Die Charaktere sind da IMHO einfach verschieden - trotz aller Erfahrungen.

    Viele Grüße,
    Stefan
     
  14. Stefan.S

    Stefan.S verstorben März 2011

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    Hallo Manuela,

    Das denke ich auch. Unserer ist etwa 40 Jahre alt, und er war seit seinem Fang aus dem Urwald und Import nach D Jahrzehnte lang als allein gehaltener Grauer bei einem älteren Ehepaar, das sich rührend um ihn gekümmert hat (auch, wenn Einzelhaltung Fehlhaltung ist - in den 70er Jahren sah man das nunmal noch nicht so eng).

    Jedenfalls: 'seinem' Menschen (und sein menschlicher Ehepartner bin nunmal ich, seit er bei uns ist) vertraut er grenzenlos. Menschen, die er nicht kennt oder die er nicht mag, beisst er sofort. Ich als sein 'Ehepartner' dagegen kann mit ihm anstellen, was ich will.

    Und wenn er sich bei einem seiner 'Freigänge' mal wieder irgendwo 'festgefahren' hat und nicht mehr ohne Hilfe frei kommt... na, dann weiss er, dass er nur kurz mal rumkrähen muss - und schon kommt ein netter Stefan, der ihn aus seiner Notlage befreit. Und ihn auf Wunsch wieder in seine Voliere setzt :-)

    Und natürlich hat der mich schon lange entsprechend 'dressiert'. Der kann hier rumlaufen, und (wenn das Wetter entsprechend ist) auch draussen in seinem 'Ferienhaus' sitzen, im Hof rumlaufen oder auf einem Obstbaum 'geparkt' werden. Aber er weiss: er muss nur 2-3 mal "Auf Wiedersehen" sagen... und Stefan kapiert sofort, dass er den Vogel dann nach Hause in seine Voliere tragen soll. Und Stefan tut das natürlich auch :-)

    Doch. Insofern weiss der Geier natürlich, dass ihm nichts passieren kann, so lange ich da bin. Und wenn ich mal nicht da bin, verhält er sich auch anders. Dann ist er bei seinen Abenteuern deutlich unsicherer.

    Viele Grüße,
    Stefan
     
Thema: Graupapageien fixieren
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