Grosser Streit, Kampf und Panik im Vogelzimmer

Diskutiere Grosser Streit, Kampf und Panik im Vogelzimmer im Kakadus Forum im Bereich Papageien; Hallo ihr, @ Susi - ein anderer Kakaduhalter mailte mit gestern auch dass seine beiden total "flippen", die Henne ist aggressiver als der Hahn,...

  1. Inge

    Inge ...

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    Hallo ihr,

    @ Susi - ein anderer Kakaduhalter mailte mit gestern auch dass seine beiden total "flippen", die Henne ist aggressiver als der Hahn, er wird sie auch zeitweise trennen müssen.

    Wir müssen einfach ein Stück damit leben bzw. alles uns mögliche (am besten auch das unmögliche) tun, dass die Gefahren so klein wie möglich gehalten werden, die Vögel ausweichen können.

    Das kann und muss aber jeder für sich und seine Vögel selbst entscheiden, denn nur das kennen der Vögel, jeder ist anders, sowie das genaue Beobachten kann uns dabei etwas helfen.

    @ Melanie - so unrecht hast Du gar nicht. Es kam und kommt vor, dass Hähne ihre Hennen töten (siehe IngeE) - es kam aber auch schon bei anderen Papageienarten vor. Es scheint zur Zeit aber so, dass allgemein die Hennen aggressiver als die Hähne sind.

    @ IngeE - Ich kann mir ehrlich gesagt immer noch keinen Reim machen. Wenn ichs mal "menschlich" ausdrücken sollte, würde ich sagen Lissi hat "Tobsuchtsanfälle" - es ist verückt - sie kann schimpfen und toben, Du stellst es Dir nicht vor - und dann schmust sie wieder, das Herz läuft über.
    Vielleicht sind es wirklich die "Frühlingsgefühle" bei ihr, letzten Sommer habe ich davon gar nichts bemerkt - was ja aber evtl. an ihrem psychischen Zustand lag, ausserdem war schon Juli als sie kam.

    Betr. Verstehen Mollucans - OHK - in div. Lekture habe ich bisher noch nichts über beide zusammen gelesen. (wenn jemand was weiss bitte melden), weiss nur, beide Arten kommen aus Indonesien, leben in Freiheit ähnlich, haben auch diesselben Ernährungsgrundlagen. Lissi wollte immer sehr gerne von Jocki gekrault werden, von meiner Schulter aus klappte so das öffnen der Federhülsen auf dem Kopf auch prima.

    Ausserdem - Lissi und Jocki sind ja nicht als "Paar" gedacht, Lissi ist absolut zu schwach für einen "richtigen" Partner, vielleicht in ein paar Jahren. Und OHK Jocki hätte ja zu GHK Buzzi "gepasst", aber die hat nun GWK Paco, GWK Luzie ist noch "übrig", aber die will auch nur mich :(
     
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  3. Addi

    Addi Guest

    ,


    von anderen Vogelarten mal am Besten gar nicht reden ,die Natur ist kein Honigschlecken , leider , haetts gern anders
     
  4. IngeE

    IngeE Guest

    Hallo Roland,

    ich hätts auch gern anders, aber das Ding ist doch, wir Menschen haben diese Tiere aus ihrer natürlichen Umgebung geklaut und erst mal, ob ihrer Schönheit, Anschmiegsamheit, Anpassbarkeit,...... die Dinge laufen lassen.

    Nicht? Welches Baby ist süsser als ein kleiner WHK? Na? Da haben wir dann wieder einen, der eventuell, wenn er grosses Glück hat, bei Inge ankommt.

    Ich denke mal, da sollte Literatur sein in Hinsicht auf Territorialverhalten und Besitzanspruch in der Natur? Kann das das Problem sein, das einfach zu wenig Platz oder Rückzugsmöglichkeit ist?

    Ganz liebe Grüsse

    Inge
     
  5. Motte

    Motte Guest

    Hallo IngeE,

    der Gedanke(zu wenig Platz) kam mir auch schon. Da kann die Voliere usw. noch so groß sein, es bleibt immer ein "eng" begrenzter Raum. Vieleicht steigert es auch noch zusätzlich die agression der Männchen, da das Weibchen nicht "flüchtet"(kann sie ja nicht):?

    Addi hat recht. Und das ist nicht nur bei Vögeln so. Ich seh mir gern Tierdokus an. Was man da so zu sehen bekommt:k

    Wir finden das grausam. Tiere kennen diesen Begriff nicht. In der Natur hat alles einen Sinn oder Hintergrund, nur das wir das nicht mit unseren Maßstäben vergleichen oder verstehen können.
     
  6. Addi

    Addi Guest

    ein jeder raum endet

    meine gemachten Erfahrungen

    Literatur gibt es genug , wird nur zu wenig gelesen

    Kein Thema ist beliebter als Krummschnaebel unter den Vögeln
     
  7. IngeE

    IngeE Guest

    Hallo Roland,
    was sagt die Literatur????

    Ich meine, man muss ja von menschengeschädigten Exemplaren ausgehen?

    Sehr liebe Grüsse

    Inge
     
  8. Addi

    Addi Guest

    dann habe ich dich falsch verstanden

    ist auch so einfach nicht zu beantworten , weil natürliches Verhalten , von seiner Praegephase abhaengig ist , Ein Vogel der ab Ei BRutmaschine sah , wird in hormonellen Schubphasen anders reagieren als Vogel aus anderer Praegephase

    Desweiteren waere zu berücksichtigen in wievielter Generation dass Tier capitiv born usw ist , zuviele Factoren , die uns nichr weiterbringen , weil wir es mit den Gegebenheiten zu tun haben , mit der Praxis . Und ein jeder Vogel sagt uns doch, was mit ihm ist , allein wir müssen ihn verstehen
     
  9. Inge

    Inge ...

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    Klar, es gibt einiges an Literatur, über Freileben, wunderschöne Bildbände, etc. - nur - wie Ihr ja auch sagt, diese (unsere) Vögel sind ja keine "normalen" Vögel, oft kennen wir ja leider nicht einmal die genaue Vorgeschichte, angefangen bei der Aufzucht (wie?), weiter die div. Stationen und Ereignisse in seinem Vogelleben, vom Menschen, gehätschelt wie ne niedliche Puppe, ist langweilig geworden, in die Ecke gestellt ... :(
     
  10. #69 Addi, 4. Mai 2003
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 4. Mai 2003
    Addi

    Addi Guest

    auch genügend

    über verhaltensgestörte und die vermeidung

    Zu benennen Punkt 1

    keine Einzelhaltung ,Literatur genug für fragenden , Realitaet ;

    Einzelhaltung, Flügelschneiden ,


    Punkt 2 Überlasse ich anderen,zur Fortsetzung
     
  11. Motte

    Motte Guest

    Ich kenne mich mit diesem Thema nicht aus, daher sind meine Ausführungen rein spekulativ. Wenn ein Vogel nun nicht im Geschwisterverband natürlich aufgewachsen ist und nie natürliches Verhalten im Artgenossenverband erlernt hat, könntze ich mir vorstellen das der Vogel auf Hormonschübe agressiver reagiert(in manchen Fällen) als es üblich ist. Dazu kommt dann noch der Faktor Platzmangel..... Oft ist es auch so das die Partnerschaften aus Zwangsverpaarung entstanden sind. Der eine Vogel folgt dann seinen Hormonen und Paarungsinstink, aber der andere ist vielleicht noch nicht so weit, oder mag seinen Patner einfach nicht. Ich könnte mir vorstellen das es besonders kritisch ist zwei fremde Vögel in der Paarungszeit zusammen zuführen. Da bleibt keine Gelegenheit das "alltägliche Leben" miteinander zu meistern und so eine soziale Bindung zum Partner aufzubauen. Die meisten Vögel sind "fehlgeprägt" oder sind dem Menschen zumindest näher als er es sein sollte. Gerade Kakadus schliessen sich dem Menschen doch sehr an und bauen eine starke Bindung zu ihm auf. Fehlt einem solchen Vogel ein wichtiger Abschnitt in der Prägephase (verhalten gegenüber Artgenossenusw.), übernimmt er automatisch das was der Mensch ihm "beibringt" Dieses vom Menschen gezeigte Verhalten, lässt für den Vogel aber keinerlei Rückschlüsse zu, wie er sich in Paarungsstimmung zu verhalten hat. Ausserdem erwartet der Mensch von ihm das er sich"anständig benimmt". Diese Erwartungen sind aber den Instinkten des Tieres gegenläufig. Der Vogel ist verwirrt, kann das sein?
    Kurzum: So sehr man sich bemüht, den Vögeln fehlt Platz, freies Verhalten und die Möglichkeit sich einen Patner selbst auszusuchen.

    Man bedenke auch wie Viele Vögel schon ihr Dasein als Wanderpokal fristen mussten. Das verunsichert ein solches Tier sehr und ist seinem Sozialverhalten sicher nicht zuträglich. Manchein Vogel hatte nie einen Partner gehabt und ist sichtlich überfordert, wenn plötzlich ein Gegenstück da ist und er nicht weiß wie er seinen Hormonschub "einsetzen" soll.

    Kann mir jemand ein gutes Buch zu diesem Thema empfehlen?
     
  12. behb

    behb Guest

    Hallo Inge, wie geht es den *Streithähnen*?
     
  13. Antje

    Antje Guest

    Mal ein Beispiel aus der Aquaristik.

    Ist vielleicht blöd, weil Fische sind ja keine Vögel, aber paßt trotzdem hierher.

    Die Skalare betreiben ja eine gemeinsame Brutpflege. Das MÄnnchen hat die Aufgabe, die Eier und die Jungfische vor Freßfeinden zu verteidigen. Zu diesem Zweck entwickelt er in dieser Zeit ein hohes Gewaltpotential, er ist völlig überdreht und geht auf alles los, was sich bewegt.

    Wenn es nun keine Feinde gibt, die er verscheuchen kann (meistens setzt man die Paare ja separat in ein Aufzuchtbecken), geht er auf seine Jungen oder auf das Weibchen los. Irgendwo muß er seine Aggressionen schließlich los werden.

    Könnte das bei den Kakadus nicht vielleicht ähnlich sein? Der Hahn will Henne und Brutplatz oder später den Nachwuchs verteidigen, die Hormone arbeiten dementsprechend auf Hochtouren, ist von der Natur alles so vorgesehen und jetzt hat er aber keine Feinde, die er vertreiben kann. Also schlußendlich geht er auf seine eigene Henne los...

    Klingt für mich einleuchtend.

    Was meint Ihr?
     
  14. Ursula

    Ursula Foren-Guru

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    leider ist das nicht so einfach.
    Hab mir auch gedacht, setz dem Niki zwei "Eindringlinge" (COCO/MAROBE) vor und er lässt Kuki in Ruhe.

    Denkste gestörte Handaufzucht ist gestörte Handaufzucht, er hat sie trotzdem gepackt.

    Es gibt aber schon Berichte, bei denen die Hähne ihre Hennen in Ruhe lassen, wenn andere "Feinde" mit in der Voliere leben.
     
  15. Addi

    Addi Guest

    dann lest euch mal die ratschlaege bei rosa kakadu durch

    !
     
  16. Antje

    Antje Guest

    Hallo Roland,

    verstehe ich jetzt nicht ganz... klär mich mal auf...
     
  17. VolkerM

    VolkerM Guest

    Hormone? Umadressiertes Verhalten?

    Hallo Inge,

    ich kenne mich mit den artspezifischen Eigenheiten von Kakadus nicht gerade gut aus. Auch die Konstellation (Gruppengefüge, Hierarchie) bei den von Dir gehaltenen Kakadus iss mir nicht so gelaüfig. Aber unabhängig von zwischen verschiedenen Arten differierenden Verhaltensweisen gibt es bei allen Großpapageien (mehr oder minder stark ausgeprägte) Gemeinsamkeiten.

    Bei den Amazonen iss bekannt, dass schon geringfügige Abweichungen der Corticosteroid-Werte (***ualhormone) - bei Überschreitung eines Schwellenwertes - als Stressor wirken und (teilweise) erheblichen Einfluss auf das Aggressionsverhalten nehmen. Im Klartext: Je höher der Corticosteroid-Spiegel, desto ausgeprägter die Bereitschaft zur Aggression und desto geringer die Hemmschwelle zum "Einsatz" aggressiver Verhaltensweisen. Da bei den Kakadus die aggressiven Verhaltenselemente in verschiedenen situativen Bezügen in der Literatur als ziemlich auffallend und prägnant beschrieben werden, wäre es vorstellbar, dass eventuell (aber das iss jetzt natürlich ziemlich spekulativ) bereits eine sehr geringe Verschiebung der Corticosteroid-Werte nach oben die von Dir geschilderten Aggressionsmuster hervorrufen könnte. Die Corticosteroide sind übrigens (ohne zu invasen Methoden greifen zu müssen) mittels Kotanalyse messbar. Eva Milessi von der Uni Wien hat dies (bezüglich eines etwas anderen Zusammenhanges) bei Graupapageien getan. In der Balz-, Paarungs- und Brutzeit sind diese Werte (und das trifft auf alle Arten zu) IMMER erhöht.

    Des weiteren wäre an ein sog. "umadressiertes Verhalten" (redirected activities) zu denken. D.h.: Die (in diesem Fall "aggressive") Verhaltensweise des Vogels wird nicht an dem Objekt des eigentlichen Interesses, sondern am falschen "Adressaten" ausgelebt. Es könnte also sein, dass die Aggression eigentlich einem ranghöheren oder gleichrangigen Tier gilt, dieses jedoch zu "stark", oder nicht (bzw. nicht "im richtigen Moment") erreichbar ist. Aber auch dies ist letztlich Spekulation.

    Liebe Grüße
    Volker
     
  18. Addi

    Addi Guest

    na volker wenn ich nicht in der lage

    bin dieses an meinen vögeln zu erkennen ich erst parameter ablesen müsste , dann...................., deswegen bringt es dass in der sache nicht vorwaerts , bis auf die tatsache dass ein anderes psychisches problem angesprochen wird , ich halte die vergesellschaftung auf diesem begrenzen raum schon für die eigentliche ursache , sonst gaebe es sie ja auch wohl nicht .

    aber hier sind zuviel ungünstige factoren zusammen auf kleinem raum zusammen ,
     
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  20. VolkerM

    VolkerM Guest

    Theorie UND Praxis

    Hallo Addi,

    für die "Praxis" (im Sinne einer direkten Problemlösung) sind die von mir geposteten Überlegungen - darin stimme ich Dir zu - nicht (unmittelbar) tauglich. Trotzdem: Die Suche nach plausiblen "Erklärungsmustern" erfordert zunächst (auch) ein "Durchspielen" verschiedener "Denkansätze" auf der Basis biologisch (und/oder verhaltensbiologisch) begründbarer (möglicher) Zusammenhänge.

    Wenn ein "aggressives Verhalten" beispielsweise dem Balz-, Paarungs- und Brutkomplex zugeordnet werden kann und (eventuell vermeintliche) "Verhaltensauffälligkeiten/Verhaltensstörungen" als Ursache(n) ausgeschlossen werden können, kann sich die Halterin/der Halter beispielsweise sicher sein, dass diese Verhaltensweisen "nur" zyklisch auftreten (und somit während diesen Zeiten Vorsorge treffen).

    Schwierig wird eine Differenzierung dann, wenn solche Verhaltensmuster zum ersten Mal auftreten und somit eine Vergleichsmöglichkeit zum "normalen" Aggressionsverhalten während o.g. Phasen fehlt.

    Und: Man/frau kann ein/e noch so gute/r Vogelbeobacher/in ("Vogelkenner/in") sein - es wird immer Überraschungen (manchmal auch unangenehme) geben, die man/frau nicht einzuordnen vermag.

    Liebe Grüße
    Volker
     
  21. Addi

    Addi Guest

    Zustimmung

    gerade aus diesem Grund hatt sich die Praxis immer wieder bewaehrt , weg von der Gemeinschaft,,,,,,,, verpaarung ( auch hier schon Probleme genug ) Wir haben halt nicht die Möglichkeit der gemeinschaft den unbeschraenkten raum der Natur zu geben ,
     
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