Grundlegende Fragen vor Anschaffung

Diskutiere Grundlegende Fragen vor Anschaffung im Südamerikanische Sittiche Forum im Bereich Sittiche; Hallo Ihr Lieben :0- Ich bin ganz neu hier, also stelle ich mich einmal kurz vor… Mein Name ist Nina, ich bin 23 Jahre alt und komme aus...

  1. dienini

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    Hallo Ihr Lieben :0-

    Ich bin ganz neu hier, also stelle ich mich einmal kurz vor… Mein Name ist Nina, ich bin 23 Jahre alt und komme aus Frankfurt. Seit etwa 14 Jahren halte ich Wellensittiche (im Moment wohnen vier Süße bei mir) und bin von Vögelchen absolut begeistert. Seit etwa einem Jahr und diversen Besuchen in einer Papageienstation in unserer Nähe wächst mein Wunsch nach einem Pärchen größerer Krumschnäbel immer mehr.
    Nach stundenlangem durchforsten des Internets bin ich auf Sonnen- und Jendayasittiche gestoßen.

    Ich weiß, dass ich noch recht jung bin und dass der Kauf von Papageien wohl überlegt sein sollte, deshalb würde ich Euch gerne ein paar Fragen stellen.

    Eignen sich diese Arten überhaupt für Anfänger und gibt es außer der Färbung einen großen Unterschied zwischen den beiden Sitticharten?

    Muss ich ihnen Brutmöglichkeiten anbieten um sie „Artgerecht“ zu halten? Ich habe keine Zuchtgenehmigung auch im Moment auch nicht die räumlichen Kapazitäten eine solche zu machen.

    Wie verhalten sie sich anderen Vögeln gegenüber? Da ihre Schnäbel doch sehr kräftig ausschauen, würde ich natürlich von einem Freiflug gemeinsam mit meinem Wellis absehen, aber könnten die Volieren im gleichen Zimmer stehen? (Oder muss ich ihnen eine Außenvoliere bauen?)

    Würde eine Voliere in angemessener Größe a la Vila Casa oder Montana von der Gitterstärke ausreichen oder sind die Stäbe zu dünn und unstabil für kräftige Schnäbel?

    Und zu guter Letzt… gibt es Literatur die Ihr empfehlen könnt? Möchte nicht einfach drauf loskaufen, weiß z.B. von Wellibüchern, dass in vielen sehr sehr veraltete Infos stehen…

    Hoffe ich habe jetzt keine 1000 Fragen doppelt gestellt, konnte aber über die Suchfunktion nicht unbedingt auf alle Antwort finden.

    Wäre über Tipps und Antworten sehr dankbar.

    Liebe Grüße, Nina
     
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  3. #2 Christian, 22. Juni 2010
    Christian

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    Hi Nina,

    erstmal willkommen bei den Südami-Fans!

    Und genau daran wird Dein Vorhaben voraussichtlich scheitern und das u.U. aus 2 Gründen:

    1. Ca. 80% der deutschen Wellensittich-Bestände sind latent mit PBFD infiziert, d.h. obwohl die meisten von ihnen nicht selbst erkranken, sind sie dennoch Virenausscheider und würden andere Arten, mit denen sie vergesellschaftet würden, zwangsläufig anstecken, was für diese wiederum im schlimmsten Falle ein Todesurteil darstellen kann. Bevor Du also über eine Vergesellschaftung nachdenkst, solltest Du Deine Bande unbedingt auf PBFD testen lassen. Dies ist anhand einer Federanalyse möglich. Wende Dich diesbezüglich am besten an einen erfahrenen vogelkundigen Tierarzt, der die Federn schmerzfrei ziehen und in ein Labor zur Analyse schicken kann.
    Zwei Dinge sollte man aber bedenken: Erstens gibt es bei diesem Test nicht selten sogenannte False-Negatives, d.h. man sollte den Test nach drei Monaten wiederholen, um sicherzugehen. Zweitens muß man wissen, daß der Virus auch über die Haare und Kleidung des Menschen per Staub übertragen werden kann. Es nützt also nix, die Wellies in der Wohnung und Südamerikaner in einer Außenvoliere zu halten. Ein Test ist somit absolut Pflicht!

    2. Die meisten Südamerikaner kann man nicht vergesellschaften, ohne blutige Auseinandersetzungen zu riskieren! Eine Ausnahme wären Katharinasittiche, aber diese sollten bei der Vergesellschaftung mit Wellensittichen in der Überzahl sein, da Wellies kleine Teufel sein können.

    Ein dritter Punkt, der einem klar sein sollte, wenn man sich für Südamerikaner interessiert, ist die Tatsache, daß die meisten Arten aus subtropischen Regionen stammen und u.U. sogar ursprünglich Waldbewohner sind. Das bedeutet, daß sie eine hohe Luftfeuchtigkeit benötigen, um nicht irgendwann an der lebensgefährlichen Aspergillose zu erkranken. Eine der wenigen Ausnahmen sind Aymarasittiche, die als Hochgebirgsvögel aus einem Europa ähnlichen Klimagebiet stammen. Die benötigte Luftfeuchtigkeit von 50-60% läßt sich zwar auch bei Wohnungshaltung realisieren, allerdings ist das in der winterlichen Heizperiode alles andere als einfach ... ohne Gegenmaßnahmen beträgt diese nämlich nur 30% und ist mit Methoden wie Verdunstungsgefäßen bestenfalls auf 45% zu bekommen.

    Sie sind sich sehr ähnlich, aber bei Sonnensittichen ist es sehr schwer Naturbruten zu bekommen, da viele Züchter hier die Dollarzeichen in den Augen haben und Handaufzucht betreiben. Handaufgezogene Vögel sind aber potentielle Problemvögel, die ich KEINEM Anfänger empfehlen würde. Und Jendayas sind deutlich schwieriger zu bekommen. Anfängervögel sind sie an sich beide nicht, aber wenn man sich intensiv im Vorfeld informiert, kann man sich auch das benötigte Wissen aneignen ;)

    Im Grunde genommen muß man diese Frage für JEDES Haustier bejaen ;)

    Ich persönlich halte es bei Südamerikanern für angebracht, ihnen einen Schlafkasten zur Verfügung zu stellen, der logischerweise auch als Brutkasten in Frage kommt. Katharina-Fans hingegen haben da eine Lösung gefunden, die wohl ganz gut funktioniert ... ein Schlafkasten ohne Boden mit einem Sitzast darin. Ich finde diese Lösung allerdings nicht wirklich toll, da die Vögel dann nicht wie gewohnt im Liegen schlafen können.

    Ich habe das Problem bei meinen Aymaras dadurch lösen können, daß ich am Kopfende ins Kastendach ein etwa 2 Eurostück großes Loch gebohrt habe, sodaß sich darin keine bruttaugliche Temperatur aufbauen kann. Ob das bei anderen Arten auch funktioniert, kann ich nicht mit 100%iger Gewissheit sagen. Von Katharina-Experten z.B. wird dies bezweifelt.

    Wie gesagt ... ich würde Wellies nur mit Kathis oder vielleicht mit Aymaras vergesellschaften. Bei letzteren muß man aber wissen, daß sie in der Brutzeit ein sehr ausgeprägtes Revierverhalten entwickeln, was eine vorübergehende Trennung der beiden Arten erforderlich machen kann.

    Eine Außenvoliere mit beheiztem Schutzhaus ist für (sub-)tropische Arten definitiv vorzuziehen ... Stichwort: Luftfeuchtigkeit und potentielle Atemwegserkrankungen.

    Es gibt von Thomas Arndt ein Buch über die Aratinga-Arten namens "Südamerikanische Sittiche, Keilschwanzsittiche". Ansonsten sieht es mit Literatur über Südamerikaner sehr schlecht aus, denn entweder gibt es keine oder die Bücher sind vergriffen.
     
  4. #3 AratingaMitrata, 22. Juni 2010
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 22. Juni 2010
    AratingaMitrata

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    Das Buch ist leider veraltet, ist in den 80ern erschienen. Einige Arten sind ohne Unterart aufgeführt und über die Zucht vieler Sittiche ist darin nicht viel geschrieben da damals viele Arten noch nicht gezüchtet wurden.
     
  5. #4 Christian, 22. Juni 2010
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    Dennoch ist es ein gutes Buch, wenn man grundlegende Infos zu Aratingas braucht, meinst Du nicht? Sie will ja nicht züchten.
     
  6. #5 Christian, 23. Juni 2010
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    Dazu noch mal eine Ergänzung, um Panik zu vermeiden:

    Die meisten Wellies und Agaporniden sind anscheinend infiziert, aber regelrecht immun, d.h. sie erkranken nicht, aber sind wie gesagt Virenausscheider. Daher sollten Halter und Züchter dieser Arten vorsichtig sein, denn da der Virus per Staub übertragen werden kann, können diese Menschen andere Krummschnäbel anstecken.

    Wie groß diese Gefahr ist, kann man nur schwer einschätzen, da es davon abhängt, wieviele Viren ausgeschieden werden. Und genau hier wird's kompliziert, denn die Menge an ausgeschiedenen Viren scheint pro Vogel zu variieren. Ein Vogel der keine Symptome zeigt, scheidet nicht selten wohl (temporär?) kaum Viren aus. Ebenso ist halt die Nachweisbarkeit im Gefieder bei diesen Kandidaten manchmal (temporär) nicht möglich, daher wird halt immer empfohlen, einen negativen Test nach drei Monaten zu wiederholen.

    Es gibt also was die eigenen Geier angeht, jetzt keinen Grund in Panik zu geraten. Eine ausgewogene Vitaminversorgung ist aber wichtig, wo sich u.a. PRIME bewährt hat, ebenso wie AviConcept, falls die Vögel stark mausern, was bei diesen beiden Arten oft das einzige Symptom ist ... die regelmäßige Mauser fällt manchmal heftiger aus.
     
  7. xdxx

    xdxx Mitglied

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    Hi , ein Großer Käfig täglich dazu Freiflug ( in der Wohung/Haus versteht sich :D), Jeden Tag Obst , täglich Frische Zweige anbieten , auf Luftfeuchtigkeit achten ansonsten denke Ich sind es eher Pflegeleichte Vögel.

    Falls du auf Miete wohnst vorher mal bei allen Nachbaren fragen ob es ihnen nichts ausmacht von der Lautstärke her am besten Notebook mitnehmen und dieses Video mal zeigen bzw anhören lassen.

    http://www.youtube.com/watch?v=bYFMo5Ar1k0

    Denn sie sind Sau Laut vorallem die ersten Wochen wirst du oft den "Alarmruf hören" welcher sehr laut und schrill ist , nachher benutzen sie den "Alarmruf" zwar nicht mehr bzw war es bei mir so aber die stimme bleibt weiterhin Laut und Schrill nur nicht mehr ganz so Laut.

    Vom Preis her würde ich nicht mehr als 150€ Stk Zahlen , wenn du etwas länger suchst dann findest auch welche habe am Anfang auch immer nur welche für 250-300€ gefunden (Jendayas). Züchter gibt es eigentlich auch genug.
     
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  9. dienini

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    Huhu,

    vielen lieben Dank für die ausführliche Antwort =)

    Ja, über PBFD habe ich auf einer Welliseite schon einiges gelesen, mir war jedoch nicht bewusst, dass so ein großer Anteil der Wellensittich- und Agapopulation den Virus in sich trägt.
    Ich werde mich bei meiner Vogelkundigen Tierärztin über Tests informieren.
    Jetzt stellt sich für mich die Frage, ob PBFD für andere Sittich und Papageienarten so viel gefährlicher ist. Denn wenn dem so wäre und meine Wellis Träger des Virus sind, könnte ich ja nie wieder auch nur ein Vögelchen bei mir Aufnehmen, ohne Sofas, Bettdecken, Vorhänge zu verbrennen und die ganze Wohnung mit Sagrotan auszuspritzen. ;)

    Panisch war ich nun nicht ^^ Wenn 80%-90% der Agas und Wellis erkrankt sind oder den Virus in sich tragen, kann die Krankheit so tödlich nicht sein… sonst wären Wellensittiche und Agas sehr viel seltener (und teurer :~) als sie es sind ;)

    Von einer Vergesellschaftung habe ich glaube ich gar nicht geredet, oder ich habe mich sehr doof ausgedrückt. Frage war lediglich, ob man 2 Volieren in einem Zimmer unterbringen könnte (wobei ich natürlich von einem gemeinsamen Freiflug absehen würde)… weiß nicht, ob das als Vergesellschaftung zählt. Aber da würde mir dann Problem Luftfeuchtigkeit wohl eh einen Strich durch die Rechnung machen…

    Ich bin ja nur durch Zufall auf Sonnensittiche gestoßen, finde sie auch immer noch ganz großartig, sollte eine andere Art besser zu meinen Wellis und mir passen, wäre ich sicherlich nicht abgeneigt.
    Von Katharinasittichen ist mein Freund alles andere als begeistert, kann nicht genau verstehen wieso, aber da wir zusammen wohnen und Vögelchen halten habe ich das leider zu akzeptieren.

    Ich werde mir das Buch auf jeden Fall besorgen. Züchten möchte ich wirklich nicht, es geht mir viel mehr um eine allgemeine Anleitung zur Haltung, Pflege, Fütterung etc.

    Mein Freund und ich haben das Glück bei meinen Eltern zur Miete zu wohnen, alle direkten Nachbarn sind Familie und die sollten im Normalfall mit dem Geräuschpegel einverstanden sein. Möchte fast behaupten, dass wir durch unsere ewig brabbelnden Wellis abgehärtet sind was Geräusche anbelangt (lässt sich sicher nicht unbedingt mit den Schreien der Sonnensittiche vergleichen, aber wir wissen dass Vögelchen Lärm und Dreck machen).

    Hatte mich schon im Vorfeld über Hand- und Naturaufzuchten informiert und würde auch keine Handaufzucht kaufen. In einem großen Zoogeschäft in unserer Nähe gab es ein Sonnensittichpärchen (beide männlich… DNA geprüft, Handaufzuchten) für 1.200 Euro zu kaufen. Das ist für mich als Studentin auch gar nicht bezahlbar und auch nicht wirklich das, nach dem ich suche.;)

    Nun nochmal eine Frage zu der Luftfeuchtigkeit… Auf manchen Welliseiten wird gesagt, dass auch sie eine recht hohe Luftfeuchtigkeit benötigen (muss zugeben, dass ich mir bisweilen keine großen Gedanken darüber gemacht habe, da ich immer dachte, dass Wellis in der Natur in recht großer Hitze und Trockenheit leben). Auf diesen Seiten wird auch gesagt, dass z.B. ein Zimmerbrunnen ausreicht um diese Luftfeuchtigkeit zu garantieren. Würde das auch für Sonnensittiche ausreichen oder müsste ich ein Luftbefeuchtungsgerät kaufen?

    Liebe Grüße, Nina
     
  10. #8 Christian, 24. Juni 2010
    Zuletzt bearbeitet: 24. Juni 2010
    Christian

    Christian Foren-Guru
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    Hi again!

    Ja, ist es, denn bei Wellies und Agas wurden regelrecht Immunitäten herangezüchtet, bei anderen Arten nicht.

    Man muß aber auch wissen, daß es erstens verschiedene Circo-Virusarten gibt und je nach Virustyp und betroffener Krummschnabel-Art die Auswirkungen mehr oder weniger katastrophal ausfallen. Ohne gezielte Behandlung sind die Auswirkungen meist langfristig verheerend bis hin zu total nackten Vögeln. Tödlich sind dann meist Sekundärinfektionen, da der Circovirus ähnlich wie HIV eine Immunschwäche auslöst.

    Stimmt ... der Virus ist bis zu drei Jahren ausserhalb des Wirtes überlebensfähig !!! Und Sagrotan nützt Dir da gar nix, da nur ganz wenige Desinfektionsmittel überhaupt in der Lage sind, diesen Virus abzutöten.

    Nein, denn als das Disaster bei Wellies und Agas begann seinen Lauf zu nehmen, hat eine der renomiertesten Veterinär-Unis den Züchtern geraten die Zucht für 1-2 Jahre auszusetzen und nach Stabilisierung des Bestandes mit der Zucht fortzufahren. Eine ganz fatale Empfehlung, denn hier wurden zwar etliche Vögel gerettet, aber der Virus ganz extrem verbreitet ... letzteres hätte man meiner Meinung nach unbedingt verhindern müssen.

    Nicht unbedingt, aber es ist wie gesagt im Winter ziemlich schwierig die 45%-Marke zu knacken.

    Da Katharinas ja ausscheiden ... sind halt auf den ersten Blick Frauenvögel ;) ... aber nur auf den ersten Blick ... kämen noch Aymarasittiche in Betracht.

    Diese Art hat mehrere Vorteile:

    1. Ich hatte sie zusammen mit Wellies gehalten (getrennte Volieren sind Pflicht) und bis auf die paar Wochen, wo die Aymaras in Brutstimmung kommen, hat das mit gemeinsamem, ganztägigem Freiflug super geklappt. Inzwischen leben die Wellies leider nicht mehr.

    2. Sie brauchen keine so hohe Luftfeuchtigkeit, wie die meisten anderen Südamis ... 40-50% reichen.

    3. Auch wenn sie nur Wellensittich-Größe haben, sind sie vom Verhalten her ihren größeren südamerikanischen Nachbarn sehr ähnlich und auch deutlich intelligenter als Wellies. Apropo Verhalten ... so spitzbübisch wie sie aussehen sind sie auch ;)

    4. Sie haben eine sehr angenehme Laustärke ... maximal so laut wie Wellies, aber dafür nur wenige Minuten am Tag.

    ABER: Sie sind enorm begeisterte Flieger und brauchen somit viel Platz und noch mehr Freiflug ;)

    Kurz und gut ... es sind die geilsten Vögel der Welt :D:D:D

    Falls Ihr mal Aymaras in Action gesehen habt, willste das Buch eh nicht mehr kaufen ;)

    Von wegen ... Sonnies lassen die Ohren dermaßen klingeln, daß Du diese Aussage sehr schnell revidieren wirst ... da könnt Ihr aber drauf wetten ;)

    Solche Preise sind mehr als nur Wucher, das grenzt schon an ... na, ich sag's lieber nicht.

    Welche Luftfeuchtigkeit eine Art benötigt, kann man ganz leicht selber überprüfen, wenn man sich die Klimabedingungen der Region anschaut, in der sie in freier Natur leben ... na, und wie schaut's in der australischen "Steppe" aus? Gibt's da Monsun? ;)

    Warum ist wohl der Wellensittich der am häufigsten gehaltene Papageienvogel in europäischen und amerikanischen Wohnungen? Ja, ok, nicht nur wegen der Luftfeuchtigkeit, aber eben auch.

    Kurz und gut ... furztrockene Heizungsluft ist selbst für Menschen schädlich und fördert Erkältungen, aber die üblichen Gegenmaßnahmen, mit denen sich im Winter ca. 45-50% erzielen lassen, ist für Wellies ausreichend. Und das ist auch für den Menschen sehr empfehlenswert.

    Ich persönlich habe keinen Zimmerbrunnen, weil die Dinger sich ratzfatz zu Keimschleudern entwickeln, von daher kann ich das nicht beantworten ... ich schätze es reicht. Wenn man aber so'n Teil hat, sollte man dafür sorgen, daß die Geier da nicht drankommen und es häufig reinigen.

    Ob's auch für Sonnies reicht, weiß ich nicht. Fakt ist, ein Hygrometer ist Pflicht und man muß sich drauf einstellen, daß die üblichen Methoden u.U. nicht reichen.

    Aber wie gesagt ... es gibt auch andere Arten, die nicht minder interessant sind. Ich würde eher zu Aymaras raten, da hier i.d.R. auch gemeinsamer Freiflug möglich ist, wenn auch u.U. mit einer kurzen Trennung im Frühjahr. Aber lieber zwei Arten die nur wenige Wochen im Jahr getrennten Freiflug brauchen, als zwei Arten wo das ganzjährig der Fall ist und beide Arten dann definitiv zu wenig Freiflug bekommen, da man die verfügbare Zeit auf zwei Arten verteilen muß. Das solltet Ihr Euch mal durch den Kopf gehen lassen!

    Aber bevor die PBFD-Frage nicht geklärt ist, wird das eh nix.

    PS: ALLE Südamis brauchen täglich Grünkost (Obst, Gemüse, Gräser, Kräuter) und haben dementsprechend einen recht flüssigen Kot. Teppich im "Vogelzimmer" ist somit ein No-Go.
     
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