Hätte da ein Virus nicht zugeschlagen ???

Diskutiere Hätte da ein Virus nicht zugeschlagen ??? im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo zusammen, ich bräuchte mal einen Rat aus eurem Gefühl herraus bzw. Erfahrung. Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, pflege ich seit drei...

  1. Ursula

    Ursula Foren-Guru

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    Hallo zusammen,

    ich bräuchte mal einen Rat aus eurem Gefühl herraus bzw. Erfahrung.
    Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, pflege ich seit drei Wochen einen Graupapagei.
    Das Tier wurde ausgesetzt und war in einem sehr schlechten Zustand:

    abgemagert
    abgestorbene Zehen (jeweils 1 pro Fuß)
    alte Verletzung am Flügel
    scheu
    gelblicher Durchfall

    Die Untersuchung beim TA war nicht sehr aufschlußreich.
    Zehen konnten abgezwickt werden, da total vertrocknet
    Flügel wurde gereinigt
    röntgen ergab entweder eine vergrößerte Leber oder aufgeblähten Darm
    Blutwerte waren alle o.k. nur die Bauchspeicheldrüse war erhöht

    Jetzt hat sich die Verdauung normalisiert und das Fressverhalten ist auch normal
    geworden. Am Anfang wollte sie Unmengen fressen.
    Auch fängt sie an zu mausern und wirkt intressierter an der Umwelt.


    Nun kommt meine Frage:

    Wenn es ein gefährlicher Virus wäre, hätte der Vogel nicht sterben müssen ?

    Die Graue war ja total geschwächt und gestresst, hier hätte ein Virus doch voll
    zugeschlagen und eine Besserung wäre nicht möglich oder ?
     
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  3. #2 Mephisto, 23. Mai 2001
    Mephisto

    Mephisto Guest

    Hallo Ursula,

    Das ist hier schwer zu sagen.
    Es gibt so viele Infektionskrankheiten,das Dir wahrscheinlich nur ein Tierarzt näheres sagen könnte.

    Es kann aber möglich sein das dieser Virus(Infektion)die Leber angegriffen hat,da ja wie Du beschrieben hattest die Leber vergrößert scheint.

    Das könnte auch auf die abgestorbenen Zehen und den gelblichen Durchfall zutreffen.

    Gute Besserung wünsche ich deinem Grauen !
     
  4. KarinD

    KarinD Guest

    Also doch keine Bauchspeicheldrüsenerkrankung

    Hallo Ursula,

    die damals und heute beschriebenen Symptome passen wirklich deutlich besser zu einer Lebererkrankung, denn zu einer Störung der Bauchspeicheldrüse. Bei Erkrankungen der Leber schwillt oft parallel der Bauch an, da es zu Flüssigkeitsansammlungen kommt. Der Bauch schwillt oft stark an und die Flüssigkeit könnte unter Umständen sogar tastbar sein.
    Begleiterscheinungen sind oft Durchfall und / oder Erbrechen. Der Kot ist bräunlich oder gelblich verfärbt.
    Auch eine Polyurie (krankhafte Vermehrung der Harnmenge) könnte möglich sein.

    Solche Veränderungen an der Leber könnten durch folgendes hervorgerufen werden:

    - Infektionskrankheiten, ausgelöst durch Viren, Bakterien
    - Pilzinfektionen
    - unverträgliche oder verpilzte Futtermittel
    - Gifte, die der Vogel direkt oder über die Haut aufgenommen hat
    - Wurmbefall

    Oft haben diese Vögel verminderten Appetit oder verweigern Nahrung und Wasser völlig. Dies führt sehr schnell zur Austrocknung (siehe Vertrocknen der Zehen)

    Empfohlen werden könnten:
    - Carduus compositum
    - Coenzyme compositum
    (beide je 1*täglich je 1 Tropfen direkt in den Schnabel)

    - im fortgeschrittenen Stadium:
    - Chelidonium homaccord
    - Hepar compositum
    - Coenzyme compositum
    (je 1 Tropfen pro Tag über den Schnabel)
    - Arsenicum album-injeel kann ebenfalls helfen (1 Tropfen pro Tag)
    (Quelle: Naturheilprxis Vögel / Bernard Dorenkamp / Verlag Gräfe und Unzer)


    Ansonsten klingt Deine Beschreibung doch wirklich schon sehr gut. Das Vertrocknen der Zehen, der gelbliche Kot ..alles paßt zu den beschriebenen Symptomen einer Leberstörung bzw. -erkrankung.
    Ich würde Dir recht geben, daß es im Falle eines schwereren Infektes nicht so schnell zu einer Besserung gekommen wäre.
    Da der Graue ausgesetzt wurde, ist es durchaus möglich, daß die aufgenommene Nahrung einseitig, nicht ausgewogen und/oder verpilzt war. Somit ist eine Leberstörung vorauszusehen. Ob dies die tatsächliche und alleinige Ursache war, vermögen wir leider nicht per Ferndiagnose zu ermitteln, dies könnte natürlich nur ein ausgebildeter TA.

    Trotzdem denke ich, daß Du allen Grund zum Optimismus haben kannst, da Dein Grauer ja auch schon erhebliche Verbesserungen im Gesundheitszustand zeigt. Bei einem schweren Infekt hätte die Lage sicherlich ganz anders ausgesehen.

    Ich drücke Euch weiterhin die Daumen und wünsche Deinem Grauen auch weiterhin gute Besserung.

    Liebe Grüße,

    Karin
     
  5. Ursula

    Ursula Foren-Guru

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    Zustand immer noch stabil

    Der Zustand der Grauen ist immer noch gut.
    Diese Woche werde ich ihr einfach mal den Käfig aufmachen, mal sehen ob sie Lust hat das Wohnzimmer auf den Kopf zu stellen.
    Sie wird sicher nur raus kommen, wenn niemand da ist.
     
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