Hahn rupft Henne - Was kann ich tun?

Diskutiere Hahn rupft Henne - Was kann ich tun? im Nymphensittiche Forum im Bereich Sittiche; Hallo Ihr Lieben! Ich habe seit einiger Zeit ein Problem mit meinem Nymphenpärchen. Sammy, der Hahn, ist zur Zeit richtig in Brutlaune. Er...

  1. wdcs

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    Hallo Ihr Lieben!

    Ich habe seit einiger Zeit ein Problem mit meinem Nymphenpärchen. Sammy, der Hahn, ist zur Zeit richtig in Brutlaune. Er besteigt seine Henne auch ständig, aber sie ist nicht sehr begeistert davon und legt auch nicht. Dagegen ist ja auch nichts einzuwenden, aber bei den täglichen Krauleeinheiten zwischen den beiden ist mir jetzt aufgefallen, dass Sammy seiner Dame die Federn am Kopf ausrupft. Sie schreit jedes mal richtig und jetzt ist sie um die Augen / Ohren und am Hinterkopf schon richtig kahl! Warum macht er das? Und was kann ich tun um das zu unterbinden? Bei seiner 1. Henne hat er das auch nie gemacht (sie ist leider letztes Jahr verstorben).Das kann ja nicht so weiter gehen... Trennen kann ich die beiden allerdings auch nicht, das gibt ein Theater auf beiden Seiten, dass möchte ich mir und den Tieren nicht antun. Ich hoffe, ihr könnt mir da vll. weiterhelfen!
    Schöne Grüße!
    Kati
     
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  3. Zugvogel

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    Hallo Kati,

    das Thema fand sich hier schon zahlreich. Verhaltensstörungen sind in der Regel komplexe Angelegenheiten, können mehrere Ursachen haben, manchmal ist es aber auch nur eine. Sie haben immer ihre Ursachen in einem defizitären Haltungssystem, welches einer gründlichen Analyse unterzogen werden sollte.

    Deine Ausführungen geben einen deutlichen Hinweis darauf, dass dein Nymphenpaar nicht harmoniert ("Sammy, der Hahn, ist zur Zeit richtig in Brutlaune. Er besteigt seine Henne auch ständig, aber sie ist nicht sehr begeistert davon"). Dies ist meiner Meinung nach auch eine der häufigsten Ursachen für das Partnerrupfen bei Nymphensittichen. Zwangsverpaarung kann bei ihnen gewaltig schief gehen.

    Krault die Henne den Hahn gleichermaßen? Weisst du das genaue Alter der deiden Vögel? Ist die Henne schon geschlechtsreif?


    Viele Grüße
    Compagno
     
  4. #3 mieziekatzie, 12. August 2006
    mieziekatzie

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    Hallo,

    vielleicht ist die Henne noch zu jung für ihn und er ist deshalb zickig, weil er nicht "ran darf"!

    Zu den Verhaltensstörungen kann ich auch noch etwas beitragen....
    Einer meiner Hähne hat auch regelmässig seine Henne gerupft, weil er mitgekriegt hatte, dass sein Vater auch tagtäglich seine Mutter gerupft hat und der Hahn nun geglaubt hat, dass gehört so, wenn die Henne nurmehr 3 Federn am Hinterkopf hat..... :k

    Das ist jetzt wieder die altbekannte Ausrede mit "er hatte ja eine schlechte Kindheit"....

    Erzähl doch mal ein bisschen mehr.....die größe der Voliere, wie lange sind sie zusammen, usw.


    LG,
    Miez
     
  5. wdcs

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    Also, dann fange ich mal vorne an: Sammy war bis vor einem Jahr mit einer Henne verpaart. Mit ihr hat auch alles geklappt. Er hat sie bestiegen und sie hat auch gelegt bis sie an Legenot gestorben ist. Er ist 8 Jahre alt und seine vorherige Partnerin war nur ein Jahr jünger. Als sie dann gestorben ist, musste natürlich ein neues Weibchen her und unser Züchter hatte uns auch eins versprochen. Er sagte, der Altersunterschied wäre nicht schlimm. Wobei ich bis wir die kleine abgeholt haben auch nicht wusste, dass er sie uns praktisch aus dem Nest raus verkaufen wollte. Das haben wir erst später gemerkt, dass sie noch so jung war. Heißt, die beiden sind ziemlich weit außeinander, also 7 Jahre. Wir haben Spitty, also die Henne jetzt ja schon ein Jahr und bis jetzt hat es nie Probleme gegeben. Sie krault ihn übrigens genauso wie er sie, nur dass sie ihn halt nicht rupft. Die beiden leben zusammen mit 2 Wellis in einem Käfig, sind aber den ganzen Tag frei in der Wohnung unterwegs. Außerdem habe ich noch 2 Stanleysittiche, wobei der Stanleyhahn Sammy auch manchmal attackiert wenn dieser auf Spitty steigt. Ach ja, und Sammy hat sich auch schon hinterm Schrank eine "Nisthöle" ausgesucht. D.h. es darf niemand dort in die Nähe kommen. Er greift mich und den Rest der Familie soger richtig an wenn wir zu nah heran kommen. Was mich nur wundert ist, dass das so plötzlich auftritt, das hat er wirklich noch nie gemacht! Was mir auch wichtig ist, wie kann ich die Henne schützen?
    Ich hoffe, das hilft jetzt ein bisschen weiter!?
    Bis dann! Und schonmal danke für eure Mühe!
    Kati
     
  6. Zugvogel

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    Hallo Kati,

    das hört sich schon mal nach einer permanenten Stressituation für die Vögel an. Plattschweifsittiche sind keine geeignete Gesellschaft für Nymphen- und Wellensittiche, da sie besonders in der Brutsaison aggressiv werden, wobei die Stanleysittiche noch mit die friedlichsten der Plattschweifsittiche sind. Du solltest auch Sammy vor den Angriffen des Stanleyhahns schützen, vor allem wenn er "beschäftigt" ist.


    Die ausgesuchte "Nisthöhle" würde ich unzugänglich machen, und ich würde die Vögel täglich viel beschäftigen, z.B. mit frischen Ästen zum Benagen und Samenständen von Wildkräutern und Gräsern, an denen sie sich ihr Futter erarbeiten müssen.

    Wie sieht denn die Versorgung mit UV-Licht aus? Bei ganztägigem Zimmerfreiflug könnte ich mir einen Mangel vorstellen.



    @ mietzikatzie

    Verhaltensauffällige Vögel eignen sich generell nicht als Zuchtvögel.



    Gruß
    Compagno
     
  7. #6 mieziekatzie, 12. August 2006
    Zuletzt bearbeitet: 12. August 2006
    mieziekatzie

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    moin,


    das würde ich nicht so einfach sagen.

    wir haben zum Beispiel einen "gelegenheitsrupfer"-Hahn, welcher als Handaufzucht mehrere Jahre nur den Partner Mensch hatte und somit auch noch relativ stark fehlgeprägt ist.....

    dieser hat gerade mit seiner Henne ein Gelege und sitzt fleissig den ganzen Tag auf den Eiern und brütet....

    leider wird immer alles sehr schnell verallgemeinert! :~


    grüsse,

    Miez
     
  8. Zugvogel

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    Also hat er doch aktuell keine Verhaltensstörung! Wer sagt denn, dass Verhaltensauffälligkeiten immer persistieren müssen?

    Ist es sein erstes Gelege? Hat er schon Kücken aufgezogen?

    Gruß
    Compagno
     
  9. #8 dunnawetta, 13. August 2006
    dunnawetta

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    Hi Katie,
    so wie es sich liest, würde ich sagen, die Henne ist zur Zeit noch zu jung, um wirklich zu begreifen, was Sammy von ihr will. Der ist natürlich gefrustet und läßt diesen Frust auch ab. Aktuell würde ich die von Compagno vorgeschlagenen Maßnahmen unterstützen, allerdings keine halbreifen Samenstände, die das Problem vielleicht zusätzlich anheizen würden, verfüttern, sondern eher Grünfutter, das auch beschäftigt. Zusätzlich solltest Du versuchen, die Tageslänge auf etwas unter 12 Stunden täglich zu begrenzen. Das Problem ist zur Zeit die Brutigkeit des Hahns. Und da sollte man versuchen, die runterzufahren. Zusätzlich kannst Du versuchen, die Federneubildung durch die Gabe von Biotin zu unterstützen. Im nächsten Jahr sollte das Problem nicht mehr auftauchen.
    Liebe Grüße
    Anne
     
  10. jayleane

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    Ich würde es genauso machen - viel Beschäftigung, wobei frische Äste und Gräser einen wichtigen Beitrag leisten können. Es gibt keinen Beleg dafür, das ausgerechnet halbreife Samenstände die Brutigkeit verschlimmern. Wieder andere sagen Keimfutter, der nächste gibt den Vitaminen die Schuld.
    Ich halte ein konstantes Futterlevel für wichtig und würde die Hormonlage nicht auf einzelne Futtermittel zurückführen. Zu fettig dürfen die Nymphen natürlich auch nicht ernährt werden.

    Es ist auch nicht gesichert, dass er aufgrund von Brutigkeit rupft. Du hast drei verschiedene Tierarten gemixt, jeweils nur ein Paar. Damit fühlen sich vermutlich nicht nur die Nymphen unwohl. Erst in artgleicher Schwarmhaltung zeigen Nymphen und Wellis (zu den Plattschweifsittichen kann ich nichts sagen) viele ihrer natürlichen Verhaltensweisen. Ich würde dieses Haltungssystem kritisch überdenken - kannst du den Tierarten jeweils einen größeren Schwarm bieten?
    Oder wärst du bereit -im Sinne der Tiere- zu tauschen?
    Die Stanleys müssen auf jeden Fall von den anderen Arten getrennt werden!

    Deine Henne kam als Jungvogel zu dir, war also keineswegs gleich als Sexualpartner geeignet. Sie war (ist) nicht geschlechtsreif, von der Situation überfordert. Er bedrängt sie logischerweise. Das hört sich alles nach keiner guten Konstellation an, Zwangsverpaarungen sind immer schwierig. Deshalb sollte man, wennn es unvermeidbar ist, versuchen möglichst passende Tiere zusammen zu setzen.
    Wenn dein Hahn vorher glücklich verpaart war, hätte ich nach einer ähnlich gefärbten Henne gesucht, die mindestens 2 oder 3 Jahre alt ist.

    Zum Schluss noch ein bischen Lektüre:
     
  11. Zugvogel

    Zugvogel Foren-Guru

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    Die tägliche Lichtmenge hat keinen Einfluss auf das Brutverhalten von Nymphensittichen. Dies wird besonders deutlich, wenn wir uns die Bedingungen in Australien vor Augen halten. Ungefiltertes UV-Licht sollte ganzjährig über mindestens 12 Stunen am Tag zur Verfügung stehen. Dies ist auch wichtig für den Kalzium-Stoffwechsel. Störungen dessen können ebenfalls zum Rupfen führen. Weder das Verfüttern von halbreifen Samen (auch in Australien finden sie als Nomaden ganzjährig immer mal wieder halfreife Samen, Beeren und Füchte) noch die Tageslänge konnte ich in der Gefangenschaftshaltung als wesentliche Einlussfaktoren auf das Brutverhalten von Nymphensittichen ausfindig machen.

    Ich denke, die primäre Ursache ist die Dysharmonie des Paares. Das Alter der Henne dürfte unbedeutend sein, denn sie ist geschlechtsreif.

    Gruß
    Compagno
     
  12. wdcs

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    Das sind ja richtig viele Informationen auf einmal! Da weiß ich gar nicht, wo ich jetzt anfangen soll. Aber danke, das ihr euch so viel Mühe macht!!!
    Also, wenn ich das richtig verstanden habe, ist ein wesentliches Problem, dass Sammy in Brutlaune ist. Ich werde jetzt gleich als erstes mal die "Nisthöle" zu bauen. Und eigentlich bekommen sie ja auch fast jeden Tag frisches Grünzeug wie Löwenzahn und Miere und Äste zum benagen haben sie auch... aber vll. fällt mir ja noch was anderes ein um sie zu beschäftigen.
    Das mit der Tageslänge hatte mein TA auch mal erwähnt, also dass wir die verkürzen sollten wegen der Brutlaune von Sammy, weil er sonst ganz aus dem Rythmus käme. Aber wie stellt man sowas an. Ich kann doch die Tiere nicht in den Käfig sperren, alle Rolladen herunter lassen und sie da sitzen lassen?! Zumal ich ja auch noch in dem Zimmer hause wo die Käfige stehen...
    Das Sammy wegen unserem Stanleyhahn während der Brutsaison unter enormem Stress steht, ist leider eine Tatsache. Ich trenne die Stanleys auch regelmäßig von den Nymphen, um ihnen ein wenig Ruhe zu gönnen. Mich dafür entscheiden, ein Paar wegzugeben, kann ich aber auch nicht. :traurig: Ich habe alle schon seit fast 8 Jahren und der Rest der Familie würde das auch nicht wollen. Mit den Wellis und den Finken, gibt es aber überhaupt keine Probleme, die stören sich garnicht aneinander. Ich würde es heute auch sicherlich anders machen, also nur eine Art halten, aber ich möchte jetzt auch keinen weggeben. Die Wellis sind z.B. schon 10 und 11 Jahre alt, da wäre ein Ortswechsel wohl auch zu viel Stress...
    Zum Thema UV- Licht kann ich nur sagen, alle unsere Vögel sonnen sich eigentlich regelmäßig, mind, einmal pro Tag wenn es das Wetter zulässt. Da glaube ich also nicht an einen Mangel.
    Was ich noch ganz interessant finde, ist die Sache mit dem Biotin zur Federbildung. Wo bekommt man denn so etwas her?? Ich kenne nur die Mauserhilfen aus dem Zoofachhandel...
    Ach ja, und noch etwas hat mich sehr interessiert. In dem Infoblatt stand, dass das Partnerrupfen auch eine Art übersteigertes Putzen, also ein höchster Liebesbeweis sein kann... Könnte das nicht bei meinen beiden auch so sein? Ich meine, eigentlich hat Sammy die Henne ja von anfang an akzeptiert und ist ihr garnicht mehr von der Seite gewichen. Und das Rupfen macht er ja auch nur, wenn er sie eigentlich krault.
    Na ja. Ich glaube ich werde aber auch diese Woche noch mit der Henne zum TA fahren, weil ich Angst habe, dass sie an den gerupften Stellen eine Infektion bekommen hat. Der Schnabel hat sich da so gelblich verfärbt und ich habe den Eindruck, dass die Stellen um die Augen auch ein wenig angeschwollen sind.
    Das wars dann auch erstmal wieder. Hoffe, ich bekomme noch ein paar Tips und Ratschläge!
    Bis dann,
    Kati
     
  13. dunnawetta

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    Hi Katie,
    ich denke schon, daß Du an der Tageslänge etwas drehen solltest. Du hast Doch Rolladen in dem Zimmer, wo die Nymphen stehen. Wärs möglich, daß Du die eben morgens später hochziehst? Oder hochziehen läßt? Ich würde damit morgen anfangen. Erst mal ne halbe Stund länger unten lassen, dann jeden Tag 5 Minuten mehr, bis zu so bei 11 1/2 Stunden angelangt bist. bis zur Tag- und Nachtgleiche ist es ja nicht mehr allzu lang.
    Mir ist das so auch vom TA geraten worden, als in diesem Frühjahr die Brutigkeit meiner Gewitterhexe erst mal verhindert werden mußte, weil Madame viel zu fett war und zuerst mal auch ein vernünfiges Level runtermußte. 160 gr. sind auch für eine außergewöhnlich kräftige Nymphin einfach zu viel. Mir ist es gelungen, durch diese Maßnahme kombiniert mit einer sehr bewußten Ernährung die Brutigkeit um ca 2 Monate zu verschieben, dann war Gewitterhexe (dank maßvollem Spocht und regelmäßigem Training) ihrem "Kampfgewicht" von ca. 130 gr schon sehr nahe, konnte und wollte wieder ne ordentliche Ecke fliegen, ohne aus der Puste zu kommen.

    Ich hab mich mal noch ein wenig über Deine Spitty kundig gemacht. Eigentlich dürfte sie jetzt erst knapp ein Jahr alt sein. Du hast sie, wenn ich das richtig sehe, so gegen den 10. 09.2005 ziemlich "nistkastenfrisch" von Deinem Zücher bekommen. Und dann hat sie letztes Jahr auch noch rumgekränkelt und Du hattest Mühe, sie gewichtsmäßig höher als 72 gr. zu bekommen. Ich denke, sie konnte sich wegen der Versäumnisse Deines Züchters in der Zeit bei Dir nicht ordnungsgemäß entwickeln und ist jetzt immer noch ein bißchen hintendran. Den Tretakt wird sie vermutlich eher dulden, als selbst mit Begeisterung bei der Sache zu sein. Und ich schätze, daß sie auch für Sammy´s Bruthöhle nicht so die rechte Begeisterung hegt. Sie wird einfach noch nicht psychisch, vielleicht auch körperlich reif für die Brut sein.

    Und das macht Deinem Sammy zu schaffen. Da müht man sich ab, eine schöne Bleibe für das geplante Familienleben zu finden, tut der Dame jede Menge schön und die ist nicht so richtig bei der Sache. Und wenn man dann mal darf, kommt auch noch dieser blöde Stanley an und schmeißt einen im besten Kosen runter. Ich denke schon, daß sowas sexuell frustriert und Monsieur gegenüber seiner Liebsten leicht ungeduldig wird. Bei meiner 4er Bande ist es auch so, daß die Geduld und die Hingabe sich gegenseitig das Köpfchen zu kraulen, manchmal ziemlich kurz sind. Und da wird dann auch schon mal eine Feder ausgezupft oder mitten im Kraulen auch mal gehackt. Allerdings nimmt es nicht die Formen an, daß meine jetzt um den Kopf herum nackig wären.
    Das Biotin müßtest Du in einer gut sortierten Zoohandlung finden, möglicherweise auch in einem Laden, der mehr auf Taubenzucht spezialisiert ist. Meins ist von Quickon und wirkt wirklich wunderbar bei der Mauser, so daß sie da wesentlich schneller durch sind. Falls Du da nichts finden kannst, versuch es mal übers Internet.
    Wegen der Beschäftigung: vielleicht wärs gut, wenn Du heute noch ein wenig an die frische Luft gest, ein paar neue Äste schneidest und den Kafig, die Voli komplett umgestaltest. Das sollte Deinem Sammy auch ein bischen was zum Denken geben....
    Laß den TA nach ihr gucken. Ich denke wirklich, daß Spitty durch den Züchter einiges abgekriegt hat und nicht so stabil ist, wie es wünschenswert wäre. Was die Stanleys angeht: Wär´s nicht möglich, sie in einem anderen Raum unterzubringen? Und überleg mal genau, wann das angefangen hat mit dem Partnerrupfen. Zeitgleich mit den Kopulationsbemühungen? Das würde mich jetzt interessieren.
    Liebe Grüße
    Anne
     
  14. wdcs

    wdcs Mitglied

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    Hallo Anne!
    Also, meine Vögel schlafen in der Regel so lange wie ich, d.h. die Rolladen sind von 21 Uhr (da bringe ich die Bande in die Käfige, decke sie ab, bleibe aber selber noch auf) bis ca. 10 Uhr unten. Ruhe ist im Zimmer meißtens aber abends erst so gegen 0.00 oder 1.00 Uhr. Also haben sie so 9-10 Stunden ganz dunkel. Muss ich mal sehen, ob ich da noch was drehen kann vll. so auf 12 Stunden.
    Mit Spitty hast du schon Recht. Sie ist knapp 1 Jahr alt und über die 78- 79 g. bekommen wir aie auch nicht raus. Sie ist auch ziemlich klein, was sie eben zu einem nicht ganz so stabilen Nymphie macht ganz im Gegensatz zu Deiner. :) Ich könnte mir also auch gut Vorstellen, dass das für sie eine Belastung ist wenn Sammy wieder Lust verspürt. Wie Du geschrieben hast, sie duldet das ganze bzw. lässt es über sich ergehen, aber mehr auch nicht. Manchmal schmeißt sie ihn aber auch runter.
    Das mit dem Käfig umgestalten erledigt sich bald von selbst. Wir haben gestern eine geräumige Voliere für die beiden erstanden, die werden wir ihnen jetzt einrichten. Und die kommt auch in einen anderen Raum, also weg von den Stanleys.
    Wenn ich mich recht erinnere, hat das mit dem Rupfen ziemlich genau mit der Brutlust von Sammy angefangen. Ich habe schonmal überlegt, ob das vll. der Zeitpunkt war, als die kleine geschlechtsreif geworden ist...?
    Na denn,
    bye bye!
    Kati
     
  15. jayleane

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    Jein - die Beziehung erscheint mir sehr unausgewogen. Deine Henne ist gesundheitlich anscheinend noch nicht ganz fit und vermutlich steckt sie noch in der Entwicklung. Dein Hahn dagegen ist hochpotent und muss seine Triebe befriedigen.
    Da sie aber kein geeigneter Partner ist, lässt er seinen Frust eben an ihren Federn aus.

    Ich denke eine Henne, die ihm gewachsen ist wäre sinnvoller. Aber aus der Ferne kann man solche Situationen immer schlecht einschätzen.

    Sehr gut! :zustimm:
    Trennst du die Wellis ebenfalls von den Stanleys ab?
     
  16. dunnawetta

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    Hi Katie,
    ich fang mal von hinten an: die Brutlust von Sammy hat weniger damit zu tun, ob die Kleine geschlechtsreif wurde, sondern mehr damit, daß für ihn, den Nymph in den besten Jahren, die äußeren Bedingungen stimmten, sich an die Fortpflanzung zu wagen. Aneinander gebunden hatten sich sich ja vorher schon, vielleicht aus unterschiedlichen Gründen, aber trotzdem gebunden. Was liegt da näher, als sich an den "Teenager" zu halten, mit dem man eh verbandelt ist und außerdem ist ja auch kein anderer da. Ich hab mir nach Deinen Schilderungen fast gedacht, daß das Problem mit Sammys Brutigkeit den Anfang genommen hat. Wenn sie sonst miteinander gut harmorniert haben, lag das sehr nahe.
    Hinsichtlich der Voli möchte ich mich Jayleane anschließen: Top! das dürfte mit entscheidend dazu beitragen, das Problem zu entschärfen. Guck, daß Du die neue Voli so schnell wie möglich in Betrieb nimmst. Dann ist Sammy auch erst mal damit beschäftigt, sein neues Reich in Besitz zu nehmen und macht, wenns gut geht, erst mal "Feuerpause".
    Die Tageslichtzeit solltest Du versuchen, knapp unter 12 Stunden zu drücken. Ab Herbstanfang dürfte die Brutigkeit dann bis nächstes Jahr eh´ "gegessen" sein. Und im nächsten Jahr sollten sich die jetzigen Probleme eigentlich erledigt haben.
    Wenn Deine Lieben, sich durch die Fensterscheiben sonnen, wäre vielleicht auf Dauer eine Bird- Lamp doch nicht so schlecht, weil Fensterglas UV- Licht normalerweise nicht durchläßt. Das heißt, sie kriegen den wichtigen Teil des Sonnenlichts nicht ab, egal wieviel sie sich sonnen. Ich bin gegenwärtig gerade dabei, ebenfalls eine größere Voli zu planen und denke auch heftig über eine Bird- Lamp nach. Alternativ dazu will ich mein Wohnzimmerfenster, wenn ich ein neues hab (bei dem alten gehts aus technischen Gründen nicht) mit Volierendraht von außen vogelsicher machen, so daß sie sich im Sommer da bei geöffnetem Fenster richtig sonnen können.
    Liebe Grüße
    Anne
    P.S.@ Jayleane: Dein Benutzerbild find ich klasse. Ich denke jedesmal, da kommt Batman um die Ecke, der Rächer der Enträchteten oder so ähnlich. :zwinker: Nix für ungut & liebe Grüße
    Anne
     
  17. jayleane

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    So ungern ich dagegen halte, aber Rupferproblematiken erledigen sich selten schnell und leicht. Ich fürchte eher, dass dieses Verhalten auch in den nächsten Jahren auftritt, da Hahn und Henne nicht wirklich harmonieren. Sollte es nächstes Jahr wieder dazu kommen, würde ich ernsthaft abwägen, ob vielleicht aufgestockt werden kann. Natürlich nur, wenn auch für 4 Vögel ausreichend Platz gewährleistet werden kann.

    Der räumliche Wechsel, der bei dir ansteht dürfte allerdings erstmal gut ablenken, und den Stressfaktor der Stanleys raus nehmen. :)

    Eine Birdlamp lohnt sich immer, wenn man kein direktes Sonnenlicht bieten kann, da stimme ich Anne zu. Wir haben bei uns eine 120cm-Röhre mit Automatikdimmer. So kann ich den Vögeln einen Sonnenauf- und untergang bieten. Das erleichtert den Alltag ungemein, weil sie sich automatisch Schlafplätze suchen, wenn das Licht bei etwa 30% liegt und die Zeitschaltuhr auch dafür sorgt, dass jeden Tag zur selben Uhrzeit Schlafenszeit ist.

    Ein vergittertes Fenster haben meine Geier auch seit diesem Sommer - und sie lieben es! Wir hatten vorher schon Sitzstangen direkt am Fenster, welche sie auch gut genutzt haben. Aber richtige Sonne macht doch nochmal einen Unterschied aus. (Schau mal hier, da hab ich das Fenster vorgestellt.)


    Danke, Danke! [​IMG]
     
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  19. wdcs

    wdcs Mitglied

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    Hallo!
    Das mit der Bird- Lamp werde ich mir mal überlegen. Mal ein paar Angebote einholen. :) Da muss ich direkt daran denken, wie ich meinen Stanleyhahn "erwischt" habe, wie er sich mal unter meiner Schreibtischlampe sonnen wollte.
    Das mit den beiden Nymphis scheint ja doch ein ganz schönes Problem zu sein. :traurig: Ich bin im mom echt am überlegen, ob es nicht besser wäre, die Henne wegzugeben und eine ältere für Sammy zu besorgen... So schwer mir das fällt, aber so wie ihr das hier beschreibt wäre das wohl das Beste, oder? Noch zusätzlich 2 Nymphen das geht nämlich echt nicht, dafür habe ich keinen Platz und das kann ich den Tieren ja dann auch nicht antun, das wäre dann ja nicht artgerecht. D.h., jetzt muss eine Familienberatung her... Und dann habe ich auch keinen, der meine süße nehmen würde, weil ich ja will, dass es ihr gut geht da wo sie für den Fall hin käme...
    Na ja, mal sehen wie sich das entwickelt.
    Bis dann,
    Kati
     
  20. dunnawetta

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    Hi Katie,
    ich denke, Du verlierst nichts, wenn Du das Ende der Brutigkeit Deines Sammy abwartest und dann siehst, ob sich das Problem immer noch stellt. Ich würde zuerst mal versuchen, ihn von seinem Brut-Trip runter zu kriegen. Möglich, daß sich dann alles wieder von alleine einpendelt. Im nächsten Jahr wird Deine Henne reif genug sein. Wenn es dann immer noch diese Probleme gibt, oder Du merkst, daß es doch nichts mit der Brutigkeit zu tun hat, kannst Du immer noch handeln.
    Liebe Grüße
    Anne
     
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