Hallo!! Bin neu hier und hab gleich Fragen *g*

Diskutiere Hallo!! Bin neu hier und hab gleich Fragen *g* im Graupapageien Forum im Bereich Papageien; Hallooooooooooo Leute!! Ich heiße Susanne deshalb mein Nick "Suzzi" nicht von Suzuki oder so, nein weil meistens der Nick "Susi" schon vergeben...

  1. Suzzi

    Suzzi Guest

    Hallooooooooooo Leute!!

    Ich heiße Susanne deshalb mein Nick "Suzzi" nicht von Suzuki oder so, nein weil meistens der Nick "Susi" schon vergeben ist.*g*
    Ich bin 31 Jahre alt, verheiratet und habe 2 Kinder und einen halben Zoo daheim. Das fängt mit meiner Neuesten Errungenschaft und lange gehegtem Traum an: Rico mein Graupapagei. Er ist "Warscheinlich" weiblich undca.5 Monate alt.Er Bewohnt eine Schöne Voliere und hat einen riesen Kletterbaum, der selbergebaut ist aus einem Kristbaumständer
    und einem Dicken Ast einer Trauerweide mit eingebundenen Querästen und Spielzeug. Dann folgt mein Zwergpudel Snoopy,
    meine 1 Jährigen Zwerghasen Mucki und Wuschel.Dann noch ein Aquarium und was fehlt da noch??? Ach jaaa, mein Mann Marcus, er ist 32 Jahre alt und erst war er mit meinem Grauen nicht sooo einverstanden, aber seit er da ist liebt er ihn abgöttisch.
    So und nun hab ich schon meine ersten Fragen.
    Ich war schon in einem anderen Papageien-Forum, da war ich aber nicht lange weil ich mir statt erhofften Tips nur vorwürfe habe anhören müßen.
    Mich würde interessieren wer hier alles einen "Grauen"
    hat, wer nur "einenE hat, wer zwei hat und welche Erfahrungen diese damit haben.
    Sicher ist es richtig besser 2 Vögel zu halten, aber erstens
    kann ich mir keine 2 auf einmal leisten und zweitens suche ich einen zweiten zu Rico dazu. Das sollte oder darf auch ein Papagei sein der aus seiner "Familie" weg muß, aus welchen Gründen auch immer. Also suche ich hiermit auch einen Partner für Rico.
    Und genau der Umstand hat mich aus dem Vorherigen Forum fliehen lassen, da ich als Tierquäler und sonstiges dargestellt wurde, das es ungesetztlich wäre nur einen einzelnen Vogel zu halten.
    Ich muß Dazusagen, das ich Rico erst seit einem Monat, habe noch wenig erfahrung und such eben auch online nach allem was es wissenswertes über Papageien gibt.
    Mein Rico ist den ganzen Tag über nie alleine. Mein Man und ich arbeiten Schichten und es ist immer Trubel im Haus.
    Am liebsten sitzt Rico mir auf dem Kopf oder der Schulter.
    Wenn ich abend Fernsehe sitzt er im Schoß, döst vor sich hin und läst sich stundenlang kraulen.
    Wer weiß zum Bsp. ein empfehlenswertes Buch über Graue?
    Das GU Buch hab ich schon und das ist mir zu oberflächlich.
    Sodele, jetzt erst mal genug geschrieben und ich hoffe auf rege Antwort ;o))

    Gruß Suzzi
     
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  3. Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin Suzzi!

    Willkommen im Forum! Ich hoffe, es wird Dir hier gefallen, obwohl auch ich nicht garantieren kann, das nicht auch hier hie und da mal ein etwas harscheres Wort fällt (auch mir ist das bereits passiert und es war eine nachträgliche Entschuldigung fällig). Ich kann aber immer nur zu bedenken geben, das es uns allen in diesen Foren um das Wohl der Vögel geht.

    Ich selbst habe inzwischen drei Graue: angefangen hat es mit (Urlaubs-)Pflegetieren, dann den ersten "eigenen", den ich auch erstmal alleine hielt, auch aus dem Grund, das ich mir keine zwei auf einmal leisten konnte (Alf). Vom Charakter und Verhalten her erinnert mich deine Beschreibung von Rico am ehesten an Alf.
    Nach ca. einem Jahr kam der zweite dazu (Charlie): das war zumindest insofern ein Reinfall, als das nach anfänglichem kurzem Interesse sich die beiden ignorierten und sich weiterhin nur noch um uns Mernschen kümmerten, wobei Charlie eindeutig meine Freundin Maike bevorzugt und ich manch einen Kampf mit ihm ausfechten muß.:)
    Seit November nun ist der dritte da, völlig ungeplant, und völlig überraschend versteht er sich hervorragend mit Alf und die beiden hängen jetzt immer zusammen (genaueres kannst Du unter Henry nachlesen). Nun ist dieses Jahr ein passender Partner für Charlie geplant, was sicherlich weitaus schwieriger wird, weil Charlie noch mehr auf Menschen geprägt und fixiert ist als Alf.

    Also ich habe schon Verständnis dafür, das Du erstmal nur einen Grauen hast, war bei mir ja nicht anders, muß allerdings aufgrund meiner Erfahrung auch sagen, das ich jetzt jedem nur empfehlen kann, sich von Beginn an zwei Vögel anzuschaffen, denn spätere Verpaarungsversuche werden mit großer Wahrscheinlichkeit schwieriger werden.
    Andererseits finde es toll, das Du Dich auch eines Abagetieres annehmen würdest und nicht unbedingt auf einen jungen vom Züchter besteht.

    Ungesetzlich ist die Haltung eines einzelnen Papageien nicht, allerdings wird im Gutachten über die Mindestanforderung an die Haltung von Papageien die paarweise Haltung gefordert und einige leiten auch aus dem Tierschutzgesetz eine solche Forderung ab. Mir ist allerdings nicht bekannt, das dies irgendwo bereits Recchtkraft gewonnen hätte.
    Ich bin allerdings auch fast versucht zu sagen: leider, denn die paarweise Haltung gehört inzwischen für mich -nicht zuletzt auch aufgrund von Erfahrungen mit von mir selbst einzeln gehaltenen Sittichen - zu einer Grunderfordernis der Papageienhaltung, während die Einzelhaltung nur in Ausnahmefällen zu rechtfertigen ist
    (allerdings kann es auch die geben).
    Aber bei Dir renne ich damit ja nur offene Tore ein, planst Du ja schon für Rico einen Partner und dabei wünsche ich Dir viel Erfolg!
    U.a. kannst Du es hier im Vogelnetzwerk über die Kleinanzeigen und über die Züchterdatenbank versuchen.
    Hinsichtlich der Bücher gebe ich Dir Recht: die GU-Ratgeber taugen nicht allzuviel, viele falsche Vorstellungen von Grauen werden gerade durch solche Bücher mit hervorgerufen.

    Ich selbst empfehle sehr
    Stefan Luft, Der Graupapagei, Lebenweise, artgemäße Haltung und Zucht, NaturbuchVerlag 1994, ISBN 3-89440-074-9.
    Es gilt als vergriffen, war bislang aber noch über Ricos Futterkiste erhältlich.
    Recht interessant, hinsichtlich praktischer Hinweise aber tlw. veraltet ist
    Wolfgang de Grahl, Der Graupapagei, Ulmer-Verlag 1991, ISBN
    3-8001-7249-6.
    Von Werner Lantermann gibt es ein recht neues, das ich (noch) nicht habe:
    Werner Lantermann
    Graupapageien - Psittacus erithacus Oertel u. Spörer 2000
    ISBN 3-88627-400-4
    Interessant sind auch die Artikel in der Zeitschrift
    "Papageien".
    So, das soll fürs erste reichen!
     
  4. Kuni

    Kuni Guest

    Hallo!

    Ich habe das Buch vom Lantermann schon und ich finde es gut. Es ist meiner Meinung nach informativ und gut verständlich geschrieben und es hat den Zeigefinger nicht ganz so hoch erhoben wie das Buch vom Stefan Luft, nach dessen Lektüre ich mir fast wie ein schlechter Mensch vorkam, daß ich überhaupt auf die Idee gekommen bin mich an Graue heran zu wagen.

    Ich habe auch (bis jetzt) nur einen Graupapagei, der allerdings unbedingt einen Partner bekommen soll sobald er wenigstens etwas zahmer geworden ist. Wir sind jetzt seit dem 9.11.2000 zusammen, aber wir stehen noch praktisch am Anfang, obwohl Balu am vergangenen Wochenende einen großen Fortschritt gemacht hat: Er schreit nicht mehr und flüchtet wenn ich komme, nach einer gewissen Zeit spielt er jetzt sogar wenn ich vor seinem Käfig stehe und er "spricht" sogar mit mir!!! Und er lernt sehr gut "nymphisch".

    Liebe Grüße
    Kuni
     
  5. Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin Kuni!

    Eigentlich ist doch Lantermann für den erhobenen Zeigefinger bekannt!;)
    Ich werde gleich mal sehen, ob ich Lantermanns Buch heute noch irgendwo bestellen kann, bin sehr gespannt drauf.
    Schönes Wochenende!
     
  6. Suzzi

    Suzzi Guest

    Ja das mit dem Buch von DE GRAHL stimmt. Das war das erste das ich mir geholt hatte, und dachte naja 42.- Mark sind da
    bestimmt gut angelegt aber nach dem lesen war ich doch recht enttäuscht. Werde mal sehn das ich das andere das ihr empfiehlt noch wo bekomme.
    Mein Rico ist ne Handaufzucht und war von anfang an zahm.
    Er sitzt mit dauernd auf der Schulter, wenn ich, so wie heute in der Küche kuchen backe sitzt er da und schaut zu.
    Oder er macht es sich auf dem Küchenschrank bequem. Beim Kochen allerdings muß er raus. *logischer weise* ;o))
    Ich habe nur Angst, das wenn es in absehbarer Zeit mal klappt einen 2ten zu bekommen, das es dann nicht so ist das er sich nicht interessiert wenn er sich jetzt schon so an mich bindet, oder das er den anderen garnicht akzeptiert.
    Wie ist das eigentlich mit dem Geschlecht? Ich hatte ja schon Wellis und auch Nymphensittiche, die sich ja von Geschlecht unabhängig gut verstehn und *lieben*.
    Aber bei Grauen?? Kann man da auch 2 Männliche oder Weibliche zusammen setzten oder ist es besser vorher das geschlecht bestimmen zu lassen?
    Wie geht das und was kostet das? Tut das dem vogel weh?
    Ich möchte es ihm wenns möglich ist ersparen, da ich ja nicht beabsichtige zu züchten und somit mir es eigentlich egal ist was er nun wirklich ist. Einzig und allein zählt ja das er sich wohlfühlt.
    Waren ja wieder eine Menge Fragen *g* aber so bin ich nun mal *g*

    Gruß Suzzi
     
  7. Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Hallo Suzzi!

    So, das Buch von Lantermann habe ich mir jetzt auch bestellt, mal sehen, wie das ist.:)
    Tja, mit der Verpaarung ist das so eine Sache, gerade bei
    Handaufzuchten:
    Alf und Charlie sind ja auch Handaufzuchten, welcher Art, weiß ich allerdings nicht. Bei handaufzuchten gibt es ja unterschiedliche Wege (ab Ei oder später, mit Geschwistern oder alleine) und bei einigen wird der Vogel sehr stark auf den Menschen (fehl-)geprägt. In solchen Fällen wird es sehr schwierig, den Vogel wieder an Artgenossen zu gewöhnen.
    Ich sagte bereits: mit Alf und Charlie war es ein Reinfall.
    Die beiden haben sich nur kurzzeitig füreinander interessiert, dann haben sie sich ignoriert und sich weiterhin nur uns Menschen als (Gschlechts-)Partner zugewandt. Mit Henry und Alf funktionierte es dagegen großartig schon beim ersten Freiflug: aber Henry ist auch ein nicht-zahmer Wildfang, der kein Interesse am Menschen hat und sofort versuchte, Kontakt zu seinen Artgenossen aufzunehmen. Dabei wählte er Alf aus - vielleicht auch, weil er spürte, das Alf der etwas weniger auf Menschen fixierte Vogel als Charlie ist.
    Aber immer gilt bei Grauen eigentlich, auch wenn es keine Handaufzuchten sind, das sie hinsichtlich ihrer Partner sehr wählerisch sind und nicht jeden akzeptieren. Genau dies macht eine Verpaarung so schwierig, man darf nicht damit rechnen, das gleich der erste Versuch mit dem ersten Grauen klappt (eben dies ist ´mit ein Grund für die Empfehlung, gleich zwei Vögel zu nehmen um sich und den Tieren spätere Mühen und Streß zu ersparen).
    Bei Grauen heißt es auch, das Geschlecht sei egal, deshalb habe ich auch keine Alayse machen lassen. Da aber die Verpaarung sowieso schon heikel ist, würde ich jetzt jede Chance nutzen, um die Erfolgsquote zu steigern und dazu gehört für mich auch eine nach Möglichkeit gegengeschlechtliche Verpaarung.
    Heutzutage ist eine Gschlechtsanalyse durch eine DNA-Analyse anhand einer Feder möglich, die zwischen 30,- und 80,-DM kostet. Man kann dazu bei einigen Instituten auch abgeworfene Federn einschicken, da ist es aber unsicher, ob die Analyse gelingt. Von Henry habe ich immer noch keine geeignete Feder bekommen!;(
    Ansonsten kann man, wenn man sich selbst nicht traut, auch vom TA eine passende Feder ziehen lassen.
    Nur weiter mit Fragen und Bereichten von Rico!
    Ein schönes Wochenende!
     
  8. KarinD

    KarinD Guest

    Hallo Suzzi,
    Du hast 2 Möglichkeiten das Geschlecht Deines Grauen
    spezifizieren zu lassen: entweder durch eine Endoskopie
    (TA), die mit einem kleinen, operativen Eingriff verbunden
    ist oder durch eine DNA - Analyse. Dafür wird lediglich eine
    Feder Deines Vogels benötigt. Diese Analyse wird von ver-
    schiedenen Instituten angeboten, gilt aber nicht immer als
    100%ig sicher.
    Dafür ist sie allerdings preislich erheblich günstiger und
    was das Wichtigste ist, Du ersparst Deinem Grauen diesen
    Eingriff und den damit verbundenen Streß (und das immer
    verbleibende Restrisiko).
    Ansonsten ist es aber auch durchaus möglich, 2 gleichge-
    schlechtliche Tiere zu halten, sofern Du eine spätere Zucht
    ausschließen kannst.
    Viele Grüße,
    Karin
     
  9. Kuni

    Kuni Guest

    Hallo Rüdiger!

    Natürlich gibt es auch bei Lantermann den erhobenen Zeigefinger:), aber beim lesen des Buches hatte ich ein nicht ganz so schlechtes Gewissen, daß ich mir nen Grauen geholt habe wie beim Luft.

    Kennt ihr übrigens schon die "Weiß der Geier"-Bücher von Schallenberg? Ich habe sie gestern bekommen und finde sie sehr interessant. Sie sind zwar nicht konkret über Graue, sondern über Papageien und Sittiche allgemein, aber in den Büchern steht eine Menge, daß ich bisher in anderen Büchern nicht gefunden habe. Von der Gesetzeslage über Anatomie bis zu Volierenbau:::221.html"]Volierenbau[/URL] und Luftreinigungsgeräten.

    Liebe Grüße
    Kuni
     
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  11. Suzzi

    Suzzi Guest

    Taj das hab ich mir schon gedacht das es da problematisch werden kann.
    Aber wenn er sich nun tatsächlich mit dem "neuen" nicht verträgt, dann kann ich den Vogel doch nicht einfach "zurückgeben" oder wieder verkaufen und es mit dem nächsten versuchen?
    Find ich auch irgentwie blöde, wenn dann der 2te ein Probiervogel ist und dann wieder weg muß wenns nicht klappt.
    Da tut mir der 2te ja jetzt schon leid.
    Hat jemand eigentlich erfahrung mit einem Versuch 2 Verschiedene Papageien zusammen zus setzten? Also eine Amazone mit nem Grauen oder funktioniert das erst recht nicht?
    Is echt schwieriger als gedacht.......:o(
    Ich habe auch schon das Thema gelesen wo es ums Baden oder Duschen ging.
    Mein Rico ist auch ein kleiner Angsthase wenns ums Baden geht.
    Ich habe ihn einfach die letzten paar mal mitgenommen als ich Duschen ging. Er saß erst etwas verdutzt oben auf der Duschwand und wenn in nur ein Tropfen erwischt hat hat er sich geschüttelt als wenns Säure wäre ;o))) und rückte von mir und der Dusche weg. Jedesmal wenn ich ihn jetzt mitnehme
    wird er frecher und traut sich näher. Ich finde das ist eine Gute Möglichkeit ihm zu zeigen das er keine Angst haben muß und er hat die Möglichkeit sich zurück zuziehen wenns ihm nicht gefällt. Mann zwingt ihn zu nichts das er nicht will.Ich denke in ein paar wochen hab ich ihn soweit
    das er gerne duschen geht und wenns auch nur mit mir unter der dusche sein sollte.
    Sodele genug für heute ;o)

    Gruß Suzzi
     
  12. Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin moin!

    Tja, die Endoskpopie habe ich nachlässigerweise wegen der von Dir , Karin, genannten Gründen erst gar nicht erwähnt. Ich bin auch der Ansicht, das eine Endoskopie ausschließlich zur Geschlechtsbestimmung nicht angemessen ist, sondern nur dann in Erwägung gezogen werden sollte, ist, wenn eine Untersuchung der inneren Organe überhaupt angebracht ist.

    >>Hat jemand eigentlich erfahrung mit einem Versuch 2 Verschiedene Papageien zusammen zus setzten? Also eine Amazone mit nem Grauen oder funktioniert das erst recht nicht?<<
    Davon möchte ich ausdrücklich abraten: es gibt *Einzelfälle*, in denen das funktioniert hat (und die man dann immer wieder in den Büchern erwähnt findet), doch die Wahrscheinlichkeit, das es klappt, ist noch weitaus geringer als bei dem Verpaarungsversuch von zwei Grauen.
    Für mich zunächst erstaunlich war, das in den Fällen, in denen es nicht klappte, es die Grauen waren, die auf die Amazonen losgingen (was nur zeigt, wie verzerrt auch mein vor allem durch die Literatur geprägtes Bild von Amazonen ist, die ich immer für agressiver als Graue hielt).
    Zwischen Amazonen und Grauen bestehen Kommunikationsprobleme: Signale wie bspw. das Fächern der Schwanzfedern bedeuten bei den Amazonen etwas ganz anderes als bei den Grauen - das kann nur zu Mißverständnissen führen.

    >>Aber wenn er sich nun tatsächlich mit dem "neuen" nicht verträgt, dann kann ich den Vogel doch nicht einfach "zurückgeben" oder wieder verkaufen und es mit dem nächsten versuchen?
    Find ich auch irgentwie blöde, wenn dann der 2te ein Probiervogel ist und dann wieder weg muß wenns nicht klappt.<<
    Das ist wirklich eines der ganz gro0en Probleme bei der Verpaarung (deshalb will ich hier nochmals ausdrücklich empfehlen, von Anfang an zwei Tiere zu nehmen, die sich sich schon als Paar zusammengefunden haben (bei Grauen geschieht dies bereits vor Eintritt in die Geschlechtsreife!), auch um später gerade dieses Problem nicht zu haben).
    Ich kenne schon Leute, die aus diesem Grunde nun statt der anvisierten zwei Grauen sechs haben, weil sie sich von den Tieren verständlicherweise nicht mehr trenen konnten.:)
    Und auch bei mir werden es sicherlich statt zwei vier Graue
    werden.:)
    Aber das ist selbstverständlich nicht für jeden ein Weg, räumliche und z.T. finanzielle Möglichkeiten stehen dem entgegen.
    Verschärft wird dieses Problem sicherlich noch dann, wenn man sich wie Du entschlossen hat, eventuell auch einen Problemvogel aufzunehmen.
    Bei solchen Verpaarungsversuchen leidet natürlich insbesondere der "Neuzugang", der bei Mißerfolg wieder abgegeben werden muß.
    Hier muß aber wohl zwischen zwei Übeln das kleinere gewählt werden und das ist doch meist die Abgabe des Tieres, denn das Behalten kann ein weiteres Leben im Dauerstress bei nichtharmonisierenden Vögel bedeuten. Muß freilich nicht:
    Charlie und Alf haben sich fast völlig ignoeriert, denen war die Gegenwart des anderen egal, solange ein ausreichender Abstand eingehalten werden konnte - was bei Dauerfreiflug auch kein Problem ist. Anders freilich sieht es in kleineren Käfigen/Volieren aus - da würde es auf Dauer kaum funktionieren.
    Wenn Du einen Vogel zur Verpaarung für Rico suchst, gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: zum einem einen Grauen dazusetzen und zuz hoffen das sie sich verstehen (DIE sogenannte Zwangsverpaarung). Bei mir hat es wie gesagt bei Alf und Charlie nicht geklappt, bei Alf und Henry dagegen gut.
    Für den Fall eines Mißerfolges ist es gut, ein Rückgaberecht auszuhandeln. Allerdings ist dies bei Problemvögeln, deren Besitzer in aller Regel froh sind, das Tier loszuwerden, recht schwierig. Auch läßt sich manchmal auch nach Wochen noch nicht sagen, wie es sich denn entwickeln wird - das kann u.U. Monate dauern. So eine Rückkgabe erscheint nur dann sinnvoll, wenn es sich um eine sofortige spontane Antipathie handelt, die auch nach mehreren Wochen nicht abklingt.
    Die zweite, geradezu ideale, aber auch nur selten zu verwirklichende Möglichkeit ist Rico in einen Schwarm anderer Grauer bspw. bei einem Züchter oder einem Papa-Reha-Zentrum zu geben, damit er sich dort einen Partner aussuchen kann. Dies hat auch den Vorteil, das er zeitweise von seiner Hauptbezugsperson - Dir - getrennt wird und sich so mehr auf einen Artgenossen konzentrieren kann und muß.
    Allerdings gibt es auch aus verständlichen Gründen nur wenige Züchter, die zu so etwas bereit sind (so besteht immer die Gefahr, das durch das Einsetzen auch Krankheiten eingeschleppt werden).
    Auf alle Fälle ist dies ein Weg, den wir dieses Jahr bei Charlie beschreiten werden, denn ich habe sonst bei ihm wenig Hoffnung, das er in Anwesenheit seiner Partnerin, meiner Freudin Maike, Interesse an einem anderen Grauen entwickeln wird.
    Leicht wird es sicher nicht, die Verpaarungsversuche können sich vielleicht auch über eine lange Zeit erstrecken. Aber ich halte mir da immer wieder vor Augen, das Graue 60 Jahre alt werden können und was bedeuten da schon ein paaar Monate Mühsal?
    Mit fünf Monaten ist Rico wirklich noch ein "Baby" und je jünger der Vogel, destso größer die Chancen, das es mit einem Artgenossen klappt, mit dem er die nächsten mindestens 59 Jahre zufrieden leben kann.:) (Deshalb würde ich mit der Partnersuche auch nicht solange warten - aber Du hast ja bereits eine Anzeige aufgegeben:)).
    Übrigens: Mancherorts finden sich zur Partnersuche für ihre Vögel sogar regelrechte "Tauschringe", um so Kosten gering und Erfolgschancen möglichst hoch zu halten. Vielleicht ist dies auch noch ein, eventuell von Dir initiierter Weg?

    [Geändert von Rüdiger am 29-01-2001 um 11:13]
     
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