Handaufzuchten nötig?

Diskutiere Handaufzuchten nötig? im Graupapageien Forum im Bereich Papageien; Hallo liebe Graupapageien- Halter! In Kleinanzeigen ist fast immer zu lesen: „Biete superzahme Handaufzucht...“. Ist das denn bei...

  1. Gabi

    Gabi Moderatorin
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    Hallo liebe Graupapageien- Halter!

    In Kleinanzeigen ist fast immer zu lesen: „Biete superzahme Handaufzucht...“. Ist das denn bei Graupapageien sooo oft nötig, daß sie von Hand aufgezogen werden müssen und gibt es wirklich kaum Naturbruten?

    Viele Grüße von
    Gabi
     
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  3. Petra.S

    Petra.S Guest

    Liebe Gabi,
    es wird sehr oft so gehandhabt, weil die Kunden keine Naturbruten wollen. Sie wollen Vögel, die bereits an den Menschen gewöhnt und zahm sind *seufz*. Allerdings werden meist den Eltertieren alle Eier weggenommen, künstlich bebrütet und die Küken gemeinsam per Hand aufgezogen. So sind sie doch in gewissem Sinne sozial, sind sie doch mit Geschwistern großgeworden. Aber es gibt Züchter, die ziehen die Küken einzeln per Hand auf. Das finde ich unverantwortlich.
    Liebe Grüße, Petra
     
  4. Gabi

    Gabi Moderatorin
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    Hallo Ihr beiden!

    Danke für Eure Antworten – genauso habe ich es mir fast gedacht. Aber daß eine Handaufzucht sooo oft durchgeführt wird, nur des Geldes wegen ist schon arg. 8( Die Notfälle natürlich ausgenommen.
    Vor einiger Zeit hatten wir im Aga- Forum eine ähnliche Diskussion darüber (mit Ago`s) – es ist ein Jammer, daß einige Menschen selbst bei der Aufzucht so sehr in die Natur eingreifen. Sicher mag es schön sein, zahme Graupapageien zu besitzen, aber für mich geht immer eine artgerechte Haltung vor, selbst auf die Gefahr hin, daß meine Vögel evt. nicht ganz so zahm werden. Ich bin ansonsten aber der Meinung, daß man mit viel Geduld und Liebe auch von Naturbruten das Vertrauen erwerben kann.

    Viele Grüße von
    Gabi
     
  5. Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin Moin!

    Ich stimme Olaf völlig zu und befürchte auch, das ein großer Teil der Handaufzuchten zumindest auch aus Gewinnüberlegungen vorgenommen werden. Hinzu kommt vielleicht noch, das meines Wissens die Sterblichkeitsrate bei Handaufzuchten oft geringer ist, so das mehr Tiere verkauft werden können.
     
  6. gisi

    gisi Foren-Guru

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    hi
    gut das sie mit geschwisterchen aufwachsen? ich kennne einen händler der hat eine frau aus tailand,die füttert schon seit jahren junge papageien und wisst ihr überhaupt in welchem eiltempo das geht?das kücken wird geschnappt der hals langgezogen und hinein mit der futterspritze.
    dann habe ich doch achtung vor einem züchter der 2 junge liebevoll mit der hand großzieht,zu diesem zeitpunkt auch noch urlaub nehmen muß weil sie am anfang alle 2 stunden, dann 3 später 4 stunden gefüttert werden müssen.und jeder der einmal mit der hand gezogen hat wird sich das mit sicherheit nicht noch einmal antun (wenn es nicht unbedingt nötig ist).ich befürworte die handaufzucht wenn die jungen zu einem späteren zeitpunkt entnommen werden,auch dann werden sie superzahm und der züchter hat die gewißheit das sein vogel kein wandervogel wird.wer einmal den unterschied gesehen hat von wildfang/naturbrut der weiß welch ein unterschied das ist,nicht nur für den halter sondern auch besonders für den vogel.wir sollten uns mal fragen warum kauft ein otto-normalverbraucher einen papagei?
    gruß gisi
     
  7. Kuni

    Kuni Guest

    Hallo!

    Also ich möchte auch was zu diesem Thema schreiben, auch wenn ich vermutlich Haue kriege :)

    Ich habe am 9. November einen Graupapagei, 10 Monate alt, Naturbrut von einem Züchter in unserem Verein gekauft.

    Ich habe leider keine Möglichkeit die Tiere (sobald dieser zahm ist, kommt ein 2. dazu) in einer Aussenvoliere zu halten.

    Mein Balu ist völlig wild. Seit ich ihn habe verbringe ich jede freie Minute mit ihm und rede auf ihn ein, ich versuche, so vorsichtig wie möglich ihn an mich und an sein Leben mit mir zu gewöhnen.

    Da er natürlich auch Freiflug haben soll muß er zahm werden, denn nach meiner Meinung muß ich versuchen, eine gewisse Kontrolle über das Tier zu erlangen. Die Fortschritte die ich mit ihm mache kann ich eher in mm als in cm messen. Und es gab auch durchaus schon mehrere Rückschläge, sodaß ich schon ein paar mal praktisch wieder bei 0 anfangen mußte. Um ihn zu zähmen muß ich ihn in einen relativ kleinen Käfig setzen, wo er mir nicht ganz so ausweichen kann.

    Wäre er eine Handaufzucht, könnte ich ihm bestimmt schon Freiflug geben, natürlich könnte man ihn bestimmt noch nicht als total zahm bezeichnen, aber er hätte wenigstens nicht mehr so viel Angst vor mir.

    3 Tage nachdem ich Balu gekauft hatte, hörte ich von einem anderen Vereinskollegen, der Handaufzuchten hat. Hätte ich es früher gehört, hätte ich eine Handaufzucht gekauft. Denn das was ich jetzt mit ihm mache, ist auch nicht gerade artgerecht!

    Meine Einstellung zu Handaufzuchten ist, es ist eine Frage wie es gemacht wird. Dieser Vereinskollege mit den Handaufzuchten füttert erst ab der 6. Woche, und die Vögel bleiben zusammen. Ich kann auch behaupten, daß dieser Züchter mit Sicherheit kein Tierschinder ist, der nur Profit machen will. Ich habe gesehen, wie er mit seinen Vögeln umgeht!

    Übrigens ist es nicht richtig, daß Handaufzuchten nicht ziehen, der Züchter von dem ich Balu habe erzählte mir von einer Frau, die ein Paar superzahme handaufgezogene Graue in der Küche stehen hat, und die jedes Jahr ziehen.

    Also ich weiß, daß mein 2. Vogel eine Handaufzucht sein wird! Ich hoffe daß mein Vereinskollege einen Vogel für mich hat, wenn Balu soweit ist. ...Aber das wird leider noch lange dauern wenn nicht ein Wunder geschieht!

    Liebe Grüße
    Kuni
     
  8. Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin moin!

    Kuni, was Du erzählst, ist auch ein sehr ernstzunehmendes Argument für die Handaufzucht. Ich bin schon der Ansicht, das bei (Groß-)Papageien in Wohnzimmerhaltung eine gewisse Zahmheit gegeben sein muß, soll das Zusammenleben von Mensch und Papageien dauerhaft harmonisch sein. Das ist mit den handaufgezogenen Papas natürlich einfacher, vor allem aber sind handaufgezogene Vögel von Beginn an an Menschen gewohnt, so das die Umstellung für sie stressfreier ist. Dies ist sicherlich auch im Sinne der Vögel.
    Und natürlich hast Du Recht, das es verschiedene Formen der Handaufzucht bedenken: die isolierte Handaufzucht ab Ei oder die Aufzucht zumindest im Geschwisterverband, bei denen die Vögel zudem möglichst lange bei den Elterntieren verbleiben, machen meines Erachtens schon Unterschiede aus.
    Ein weiteres Argument für die Handaufzucht könnte sein, das sie selbst bei Arterhaltungsprogrammen eingesetzt wird, bspw. von Aras: da die Tiere meist nur ein Junges aufziehen und das zweite verhungern lassen, werden die übrigen Eier aus dem Nest entfernt, künstlich ausgebrütet und die Jungen - allerdings, soweit ich weiß, stets im Kontakt mit anderen Jungvögeln - per Hand aufgezogen werden. Jedoch beschränkt sich hier sicherlich der Kontakt zum Menschen auf die notwendigsten Maßnahmen. Diese Vögel werden wieder in die freie Natur entlassen, insofern ist davon auszugehen, das es bei der Handaufzucht keine irreversiblen Schäden gab.

    Ich glaube aber nach wie vor, das es auch bei einer Naturbrut, bei der sich der Züchter um einen intensiven Kontakt mit seinen Vögeln bemüht, möglich ist, Jungtiere zu
    haben, die zumindest die Anwesenheit von Menschen gewohnt sind und die recht schnell und stressfrei zahm werden. Ich weiß von einigen Züchtern, das ihnen dies gelingt, aber auch von Züchtern, die ihre Anwesenheit während der Brut und Aufzucht stark einschränken müssen, weil sonst die Gefahr besteht, das die Alten das Gelege im Stich lassen.
    Ich selber habe allerdings bei der Zucht von Großpapageien keine eigenen Erfahrungen, nur bei der Zucht von Agas in der Wohnzimmerhaltung und da waren die Jungtiere wenig scheu und wurden schnell zahm.
    Und nach wie vor sprechen für mich, auch wenn es dafür noch keine wissenschaftliche Beweise gibt (allerdings fidnet sich unter http://www.papageien.org unter "von Haltung und Zucht" eine Studie über die Fehlprägung handaufgezogener Papaqgeien von Ralf Sistermann), gegen eine Handaufzucht
    (zumindest isoliert und ab Ei):
    - mögliche Fehlprägungen, die eine Verpaarung erschweren oder sogar unmöglich machen;
    - in der Folge neurotisches Verhalten des Papageien bis hin zum Federrupfen;
    - die wachsende Gefahr, das bei Vögeln, die doch zur Brut schreiten, die Unfähigkeit, ihre eigenen Jungen dann auch aufzuziehen, die dann wiederum auch von Hand aufgezogen werden müssen;
    - eventuell die "Weitergabe" von Erbanlagen bei Vögeln, die
    bei einer "natürlichen Selektion" bei einer Naturbrut nicht lebensfähig wären (ich schreibe ausdrücklich natürliche Selektion in Anführungszeichen, denn die ist ja bei der Zucht nie möglich) und dadurch bspw. erhöhte Krankheitsanfälligkeit der Tiere.
    Ich frage mich immer wieder, wenn ich von den vielen kranken
    Gropapageien lese, inwieweit es da nicht auch Zusammenhänge mit der Handaufzucht gibt - freilich: auch dies (noch?) eine unbewiesene These.
    Dann aber wäre natürlich selbst bei einer Handaufzucht im Notfall zu überlegen, ob sie tatsächlich richtig ist oder ob man so nicht Vögel am Leben erhält, die aus einem bestimmten Grunde von den Eltern nicht aufgezogen werden. Ich weiß, das ist ein heikles Thema und ich kann jeden verstehen, der trotz dieser Erwägung eine Handaufzucht probiert und würde im Fall des Falles wohl ebenso handeln. Dennoch muß man sich m.E. fragen, ob dies im Sinne der Arterhaltung sein kann.

    Kuni, Du hast natürlich auch recht, das Handaufzucht nicht nur aus Profitgier, sondern auch aus Liebe zu den Vögeln vorgenommen wird. Wenn wir hier von Handaufzucht sprechen, so haben wir wohl eigentlich vor allem die geradezu massenhafte Handaufzucht einiger (Groß-)Züchter und Händler im Auge.
    Dennoch nimmt auch die Handaufzucht privater Halter meiner Einschätzung nach immer mehr zu und ich frage mich, weshalb.
    Wenn es auch hier nicht um Gewinn geht: mag nicht auch hier die Erwägung eine Rolle spielen, das die Abgabe handaufgezogener Tiere angesichts der keineswegs geringen Zahl der angebotenen Tiere einfacher ist? (Und abgeben muß man sie ja, man kann ja nicht alle behalten.)
    Mich würde wirklich interessieren, weshalb der Züchter Handaufzuchten vorzieht.

    Als weitere Ursachen für die Zunahme der Handaufzucht bei kleineren Züchtern und Privathaltern kann ich mir einmal die genannten Notfälle vorstellen: neben dem Tod der Eltern eben auch deren Unfähigkeit, die Jungen selbst hochzuziehen. Ursache hierfür wiederum könnte (muß aber nifcht, wie Dein Beispiel zeigt) sein, das es sich bereits bei den Eltern um Handaufzuchten handelt, oder aber, das die Haltungsbedingungen nicht ausreichend und damit artgemäß genug für eine Zucht sind.
    Dann ist auch der Kenntnisstand erheblich größer geworden
    (ob ausreichend, mag ich nicht beurteilen) und die Möglichkeiten, selbst eine Handaufzucht vorzunehmen, hat man jetzt auch als "Privathalter". Es gibt inzwischen ja einige Literatur zum Thema.
    Schließlich haben wohl auch einfach die Halter von Großpapageien wohl zugenommen und das Bewußtsein für eine möglichst artgemäße Haltung ist vielleicht doch etwas mehr geschärft worden, was vermehrt zu einer paarweisen Haltung geführt hat und im Einzelfall zu einer keineswegs vorab geplanten Zucht.
    Und nicht zuletzt: die Handaufzucht kann ein tolles Erlebnis sein, einen zahmen, selbst aufgezogenen Papageien eine schöne Erfahrung, die manchen dazu bringen mag, seine Jungvögel per Hand aufzuziehen.

    Wir sind nach wie vor hinsichtlich der Handaufzucht auf viele Spekulationen angewiesen, ohne Zweifel. Dennoch bleibt Handaufzucht für mich etwas, was nicht dem Ziel einer möglichst artgemäßen Haltung entspricht und das nur aus triftigen Gründen (Arterhaltungsprogrammen oder Notfällen) gemacht werden sollte. Das Bestreben sollte meiner Meinung immer sein, eine natürliche Brut und Aufzucht zu ermöglichen, wobei bei Vögeln, deren weiteres Schicksal in Menschenhand liegen wird, auf eine frühzeitige Gewöhnung an den Menschen hinzuwirken ist.

    Kuni, zu Deinem Problem mit Balu: ich habe selbst gerade seit vier Wochen einen scheuen Wildfang-Grauen bei mir. Nach einer Woche bekam er das erste Mal Freiflug. Beim Freiflug erhält er aber kein Futter. Sein Käfig ist oben aufklappbar, wenn er Hunger hat, geht er auch wieder in den Käfig zurück.
    Natürlich dauerte das beim ersten Mal einige (fast zehn:)) Stunden, weshalb der erste Freiflug an einem meiner freien Tage stattfand. Die Zeit hat sich aber kontinuierlich verkürzt, inzwischen ist es auch kein Problem mehr, ihn nur wenige Stunden am Abend freizulassen, wenn es denn nicht anders geht (was aber Gott sei Dank nur selten der Fall ist). Wichtig ist dabei meines Erachtens, das der Käfig/Voliere eine möglichst große Tür hat oder eben oben aufklappbar ist, damit steigt meiner Beobachtung nach (nicht nur bei Großpapageien) auch die Neigung des Vogels, von selbst in den Käfig zurückzukehren.
    Sicherlich gibt es immer wieder individuelle Unterschiede bei den Geiern. Vor Jahren jedoch hatte ich schon einmal einen Timneh-Wildfang, der noch viel scheuer als der jetzige war: auch dieser bekam nach kurzer Zeit Freiflug, ohne das er zahm war, und kehrte zum Fressen in seinen Käfig zurück. Ebenso sind bis auf meine beiden anderen Grauen und ein Mohr keine meiner Geier handzahm, nur einige futterzahm: alle aber gehen von selbst in ihren Käfig oder lassen sich mit bestimmten Tricks zur Rückkkehr bewegen.
    Ein absoluter Einzelfall ist es also nicht.
    Vielleicht überlegst Du nochmal, ob Du nicht doch bereits
    Freiflug für Balu riskieren willst?
    Und gib die Hoffnung bei Balu nicht auf: bei meinem Timneh-Wildfanh hat es etwa ein jahr gedauert, ehe er Futterzahm war und ich bin sicher, er wäre auch handzahm geworden, wenn er länger gelebt hätte.:(
    (Falls Fragen auftauchen, wieso ich Wildfänge hatte bzw. habe: es waren bis auf eine Ausnahme, meinem ersten Mohren, bei dem ich noch zu unwissend war, keine käuflich erworbenen Vögel).
    So, eigentlich wollte ich heute etwas zu meinem "Neuzugang" Henry schreiben, muß das aber erstmal verschieben.
     
  9. raptor49

    raptor49 Foren-Dinosaurier

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    An Gabi u Olaf,
    vielleicht solltet ihr einmal die Agaporniden von Ago's anschauen bevor Ihr euer Negativ-Kommentare gegen Ago's ablässt.
    Kein Agaporn. wird bei Ihm aus Finanziellen Gründen aufgezogen!
    ALLE Handaufzucht-Agaporniden werden in die Agaporn.Gruppe zurückintegriert und verstehen sich auch mit Wellis und Nymphis ohne Probleme.
    Und im Gegensatz zu den Dilettanten-Handaufzuchten, gibt es bei Ago's KEINE Rupfer, KEINE Schreier und KEINE Beißer!!!!
    Tip:
    Hinfahren,Anschauen, Staunen, sich selbst überzeugen und erst DANN dürft und könnt Ihr Kommentare über Ago's ablassen!
    Davon abgesehen ist es Schwachsinn, wenn manche "Züchter" bis zu 50!!! JV-Agaporniden in Ihren Hoffnungslos Überfüllten Volieren flattern lassen.
    Wer soll die alle abnehmen? Ein teil davon landet 100% im Tierheim(bei Ago's nicht), der andere teil Wandert im laufe des Agapornidenlebens von Besitzer zu Bestitzer(bei Ago's nicht) und der Überzüchtete Rest Verreckt an falschem Handaufzuchtfutter und falscher Ernährung beim Betitzer(bei Ago's nicht)!!!!!!!!!!!!
    Genauso ist es Schwachsinn, wenn einige Tierfreunde sich in der Wohnung Wildfang Großpapageien halten.
    1. ein Großpapagei verursacht "Schallwellen" bis zu eine Stärke von 150 dB(A)!!!(viel Spass mit den Nachbarn)
    2.Ein Wildfang ist nicht an den Menschen gewöhnt und flattert aufgeregt von einer Ecke der Zimmervoliere in die andere!
    3.Wildfänge gehören in eine große Freivoliere(bzw in die Wildnis)(viel Spaß mit den Nachbarn)!!
    4.Was haben Großpapageien überhaupt in Privathand zu suchen.
    Hallo Aufwachen!
    Überlegt mal was Ihr hier Schreibt und Propagiert!
    Ich habe noch NIRGENDS so gut aufgezogene Agaporniden gesehen wie bei Ago's!!

    MFG
    TOM
     
  10. Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin Tom!

    Ich habe den Eindruck, Du bist einem Mißverständnis auffgesessen: keinesfalls sollte hier von mir die Haltung von Wildfängen propagiert werden! Um Gottes willen, ganz im Gegenteil! Ich kann nur jedem dringendst empfehlen, niemals, auch nicht aus Mitleid, einen Wildfang zu kaufen!
    Selbst wenn es grundsätzlich möglich sein mag, wenn auch unter großem Streß für den Vogel, diesen an den Menschen zu gewöhnen, so sprechen die zahlreichen Todesopfer bei Fang, Transport, Quarantäne und der ersten Zeit bei ihrem Käufer
    immer gegen den Wildfang und dies nicht nur bei Großpapageien (tatsächlich gibt es eine Vielzahl von Nicht-Krummschnäbeln, bei denen der Wildfang noch weitaus häufiger ist. Aber wie der Mensch nuneinmal so ist: die Bilder von verendeten Kakadus regen ihn mehr auf als die von toten Finken:()!
    Ich wollte eigentlich mit meinen Beispielen auch gar nicht auf das Thema Wildfang hinaus, sie wurden von mir nur als Beispiele erwähnt, um zu zeigen, das es durchaus auch möglich, nicht-zahmen Tieren Freiflug zu bieten.
    Das eigentliche Thema ist ja nicht Handaufzucht oder Wildfang, sondern Handaufzucht/Kunstbrut oder Naturbrut in Menschenhand.
    Um vollends alle Mißverständnisse auszuräumen; bei den beiden erwähnten Graupapageien und dem Mohren handelt es sich nicht um gekaufte Vögel: einen Graupapageien hatte zunächst in längerer Urlaubspflege wegen Auslandsaufenthaltes mit der Option, ihn später behalten zu können.
    Den zweiten Grauen und den Mohren habe ich aus einem Zoofachhandel, bei der eine Tierärztin darauf bestand, das die Tiere nicht mehr verkauft werden sollten und es war notwendig, sie schnellstmöglichst aus dem Laden zu entfernen. Da ich in einer geringen Entfernung wohne und sowohl Graue als auch Mohren habe, habe ich die beiden aufgenommen, damit sie zunächst zumindest die Gesellschaft von Artgenossen haben.
    Der Mohr soll nach Möglichkeit zu einem Züchter mit Freivoliere, da er sich meinen Mohren nicht besonders angeschlossen hat, Wenn ich ihn abgebe, auf keinen Fall in Wohungshaltung, denn dann kann er auch bei mir bleiben.
    Der Graue hingegen hat bereits bei seinem ersten Freiflug erfreulicherweise meinem Grauen Alf angeschlossen, die beiden füttern sich und kraulen sich. Ich werde die Entwicklung weiter im Auge haben, hat sie Bestand, werde ich den Grauen, obwohl Wildfang, behalten, auch weil er nicht so extrem scheu ist wie bspw. der Timneh-Wildfang war.
    Interessanterweise beträgt seine Fluchtdistanz, wenn er neben Alf sitzt, nur 50cm.
    Sollte sich aber die Beziehung zu Alf negativ verändern (was durchaus auch noch passieren kann, wie die Erfahrung mit Alf und Charlie gezeigt hat), wird auch dieser Graue nicht in eine Wohnzimmerhaltung (auch nicht als Partner für einen anderen Grauen), sondern in eine Volierenhaltung abgegeben.

    Hinsichtlich der Lautstärke von Wildfängen kann ich nur anhand meiner beiden Erfahrungen mit den Grauen und em Mohren sagen, das diese (bis auf ihr abwehrendes Knurren, wenn man zu nahe kommt)zunächst erheblich leiser waren als meine zahmen Geier und die Lautstärke mit zunehmender Gewöhnung an den Menschen zunahm. Dies sind natürlich nur nicht-repräsentative Einzelfälle, zu denen meine persönliche Theorie ist: Papageien neigen nicht dazu, bei Angst zu schreien, außer, sie sehen keine Fluchtmöglichkeit mehr. Der größte Teil der (lauten) Lautäußerungen von Papageien liegen meines Wissens bspw. im Balz- und Paarungsverhalten und in anderen Kommunikationen mit den Artgenossen begründet, insofern zeigen es nicht an den Menschen gewöhnte Wildfänge in der Wohnungshaltung nicht, sehr wohl aber wahrscheinlich, wie Du bemerkst, in einer Freivoliere ohne die angsteinfößende Gegenwart einer Menschen.

    Mit Deiner kritischen Frage, was Großpapageien in Privathand zu suchen haben, befindest Du Dich in guter Gesellschaft: bspw. lehnt auch Stefan Luft, der m.E. eines der besten Bücher über Graupapageien geschrieben hat, die Haltung von Grauapapageien in Privathand in der Wohnung ab, u.a. mit dem Hinweis, das es sich um Wildtiere und nicht um domestizierte Vögel handelt und das man den Ansprüchen in der Wohungshaltung nicht gerecht werden kann.
    Andererseits: bis auf Wellis und Nymphen gelten alle Papageienarten als Wildtiere (zu Recht, wie ich meine), insofern wäre die Frage noch grundsätzlicher zu stellen, was überhaupt Papageien in Menschenhand zu suchen haben
    (entsprechend kritisch dazu haben sich ja auch schon andere hier im Forum zu Wort gemeldet).
    Was das gerecht werden der Ansprüche betrifft: hier ist eine Pauschalisierung sehr schwer. Ich bin auch der Überzeugung (und hoffentlich trägt mir das jetzt nicht den Vorwurf der Arroganz ein!), das immer noch der größte Teil der in den Wohnungen gehaltenen Großpapageien nicht artgemäß genug gehalten wird, der Prozentsatz der nicht artgemäß in (Frei-)Volieren gehaltenen Großpapageien dagegen kleiner ist (obwohl das natürlich auch vorkommt).
    Ich glaube aber auch, das eine Wohnungshaltung von Großpapageien durchaus so gestaltet werden kann, das sie durchaus nicht weniger artgemäß ist als die Haltung in Freivolieren, wenn dies auch nur mit erheblich mehr Aufwand zu verwirklichen ist als bei der Haltung vieler kleinerer Arten. Hier wäre auch zu fragen, was man eigentlich unter
    Wohnungs- bzw. Wohnzimmerhaltung genau versteht: die Haltung in kleineren Käfigen mit gelegentlichen Freiflug, die Haltung in speziellen Vogelzimmern ohne Volieren, die Haltung in großen Volieren in speziellen Vogelzimmern etc.?
    Letztlich spielt aber kaum die Größe der Vögel eine Rolle (ich nehme auch an, das meintest Du gar nicht, Du bezogst Dich wohl nur auf Großpapageien, da hier das Graupapageienforum ist), denn es gibt zahlreiche kleinere Sittich-, Papageienarten und andere Vogelarten, die in ihren Ansprüche sich nicht für die "Normal"Haltung in Privathand eignen (bspw. auch viele Loris).

    Zu Agos: Nun, Du hast zweifelllos den Vorteil, Dir ein persönliches Bild gemacht zu haben. Ich konnte und habe mich nur an den Informationen auf seiner Website orientiert und da finde ich die Aussagen auch aufgrund meiner eigenen mehrjährigen Erfahrung mit der Zucht von Rosen- und Schwarzköpfchen und deren Haltung mißverständlich bis falsch. Wenn ihm Unrecht getan wird, dann sollte er seine Website besser überarbeiten, um Mißverständnisse auszuschließen.
    Für mich bleibt aber der Umstand bestehen: während bei Großpapageien die Handaufzucht für mich zumindest nachvollziehbar, wenn auch nicht zu befürworten ist, so
    sehe ich bei Agaporniden keine Notwendigkeit dazu und kann es eben auch nicht nachvollziehen. Auch in entsprechenden
    Wortwechseln in verschiedenen Foren gelang es Agos leider nicht, meine diesbezüglichen Vorbehalte auszuräumen.
    Nun gut, das Thema Agos/ Handaufzucht von Agas ist im Vogelnetzwerk und anderswo lange diskutiert worden. Ich persönlich habe kein Interesse an einem Aufwärmen der Diskussionen, irgendwann muß man sich damit abfinden, das es verschiedene Meinungen gibt und jeder mag sich, auch durch einen persönlichen Besuch bei Agos, ein eigenes Bild machen.

    Ich wünsche Dir und Deinen Geiern einen schönen zweiten Advent!
     
  11. KurtB

    KurtB Guest

    Hallo und frohes neues Jahr

    Handaufzuchten werden meiner Meinung nach nur aus kommerziellen Zwecken angewandt. Ich lehne sie auch ab falls nicht ein Notfall vorliegt.
    Unsere Grauen ziehen Ihre Jungtiere selber groß.
    Ich kann mich auch Rüdigers Meinung nicht anschließen das die "Sterblichkeitsrate bei Handaufzuchten geringer ist" im Gegenteil ich glaube das gerade bei der Handaufzucht eine größere Sterblichkeitsrate vorliegt.
    Unsere Grauen/Amazonen hatten bis dato nie einen toten Jungvogel im Nest!
    Dagegen habe ich schon häufiger von Todesfällen bei der Handaufzucht gehört.
    Wie gesagt das ist meine pers. Meinung und Erfahrung und nicht statistisch unterlegt.
    Und zum Thema Naturbruten werden nicht zahm
    Es liegt immer daran wie sehr ich mich mit dem Geier beschäftige.
    Kümmere ich mich intensiv um das Tier habe ich nach 1/2 Jahr einen super zahmen Vogel
    Mach ich nichts bleibt das Tier zurückhaltend
    Auch das sind Erfahrungen mit Tieren die von uns abgegeben wurden.

    Gruß

    Kurt
     
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  13. Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Sterblichkeitsrate

    Moin Kurt!

    Statistische Belege habe ich für meine "These" auch nicht, sie ist dem, was in der Literatur zu finden ist, entnommen.
    Ich gebe Dir insofern Recht, als das die Handaufzucht bei
    "Privathaltern", die dies insbesondere nur in Notfällen machen, sicherlich höher ist als bei einer normal verlaufenden Naturbrut.
    Anders sieht es für mich bei der "professionellen" gewerblichen oder auch aus Arterhaltungsgründen vorgenommenen Handaufzucht aus: da glaube ich schon, das die Sterblichkeitsrate der Jungvögel geringer ist als bei der Naturbrut in Menschenhand oder im Freileben (was nicht ausschließt, das ein größerer Teil der Vögel eventuell früher verstirbt als eine widerstandsfähigere Naturbrut).
    Geschildert habe ich ja schon, das bei den Aras mehr Eier gelegt und bebrütet werden als Junge aufgezogen werden, weshalb diese Eier entfernt, künstlich bebrütet und die Jungen handaufgezogen werden.

    Aber wie gesagt: über statistische Unterlagen verfüge auch ich nicht - vielleicht hat jemand etwas entsprechendes?

    >>Und zum Thema Naturbruten werden nicht zahm
    Es liegt immer daran wie sehr ich mich mit dem Geier beschäftige.
    Kümmere ich mich intensiv um das Tier habe ich nach 1/2 Jahr einen super zahmen Vogel
    Mach ich nichts bleibt das Tier zurückhaltend<<
    Vollste Zustimmung!
     
  14. KurtB

    KurtB Guest

    `Hallo Rüdiger

    Ich gebe Dir recht bei prof. sei es gewerbl. oder bei Arterhaltungsprogrammen steht auch die ganze Technik zur Verfügung.
    Hierbei gibt wie von Dir beschrieben mehr Jungtiere die dann auch otimal aufgezogen werden.

    Ob das Jedoch sein muß mal abgesehen von den Arterhaltungsprogrammen finde ich fraglich!

    Gruß

    Kurt
     
Thema:

Handaufzuchten nötig?

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