Hengsthaltung!

Diskutiere Hengsthaltung! im Pferde Forum im Bereich Tierforen; Hallo Zusammen, ich habe zwar selbst keinen und werde in naher Zukunft wohl auch keinen Hengst bekommen, mich würde aber trotzdem mal...

  1. #1 Pflaume, 10.01.2003
    Pflaume

    Pflaume Guest

    Hallo Zusammen,

    ich habe zwar selbst keinen und werde in naher Zukunft wohl auch keinen Hengst bekommen, mich würde aber trotzdem mal interessieren, was Ihr über Hengsthaltung so wißt oder denkt.

    Und zwar geht es mir speziell darum, dass ein Hengst ja, wie jedes Tier, möglichst artgerecht gehalten werden soll. Für Pferde ist meiner Ansicht nach die artgerechteste Haltung das Leben im Herdenverband und im Offenstall. Aber wie kann man einem Hengst dies ermöglichen??? Soweit ich weiß kann man ihn ja weder mit Stuten zusammen halten, da er sie ja wahrscheinlich so nach und nach alle decken würde und ihnen wahrscheinlich auch kaum Ruhe gönnen würde, und mit Wallachen und anderen Hengsten kann man ihn nicht halten, weil sie sich streiten würden..... Stimmt das so? Ist ein Hengst tatsächlich zu lebenslanger Einzelhaft verdammt????

    Was gibt es für Möglichkeiten, Hengsten ein angenehmes Leben zu bescheren?

    Vielen Dank für Eure Antworten.

    Liebe Grüße
     
  2. #2 zora-cora, 10.01.2003
    zora-cora

    zora-cora Guest

    hallo

    wie man das leben einem hengst in der von dir beschriebenen form (mögl. artgerecht, herde) ermöglicht kann ich dir nicht sagen.
    aber ganz abgesehn davon ist es sicher auch nicht immer leicht, generell mit einem hengst umzugehn.
    beispiel:
    mein mittlerweile fast 22-jähriger wallach wurde von der vorbesitzerin erst mit so ca. 11 oder 12 jahren kastriert.
    sie tat es aus dann deswegen, weil sie mit ihm im täglichen umgang, bem reiten und besonders bei den wettkämpfen die sie mit ihm besuchte kaum mehr zurecht kam.
    die auswirkungen bekomme ich HEUTE noch zu spüen: beim ausreiten auf "fremde" pferde zu treffen ist oft nicht sehr angenem. da führt er ein "tänzchen" auf und hat ein imponiergehabe drauf, dass ich schwierigkeiten habe ihn zu halten. da gallopiert der fast auf der stelle, etc. :o
    hengste, die wenig menschenbezogen sind (also besonders die, die "ihre" herde haben) verhalten sich sicherlich auch im umgang mit dem menschen oftmals "herrisch" und greifen den "eindringling" u.U. an.
    (praktizierte mein wallach vor wenigen jahren sogar noch, als er von frühjahr bis spätherbst tag und nacht in "seiner" herde auf der koppel verbrachte.)

    ich kenne auch einige äusserst bissige hengste von anderen haltern.

    das ist halt meine erfahrung und ist wahrscheinlich nicht zu verallgemeinern.
    ich kann mir aber gut vorstellen, dass sowas bei hengsten (die im verband leben) öfters vorkommt.


    mal gespannt, was andere hier noch berichten.
     
  3. #3 Annamaus, 11.01.2003
    Annamaus

    Annamaus Guest

    hengste im herdenverband

    hallo!

    also bei uns im stall ist es so: zuerst hatten wir zwei hengste. die standen im selben stallgebäude u. sogar genau gegenüber mit einer nicht übermäßig breiter stallgasse. (wenn sie sich ganz rausgestreckt haben zuendander dann waren da noch ca. 10 cm zwishcen ihren nasen) das hat eigentlich keine probleme gemacht. der eine hengst war total brav (4 j. alt) hat stuten nur gaaaanz langsam nachgesehen geht vollkommen desinteressiert jeden tag durch das ganze stallgebäude an allen stuten vorbei bis nach hinten in seine box. auf der koppel jedoch sah es ganz anders aus. Die koppeln sind bei uns aufgeteilt: eine für die stuten u. eine für die wallache u. ein hengst darunter u. eine für zwei private pferde (1 hengst u. 1 wallach) die einer person gehören. Der hengst (der brave im umgang) der bei der wallach herde dabei war hat so gerauft mit den wallachen dass er sich einmal sehr schwer verletzt hat an der brust u. operiert werden u.. genäht werden musste. weiters hat er 2 breite narbenbänder an den vorderen fesselbeugen weil er die walllache ständig sekkiert hat u. einfach hengstmäßig spielen u. kämpfen wollte u. die haben sich gewehrt in dem sie ihm (er stieg sie ja immer an) in die beine gezwickt haben. nachdem er sich diese schwere wunde zuzog haben sie ihn kastrieren lassen. jetzt geht es problemlos.
    Heißt also: in dem fall war es nicht möglich einen hengst mit den wallachen in koppelhaltung zu halten. bei den stuten sowieso nicht!
    Der andere hengst steht mit dem zweiten pferd der besitzerin (das ist dann 1 wallach) zusammen. anfangs gings noch aber nur weil er da erst 2 jahre bis 3 jahre alt war. der wallach ist jetzt 15 jahre alt u. er war halt anfangs eindeutig der chef. jetzt stellt der hengst (jetzt 3,5 j.) derartige ansprüche, dass er den wallach auch schon eine deftige verletztung zugefügt hat, der TA musste kommen u. schmerzspritze setzen, pferd musste mehrere tage aus dem training herausgenommen werden- jetzt hat die besitzerin einen E-zaun gekauft um die eh schon minikoppel abzuteilen damit nix mehr passiert. jetzt hat dann der hengst u. der wallachen jeweils ca. 3mx6m.
    Also man muss dazu sagen, dass die koppel so klein is, dass der wallach gar nicht richtig ausweichen kann! vielleicht ginge es besser wenn das eine große koppel wäre.
    Tatsache is dass es net funktioniert! Und dass er jetzt als hengst ein leben in einzelhaft quasi leben muss. Die besitzerin will ihn nicht unbedingt kastrieren lassen, da er ein gekörter PRE-hengst ist der schon einen schönen wert hat. und er ist doch recht wichtig für die zucht in Österreich.


    Das sind meine erfahrungen
     
  4. Mary

    Mary Guest

    Hallo,
    wir haben auch 2 Hengste.Es sind Isländer und Vater und Sohn.
    Sie sind 12 und 2 Jahre alt.Wir haben keinerlei Probleme mit ihnen.Sie stehen tagsüber mit noch zwei Wallachen zusammen auf der Koppel.Der ältere ist der Chef der Herde,aber sie spielen
    alle miteinander.Die beiden Wallache sind 12 J.Warmblüter und
    11 J. Isländer.Und der kleine darf eigentlich alles,hat also Narrenfreiheit:D .Er darf sogar bei seinem Papa mit futtern,was die anderen nicht dürfen.
    Auch sonst im Umgang ist der Vater Spitze,er lässt sich anstaltslos führen und auch an Stuten vorbei oder mit Stuten reiten,weiß er sich zu benehmen.
    Kurz um,er hat noch ein (meine ich ) artgerechtes Pferdeleben.
     
  5. #5 Fritzifrau, 12.01.2003
    Fritzifrau

    Fritzifrau Foren-Guru

    Dabei seit:
    14.09.2001
    Beiträge:
    784
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Dort wo es mir gefällt.
    Hi allerseits!

    Tja, Hengst und artgerecht, das ist wohl wirklich nur in seltenen Fällen möglich.. Eben schon mal aus den oben genannten Gründen, daß Hengste am Anfang oft brav sind, und dann lästig werden. Ich hatte mal nen Warmbluthengst, mit einem Stockmaß von fast 180 cm Stockmaß. Ein Riese.. Vielleicht stelle ich ein Bild von ihm rein. Muß ich aber erst einscannen. Den Hengst bekam ich, als er 2 Jahre alt war. Der war immer sehr brav, und ich konnte ihn mit anderen Wallachen, und auch mit meinem Fritz auf die Koppel tun. War kein Problem. Dann aber schickte ich ihm nach dem Anreiten mit 3 Jahren (was er sich auch sehr brav gefallen ließ; er war sehr gutmütig) nochmals einen Sommer zum Ausspannen auf eine Sommerweide, wo er auch getrennt von den Stuten mit Wallachen auf einer großen Weide leben konnte. Dort lebte er dann aber so auf, und wurde so munter, und immer frecher, daß ich ihn wieder heimholen mußte. Daheim war er dann auch nicht mehr wirklich brav und verläßlich. Er war nun auf den Geschmack gekommen. Die Pfleger hatten alle Hände voll mit ihm zu tun, und einmal ist er ihnen ausgekommen, auf die Straße gelaufen, dort ausgerutscht und gestürzt, und ein Autobus konnte gerade noch abbremsen, damit er nicht in ihn reinfuhr. Er kam mit einigen Schürfwunden, wo eine davon genäht werden mußte, davon. An und für sich hatte ich nicht vor, ihn kastrieren zu lassen, weil er gute Papiere hatte und das Fohlenbrennen gewonnen hatte. Der Züchter und ich wollten ihn eventuell soweit bringen, daß er gekört werden würde, und mal ein Deckhengst werden konnte. Dieses Erlebnis aber, und die Erkenntnis, daß er immer schwieriger wurde und ihm kaum einer mehr richtig Herr wurde, brachte mich zum Entschluß, ihn kastrieren zu lassen. Mit knapp 4 Jahren (im Winter, da es da besser ist, weil es da weniger Ungeziefer gibt) ließ ich ihn kastrieren. Von da an wurde er allmählich ruhiger.

    Er wäre sicher ein wunderbares braves Reitpferd geworden; da bin ich mir sicher. Doch im darauffolgendem Frühjahr mußte ich ihn einschläfern lassen, weil er Arthrosen in der Halswirbelsäule bekam, die Zysten bildeten, die dann irgendwann auf die Nerven drückten, und das Endergebnis war, daß er nicht mehr aufstehen konnte. Wir mußten ihn immer mit Longen hochziehen.. Und das bei einem Tier mit über 600 Kilo... Außerdem war es nurmehr eine Qual für ihn, und das hatte echt keinen Sinn mehr.. :(

    Eine Freundin von mir hatte einen Hengst, den sie aus der Tschechei gekauft hatte. Er war ein Springpferd, ca. 10 Jahre alt und ein Engel von einem Pferd. Er hatte seine eigene kleine Koppel, und beim Reiten konnte ihn ein Kind reiten. Stuten wurden nur beim Führen beachtet. Aber nicht ungut. Aber er war halt auch immer alleine auf der Koppel. Die anderen Einsteller wollten es nicht riskieren, daß sie ihre Wallache mal probeweise mit dem Hengst auf eine große Koppel ließen. Er war also immer in Einzelhaft. Mittlerweile war er dann 12 Jahre alt. Meine Freundin entschied sich, ihn kastrieren zu lassen, um ihm ein pferdegerechtes Leben zu ermöglichen. Das passierte. War alles andere als lustig für das Tier, ihn so spät kastrieren zu lassen. Und gebracht hat es auch nichts. Denn die anderen Einsteller wollten weiterhin nicht, daß der "nun erst Wallach" zu den anderen auf die Koppel kam, weil er sich ja eventuell noch an die Hengstzeit erinnern könnte...0l Daraufhin übersiedelten wir mit unseren Pferden in einen anderen Stall. Dort wurde der Wallach eben nur als Wallach gekannt, und die Einfügung klappte ohne Probleme. Aber auch diese Pferd hatte wohl keinen glücklichen Stern.. Er bekam eine schwere Kolik, und nach einer Operation verstarb er einige Tage darauf... :(

    Bei unseren Ponies läuft das so ab: All unsere männlichen Ponies sind kastriert. Geht nicht anders, dadurch, daß alle Ponies im Offenstall auf einer riesigen Weide gehalten werden. Und außerdem sind wir ja sehr viel in fremden Ställen unterwegs. Da können wir nicht mit Hengsten anrücken. Denn Ponyhengste sind sowieso ein eigenes Kapitel.. Sind ja schon manche Ponywallache nicht ohne.. :s

    Der Tigerl (der Schimmel, der im Thread "Zwiesprache zweier Seelen zu sehen ist..) der ist schon Papa. Er hat eine Tochter. Er durfte nochmals beim Vorbesitzer (Keine Ahnung ob mit Absicht oder nicht), bevor er kastriert wurde, nochmals decken. Er weiß nun natürlich haargenau, um was es geht, und deckt alles Weibliche, was ihm zwischen die Beine kommt... :p Alles Männliche wird verjagt und darf irgendwo aus der Ferne das Treiben beobachten.. 8o
    Ein anderer, der auch erst mit 5 Jahren kastriert wurde, hängt auch ganz gerne mal auf einer Ponydame; sofern ihm der Tigerl nicht vorher dabei erwischt und vertreibt.. Alimente gibts natürlich in beiden Fällen keine...:D
    Kurz gesagt, all unsere Ponymänner sind auch nach dem Kastrieren sehr potent.. Auch mein Fritz ist da absolut keine Ausnahme. Nur der Jolly, ein Rotschimmelchen, das ist ein fauler Sack.. Der ist sogar zu faul zum *******... :D Nur ganz selten erlebt man mal, daß er Interesse am weiblichen Geschlecht zeigt. Im Normalfall ist ihm das Fressen wichtiger als alles andere.. :s

    Ich kenne einen Fjordpferdezüchter, der hat klarerweise auch einen Deckhengst. Da kommen die Stuten, die gedeckt werden sollen, zu ihm. Dann läßt er den Hengst und die Stute (meistens auch das Fohlen bei Fuß) auf die Weide, etliche Tage lang, und dann funktioniert alles ganz natürlich. Solange, bis die Stute den Hengst abschlägt. Dann kann man die Stute wieder heimholen und sich ziemlich sicher sein, daß sie aufgenommen hat...:)

    Wenn mal keine Stute zu decken ist, dann ist der Hengst mit den eigenen Stuten des Züchters immer auf der Weide. Wenn sie trächtig sind, läßt er sie sowieso in Ruhe.. Klappt also ganz fein. Dieser Hengst ist wohl einer der ganz wenigen, der noch ein richtig artgerechtes Hengstleben führen kann...
     
  6. #6 Pflaume, 12.01.2003
    Pflaume

    Pflaume Guest

    Hallo Zusammen,

    vielen Dank für Eure vielen Antworten.... Sieht also offensichtlich recht schlecht für eine artgerechte Haltung von Hengsten aus, gell? Habe im Internet gelesen, dass es bestimmte Ställe gibt, die dann quasi nur Hengste haben und alles auf sie eingestellt haben. Große Boxen mit Paddocks, wo sie die anderen Hengste sehen, aber nicht erreichen können. Alle Zäune sind besonders hoch und es gibt auch Weiden, auf die die Hengst dann einzeln gelassen werden. Immerhin haben sie da Sichtkontakt zu artgenossen.....

    Ein Leben für einen Hengst im Herdenverband ist wahrscheinlich wirklich nur in den allerseltensten Fällen möglich....

    Allerdings glaube ich, dass ein Hengst, wenn er von einem guten Ausbilder mit Hengsterfahrung ausgebildet wurde, immer zumindest im Umgang unterm Sattel gut zu Händeln ist. Gegenüber anderen Pferden meine ich..... Seht Euch die Hengste auf den Hengstparaden oder der Hofreitschulen an. Die sind völlig auf Ihren Reiter konzentriert und wackeln nicht mal mit den Ohren, wenn drei Zentimeter vor ihnen ein anderer Hengst langläuft. Das ist meiner Ansicht nach Ausbildungssache..... wobei es auch hier wahrscheinlich Ausnahmen gibt. Und wie gesagt ist es ja auch nur unterm Sattel so. Will nicht wissen, was passiert, wenn man die Hengste der Wiener Hofreitschule mal zusammen auf die Weide ließe;)

    Lieben Gruß
     
  7. #7 Annamaus, 12.01.2003
    Annamaus

    Annamaus Guest

    hi ute!

    unterm sattel ist das was ganz was anderes. Ich reite ja zur zeit gemeinsam mit der besitzerin einen hengst zu. Der ist super brav u. total konzentriert bei der arbeit. Er wiehert manchmal zur begrüßung wenn die schulstuten in die halle kommen - aber charmant muss er ja schon sein *g* - aber er rührt kein ohr beim vorbeireiten. Das kommt sicher auch auf die Reitkünste an dessen der im sattel sitzt. wenn der hengst merkt dass der floh da oben selbst nicht weiß was er tut, dann wird natürlich der hengst die führung übernehmen, das ist ganz klar.
    Aber bei hengsten is eins sowieso alleroberste priorität: konsequenz. sonst kanns echt gefährlich werden. es gab da schon so viele unfälle u. schlimme sachen... also ich persönlich würde keinen hengst haben wollen.

    lg, Anna
     
  8. #8 Pflaume, 13.01.2003
    Pflaume

    Pflaume Guest

    Hallo Zusammen,

    ich war vor einigen Jahren mal im Urlaub in Tunesien und bin dort fast täglich auf Araber-, Berber- und Araber-Berber-Hengsten geritten. Alle Pferde, die dort den Touristen zur Verfügung standen waren Hengste. Sie waren, wenn sie nicht geritten wurden, an Palmen angebunden, so dass sie sich nicht erreichen konnten. Aber während der Ausritte hat es nie irgendeinen Zwischenfall gegeben, dass sich die Hengste angegriffen hätten oder so.... Und es waren viele Reiter dabei, die wesentlich schlechter bis gar nicht reiten konnten. Es kommt sicher wirklich auf die Ausbildung und auch auf die Gewohnheit der Tiere an, denke ich.....

    Liebe Grüße
     
  9. Mary

    Mary Guest

    Hallo,
    @ Ute
    da hast Du recht,es kommt auf die Erziehung,Ausbildung und auch auf die Gewohnheit an.Außerdem ist es von Vorteil,wenn keine Stuten dabei sind,denn kommt auch keine Rivalität auf.
    Gerade wenn viele Anfänger,wie z.B. Tunesien der Fall.
     
  10. #10 Fritzifrau, 13.01.2003
    Fritzifrau

    Fritzifrau Foren-Guru

    Dabei seit:
    14.09.2001
    Beiträge:
    784
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Dort wo es mir gefällt.


    Hallo Ute!

    Ja, das stimmt schon, daß es zum großen Teil darauf ankommt, wie man einen Hengst erzieht, um mit ihm dann auch gut zurechtzukommen!
    Aber in Deinem Anfangsposting ging es ja darum, ob und wie man einen Hengst artgerecht halten kann! Und ein Pferd, daß tagtäglich an einem Baum angebunden ist, ist meiner Meinung nach nicht wirklich artgerecht gehalten...
    Selbst wenn er im Umgang oder unter dem Sattel auch noch so brav ist; aber ich möchte mir nicht ausmalen, wenn diese Tiere dann gemeinsam auf eine Weide kommen würden! Besonders so hoch im Blut stehende Tiere wie Araber oder Berber! 8o Ich glaube, da würde es die diversen kleineren und größeren Verletzungen nur so niederregnen... Was meinst Du dazu?

    Ich denke, wenn man nicht schon in sehr jungem Alter des Pferdes erkennen kann, daß er ein möglicher Hengsanwärter wird (also als Deckhengst gekört werden könnte), dann ist es wohl besser, ihn zeitgerecht zu kastrieren; vor allem zu seinem Wohle.. Eben, damit er in der Herde ein angenehmes Leben verbringen kann. Denn wie gesagt, je später man das Tier kastriert, desto hengstischer bleibt er, und desto schwerer haben es dann alle Beteiligten; einschließlich des Pferdes...
     
  11. #11 katinka, 14.01.2003
    katinka

    katinka Guest

    @ Pflaume

    Nur kurz dazu gesagt, die Hengste der Wiener Hofreitschule werden zusammen auf die Weiden gelassen. ;) Jedes Jahr, wenn sie Sommerpause haben, kommen sie ins Gestüt Piber zurück und leben dort den Sommer über gemeinsam auf den Weiden.
     
  12. #12 Pflaume, 14.01.2003
    Pflaume

    Pflaume Guest

    Hallo,

    also erstmal zu den Arabern aus Tunesien: also, ich wollte hier auf gar keinen Fall sagen, dass es sich bei den Tieren um artgerechte Haltung handelte!!! Ich wollte nur sagen, dass bei guter Erziehung unterm Sattel alles sehr unproblematisch sein kann. Allerdings muss ich sagen, dass "gute Erziehung" natürlich auch wieder relativ ist, denn ich will nicht wissen, WIE die Hengste in Tunesien erzogen werden..... Ach so, und noch was. Die Hengst standen nur an den Bäumen, wenn sie auf Touris warteten. Abends gingen sie immer weg, keine Ahnung, wohin, und morgens kamen sie dann wieder an den Strand unter die Palmen. Ich weiß also nicht, ob sie in ihrer "Freizeit" auf einer Koppel waren oder ebenfalls einzeln angebunden.....

    Was die Hengste der Wiener Hofreitschule angeht..... das wußte ich nicht. Ich wußte lediglich, dass die Zuchtstuten mit ihren Fohlen ein sehr schönes Leben auf riesigen Koppeln führen. Jemand hat mir mal gesagt, dass die Hengste ihr Leben lang nur den Stall und die Reithalle sehen! Aber ich weiß natürlich nicht, woher derjenige, der mir das erzählt hat, seine Informationen genommen hat. Wahrscheinlich hat er einfach so daher geredet.... Bist Du Dir sicher, dass sie zusammen auf die Wiese kommen? Kann mir fast nicht vorstellen, dass sie sich alle so unproblematisch verstehen. Und es sind ja sehr wertvolle Pferde, die sich doch bestimmt keine Verletzungen leisten können, oder?

    Liebe Grüße
     
  13. wp1954

    wp1954 Foren-Guru

    Dabei seit:
    27.12.2002
    Beiträge:
    3.598
    Zustimmungen:
    77
    Hengste

    Ich habe selbst 2 Hengste diese 2 stehen nebeneinander jeder in seiner Box. Die Koppel wird getrennt genutzt.
    Der Ältere GIsmo ist 9 Jahre , geht Springsport er weis sich zu benehmen, er steht mit Stuten auf dem LKW
    Aber ein Hengst ist für Überraschungen immer gut.
    Beide Hengste werden normahl behandelt u sind nicht schlimmer
    als temp. volle Pferde
     
  14. #14 freewilli123, 18.01.2003
    freewilli123

    freewilli123 Guest

    Hengsthaltung

    Hallo!
    Ich selber halte auch einen Friesenhengst und einen Tinkerhengst zusammen im Offenstall. Das klappt sehr gut, obwohl auf der Nachbarweide meine Stuten stehen gibt es keinerlei Probleme! Die beiden kennen sich von klein an und hegen keinerlei Agessionen gegen Menschen oder andere Pferde!Sie sind ablolut ausgelastet, dadurch daß sie sich ihre Bewegung holen können wie sie wollen und auch sehr viel miteinander spielen. Was oft sehr gefährlich und wild aussieht aber es gab noch nie Verletzungen! Übrigens das alles obwohl der Friese deckt! Ich denke wenn man es richtig anstellt und dann noch Hengste mit ruhigem Karakter welche artgerecht in einer Hengstherde aufgewachsen sind hält geht es alles. Doch die meisten Pferde sind ja leider von ihrem Sozialverhalten schon von klein an gestört, weil die richtige Aufzucht gefehlt hat. Schade drum! Viele Grüße Alex
     
  15. #15 Pflaume, 23.01.2003
    Pflaume

    Pflaume Guest

    Hi Alex,

    es geht also doch.... Aber ich denke, ein Risiko besteht immer. Vielleicht vertragen sie sich am Anfang und wenn sie dann in dei Pubertät kommen Kracht es doch.... Du hast mit Deinen Pferden da wirklich Glück gehabt.....

    Liebe Grüße
     
  16. #16 katinka, 24.01.2003
    katinka

    katinka Guest

    Hi Pflaume!

    Also, was ich ganz sicher weiss, ist, dass die Hengste der Wiener Hofreitschule auch mal mehr sehen als nur Stall und Halle.

    Jedes Jahr haben die Hengste eine zwei monatige sommerpause (vielleicht etwas mehr oder weniger, aber sie haben sie auf jeden fall) und dann kommen die Hengste ins Gestüt Piber zurück, wo sie den Sommer auf Weiden verbringen.

    Ob sie jetzt zusammen auf den Weiden gehalten werden, kann ich dir leider nicht bestätigen, aber wie gesagt, das was ich 100%ig weiss, dass sie eben doch mal mehr sehen als Stall und Halle.
     
Thema: Hengsthaltung!
Besucher kamen mit folgenden Suchen
  1. 1jahrige hengste verhalten erziehen

    ,
  2. hengsthaltung unfaelle

    ,
  3. artgerechte haltung fuer hengste

    ,
  4. islandpferd hengsthaltung
  1. Diese Seite verwendet Cookies um Inhalte zu personalisieren. Außerdem werden auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Mit dem weiteren Aufenthalt akzeptierst du diesen Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden