Hennenmörder

Diskutiere Hennenmörder im Kakadus Forum im Bereich Papageien; Hallo, seit einigen Jahren halte ich Kakadus. Erfahrung auch mit schwierigen Kakadus ist vorhanden. Nun habe ich vor einigen Wochen einen ca....

  1. Brigitta

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    Hallo,

    seit einigen Jahren halte ich Kakadus. Erfahrung auch mit schwierigen Kakadus ist vorhanden. Nun habe ich vor einigen Wochen einen ca. 10 Jahre alten Goffini-Hahn übernommen. Dieser lebte die letzten 4 Jahre bei papageienerfahrenen Haltern in einem Papageienschutzhaus. Die Vorbesitzer haben den Hahn aus einer Beschlagnahmung heraus erhalten.

    Die letzten 2 Jahre hielten sie den Goffini-Hahn einzeln. Dies deswegen, weil er in den ersten 2 Jahren dort ZWEI Goffini-Hennen im Kasten getötet hat.

    Da ich im Besitz einer ca. 6 Jahre alten, einsamen Weisshauben-Goffini-Hybridendame bin, die erheblich größer und kräftiger als der Goffini-Hahn ist. sahen die Vorbesitzer des Hahnes und ich hier die Möglichkeit, beiden Vögeln ein Leben mit Partner zu bieten. Die Weisshauben-Goffini-Hybridendame hatte zuvor einen Weisshaubenhahn als Partner-Angebot. Dieser wurde nicht „begeistert“ von ihr angenommen, dem Goffini-Hahn steht sie erheblich aufgeschlossener gegenüber.

    Bei Vögel sitzen zur Zeit in einer speziellen Verpaarungsvoliere mit doppeltem Trenngitter. Eine 25 qm große Aussenvoliere mit 3 m Höhe ist ebenfalls vorhanden. Während des täglichen, ca. 5stündigen Freiflugs verstehen sich beide Vögel sehr gut. Der Hahn bringt der Henne mittlerweile „Geschenke“ (kleine Äste, Futterstücke etc.). Der Hahn ist in der kurzen Zeit bei mir extrem zutraulich geworden, die Henne ist auch zahm. Beide Vögel sind Naturbruten.

    Ich suche nun Leute, die mir ihre TATSÄCHLICHEN Erfahrungen mit Hennenmördern (theoretische Kenntnisse über dieses Thema habe ich auch) – egal ob positiv oder negativ – mitteilen. Sofern sie dies nicht „öffentlich“ machen wollen, freue ich mich auch über eine Email. Alle Informationen werden selbstverständlich vertraulich behandelt und sind ausschließlich zu meinem persönlichen Gebrauch gedacht.

    Zur Info: Ich bin Privathalterin, es geht mir keinesfalls um Zucht – mit einem Hybriden sowieso kaum möglich. Ich weiß, dass diese Sache ein großes Risiko birgt, sofern die Vögel OHNE Trenngitter gehalten werden und suche nun Hinweise, wie ich mit der sich anbahnenden Annäherung zwischen den beiden Vögeln umgehen kann.

    Vielen Dank im voraus für jede Information.

    Gruß
    Brigitta
     
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  3. #2 roterfuchs, 27. Januar 2005
    Zuletzt bearbeitet: 27. Januar 2005
    roterfuchs

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    Hallo Brigitta

    Alle guten Dinge sind 3 => hier heisst es "guten" :D

    Na, solltest es lieber nicht riskieren, weil 2 sind ja eh schon hin.

    Imübrigen hast ja echt schon das Glück, dass Du solch erliche Vorbesitzer des Goffini-Knabben hast!!

    Ist der Hahn den zufällig arg (Menschenbezogen) zahm ?
     
  4. #3 Alfred Klein, 27. Januar 2005
    Alfred Klein

    Alfred Klein Depp vom Dienst ;-)

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    Hallo Brigitta
    Du hast geschrieben:
    Ich weiß es nicht jedoch war der Kasten eventuell nicht für Kakadu´s optimal. Für Kakadu´s muß der Kasten mindestens zwei Ausgänge haben damit die Henne fliehen kann. Trotzdem ist es immer ein ziemliches Risiko einen Kasten anzubieten. Ich würde es nicht machen.
    Ich weiß wie grob Goffinis werden. Mein verstorbener Hahn hatte die Henne am Hals gepackt und durch die Gegend geworfen.
    Ich kann also nur raten auf keinen Fall einen Kasten anzubieten und die beiden möglichst nur unter Aufsicht zusammen zu lassen. So hatte ich es gehandhabt da der Hahn die Henne auch beim Freiflug angriff und sie durchaus hätte schwer verletzen können.
     
  5. Brigitta

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    Hallo Fuchs,

    die Vorbesitzer sind die Chefs eines renomierten Papageienvereins und absolut ehrlich! Zum Glück!

    Bei ihnen war der Hahn nicht besonders zahm, er wurde aber auch in einem Schutzhaus gehalten, wo er nicht viel Menschenkontakt hatte.

    In den wenigen Wochen bei mir ist er mir gegenüber extrem zutraulich geworden, er soll aber keine Handaufzucht sein. Obwohl, das wussten die Vorbesitzer auch nicht so genau, wie gesagt, sie haben ihn aus einer Beschlagnahmung.

    Liegt das wirklich "im Blut", wenn es einmal geschehen ist?

    Auch, wenn die Henne so viel größer ist?

    Gruß
    Brigitta
     
  6. Brigitta

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    Hallo Alfred,

    der Kasten war eine Naturstammnisthöhle mit nur einem Ausgang. das war natürlich falsch. die kakadukästen sollen T-Kästen sein. Ich selbst will sowieso keinen Kasten anbieten - züchten will ich keinesfalls.

    Auch hier die Frage: Kann so ein kleiner Goffini-Hahn eine Henne, die fast genauso groß ist, wie eine Weisshaube, am Hals packen und durch die Gegend werfen?

    Ich habe sonst nur Weisshauben (außer der Hybridendame), Goffinis sind "Neuland" für mich!

    Und hat das Verhalten des Hahnes irgend etwas mit seiner Menschenbezogenheit zu tun?

    Gruß
    Brigitta
     
  7. #6 roterfuchs, 27. Januar 2005
    roterfuchs

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    Naja, das "killen" bei Kakadu-Hähnen liegt ja auch schon so "im Blut" im Zusammenhang der Gefangenschafftshaltung.

    Wenn er schonmal und schon zwei mal zum Gattenmörder wurde dann liegt es ihm schon mehrmal "im Blut"!!

    Auch wenn die Henne grösser ist, dass spielt doch wenig Rolle.
    Denn so gross ist der Grössenunterschied auch wieder nicht :D bei einem Elefanten als "Partnertier" würde ich anders denken :D

    Ich bin zwar absolut gegen die Einzelhaltung. Aber hier, da es ja genug Leute gibt, die einen Papageien einzel halten möchten, da wäre dies so ein Tier auch für´s "Wohnzimmer"!!
    Ausser es kann nicht gut fliegen, wie es bei ,,Bömmel" der Fall ist, dann könntest Du ihm ein anderes befiedertes dazusetzen. ,,Bömmel" ist ja imübrigem auch ein Gattenmörder. Hier hast Du näheres über ihm und seine Schattenseiten http://www.vogelforen.de/showthread.php?t=64036
     
  8. Brigitta

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    Hallo Fuchs,

    "leider" ist der Hahn ein ganz ausgezeichneter Flieger. Ich mache täglich mit ihm "Flugspiele" um ihn zu "erschöpfen" und dadurch ggf. Aggressionen abzubauen.

    Dass sich Hennenmörder nur in Gefangenschaft entwickeln, ist mir bekannt.

    Welchen Einfluß hätte es, wenn ich dem Hahn einen "Feind" anbietet, den er mit seinen Aggressionen verfolgen könnte? So muss er diese nicht gegen seine Henne richten ?!?

    Gruß
    Brigitta
     
  9. #8 roterfuchs, 27. Januar 2005
    Zuletzt bearbeitet: 27. Januar 2005
    roterfuchs

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    Ja oft (zu 95%) sind es zahme Kakadu-Hähne die ihre Damen zerstückeln.
    Sollte es bei den restlichen 5% dochmal um einen nicht Menschebezogenen Kakadu handeln, dann geschach das mit Sicherheit deshalb, weil sie im winzigkleinem Käfig gehalten wurden.

    WEISSE FEDER - SCHWARZE SEELE
    Es stellt sich die Frage ob Du allein es hinbiegst ihm ständig mit einem "Anti-Agression-Training" zu beschäfftigen ??? Das würde ich nicht einmal einer Armee zutrauen :D das Tier also ja nicht unterschätzen - meist ist es nur eine Sache von Minuten, wo Du im anderem Raum kurz telefonieren vielleicht warst und zurückkommst => Überall alles voller Blutspritzer 8o WEISSE FEDER - SCHWARZE SEELE
     
  10. Brigitta

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    Hallo Fuchs,

    danke! Schon wieder etwas dazu gelernt. Ich wusste nicht, dass die zahmen Hähne die Mörder sind.

    Allerdings habe ich gehört, dass bei Züchtern bis zu 3 von 5 Hennen von ihren Hähnen umgebracht werden - oftmals nach Jahren und nach erfolgreichen Bruten. Die Vögel bei Züchtern sind doch aber oft nicht zahm - oder irre ich da?

    Einen poteniellen "Feind" habe ich hier (bitte nicht gleich schlagen): Ich habe ein auch noch ein Arapaar und die Arahenne "hasst" den kleinen Goffini, weil er sie gelegentlich am Schwanz zieht. Sie erwischt ihn aber nicht, dazu ist der kleine Hahn zu schnell.

    Sieht der wiederum ihren schnabel auf sich zukommen, nimmt er sofort reißaus!

    Könnte das nicht so eine Art "Aggresionsabbau" werden/sein?

    Gruüße
    Brigitta
     
  11. #10 roterfuchs, 27. Januar 2005
    Zuletzt bearbeitet: 27. Januar 2005
    roterfuchs

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    Das sind meist auch zahme Vögel - nämlich Handaufzucht - wo Handaufzucht-Hahn mit HAZ oder NB-Henne im Jungem Alter noch miteinander verpaart werden.

    Sie werden dann zusammen geschlechtsreif. Sodann erfolgen die ersten Bruten/Nachzuchten. Geht alles bis zu (unterschiedlich) ich sage mal 5 - 6 Jahre mit Nachwuchs gut. Dann kommt irgendwannmal auch der Tag, wo der Hahn, na Du weisst schon :heul:

    Deshalb sollte man auch Kakadu´s allgemein nicht mit der Handaufziehen - aber das bringe mal den Profitgierigen bei - Sie können auch dann wenig dafür, weil die Nachfrage grösser ist als das Angebot nach jungen zahmen Kakadu´s!! Eben auch deshalb aus diesem Grund wäre Dein Goffini-Hahn meiner Meinung etwas speziell "gutes" für die private Einzelhaltung.

    Leider sieht man bei den Kakadu´s ja auch nicht wie bei den Edelpapageien im Nest schon das Geschlecht. Wenn da der Hahn grün wäre und die Henne rot, so könnten die Profitgierigen ja wenigstens nur die roten Kakadu´s (also die Weibchen) mit Hand aufziehen. Die grünen dagegen als Naturbrut futterfest kriegen. So wären heute ja auch dann mehr Weibchen für die Einzelnen Knabben im Umlauf ABER weisse feder - schwarze seele NICHTS MIT GRÜN & ROT

    ----

    Den Ara wird er sich nicht packen - zumindest habe ich solch eine Aussage noch bis heute nicht gehört - auch umgekehrt nicht, dass der Ara sich den Kakadu packt. Nur zum Ara solltest auch ein Ara dazu tun, weil der kann am wenigsten auch was dafür, dass der Goffini sonst eben seine Schattenseiten hat :D Erst recht, wenn Du schon das Glück hast beim Ara als erstes ein Weibchen zu haben, wirst Dich mit der Suche nach´m passendem Hahn kaum schwer tun!
     
  12. Brigitta

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    Hallo Fuchs,

    die Arahenne hat doch ihren Arahahn, die beiden sind ein Herz und eine Seele. Der Arahahn kümmert sich nicht um den Goffini, da steht der drüber.

    Nur die Arahenne (eine kleine Zicke) hat den Goffini auf dem Kiecker - und der sie. Also, "Feind" ist da - und bewegt und wehrt sich auch!

    Was kann ich sonst noch tun, um die Henne zu schützen?

    Von Handaufzuchten halte ich gar nichts. Die größten und schlimmsten Schwierigkeiten hatte ich mit einer isolierten Weisshaubenhahn-Handaufzucht ab Ei. Es war die Hölle! Psychoterror und Angriffe ohne Ende, dann wieder der liebste Vogel unter der Sonne. Der anstrengendste Papagei, den ich jemals hatte. Wurde von den Vorbesitzern abgegeben, als er nach Eintritt der Geschlechtsreife von ihnen nicht mehr zu händeln war. Damit kenne ich mich bestens aus!

    Gruß
    Brigitta
     
  13. roterfuchs

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    Welche Henne willst Du hier schützen....
    ....die Ara-Henne, dann kann ich nur absolut voneinander "isolierte" Haltung empfehlen.
    Willst Du die Kakadu-Hybriden-Henne schützen, da würde ich auch nur das selbe empfehlen.
    Nichts anderes. Leider.
    Liebe Brigitta, Dich persönlich wollte ich hier ja nicht "angreiffen"!
    Du magst Dich da nämlich bestens schon auskennen.
    Aber leider auch nur deshalb, weil Du entsprechende Erfahrungen persönlich machen musstest.
    Bringe doch mal einigen vielen der privaten Kakadu-Interessenten dieses "Thema" hier bei!

    Wenn Du wüsstest wie vielen Leuten ich auf das Thread mit "Bömmels Schattenseiten" aufmerksam mache um sie davon abzuhalten, dass ihnen nicht das selbe abläuft.
    Und heute habe ich dann dazu auch Dein Thread, hier das hierige!
    Aber auch das wird wenig helfen!
    Also, ich könnt die Leute (Privatpersonen) erschiessen, die bei mir nach einem zahmen Kakadu anfragen=> Aber übers telefon oder übers E@mailn kann ich diese eben nur auf die Threads hier von Dir
    und
    Bömmel aufmerksam machen.
    Ich glaube auch, dass das dann zu 3% was hilft => IMMERHIN STARKE LEISTUNG :D :grin2: :D
     
  14. Brigitta

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    noch einmal Hallo Fuchs,

    die Lösung kann doch nicht sein, den Goffini-Hahn in Einzelhaltung zu halten. das hat er die letzten zwei Jahre gheabt und ist darüber zum Rupfer geworden. Jetzt rupft er nicht mehr.

    Der Goffini kann doch nichts dafür, dass wir Menschen ihn in Gefangenschaft gezüchtet und auf den Menschen geprägt haben. Muss er das wirklich büßen, in dem er sein ganzes weiteres Leben alleine verbringt?

    Das kann doch nicht die Lösung sein. So schnell werde ich nicht aufgeben.

    Ich werde auf meine Kakadu-Henne beim Freiflug aufpassen, wie ein Luchs, das ist sicher. Aber ich werde den Hahn auch nicht kampflos einem Single-Dasein aussetzen. Das finde ich nicht fair.

    Und meine Arahenne halte ich für keinesfalls gefährdet durch den Goffini - dazu hat der zuviel Respekt vor ihr.

    Ich suche nach Wegen und hoffe, irgend eine machbare Lösung zu finden, mit der alle in Gesellschaft leben können!

    Und wenn Du einen "Mitstreiter" in Sachen "Kontra Handaufzucht" suchst, dann hast Du ihn hiermit gefunden! Ich habe sogar eine eigene HP gegen Handaufzuchten!

    Gruß
    Brigitta
     
  15. #14 roterfuchs, 27. Januar 2005
    Zuletzt bearbeitet: 27. Januar 2005
    roterfuchs

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    Ich finde es ja auch nicht fair für das Tier - und sagte ja bereits das ich gegen die Einzelhaltung bin.
    Hier jedoch traue ich es einfach nicht mal einer Armee zu, dass sie auf dem Tier bzw. dem Weibchen aufpassen, wie ein Luchs.

    Solltest auch nicht ein zweiten Hahn dazu tun, dass selbe Schattenseiten aufweist - sonst hast das selbe Problem, wie Rena auch => http://www.vogelforen.de/showthread.php?t=76607

    Liess doch mal hier, was ich am 07.Januar diesen Jahres noch berichtete, was ein Züchter mit seinem Kakadu-Hahn gemacht hat, das ihm auch die Damen "gekillt" hat http://www.vogelforen.de/showthread.php?t=75857

    Kann schon sein, dass das der Hahn ein rupfer war, weil er die letzten 2Jahre isoliert gehalten wurde.
    Aber Du hast doch selbst geschrieben, dass er da noch nicht so arg zahm war, weil er kaum Menschenkontakt hatte.
    Ich meine und denke nicht das es sich gerupft hätte wenn es zwar einzeln gehalten wurde aber mehr menschlichen Kontakt auch hätte bekommen, als nur "das sein tägliches Brot bekommen"!!
    Ja, wenn Du mal so eine grosse ("GEH MIR AUSDEM WEG") Voliere hast gefunden, dass mindestens so gross ist wie Mutter Natur, und dort die Tiere sich auch selbst wissen zu versorgen.
    Dann sage mir da :gott: bitte :gott: auch Bescheid :D
    NUN - MUSS LANGSAM ZUR ARBEIT - BIS SPÄTER DANN :0-
     
  16. nicoble

    nicoble Guest

    Wir haben auch einen Goffin haben in unserem Vogelschutz der schon eine Hennen getoetet hat und 2 schwer verletzt . Er war bisher bei einer wohlmeinenden Vogelfreundin , die ihm etwas Gutes tun wollte mit den Hennen. Am Ende hat sie ihn dann aber doch zu uns gegeben , da er nach 2 Jahren anfing allen Hennen gegenueber aggressiv zu werden ( sie hat 4 Kakadus , davon 3 Hennen - dazu noch andere Papas). Er musste praktisch immer im Kaefig bleiben , da er selbt unter Aufsicht hinter den Hennen her war ( auch hinter der der sehr viel Groesseren Umbrella Dame).

    Bei uns lebte er fuer eine Zeit im Vogelzimmer und war sehr aggressiv gegenueber allem was kleiner ist als er - mit den beiden grossen Kakadu Herren ( Gelbhaube und Umbrella) ging es einigermassen .

    Er lebt nun bei einem unser Mitarbeiter zu Hause - alleine .

    Wir haben beschlossen , dass es in seinem speziellen Falle besser ist es so zu belassen . Das Risiko ist einfach zu gross !
    Er hat genuegend Ausflug ( ein ganzes Zimmer fuer sich alleine ) - viel Familienkontakt und super viel Beschaeftigung.
    Klar ideal ist das nicht - allerdings ist er selbst wenn er nicht in Brutstimmung ist aggressiv gegenueber anderen Voegeln .

    Wir versuchen ihn zu rehabilitieren - allerdings mit sehr begrenztem Erfolg.

    Er ist unser " Erziehungsvogel " geworden wir nehmen ihn mit auf Kongresse und in Schulen , um ueber die Haltungsanforderungen von Papageien aufzuklaeren und ueber die Lebensverhaletnisse von freilebenden Papageien zu breichten .

    Ich moechte Einzelhaltung hier auf keinen Fall unterstuetzten ! Ich denken aber das es sehr wohl Faelle gibt , in dem leider keine andere Moeglichkeit besteht.

    Ob das bei Deinem Neuzugang der Fall ist , musst Du durch Beobachtung selber sehen .
    Ich selber wuerde den Goffin auf keinen Fall unbeaufsichtigt mit einer Henne zusammen lassen - das kann lange gut gehen und eines Tages eben nicht mehr ( so war es ja bei unserem ).

    Wenn er ueberhaubt irgendwelche Aggressionen zeigt waere mir die Sache fuer die Henne zu heikel .

    Bei zwei getoeteten Hennen ist die Gefahr , dass es wieder vorkommt leider sehr gross.

    Unser Goffin greift uebrigens Hennen ganz egal welcher Groesse an - und zwar ohne Vorwarnung beim Kraulen z.B..

    Ich finde solche Faelle immer ganz traurig - ich kann Dir da leider gar nichts raten - es ist eine schwierige Entscheidung !

    Ich hoffe sehr fuer Dich , dass alles Gut geht !
     
  17. Brigitta

    Brigitta Stammmitglied

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    Hallo Fuchs,

    ich will hier nicht andeuten, dass ich schlauer bin als andere! Ganz im gegenteil - ich habe auch schon viele Fehler gemacht.

    Aber eines habe ich in Sachen Papageien bisher immer gemacht - ich habe alles in Frage gestellt und manchmal gute und manchmal auch total schlechte Antworten bekommen.

    Früher konnte man mir noch weismachen, dass Vergesellschaftung/Verpaarung - natürlich artgleich und gegengeschlechtlich -DAS Allheilmittel ist. Ich habe es geglaubt - bis die isolierte Handaufzucht kam. Solche Vögel sind fast unmöglich zu verpaaren, das hat mir aber niemand gesagt. Genauso wenig wie, dass Kakadus in Gefangenschaft ihre Hennen manchmal umbringen.

    Nun, das macht nichts. Ich habe der isolierten Handaufzucht zumindest ein Leben in Gesellschaft bieten können und nunn werde ich sehen, wie ich mit dem Hennenmörder verfahre. In der Voliere kommt er nicht an die Henne heran, da doppeltes Trenngitter. Und beim täglichen Freiflug nehme ich die Henne eben mit zur Toilette, wenn ich muss. Da habe ich gar keine Scheu! :)

    Und ich werde die Entwicklung beobachten und mich neben guten Tipps auch auf mein Gefühl verlassen - das habe ich in Sachen Papageien schon sehr oft mit gutem Erfolg getan.

    Trotzdem- oder gerade deswegen - bin ich für jeden Hinweis dankbar.

    Das Thema "Hennenmörder" sollte nicht togeschwiegen und mit "Einzelhaltung" gelöst werden. Vielleicht gibt es doch Möglichkeiten!

    Gruß
    Brigitta
     
  18. Susanne B.

    Susanne B. Guest

    Wir hatten vor langen Jahren auch mal diese schlimmen Erlebnisse. Wir hatten vor über 20 Jahren eine WH-Dame in einem Zoo-Geschäft gekauft; sie war von Anfang an völlig zahm. Nach ca. 1-2 Jahren konnte ich aus beruflichen Gründen nicht mehr so viel zu Hause sein und sie wurde einsam, wir wollten ihr also einen Partner besorgen.
    Zufälligerweise gab es in der Bekanntschaft ein schlecht harmonisierendes WH-Paar, dort war die Dame extrem dominant und jagte den Kerl durch den ganzen Käfig, dass er nur noch verängstigt in der Ecke saß. Vor Menschen hatte er auch sehr viel Angst. Er war wohl schon durch mehrere Hände, und zwar nicht die besten gegangen. Als sich die Lady dann noch in einen Beau von Molukkenkakadu verliebte, war es mit ihrem damaligen Partner völlig vorbei. Wir haben ihn dann probeweise mit unserer Dame zusammengesetzt und sie vertrugen sich auf Anhieb gut, so dass wir ihn dann übernommen haben. Auch bei uns verlor er seine Angst vor Menschen leider nicht. Irgendwann haben wir ihnen einen Nistkasten gegeben, und irgendwann später kamen wir einmal nach Hause und unserer Süßen war der Schädel bis auf die Knochen aufgehackt (Wochenende natürlich). Die Nottierärzte haben das sehr gut wieder hingekriegt, aber fortan haben wir sie nur unter Aufsicht zusammengelassen. Sie vertrugen sich im allgemeinen nach wie vor gut, nur von Zeit zu Zeit hat er einen regelrechten Anfall bekommen. Wenn wir im Zimmer waren, konnten wir an seinen Augen sehen, dass er wieder ausrastet, und haben ihn weggesperrt. Wenn wir nicht im Zimmer waren, konnten wir an ihrem Geschrei hören, was los war. Es gab immer wieder Krakeele um Spielzeug oder Futter, aber wenn er sie attackierte, schrie sie auf eine andere Art, so dass wir sie immer rechtzeitig trennen konnten. Wenn wir weg waren, mussten sie immer getrennt sitzen. Das war alles ziemlich furchtbar und ich möchte so etwas nicht noch einmal mitmachen. Man hat ständig Angst, dass doch etwas passieren könnte und die Vögel waren mit dem getrennt eingesperrt sein natürlich auch nicht glücklich. Dieser Zustand dauerte etliche Jahre, bis die beiden kurz hintereinander an verschiedenen Krankheiten starben. Ich schreibe das so ausführlich, weil es wirklich ein schrecklicher Zustand war und ich dringend von einem solchen Risiko abraten würde.
    In unserer Bekanntschaft haben wir einen Goffins-Hahn, der extrem aggressiv ist und schon mehrere Vögel getötet hat. Der hatte auch vor größeren Vögeln keine Angst.
    In einer Vogelausstellung mit großen Volieren (Bielefeld,Detmold?) haben wir vor ein paar Jahren beobachtet, wie ein Goffins-Kakadu einen Molukken jagte, bis der große in der Ecke auf dem Rücken lag und in höchster Verzweiflung um sein Leben schrie - so hörte sich das jedenfalls an. Als dann der Halter in die Voliere ging, um für Ordnung zu sorgen, hat sich das kleine Biest auch gar nicht so schnell verjagen lassen, sondern hat noch eine Weile Krawall gemacht. Im Ergebnis wurde dann wohl der Molukke aus der Voliere geholt.
    Also, ich fürchte, mit diesen kleinen Biestern ist nicht zu spaßen. Aber allein sitzen lassen, ist auch furchtbar.
    Eine ketzerische Überlegung, für die man hier wahrscheinlich gesteinigt wird, wäre eine Kastration des Vogels. Ich weiß allerdings gar nichts darüber. Vielleicht kann einem ein TA Auskunft geben. Früher wurde m.W. auch Mastgeflügel (Kapaune, Poularden) kastriert.

    Liebe Grüße
    Susanne
     
  19. Brigitta

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    Hallo Nicoble,

    wenn es gar nicht anders gehen sollte - wird der Hahn in Einzelhaltung gehen. Meine Henne werde ich nicht gefährden. Aber ist ist erst ein paar Wochen da und ich habe Zeit und sehr viel Platz.

    Ich werde die Beiden genau beobachten, wenn ich den Vogelraum verlasse, die Henne mitnehmen und sehen, was kommt. In der Außenvoliere sind die Vögel grundsätzlich nur unter dauernder Aufsicht, ich wohne auf dem Land und es gibt hier viele Marder.

    Danke für Deine offenen Worte. ich glaube auch, dass es schwer - vielleicht sogar unmöglich ist. Aber einen versuch ist es wert. Und ich weiß genau, dass es um das Leben meiner Henne geht. Dem trage ich Rechnung! Ganz bestimmt.

    grüße
    Brigitta
     
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  21. Brigitta

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    Hy Susanne,

    danke!!!!!!!!! Kastration - das könnte es ein. Die Hybridendame ist wohl sowieso unfruchtbar.

    Ich werde meinen TA sofort morgen fragen! Hat jemand Erfahrung damit?

    Gruß
    Brigitta
     
  22. #20 Bömmel, 27. Januar 2005
    Zuletzt bearbeitet: 27. Januar 2005
    Bömmel

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    Hallo Brigitta,

    ich denke Du hast inzwischen Bömmels Schattenseiten gelsesen.

    Einiges möchte ich dazu aber noch noch sagen:

    Falsch! Bömmel war definitiv damals kein guter Flieger, er war schwerfällig und ohne Ausdauer, wir ließen aus Sicherheitsgründen bei Abwesenheit die Tür zum Vogelzimmer auf, es war ein 2-stöckiges Haus, die Henne war eine super Fliegerin - und trotzdem hat er sie irgendwie erschwischt! Also eine eingeschränkte Flugunfähigkeit eines Hahnes ist meiner Meinung nach kein Garant dafür daß nichts passiert!


    Dazu kann ich natürlich nur von meiner Seite berichten, aber das tägliche "Stofftier-Spiel" sorgt zumindest bei Bömmel dafür, daß er seit einigen Jahren nie wieder einen Versuch gestartet hat, Chicco oder Besuch anzugreifen oder ihm sonst auch nur eine Feder zu krümmen! (Es werden jedoch beide zur Sicherheit wenn niemand zu Hause ist nach wie vor getrennt eingesperrt.) Allerdings ist es bei Bömmel wichtig daß er das Kampftier auch beißen kann, mit ihm kämpfen und richtig wüst tun. Ich denke nur fliegen (wenn er könnte) zum Müdemachen würde wahrscheinlich nicht reichen.

    Tja, und daß das leider nur eine Sache von Minuten ist, in denen der Hahn ausrastet und dann plötzlich wieder "normal" ist kann ich bestätigen. Es ist schwierig bzw. fast unmöglich, grad eben dann in "denen" Minuten auch immer dann da zu sein!


    Für jeden der 3 Sätze: :freude: :zustimm: :prima: :beifall:
    Finde ich SUPER von Dir!


    Bömmel wurde einzeln gehalten, er hatte bei mir immer und viel menschlichen Kontakt und hat NIE nur "sein täglich Brot" bekommen - und trotzdem rupft er sich! :traurig: MEHR menschlicher Kontakt hieße in dem Fall 24 Stunden rund um die Uhr - nur wer kann das schon?


    Wie Du siehst ist es nicht einfach, und absolut 100 %-ig sicher wirst Du leider nie sein wenn Du beide ohne Auffsicht zusammen läßt! Ich würde es wahrscheinlich nicht riskieren. Und auch wenn es nur täglich ein paar Stunden unter Aufsicht sind: es ist trotzdem schön zu sehen wie beide sich kraulen, schmusen und spielen, wie viel Freude sie miteinander haben.

    Ich drück Dir auf jeden Fall die Daumen daß Du den richtigen Weg für die beiden findest!
     
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Hennenmörder

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