Herbstvogelzug und Verschärfung der Stallpflicht

Diskutiere Herbstvogelzug und Verschärfung der Stallpflicht im Vogelgrippe / Geflügelpest Forum im Bereich Allgemeine Foren; 03.10.2006 - Thurgau und St.Gallen bereiten Stallpflicht vor (lid) - In 24 Thurgauer Gemeinden muss das Hausgeflügel ab dem 15. Oktober bis...

  1. Pizol

    Pizol Mitglied

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    Es geht nicht daraus hervor, auf welche Erkenntisse sich diese Schlussfolgerungen gründen.

    Jedenfalls nicht auf die Position des Bundesamtes für Veterinärwesen.

    Dieses vertritt nämlich eine ganz andere, wohldifferenzierte Sichtweise.

    Das sagen sie alle. Ein prognostisch eher ungünstes Zeichen.
     
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  3. aday

    aday Foren-Guru

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    Bodensee und Zahlen aus Deutschland
    7 von 10 Tieren waren Enten am Bodensee (Deutsche Seite).
    Auf Rügen waren es halt mehr Schwäne und andernorts vielleicht wie in Rendsburg-Eckernförde überwiegend Wildgänse. Woran das nur liegen kann?
     
  4. Pizol

    Pizol Mitglied

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    Wer sich die Mühe macht, den CH Bericht zu lesen, hätte festgestellt, dass in der Schweiz sogar noch wesentlich mehr Fälle registriert wurden.

    In dem Bericht würde auch stehen, welche Schlussfolgerungen das BVet zieht und welche Vorschläge bez. des weiteren Vorgehens gemacht werden.

    Die europaweiten Zahlen sind ja bekannt. Nur eben ihre Interpretation ist strittig.

    Insofern bringt das erneute Einstellen der Erkrankungsfälle keine neuen Aspekte.

    Imerhin kommen anscheinend sogar die ansonsten kompromisslosen "Aufstallungs" Hardliner in der Schweiz, die ja sogar die Fiktion pflegen, sogar ND auf Dauer außer Landes halten zu können, zu dem Schluss, dass Aufstallung nur in See und Flussnähe Sinn macht.

    Warum man auf die Idee, Sentinelteiche einzurichten, erst jetzt kommt, bleibt ein Geheimnis.
     
  5. #144 Vogelklappe, 5. Oktober 2006
    Vogelklappe

    Vogelklappe Foren-Guru

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    Wollte nur sicher sein. Dann kannst Du mir ja erklären, warum wir vor ziemlich genau einem Jahr ein Importverbot für alle Geflügelprodukte aus der Türkei erlassen haben, um jetzt aus einem der Länder, in denen es auch Humaninfektionen mit H5N1 gab, zu genau der gleichen Jahreszeit eben diese Produkte wieder tonnenweise ins Land zu holen ?
    Wenn unterstellt wird, dass Vögel inapparente Virusträger sind, hätte man ja welche finden müssen bzw. man sollte wenigstens vorschlagen können, welche Arten konkret lebend untersucht werden sollten, bei denen dies noch nicht erfolgt ist.
    Ich verstehe das zweierlei Maß bei der Bewertung von Hinweisen nicht. Alle Übertragungswege sind absurd, solange die Beweise fehlen, nur für Wildvögel gilt das nicht ? Wenn man daran glaubt, muß man doch zumindest eine Hypothese haben, auf welchem Weg das Virus bis nach Europa von Insel Rügen bis Bodensee und vereinzelt auch dazwischen gekommen sein soll.
    Neben den räumlichen gibt es zeitliche Lücken wie zu dem einen infizierten Schwan im Dresdner Zoo. Welcher Vogel soll ihm die Infektion gebracht haben, der nie gefunden wurde und alle anderen Wasservögel des Zoos verschont hat ?
    Ganz und gar nicht. Die Diskussion ist durchaus kontrovers, was bei meinen weiterführenden (nicht öffentlichen) Thesen nicht weiter erstaunlich ist.
    Genau das meine ich. Bei allen anderen, völlig unbelegten Übertragungswegen (jetzt auch noch Brieftauben) wird nach Beweisen gefragt, nur bei Vögeln (und aday) nicht.

    Wenn aday und ein paar andere sich nur daran halten würden.
    Die alle beim unfangreichen Wildvogel-Monitoring in der Schweiz negativ waren. Dieses Phänomen kannst Du dann doch bestimmt auch erklären, aday.
    Erkrankungsfälle wären ja noch interessant gewesen. Es handelt sich zum Zeitpunkt des Fundes aber ausschließlich um Todesfälle.
     
  6. aday

    aday Foren-Guru

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    Habe ich es nicht gewusst? Solange einige User wie Vogelklappe nicht auf einem Video oder sonstigen sehen können, das ein Virus von Vogel A nach Sentineltier überspringt, solange wird ein wissenschaftliches Ergebnis was ja mit Constanze und sonstigen Untersuchungen herauskommt immer wieder als Falsch hingestellt, nur weil es vielleicht nicht ins eigene Weltbild passt.

    Danke auch noch einmal, das du teile zu meinen von Fiedler zitierten Texte mal wieder herausgeschnitten hast. Ich persönlich halte nicht viel von Fiedler seinen Aussagen, zumal er sehr schnell auch schon mal seine Meinung ändert, wenn es um das liebe Geld geht. Wichtig war mir aber in dem Zusammenhang selbst seine Aussagen zu dem von einigen "hochgeprissenen" Steiof, der von eh her schon immer ein wenig andere Wege gegangen ist und sich daher nicht gerade besonderer beliebtheit durch seine zumindest teilweise umstrittenen Entscheidungen aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit erarbeitet hat. Wenn Fiedler diesen "Fachmann" schon "angreift" wegen dem "Blödsinn" denn er verzapft hat, das soll schon was heissen und nur darauf wollte ich mit dem gesamten "Zitat" von Fiedler zu Steiof hinweisen. Ich weis jetzt nicht, ob der ein oder andere auf Steiof´s wohlwollen in Berlin angewiesen ist und es sich vielleicht nicht gerade deswegen mit ihm verscherzen will und aus diesem Grund vielleicht versucht gut Wetter zu machen. Das die Überwiegenden Aussagen (es kann ja sein, das er ja doch auch mal etwas wirklich anzunehmendes unbewußte vertritt) von ihm sind so etwas von danebenund so leicht zu wiederlegen, das es schon erschrekend ist, wenn man sich vorstellt, an welcher Stelle er Arbeitet und was für Macht er damit ausüben kann.

    Was erwartest du von einem Wildvogel-Monitoring? Wie lange ist die Inkubationszeit nochmal gewesen? Wielange hält sich voraussichtlich der Virus z.B. in Kot? Wie hoch schätzt du denn den Anteil an infizierten Tieren im Gesamtbestand ein und wieviele Tiere müssten aus dem Grund lebend Untersucht werden, um auch nur ein einziges Tier als positiv nachzuweisen?

    Wenn man nur mal daran denkt, wieviele tausend Schwäne auf Rügen jedes Jahr überwintern oder durchziehen und wieviele tote Tiere gefunden wurden und dann auch noch wieviele von diesen Toten Tiere positiv getestet wurden, zeigt ja ganz deutlich, wie schwierig es sein dürfte, H5N1 in diesem Monitoring nachzuweisen.
    Im Gegenzug reicht aber vielleicht der Kot eines infizierten Vogels aus, um ganze Bestände von Nutzgeflügel zu vernichten.

    Auch hört man immer wieder, das man das Nutzgeflügel sowieso nicht richtig schützen kann, da ja Futter und Einstreu ja auch vomAcker kommt und dort mal ein Vogel ins Getreide geschissen haben kann der infiziert war.
    Dumme Aussage! In der Regel ist es doch so, das selbst dieses Getreide, wo vielleicht 1 Minute vor dem Mähdreschen der besagte Vogel reingeschissen hat, erst einmal vom Acker zur Getreideannahmestelle gebracht wird, dort zunächst gesammelt und dann in großen Chargen zur Weiterverarbeitung geht und dort wiederum in großen Lagern erst einmal bis zur Weiterverarbeitung liegen bleibt. Bis dieses Getreide dann z.B. bei uns im Brot landet, im Laden als Mehl Verkauft wird oder an unsere Tiere verfüttert wird, dauert also eine gewisse Zeit und da haben die Wissenschaftler schon das ein oder andere herausgefunden, wie lange der Virus sich hält. Ist im enteffekt genauso wie mit dem Fischmehl, was schon alleine aus diesen Gründen Ausscheiden dürfte, auch wenn Steiof dies vielleicht nicht gerne als "Fachmann" hören möchte.
    Selbst bei Kleinhaltern ist es meist unüblich (selbst wenn sie wie die weningsten die möglichkeit hätten das Futter direkt vom Acker zu holen), direkt nach der Ernte frisches Getreide zu verfüttern. Bringt halt leider meist so ein paar kleine Probleme mit sich die nichts mit Krankheiten zu tun haben und auch dort sollte dieser Übertragungsweg auszuschliessen sein besagt die der derzeitige Kenntnisstand bei der Forschung.

    Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden und ob es dabei bleibt mit der Einstallung wie jetzt im Moment in der Schweiz bleibt abzuwarten. Es ist noch früh und wenn die ersten Tiere mal wieder gefunden werden, greift Plan B sicher auch in der Schweiz. Frag doch mal bei den Verantwortlichen nach, was für Ideen die schon in der Schublade haben. Werden sicherlich nicht aus dem Nähkästchen plaudern wollen, aber weitergehende Aufstallungen usw. sind sicher dabei. Bis zum Frühjahr ist es eine lange Zeit!
     
  7. Pizol

    Pizol Mitglied

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    Da weiss also jemand schon im vorhinein, was bei "Constanze" herauskommt".

    Woher diese geniale Inspiration?

    In vino veritas?

    Entschuldigung, aber diese Aussage stammt ja von jemand anderem:
    http://www.vogelforen.de/showpost.php?p=1291285&postcount=8
    Mancher wäre vielleicht gut beraten, seine eigenen Posts von Zeit zu Zeit nochmal zu lesen.

    Gerade dies ist ja das immer wieder gleiche, ständig reverberierte Argument, das allerdings durch keinerlei Daten belegt ist.

    Bisher wurde jedenfalls hier nicht einmal der versuch unternommen, die - sehr wohl begründete - Annahme zu widerlegen, dass auch ein technisierter Geflügelbetrieb nicht in der Lage sein dürfte, eine wirklich effektive Abschottung gegen Viren zu organisieren.
     
  8. Raven

    Raven De omnibus dubitandum

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    a) Was hat die Humaninfektion damit zu tun?
    b) Aus der Türkei wurden seit April keine neuen Vogelgrippefälle mehr gemeldet.
    c) Es geht um tiefgefrorene Geflügelprodukte. Solche kommen nicht aus Hinterhofhaltungen, sondern aus Großbetrieben, in denen ein AI-Ausbruch sofort auffallen würde
    d) Durch solche zollrechtlichen Bestimmungen läßt sich der Weg der Importe genau nachvollziehen

    Was spricht denn nun deiner Meinung nach gegen solche Importe?
     
  9. Raven

    Raven De omnibus dubitandum

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    Hat man ja, nur du willst sie nicht zur Kenntnis nehmen:
     
  10. #149 Vogelklappe, 7. Oktober 2006
    Vogelklappe

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    Das war nicht meine Frage, sondern: „...warum wir vor ziemlich genau einem Jahr ein Importverbot für alle Geflügelprodukte aus der Türkei erlassen haben, um jetzt aus einem der Länder, in denen es auch Humaninfektionen mit H5N1 gab, zu genau der gleichen Jahreszeit eben diese Produkte wieder tonnenweise ins Land zu holen ?“
    Das sag’ Du mir doch, was sie mit dem Importverbot vor einem Jahr zu tun hatte ?
    Und deshalb können zur gleichen Jahreszeit wir vor einem Jahr keine mehr auftreten ? Das ist mir nun wirklich zu hoch.
    Deren Import vor einem Jahr ebenfalls verboten war. Warum also ?
    Und vor einem Jahr war das anders ? Woher nimmst Du das ?
    It is possible the birds spread the disease in a “leap-frog” fashion by travelling for a short time and passing on infection to another group of birds before dying, and can thereby contribute to the long-distance spread of the virus. There may also be some species that are resistant to H5N1, and capable of infecting other birds without themselves showing signs of infection.”

    Genau das meine ich ja: welches sind denn die “some species” ? Wie soll die „leap-frog fashion“ denn funktionieren, wenn man entlang der Strecke gar keine H5N1-Funde (lebend oder tot) zu verzeichnen hat ?

    Ablenkung zwecklos, aday. Nenn’ mir doch einfach Vogel A (s.o.), in dem sich das Virus in den räumlichen und zeitlichen Lücken aufhält, das genügt schon.
    Ohne Unterstellungen schon wieder bakrott ? Informier’ Dich doch einfach, aday, wozu es in allen Berliner Bezirken Untere Naturschutzbehörden und Veterinärämter gibt.
    Ach ja ? Warum schreibst Du dann nicht dazu, wo er arbeitet und welche Macht er konkret in Bezug auf die Vogelgrippe hat(te), mit der er sich übrigens ausschließlich in seiner Freizeit beschäftigt ? Oder ist das auch wieder nur heiße Luft ?
    Ach so, wenn nichts gefunden wird, erklärt das natürlich alles andere auch.
    Bereits von Pizol vollständig oben zitiert. Du warst es doch, aday, der bei dem Ausbruch in dem französischen Putenstall Stroh als Quelle angebracht hat, nur damit irgendwie die Wildvogelthese haltbar ist, versteht sich. Plötzlich wieder doch nicht ? Welche neue These hast denn Du jetzt für den Umstand, dass auch in dessen Umfeld keine infizierten Wildvögel gefunden wurden ?
     
  11. Raven

    Raven De omnibus dubitandum

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  12. #151 Vogelklappe, 7. Oktober 2006
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    Wenn Ausbrüche wieder aktuell werden, sind die Importe bereits im (nächsten) Land. Laut Dir kursieren die Viren doch in Wildvögeln, so daß jederzeit Geflügelbestände infiziert werden können und Aufstallung gerechtfertigt ist ? Nun aber doch nicht (mehr), nur weil ein halbes Jahr nichts vorkam ? Und das gilt dann nur in der Türkei, in Deutschland hingegen nicht ? In der Tat, das begreife ich beim besten Willen nicht.

    Bezüglich "leap-frog" habe ich nach den Vogelarten gefragt, die "resistent" gegen H5N1 sein sollen, aber Viren in so hoher Zahl ausscheiden, daß sie andere Tiere anstecken - wie soll denn das bei fehlender viraler Dauerausscheidung über längere Zeit funktionieren ? Und wieso findet man sie nirgends, lebend und infektiös, auch nicht dort, wo aktiv nach ihnen gesucht wird ? Das begreife ich ebenfalls nicht.

    Was ist denn daran nun schlauer als bei anderen bisher unbelegten Thesen ?
     
  13. Raven

    Raven De omnibus dubitandum

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    Ja und? Bevor es Ausbrüche gibt, ist kein Hausgeflügel infiziert. Wo also ist das Problem?

    Nicht einmal du selbst begreifst deine Phantasien? Interessant....

    Macht nichts, du begreifst ja auch nicht, wenn 100x gesagt wird, dass die Übertragungswege noch sehr lückenhaft bekannt sind, weshalb man Projekte wie "Constanze" ins Leben ruft.

    Welche anderen Thesen sind denn noch nicht widerlegt worden?
     
  14. #153 Vogelklappe, 8. Oktober 2006
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    Bitte ? Hast Du nicht verstanden, was eine Inkubationszeit ist ? Und womit Viren in dieser Zeit überall hin transportiert werden können ? Nach Deiner Logik bräuchte man dann ja erst aufstallen, wenn es bereits einen Ausbruch bei Wildvögeln in der Nähe gab. Das wäre doch immerhin ein konsensfähiger Ansatz.
    Meine ? Wie infiziert(e) sich denn Deiner Meinung nach Hausgeflügel in der Türkei, Raven ? Die dort im Umfeld nicht gefundenen Wildvögel entspringen wohl kaum meiner Phatansie.
    Mir geht es um eine brauchbare Arbeitshypothese, nach der untersucht und gehandelt wird. Wenn man also "resistente" Vögel als Virusausscheider annimmt, möge man doch die in Frage kommenden Vogelarten testen. Selbst wenn sich aday vorsichtshalber bereits darauf zurückgezogen hat, daß es nur sehr wenige sein könnten, müßte sich dann ja irgendwann einer finden lassen. Widerlegt ist, daß die Puten in Sachsen oder Frankreich durch Auftstallung vor einer Infektion geschützt werden konnten. Wer da immer noch an Viren von Wildvögeln festhält, möge sie doch suchen, meinetwegen auch in der Einstreu.
    Wenn Du Daten hast, die Futter- und Düngemittel definitiv ausschließen, nur her damit.
     
  15. aday

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    http://www.china.org.cn/german/264707.htm

    Was haben wir für ein Glück das China schon seit langem das Geflügel so konsequent impft damit die Menschen sich nicht bei ihrem Nutzgeflügel infizieren können.
    Ups hatte ich glatt übersehen, erkennen kann man so eigentlich nicht, das die Zahl der Ausbrüche und auch der erkrankten oder verstorbenen Menschen in China zurückgeht.
     
  16. aday

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    http://www.rbb-online.de/_/nachrichten/vermischtes/beitrag_jsp/key=news4873434.html
     
  17. #156 Gänseerpel, 8. Oktober 2006
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    Die offiziellen Angaben aus China kann man nicht ernst nehmen. In einem Land, wo Untersuchungen über Vogelgrippe als Staatsgeheimnis betrachtet werden, und die Regierung die Berichterstattung hierüber als Propagandamaterie ansieht, kann man solche Berichte eigentlich nur in den Papierkorb werfen.

    Von dem grossspurig angekündigten "neuen Impfstoff" ist auch jetzt - ein Jahr nach der angeblichen Einführung, kein Sterbenswörtchen in der wissenschaftlichen Literatur zu finden.

    Traurig ist nur die feige Haltung der westlichen Politiker diesem Treiben gegenüber, die aus falscher Rücksichtnahme nichts besseres zu tun haben als sich bei den chinesischen Potentaten die Klinke in die Hand zu drücken, und um Handelserleichterungen zu betteln
     
  18. Raven

    Raven De omnibus dubitandum

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    Ich schon.... Sicherlich kannst du auch erklären, wie Geflügel aus einem infizierten, sich innerhalb der Inkubationszeit befindenden, Bestand geschlachtet, verarbeitet, tiefgekühlt, und nach Deutschland transportiert werden kann, ohne dass die Krankzeit inzwischen in selbigem Bestand in der Zwischenzeit ausbricht. Inkubationszeit der klassischen Geflügelpest 1 - 5 Tage.

    Zur Erinnerung: es ging nicht darum, wie sich das Geflügel infiziert, sondern warum jetzt Importe von Geflügelprodukten aus der Türkei zugelassen werden, die vor einem Jahr verboten wurden.

    Nein, meine Liebe, jetzt bist du mal dran zu erklären, wie die Vögel auf Rügen an verseuchte Futter- oder Düngemittel gekommen sein sollen, ebenso die anderen aufgefundenen Wildvögel und der einzelne Zooschwan.
    Wenn du schon völlig unrealistische Theorien aufstellst, solltest du dich wenigstens um plausible Erklärungen bemühen.
     
  19. #158 Gänseerpel, 8. Oktober 2006
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    Völlig unrealistisch ist dies keinesfalls. Dass durch Dünger aus Vogelmist AI übertragen werden kann, bedarf keiners weiteren Belegs, das auch hier ausreichend beschrieben. Bei einer Virus-Überlebenszeit in geeignetem Milieu - und Mist ist ein solches - von weit über 100 Tagen ist eine Übertragung - und zwar in größerem Ausmass - problemlos darstellbar.

    Ich habe die Diskussion über die Ausbringung von dünger im winter aufmerksam verfolgt. Imho wurde diesem Punkt nicht genügend Aufmerksamkeit gewidmet. Darüber hinaus geht es nicht nur um den Punkt ausbringung. Das Matgerial muss schliesslich irgendwo zwischengelagert werden. Erfolgt dies ausschliesslich in unbedenklicher Form? Ohne die Frage in extenso untrersucht zu haben, möchte ich hier Zweifel anmelden.

    Das ist an sich schon schlüssig argumentiert. Aber können mit hinreichender Sicherheit davon ausgehen, dass in der Türkei die Überwachung auf vergleichbarem Niveau ist? Ich glaube VK wollte zum ausdruck bringen, dass hier wieder einmal dem Handel Vorrang vor anderen Gesichtspunkten eingeräumt wurde.

    Dem Problem der Übertragbarkeit landesspezifischer Standards auf Importware scheint übrigens zunehmend Aufmerksamkeit gewidmet zu werden.

    Es dürfte jedenfalls erhebliche dimension haben.
     
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  21. Raven

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    Soweit richtig und sicherlich unbestritten.
    Ich bin kein Landwirt, allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass frischer Mist und/oder Gülle aus Drittländern importiert wird. Ein solcher Import würde den Warenwert weit übersteigen und wäre unrentabel. Außerdem haben die einheimischen Landwirte, soweit mir bekannt ist, eher ein Problem damit, ihren Mist/Gülle loszuwerden, da bedarf es keiner Importe frischen Mistes. In getrockneter oder sonstwie verarbeiteter Form ist wiederum das Millieu für eine längere Überlebensfähigkeit des Virus nicht gegeben.

    Die Frage an Vogelklappe, wie solcher Dünger aus einem Vogelgrippegebiet nach Rügen gekommen sein soll, bleibt bestehen.

    Wenn dort ein größerer Betrieb betroffen ist, würde das sicherlich bekannt werden. Schließlich haben sie im letzten Winter auch die Vogelgrippefälle gemeldet. Die letzte kleine Geflügelhaltung wird sicherlich nicht überwacht (bei uns auch nicht ;) ), die liefert aber auch nicht für den Export.
     
  22. #160 Vogelklappe, 8. Oktober 2006
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    Darauf würde ich mich nicht verlassen. Je nach Virustyp und Vogelart sowie etwaiger Präimmunitäten 2-14 Tage.
    Aber bei der Aufstallung geht es darum, um nichts anderes.
    Würde es gerne ausschließen, nur wo wurden denn überhaupt Futter- oder Bodenproben genommen ?
    Schon vergessen ? http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,394633,00.html

    Selbst das FLI musste bei der Verbreitung durch Zugvögel kräftig zurückrudern:

    „3.2...Die Infektion des Haubentauchers in Spanien trat dabei in einem nicht betroffenen Land und zudem zu einem Zeitpunkt auf, in dem zumindest großflächige Vogelzüge als angeschlossen gelten. Ein Eintrag über große Entfernungen scheint demnach zu diesem Zeitpunkt und für die betroffene Vogelart nicht wahrscheinlich.“

    Bei dem Fall im Dredner Zoo überrascht, dass die sofort eingeleiteten Beprobungen von Zoovögeln bzw. auf dem Gelände des Zoos gefangenen Wildvögeln keine weiteren Nachweise von HPAIV H5N1-Infektionen erbrachten.“

    Blöd, wenn die eigene Theorie beim besten Willen nicht durch Befunde untermauert werden kann. Was macht das FLI daraus ? Immerhin, neue Vektoren sind explizit im Spiel, nur wo bleiben die Empfehlungen, was demnach außer Wildvögeln systematisch genauer zu untersuchen wäre ?

    Diese Befunde unterstreichen, dass das stichprobenartige Wildvogelmonitoring, so wichtig es auch für orientierende Unersuchungen zum Vorkommen des Virus ist, bei fehlenden H5N1-Nachweisen nur eine sehr begrenzte Aussagekraft hinsichtlich einer möglichen Erregerfreiheit besitzt. Daher ist von einer weiteren Verbreitung von HPAIV über Wildvögel und andere belebte und unbelebte Vektoren auszugehen.“

    Konsequenterweise (immerhin) kann somit auch nicht länger an einer generellen Aufstallungsempfehlung festgehalten werden:

    Es bestand Konsens (VK zur Erläuterung: zwischen FLI und ornithologischen Experten) darüber, dass
    - für den Eintrag und die weitere Verbreitung von HPAIV H5N1 derzeit eher die Wildvogeldichte als ein Eintrag über Zugvögel aus aktuellen Ausbruchsgebieten von Bedeutung zu sein scheint...
    - in Deutschland keine Fakten für ein Abgehen von der gegenwärtigen Maßnahme zur Verhinderung des Eintrags von HPAIV H5N1 sprechen, auch nicht hin zu einer flächendeckenden Aufstallung, wie sie z. B. für die Niederlande ab 01.09.2006 in Kraft getreten ist.

    Hinsichtlich der Möglichkeit des Eintrags über Zugvögel aus aktuellen Ausbruchsgebieten in Mittel- und Südsibirien nach Deutschland wird auf die ausführliche Darstellung in einer früheren Risikobewertung des FLI (vom 08.08.2006) verwiesen. Eine direkte Einschleppung aus diesen Regionen erscheint nicht wahrscheinlich
    .“

    Das mußte folgerichtig dann auch für Rügen gelten. "erscheint nicht wahrscheinlich" läßt dabei jede Hintertür offen.

    Und u.a. zur Türkei, die jederzeit wieder Ausbruchsgebiet sein kann, wobei eine Erklärung für die schnelle Ausbreitung in weit voneinander entfernten Gebieten ohne tote Wildvögel aussteht, heißt es nur:

    „(b) Die Wahrscheinlichkeit einer Einschleppung von HPAIV H5N1 Asia aus betroffenen Ländern nach Deutschland mit lebendem Geflügel und Geflügelprodukten...ist aufgrund der bestehenden Einfuhrrestriktionen und –verbote und der Voraussetzung der Einhaltung der Schutzmaßnahmen vernachlässigbar.“

    Oder sollen die „betroffenen Länder“ jetzt wöchentlich neu angepasst werden ? Mit welchem Rationale ?

    http://www.tieraerzteverband.de/wDeutsch/fokus/Risikobewertung_Influenza_18_09_06.pdf
     
Thema: Herbstvogelzug und Verschärfung der Stallpflicht
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