Hilfe! Blutendes Welliweibchen - Xanthom???

Diskutiere Hilfe! Blutendes Welliweibchen - Xanthom??? im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo, nachdem es meinen beiden Rackern über längere Zeit sehr gut ging, habe ich es gewagt, für 2 Wochen in Urlaub zu fahren. In der Zeit...

  1. Karo

    Karo Guest

    Hallo,

    nachdem es meinen beiden Rackern über längere Zeit sehr gut ging, habe ich es gewagt, für 2 Wochen in Urlaub zu fahren. In der Zeit kümmerte sich ein Nachbar um sie.
    Als ich aus dem Urlaub zurückkam, fiel mir auf, dass sie etwas leichter (4 Gramm) und nervöser als sonst war.

    Gestern dann der Schock - beim Putzen konnte man erkennen, dass das Daunengefieder des Weibchens in der Nähe der KLoake total blutverschmiert war.
    Ich natürlich gleich den Vogel gepackt und ab zum TA.

    Die (ziemlich grobe) Notfall-TÄ zeigte mir dann, dass der Vogel eine erbsgroße, gelbe, harte Masse direkt neben der Kloake hat - daneben war die Haut aufgebissen.
    Diagnose - Xanthom. Einzige Behandlungsmöglichkeit laut TÄ: OP!
    Allerdings gibt es da ein Problem....

    Sie hat eine starke Herzschwäche, so dass ich nicht sicher bin, ob sie eine Narkose überstehen würde.......

    Außerdem hat sie eine leichte Hormonstörung (Hyperkeratose) und seit längerer Zeit immer wieder Durchfall (laut TA Folge der Herzkrankheit).

    Sie ist eigentlich sonst sehr aktiv, fliegt und tyrannisiert das Männchen.

    Futter: Körnerfutter mit zusätzlichen Gaben von Bene - bac, Trockenfrüchten, Vogeldoktor und Aviconcept. Außerdem jeden Tag Obst (obwohl das meist nur zerkleinert wird).

    Trinkwasser: mit zusätzlicher Gabe von frubiase Calcium und ab und zu Vitacombex, außerdem geringe Gabe von Magnesiumsulfat

    Irgendwelche Vorschläge, wie ich ein Xanthom noch behandeln könnte, ohne dass es zur OP kommt?






    Danke für Eure Hilfe im Voraus, Karo
     
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  3. #2 Alfred Klein, 29. August 2003
    Alfred Klein

    Alfred Klein Depp vom Dienst ;-)

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    Habe mal was dazu gefunden:
    Man unterscheidet die Lipidablagerungen bedingt durch erhöhten Triglyceridwert und solche durch einen erhöhten Cholesterinwert. Bei ersteren kann es auch zu entzündlichen Reaktionen der Haut kommen........
    eruptives Xanthom, kommt vor allem am Körperstamm und Gesäss vor.........
    Der Rest besagt daß die Geschwulst gutartig und soweit harmlos ist.
    Eine Entfernung wird allerdings immer nur chirurgisch möglich sein, etwas anderes habe ich nicht gefunden. Ausgenommen fettarme Ernährung, aber in einem solchen Stadium ist das wohl sinnlos.
    Weiter habe ich erfahren daß ein Xanthom offensichtlich mehr auf der Haut als weniger im Gewebe sitzt. Es ist also nur von der dünnen Hautschicht bedeckt und anscheinend auch ohne durchblutung. Hier stellt sich für mich die Frage ob es für Deinen herzkranken Vogel nicht möglich wäre das mit einer örtlichen Betäubung und einem schnellen kleinen Schnitt hin zu bekommen.
    Fragen kannst Du und eventuell ist das weniger riskant wenn Du Deinen Vogel in der Hand hast und der TA das macht.
    Weiter konnte ich nichts dazu in Erfahrung bringen, wenig Info dazu, für Vögel sowieso nicht bei einer derartigen Geschwulst.
     
  4. Spatz1967

    Spatz1967 in dubio pro animale

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    Hi,
    eine Lokalanästhesie wird beim Vogel im allgemeinen nicht durchgeführt-es müßte im Vergleich
    zum Körpergewicht (gerade auch bei sehr kleinen Vögeln) eine sehr große Menge Anästhetikum
    gespritzt werden; da Vögel dieses schneller als Säugetiere verstoffwechseln besteht eine große
    Vergiftungsgefahr.
    Einfach aufschneiden geht auch nicht-die Haut über Xanthomen ist sehr gut
    vaskularisiert; d. h. die Schwierigkeit besteht darin, die Blutung schnell zum Stillstand zu
    bringen-die Wunde muß in jedem Fall genäht werden.
    Es würde sich in diesem Fall die Inhalationsnarkose als schonendste Maßnahme anbieten.
    Wenn der Vogel das Xanthom bepickt und es blutet oder sich entzündet muß es ja entfernt
    werden.

    Ines
     
  5. Karo

    Karo Guest

    NEUES VOM WELLI!

    Hallo,

    Erstmal danke an Alfred und Spatz!

    Neues von meiner "Pusteblume": Da ich der Aussage der Notfallhilfe nicht so recht traute, bin ich am Freitag noch mal beim Vogel-spezialisten der Praxis gewesen:

    Es ist doch kein Xanthom!
    "Nur" ein Abszeß - vielleicht verursacht durch ihren offenen Ring (habe ich sofort entfernen lassen).
    Er meinte, man könnte es jetzt erstmal mit Antibiotika versuchen - hilft das nichts, bleibt trotzdem nur OP (seufz):

    ALSO DRÜCKT MIR DIE DAUMEN, DASS MEINE PUSTEBLUME ES VON ALLEINE SCHAFFT!!!!

    Hoffe so, dass.....
     
  6. Karo

    Karo Guest

    NEUES VON PUSTEBLUME

    Nachdem ich jetzt am Donnerstag, Freitag und Montag mit Pusteblume beim TA war, und sie sich das "Anhängsel" immer wieder blutig aufgebissen hatte, jetzt am Dienstag die endgültige Entschiedung zur OP.

    Hat die OP gut überstanden - Gottseidank (man stellt sich ja immer weißwas vor).
    Histo steht noch aus.


    Grüsse, KAro
     
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  8. #6 Alfred Klein, 3. September 2003
    Alfred Klein

    Alfred Klein Depp vom Dienst ;-)

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    Freut mich.
    Das wird doch noch was. Ich denke auch mit Schrecken daran daß meine mal eine OP brauchen könnten.
    Aber anscheinend sind die Federbällchen doch zäher als man denkt.
    Ich wünsche Dir und Deinem auf jeden Fall alles Gute und drücke die Daumen daß es das war und alles erledigt ist.
     
  9. Karo

    Karo Guest

    Danke Alfred für die lieben Wünsche!

    Ich hoffe auch, mir bleiben jetzt weitere OPs erspart...zerrt doch etwas sehr an den Nerven, auch wenn ich zu dem Können des TA absolutes Vertrauen habe (bei einer OP in der Nähe der Kloake auch nicht únwichtig!)

    Allerdings war die Kleine sofort danach (1 Minute nach der OP!) wieder fix auf den Beinen, hat gesungen(!) und protestiert, dass sie nicht sofort raus darf...und konnte die ganze "Aufregung" einfach nicht verstehen .....;-)


    Bin auf jeden Fall froh, dass es der Kleinen jetzt sichtlich besser geht als vorher!

    Grüsse, Karo
     
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