Hilfe! Mein Baby soll an neurop. Drüsenmagenerweiterung leiden

Diskutiere Hilfe! Mein Baby soll an neurop. Drüsenmagenerweiterung leiden im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Liebe Papageienfreunde, ich bin verzweifelt. Vor wenigen Tagen erst habe ich im Allgemeinen Vogelforum meine Erfahrung mit der 'Züchterin'...

  1. #1 mathilda, 24. Mai 2002
    mathilda

    mathilda Guest

    Liebe Papageienfreunde,

    ich bin verzweifelt. Vor wenigen Tagen erst habe ich im Allgemeinen Vogelforum meine Erfahrung mit der 'Züchterin' Heike Mundt kundgetan und über den von ihr erworbenen Graupapagei Dusty, der Chlamydien im Blut hat, berichtet.

    Nun habe ich gestern von einem zweiten Tierarzt die schockierende Diagnose erhalten, daß Dusty's Röntgenbild eindeutig auch einen vergrößerten Drüsenmagen
    zeigt.

    Meine Sorge und Verzweiflung um ihn kann ich nicht in Wort fassen. Darüberhinaus bin ich aber auch wütend, daß mich der Arzt trotz dieses dringenden Verdachts nicht darauf aufmerksam gemacht hat, wie ich mich gegenüber Dusty und unseren beiden anderen Grauen verhalten soll.

    Ich bin sicher, daß irgend jemand von Euch das schon einmal durchgemacht hat und hoffe so sehr, daß er mir seine Erfahrung schreibt.

    Wenn sich der Verdacht nach Feststellung aller sonstigen Untersuchungsergebnisse verhärtet, dann muß ich Dusty von den beiden anderen trennen. Aber wie? Ich werde ihn keinesfalls weggeben.

    Meine Angst, daß Dusty wirklich an NMD erkrankt ist, daß er sterben wird und sich die beiden anderen vielleicht auch schon angesteckt haben, raubt mir den Verstand. Mein Atem stockt, wenn ich ihn beobachte, während er endlos an seinem Ring herumspielt, anstatt wie die beiden anderen vergnügt zu sein.

    Ich wünsche mir so sehr, mit meiner Sorge nicht allein bleiben zu müssen.


    Eure

    Mathilda - deren große Liebe und einzige Kinder Dusty, Abby und Coco sind
     
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  3. Piwi100

    Piwi100 Guest

    Hallo Mathilda,

    erst mal herzlich Willkommen hier im Forum, wenn auch zu einem unerfreulichem Thread.

    Also, nun mach Dich noch nicht verrückt, denn wenn der Drüsenmagen erweitert ist,
    muß es sich nicht auch um PDD handeln.

    Ich habe hier auch eine Graue, deren Drüsenmagen einseitig stark erweitert ist.
    Mein TA ( ein Papa-spezialist) sagt, daß es sich auch um besonders hartnäckige Pilze handeln kann..

    Bei meiner Betty ist dazu noch ein Schatten auf der Lunge, die Leber angegriffen, sie hat Körner im Kot, sie fühlt sich schlaff und lustlos.
    Sie futtert fast nur kleine Körner (habe auch noch Nymphen, denen sie das Futter klaut),
    die dann im Kot wieder zu finden sind.

    Nun hat mein TA erst einmal Nizoral angeordnet, das ist eine Lösung gegen Pilze und Bakterien.
    Zusätzlich bekommt sie für die Leber noch Nux vormica-logoplex und da sie auch noch Rachitis hat,
    Calcium Trinkampullen.
    Wenn die Nizoral Behandlung ( 14 Tage – 7 Tage Pause- und das 3x) nicht anschlägt,
    kann man PDD nun auch am lebenden Tier feststellen.
    Dazu wird eine OP notwendig, bei der eine Probe des Drüsenmagens entnommen wird,
    und die wird im Labor untersucht (wie bei der Autopsie).
    Erst dann sollte man sich überlegen, (wenn es dem Tier nicht gut geht) es zu erlösen.

    Bei mir will es der Zufall, daß ich zur Zeit noch Nymphenjunge per Hand aufziehe und
    das restliche Aufzuchtfutter bekommt dann immer Betty.
    Komischerweise, ist sie seitdem total ausgewechselt, will sagen, sie fliegt wieder super viel,
    klettert rum, wie nie zuvor, nimmt auch Unmengen an Obst zu sich, fängt an wie wild zu pfeifen und
    nun sogar auch zu sprechen.
    Die ist erst 1 ½ Jahre alt und saß immer schon teilnahmslos in der Runde
    (wir haben noch 3 weitere Graue).

    OK, ich habe sie vorsichtshalber auch von den Anderen getrennt,
    denn Ansteckungsgefahr besteht bei PDD auf jeden Fall,
    wenn sie schnäbeln oder vom selben Futternapf naschen, ein Anderer mit ihrem Kot in Berührung kommt.

    Aber wenn Dein Dusty nun nicht richtig futtern mag…versuch es doch auch mal mit Aufzuchtsfutter.

    Ich werde versuchen Betty wieder auf Körner umzustellen, doch wenn das nicht geht,
    weil sie die verweigert, dann bekommt sie eben ihren Brei .

    Man, ich weiß was es heißt zu hoffen, daß es nicht PDD ist und ich drücke Dir die Dauemn,
    daß es „nur“ eine Pilz – oder Bakterienerkrankung ist.
     
  4. Utena

    Utena Guest

    Hallo Mathilda!
    Ich kann deine Wut und Trauer gut verstehen!
    Vor nicht einiger Zeit bemerkte ich auch Symtome bei einen meiner Grauen (Crisu) die an PDD erinnern.
    Ich brachte ihn auch zum TA der anfangs auch diese Diagnose feststellte und mir riet Crisu von den anderen zu trennen.
    Was ich auch machte aber mit dieser Situation waren alle nicht zufrieden,den Crisu war allein,er schrie nach den anderen,die anderen merkten das Crisu nicht mehr da waren und Lea die ihn sehr gerne hatte bekam Depressionen und ich mußte nach jedem Füttern mir die Hände waschen.
    Es war einfach wirklich alles ein Scheiß!
    Natürlich hörte sich meine TA um und beritt sich mit Kolegen die auch mit dieser schrecklichen Krankheit schon konfrontiert waren.
    Es kommen noch einige andere Krankheiten in Frage die ähnliche Symtopme wie PDD hervorrufen können.
    Z.B. Hefepilze und keine Gritaufnahme.Wurden bei deinen Grauen Hefepilze oder andere Infektionskrankheiten ausgeschlossen?
    Ich habe auch im Krankheitsforum darüber einen Beitrag geschrieben,Körner im Kot auf die sich Hein gemeldet hat der auch sehr schlechte Erfahrung mit dieser Krankheit gemacht hat.
    wenn du möchtest kannst du ihn kontaktieren,er kann die sicher auch viel dazu sagen.
    Gottseidank stellte es sich bei Crisu nun doch nicht als Pdd heraus sondern ein Nierenleiden,aber 100% Sicherheit habe ich auch noch nicht das wird sich erst in den nächsten 2 Jahren herausstellen.
    Das Problem bei PDD ist das man sich noch nicht ganz sicher ist wie diese Krankheit übertragen wird.
    man spricht von Paarfütterung,Gefiederstaub oder durch Kotübertragung.
    Die Ansteckungsgefahr ist bei jüngeren Grauen höher als bei älteren Tieren.
    Erste Anzeichen sind unverdaute Körner im Kot,Durchfall,normale bis erhöte Futteraufnahme und trotzdem Abmagerung,Erbrechen,Krampfanfälle und schließlich Tod.
    So schlimm sich das nun anhört,aber wenn dein erkrankter Graue mit den anderen zusammen war,mußt du wahrscheinlich damit rechnen das sich alle Infiziert haben könnten.
    Da hängt es leider wirklich nur am Imunsystem deiner Grauen ab ob sie angesteckt wurden oder nicht.
    Ihn nun zu isoliern hat da wohl keinen Sinn mehr als Vorbeuge für die andern.
    Ich weis wie furchtbar das ist den mein Crisu lebt auch zusammen mit 7 anderen Grauen.
    Ich habe ihn zu seiner Gruppe zurückgebracht ,den wenn er es wirklich haben sollte,haben sich die schon angesteckt die ein schwaches Imunsystem haben den Crisu lebt seit knapp 2 jahren in meiner Gruppe.
    Du kannst auf alle Fälle mit einer Umstellung der Ernährung deinen Grauen noch helfen.
    Viel leicht verdauliches Futter in Form von Brei das er noch gut verdauen kann.
    Es ist wichtig das er Fett und Kohlenhydrate zu sich nimmt um nicht so schnell abzumagern.
    Auch wenn mich nun viele schlagen für diese Aussage,aber bei PDD erkrankten Tieren kannst du ruhig auch mal zu Produkten greifen die sonst nicht zum verzehr für Papageien geeignet sind wie Schokoldae oder Butter,den an dem stirbt er sicher nicht mehr.
    Diesen Tipp habe ich von Hein bekommen.
    Versuch ihm so ein schönes Leben wie irgend möglich zu machen,und wenn es dan wirklich nicht mehr geht bleibt leider nur noch Einschläfern übrig.
    Es tut mir sehr Leid für deinen Kleinen!
     
  5. #4 mathilda, 24. Mai 2002
    mathilda

    mathilda Guest

    Liebe Petra, liebe Sandra,

    danke für die aufmunternden Worte. Ich hatte nicht gehofft, so schnell Antwort zu bekommen, und dabei noch Antwort, die mir wieder ein bißchen Hoffnung gibt.

    In der Tat stehen noch ein paar Untersuchungsergebnisse (wie z. B. Pilze) aus, die ich am Montag erfahren soll. Leider aber schien der TA so überzeugt von seiner Entdeckung, daß ich mit Grausen dem 27. entgegensehe.

    Das mit Grit ist übrigens so eine Sache, denn eben das Fehlen von Grit (auf der Röntgenaufnahme) hat der TA bemängelt. In der Tat bekommen meine Süßen keinen Grit. Wir sind treue Kunden von Rico's Futterkiste und holen uns da immer wieder Ratschläge ein. Von dort bekamen wir auch den Hinweis, daß die Grauen
    das eigentlich nicht bräuchten.

    Was nun die Trennung meiner Grauen betrifft, weiß ich nach wie vor nicht was tun. Ich wechsle schon endlos die Zeitungseinlagen, putze ständig den Kot weg (was ich
    bisher abends einmal im Großen erledigt habe) und wasche mir ständig die Hände.

    Meine Gedanken kreisen und kreisen, was wenn sie bereits angesteckt sind, wenn nicht, wie lange müßte ich Dusty von den anderen fernhalten. Das kann ja lange dauern und sie werden leiden. Andererseits kann ich nicht das Leben aller aufs Spiel
    setzen.

    Fragen über Fragen.

    Wenn nun die Ergebnisse am Montag negativ sind, werde ich um Herausgabe der Röntgenbilder bitten und sie einem anderen 'Spezialisten' vorlegen oder der Uni München oder Zürich schicken. Ich hoffe so sehr, daß sich dann herausstellt, daß
    der TA sich irrt. Und daß er mir mit dieser Nachricht mindestens 3 Jahre meines Lebens gestohlen hat werde ich ihm dann großzügig verzeihen.

    Viele Grüße und ein schönes Wochenende

    wünscht Euch

    Mathilda
     
  6. #5 Alfred Klein, 24. Mai 2002
    Alfred Klein

    Alfred Klein Depp vom Dienst ;-)

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    Hallo Mathilda

    Auch von mir ein Willkommen, allerdings wäre es mir lieber gewesen, es wären nicht derart unerfreuliche Umstände.
    Tja, was soll man dazu sagen. Zuerst mal, was man machen kann. Mit einer Kropfbiopsie ist es teilweise möglich, einen aussagekräftigen Befund zu erlangen. Sicher ist es jedoch nicht. Dann müssen E-Coli und Hefen ausgeschlossen werden.
    Bei der Uni Gießen habe ich folgendes gefunden:
    Die Diagnose PDD kann nur durch den Nachweis einer lymphozytären und plasmazytären Infiltration der Nerven und Ganglien des Magen-Darm-Traktes oder des zentralen Nervensystems erfolgen. Vor dem
    Tod der Tiere ist dies sehr schwierig bis unmöglich. Eine Kropfbiopsie kann u.U. aussagekräftig sein.(Doolen, 1994; Gregory et el., 1995). Therapeutisch kann nur symptomatisch vorgegangen werden. So sollten betroffene Tiere leicht verdauliches Futter erhalten, möglichst stressfrei gehalten werden und gegen sekundäre bakterielle und Pilzinfektionen behandelt werden. Eine Behandlung mit 1 mg/kg Cisaprid (Propulsin®), 1 mg/kg Metoclopramid (Paspertin®) und 40 mg/kg Cimetidin (Tagamet®) p.o. einmal täglich kann die Krankheitssymptome lindern.

    Da geht also schon ein wenig. Heilen kann man die Krankheit nicht. Es weiß bis heute niemand, durch was sie ausgelöst wird. Deshalb ist auch der Ansteckungsweg absolut unklar. Ich denke mal, da hilft auch keine Absonderung, wenn man nicht weiß, ob die Ansteckung nicht eventuell über Staub erfolgt. Wie soll man Staub bremsen? ich weiß es nicht. Einmal im Keller vergipst und der Dreck ist sogar im zweiten Stock.
    Hier noch der Link zu Heins Homepage, der kann Dir bestimmt noch etliche Tips geben: http://www.radikal-kakadu.de.vu
     
  7. Bini

    Bini Guest

    Liebe Mathilda,

    ich habe soeben deine Beiträge gelesen. Das ist sehr traurig.
    Ich glaube, jeder hier kann sehr gut nachempfinden, wie man sich fühlt, wenn eines der Tiere krank ist. Wenn es sich dabei auch noch um eine ansteckende Krankheit handelt, fühlt man sich beinahe ohnmächtig.

    Leider kann ich dir zu PDD keine Tips geben. So wie Piwi, Utena und Alfred schreiben, besteht aber wirklich noch Hoffnung, daß es sich vielleicht doch um etwas anderes handelt.
    Ich halte euch ganz fest die Daumen.

    Viele Grüße
    Bine
     
  8. Hein

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    liebe mathilda,
    zuerst einmal muß ein erweiterter drüsenmagen nicht notwendig pdd bedeuten; es gibt andere krankheiten, die eine ähnliche symptomatik haben. wichtig wäre abzuklären, ob die symptome irgendetwas mit dem chlamydienbefall zu tun haben.
    es muß bei pdd-verdacht in jedem fall ein aufwendiges diagnostisches verfahren durchgeführt werden; ziel ist es dabei, per ausschlußdiagnose eben andere ursachen vom tisch zu bekommen. bis zu den untersuchungsergebnissen ist nichts sicher. ein erweiterter drüsenmagen ist nicht zwingend gleich pdd.
    wenn es aber tatsächlich pdd ist, kannst du nichts machen, sondern nur versuchen, dich mit diesem schicksal abzufinden.
    PIWI schreibt, dass pdd auch am lebenden tier mittels drüsenmagenbiopsie festgestellt werden könne. das stimmt so schlicht und einfach nicht; m.w. geht dies nur über eine kropfbiopsie, die zudem nicht aussagekräftig ist (mutmaßlich eine falsch-negativ-quote von über 50%), und die ein extrem großes risiko für das tier darstellt. piwi, wenn ich falsch liege und es mittlerweile einen zuverlässigen test gibt, korrigier mich bitte; es wäre sehr wichtig! meines wissen gibt es keinen halbwegs zuverlässigen nachweis am lebenden tier, und selbst die biopsie am toten tier gilt als sehr unzuverlässig.
    zum thema "einschläfern": es gibt KEINEN grund, ein pdd-krankes tier einzuschläfern! nach meiner erfahrung geht es den geiern bis ca. 1-2 wochen vor ihrem tod noch recht gut. ich würde erst dann anfangen, ans einschläfern zu denken, wenn er sich übergibt, inkontinent wird oder neurologische ausfälle auftreten. vorher nicht. und bitte - wenn es zum schlimmsten kommt - lass ihn zuhause einschläfern, keine langen aufenthalte beim ta. Von der diagnose "pdd" bis zum tod können einige wochen oder auch einige monate liegen; unter umständen sogar einige jahre. und die kann der geier noch recht gut verleben.
    pdd wird vermutlich nicht über gefiederstaub übertragen, sondern über kot bzw. sekrete. der virus überlebt wahrscheinlich außerhalb des körpers nicht lange.
    ob die anderen vögel infiziert sind, wirst du wahrscheinlich kaum herauskriegen können, eben weil es keinen zuverlässigen nachweis am lebenden tier gibt. der verdacht erhärtet sich lediglich, wenn auch andere vögel im bestand körner im kot haben.
    bei infizierten tieren hilft nur support: stärkung des immunsystems, optimale ernährung und versuchen, sekundärinfektionen zu vermeiden. das heißt: evtl. echinacin anbieten und streß vermeiden. leicht verdauliche ernährung, evtl. lori- oder aufzuchtfutter, brei. wenn er stark abmagert: fett und kohlenhydrate.
    ach ja, wegen schokolade und butter: schokolade geben wir als erste hilfe gegen durchfälle; bei unserem kakadu äußert sich pdd in regelrechten durchfallattacken, die unbehandelt längere zeit dauern können. der tipp mit der schokolade gilt nur für diesen fall!!! auch butter, fett und dergleichen: erst, wenn die gewichtsabnahme deutlich wird. dann zählt jede kalorie. wichtig ist dann, dass die nahrung quasi von der schwerkraft durch den kropf transportiert wird, und dass sie möglichst leicht verdaulich ist.
    es hängt davon ab, in welchem stadium der vogel ist: in der chronischen phase kann er noch mehrere jahre überleben, dann wären fett und schokolade völliger unsinn. solche gewaltmaßnahmen machen erst im akuten stadium sinn, oder wenn in der chronischen phase schon der gewichtsverlust durch schädigung des verdauungssystems zu groß wird. sicherheitshalber mit dem ta abklären!
    helfen könnte alles, was entzündungshemmend wirkt, von kamillentee über zwiebeln bis hin zu nachtkerzen, auch hier unbedingt den ta fragen. aber das ist immer nur support; heilbar ist pdd nicht.
    übrigens kannst du die peinlichen hygienemaßnahmen vergessen. wenn sich die anderen infiziert haben, ist es schon zu spät.
    von daher bin ich auch skeptisch, was die quarantäne betrifft. ich denke, dass streß und quälerei der isolation schlimmer sind, als das risiko der ansteckung.


    hältst du uns auf dem laufenden, während wir dir die daumen halten?
     
  9. Piwi100

    Piwi100 Guest

    Hallo Hein,
    danke für diesuper ausführlice Erläuterung.
    Leider ist der Verdacht bei unserer Betty erst seit3 Wochen da und ich bin noch im Anfangsstadium mich durchzufragen - lesen was PDD angeht.
    Mein TA sagte wörtlich: es sei nicht mehr notwendig ein Tier qualvoll verhungern zu lassen, da heute die möglichkeit bestünde,
    durch diese OP zu einem hohen %Satz festzustellen, ob es eine andere Art
    Erkrabkung ist...außer PDD.

    Da diese OP aber bisher noch nicht notwendig ist (bin in 5 Wochen zum Nachcheck angemeldet),
    werde ich mich noch mal mit ihmzusammensetzten und er soll mir die Merhode
    nochmal genau erörtern.
    Ich erzähle dann natürlich, was er gesagt hat.

    Zum Einschläfern:
    sicher ist das erst der Schritt, wenn man merkt, daß das Tier leidet und völlig unnötig wenn es sich ansonsten recht gut fühlt.
    Ich möchte nur nicht ein solches Leiden sehen und das vieleicht auf eine recht lange Zeit und man kann dagegen nichts machen.
    Leider gibt es Leute, die können und wollen sich nicht von einem Tier trennen und lassen
    es zu lange leiden, weil sie doch zu egoistisch sind.
     
  10. Hein

    Hein Stammmitglied

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    tach zusammen,
    zum einlesen verweise ich mal dreist auf die "konkurrenz": unter http://www.papageien.org sind in der rubrik "haltung und zucht" zwei artikel zu finden, die einen ganz guten ersten überblick geben.
    @ piwi: versteh mich nicht falsch, ich wollte nicht dich persönlich am schlips ziehen, aber ich bin mit pdd bei zwei ta?s gründlich reingefallen. du schreibst: "Mein TA sagte wörtlich: es sei nicht mehr notwendig ein Tier qualvoll verhungern zu lassen, da heute die möglichkeit bestünde, durch diese OP zu einem hohen %Satz festzustellen, ob es eine andere Art Erkrabkung ist...außer PDD.?
    die biopsie hat nicht mit qualvoll verhungern zu tun. durch sie kann keine andere erkrankung festgestellt werden, sondern mit viel glück pdd. darum werden ja üblicherweise zuerst die ganzen ausschlußdiagnosen gemacht, damit man nicht gleich mit kanonen auf spatzen schießt. m.w. wird die biopsie auch nicht am drüsenmagen, sondern am kropf durchgeführt. es wird eine gewebeprobe entnommen und diese auf veränderungen an den nervenenden untersucht. die op selbst wird unter vollnarkose durchgeführt und gilt als risikoträchtig. nach meinem stand der kenntnis gibt es folgende haken dabei: erst mal ist es passiert, dass ein und dieselbe gewebeprobe aufgeteilt und von mehreren laboranten untersucht wurde. die ergebnisse waren ungefähr eine hälfte positiv, eine hälfte negativ. der schluß daraus lautet: anscheinend sind nicht alle nervenenden gleichermaßen betroffen, und es ist glückssache, die richtigen zu finden. Ich habe das mit meinen ta lange durchdiskutiert, und wir sind zu dem ergebnis gekommen, dass anhand röntgen, blutuntersuchung und laboranalyse der abstriche der verdacht auf pdd hinreichend stark sei, um auf die op verzichten zu können. das risiko lohnt den zu erwartenden erkenntnisgewinn nicht.
    sprich deinen ta bitte mal drauf an. wie gesagt, ich will nicht dich kritisieren, sondern nur rausfinden, ob sich in den letzen zwei oder drei jahren ein fortschritt in der diagnostik ergeben hat.

    - einschläfern: sorry, ich hab mich wohl falsch ausgedrückt oder im eifer des gefechts was missverstanden (die klammer nicht richtig gelesen). eigentlich wollte ich nur unterstreichen, dass einschläfern erst dann notwendig ist, wenn der geier leidet. wir haben also beide das gleiche gemeint, ich sollte nur mal lesen lernen...
    nach meinen erfahrungen leiden die tiere im chronischen stadium übrigens nicht, sie sind sehr lange munter und aktiv. daher habe ich vielleicht allergisch auf das stichwort einschläfern reagiert. sicher sind die letzten ein oder zwei wochen eine quälerei, und dann ist es der letzte gefallen, dem man dem flieger tun kann, das elend abzukürzen.
     
  11. Piwi100

    Piwi100 Guest

    Hein, mach Dir bitte keinen Kopf,
    wo kämen wir denn hin wenn sich jeder gleich angegriffen fühlt,
    wenn wer eine andere Meinung hat.

    Nee, im Gegenteil, ich bin froh,
    daß Du meine Ausführungen in Zweifel stellst,
    nun werde ich mit meinem DOC mal in`s "Geschirr" gehen.

    Und wie gesagt, ich weiß leider noch nicht Alles über PDD.
     
  12. #11 Alfred Klein, 25. Mai 2002
    Alfred Klein

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    Hallo Hein

    Ich wußte doch, daß man sich auf Dich verlassen kann. :D
     
  13. RainerS

    RainerS Foren-Guru

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    Also, ich bin mir da jetzt nicht ganz sicher, aber die Verdauung´sorgane von Nymphen sind doch mit denen von Grauen zu vergleichen, oder? Ich habe nur Nymphen, keine Grauen, aber daß sie keinen Grit brauchen ist mir absolut neu und erstaunt mich jetzt schon sehr 8o !

    Das kann ich nicht glauben und ich bin mir ziemlich sicher, daß das nicht so ist....die Papas brauchen ebenso Grit, ganz sicher!
    Ich würde schnellstens Grit anbieten, dann wird sich vielleicht alles von selbst erledigen, so banal das klingt!

    @Alfred, Hein, Piwi, Utena......

    Habt ihr das überlesen, mit dem Tipp von Ricos, keinen Grit zu geben, weil ihr garnichts dazu geschrieben habt?
     
  14. #13 Nicole Unger, 26. Mai 2002
    Nicole Unger

    Nicole Unger Guest

    Hallo Mathilda,

    ich hoffe, dass alles gut ausgeht, leider kenn ich mich bei Krankheiten nicht so aus, aber was ich dich fragen wollte ist: Bei welchem Tierarzt warst du denn? Ich komme aus der Nähe von Singen (Randegg) und mich würde das mal interessieren.

    Liebe Grüße Nicole
     
  15. #14 Alfred Klein, 26. Mai 2002
    Alfred Klein

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    Hallo Rainer
    Habe ich tatsächlich.
    Das ist bei einem gesunden Vogel eine absolut unqualifizierte und falsche Aussage!!!
    Die bei Rico´s sollten mal überlegen, warum die Vögel Grit fressen. Bräuchten sie keinen, würden sie auch keinen aufnehmen, das ist doch Sonnenklar.
    Manchmal frage ich mich....
    Naja, das billige Zeug, was Rico´s als Grit verkauft, bekommen meine sowieso nicht. Da gibts besseres. Dazu noch was. Meine bekommen außer Grit auch ab und zu Aquarienkies. Der wird nicht so schnell verdaut, ist sauber gewaschen und die Steinchen sind rund, haben keine Kanten. Werden auch gerne genommen. Da Hühner und Wildvögel ebenfalls richtige Steinchen aufnehmen, kann das mit dem Kies nicht so verkehrt sein.
     
  16. Pine

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    Hallo @ All
    Alle reden über Grit-nur müsst ihr auch genau sagen warum. :D
    Vögel haben keine Zähne,zerkleinert wird das Futter vom Muskelmagen.Es wird dann durch Enzyme zersetzt und
    durch die Darmwand aufgenommen.Grit spielt bei dem Vorgang eine wichtige Rolle.Durch die rauhe Oberfläche der Steinchen
    werden die Körner zermalmt ,und verhindert das die Futter-
    partikel zu einem Ballen zusammenkleben.
    Ausserdem erhält der Körper Mineralien u.a. Kalzium das ebenfalls zersetzt wird.
    Ob man nun Grit nimmt oder was anderes -entscheidend ist-
    es muss gegeben werden.

    @ Alfred-verstehst Du jetzt was ich meine.Notfalls mach ich mich
    noch an die "Arbeit". Vielleicht bekomm ich dann wieder
    einen Rat von Dir.;)
     
  17. RainerS

    RainerS Foren-Guru

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    Sorry :D, das mit dem Grit war für mich so selbstverständlich, daß der zum zerkleinern der Körner gebraucht wird, daß ich es garnicht mehr erklärt habe, wie das funktioniert :~ !
    Bei unserer Lilli hat das mit den ganzen Körnern im Kot glaube ich auch was mit der Gritaufnahme zu tun!
    Sie hat heute morgen keinen Grit gefressen, oder nur sehr wenig und promt hatte sie vorhin wieder 3 ganze Körner im Kot :(!
     
  18. Piwi100

    Piwi100 Guest

    Hallo Rainer,

    öhm, auch ich habe die Bemerkung glatt „überlesen“.

    Ich gebe meinen Grit in extra Näpfen, und ab und an streue ich es sogar mit unters Futter.
    Gelegentlich mische ich es auch unters Eifutter oder gebe es mit Babybrei.

    Auch ich sehe, daß sowohl die Nymphen als auch die Grauen Grit sehr gerne nehmen.
     
  19. Hein

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    grit

    hi rainer,
    nee, ich habs nicht überlesen und nur den kopf geschüttelt. aber mir war das andere wichtiger, als einen nebenkriegsschauplatz zu eröffnen :-).
     
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  21. RainerS

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    Hallo Hein,

    ne, Nebenkriegsschauplatz wollte ich auch nicht eröffnen ;)!

    Aber, sagt mal, der fehlende Grit ist ja wohl evtl. ursächlich für die ganzen Körner im Kot, oder?
    Was nun, wenn gar keine andere Erkrankung vorliegt?

    Die Diagnose PDD wird von den TAs so schnell erhoben, weil es überall in der Literatur steht und immer von einer Häufung geredet wird!
    Auch ist da was unerforschtes dran, weil man ja noch nichts genaues drüber weiß!
    Meint ihr nicht, daß man dem Kleinen erst mal Grit zur Verfügung stellen sollte und dann sehen sollte, ob es sich bessert?
     
  22. mathilda

    mathilda Guest

    An alle, die mir übers Wochenende geschrieben haben!

    Ich danke Euch! Eure Anteilnahme tut mir so gut!

    Ich werde mich bei Euch melden, sobald ich Näheres von den letzten Untersuchungsergebnissen weiß. Heute um 16.00 Uhr werde ich sie erfahren und sobald ich Zeit finde, schreibe ich Euch.

    Zum Thema Grit: auch diesbezüglich danke für Eure hilfreichen Kommentare. Besonders Alfred bitte ich herzlichst, mir mitzuteilen, wo es denn nun hochwertigen Grit zu beziehen gibt.

    Grit scheint nun ja doch wichtiger für meine Süßen zu sein, als ich bisher wußte und ich möchte ihn meinen dreien auf keinen Fall vorenthalten.

    Ich melde mich und grüße Euch zwischenzeitlich herzlichst


    Mathilda
     
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