Hilfe meine Halsis streiten bis aufs Blut!!

Diskutiere Hilfe meine Halsis streiten bis aufs Blut!! im Edelsittiche Forum im Bereich Sittiche; Hallo zusammen!! Ich weiß wir waren schon ewig nicht mehr hier und haben sinnvolles hinterlassen, aber nun weiß ich echt keinen Ausweg mehr!!!!...

  1. #1 2kleineAfrikas, 20. Juni 2004
    2kleineAfrikas

    2kleineAfrikas Guest

    Hallo zusammen!!

    Ich weiß wir waren schon ewig nicht mehr hier und haben sinnvolles hinterlassen, aber nun weiß ich echt keinen Ausweg mehr!!!! Und da hier immer Kenner und Könner vertreten sind, hier unser anliegen:

    Letztes Wochenende waren wir weg, unsere 4 Halsis sind das schon gewöhnt, da wir einmal im Monat eigentlich immer am Freitag Mittag losfahren und Sonntag Mittag wiederkommen, es gab auch nie Probleme, aber jetzt haben wir eins!

    Also Sonntag Mittag, ich hatte schon ein komisches Gefühl im Magen als ich die Tür öffnete, saß Popeye (eigentlich blauer zu diesem Zeitpunkt eher rotbraun indischer Halsi) total zerflettert und blutig am Boden. Also hab ich Ihn erstmal raus aus der Voliere und in den kleinen Käfig. Er hat dann die ganze Woche viel Pflege erhalten und erholte sich zusehends.

    Gestern haben wir Ihn dann wieder in die Voliere gesetzt aber leider hatte er da keine Ruhe vor unserer Bonnie (grüner afrikanischer Halsi), also wir wieder in die Voliere und die grüne Zicke rausgeholt und zur Strafe in Einzelhaft! :honks:

    Heute haben wir noch einen Versuch gestartet, da Clyde (männlicher Partner von Bonnie) seine Angetraute sehr vermisste. Das ging dann auch erstmal soweit gut, bis sich unsere blauen richtung Futter bewegten, der ganze Zirkus ging von vorne los. Jetzt sitzen im kleinen Käfig die zwei grünen Afrikaner und in der Voliere die blauen Inder.

    Hier nun meine Fragen:

    Wer hat sowas schon mal erlebt und was kann ich tun??
    Futter und Wasser ist immer genügend vorhanden wenn wir nicht da sind!!!
    Die 4 leben auch schon seit 1,5 Jahren zusammen im Käfig, also was ist nun los???
    Momentan ist eh alles durcheinander, da wir seit 9 Wochen eine Tochter haben, und ehrlich gesagt ich möchte mich eigentlich von keinem meiner Geier trennen, aber mein Mann hat heute abend verlauten lassen, dass er der ansicht ist, dass wir die grünen wieder abgeben müssen! :heul:

    WAS SOLL ICH NUR TUN?????????????

    Vielen Dank erstmal im voraus!

    Gruß Marina
     
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  3. Ajnar

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    Hallo Marina,
    auf jeden Fall die beiden Paare getrennt halten. Ich würde sagen, da ist irgendwie das Gleichgewicht gekippt und ich denke nicht, daß sich das Zusammenleben wieder normalisieren wird.
    Das Schlimme ist eben in der Voliere, daß bei einem Angriff nicht die Flucht ergriffen werden kann...., wie in der Freiheit.
    Ich muß Dir sagen, ich habe auch immer Angst um meine Halsbänder, weil sie so streitbar sind.... und ich versuche sie ganz genau zu beobachten... aber trotzdem, das geht ja dann so schnell....
    Zum Glück ist Popeye noch am Leben und hat sich wieder erholt.... Es hätte auch schlimmer ausgehen können!
    Liebe Grüße
     
  4. #3 2kleineAfrikas, 21. Juni 2004
    2kleineAfrikas

    2kleineAfrikas Guest

    Hallo Ajnar,

    Auf Dauer ist das leider für mich kein Zustand, dass Bonnie und Clyde im kleinen Käfig (super "artgerechte" Haltung!) auf meiner Couch sitzen!

    Da muss ich jetzt halt wirklich einmal schauen, wie das weitergeht, vielleicht hat mein Mann doch recht und ich muss mich (schweren Herzens, schnief) trennen. Dann hab ich aber schon das nächste Problem, wie bekomm ich die beiden in vertrauensvolle Hände, denn Sie sind schon einiges gewöhnt, wie z. B. täglicher Ausflug im Zimmer (Tapete pflücken,Möbel nagen usw.), Rico´s Sittichfutter, jeden Tag was "Frisches" zu essen, usw.

    Trozdem Vielen Dank!!

    Grüßchen zurück!
    Marina
     
  5. Ajnar

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    Ich kann Dir gerne helfen, mit der Suche nach einem guten Platz.... Sind es die Afrikaner? Ist allerdings nicht so einfach, wir haben immer sehr viele Halsbänder in der Vermittlung, die nicht so einfach einen neuen Platz finden...

    Da müsstet Ihr wohl noch eine Weile improvisieren. Aber - Vorsicht! Laße sie nicht mehr zusammen! Die Halsbänder sind wirklich sehr "brutal" für meine Begriffe... (Bei mir wohnen ja auch drei, da wundere ich mich oft, so schnuckelig sie auch scheinen ;-) Dein Photo zeigt sie ja auch so....

    Liebe Grüße
     
  6. polihuhn

    polihuhn Guest

    viele halsbandsittiche glücklich zusammen

    hallo marina

    wie gross ist die voliere deiner vier ?Vieleicht reicht es aus eine grosse innen oder besser aussenvoliere zu bauen,falls möglich.

    wir halten zur zeit in grosser aussenvoliere 2 gelbe alexe(paar),1 grüner alter hahn und 1 gelbes weibchen,1 graues mänchen mit himmelblauem weibchen,

    und 2 blaue weibchen !!! im schwarm.

    es gibt 6 nistmöglichkeiten in verschiedenen formen.Die voliere hat ca 25 m2.

    wir hatten gottseidank noch nie solch blutige auseinandersetzungen.

    wir wohnen in der nähe von lüdenscheid und hatten früher auch 2 gelbe in der wohnung.wegen der geburt unserer kinder und dem krach sind wir dann zur aussenvoliere gekommen.eine super sache.

    kann dir gerne fotos mailen,von unserem buntem schwarm.

    melde dich ,wenn du möchtest

    Fa.kastner
     

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  7. #6 2kleineAfrikas, 21. Juni 2004
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 21. Juni 2004
    2kleineAfrikas

    2kleineAfrikas Guest

    Hallo Ajnar

    Ich kann Dir gerne helfen, mit der Suche nach einem guten Platz.... Sind es die Afrikaner?

    Das wäre schön, aber es muss hier im Raum Stuttgart sein, da ich die beiden nicht so weit wegschicken möchte, ist ja auch für die Geier nichts so ne ewige Auto fahrt!!!

    Ja es sind meine 2 "wie ich finde" super schöne Afrikaner, siehe Photo.

    Andrerseits bin ich am überlegen, ob ich die Voliere nicht teilen soll, irgendwie mit Draht oder so! Also 2 Käfige haben leider keinen Platz im Wohnzimmer und sonst hab ich keinen Raum mehr übrig! 1 Schlafzimmer, 1 Kinderzimmer Küche und Bad erscheint mir nicht als geeignet!

    Tja wenn Du was weißt kannst dich ja melden!

    Danke
    Grüß Marina
     
  8. #7 2kleineAfrikas, 21. Juni 2004
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 21. Juni 2004
    2kleineAfrikas

    2kleineAfrikas Guest

    Hallo Fa. Kastner

    wie gross ist die voliere deiner vier ?Vieleicht reicht es aus eine grosse innen oder besser aussenvoliere zu bauen,falls möglich.

    Naja sie hat 4 qm, also nicht so groß, deswegen dürfen Sie den ganzen Tag eigentlich das Wohnzimmer in Beschlag nehmen, wenn einer von uns dabei ist!!!

    wir hatten gottseidank noch nie solch blutige auseinandersetzungen.

    Wir ja auch erst jetzt, die leben doch schon seit 1,5 Jahren zusammen. Ich denke eure sind vielleicht alle von der selben unterart, so wie ich das auf dem Bild sehe, wir haben halt 2 Afrikaner und 2 Inder. Die Inder sind zwar lauter und größer, aber mein Afrikaner weibchen stört das nicht, wie sichs jetzt rausstellt!!!

    wir wohnen in der nähe von lüdenscheid und hatten früher auch 2 gelbe in der wohnung.wegen der geburt unserer kinder und dem krach sind wir dann zur aussenvoliere gekommen.eine super sache.

    Eine Aussenvoliere wär mir auch lieber, jetzt mit Baby Andrea und dem Krach. Lässt sich aber nicht machen, weil wir hier nur zur Miete leben und unser Umzug ins Eigenheim erst in 3 Jahren ist, dann kann ich das auch machen!!

    kann dir gerne fotos mailen,von unserem buntem schwarm.

    Auja wär echt toll, ich finde Bilder immer toll, hab selber auch schon versucht welche einzustellen, aber ich kann das irgendwie nicht!

    Grüßchen
    Marina
     
  9. #8 HansWilhelm, 22. Juni 2004
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    Wenn sich indische und afrikanische Halsbandsittiche streiten, gewinnen die Afrikaner auf lange Sicht immer, obwohl sie kleiner sind.
    Ich halte diesen Bericht deshalb für einen weiteren Beweis dieser These, kann mir aber nicht erklären, warum das so ist.
    Man müsste die Verhaltensunterschiede bzw. die "Modernität" des Afrikaners einmal gründlich untersuchen. Wäre echt mal was für Experten.
     
  10. Halsi

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    Afrikaner

    Ich hatte das gleiche blutige Problem -nur Streit und Zank bis zur Abgabe meiner Afrikanischen Henne. Seit dem ist Schluß mit der Beißerei bei der zwei indische Hähne fast alle Zehen verloren haben.
    Die Inder leben bei mir außerhalb der Brutzeit alle zusammen in einer großen Voliere mit Wellis und Zebrafinken. Jetzt ohne Probleme.
    Gruß Halsi
     
  11. Ajnar

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    Ich habe eine Afrikanerin aus dem TH aufgenommen. Als ich sie aus der Zimmervoliere, die in der Voliere der Inder steht, mit ihnen fliegen lassen wollte, wurde sie schlimm attakiert, so daß ich sie wieder trennen mußte.

    Die beiden Inder verstehen sich sehr gut.
     
  12. #11 HansWilhelm, 24. Juni 2004
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    Ich zitiere mich jetzt einmal selbst aus einem zurückliegenden Forenbeitrag, der leider wenig Resonanz fand:

    Quote:

    Aus logischen (!) Gründen muß der Ursprungsort auch des afrikanischen Halsbandsittichs im südasiatisch - indischen Raum zu suchen sein. Heute zeigt die Verbreitung des Halsbandsittichs eine Lücke, die Afghanistan, Iran und die arabische Halbinsel umfasst. Wahrscheinlich ist er in einer anderen Klimaperiode auch dort verbreitet gewesen und nun ist sein Verbreitungsgebiet fragmentiert. Die afrikanischen Unterarten sind von den indischen leicht zu unterscheiden:

    - sie sind kleiner und haben eine geringere Körpermasse
    - sie haben eine abweichende Gefieder- und Schnabelfärbung
    - sie haben eine andere Jahresperiodik, insbesondere die Brutzeit betreffend

    .
    Dann gibt es aber noch einen Punkt, den ich mal hypothetisch formulieren will. Afrikanische Halsbandsittiche sind giftiger und durchsetzungsfähiger als ihre indischen Brüder und Schwestern. Sie bringen die distanzierte und unerschrockene Wesensart der Halsbandsittiche noch deutlicher zur Geltung. Zweimal war ich bereits Zeuge einer gemeinsamen Gruppenhaltung von indischen Halsbandsittichen, zu denen ein afrikanisches Männchen hinzugesetzt wurde. Nach einigen Wochen hatte sich der Afrikaner zum Chef der Voliere hochgearbeitet und den indischen Hähnen regelmäßig die Weibchen ausgespannt. Das erste mal war der Afrikaner so klein, dass er ständig durch die Gitterstäbe eines Rundkäfigs, wo er zusammen mit einem Inder leben sollte, ausgerissen war, und deshalb einem Freund in Berlin-Spandau geschenkt wurde. Wir nannten ihn deshalb respektlos „Fuzzi“. Fuzzi nahm einem Inder sofort eine fast doppelt so große Henne ab und zog mit ihr erfolgreich zwei Jungen hoch. Noch als die Jungen im Kasten waren, entflog die Henne. Den Rest der Aufzucht besorgte Fuzzi alleine. Das gleiche Spiel wiederholt sich gerade in unserer Voliere im Natur- und Tiergehege Kreuzberg. Ein Afrikaner, acht Inder. Wer das Sagen hat, beschrieb ich soeben. Diese Fähigkeit zur Dominanz kann seine Ursache nicht in physischer Stärke sondern in einer abweichenden Verhaltensprogrammierung haben, deren Ursache in Anpassungsvorgängen auf unterschiedliche Anforderungen im Freileben besteht.

    SF3: Welche Abweichungen zeigt das Sozialverhalten afrikanischer Halsbandsittiche im Freileben gegenüber den indischen Arten?
    SF4: Lassen sich für SF3 Ursachen im Freileben aufzeigen?

    Ein weiterer Punkt: Indische Halsbandsittiche sind ökologisch eingegrenzt durch weitere Verwandte ihrer Gattung, z.B. Pflaumenkopfsittich und großer Alexander. Diese haben sich ökologisch differiered eingenischt und versperren damit dem Halsbandsittich eben diese ökologische Nische. Dieselbe ökologische Nische kann nämlich nicht durch zwei verschiedene Arten ausgefüllt werden. Dem afrikanischen Halsbandsittich steht kein Gattungsverwandter im Wege. Von diesem Standpunkt aus gesehen könnte man erwarten, dass der indische Halsbandsittich einen höheren Grad an Spezialisierung haben muß, oder andersrum: Der afrikanische Halsbandsittich hat größere ökologische Freiheitsgrade und hat im Experimentierkasten der Natur einen weniger festgelegten Status als der Inder. Beim Prozeß der Bildung von Unterarten und echten Arten stehen dem afrikanischen Halsbandsittich generell die Türen offener, die naturgeschichtliche Dynamik seiner Evolution verläuft schneller und sprunghafter.

    Qute Ende (PS: SF heißt Sonntagsfrage)

    Vielleicht sollte man mal das interessante und anspruchsvolle Unternehmen starten, die Verhaltensdifferenzen der Inder und Afrikaner systematisch und vergleichend herauszuarbeiten. Eine hochspannende Angelegenheit für ein vertieftes Verständnis dieser Art und ihres ökologischen Potentials.
     
  13. Detlev

    Detlev -

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    Moin, Moin,
    klingt alles sehr spannend nur ist es vermutlich sehr schwer die nötige Empirie zusammenzubekommen. Das ist Stoff mindestens für eine Dissertation oder mehrere Diplomarbeiten.
    Eine Frage wäre z.B. die nach der genetischen Fixierung der Jahresperiodik womit auch gleich die Frage ob es sich um 1 Art mit 4 Unterarten oder zwei Arten mit je 2 Unterarten handelt eröffnet ist. Ich glaube es wird zu komplex hier moderne Artkonzepte zu diskutieren...

    Es könnte sein, dass solche Fragen in den nächsten Jahren im Rahmen einer Diss beantwortet werden.

    Gruesse,
    Detlev
     
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  15. #13 HansWilhelm, 26. Juni 2004
    HansWilhelm

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    Dass es sich beim afrikanischen Halsbandsittich um echte Arten handeln könnte, dieser Standpunkt ist mir neu. Afrikaner und Inder kreuzen sich ohne weiteres fruchtbar miteinander, aber der Verfasser obiger Hypothese hat vermutlich einen erweiterten Artenbegriff.

    Die äußeren Differenzen von Indern und Afrikanern habe ich teilweise schon benannt. Hinzufügen möchte ich ein weiteres Merkmal: Das Gefieder der Afrikaner ist duftiger, weniger glatt anliegend und die Schmuckfedern des Schwanzes sind im Verhältnis zur Körpergröße länger. Zusammen mit der geringeren Körpermasse bedingt dies auch ein anderes Flugverhalten:

    Sieht man einen Trupp Eupatrias (große Alexander) in großer Höhe über den Himmel fliegen, so fällt einem sofort die feste Flugformation auf, die sich auch über größere Flugstrecken kaum ändert und ausgesprochen starr wirkt. Halsbandsittiche, gemeint sind jetzt die indischen, fliegen als Haufen mit variabler Ordnung. Schlangenlinienartig durchflechten sich die Flugbahnen der einzelnen Tiere. Auf große Entfernung wirken sie geradezu Mauerseglerartig, weil sie in Flügelschlagfrequenz ähnlich sind und auch die Flügel beim Schlagen nicht einziehen, kurze, schwebende Abschnitte mit ausgebreiteten Flügeln einlegen, und ihre Richtungsflüge bogig ausmalen. Afrikaner habe ich noch nicht in größeren Trupps fliegen sehen, zu Zweien aber schon. Dabei überraschten mich die jähen, schrägen zickzackartigen Abstürze und rasanten Richtungswechsel, die der Inder auch, aber nicht in diesem Maße anbietet.

    Dies ist einerseits eine Sache der Physik, denn mit geringerer Körpergröße wirken sich die Reibungskräfte des Luftwiderstandes immer mehr aus und verschieben die Flugbahnen vom geradlinigen Düsenjäger zum unstet flatternden Schmetterling, von dem man nie weiß wohin ihn sein Weg in der nächsten Sekunde führen wird.

    Zum anderen ist das natürlich eine Sache der Anpassung. Alle Lebewesen sind für das Überleben in ihrer ökologischen Nische funktional optimiert. Je mehr uns Verschiedenheiten zwischen Indern und Afrikanern bewusst werden, um so mehr müsste sich das Interesse auf die Differenzen ihrer Lebensräume verlagern. Diese Herauszufinden dürfte erst einer Artendifferenz oder –identität ihren Bedeutungsinhalt geben.
     
  16. Detlev

    Detlev -

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    Moin, Moin,
    Auch im Freiland? Gefangenschaftskreuzungen sind ja ein anderes Ding. Es käme darauf an nach Unterschieden zu suchen die Hybriden im Freiland erschweren oder verhindern. Unterschiede in der Brutzeit bzw. der Steuerung der Brutzeit, im Gesang etc. wären da durchaus ein guter Hinweis.

    Fruchtbar kreuzen tun sich in Gefangenschaft auch Große Alexe und Halsis (sagte mir ein Züchter, einen schriftlichen Beleg habe ich leider nicht), in Deutschland gibt es auch im Freiland Hybriden, die vermutlich fruchtbar sind.

    Dieses zick-zack ist genau das Verhalten das Einzeltiere bzw. Zweierpärchen der Inder bei uns beim Schlafbaumeinflug zeigen. (Manchmal fliegen sie aber gradlinig). Ich interpretiere das als Prädationsschutz, die Gruppen haben das nicht nötig, Einzeltiere aber schon. Eine Blaustirnamezone die ich bei einem Halsbandsitticheinflug beobachtet habe zeigte genau das Flugverhalten der Halsbandsittichgruppe in der sie flog, mir ist sie zunächst nur durch die Größe aufgefallen. Dieses Verhalten muss also nicht erblich sein.

    Gruesse,
    Detlev
     
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Hilfe meine Halsis streiten bis aufs Blut!!

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