HILFE: Nymphi frißt Baby!!!!!

Diskutiere HILFE: Nymphi frißt Baby!!!!! im Nymphensittiche Forum im Bereich Sittiche; Wir benötigen dringend Rat!!! Ich versuche mal, die Geschichte so kurz wie möglich zu halten: Unser fehlgeprägter (zugeflogener!!!)...

  1. #1 Schneehase, 12. August 2003
    Schneehase

    Schneehase Guest

    Wir benötigen dringend Rat!!!

    Ich versuche mal, die Geschichte so kurz wie möglich zu halten:

    Unser fehlgeprägter (zugeflogener!!!) Nymphensittichhahn, der doch noch Artgenossen als solche erkennt, hat mit „seinem“ Weibchen einfach so auf dem Käfigboden Eier gelegt (also, die Henne natürlich…). Sie haben quasi zwischen uns mitten in der Küche abwechselnd (wenn auch nicht allzu konsequent…) gebrütet – und unglaublicher Weise wächst da nun ein inzwischen fast zwei Wochen altes Nymphenküken vor unseren Augen (unter einem provisorisch in den Käfig integriertes Dach – ein Brotbrettchen *!!!*) heran!!!

    Dieser fehlgeprägte und offenbar gestörte Hahn hat seinerseits sehr „pflichtbewusst“ mitgebrütet, und er hat das kleine ebenfalls sehr oft gefüttert bzw. füttert es immer noch.

    Soweit alles bester Ordnung.

    Nun sollte man aber wissen, dass dieser Hahn die Henne rupft!!! Wir glauben, er tut das nicht aus böswilliger Absicht, sondern weil er eben gestört ist: Er krault sie (so sieht es jedenfalls aus), dann hört man einen kurzen Schrei der Henne – und unser Hahn kaut genüsslich auf einer weiteren Feder von ihr rum… inzwischen ist ihr halber Kopf kahl!!!!!!!!!
    (Wobei das die Henne gar nicht zu stören scheint, denn sie ist immer sofort ganz begeistert bei ihm und möchte auch auf der Feder rumkauen – so sieht’s jedenfalls für uns aus. Und sie lässt sich auch ständig wieder „kraulen“, gerne auch 5-mal hintereinander!?!)

    UND NUN DIES:

    Eben (es ist schon spät) gucke ich in den Käfig, da liegt dieser knapp zwei Wochen alte und noch halbnackte Knirps auf der Seite, und dieser Hahn sitzt daneben und kaut ihm genüsslich den Flügel auf. Ganzer Schnabel voller Blut, Baby zuckt jedes Mal…#####

    WAS KÖNNEN WIR TUN?????????

    Freuen uns über jede ernst gemeinte Antwort, denn der Kleine tut uns Leid und wir hängen sehr an ihm/ihr!!!

    Schneehase
     
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  3. Christy

    Christy Registrierte Benutzerin

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    Hallo,

    ich kenne mich zwar rein gar nicht mit Küken und deren Aufzucht aus, aber bin ziemlich sicher, dass das Küken sofort von dem Hahn isoliert werden muß! Was er bisher angerichtet hat, ist schon schlimm genug, weitere Verletzungen sollten unbedingt verhindert werden:(.

    Füttert die Henne das Kleine? Wahrscheinlich müßt ihr mit der Hand zufüttern. Aber hier gibt es einige erfahrene Nymphenhalter, die melden sich bestimmt schnell mit konkreten Ratschlägen.
     
  4. Federmaus

    Federmaus Nympherlsklavin

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    Hallo :0-

    Der Hahn muß raus und versuche ob die Henne es alleine schaft.

    Sollte sie es nicht machen mußt Du eine Handaufzucht machen.
     
  5. Lindi

    Lindi Guest

    Kann mir nur anschließen, das Küken muß sofort vom Hahn isoliert werden, bevor er es totbeißt!!!

    Die Henne ist durchaus in der Lage, ein Küken alleine aufzuziehen, eigentlich müßte sie das mit links machen.

    Es wird Geschrei geben, wenn die beiden Elterntiere getrennt werden, aber für das Küken geht es nicht anders.

    Hast Du schon mal eine Handaufzucht gemacht, nur für den Fall, daß die Henne nicht füttern sollte (was ich aber nicht glaube)?

    Das Partnerrupfen wird damit auch aufhören. Leider kommt das sehr häufig vor, hatten wir in der letzten Zeit sehr oft hier im Forum. Man weiß eigentlich nicht genau, woran das liegt, se.xuelle Frustration u. U. Das ist kein bös gemeintes Verhalten, und die Hennen kommen auch immer wieder an, so wie bei Dir. Scheint ein großer Liebesbeweis zu sein, auch wenn es nicht mehr hübsch aussieht ;)
     
  6. #5 Schneehase, 12. August 2003
    Schneehase

    Schneehase Guest

    zusätzlich Handaufziehen?

    Erst einmal ganz vielen Dank für Eure Antworten! Ich habe den Hahn über Nacht rausgesetzt. Die Henne füttert ihr Küken zwar, aber der Kropf war gerade ganz schlapp und leer. Also habe ich den Hahn kurz rübergesetzt. Er hat gefüttert, wollte aber auch direkt wieder knabbern und Flaum ausrupfen. Also nix wie raus mit ihm! Dass das Geschrei groß war, versteht sich...

    Sollte ich vielleicht das Küken zusätzlich per Hand aufziehen. Habe gerade einen 6-Wochen-alten Nymphi, den ich mit einem Löffel und einer Mischung aus Aufzuchtfutter Hirse, Haferflocken und Traubenzucker (ist mir empfohlen worden) alle vier Stunden füttere, was auch wunderbar klappt.

    Ich hätte nie gedacht, dass dieses Küken überhaupt überlebt, jetzt ist es schon zwei Wochen alt! Jetzt will ich alles tun, damit ich es groß kriege!

    Freu mich auf Eure Antworten!
    Schneehase
     
  7. Lindi

    Lindi Guest

    Hallo Schneehase,

    das klingt doch schon mal gut!!! Wenn Du schon mal von Hand aufgezogen hast, wird es doch klappen! Mit zwei Wochen ist das Küki zwar noch klein, aber es sollte eigentlich kein Problem mehr sein.

    Am besten füllst Du den Futterbrei in eine handelsübliche Spritze, denn für Festfutter, wie der 6 Wochen-Nymph, ist es noch zu klein. Ich bin mir aber nicht sicher, ob in dem Alter alle 4 Stunden ausreicht :?
    Aber der Marc (piper) hat auch schon zwei Handaufzuchten von klein auf hinter sich, der meldet sich bestimmt noch.
    Oder halt Piwi, die in solchen Fällen immer gerne gerufen wird :0-

    Ja, man hängt sehr an den Kleinen, ich weiß :)
    Viel Glück, daß das Küken groß wird, aber so, wie Du das beschreibst, klappt es bestimmt :)
     
  8. Christy

    Christy Registrierte Benutzerin

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    Hallo,

    also, ich bin erleichtert, dass du den Hahn letzte Nacht von dem Küken getrennt hast!! Wie sieht denn das Kleine jetzt aus, ist die Wunde am Flügel schlimm oder nur oberflächlich?

    Drücke dir die Daumen, dass du es schaffst, das Küken durchzubringen, aber was du schreibst klingt ja doch recht gut.
     
  9. #8 Piper, 12. August 2003
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 12. August 2003
    Piper

    Piper Guest

    Hallo Schneehase

    Die andern haben die ja schon ne Menge Tips gegeben.
    Ich hab dir grad auch ne PN geschrieben.

    Hier mal eine "Kurze" beschreibung wie ich das mache mit den Handaufzuchten: ( Ein paar Tips hatte mir auch Piwi gegeben die ich hier schon mit bei gefügt habe)

    Ich setzte die Küken in eine schale die ich mit Zewa auslege und bei jeder Fütterung wechsle.

    Die Küken werden mit einer EL Stein Infrarotstrahler bestrahlt, damit sie die wärme bekommen die normal ihre Eltern beim Hudern geben. Normales rotlicht ist nicht so gut weil davon die haut zu sehr austrocknet.Der EL Strahler ist ein Dunkelstrahler.
    Das heißt ohne licht.

    Dann kommt es darauf an wie alt die Küken sind wenn man anfängt mit dem füttern.
    Bei mir was es jetzt 2-mal so das dass älteste Küken 3 Tage und das jüngste gerade ein Paar stunden alt war.

    Ich füttere mit Handaufzuchtsfutter der Marke Kaytee. Kann man fix und fertig kaufen. Allerdings nehme ich kein normales Wasser womit ich den Brei anrühre sondern eine Tee Mischung aus Anis-Fenchel-Kümmel.

    Füttern tue ich mit einer Futterspritze.Die ich aufziehe und dann noch mal die temerature überprüfe.Das mache ich nach Gefühl.
    Und dann setzte ich sie vor mich hin und halte den kleinen kopf fest und dann machen sie schon von alleine den Schnabel auf.
    Manche stülpen einen dünnen Gummi schlauch vorne drauf das mache ich aber nicht.
    Meine kükies sind so brav bei füttern.:D

    Bei Küken die Zwischen 1 und 8 Tage sind füttere ich ungefähr alle 2 bis 2 1/2 stunden. Tag und Nacht. Ab dann versuche ich es alle zwei bis drei tage jeweils um eine halbe bis Stunde hinauszuzögern.


    Bei einem 6 Wochen alten Nymph würde ich nur noch 1-2 mal am Tag Fütter.
    Dabei Viel Hirse , Eifutter , Quellfutter und Keimfutter an bieten.

    Gruss
    Marc
     
  10. #9 Schneehase, 12. August 2003
    Schneehase

    Schneehase Guest

    Hallo Christy und alle,

    naja, der Flügel ist noch etwas blutig, sieht aber nicht mehr so schlimm aus. Mann, der Hahn sah gestern dafür aus, wie ein Vampir: ganzer Schnabel voll Blut. Ich hätte ihn an die Wand klatschen können - bildlich gesprochen! Was haben wir mit diesem Tier schon alles mitgemacht! Naja, er kann ja nichts dafür, aber ich bin trotzdrm gerade nicht gut auf ihn zu sprechen!!!

    Danke Euch allen noch einmal, es ist schön, dass es so viele Menschen gibt, denen Tiere auch so viel Wert sind !

    Schneehase
     
  11. Maja

    Maja Foren-Guru

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    Hallo,

    hatten die beiden denn schon vorher mal eine Brut, weil du gerade einen sechswöchigen Nymph von Hand aufziehst :? ? Denn ohne Not besteht ja sonst kein Grund für eine Handaufzucht :? ?

    Ich kann dir nur empfehlen, mit diesem Hahn auf keinen Fall mehr zu züchten, so was setzt sich oft Generation für Generation wieder fort – tausche die Eier am besten aus, z.B. gegen Plastikeier.

    Das Rupfen wirst du nicht abstellen können. Du beschreibst, dass die Eltern „genüsslich auf den Federn herumkauen“. Rupfen ist eine Sache, auf den Federn herumkauen und sie fressen aber eine andere.
    Dies könnte z.B auf einen Mangel an Kieselsäure hinweisen, Vögel benötigen diese auch zur Federbildung. Kieselsäure ist auch in den Schäften einer neuen Feder enthalten, manche Vögel kauen daher darauf herum. Kieselsäure ist z.B. auch in Gurke enthalten, man kann sie aber auch im Reformhaus als Pulver (Kieselerde) kaufen. Das kannst du z.B. über Quellfutter streuen. An den feuchten Körnern haftet es gut, die Geier fressen es auch.

    Ich nehme an, er hat dem Kleinen keine Wunde beigebracht, sondern er hat ihm die Blutkiele herausgerissen, also Federn, die noch im Wachstum sind und deren Kiel daher noch Blut führt. Das tut wohl ziemlich weh und dauert seine Zeit, bis die Federn da nachwachsen.

    Wie die anderen schon sagten, bei nur einem Küken sollte die Henne problemlos die Aufzucht alleine schaffen.

    Ich nehme an, du hast eine Zuchtgenehmigung ?
     
  12. Schneehase

    Schneehase Guest

    Hallo Maja,

    den anderen Nymphi habe ich überlassen bekommen, die Eltern wollten ihn nicht mehr füttern. Übernehme gerade den Rest und es sieht sehr gut aus.

    Was das Rupfen und "genüßlich kauen" betrifft: Das macht nur der Hahn, die Henne versucht dann, ihm die Feder zu entreißen. Scheint so eine Art Spiel zu sein... Gestern hat Victor, der Hahn, dem anderen Jungen ein Stück Kamm ausgerissen. Mann, ich weiß echt nicht mehr, was ich mit ihm machen soll! Er war nun Mal der erste Nymphi, den wir hatten und wir waren echt stolz, ihn so weit resozialisier zu haben.

    Was die Zuchtgenehmigung betrifft: Ich hatte nie vor, die beiden brüten zu lassen. es geschah dann ja auf dem Käfigboden. Habe direkt nach dem Eierlegen den Amtstierarzt angerufen, der mir sagte, da käme eh wohl nichts raus unter diesen Bedingungen und ich solle mir keine Gedanken machen. Nach dem Schlüpfen habe ich ihn erneut kontaktiert und habe jetzt die Möglichkeit, diese Genehmigung nachträglich zu erwerben. Das Küken werde ich auf jeden Fall auch selbst behalten.

    Liebe Grüße,
    Schneehasr
     
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  14. Federmaus

    Federmaus Nympherlsklavin

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    Hallo :0-

    Das resozialisieren ist Euch doch toll geglückt.

    Und das Rupfen hat nichts mit der Fehlprägung zu tun. Das machen leider viele Nymphen. Warum kann niemand 100% sagen. Evtl. wurden sie selber als Küken gerupft.

    Am besten den Hahn in einen extra Käfig neben seiner Familie stellen. Und das nächste mal die echten Eier gegen Plastikeier tauschen.
     
  15. Maja

    Maja Foren-Guru

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    Hallo :0-,

    da kannst du nix machen, außer abwarten, bis das Junge groß genug ist, um sich gegen den Hahn zu wehren.
    Der Hahn kann ja auch nix für sein Verhalten, also sei ihm bitte nicht böse ;).

    Tja, wie Heidi sagt: in Zukunft die Eier rechtzeitig austauschen, wenn du keine Junge möchtest. Und bitte diesen Hahn sowieso nicht mehr brüten lassen, so schwer es auch sein mag.

    Hast Glück, dass du die Zuchtgenehmigung noch nachträglich machen darfst, leider haben andere Forenteilnehmer da nicht so gute Erfahrungen gemacht. Es scheint nicht nur von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich gehandhabt zu werden, sondern auch von Amtstierarzt zu ATA.
    Aber die Ansicht des TA, "unter diesen Bedingungen käme eh nix raus" ist schon ziemlich blauäugig *gg.
    Hier im Forum wirst du von vielen Hennen erfahren, die einfach so auf dem Käfigboden gebrütet haben - und es ist was rausgekommen, trotz der "Bedingungen".

    Dann viel Glück, wir drücken dir die Daumen für die Prüfung ;) !
     
Thema:

HILFE: Nymphi frißt Baby!!!!!

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