Hobby ausgeartet

Diskutiere Hobby ausgeartet im Artenschutz Forum im Bereich Allgemeine Foren; "Verbrecher aus Leidenschaft. Sie konnten der Schönheit der Vogelfedern nicht widerstehen." (Spektrum.de)

  1. astrid

    astrid Foren-Guru

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  3. #2 harpyja, 30.07.2018
    harpyja

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    Der Artikel beschreibt neben dem Diebstahl auch sehr gut, warum es eigentlich so viele Vogel- und Federpräparate in Museen gibt und worin eigentlich ihr Wert liegt.

    Ich arbeite auch mit historischen Präparaten in verschiedenen Museen und habe ständig Probleme, weil entweder Etiketten fehlen (ich also raten darf, welche der 500 Krabben im Regal von der Expedition stammt, die ich untersuchen möchte) oder tatsächlich das ganze Präparat geklaut wurde. Man kann sich kaum vorstellen, wie extrem das die Forschung behindern kann. Und wenn dann noch einer daher kommt, der das weiß - und dann absichtlich Präparate zerstört! - müsste man dem aber mehr als ne Bewährungsstrafe geben...
     
  4. Eric

    Eric Foren-Guru
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    Zuerst stand nur das ganz normale Sammeln von Federn und Präparaten. Dann mussten die beiden halt alles was speziell ist haben. Totale Sammelleidenschaft die überbordete. Gibts in anderen Sammelbereichen ja auch. ( Kunstraub etc...)

    Mit ein Grund, dass ich mich nie mit dem Handel beschäftigt habe und praktisch nix aus dem Ausland organisiere.

    Kenn die beiden aber war zum Glück nie involviert. Aber allein dass sie mal Kunden waren, hat schon ausgereicht dass mir diverse Medien bis zum Stern schon desswegen angerufen haben. Hab im Laufe der Jahre tausende Kunden gehabt und weiss auch nicht was die alles sonst noch machen.

    @ harpyja: Was die fehlenden Etiketten betrifft: Kenne Museen die digitalisiert haben und alle original Etiketten entfernt haben. Ein Graus. Gibt da nun leider Belege, die unwiederrufbar verloren sind da man sie nicht mehr zuordnen kann ( die angegebene Nummer des Exponates existiert im PC des Museums nicht ) betrifft z.B. das einzige mögliche Belegsexemplar eines wilden Sakers aus der Schweiz.
    Kenne aber auch Sammlungen die in Museen buchstäblich vergammeln, weil sich niemand darum kümmert. Tonnenweise Zeug wo es nicht mal Inventare dazu gibt etc.
     
  5. #4 harpyja, 31.07.2018
    harpyja

    harpyja Foren-Guru

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    Ja, das passiert auch gern. Museen werden ja auch mal kleiner und mal größer, und wenn plötzlich nicht mehr für jeden Bereich Spezialisten da sind und keiner mit dem Material arbeitet, vergammelt es wortwörtlich in irgend einer dunklen Ecke. Du hast ja mal geschrieben, dass Museen auch Präparate entsorgen, aber das habe ich zum Glück noch nicht erlebt. Ich fürchte aber, viel von meinem derzeit gesuchten Material hat dieses Schicksal ereilt...

    Ich habe mich bei meiner letzten Recherche auch sehr geärgert. Ich habe nach Nasspräparaten aus dem 19. Jahrhundert von einem gar nicht so unbekannten Sammler gesucht. Leider wurden sie in den letzten 30 Jahren von etwas überambitionierten Assistenten neu "eingemacht" und alte Gläser und Etiketten wurden entsorgt. Die "komischen Nummern" auf diesenden alten Etiketten wurden bei der Digitalisierung nicht übernommen. Nun habe ich aber eine originale Handschrift von damals, die alle Daten zu eben diesen Nummern liefert... Aber niemand kann mehr die Präparate zuordnen!

    Aber ist ja spannend, dass du mit den Typen da zu tun hattest...
     
  6. Eric

    Eric Foren-Guru
    Moderator

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    Bei dem Museum mit den Etiketten waren es Spargründe. Man stellt lieber Praktikanten an, die bisher nichts mit der Materie zu tun hatten. Dabei wären die Nachforschungen bei wirklich alten Stücken oft sehr interessant. Das älteste Exponat das ich bisher bis zum "Ursprung" zurückverfolgen konnte war ein Gerfalke von um 1790 vom Bodensee. ( hab dazu dann einen kleinen Bericht für eine naturforschende Gesellschaft geschrieben). Ist immerhin eines der zwei existierenden Belegstücke für Oesterreich.

    Berufsbedingt hat man natürlich mit verschiedenen "Sammlern" zu tun. Manchmal muss man sich auch Distanzieren und will gar nicht alles wissen. Da hört man Geschichten von reihenweise geschossenen Schelladlern, illegale beschafften Harpyen und Affenadlern, ebensolchen spanischen Kaiseradlern etc. etc. Da will man nichts damit zu tun haben.
    Das betrifft aber zum Teil sogar Museen, die sich noch aktiv Material besorgten und bei Nachfrage betreffs Verwerflichkeit, gabs schon die Antwort: Da wird der Urwald sowieso abgeholzt und die Tiere verschwinden, da spielts ja keine Rolle mehr...

    Was die Beschaffung von Federn betrifft, da schlagen die Chinesen zur Zeit aber alles. Federn von Uhus , Adlern, Weihen etc. kann man dort in Massen kaufen. Buy Products Online from China Wholesalers at Aliexpress.com Sind auch einige gefärbte Federn, Fasane etc. dabei aber viele Originale.

    Auf Anfrage von mir bei den Chinesischen Händlern war weder Herkunft bekannt noch dass es für den Versand eine CITES Bestätigung bräuchte etc. Da wird alles abgemukst was sich verkaufen lässt. WWF, CITESbehörden etc, interessiert es nicht. Hab dort selber angefragt desswegen.
     
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