HPAI: Welche Rolle spielen die Zugvögel wirklich?

Diskutiere HPAI: Welche Rolle spielen die Zugvögel wirklich? im Vogelgrippe / Geflügelpest Forum im Bereich Allgemeine Foren; Für Voraussagen über die weitere Entwicklung der Vogelgrippe ist Einschätzung der Rolle der Zugvögel bei der Weiterverbreitung elementar. Es...

  1. #1 Gänseerpel, 16. November 2005
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    Für Voraussagen über die weitere Entwicklung der Vogelgrippe ist Einschätzung der Rolle der Zugvögel bei der Weiterverbreitung elementar.

    Es ist unbestritten, dass derzeit für eine Übertragung der HPAI Viren durch Wildvögel keine verläßlichen Beweise vorliegen (2).

    Nicht genau bekannt ist, welche Zugvogelarten überhaupt aus den betroffenen Gebieten nach mitteleuropa ziehen (11).
    Die Tafelente/Fuligule milouin/Aythya ferina, die Reiherente/Fuligule morillon/Aythya fuligula, die Saatkrähe (9) und einige Singschwäne kommen aus Sibirien, wo die VG kaum aufgetreten ist (1) Bei der Passage über den Ural könnten sie jedoch theoretisch in Kontakt mit HPAI gekommen sein. Bei anderen Arten, v.a. diversen Enten (9), (11) sind die Zusammenhänge unklar.
    Liste der bisher erkrankten oder vermuteten Arten (8 ).

    Weiterhin unbekannt ist, welche Vögel (4) das virus über große Distanz transportieren können, wie lange sie infiziert bleiben und ansteckungfähig sind. Dies Daten sind aber unverzichtbar, da man ohne sie keinerlei -Schlußfolgerungen ziehen kann (4),(9),(10)


    Das Ausbreitungsmuster in China korrespondiert nicht mit den Vogelflugrouten. Es gibt Hinweise, dass die dortigen Behörden einfacherweise die Wildvögel incriminiert haben, um von den Unzulänglichkeiten ihres Seuchen handling abzulenken. (3)
    Auch die geographische Ausbreitung in Russland verläuft nicht entlang der Vogelrouten (2). In anderen Fällen trat die Krankheit außerhalb der Vogelflugperiode auf (4)

    Bereits 2004 wurde in der Zeitschrift "the Lancet" festgestellt, dass bei den Epidemien der Vorjahre die Ausbreitung nie entlang der Vogelflugrouten verlief (4)

    Im Gegensatz hierzu stehen Hinweise, dass das jüngste Auftreten des Virus in der Mongolei, einem Land ohne Geflügelhaltung, doch an eine Verbreitung der Virus über Zugvögel denken lässt. (4)

    Insgesamt wird die Möglichkeit einer einschleppung gering eingeschätzt. (5)(6)

    Die unvollständige Kenntnis dieser Zusammenhänge erlaubt sicherlich nicht, das Risiko zu bagatellisieren. Aber auch bei der Seuchenbekämpfung ist das Prinzip der Verhältnismäßigkeit zu wahren.

    Die Verordnungsmacher sind eine nachvollziehbare, belegbare Begründung für ihre VO bisher schuldig geblieben. Die bloße Möglichkeit einer Beteiligung der Wildvögel an der Seuchenausbreitung reicht als Begründung für einen derart einschneidenden Rechtseingriff wie die VO in der jetzigen Formulierung, nicht aus. Der durch die VO erfolgte Rechtseingriff erscheint im derzeitigen Umfang angesichts der Datenlage unverhältnismäßig. (5)



    Quellen/Reference/sources:

    (1) Celine Prior : Effroi de canards http://www.terrenature.ch/article/article.php?id_art=557
    (2) Les oiseaux migrateurs ne sont pas les seuls vecteurs http://www.rfi.fr/actufr/articles/070/article_39343.asp
    (3) Sale temps pour toi mon canard http://archignac.hautetfort.com/archive/2005/10/19/
    (4) La grippe aviaire, urgence, danger http://drmsfvermeulen.skynetblogs.be/?date=20050911&number=7&unit=days
    (5) NABU warnt bei Vogelgrippe vor Panikmache http://www.nabu.de/m05/m05_03/04346.html
    (6) http://www.bundesregierung.de/artikel-,413.901803/Fragen-und-Antworten-zur-Vogel.htm
    (7) Fiedler, Bosch, e.a. Hintergrundinfos z _Vogelgruppe und Hinweise f Vogelkundler; http://www.fh-oow.de/cms/ifv/
    (8 ) Sonderrundschreiben der deutschen Vogelwarten und Liste von Wildvogelarten, bei denen bisher eine H5N1-Infektion nachgewiesen bzw. vermutet wurde http://www.waldvogelverband.de/13vogelgrippe.htm
    (9) Wildvogelarten, bei denen bisher eine H5N1-Infektion nachgewiesen bzw. vermutet wurde http://www.waldvogelverband.de/13vogelgrippe.htm
    (10) News commentary http://www.recombinomics.com/whats_new.html
    (11) Les routes migratoires http://influenza.h5n1.over-blog.com/article-977859.html
     
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  3. Raven

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    Bei einem Virus, das die Vogelbestände weltweit gefährden kann, das auch auf den Menschen überspringen kann und bei dem dazu noch die Gefahr der Mutation besteht, so dass auch eine Ansteckung von Mensch zu Mensch möglich ist, sollte eigentlich JEDES Mittel "verhältnismäßig" sein, das geeignet ist, die Krankheit an einer weiteren Verbreitung zu hindern.

    Jedoch kann die normale, unter Wildvögeln verbreitete Form des Virus schnell in HPAI mutieren.
    So gesehen geht von den Zugvögeln eben doch eine Gefahr aus:

    Looking at the epidemiological data currently available, there is no denying the fact that wild water fowl most likely play a role in the avian influenza cycle and could be the initial source for AI viruses, which may be passed on through contact with resident water fowl or domestic poultry, particularly domestic ducks. The virus undergoing mutations could circulate within the domestic and possibly resident bird populations until HPAI arises. This new virus is pathogenic to poultry and possibly to the wild birds that it arose from. Wild birds found to have been infected with HPAI were either sick or dead. This could possibly affect the ability of these birds to carry HPAI for long distances. Quelle
     
  4. #3 Gänseerpel, 16. November 2005
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    [QUOTEBei einem Virus, das die Vogelbestände weltweit gefährden kann, das auch auf den Menschen überspringen kann und bei dem dazu noch die Gefahr der Mutation besteht, so dass auch eine Ansteckung von Mensch zu Mensch möglich ist, sollte eigentlich JEDES Mittel "verhältnismäßig" sein, das geeignet ist, die Krankheit an einer weiteren Verbreitung zu hindern. ][/QUOTE]Grosso modo gebe ich Dir recht.

    Vielleicht kann ja das Risiko eines Übergreifens der Seuche auf Geflügelbestände, und vor allem die Wechselwirkung Geflügel <> Wildvögel gemindert werden.
    Die diesbezüglichen Hypothesen gehen davon aus, das das LPAI bei Wildvögeln grassiert, und bei Infektion von Hausgeflügel zum HPAI mutiert. Dies ist v.a. durch die in China und anderen Ländern enorm hohen Bestandszahlen bei gleichzeitig ungenügenden hyg. Verhältnissen bedingt. Das Virus kann sich bei der Haltung auf engem Raum mit vielen Individuen, mit möglicherweise verminderter Immunkompetenz, sehr rasch ausbreiten. Da I A Viren genrell zu Antigendrift und shifting neigen, ist die wahrscheinlichkeit natürlich erheblich größer als in der Wildpop. >>"The virus undergoing mutations could circulate within the domestic and possibly resident bird populations until HPAI arises."<< Die Wahrscheinlichkeit steigt enorm bei hohen Infektionsraten an.

    Ich glaube, es ist klar, dass das Hauptproblem die großen Betriebe sind, wo auf engem Raum enorme Bestandszahlen gehalten werden.

    Genau das ist der Hauptkritikpunkt an der VO. Bei Verhältnissen, wo sagen wir maximal 10 bis 20 Tiere mit dem entsprechenden, naturnahen Habitat gehalten werden, sind die Verhältnisse völlig anders. Hier besteht weder eine besondere Gefahr einer Massenerkrankung (mangels Individuen) mit dem oben beschriebenen Phänomen der Virulenzänderung, noch die Gefahr, dass bei einer möglichen Infektion die Situation außer Kontrolle geraten kann. Eine Infektionsgefahr Hausgeflügel >>> Wildvögel besteht prinzipiell bei jeder Art der Haltung. Oder ist hier jemand im Forum, der seinen Mist sterilisiert und Mikrobenfilter am Stall angebracht hat? Hier hätte ohne Zweifel die Möglichkeit einer Differenzierung bestanden.

    Das ist genau das, was ich oben geschrieben habe.
    Aber verläßliche Angaben fehlen.

    Das Wildvögelmonitoring ist methodisch ausgereift, und bald genauere Daten über die Prävalenz bei den verschiedenen WVArten sind bald zu erwarten.

    Last not least: Sanofi Aventis verfügt jetzt über einen Impfstoff gegen H5N1. Das Präparat wird noch in diesem Jahr in Produktion gehen, Klinische Tests an drei französischen Zentren sind bereits im Gange.
     
  5. #4 corinna2508, 17. November 2005
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    satire

    Vielleicht will mann durch das Aufstallen die gleichen Erkrankungsraten erreichen wie in Hobbybeständen, da unsere Tiere ja bald die gleichen Bedingungen, Streß , Platz angebot... haben wie in der industrieellen Tierhaltung?

    Lt. allen Vorliegenden Studien sind immernoch mehr Ausbrüche in komerziellen Großhaltungen aufgetreten, als in Hobbyhaltungen, gemessen an Anzahl Ausbrüche, nicht an Anzahl erkrankter Tiere, vielleicht sind die Kinder die auf der Misten groß werden doch gesunder:freude:
    Grüße Corinna
     
  6. #5 Gänseerpel, 17. November 2005
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    Die Interaktionen zwischen dem Viruspool und den Wildvögeln scheinen komplex zusein - und noch nicht in ihrer ganzen Dimension verstanden.
    Eine Zusammenfassung einiger Fakten kannst Du hier finden, (leider nicht in Deutsch)

    mfg
     
  7. Raven

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    Gänseerpel,
    schade, bei mir hapert's da erheblich mit der Sparache.

    Wie siehts du das denn:
    Es wurden schon kranke/tote Vögel mit dem HPAI Virus gefunden. Also sind sie dagegen nicht immun. Über längere Strecken können sie die HPAI-Form nicht verbreiten, da sie daran erkranken, aber eine Ausbreitung in ihrer näheren Umgebung dürfte möglich sein, wodurch ein sich ausdehnender Seuchenherd entsteht. Also existiert durchaus auch eine Gefahr für Wildvögel.

    Anders herum könnten Wildvögel sich mit HPAI infizieren, wenn das LPAI Virus innerhalb von Hausgeflügelbeständen zu HPAI mutiert, sofern irgendein Kontakt besteht. In unserem dichtbesiedelten Westeuropa könnte sich die Krankheit dann sehr schnell ausbreiten.
     
  8. #7 Gänseerpel, 17. November 2005
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    Bezüglich des Mechanismus ist das ist ziemlich genau das Modell das bei WHO und FAO verfolgt wird. Bezüglich der Ausbreitung steht in deinem Link übrigens noch einiges mehr, danke übrigens.

    Was ich für besonders interessant halte, ist die genauere Analyse der Flugrouten. Abgesehen davon, dass anscheinend viele Wissenslücken bestehen, sind konkrete Infos schwer zu bekommen. Hier sollte man noch intensiver recherchieren.

    Methodisch wird neben der Ringauswertung - immer noch das Kernstück der Forschung- Telemetrie und Satellitenauswertung angewandt. Die besten Infos habe ich hier gefunden. Die Schlußfolgerungen sind auch nachvollziehbar. Wenn du den Text genau liest, merkst du, welches Begriffsdurcheinander herrscht und dass die Informationen auf verschiedenen Ebenen laufen.

    Ich hoffe, wir werden in kürze einiges mehr wissen.

    mfg
     
  9. Harry

    Harry Guest

    Hi Gänseerpel,

    da stimme ich dir eigentlich zu.
    Das ist ja genau das Problem, keiner weis genau Bescheid, gerade bei Verbreitungszenarien drch Zugvögel.
    Kann sein das sie den Virus verschleppen, kann sein das das alles Blödsinn ist.
    Da gibt sicher noch viel Forschungsarbeit.

    @corinna2508: Da gebe ich dir auch recht, ich denke mal in diesem Fall geht man davon aus,d as auch gesund gehaltene Populationen, nicht resistent sind und Ziel der Verordnung soll ja wohl sen, das sich durch fehlenden Kontakt mit Wildvögeln der Erreger gar nicht ausbreiten soll.

    Wie realistisch das ist, lass ich mal im Raum stehen, denke darüber ist sich noch keiner im klaren.
     
  10. #9 Gänseerpel, 17. Dezember 2005
    Zuletzt bearbeitet: 17. Dezember 2005
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    Hier ist ein Update aus einem US Forum

    und noch ein Gedanke an die Adresse der "die-Wildvögel-sind-an-allem Schuld"- Fraktion:

    Die Annahme, dass nun schon seit Monaten Zug- und andere Wildvögel H5N1 ausbreiten sollen, ohne dass bisher Einzelerkrankungen oder gar kleinere Endemien zu beobachten waren, würde nichts anderes bedeuten als:

    .

    Jetzt bleibt den Anhängert der o.g. Fraktion nur noch der serologische Nachweis der angeblichen H5N1 Verbreitung.

    mfg
     
  11. Gänseerpel

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    Vogelflugrouten Nr 1 The Panpacific Flyway

    Zwei der wichtigsten Vogelzuggebiete ("Flyways") sind die Routen beidseits des Pazifischen Ozeans. Die beiden Routen treffen sich im Raum Nordostsibirien, Behringstrasse, Alaska

    [​IMG]


    Interessant: Die Monitoring Aktivitäten des Alaska Vogelforschungs Netzwerks INBRE: http://www.alaska.edu/inbre/avianflu/
     
  12. Gänseerpel

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    Vogelflugrouten Nr 2: Der The "East Asian-Australasian Flyway"

    [​IMG]
    The two agreements involving Australia are JAMBA (Japan/Australia migratory bird agreement) and CAMBA (China/Australia migratory bird agreement). These agreements are followed up actively with meetings between governments every 2 years.

    Weiter Internationale Vereinbarungen zum Schutz der Vogelflugrouten sind: Ramsar Convention (Convention on Wetlands of International Importance especially as Waterfowl Habitat) für die Erhaltung von Feuchtgebieten, und die Bonner Konvention (Convention on the Conservation of Migratory Species of Wild Animals) ein multinationales Rahmenwerk zur Erhaltung der Zugvögel In the East Asian-Australasian Flyway 15 of the 22 countries in the Flyway have signed the Ramsar Convention
    http://www.tasweb.com.au/awsg/flyways.htm
     
  13. Gänseerpel

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    Vogelflugrouten _Nr 3: Küstenvögel

    [​IMG]
     
  14. #13 Gänseerpel, 5. Januar 2006
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    Wildvögelmonitoring in Großbritannien

    Auch in GB wird intensive WV Beobachtung durchgeführt. Mit konkreten Ergebnissen ist in den nächsten Wochen zu rechnen.
    Hier die Einschätzung der DEFRA (Department for Environment, Food and Rural Affairs) von 10/05

    . http://www.defra.gov.uk/news/2005/051011b.htm
     
  15. #14 Gänseerpel, 6. Januar 2006
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    Wildvögel als potentielle Gefahr der Einschleppung des Geflügelpestvirus H5N1

    Wildvögel als potentielle Gefahr der Einschleppung des Geflügelpestvirus H5N1 aus Südostasien nach Europa


    Ab Ende April 2005 wurde am Qinghai-See in Zentralchina ein Massensterben von Wildvögeln beobachtet, verursacht durch ein hochpathogenes aviäres Influenzavirus vom Subtyp H5N1, das genetisch eine enge Verwandtschaft zu dem in Südostasien seit einiger Zeit in Hausgeflügel grassierenden H5N1-Virus zeigt.

    Die Tatsache, dass Wildvögel in Asien in anscheinend größerem Ausmaß mit dem Geflügelpestvirus H5N1 infiziert sind, wirft für uns die Frage auf, ob sie es aus den betroffenen Gebieten (Süd-Ost Asien, Russland und Kasachstan) auf direktem Wege während ihres Herbstzuges nach Europa bringen könnten. Dazu wurden Experten der drei deutschen Vogelwarten bzw. Beringungszentralen befragt.

    Die Beringungszentrale Hiddensee recherchierte in ihrem digitalen Datenspeicher nach Daten zu dieser Fragestellung und konnte zwei Abbildungen (s. Anlage 2) erstellen, aus denen hervorgeht, dass der geografisch weiträumigste und sehr wahrscheinlich auch individuenstärkste Austausch durch einige Entenarten realisiert wird. Insbesondere fällt der riesige geografische Einzugsbereich der in Ostdeutschland durchziehenden bzw. überwinternden Reiherenten (Aythya fuligula), Stockenten (Anas platyrhynchos) und Krickenten (Anas crecca) auf, der bis nach Sibirien (ca. 75° ö.L.) und südlich bis zum Kaukasus reicht. Die in Ostdeutschland ebenfalls sehr zahlreich überwinternden bzw. rastenden Saatgänse stammen dagegen überwiegend aus dem mittleren und nördlichen europäischen Teil Russlands bis hin zur Nordmeerküste (Köppen, pers. Mitteilung 2005). Genaue Fundorte von verschiedenen Individuen sind aus den Abbildungen der Anlage 2 zu entnehmen.

    Ähnlich antwortete die Vogelwarte Radolfzell, die jedoch auch klarstellte, dass es keine Zugvögel gibt, die im Rahmen regelmäßiger Wanderungen von Kasachstan aus nach Mitteleuropa fliegen. Eine schrittweise Westverbreitung der HPAI über die prinzipiell sehr mobilen Wasservögel sei jedoch möglich. Z.B. Krickenten ziehen von ihrem Brutgebiet fächerförmig nach Süden und vom Wintergebiet fächerförmig nach Norden. Somit gibt es einen kontinuierlichen Kontakt von benachbarten Teilpopulationen in Ost-West-Richtung. Hierdurch könnten Ansteckungen über diese Kontakte westwärts wandern.
    Z.B Spießenten stehen durch ihre Mobilität rund um die Nordhemisphäre miteinander in Kontakt.[/URL] So könnten auch Ansteckungen rund um die Nordhemisphäre und bis zu uns weitergetragen werden. Es gibt jedoch keine Flugstraße Nord-Süd, die sich mit einer Flugroute Ost-West an irgendeinem definierten „Hub“ treffe, wo dann Viren ausgetauscht werden. So etwas könnte eher an verschiedenen Punkten passieren

    Professor Dr. Franz Bairlein vom Institut für Vogelforschung Wilhelmshaven, Vogelwarte Helgoland, hält die Diskussion um Zugvögel als mögliche Vektoren für panisch übertrieben, dennoch könnte es ein grundsätzliches Potenzial dafür geben. Bei den bekannt gewordenen Fällen von H5N1 in Wildvögeln handele es sich ausschließlich um Vögel, die nicht direkt zu uns ziehen. Die bei uns vorkommenden Individuen derselben Arten stammten aus Gefangenschaftshaltungen (z.B. Streifengänse an Gewässern in Parks). Allerdings gibt es Wasservögel wie Reiher, Enten und Limikolen, von denen durchaus auch durch Ringfunde belegt ist, dass Flüge zwischen Zentral- und Südost-Asien nach Europa stattfinden.

    Relativ ausführlich sind die Zugwege von Wasservögeln zwischen Asien und Europa in russischer Literatur beschrieben, die an der Beringungszentrale Hiddensee verfügbar ist (Russian Academy of Science, 1978,1979, 1985 und 1997). Hieraus geht hervor, dass die in Ostdeutschland auf dem Zuge auftretenden Individuen generell eher aus nördlicheren Bereichen des europäischen und asiatischen Teils der Russischen Föderation stammen. Anhand von Beringungsergebnissen zeigt sich, dass Individuen aus den in Abb. 1 und 2 der Anlage 2 eingegrenzten Herkunftsgebieten auch andere Zugrouten wählen können, die z.B. an die Adria, in die Ägäis, in das Donaudelta, ans Schwarze Meer oder an die Kaspisee (Wolgadelta) führen können. Dort treffen sich Vögel aus unterschiedlichen Brutgebieten, die dann in unterschiedliche Winterquartiere weiterziehen.
    Die Entenpopulationen, die östlich des Urals (Kasachstan, Sibirien) ihr Brutgebiet haben, ziehen jedoch in aller Regel in südliche und südöstliche Richtungen nach Indien bzw. Südostasien (McClure, 1998).

    Aus den zur Verfügung stehenden Expertenmeinungen und Datensammlungen ergeben sich folgende Schlussfolgerungen:



    Es ist unwahrscheinlich, dass ein hochpathogenes aviäres Influenzavirus vom Subtyp H5N1 mit Zugvögeln auf direktem Wege von Asien nach Europa gebracht wird. Der Regel entsprechend ziehen östlich vom Ural brütende Wasservögel nach Südosten und Vögel, deren Brutgebiet westlich des Urals liegt, in südwestliche Regionen.
    Eine natürliche, langsame Virusausbreitung in Richtung Westen durch Enten aufgrund der Überlappung ihrer Brutgebiete ist allerdings denkbar.
    Die Datenlage hinsichtlich der in Russland tatsächlich betroffenen Wildvogelarten ist derzeit unklar. Auch bestehen kaum Erkenntnisse über das Ausmaß des Vorkommens von Zugvögeln aus dem innerasiatischen bzw. nordostrussischen Raum in mitteleuropäischen Rast- und Überwinterungsgebieten. Somit bleibt eine aktuelle Gefährdungsabschätzung spekulativ.
    Für den Eintrag von Influenzavirus in eine Geflügelhaltung durch Wildvögel ist ein entsprechend vorangegangener direkter Kontakt erforderlich. Im Normalfall sind insbesondere migrierende Wildenten sehr scheu und meiden die menschliche Nähe.
    Eher wahrscheinlich für eine effektive Ausbreitung des Virus sind illegale Tiertransporte bzw. – handel.
    Zur optimalen Risikovorsorge ist Geflügelhaltern dennoch zu empfehlen, ihre Bestände so abzuschirmen, dass direkte oder mittelbare Kontakte mit Wildvögeln minimiert bzw. ausgeschlossen werden.
    Zusätzlich ist Wirtschaftsgeflügel in Freilandhaltung mit potentiellen Kontakten zu Wildvögeln regelmäßig auf aviäre Influenza zu untersuchen.
    Um einheimisches Geflügel effektiv zu schützen, sollte ein erweitertes und intensiviertes Monitoring der Wasservogelarten in den deutschen Zugvogel-Rastgebieten durchgeführt werden. Ein solches Programm wurde vom Friedrich-Loeffler-Institut in den vergangenen zwei Jahren bereits praktiziert. Es dient als Frühwarnsystem für das Auftauchen von H5N1 oder anderen potentiell bedrohlichen aviären Influenzaviren. Eine Ausweitung des Programms sollte geprüft werden.

    Quelle "News" BFAV

    Nichts grundlegend neues, aber interessante Details über Ringfundanalysen
     
  16. #15 corinna2508, 7. Januar 2006
    corinna2508

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    2 Wildenten Türkei

    vielleicht findet jemand etwas üer denZzustand der Wildenten,
    Tot , erkrankt, Stamm ( wie Italien, also niedrig pathogen)...

    7. Januar 2006, 8:07; Letzte Aktualisierung: 17:09
    Neue Fälle von Vogelgrippe in der Türkei
    EU bestätigt H5N1 bei Hühnern
    Die Vogelgrippe weitet sich in der Türkei aus. Drei Menschen sind bereits daran gestorben, die Zahl der Verdachtsfälle hat sich stark erhöht. Die Regierung hat die Vogeljagd verboten, nachdem infizierte Wildvögel entdeckt wurden.

    Nach dem Tod zweier Brüder im Alter von 14 und 15 Jahren und ihrer elfjährigen Schwester wächst in der Türkei die Angst vor der Ausbreitung der Vogelgrippe unter Menschen. Die Behörden in der südöstlichen Stadt Van berichteten unterdessen von zwei weiteren Infizierten. Sie sollen ebenfalls zur Familie gehören.


    An der Beisetzung des Mädchens in einem kleinen Grab in der Ecke des Friedhofs von Dogubayazit, 1200 Kilometer östlich der Hauptstadt Ankara, trug der Geistliche eine Gesichtsmaske und Gummihandschuhe.

    Noch während die Trauergemeinde zusammen kam, begannen Experten in Schutzanzügen im Dorf Geflügel einzusammeln, um die Tiere zu töten.

    Beim Spielen angesteckt

    Die Ärzte gehen davon aus, dass sich die Geschwister beim Spielen mit den Köpfen toter Hühner mit dem Vogelgrippe-Virus angesteckt haben. Es wird aber auch eine mögliche Übertragung der Vogelgrippe von Mensch zu Mensch untersucht.

    Bis am Samstagmorgen stieg die Zahl der Verdachtsfälle in der ganzen Türkei auf insgesamt 32. Die Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, in Istanbul seien sieben Kranke mit Vogelgrippe-ähnlichen Symptomen aus der westtürkischen Stadt Yalova in eine Klinik in Istanbul eingeliefert worden.

    EU bestätigt H5N1-Virus bei toten Hühnern

    Unterdessen sind die in der Türkei verendeten Hühner positiv auf das auch für den Menschen gefährliche Vogelgrippe-Virus H5N1 getestet worden. Das bestätigte am Samstag die EU-Kommission in Brüssel. Ob auch die drei in der Stadt Van gestorbenen Geschwister mit H5N1 infiziert waren, sei jedoch noch nicht klar.

    WHO besorgt

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf erklärte am Freitagabend, die Wissenschaftler seien kurz davor, den Erreger der beiden verstorbenen Kinder als den tödlichen H5N1-Virus zu identifizieren.

    «Sollte dies bestätigt werden, wären es die ersten Fälle bei Menschen ausserhalb Chinas und Südostasiens», sagte WHO-Sprecherin Christine McNab.

    Wildenten verbreiten Virus

    Nach der Ausbreitung im Osten der Türkei ist die Vogelgrippe nun auch wieder im Westen des Landes ausgebrochen. «Die Krankheit ist bei zwei Wildenten nahe einem Damm bei Nallihan festgestellt worden», sagte Landwirtschaftsminister Mehdi Eker am Freitag im Fernsehen.


    Der Ort liegt etwa 100 Kilometer westlich von Ankara. Erst vor drei Monaten trat das Vogelgrippevirus in einem Dorf im Westen der Türkei auf.

    http://tagesschau.sf.tv

    __________________

    Grüße Corinna
     
  17. #16 Gänseerpel, 8. Januar 2006
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    Es bleibt jetzt abzuwarten, ob sich der Gegend von Nallihan infektionsherde bei Hausgeflügel finden. Die Gegend scheint ein dünn besiedeltes Gebiet zu sein. Eine ähnliche Lage wie in Astrakhan und Kalmykien, auch dünn besiedelte Gebiete. Eine vernünfgtige ERklärung, wie der Virus dahinkommt, habe ich bisher nirgends gefunden. Es handelt sich um eine dünn besiedelte Wasserreiche Gegend Die Nähe zu Ankara könnte eine Rolle spielen

    Liegt die Wahrheit in der Mitte?
     
  18. #17 Gänseerpel, 8. Januar 2006
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    Wildvögel und H5N1

    Bestätigte Berichte von HPAI H5N1 in Wildvögeln, Geflügel und Ziervögeln
    Rapports confirmés de IAHP H5N1 isolée d'oiseaux sauvages et domestiques

    Order: Ciconiiformes
    --------------------
    _Ardea cinerea_ Grey heron
    _Ardeola bacchus_ Chinese pond heron
    _Anastomus oscitans_ Asian open-billed stork
    _Egretta garzetta_ Little egret

    Order: Phoenicopteriformes
    --------------------------
    _Phoenicopterus ruber_ Greater flamingo

    Order: Podicipediformes
    -----------------------
    _Podiceps cristatis_ Great crested grebe

    Order: Anseriformes
    -------------------
    _Aix sponsa_ Wood duck
    _Amazonetta brasiliensis_ Brazilian teal
    _Anas versicolor_ Puna teal
    _Anas castanea_ Chestnut-breasted teal
    _Anas bahamensis_ Bahamas pintail
    _Anas platalea_ Argentine shoveler
    _Anas platyryrchos_ Domestic duck
    _Anas sibilatrix_ Chiloe wigeon
    _Anser indicus_ Bar-headed goose
    _Anser anser domesticus_ Domestic goose
    _Branta canadensis_ Canada goose
    _Callonetta leucophrys_ Ringed teal
    _Chenonetta jubata_ Manned wood-duck
    _Coscoroba coscoroba_ Coscoroba swan
    _Cygnus atratus_ Black swan
    _Cygnus cygnus_ Whooper Swan
    _Cygnus melanocoryphus_ Black-necked Swan
    _Cygnus olor_ Mute swan
    _Dendrocygna viduata_ White-faced whistling-duck
    _Nesochen sandvicensi_ Hawaiian goose
    _Netta peposaca_ Rosybill pochard duck
    _Netta rufina_ Red-crested pochard
    _Tadorna ferruginea_ Rud

    Order: Charadriformes
    ---------------------
    _Larus atricilla_ Laughing gull
    _Larus brunnicephalus_ Brown-headed gull
    _Larus ichthyaetus_ Great black-headed gull
    _Larus ridibundus_ Black-headed gull

    Order: Falconiformes
    --------------------
    _Falco peregrinus_ Peregrine falcon
    _Ichthyophaga ichthyaetus_ Grey-headed fish-eagle
    _Spizaetus nipalensis_ Crested hawk-eagle
    _Spilornis cheela?_ Serpent eagle

    Order: Strigiformes
    -------------------
    _Bubo nipalensis_ Spot-bellied eagle-owl
    _Ketupa ketupu_ Buffy fish-owl
    _Ketupa zeylonensis_ Brown fish-owl
    _Strix uralensis_ Spotted wood-owl

    Order: Struthioniformes
    -----------------------
    _Dromaius novaehollandiae_ Emu

    Order: Galliformes
    ------------------
    _Alectoris chukar_ Chukar partridge
    _Colinus virginianus_ Bobwhite quail
    _Corurnix coturnix_ japonicus Japanese quail
    _Gallus domesticus_ Domestic chicken
    _Meleagris gallopavo_ Turkey
    _Numida meleagris_ Pearl guineafowl
    _Phasianus colchicus_ Ring-necked pheasant

    Order: Pelecaniformes
    ---------------------
    _Phalacrocorax carbo_ Great cormorant
    _Phalacrocorax niger_ Little cormorant

    Order: Passeriformes
    --------------------
    _Carpodacus mexicanus_ House finch
    _Corvus macrorhynchos_ Jungle crow
    _Dicrurus macrocercus_ Black drongo
    _Gracula religiosa_ Hill mynah
    _Leiothrix lutea_ Red-billed leiothrix
    _Lonchura punctulata_ Scaly-breasted munia
    _Oriolus chinensis chinensis_ Black-naped oriole
    _Passer domesticus_ Eurasian tree-sparrow
    _Pica pica sericea_ Korean magpie
    _Sturnus vulgaris_ European starling
    _Taeniopygia guttata_ Zebra finch

    Order: Columbiformes
    --------------------
    _Columba livia_ Feral pigeon
    _Streptopelia tranquebarica_ Red-collared dove

    For additional data, including the references on the original source
    of information respective to each species, refer to
    <http://www.nwhc.usgs.gov/research/avian_influenza/ai_chart.html>.
     
  19. #18 Gänseerpel, 15. Januar 2006
    Gänseerpel

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    Wildvogelmonitoring: Ergebnisse (vorläufig 1)

    Zeitraum: 12/2002 - 01/2003 H5N1

    Virus culture results from wild bird and other bird park or aviary surveillance samples collected during and after the December 2002 - January 2003 H5N1 avian influenza outbreaks.
    Gebiet Hongkong SAR

    Kein pos. H5N1 Fall festgestellt.
    Tabelle kann hier abgerufen werden
    http://www.afcd.gov.hk/quarantine/vetnews/posth5n1.pdf
     
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  21. #19 Gänseerpel, 15. Januar 2006
    Gänseerpel

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    H5N1 in Wilvögeln (vorläufig 1)

    Affallend sind die größer werdenen Zahlen im Zeitverlauf. Der Virusgenotyp steht jeweils nur in Verbindung mit früher aufgetretenen, dies schließt kleinere, virulenz- und wirtsspezifität änderne Mutationen nicht aus.

    Geht man von der (rein) hypothetischen Annahme einer Virulenzvergrößerung auf dieser Zeitachse aus, wird das geographische Ausbreitungsmuster noch rätselhafter. Die Quelle ist seriös
     
  22. Eva53

    Eva53 Mitglied

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    Hallo zusammen,
    da ich mich hier mit meiner Mönchsgrasmücke ohnehin fälschlicherweise ins Vogelgrippeforum eingeklickt habe, möchte ich dazu dann auch einiges anmerken.

    Ich fürchte, dass nicht nur die Kleingeflügelhaltung dauerhaft Schaden nimmt, sondern auch die Wildvögel im Allgemeinen. Die ständigen, unbewiesenen Wiederholungen der Aussage, dass eine permanente Gefahr von Zugvögeln ausgeht, werden nachhaltig dem Ansehen der Vögel in der Bevölkerung schaden.
    Erste „Ergebnisse“ von Massentötungen, z.B. im Irak und Vietnam, und das Zerstören der Lebensräume in ihren Brutgebieten haben schon begonnen. In Russland will man“ alles Erdenkliche“ tun, um das Brüten der Wildvögel in Gebieten mit Geflügelzucht zu verhindern.

    Bei jedem neuen Ausbruch haben „Experten“ (bin ich schon ein Experte für Tee, wenn ich einen Teebeutel fehlerfrei aufgießen kann??) sofort einen See parat, an dem mal ein angeblicher Zugvogel gesehen wurde. Die Frage ist, ob „Experten“ überhaupt zwischen Zug-, Strich- und Standvögeln unterscheiden können, und ist nicht überall irgendwo in der Nähe immer mal ein See? Und warum immer nur da, wo Menschen Geflügel halten oder Fische züchten?

    Deshalb halte ich die Aussagen der Politiker (man kann nicht ausschließen dass…) und die, von keinerlei Sachkenntnis getrübte Aufstallungsverordnung, für äußerst unseriös, da es dafür keine ernsthaften wissenschaftlichen Erkenntnisse gibt.
    Welcher „Superexperte“ hat noch mal gesagt: „Es sind Millionen Vögel gesund Richtung Afrika gestartet und Millionen werden krank zurückkehren???"
    Na, warten wir es mal ab……

    Viele Grüße Eva
     
Thema:

HPAI: Welche Rolle spielen die Zugvögel wirklich?