Hugo und Erna - zwei ziemlich unterschiedliche Amazonen...

Diskutiere Hugo und Erna - zwei ziemlich unterschiedliche Amazonen... im Forum Amazonen im Bereich Papageien - Liebe Amazonenfreundinnen und -freunde, ja, ich weiß: ich bin Euch noch was schuldig. Ihr hattet so rührend Anteil genommen am Tod von meinem...
Bei den Agaporniden wird übermäßiges Schnabelwachstum mit Lebererkrankungen assoziiert.
Ja, absolut. Allerdings geht es hier um das seitliche wachsen des Unterschnabels (seitlich hervorschauem) über dem Oberschnabel, hat nichts mit einem organischem Problem zu tun.

Ihr müsst euch das so vorstellen...der Unterschnabel schiebt sich seitlich neben dem Oberschnabel heraus (quasi kann man von oben in den Unterschnabel schauen). Wenn man aber per Hand Ober- und Unterschnabel mit der Hand zusammen drückt ( soweit es der Papagei zulässt), ist alles so, wie es eigentlich sein soll.
 
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Habt ihr schon mal versucht Pellets in heissem Wasser aufzuweichen? Damit habe ich meinen Pelletsignoranten überzeugt...den Brei liebt er...
 
Habt ihr schon mal versucht Pellets in heissem Wasser aufzuweichen?
Dann hätten die Vögel ja gar nichts mehr zu tun, als nur die aufgeweichte "Mampe" runter zu schlucken.
Ne, nur reine Pelletsfütterung, wenn diese denn sein muss, ist schon so ne Sache, aber dann noch einweichen....kann man gleich (nur) Brei füttern.
Die Vögel brauchen Beschäftigung, auch bezüglich der Fütterung. MMn müssen die Schnäbel "arbeiten", egal in welcher Form, um eben nicht in eine solche Fehlstellung zu geraten.
 
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Ich habe ja nicht gesagt, dass ich NUR Pelletsbrei füttere...ist ja nur, um sie an den Geschmack zu gewöhnen und damit sie die Inhaltsstoffe der Pellets kriegen... Zum "Sattwerden" gibt es genug zu erarbeiten...
 
Ich habe ja nicht gesagt, dass ich NUR Pelletsbrei füttere...ist ja nur, um sie an den Geschmack zu gewöhnen und damit sie die Inhaltsstoffe der Pellets kriegen... Zum "Sattwerden" gibt es genug zu erarbeiten...
Alles gut. :)
Das an den Geschmack von Pellets gewöhnen ist eine andere "Baustelle", welche viel Zeit und Geduld erfordert, bis die Vögel sich auch daran gewöhnen und diese knochentrockenen Kugeln oder Kügelchen letztendlich auch mit "Appetit" fressen.

Die Gewöhnung daran hat allerdings weniger mit dem (ungewöhnlichen) Schnabelwuchs zu tun.
 
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Von Ginny kenne ich das nicht, sie ist ja auch noch jung mit ihren 16 Jahren. Aber bei Chico, der ja schon 36 ist, gibt es das auch. So alle paar Jahre mal wächst einfach ein seitliches Stück Schnabel entweder von oben schneller nach unten oder umgekehrt. Irgendwann war es einfach weg. Er hat sich das Teil, was er wohl selber gemerkt hat, dass es komisch ist, irgendwann abgewetzt an einem Ast und es war wieder gut.

Vor ein paar Wochen hat sich sein Schnabel nicht seitlich verlängert, sondern es ist nochmal eine Art Schicht auf der alten Schnabelschicht gewachsen, was aussah, wie wenn er auf einer Seite einen doppelt dicken Schnabel hätte. Irgendwann lag dann dieses recht große Teil - in etwa so groß wie einer kleiner Fingelnagel - auf dem Boden. Habe damals ein Foto von dem Stück gemacht, weil es so groß war - ich guck mal, ob ich es noch habe.

Also kein Grund zur Beunruhigung. Das passiert, wenn sie zu faul sind, ihre Schnäbel rechtzeitig schönzuwetzen :zwinker:
 
Ja genau. Wie ich ja schon anfangs vermutet hatte, hatte Erna in letzter Zeit nicht mehr so viel Hartes geknabbert. Ihr war wohl nicht danach. Diese Unlust könnte natürlich bedingt sein durch den unangenehm gewachsenen Schnabel. Oder eine Laune… egal, ich bin jetzt erst mal froh, dass es wohl nichts Schlimmeres war.
Leberkrank ist sie mit Sicherheit nicht. Das erkennt man auch am Gefieder.

Sie kriegt verschiedene Pellets, aber auch eine Körnermischung, davon allerdings wenig. Hugo kriegt mehr Körner, weil er die Pellets nicht wirklich mag. Das ist so das Einzige, was mir nicht so ganz optimal erscheint. Aber Harrison frisst er immerhin ab und zu. Gemüse kriegen beide richtig viel, Obst nur dosiert, wegen dieser Angriffslust von Hugo, die durch Zucker gefördert wird.
Muskulatur und Gewicht sind bei beiden top.
 
Meine schreddern recht viel tagsüber. Gerade Sveja nagt sehr viel an ihren Holz kletterreien und Spielsachen. Rico hat mehr Probleme mit dem Krallen, da er sich nicht mehr soviel bewegt.
Mit den Schnäbeln hatten wir noch nie Probleme oder überwuchs.
 
Ja, schön, wenn es bei Dir klappt. Das war bei uns bis vor kurzem auch so. Nie Probleme mit den Schnäbeln gehabt. Und immerhin ist Erna schon 22. Aber manchmal kommt da Ungleichgewicht rein, warum auch immer. Dann hinterfragt man alles nochmals.

Bei Hugo war so gut wie nichts am Schnabel. Und der hat die ersten 24 Jahre seines Lebens noch nie ein Stück Holz oder Kork zu sehen gekriegt. Die Vorbesitzer waren ganz erstaunt, dass ich ihm so was gebe. Er hat sich zu einem begeisterten Zernager entwickelt und kann sich Stunden mit kleinen Dingen beschäftigen, wirklich fein.

Jedenfalls sind beide noch ko von gestern. Sie schlafen richtig viel und fressen nur Weiches. Naja, das legt sich hoffentlich bald.
 
Das ist ja normal. Den Stress den die beiden hatten......Das ist bei uns genauso.
Bei uns waren letztes mal so viele Studenten mit im Behandlungszimmer... das hat Sveja und mir gar nicht gefallen. Sie war sichtbar gestresst. Das muss ich bei der nächsten Anmeldung sagen, dass mir das nicht gefällt. Sveja hat nach dem Tierarzt auch nichts hartes gefressen, obwohl sie nur ein wenig Horn entfernt haben. Vielleicht hat ihr das weh getan.
 
Ja, das habe ich auch schon mehrmals erlebt, wenn die Besitzer mit ihren Vögeln direkt vom Schnabelschleifen gekommen sind (bei manchen muss das machen, wenn er zu schnell oder schief wächst o.a.) Vielleicht durch die
Erschütterung haben sie dann eine Weile Schmerzen oder einfach ein komisches Gefühl.

Ich habe das Foto mit dem Schnabelstück gefunden. Ist noch gar nicht so lang her, war im Dezember.
Zurzeit ist Chicos Schnabel glatt wie eine Südseeperle :)Chico Schnabelstück Dez 2025.jpg
 
Das ist schon ordentlich groß:-) Ich glaube letztes mal hat die TA die Spitze zu stark weggeschliffen. Da Sveja ein wenig Probleme gehabt, da sie Futter (Obst) nicht mehr anpicken konnte. Das ist jetzt wieder viel besser. Bald beginnt die Brutzeit........bin gespannt wie sich meine beiden verhalten...
 
Nun ja, mit den Krallen haben sie keine Probleme, wohl aber immer noch mit den Schnäbeln.
Obwohl bei Hugo nur ganz wenig abgeschliffen wurde, frisst selbst er noch nicht richtig. Und bei Erna ist das noch heftiger. Beide jammern herum und rühren das normale Futter kaum an.
Ich biete ihnen schon lauter weiche Sachen an und auch süßes Obst, was sie sonst nie kriegen und doch so gerne mögen, damit sie überhaupt was fressen. Das geht dann schon eher. Aber herzhaftes Zubeißen ist das noch lange nicht, hab echt Mitleid mit den beiden.
Das dauert wohl noch -
Schon heftig, wie beeinträchtigend solche Schnabelkorrekturen sind.
 
Schon heftig, wie beeinträchtigend solche Schnabelkorrekturen sind.
Ja, obwohl diese nicht schmerzhaft für die Vögel sind, haben sie sich in kürzester Zeit ans Fressen mit dieser "Fehlstellung" gewöhnt, dass das "normale" Fressen nach dem Schleifen doch recht beschwerlich ist und sie sich erst wieder an einen normalen Biss gewöhnen müssen....so bei meinen.
Anders ist es, wenn der Ta beim Schleifen auf die Nerven trifft (sollte natürlich nicht passieren), dann dauert der Heilungsprozess schon ziemlich lange und belastet die Vögel dann schon heftig und schränkt sie beim Fressen oder Knabbern enorm ein.

Och Mensch, tun mir echt leid Deine beiden, denke in ein paar Tagen ist alles vergessen. :)
 
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Versuch doch mal meine Aufpäppelkost....Wenn sie länger nicht fressen,kannst du doch mal Haferflocken mit Obst einweichen.Dann bekommen sie wieder Energie:-)
In Maßen natürlich...
 
Hm, das ist wohl nicht mehr nötig. Aber so matschige Dinge rühren sie eh nicht an.

Inzwischen ist Hugo wieder ganz der Alte, zumindest sein Futter betreffend.
Er traut sich nur noch nicht ans Zernagen von seinen sonst so geliebten Rindenstücken ran. Aber das wird schon wieder.

Bei Erna geht es noch viel zaghafter zu. Ihre Schnabelkorrektur war ja auch deutlich heftiger.
Sie hält sich weiterhin sehr zurück mit ihrem Essen. Ich muss sie immer wieder etwas motivieren, doch etwas zu probieren von all den Leckereien, die ich gerade großzügig anbiete.
Aber auch bei ihr bin ich inzwischen beruhigt. Heute früh hat sie ihre Bananenstücke gierig verschlungen, und die Harrison-Körnchen nimmt sie auch.
Also, es verhungert hier keiner :-)
Aber echt heftig, dass nach einer Woche immer noch nicht Normalität eingetreten ist. Diese Schnäbel sind echt empfindlich - klar, ihre wichtigsten Werkzeuge...
 
Das hört sich doch prima an:-) Ja,die sind wohl empfindlicher wie wir denken...
Die ganz harten dinge werden wohl ein wenig dauern.
Alles gute für Erna und Hugo:-)
 
Thema: Hugo und Erna - zwei ziemlich unterschiedliche Amazonen...
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