Hygiene in der Voliere

Diskutiere Hygiene in der Voliere im Wellensittich Allgemein Forum im Bereich Wellensittiche; Hallo allerseits, mein dreivierteljähriger Hahn ist derzeit an Räudemilben (Grabmilben) erkrankt. Obwohl mir die TÄ versicherte, dass es nicht...

  1. #1 Vonnie+Gipsy, 18. Dezember 2006
    Vonnie+Gipsy

    Vonnie+Gipsy Einzelhaltungs-Gegner

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    Hallo allerseits,

    mein dreivierteljähriger Hahn ist derzeit an Räudemilben (Grabmilben) erkrankt. Obwohl mir die TÄ versicherte, dass es nicht an mangelnder Hygiene liegen kann (der Partner ist auch kerngesund), habe ich mir doch Sorgen und Gedanken gemacht, ob sich nicht etwas verbessern lässt. Irgendetwas muss die Krankheit ja zum Ausbruch gebracht haben. Hierzu habe ich bei meiner Recherche einige Hygienetipps (Broschüre direkt vom TA!) gefunden, die ich in meiner knapp 30jährigen Vogelpraxis bisher noch nicht befolgt hatte. Aber es muss ja nicht alles richtig sein, nur weil man es schon immer so gemacht hat (mir sind natürlich auch immer mal wieder Vögel erkrankt, ist sicher normal, aber vielleicht lässt es sich ja doch noch verringern).
    Bei den meisten dieser Punkte habe ich bisher sehr unterschiedliche Ansichten gehört und gelesen. Daher hier meine Frage an euch, wie ihr dazu steht.

    Die Tipps im Einzelnen:

    - Trinkwasser zweimal täglich wechseln (O-Ton: "Damit sich keine Krankheitskeime ansammeln"). Bisher habe ich das Trinkwasser täglich einmal, nämlich am Morgen gewechselt. Es befindet sich in einem geschlossenen, von außen angebrachten Spender, der täglich ausgespült, einmal wöchentlich mit der Flaschenbürste ausgebürstet und gelegentlich in der Spülmaschine (oberes Fach) gereinigt wird. Ausreichend, nicht ausreichend?? Wie macht ihr es?

    - Täglich nur maximal einen TL Körnerfutter pro Vogel reichen und den Spender täglich (!) reinigen ("verhindert die Ansammlung tödlicher Schimmelpilze"). Hierzu habe ich besonders kontraire Ansichten gehört. Bisher glaubte ich der Meinung, dass sich gesunde Wellis nur so viel nehmen, wie sie brauchen und man daher für mehrere Tage größere Futtermengen geben kann. Meine Beiden haben in der Voli einen Hängespender, den sie anfliegen müssen und so automatisch immer alle Spelzen selbst "wegflattern". Diesen Spender fülle ich so, dass er nach spätestens 2 Wochen fast leer ist, dann mache ich das Futter neu in einen anderen, spülmaschinengereinigten Spender. Sind 2 Wochen zu lang? Die meisten Wellihalter, die ich kenne, füllen einfach von oben immer wieder in offene Spender nach und reinigen die Spender sehr selten richtig. Mein Spender ist oben geschlossen und wird jedes Mal beim Auffüllen komplett getauscht. Krankheitspotential???

    - Kein Sand als alleinige Einstreu, sondern täglich frisches Küchenpapier mit nur einer Prise Vogelsand/Grit drauf ("Im Sand fühlen sich Bakterien, Pilze und Parasiten besonders wohl. Küchenpapier verhindert deshalb viele Krankheiten"). Ich habe bisher immer nur eine mitteldicke Schicht Sand eingestreut, die ich wöchentlich wechsel (bei einer großen Zimmervoliere ist das schon sehr viel Sand und Gewechsel!!). Täglich neues Küchenpapier ist vielleicht in einem kleinen (und nicht artgerechten!) Käfig machbar, aber doch nicht in einer großen Zimmervoli, oder? Das würde ja grenzenlose Müllberge verursachen (die auch wieder schlecht sind!). Von der Späne-Alternative habe ich bisher hauptsächlich schlechtes gehört - sie saugt zwar besser, verursacht aber Gesundheitsprobleme beim Anknabbern und ist auch nicht naturgemäß. Was ist das beste in einer Zimmervoliere, wie oft sollte wirklich gewechselt werden?

    Würde mich über viele Meinungen und Tipps sehr freuen!!
     
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  3. #2 Andrea 62, 18. Dezember 2006
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 18. Dezember 2006
    Andrea 62

    Andrea 62 Guest

    Hallo Vonnie,
    Grabmilben werden beim Füttern auf die Jungvögel übertragen oder beim Füttern und Schnäbeln von einem Altvogel zum anderen. So steht es auch in meiner Literatur. D.h. die Vögel bringen die Milben vom Züchter mit und sie brechen nach unterschiedlicher Zeitdauer aus. Es hat also wirklich nichts mit Deiner Hygiene zu tun ;). Meine Vögel hatten auch schon Grabmilben. Nach der Behandlung habe ich die Sitzstangen im Backofen erhitzt, alle Näpfe mit kochendem Wasser ausgewaschen und den Käfig nur ganz normal gereinigt. Das war nur eine zusätzliche Vorsichtsmassnahme, denn die Milben sitzen eigentlich nur am Vogel.
    Zu den Tipps:
    -Trinkwasser wechsle ich einmal/Tag. Ich benutze zwei Spender im Wechsel, damit einer nach der Reinigung immer richtig austrocknet.
    -Futter gebe ich jeden Tag frisch in einer Schale auf dem Boden.
    -Als Einsteu nehme ich Buchenholzgranulat (mittel, Lebensmittelqualität). Vogelmineralien/Grit gibt es in einem Extranapf. Sand staubt mir zu sehr, mit dem BHG habe ich bisher nur positive Erfahrungen gemacht. So viel Küchenpapier würde ich nicht verschwenden, ich wechsle das BHG komplett alle 14 Tage, sortiere zwischendurch immer mal das Verschmutzte raus. Ich habe 5 WS in einer 2,40 L x 0,55 B Voliere.
     
  4. #3 Vonnie+Gipsy, 23. Februar 2007
    Vonnie+Gipsy

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    Hallo Andrea,

    bitte entschuldige, dass ich auf deine nette und laange Antwort gar nicht reagiert habe!!! Ich hatte mich sehr über deine vielen Tipps gefreut, aber wollte noch etwas abwarten, ob noch mehr Antworten kommen. Tja, und dann habe ich es in dem ganzen Stress (5x Tierarzt und nun scheue Vögel) und den Sorgen ganz vergessen. Bin heute das erste Mal wieder richtig im Forum und wollte nur nochmal DANKE und SORRY sagen!
     
  5. scotty

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    Hallo Vonnie,

    Wasser ..habe ich mehrere spender, sie werden Täglich gewaschen und ausgewechselt.

    Futtern tue ich in Tonschalen auf dem Boden. Futter gibt es Täglich frisch und die schalen werden jeden 2ten Tag ausgewechselt,bei verschmutzung halt öfters.

    Einstreu benutze ich nicht, habe Zeitungspapier auf dem Boden und das wird Täglich gewechselt.
     
  6. #5 Vonnie+Gipsy, 23. Februar 2007
    Vonnie+Gipsy

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    Hallo Scotty,

    danke für deine Antwort. Ich denke, ich werd dann künftig wohl das Futter auch täglich frisch geben....
    Nur mit dem Zeitungspapier hätt ich Angst, dass sie was von der Druckerschwärze knabbern. Gibst du dann Grit in nem extra Napf?
     
  7. Andrea 62

    Andrea 62 Guest

    Kein Problem, Du brauchst Dich doch nicht entschuldigen ;).
    5x zum TA, ist das allein wegen der Räudemilben nötig gewesen? Normalerweise ist das Thema nach 2-3 maliger Behandlung mit einem Antiparasitikum (meist Ivomec) erledigt.
    Aber nun hast Du wieder Sorgen mit der Durchfallgeschichte, manchmal ist schon der Wurm drin. Aber das wird auch wieder, wir hatten mehr oder weniger alle hier schon solche Problemzeiten :trost:
    Grit/Vogelmineralien sollten übrigens immer extra gegeben werden, wenn man nicht mit Sand einstreut.
     
  8. Saskia137

    Saskia137 Foren-Guru

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    Bei mir liegt unten auch Zeitungspapier und drüber etwas Vogelsand, so dass sie sich den Grit geselbst raussuchen können.
    Bzgl. der Druckerschwärze, die ist schon seit ettlichen nicht mehr mit Blei belastet. Es wird z.B. gerade bei der Biotonne empfohlen, Zeitungen mit dort rein zu tun (z.B. Kompostabfall darin einzuwickeln um die Feuchtigkeit aufzusaugen), wäre die Druckerschwärze giftig, dürften das die Behörden nicht befürworten, bzw. dazu aufrufen.
     
  9. scotty

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    Hallo vonnie,
    Ja grit gibt es selbstverständlich im extra napf ;)

    Vlt sind meine Wellis *anders* aber am Zeitungspapier knabbern sie nicht :D
    Da schreddern sie lieber meine Jalousien oder Tapeten :~
     
  10. #9 Vonnie+Gipsy, 23. Februar 2007
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    Dankeschön nochmal für eure Antworten.

    Scotty: Tapeten schreddern is ja auch nicht nett, sag das mal deinen Wellis! :)

    Saskia: Das ist echt sehr gut zu wissen!! Supi, danke! :zustimm:

    Andrea: Ja, das waren 5x nur wegen Milben. Angeblich waren es aber auch ungewöhnliche Milben, bzw. evtl. noch etwas anderes. Selbst die vk TÄ wußte offenbar bis zum Schluss nicht so ganz genau... :(
    Ja, bei mir ist der Wurm drin. Ich kenne solche Problemphasen zur Genüge und könnte auf eine Auffrischung dieser Erfahrung gut verzichten (wer könnte das nicht). Mir sind schonmal 3 Vögel in 2 Monaten gestorben (unterschiedliche Ursachen), nicht etwa aus einem Riesenschwarm, sondern ich hatte nur vier... Und es endete mit Psittakose und 5 Wochen Quarantäne & Co - ein Alptraum!
    Bei meinem Hahn habe ich leider schon seit einiger Zeit das Gefühl, dass er irgendetwas hat. Zumal er leider aus einer schlechten Zucht stammt (wie ich leider natürlich erst hinterher erfahren hab).

    Übrigens streue ich mit Sand ein, ich weiss dass die Wellis Grit brauchen. Habe trotzdem einen extra Gritspender, weil ich ein paar "Bodenfaule" dabei hab. *smile*
     
  11. #10 Sittichrabe, 23. Februar 2007
    Sittichrabe

    Sittichrabe Guest

    Räudemilben

    Hi. Budgie Freunde!
    Räudemilben und Kalkmilben diese können ? auch schon vom Züchter kommen.
    Diese sind so klein mit dem Auge nicht zu erkennen. Wenn der Befall noch nicht so groß ist. ein ganz einfaches Mittel 1 Tropfen Olivenöl auf ein Ohrenstäbchen und den Schnabel und um den Schnabel schön einreiben. Ich selbst habe Öl auf den Finger genommen und habe Schnabel und die Füße damit eingerieben . Das Olivenöl ist nicht schädlich wenn der Vogel daran knappert. Durch das Öl wird den Räudemilben und Kalkbeinmilben der Sauerstoff entzogen den auch die Milben brauchen.
     
  12. Andrea 62

    Andrea 62 Guest

    Ach du Schande, dass das passiert, davor hat wohl jeder Angst. Und dann noch in der Wohnung, wenn man da die Vogelhaltung aufgeben würde, wäre das verständlich. Aber so ganz ohne die Pieper wäre es auch nicht schön, oder? Auch wenn sie zeitweise ganz schöne Probleme machen können, ich drücke die Daumen, dass die Kotprobe jetzt was Harmloses ergibt, das gut zu behandeln ist. Also lass den Kopf nicht hängen :).
     
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  14. #12 Sittichrabe, 24. Februar 2007
    Sittichrabe

    Sittichrabe Guest

    Hi: Darüber nicht aufregen, die Kalkbeinmilbe oder Räudemilbe bekommst du mit den einfachsten Mittel wieder in Griff. Falls ein Züchter in Deiner Nähe wohnt , wird er Dir sehr viel Fragen beantworten. Wenn ich als Züchter bei jedem Problem was man in der Vogelzucht hat , zum Tierarzt gelaufen wäre, hätte ich nur für den TA arbeiten müssen. Ein guter ???? Züchter kann fast immer helfen. Ich habe jedes Jahr ca 300 Schau Wellensittiche gezogen , dabei gab es immer sehr sehr viele Probleme
     
  15. #13 Vonnie+Gipsy, 24. Februar 2007
    Vonnie+Gipsy

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    Hallo Andrea,

    dankeschön für deine lieben Worte! Die Kotprobe in der Praxis hat leider noch nichts ergeben, keine Parasiten, Kokzidien o.ä. Muss nun über 3 Tage sammeln, dann soll er auch nochmal Antibiotikum gespritzt bekommen. Ich werde berichten.

    @Sittichrabe: Danke für die Tipps, aber das mit den Milben ist schon längst vorbei. :)
     
Thema: Hygiene in der Voliere
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