Initiative für die Abschaffung der Jagd! Teil 1

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  1. #1 Dieter Tödtemann, 2. Mai 2002
    Dieter Tödtemann

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    Initiative für die Abschaffung der Jagd !
    Die Mehrheit der Deutschen ist gegen die Jagd, Politiker auf dem Prüfstand
    Heilbronn (ots) - Die wenigsten Menschen wollen es wahrhaben und doch ist es in deutschen Wäldern blutige Realität: 320.000 Jäger bringen jedes Jahr über 5 Millionen Wildtiere ums Leben. Dabei belegen wissenschaftliche Studien die Selbstregulierungsfähigkeit der Natur. Auch
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    die Erfahrungen in großen europäischen Nationalparks zeigen: Es geht ohne Jagd viel besser. Es ist völlig unverständlich, wie sich Politiker weiterhin der Meinung der Bevölkerungsmehrheit verschließen können: Umfragen zufolge sprechen sich 70% der Bevölkerung in Deutschland gegen die Jagd aus. Inzwischen hat sich eine Bürgerbewegung gegen die Jagd formiert (SPIEGEL 44/2001): Bereits sechs Mal demonstrierten bis zu tausend Jagdgegner in der Bundeshauptstadt Berlin und forderten auf großen Transparenten das Ende der Jagd. Die Initiative zur Abschaffung der Jagd lässt nicht locker und führt die bundesweiten Anti-Jagd-Demos immer am ersten Samstag im Monat fort - das nächste Mal am 6. April auf dem Kurfürstendamm.
    5 Millionen Wildtiere werden jährlich in Deutschlands Wäldern dem Freizeitsport einer schießwütigen Minderheit von 0,4 % der Bevölkerung geopfert und sterben zum Großteil nicht sofort, sondern auf qualvolle Weise. Ganz nebenbei werden auch noch 65.000 Hunde und 400.000 Katzen abgeknallt, wenn sie den Jägern in die Quere kommen, die sich als die Herren der Wälder aufspielen. Kommt ihnen dort nicht mehr genug vor die Flinte, gehen sie auf die Vögel los - 2 Millionen Wildtauben, Waldschnepfen, Wildenten, Möwen, Schwäne und Gänse werden von deutschen Jägern alljährlich vom Himmel geholt. Wildgänse werden zum Teil bei Nacht mit Scheinwerfern gejagt. 32.000 kommen jährlich bundesweit um, wie die Vogelschützer berichten.
    Umfrageergebnis: 71% der Deutschen sind gegen die Jagd
    Zwei Drittel der deutschen Bevölkerung spricht sich grundsätzlich gegen die Jagd aus (Repräsentativumfrage des GEWIS-Instituts, 1996). In der von HÖRZU veröffentlichten Studie heißt es: "71% aller Deutschen (zwischen 16 und 60 Jahren) lehnen die Jagd ab. 80% der Frauen lehnen die Jagd ab, bei jungen Menschen zwischen 16 und 29 Jahren sind es sogar 84%." Und in einer von "Welt am Sonntag" repräsentativen Umfrage, was die Deutschen verbieten würden, wenn Sie könnten, rangierte das Waidwerk auf Platz vier, direkt hinter Tierversuchen, Kinder*****graphie und Tabakwerbung (zitiert nach Komitee gegen den Vogelmord, 1999).
    Es ist also an der Zeit, dass die Gesetzgebung in Deutschland dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand einerseits und dem Willen der Bevölkerungsmehrheit andererseits angepasst wird - und dem millionenfachen Töten in deutschen Wäldern einen Riegel vorschiebt.
    "In der letzten Zeit mehren sich die Anfragen von Tierfreunden, die uns fragen, welche Partei/welche Politiker sich für die Abschaffung der Jagd und den Tierschutz einsetzen.", berichtet Kurt Eicher von der Initiative zur Abschaffung der Jagd. Daher richtete die Initiative im Hinblick auf die bevorstehende Bundestagswahl die Frage an die Politiker: "Wie stehen Sie bzw. Ihre Partei zu der Forderung nach Abschaffung der Jagd?"
    Politiker ignorieren Mehrheitswillen
    "Die ersten Reaktionen unserer bundesdeutschen Politiker auf unseren Fragenkatalog haben uns erreicht. Nach Durchsicht der Schreiben beschleicht uns leider das dumpfe Gefühl, dass die etablierten Parteien die Wünsche eines Großteils der Bevölkerung, sowie Belange des Natur- und Tierschutzes nicht ernst nehmen, bzw. schlichtweg ignorieren.", sagt der Biologe Kurt Eicher von der Initiative zur Abschaffung der Jagd. Die Palette der Antworten reiche von absolutem Festhalten an althergebrachter Triebbefriedigung am Tier, über Vertröstung auf spätere Stellungnahmen bis hin zu der ehrlichen Antwort, dass man vom Thema Jagd eigentlich nicht die blasseste Ahnung habe.
    Eicher weiter: "Unser Fazit ist: So nicht, liebe PolitikerInnen! Ihr müsst euch schon ein bisschen mehr anstrengen, wenn ihr die Stimmen der deutschen Natur- und Tierfreunde haben wollt."
    Jagdgegner aus ganz Deutschland wenden sich mit Broschüren, Informationsständen und Demonstrationen an die Öffentlichkeit und sammelten bereits tausende Unterschriften für die Abschaffung der Jagd, die sie der Regierung übergeben wollen.
    "Fallenjagd ist nicht grausam" - Das ist den Politikern unsere Natur wert CDU/CSU
    Christian Wulff, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag: "Die Behauptung, z.B. Fallenjagd, Treibjagd oder Baujagd sei eine besonders grausame Jagdart, ist unrichtig.(...) Es gibt auch keine Notwendigkeit, durch eine 'ökologische Naturschutzgesetzgebung', wie auch immer diese geartet sein mag, die Jagdgesetze abzulösen."
    Laurenz Meyer, Generalsekretär CDU: "Das Bundesjagdgesetz und das deutsche Jagdrecht haben sich gut bewährt."
    Markus Zorzi, Leiter für Politik und Parteiarbeit CSU: "Bei all dem dürfen wir auch nicht vergessen, dass die Jagd eine Jahrtausende währende Tradition hat."
    FDP
    Jürgen Möllemann, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Landtag Nordrhein-Westfalen:
    "Ihre Meinung respektierend bitte ich Sie, dennoch zu überdenken, dass die Jagd seit Menschengedenken ein fester und notwendiger Bestandteil unserer Gesellschaft ist."
    Dr. Wolfgang Gerhardt MdB, Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion: "Eine Abschaffung oder Aushöhlung der Rechte der Jäger und der Land- und Forstwirtschaft steht hierfür für die FDP nicht zur Debatte."
    Bundesschatzmeister der FDP, Dr. Günter Rexrodt, wirbt in einem Rundbrief um das Vertrauen der Jäger. Aus Jägerzeitschrift WILD UND HUND 4/2002:
    "Rot-Grün macht Jagd auf Jäger. Aus purer Ideologie ist die grün-rote Bundesregierung nicht bereit, die Leistungen der Jäger für den Naturschutz anzuerkennen." Künftig wolle sich die FDP gegen die geplanten Verschlechterungen des Bundesjagdgesetzes wenden (...).
    SPD
    Bundeskanzleramt, Gerhard Schröder: "Das in Ihrem Brief angesprochene Thema Jagd ist seit jeher ein kontrovers diskutiertes Thema. In der öffentlichen Diskussion werden vor allem Aspekte des Natur- und Artenschutzes, des Grundeigentums, des Tierschutzes und nicht zuletzt auch Fragen der Ethik, wie sie von Ihnen angesprochen werden, aufgegriffen.
    Darüber hinaus sind in letzter Zeit von Natur-, Umwelt- und Tierschutzverbänden Forderungen nach einer Novellierung des Bundesjagdgesetzes laut geworden, die etwa die Kürzung der Liste der jagbaren Tierarten oder ein Recht der Grundeigentümer, die Jagd auf ihren Flächen zu verbieten, zum Inhalt haben. Das hat die Bundesregierung veranlasst, einen Dialog mit allen Beteiligten aufzunehmen, um einerseits das Meinungsspektrum einzufangen und andererseits auch Konsenspunkte bei der Beurteilung jagdfachlicher Fragen auszuloten."
     
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