Invasion der Babyamseln!

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  1. #1 keepon, 25. Mai 2016
    Zuletzt bearbeitet: 25. Mai 2016
    keepon

    keepon Neues Mitglied

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    Hallo zusammen.

    Seit gut einem Jahr füttere ich in unserem Innenhof (er ist nach allen Seiten außer oben geschlossen) die Vögel. Es fing mit einem brütenden Amselpaar an. Ich erkundigte mich, was man füttern sollte und ob man die gestressten Eltern füttern dürfte. Überall fand ich die Information, dass das sogar gut wäre wegen des schrumpfenden Wildvogelbestandes. Man sollte aber dabei bleiben. Ich füttere seitdem täglich in Öl eingeweichte Haferflocken und Rosinen, manchmal auch gehackte Nüsse.

    Das geht bisher sehr gut, es kommen immer dieselben Vögel, mal sind ein paar Elstern und Tauben dabei, ein Buntspecht, Amseln, Meisen, Finken, Rotkehlchen... Auch Eichhörnchen kommen gern. Das war bisher immer sehr friedlich, ruhig und beschaulich. Seit vorgestern aber habe ich ein akutes Problem und brauche dringend Rat. Vielleicht weiß hier jemand mehr als ich in dieser Sache?

    Es ist so, dass eine sehr große Anzahl junger Amseln plötzlich aufgetaucht ist. Sie können alle fliegen, werden aber zum Teil noch gefüttert. Sie füttern sich auch gegenseitig und sie haben sich anscheinend zu einem gigantischen Amselbabyschwarm zusammengetan. Sowas habe ich noch nie gesehen. Es sind inzwischen mindestens 40 Tiere! Sie machen einen Höllenlärm und ich habe Angst, dass sich bald die Nachbarn beschweren. Selbst bei geschlossenen Fenstern ist es extrem laut. Ich habe zunächst beschlossen, sie nur noch morgens und abends zu füttern. Aber auch ohne dass Futter da ist, bevölkern sie den Innenhof und ich weiß nicht, welches Verhalten jetzt richtig ist. Ganz aufhören zu füttern? Oder eine Weile weiter füttern, bis sie erwachsen sind? SOS, es sind wirklich so viele, dass ich schnell einen Rat brauche. Die anderen Vögel trauen sich gar nicht mehr in den Hof. Und ich fände es sehr schade, von einem Tag auf den anderen auf die lieb gewonnenen Kollegen zu verzichten...

    Vielen Dank!:blume:
     
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  3. joerg

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    Ich weiß jetzt nicht, ob es "die Natur" auch so sieht, dass Brut und Aufzucht Streßfaktoren sind. Wäre dem so, dann hätte diese Natur entsprechend reagiert und genau diesen Faktor ausgeschlossen.

    Dass du eine große Babyamseln im Hof hast, wage ich zu bezweifeln - bei der Menge "mindestens 40 Tiere" würde ich eher von Staren ausgehen.
     
  4. #3 finchNoa@Barbie, 25. Mai 2016
    Zuletzt bearbeitet: 25. Mai 2016
    finchNoa@Barbie

    finchNoa@Barbie Foren-Guru

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    Ich bin ehrlich gesagt auch direkt auf Stare gekommen. Für die ist es typisch in Schwärmen lärmend über Futterstellen herzufallen. Vielleicht kannst Du ein Foto machen.

    Du kannst ja versuchen ein paar CDs aufzuhängen, aber wenn es wirklich Stare sind, wirst Du die nur los indem Du kein Futter mehr rausstellst. Die werden auch nicht "nur" solange kommen bis sie "erwachsen" sind, sondern solange es was leckeres zu Fressen gibt. Die Tiere sind von Natur aus bestens für selbstständige Nahrungssuche ausgestattet.

    Mich verwundert es etwas, das jemand geraten hat die Vögel ganzjährig zu füttern und dann auch noch mit Rosinen und Haferflocken zu füttern, besonders die Jungvögel brauchen Insekten und müssen erst mal lernen sich selber Futter zu suchen, wie soll das gehen, wenn da direkt vorm Schnabel ne künstliche Futterstelle hängt.
    Desweiteren sind künstliche Futterstellen an denen sich auch Tauben tummeln, immer eine gewisse Infektionsgefahr, grade bei warmen Temperaturen.

    Vom natürlichen Gleichgewicht in Ökosystemen, will ich mal lieber gar nicht erst anfangen ...

    Welchen Vogelarten soll mit dieser Futterstelle geholfen werden ? Amseln, Elstern und grade Tauben brauchen bestimmt keine "Unterstützung". :roll:


    MFG
     
  5. Evy

    Evy Foren-Guru

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    Das sind ganz klar Stare :-)
    Ganze Familien mit ihren Kleinen, um ihnen den sicheren Futterplatz für die Zukunft zu zeigen.
    Da hilft nur, mit Füttern aufzuhören bzw. es langsam zu reduzieren und dann aufzuhören.
    Im Moment ist die Natur voll mit Insekten und voll mit Aussamungen, die ersten Beeren reifen...
    es herrscht Überfluss pur (es sei denn, du wohnst in einer Großstadt inmitten von Beton...?)

    LG Evy
     
  6. Walter

    Walter Mitglied

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    Ja, das sind mit Sicherheit Stare, ich kenne dieses Problem auch, betrachte es aber nicht als solches. Denn nach 2, spätestens nach 4 Wochen sind alle weg und suchen ihr Futter in der freien Landschaft. Mir macht es sogar richtig Spaß die Starenfamilien zu beobachten. Wenn man ausreichend füttert werden die anderen Vögel auch satt. Dass es keinen Streit um das Futter gibt, dafür sorgen bei mir mehrere Futterstellen.

    Gruß
    Walter
     
  7. keepon

    keepon Neues Mitglied

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    Hallo und vielen lieben Dank für Eure Antworten.

    Das "Problem" hat sich schnell relativiert. Ich halte es wie Walter, habe ohnehin mehrere Futterstellen und es ist schön, die Riesenfamilien zu beobachten. (Es müssen mindestens drei sein, denn es sind so viele Vögel!). Erstaunlich finde ich das Sozialverhalten. Die stärkeren Geschwister füttern die Kleinen. In unserer Welt ist das natürliche Ökosystem zumindest in Stadtnähe aus den Fugen geraten. Hierher kommen bisher nur einzelne "Stammgäste", und die sind mir ans Herz gewachsen. Ein einzelnes Taubenpaar (ganz groß sind die beiden) zum Beispiel, ich nenne sie den Senator und den Konsul, der Konsul sah sehr klapprig aus, inzwischen geht es ihm gut. Man kann bestimmt darüber streiten, wie sinnvoll das Zufüttern ist. Ich bin keine Expertin... Aber die Stare (jetzt sehe ich grünlich schimmerndes Gefieder, Flecken usw., Amseln sind auch unbeholfener, wenn sie so jung sind) bleiben bestimmt nicht ewig hier. Abwarten und ruhig bleiben... :) Danke nochmal!
     
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