Ist das die Warheit über Tierärzte und Wellis?

Diskutiere Ist das die Warheit über Tierärzte und Wellis? im Wellensittich Allgemein Forum im Bereich Wellensittiche; Ist das die Wahrheit über Tierärzte und Wellis? Hallo alle miteinander, Hatte heute am Samstag, bei uns in Remscheid einen neuen Tierarzt...

  1. #1 hjb(52), 29. November 2003
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 3. Dezember 2003
    hjb(52)

    hjb(52) Guest

    Ist das die Wahrheit über Tierärzte und Wellis?

    Hallo alle miteinander,

    Hatte heute am Samstag, bei uns in Remscheid einen neuen Tierarzt besucht. Hatte diese Woche seine Praxis eröffnet. War bis jetzt in einer anderen Großstadt hat als 2. Arzt mit in der Praxis gearbeitet. So wie ich von anderer Seite gehört habe sehr erfolgreich. So da war ich nun und gab mich als Standardwellensittichzüchter aus Bin ich ja auch, und bat um ehrliche Antworten. Wellensittiche und WS-Krankheiten betreffend.
    Als erstes empfahl er mir die Uniklinik in Hannover, da wäre man auch so weit an kleinen Vögeln mit Erfolg zu arbeiten. Sowie Gießen. Wenn es sich um wertvollere Vögel handelt. Dann kam eine längere Pause.
    Blutdiagnostik für den jungen TA zu teuer. Sehr sichere Methode. Mus außer Haus gemacht werden. Dauert dann bis zur Antwort.
    Tast Diagnostik durch die Kleinheit des Vogels mehr als schwer da sehr klein. Er meinte ehrlich, dadurch zu ungenau.
    Röntgen Diagnostik möglich, Bruch ... da könne er helfen.
    Bei Kropf Erkrankungen auch. .......
    .......
    Medikamenten Behandlung wäre auch sehr schwer, da es erstens kaum Medikamente gibt und wenn dann wären sie auf Hühner oder Entenbehandlung nebst da reichungs- Formel berechnet. Somit müsse ausgerechnet werden wie viel der Medizin nun ein zu behandelnder Wellensittich bekommen müsste, er sagte, dann ganz ehrlich, das ist dann immer noch sehr ungenau und abenteuerlich.
    Diese Ehrlichkeit muss ich dem Manne sehr hoch anrechnen.
    Nun stelle ich mir natürlich die Frage, wie gut sind den jetzt die (angeblichen) Vogelkundigen Tierärzte.
    Schulische und Studiumausbildung fast gleich = 0
    Was will oder soll man da erwarten. Gut ich glaube das sich da einige sehr gut durch Eigenleistung weiter gebracht haben. Aber da hat dann auch mach Vogel ohne Ansage als experimentier Objekt gedient. Anders ist das nicht möglich, jedenfalls kann ich es mir nicht vorstellen.
    Also bleibt meine bisherige Meinung leider bestehen. Wellihalter werden von diesem oder jenem TA nur ohne konkrete Leistung abgezockt. Die Behandlungen werden nach Eingebungen geleistet, wenn es bei dem Tier so ist, dann mache ich das da auch so. Wir wohl schon helfen. Man macht den Haltern Hoffungen, obwohl mancher weis das es nichts wird.
    Krankheiten werden oft nur verlängert. Ist es das was wir Wellihalter eigentlich wollen. Ich als Züchter und Halter sage da klar nein. Obwohl da einige Anderer Meinung sein werden.
    Als Züchter ist man der Geburt und dem Tot der Tiere wesentlich näher, als der nur Halter.

    Die große Frage ist. Was können wir Otto Normalo Wellensittichhalter unternehmen, das sich irgendwann langfristig etwas zu Gunsten des Wellensittichs verändert. Sowie den größeren Sittichen und Papageien.

    Hier läuft doch in unser Wohlstandsgesellschaft etwas gewaltig falsch. O d e r ?

    Nun bitte ich Euch, Eure Meinung sachlich, kund zu tun!

    Gruß
    Hans-Jürgen
    :0-

    oder mehr so
    :) :D :~ :? :k 8( 0l

    Tschüs, bis Montag. Jetzt übernimmt der Junior die Leitung.
     
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  3. #2 Angelika M., 29. November 2003
    Angelika M.

    Angelika M. Stammmitglied

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    Vogelkundige Tierärzte

    Hallo,

    hier bei uns in Leverkusen gibt es ja den Tierarzt Dr. Pieper. Er hat sich wohl auf die Behandlung von Vögeln spezialisiert und soll sehr gut sein. Meine Vögel brauchten ihn zum Glück noch nicht, aber ich habe nur Gutes über ihn gehört. Allerdings soll er sehr teuer sein.
     
  4. Aristo

    Aristo Guest

    Huhu

    Es gibt keinen besseren als Doc Pieper in Leverkusen. Er hat gesalzene Preise das stimmt schon, aber er ist absolut fachkundig. Einen teil der Diagnostik macht er im eigenen Labor. Kommt er damit nicht weiter schickt er das Material ein. Ausserdem ist er absolut fit auf dem Gebiet der GLS und deren Behandlung.

    Ich war schon mehrfach mit meinen Vögeln dort und würde freiwlillig zu keinem anderen TA mehr gehen.
     
  5. acura

    acura Futterspender

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    also ich denke, daß es in der Tat einfach richtig schwer ist, Krankheiten von Vögeln festzustellen. Ich hatte mir von der Unibibliothek ein Vet.buch geholt, spezielle für Ziervögel.. Die Diagnosen sind sehr schwer zu stellen, denn die Vögel haben oft die gleichen Symptome. Da können schon Fehler gemacht werden.. Vor allem muss man sehr viele Tests durchführen, um ein auch noch ungewisses Ergebniss zu bekommen.. Das sind ja wirklich imense Kosten, die erstmal bezahlt werden müssen. Da die Tierärzte auch nicht das Geld haben, alle medizinischen Geräte zu beschaffen, somit müssen sie die Proben zu diversen Laboren schicken, was auch Zeit und Geld kostet..
    Außerdem kann man schlecht nach neuen Krankheiten oder Medizin forschen, dafür gibt einfach keiner Geld aus. Sowas kann man somit nur per Erfahrung lösen.. Aber das wird ja auch bei Menschen gemacht -> bsp. versch. Ärzte geben uns unterschiedliche Hustentropfen oder? Je nach Erfahrung wird das angewandt. So ist das auch Tieren.. da kann man nur hoffen, daß man wirklich Ärzte hat, die schon viele Erfahrungen mit den Vogelkrankheiten gemacht hat und sich selber vieles selber beibringt..
     
  6. Mary B.

    Mary B. Guest

    Hallo zusammen,

    mit kranken Vögeln gehe ich nur noch in die Vogelklinik nach Gießen, bin äußerst zufrieden mit der Klinik. Als mal das Leben eines Wellis auf der Kippe stand, wurde ich auch am Wochenende angerufen und über seinen Zustand informiert.

    Ich weiß nur, wenn ich damals mit dem Welli zu einem normalen Tierarzt gegangen wäre, dann würde mein Welli heute nicht mehr leben, weil es einfach zu wenig kompetente Tierärzte gibt, die sich wirklich sehr gut mit Vogelkrankheiten auskennen.
     
  7. #6 Kathrin two, 29. November 2003
    Kathrin two

    Kathrin two Guest

    Hallo @lle :0-

    also die normalen Tierärzte gleich um die Ecke sind ja schön und gut, aber mit meinen Wellis oder Nymphen würde ich da nicht mehr freiwillig hingehen!!!
    Ein paar kleine Beispiele:
    - Jacky, Wellihenne, über 10 Jahre alt, bösartiger Tumor an der Kloake fraß kaum noch und konnte keinen Kot mehr absetzen. Die TA um die Ecke wollte noch mal aufpäppeln, Jacky bekam eine Aufbauspritze und die Untersuchung kostete mit der Spritze über 14,- Euro....
    = Dann kam ich zu Frau Dr. Kling, die vogelkundige TA hier in Berlin. Sie sah sich Jacky an und meinte ehrlich, daß das nichts mehr geht. Sie bekam dann die Spritze. Kostenpunkt= Einschläferung unter 10 Euro

    - Pauli war krank. Gleiche Erkrankung. Pauli war noch zwei Jahre älter. Rief bei der ersten Tierärztin an und wollte wissen, was die Einschläferung kostet, wenn ich den Piepmatz anschließend wieder mitnehme. Die wollte über 20,- Euro dafür haben!!! 8( Ich habe mich bedankt und bin dann eine dreivirtel Stunde durch die Stadt gefahren zu meiner vogelkundigen Tierärztin Frau Dr. Kling.

    - Als Pauli noch bei uns war, blieb sie mal an so einer ausgehangenen Schaukel hängen. Sie hat sich am Kopf verletzt und viel Blut verloren. Da kannte ich Frau Dr. Kling noch nicht. Wir gingen zu einem anderen TA, nicht der, die ich oben meinte.
    Zumindest hat dieser TA erkannt, das das Ohr von Pauli nicht verletzt ist und das das wieder wird. Kostete um die acht DM.

    Unterm Strich muß ich sagen, daß Frau Dr. Kling auch keine Wunder verbringen kann, aber wenn der Vogel noch eine Chance hat, dann kann man das noch mal versuchen. Was ich mir im September verkniffen habe ist, daß ich meinen Hahn Piper das Leben verlängert habe. Der arme Kerl war schwer an EMA erkrankt. Uns hätte eine sechswöchige Kur mit AB bevorgestanden, mit Halskrause, in einem seperaten Käfig, aber eine Heilung wäre nicht möglich gewesen. Ich habe mein Verstand sprechen lassen und mich für die Spritze entschieden.
    Die Preise bei Frau Dr. Kling sind Durchschnitt, ich empfinde sie nicht als zu teuer! Zumindest weiß ich, daß der Vogel bei ihr RICHTIG behandelt wird, dafür bezahle ich dann auch gerne.
    Und nicht wie bei anderen TA´s, ich bezahle noch mehr und eigentlich viel zu viel und gehe mit einer Fehldiagnose nach Hause. Also echt!

    Es gibt viele Ärzte, die tun, als ob sie sich mit Piepmätzen auskennen. Aber als erfahrender Vogelhalter merke ich das schnell.
    Man kann mich nicht mit den Otto-Normal-Wellihalter vergleichen, ich habe mein Wissen in den letzten zwei Jahren erweitert, möchte auch bald die Zg machen, also sind bei mir andere Grundkentnisse vorhanden, als bei einem Halter, der nur "zwei" Wellis hat.
    Ich muß hier auch etwas anders denken, bei mir flattern im Vogelzimmer auch insgesamt 24 Vögel rum.

    So schnell wird sich auf dem Gebiet der Tierärzte nichts ändern. Dazu hat der Wellensittich nicht die geeignete, gorße Lobby. Es ist ja nur "ein Wellensittich", der kostet neu zwischen 12- bis 25 Euro, warum dann teure Behandlungen machen???
    So denken bestimmt noch viele Halter....
    Man muß eben abwägen, obwohl, solange bei mir noch die Chance auf Heilung und Gesundheit besteht, werde ich meine Vögel auch behandeln und behandeln lassen! Aber wenn ich genau weiß, die Tumorerkrankung ist im Fortgeschrittenen Stadium, oder EMA ist stark fortgeschritten, der Vogel quält sich also, dann gibt es die Spritze.
    Soviel Würde muß man seinem Haustier auch geben!

    Wie man das denken der normalen TA ändern kann, weiß ich leider auch nicht. Aber ich bin froh, daß wir hier in Berlin Frau Dr. Kling haben!!!!! :D


    Liebe Grüße
     
  8. acura

    acura Futterspender

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    da geb ich dir recht..
    viele Ärzte meinen Ahnung zu haben und experimentieren nochmal rum, anstatt einfach zuzugeben, daß man lieber zu einem anderen Arzt gehen soll. Das ist absolut nicht in Ordnung, denn das hat schon vielen Tieren das Leben gekostet..
    Aber das die normalen "Stadtärzte" nicht so viel Ahnung von Kleintieren haben, ist eigentlich ganz normal. Da ist es bei Humanmedizinern einfacher. Die Anatomie ist gleich. Ein Vet muss Ahnun von am Besten allen Tieren haben, aber das geht gar nicht. Da müsste der Tag schon 800 Stunden haben, denn auch die Tiermedizin entwickelt sich weiter und man muss als Mediziner immer auf den neuesten Stand sein. Das ist natürlich schwer bei sovielen Tieren. Die normalen Praxistierärzte konzentrieren sich meistens auf Hunde und Katzen, aber die sind schon so komplex, daß zu wenig Zeit ist, um sich für die Neuigkeiten aller anderen Tiere zu kümmern.
    Also leicht haben die es auf keinen Fall, aber darum bin ich auch dafür, daß man sich als Tierarzt auf eine Gruppe spezialisieren sollte, dann ist eine bessere Behandlung vorprogrammmiert..
    Ich weiß noch, als ich, bevor ich hier im Forum war, mit meinem Lieblingswelli zum Arzt gegangen bin. Anstatt er die Ursache geklärt hat, hat er ihm nur AB und Vitamine gegeben. Sicher, er war so schwach, daß er das auf alle fälle brauchte, aber eine richtige Untersuchung, wie Kot zu überprüfen oder irgendwas, wurde nicht gemacht. Vielleicht wusste der TA auch, daß er es eh nicht überlebt, aber dann wollte er uns nur abkassieren, und hat damit meinen Kleinen noch leiden lassen.. Ich weiß nicht, ob er das aus Unwissenheit oder Geldgier gemacht hat, aber beides ist nicht zu verzeihen..
    Ein anderes Beispiel war mein Kaninchen, wir waren aber bei einem anderen TA. Mein Hase hatte eine Krankheit, und hielt den Kopf schief. Der TA hat ihm Ohrentropfen gegeben, obwohl der TA überhaupt nichts gefunden hat. Er musste, um die Diagnose zu stellen, ins Buch schauen.. Da hat er noch eine Krankheit mit den Symptomen gefunden, meinte aber das sie sehr selten ist und vorsichtig zu stellen sei. Wenn er die hat, müsste er eingeschläfert werden, weil sie auf Menschen übertragbar ist und nicht heilbar ist..
    Das war uns komisch und wir sind zu einem anderen TA. Er hatte ausgerechnet die Krankheit, dieser Arzt (der, mit meinen Welli) meinte, daß die Krankheit 80%aller Zwergkaninchen haben, nur diese nicht immer ausbricht, sie auch heilbar ist und nur bei Menschen mit Immunschwäche übertragbar ist..
    Da seht ihr, VERTRAUT KEINEN TA!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
     
  9. Susi

    Susi Guest

    Hallo

    Ich habe auch schon erlebt, daß sich ein Tierarzt abends im Notdienst regelrecht gestört fühlte als ich ihn anrief.
    Problem war: Welli saß nur noch am Boden, taumelte und der Arzt meinte...da muss man abwarten, kommen sie morgen in die Sprechstunde.......da hatte ich das Gefühl ein Welli ist grundsätzlich nie ein Notfall aus seiner Sicht.
     
  10. Evetina

    Evetina Guest

    Hoi ihr Lieben,

    HJB hat hier ein für mich unheimlich interessantes Thema angeschnitten, und ich lese auch mit grossem Interesse die Antworten.

    Grundsätzlich (ich studiere Veterinärmedizin) kann ich folgendes zu der Thematik sagen: leider ist es so, dass zumindest hier in Wien zwar schon eine Grundausbildung zum Thema Geflügel stattfindet, diese beschränkt sich aber zumeist auf Nutzgeflügel. Möchte man sich (so wie ich) auf Vögel spezialisieren, muss man zusätzlich zum ohnehin schon ziemlich aufwändigen Studium noch selbst versuchen, Praktikumsplätze an der Geflügelklinik zu ergattern und versuchen, soviel wie möglich an der Geflügelklinik mitzuarbeiten, um zu lernen. Zur Grundausbildung als Tierarzt gehört aber das Sachgebiet Geflügel - Ziervögel/ Wildvögel hier in Wien nicht. Ich weiss aber ehrlich gesagt nicht, ob das in Deutschland nicht anders ist.
    Das Problem ist meiner Meinung nach, dass viele Kollegen nicht zugeben können, dass sie sich mit Vögeln nicht auskennen - und da passieren dann die Fehler. Für mich als angehende Tierärztin mit Spezialgebiet Geflügel und Exotenmedizin ist es allerdings super, dass es noch so wenige Vogelexperten gibt (aber das tut ja jetzt nix zur Sache), weil auf dem Kleintiersektor der Markt überfüllt ist.

    Ich habe aber auch die Erfahrung gemacht, dass angeblich vogelkundige Tierärzte viel Scheiss bauen, weil sie sich zwar vogelkundig nennen, es aber de facto nicht sind :( Das finde ich extremst schade, denn als Tierarzt sollte es einem nicht um den Profit gehen, sondern schon in erster Linie ums Tier (klar, Geld verdienen muss man auch, auch ein Tierarzt muss von was leben ;) )

    Na ja, ich bin schon gespannt auf noch mehr Erfahrungsberichte und kann hier in Wien, falls jemand einen wirklich tollen Vogelmediziner sucht, die Geflügelklinik der VetMed nur wärmstens empfehlen :)
     
  11. D@niel

    D@niel Guest

    Hallo!

    Mein TA ist eine Tierklinik (Tierärztliche Praxis für Kleintiere).
    Ich war mit Lucky und Max schon öfter da und es wurden noch keine Fehler in der Diagnose gemacht.
    Als ''Etwas-Erfahrung-habender''-Wellihalter merke ich aber ob der TA da was erzählt wovon er Ahnung hat oder mir nur Mist erzählt.

    Wenn mal einige TA's zugeben würden: Hören se mal, gehen se besser zum anderen TA mit ihrem Vogel, ich kenn mich da nicht aus!, wäre das mal was postives.
    Viele TA's doktorn an dem Vogel rum, spritzen bei jedem Mist Antibiotoka und das gibt dem Vogel den Rest!0l
     
  12. Gunna

    Gunna Foren-Guru

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    Hallo

    Ich habe das große Glück, dass es hier in Göttingen einen TA gibt, der selbst Vogelfreund ist und in seiner langen Tätigkeit sehr viel Erfahrung mit der Behandung von Vögeln gesammelt hat. Leider ist er nicht mehr der jüngste, die Tätigkeit in dem Institut für Geflügelkrankheiten hat er beendet aber privat macht er weiter - seine Frau sagte mir, so lange wie er kann macht er das...
    So ein Vogeldocktor ist ein Juwel und kommt leider sehr selten vor. :0-
     
  13. Kiki2510

    Kiki2510 Vogelnarr

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    Hallo!

    Ich habe mir hier in Düsseldorf 2 Tierärzte rausgesucht.
    Wie sich gestern rausstellte war das gut so.
    Mein vogelkundiger TA hatte Samstags zu!!! Die andere TA hatte auf. Keinen Schein, daß sie vogelkundig ist, aber sie behandelt einen Welli genau so wie ein größeres Tier.
    Als ich gestern mit Felix los bin wußte ich schon, daß ich ohne ihn zurückkommen würde. Sie hat ihn genau untersucht, aber dann auch gesagt es hat keinen Sinn ihn leiden zu lassen. Wir mußten nicht mal im Wartezimmer warten, als die Sprechstundenhilfe Felix sah.

    Unser vogelkundiger TA ist aber auch gut. Bei meiner Freundin stand das Leben ihres Kleinen Wellis auf der Kippe. Sie hat ihn trotzdem nicht aufgegeben und die TA auch nicht. Und was soll ich sagen? Der Kleine lebt und es geht ihm wieder gut.

    Schlechte Erfahrungen habe ich mit der Tierklinik hier in Düsseldorf auf der Münsterstr (nähe TÜV) gemacht. Als Rockie so geblutet hat mußten wir noch 6 oder 7 große Tiere vor uns abwarten. Das hätte meines Er0achtens ganz schön schief gehen können. Blutstiller hatte ich zwar, aber das hatte nicht aufgehört, deshalb die Tierklinik. Denen ist ein Wellis nix wert wenn ihr mich fragt. Und von einem Hundehalter habe ich auch nix positives gehört.
     
  14. sonne

    sonne Guest

    Ich kann nur bestätigen, das es ein Segen wäre, wenn einige TA zugeben würden, das sie sich nicht mit Vögeln auskennen.
    Ich hatte schon einige Vögel und bin jedesmal mit ihnen, wenn sie krank waren zum TA gerannt. Jedesmal zu einem anderen, weil es meinen Vögeln danach immer schlechter ging und sie danach verstarben. Sie wurden von allen Ärzten in die Hand genommen, wobei einige vor den Vögeln Angst hatten !!! und dann wurde eine Spritze rausgeholt - Standardspruch: Der Vogel ist stark abgemagert, ich muß ihm AB spritzen, kann aber nicht versprechen das er es schafft, dafür ist sein Zustand zu schlecht und zack Vogel in Käfig gesetzt, der konnte darauf nur noch auf den Boden sitzen. Und mächtig abkassiert!

    Ich dachte damals noch an die Unschuld der TA, mußte dann letzes Jahr wieder den Gang antreten - obwohl ich es mir gut überlegt hatte. Ich durch meine Erfahrungen vorsichtiger geworden, fragte den TA ob er denn Erfahrungen mit Vögel hatte, da ich bisher nur zu TA geraten bin, die das offensichtlich nicht hatten. Er sah seine Chance gekommen und sagte mir das er schon viele Wellensittiche behandelt hatte und auch vorher in einer Tierklinik gearbeitet hatte. Dann nahm er meinen Vogel und sagte, das er fast gar nichts mehr wiege und bevor ich auch nur nein sagen konnte, haute er ihn zwei Spritzen in seinen Körper, und zwar in den Bauch und in die Brust. Leider wußte ich damals noch nicht das ein Vogel aus Luftsäcken besteht!0l Und das die Vögel, die seine Praxis betraten, leider nicht mehr lange gelebt haben können! Er starb darauf einen qualvollen Tod und mich beschäftigt diesen Thema TA noch immer.
    Ich mache mir oft Gedanken darüber, wie ich andere Vögel die andere unfähige oder insbesondere natürlich diesen Scharlatan besuchen, davor bewahren kann. Aber man kann ihn ja leider nicht bei der TA-Kammer verklagen.

    Ja es sieht schlimm aus mit den TA!

    Lieben Gruß

    Sonne
     
  15. Gunna

    Gunna Foren-Guru

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    .

    Mensch Sonne, das ist schon heftig! Im Grunde behandeln die TÄ, die so ohne vorher aufzuklären und das mit dem Besitzer abzusprechen eine Spritze geben, nicht nur fahrlässig und eigenmächtig - sie handeln auch ohne Auftrag. Und dürften daher dafür hinterher keine Bezahlung erwarten0l .
     
  16. #15 ute_die_gute, 1. Dezember 2003
    ute_die_gute

    ute_die_gute Guest

    Hallo Evetina,
    ich promoviere bei der Uni Bonn und habe einige Mitdoktoranden, die Tiermedizin studiert haben und ebenfalls promovieren.
    Die haben in München, Leipzig und Gießen studiert und alle haben null Ahnung von Wellis. Das kann ich so krass sagen, weil ich ihnen erklärt habe wie man das Geschlecht erkennt, wie das mit der Fortpflanzung aussieht und was Megabakterien sind.

    Ziervögel gehören also auch in Deutschland nicht zum Inhalt des Studiums. Hier läuft es genauso ab, wie bei Dir. Wer sich dafür interessiert, muß sich auf eigene Zeit und Mühe forbilden.


    Ich gehe übrigens wie Aristo zu Doc Pieper in Leverkusen, und bin heilfroh daß er in relativer Nähe wohnt (70km).

    HJB, soweit ist Leverkusen doch von Dir nicht weg. Wäre das kein TA für Dich?
     
  17. heike-mn

    heike-mn Foren-Guru

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    Hallo,
    habe mit einem sog. "vogelkundigen" TA monsterschlechte Erfahrung gemacht, er stellt grundsätzlich bei jedem Vogel die gleiche Diagnose, alle Halter füttern falsch, das einzig Wahre sind seine Eigenprodukte, die er für teuer Geld an den Mann/die Frau bringt. Als Hilfesuchende/r nimmt man natürlich an, dass man in den besten Händen ist und kauft das Zeug, was sich in Zooläden um ein Vielfaches günstiger herausstellt. Wir haben uns leider zu lang auf die "Diagnose" dieses "vogelkundigen" verlassen, deswegen musste letztendlich unser Nymphenhahn wegen Aspergillose eingeschläfert werden. Noch heute, nach über 2,5 Jahren, denke ich mit Wut im Bauch an diesen Herrn.Das eingenommene Geld kommt nicht in eine Kasse, sondern in sein Portemonaie....
    Angeblich hat dieser Mann sehr große Erfolge zu verzeichnen, was die ganzen Fotos im Wartezimmer belegen sollen, wir haben uns davon auch überzeugen lassen. Seitdem wir nicht mehr auf den Rat dieses Mannes hören, geht es unserem Wellimädchen sehr gut und das letzte Mal war sie vor 4 Jahren da. Ich glaube nicht, dass sie mit seinen "Tipps" noch so viele Jahre leben würde. Wenn Kleinigkeiten sind, fahren wir zu unserem Hundetierarzt, der ist sehr gut, gibt sich sehr viel Mühe, sagt aber auch ganz klar, wo seine Grenzen sind. Er hat aus dem Studium überhaupt keine Erfahrung mit Geflügel, ist aber sehr engagiert und bemüht und ich habe viel Vertrauen zu ihm, auch aufgrund seiner Ehrlichkeit. Wenn größere Sachen anstehen, fahren wir auch zu Doc Pieper, er scheint sehr erfahren zu sein, bisher sind unsere Vögel bei ihm in sehr guten Händen.
    Der beste TA ist natürlich der, den man nie braucht :s
     
  18. hjb(52)

    hjb(52) Guest

    Hallo alle mit einander,

    das Wochenende ist vorbei und ich darf ( wegen Junior) wieder ins Internet.

    Zunächst einmal " Danke " an die ganz fachkundigen in Bonn und Wien für Ihre Ehrlichkeit.

    Die AZ als Großverein hat sich durch Herrn Vins ( Wellis ) mit dem Prof der Uni Giessen verbunden. Dort gibt man sich jetzt anscheinend mehr Mühe auch was die Ausbildung betreffen soll. Blos wie von Euch schon berichtet. Da ist von den Zükünftigen Eigeniniziative gefragt. Und mal ehrlich, wer tut schon gerne mehr als er muß.

    Desweiteren hier in Deutschland, das monentan eine staatliche Geld Durststrecke mit macht, da kann auch nicht viel in die Wissenschaften investiert werden. Schade, traurig für eine Große Wirtschafts Nation.

    Hat jemand für mich die Adresse von Dr. Pieper in Leverkusen, nebst Tel. Nr. ( bin faul) dann brauche ich nicht so kompliziet suchen.

    Über eines müssen wir Vogel und Welli Halter im klaren sein. Sie verstecken Krankheiten und wir sehen es oft leider erst spät und dann ist es leider oft zu spät. Nur wirkliche Fachärzte, diese sind meist aber nur in Giessen und Hannover an zu treffen, nebst now hau, um erfolgreiche Arbeit zu leisten. Dies trifft auch für die größeren Spezies zu. Durch ihre Größe können die kundigen TA auch oft besser helfen, dadurch haben sie bessere Changsen zu überleben. Bei diesen sind die Wertaufwände auch verständlicher.
    Der Welli ist zwar durch den Euro auch teurer geworden, jedoch einfach zu preiswert. Um das Preis Leistungsverhältnis besser zu begreifen.
    Mir konnte ein nicht genug kundiger TA jedenfalls eine Euro 250 wertvolle Henne nicht retten. Sie hatte Leegenot, ein Ei war fest.
    Kommentar des TA Teams, war ja nur ein Welli, als sie den Preis erführen, waren sie mahr als erschrocken, also, gehe ich davon aus das sie sich nicht besonders viel Mühe gegeben haben.

    Ja, ja trauriges Thema.

    Gruß
    Hans-Jürgen:0-
     
  19. Chaosbande

    Chaosbande Guest

    Also ich gehe das Thema "Tierarzt" relativ ruhig an, ich verlange von meinem Haustierarzt nicht, daß er alles im Kopf hat und alles weiß. Meistens lese ich vorher schon viel in Medizinbchern von Kleta & Co. nach und diskutiere dann mit ihm.

    Ein Speziallist ist er nicht, aber er hat selbst Vögel, ich kann viele Diagnosen selbst stellen und sage ihm dann auch, welche Behandlung ich gern will. Noch dazu wohne ich 15 Minuten bei Gießen, da habe ich noch einen Joker in der HInterhand notfalls, mein Glück.
     
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  21. hjb(52)

    hjb(52) Guest

    Hallo

    Man muß sich das mal klar vorstellen.

    In ganz Deutschland gibt es vielleicht nur eine Handvoll kundige TA und vielleicht nur genaus so Viele Fachkliniken.

    Ist das nicht erschreckend?!

    Von der Taubenklinik in ESSEN hört man auch nicht nur gutes.

    Wahnsinn.

    Gruß
    Hans-Jürgen:0-
     
  22. Uli L.

    Uli L. Pascale und Manuri

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    Hallo!

    Auch sich vogelkundig nennende Tieraerzte sind nicht immer vogelkundig.
    Zwei Beispiele von zwei verschiedenen Tieraerzten in Wien:
    Im Sommer wurde von einem TA ein Tumor bei einem meiner Wellensittiche diagnostiziert, der angeblich schon mit dem Kropf verwachsen war. Haette laut TA sofort operiert werden muessen, denn ansonsten wuerde der Vogel relativ bald sterben. Und diese Diagnose bekam ich ohne Roentgen. Nachdem das gerade die Zeit war, wo es in Wien staendig 36 Grad hatte, hab ich der OP nicht zugestimmt. Vor einer Woche hab ich den Vogel noch einmal auf der Uniklinik anschauen lassen, und die Tieraerztin dort hat gemeint, es waere nur ein Lipom und eine OP waere einfach nur eine kosmetische Angelegenheit und noch dazu sehr riskant, da der Vogel noch dazu etwas uebergewichtig ist. Haette ich der OP damals zugestimmt, wuerde der Vogel nicht mehr leben.

    Das zweite Beispiel. Bei einem anderen Vogel wurde ein vergroessertes Herz diagnostiziert, wobei ich sagen muss, dass ich das Roentgen nie gesehen hab, sie hat mir dann fuer einen extrem schreckhaften Vogel Herztropfen mitgegeben, die ich zwei Mal am Tag geben haette sollen. Keine Angabe dazu wie lang ich das machen soll. Ich hab dann mit einem Freund von mir gesprochen, der Humanmediziner ist und das Medikament auch kennt, da es da auch eingesetzt wird. Er hat mir geraten das sofort abzusetzen, da eine Ueberdosierung bei einem Vogel sehr wahrscheinlich ist und das mehr schadet wie nutzt. Ein anderer Tierarzt, der definitiv nicht vogelkundig ist (gibt er selbst auch zu), aber extrem gut bei Hunden, Katzen und Kleintieren, der hat mir dann das gleiche gesagt. Er hat gemeint, dass es schon bei Hunden und Katzen sehr schwer ist, die richtige Dosierung von Medikamenten bei Herzkrankheiten zu finden, bei Wellensittichen ist das unmoeglich.

    Ich geh auf jeden Fall nur mehr auf die Uniklinik, von diesen angeblichen Spezialisten hab ich genug.

    Ein weiteres Beispiel hab ich uebrigens noch, wie viel wert Tieraerzten, bzw. Tierheimen das Leben eines Wellensittichs ist. Ich hab vor eineinhalb Wochen einen Wellensittich aus dem Tierheim geholt, der sehr stark gerupft ist, am Bauch und am Ruecken ist sie teilweise nackt, grossteils hat sie nur mehr Flaumfedern. Die TA im Tierheim koennen sie sich gar nicht angesehen haben, denn als ich die Kleine auf die Uniklinik gebracht hab, hat ein Blick der Tieraerztin dort gereicht um festzustellen, dass sie einen Tumor an der Buerzeldruese hat. Sogar ich hab mit freiem Auge sehen koennen, dass die Buerzeldruese nicht normal aussieht. Die Buerzeldruese wurde jetzt mitsamt des Tumors entfernt. Die anderen Tests (PBFD und aehnliches), die gemacht wurden sind negativ.

    Also ich kann echt nur sagen, dass ich genug von Tieraerzten hab.
     
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