Ist ein Entenleben weniger wert, als das eines Papageien?

Diskutiere Ist ein Entenleben weniger wert, als das eines Papageien? im Vogelschutz Forum im Bereich Allgemeine Foren; Am 23.8. erscheint ein Zeitungsartikel, wo gesagt wird, die Enten dürften abgeschossen werden. Am 25.8. telefoniert sunnymami mit der Stadt, und...

  1. Raven

    Raven De omnibus dubitandum

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    Am 23.8. erscheint ein Zeitungsartikel, wo gesagt wird, die Enten dürften abgeschossen werden.
    Am 25.8. telefoniert sunnymami mit der Stadt, und erhält die Auskunft, die Enten würden umgesiedelt.

    Wird hier jetzt behauptet, sunnymami oder der Vertreter der Stadt, mit dem sie gesprochen hat, hätte gelogen oder handelt es sich mal wieder nur um einen Krawallthread wahrnehmungsbeeinträchtigter Tierrechtler?
     
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  3. #22 chris-XX, 28. August 2006
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 28. August 2006
    chris-XX

    chris-XX Guest

    Hier mal meine Mail inklusive Verteiler ...

    Stadt Neustadt an der Donau
    Magistrat
    Herrn Bügermeister Thomas Reimer



    Protest gegen Entenabschuss in Neustadt an der Donau



    Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
    lieber Magistrat von Neustadt a. d. Donau,

    in Deutschland's grösstem Vogelforum habe ich davon erfahren, dass zum 01. September 2006 der Abschuss
    einiger Menschen vertrauter Enten und Gänse an einem See ihrer Kommnune vorgesehen ist.

    Gegen dieses Unmenschliche Vorgehen protestiere ich hiermit auf das Schärfste.

    Diese harmlosen Tiere rechtfertigen den Einsatz von tödlicher Gewalt in der vorgesehenen Art in keiner Weise.
    Mit Einfangen und Umsiedeln der Tiere lassen sich die Interessen der Menschen im Erholungsgebiet auch wahren.

    Ich fordere Sie daher auf, die Enten leben zu lassen, sie auf jeden Fall NICHT durch einen Jäger erlegen zu lassen.
    Es handelt sich bei dieses friedlichen Tieren mitnichten um gefährliche Raubtiere vom Schlage eines Braunbärs Bruno.

    Gegenwärtig überlege ich mir weitere Schritte und denke auch über das Einschalten weiterer Behörden, Organe und
    Interessensverbände nach, denn der vorgesehene Abschuss friedlicher Enten stellt für meinen Begriff einen Verstoss
    gegen das Deutsche Tierschutzgesetz dar.

    In der Anlage finden Sie beigefügt weitere bildliche Informationen zu dieser traurigen Thematik, hier per URL:

    http://img473.imageshack.us/img473/3823/entensc3.jpg

    http://img77.imageshack.us/img77/7966/mibaz1ls4.jpg


    Mit freundlichen Grüssen

    Christian Beuthe
    Heppenheimer Str. 3
    65428 Rüsselsheim
    Tel. 0178-5442169


    Edit: Die Verteilerliste habe ich rausgenommen, da es einige sicher nicht so dolle finden ihre Mailadresse veröffentlicht zu sehen! Ich bitte um Verständnis! MfG Liora

    Hi Liora,

    ist schon okay, war halt ein Versuch - alle Mail-Addis sind allerdings öffentlich auf den jeweiligen Homepages der Stadt Neustadt a. d. Donau und der Mittelbayerischen Zeitung, Nabu Bayern, LBV Bayern, Jagdverband, etc. veröffentlicht, also alles kein Geheimnis. 8)

    Wer den Verteiler trotzdem kopieren möchte, Mail an chris-XX@web.de oder ne PN an mich. :zustimm: :zustimm:

    Gruss
    Christian
     
  4. aday

    aday Foren-Guru

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    Jetzt gebe ich meinen Senf wiederholt dazu

    Ein See kippt um (?) wegen zu hohem Nährstoffeintrag von Wassergeflügel aus (illegaler) privater Haltung an einem öffentlichen Gewässer das sich offensichtlich dort auch vermehrt hatte. Nachdem dieser Halter scheinbar einige der Tiere mit Ring wieder abgeholt hat und sich aus dem Staub gemacht hat, bleiben die Nachzuchten, bzw. Tiere die nicht beringt waren übrig die durch den Halter und scheinbar auch durch andere immer wieder gefüttert wurden (Säckeweise).
    Warum beschwert sich den niemand bei dem verantwortungslosen "Halter" der Tiere, der für diesen Mißstand verantwortlich ist?
    Ist der Schutz eines Gewässers mit seiner Lebewesen wie Fischen usw. weniger Wert? Was passiert wenn ein Weiher im Sommer umgippt?
    Regulation ist also zwingend aus Tierschutzgründen alleine schon notwendig und die Kosten dafür müsste man eigentlich diesem Idi.... in Rechnung stellen der die Tiere dort gehalten / ausgesetzt hat. Ist übrigens ein Straftatbestand.
     
  5. piaf

    piaf Foren-Guru

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    Eine Stadt sollte in der Lage sein, solche Probleme ohne Extremreaktion zu lösen, indem sie im Vorfeld handelt und nicht abwartet, bis man es per Abschuß nachträglich flott erledigen kann. Hier wären zig Maßnahmen seit geraumer Zeit möglich gewesen incl. Abklärung der Haustierherkunft, aber so wie es scheint, passierte ja garnichts, man liess alle gewähren und straft jetzt die zahmen Tiere ab, so darf es nicht unkommentiert laufen. Es ist eine typische Schreibtischhandlung, fernab von Ursachen bzw. Verursachern, das kann eigentlich keinem, der sich irgendwie mit Natur und Natürlichkeit verbunden sieht, sei es nun Tierschützer, Jäger oder was auch immer, recht sein.

    Gruß piaf
     
  6. aday

    aday Foren-Guru

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    Hallo Raven, es geht hier doch wieder um das ureigen Thema. Nein zur Regulierung, auch wenn ander Tier- Pflanzenarten dadurch geschädigt werden oder andere Interessen dagegen stehen.

    Also noch einmal zur Klarstellung! Stockenten haben Jagdzeit und die ist ab 1. September. Also dürfen die dann bejagt werden, oder?
    Tiere wurden ja schon eingefangen, oder? Was er nicht mitnimmt als "ausgebrochenes" Geflügel, gilt als Herrenlos und da diese Tierarten ja dem Jagdrecht unterliegen, dürfen, oder müssen sogar, hier regulierende Maßnahmen ergriffen werden, oder gibt es da bei einigen noch zweifel?

    Weil es ganz offensichtlich eine war, was du sicher herausfinden kannst, wenn du den Zeitungstext und die Antwort die sunnymami auf ihren Anruf bekommen hat mit dem Eingangsbeitrag vergleichst. Auch gab es in diesem Beitrag auch keinen Hinweis auf den Ursprung dieses Problems, was man vielleicht einfach mal verschweeigen wollte um mal wieder über die bösen Behörden zu lästern.
     
  7. chris-XX

    chris-XX Guest

    „...dem Schöpfer im Geschöpfe [zu] ehren.“

    hallo aday,

    das Jagd als solche heute bestimmte Notwendigkeiten kennt und wahrnehmen
    muss, ist keine Frage. Aber hier geht es doch um die Ethik der Parforce bzw.
    um die waidmännische Würde im Sinne des heiligen Hubertus.

    Wo bitte ist die denn gegeben, wenn jemand ein paar derart zahme Enten, wie
    auf dem ersten Beitragsbild zu sehen, mit dem Schrottprügel grobschlächtig zu
    erlegen sucht?

    Mann, dass kann doch nicht sein. Da würde ich mich echt schämen. Wo bleibt
    denn da die Jäger-Ehre. *kopf-schüttel*

    Gruss
    Christian
     
  8. aday

    aday Foren-Guru

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    Wo bleibt den das Verantwortungsbewußtsein desjenigen, der die Tiere dort zumindest zum Teil "angesiedelt" hat und damit in ein Biotob massiv eingegriffen hat und derjenigen die diese Tiere gefüttert haben und so dazu beigetragen haben, das zumindest einige der "wildtiere" zu "Schosstiere" geworden sind?

    Mit Sicherheit wird sich die Zahmheit der Tiere ändern, wenn sie nicht mehr gefüttert werden und wenn erst einmal die ersten Enten im Flug mit Schrott erlegt worden sind, werden die Tiere allesamt etwas scheuer und natürlicher. Mit sicherheit wird niemand eine Ente erlegen die genau vor seinen Füßen versucht am Schrotlauf nach futter zu schnäbeln. Daher sehe ich dan keine Gefahr in Bezug auf die Waidgerechtigkeit, die selbst jedem Wildtier eine chance gibt.
    Schon alleine der Einsatz von verkrämenden Mitteln wie das Stöbern von Jagdhunden oder der Abschuß einzelner Tiere wird zu einer verringerung der Bestände vor Ort führen durch das Abwandern, vielleicht sogar in Gebiete die durchaus noch in der Lage sind, einige Tiere aufzunehmen und diese auch ohne Fütterung natürlich zu ernähren.
     
  9. chris-XX

    chris-XX Guest

    Born to be wild ????

    hallo aday,

    super, da sind wir doch schon auf der richtigen Spur. Persönlich sehe ich
    jedenfalls KEIN Konfliktpotenzial zwischen Deinen Ausführungen und meinem
    Standpunkt. Echt nicht. *freu* :) :)

    Wenn ich mir die Bilder allerdings genau ansehe, dann komme ich zu dem
    Schluss, dass Höcker- oder Hausgänse nicht fliegen können. Und die vermeintlichen
    Stockenten eher wohl Zierenten vom Schlage Chinesischer Laufenten sind.
    Also wohl gut zu Fuss aber schlechterdings wenig in der Luft unterwegs. :~

    Über die Verursacher brauchen wir nicht zu reden, denn die sind ja nicht vom
    bevorstehenden Tode betroffen. Weder Ex-Halter noch Falsch-Fütterer.

    Abschiessen muss man die possierlichen gefiederten Kerlchen in DIESEM Falle
    aber wirklich nicht! Dafür besteht beim besten Willen kein Anlaß (Punkt).

    Gruss
    Christian
     
  10. chris-XX

    chris-XX Guest

    Feedback

    hallo an alle Vogelfreunde hier,

    es gibt etwas Positives zu vermelden, zumindest habe ich eine Rückantwort,
    nee, nicht nur "eine" Rückantwort, erhalten - aber diese hier möchte ich mal
    wiedergeben:

    Näheres ist zudem in der heutigen Ausgabe der Mittelbayerischen Zeitung zu lesen,
    wie ich aus freundlichen Kreisen erfahren habe, die genauen Details liegen mir
    diesbezüglich aber noch nicht vor.

    Herzlichen Gruss an alle Enten- und Gänsefreunde und ein DANKE an die örtlichen Behörden :zustimm:
    Christian Beuthe
     
  11. Raven

    Raven De omnibus dubitandum

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    Diese Informationen hatte sunnymami schon am 25.8. gepostet, auch dass es sich um eine Zeitungsente handelte, wurde gesagt.

    Also viel Wind um nichts.

    Wie war das gleich? Wer lesen kann, ist klar im Vorteil :D
     
  12. aday

    aday Foren-Guru

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    Sorry, wenn ich die Bilder richtig deute, so handelt es sich hier um Stockenten, was an den Erpellocken leicht zu erkennen ist. Die Stockente ist sehr wohl sehr gut in der Lage zu fliegen nach der Mauser und ab 1. September haben diese Jagdzeit. Problematisch dürfte es aber auch sein, diese Stockenten zu fangen (wäre evtl. Wilderei), bzw. überhaupt eine rechtliche Genehmigung für den Fang mit Fallen von Vögeln zu bekommen. Die Rechtslage ist da eindeutig.
    Bei den Höckergänsen sieht das ein wenig anders aus. Hier kann aber ohne große mühen ein Abschuß genehmigt werden, da die Höckergans eigentlich kein Wildtier gem. dem Bundesjagdgesetz ist, sondern eher ein Faunenverfälschender Neozone. Aber evtl. kann hier auch ausserhalb der Jagd eine Genehmigung auf das einfangen durch die zuständige Naturschutzbehörde erteilt werden. Müßte aber sicherlich geprüft werden, da die Neozonenproblematik in manchen Buindesländern auch schon mal über das Jagdrecht geregelt wird.
    Gerade über diese Personengruppe sollten wir hier reden, den gerade die sind daran schuld das es zu den Problemen erst gekommen ist. Schau dich doch nur einmal in diesem Forum hier um, wo offen User darüber schreiben wie schön ihre Küken sind, sie aber eigentlich keinen Platz dafür haben die ganzen Tiere zu halten und dann z.B. diese Tiere da man ja z.B. nicht schlachten will, einfach ausgesetzt werden sollen.
    Wenn es z.B. weniger Füttere in den Städten gebe, würde es dort auch weniger Stadttauben geben die auch immer wieder für Aufsehen sorgen, vorallem wenn man versucht diese zu reduzieren. Genau die, die ihre Lieblinge dort füttern sind es auch die Laut aufschreien, wenn z.B. Vergrämungsmaßnahmen wie Falkeneinsatz usw. durchgeführt werden.

    Doch, es besteht der Anlass. Hast du nichts gelesen über die Probleme die man mit denen dort hat? Einen Teil hat der "Besitzer" ja eingefangen und wenn keine weitere Unterbringung möglich scheint, so muß man halt diese Tiere Bejagen. Tote Tiere brauchen keinen kleinen Stall wo sie dahinvegetieren können in irgendeinem Tierheim. Wer will sich zu Zeiten der Vogelgrippe den noch mit zusätzlichem Federvieh belasten und dann auch noch mit Wassergeflügel was ja am meisten einschränkungen hinnehmen muß, vorallem wenn sie die "Freiheit" gewohnt waren? Das einzig sinnvolle dürfte daher der Fang der paar (von wievielen Tieren reden wir hier eigentlich) Neozonen sein (Höckergänse). Für vielleicht ein paar hundert Stockenten sehe ich da im Moment keine Unterbringung.
     
  13. owl

    owl Foren-Guru

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    nein, das wird zumindest von mir nicht behauptet. Aber ich könnte auch fragen, ob hier jetzt behauptet wird, dass Gänseerpel gelogen hätte? Wem soll ich glauben? Soo stichhaltige Beweise/Quellen erbrachte Sunnymami ja nun auch nicht. Und ob ich den Stadtvätern alles glauben möchte, liegt in meinem eigenen Ermessen. Ist schon viel erzählt worden, muss bloss hier im LKR gucken, dann bin ich schon skeptisch. Fazit, wem ich glauben schenken darf/kann, wessen Angaben ich hinterfragen/anzweifeln darf, möchte ich mir ungern vorschreiben lassen. Zumal ja Sunnymami keine Quelle eingestellt hatte, wo der Zeitungsabschnitt dementiert worden ist.

    so'n Quatsch!! man wird doch noch kritisch nachfragen und zweifeln dürfen. Gänseerpels Posting durfte doch auch angezweifelt werden, da hat keiner gemeckert

    Ach und noch etwas: in den sogenannten Krawallthreads sind nicht nur immer dieselben "wahrnehmungsbeeinträchtigten Tierrechtler" anzutreffen, sondern auch sonst immer diesselben Leute
     
  14. chris-XX

    chris-XX Guest

    praktizierter Vogelschutz

    hallo aday,

    über was reden wir hier eigentlich?

    1. Es gab eine Information, dass in Neustadt a. d. Donau womöglich Jagd auf ein paar sehr zutrauliche Enten gemacht werden könnte.
    2. Die betreffenden Tiere entstammen offensichtlich einer privaten Geflügelhaltung, die sich der Vögel auf preiswerte Weise "entledigt" hat.
    3. Die Tiere wurden durch ihr natürliches Fress- und Kotverhalten zu einem Problem für die Hygiene des betroffenen Gebietes.

    Zu Punkt 1 und 3 lässt sich sagen, diese potentiellen Sachverhalte des Anstosses wurden geklärt bzw. beseitigt. Siehe vorstehende
    Mail von Herrn Dr. Fischer. In diesem Zusammenhang möchte ich auch das wohlwollende und von Tierliebe geprägte Engagement von
    Frau Johanna Werner-Muggendorfer, MdL und Stadträtin von Neustadt ebenso von Frau Helga Weigl, Stadträtin von Neustadt wohl-
    meinend hervor heben.

    Wie den ausführlichen Ausführungen von Dr. Fischer zu entnehmen ist, sind sich die örtlichen Behörden sehr wohl der Problematik
    bewusst und versuchen zielorientiert ALLEN Aspekten der Bürgernähe und ihrer jeweiligen Obliegenheitspflicht nachzukommen.
    Das ist hier geschehen. Direkt und praxisnah, möchte ich sagen. In jedem Fall zum Wohl der Tiere. :zustimm:

    Ein ganz anderes Kapitel ist es aber, wie Halter als solche mit ihren Tieren umgehen oder diese "entsorgen". Darüber möchte ich
    hier in diesem Beitrag eigentlich nicht reden.

    Auch darüber, dass Menschen Tiere, gerade Enten und Gänse füttern, dies steht eigentlich nicht auf der Diskussionsliste für mich
    hier an dieser Stelle ganz oben. Sicher ist es prinzipiell falsch, Wassergeflügel mit Brot zu füttern, aber das wissen leider die wenigsten
    und noch weniger halten sich daran. Ich (40) gehe z. B. auch gerne mit meiner Nichte Sabrina (9) und meinem Neffen Brandon (6) die
    Enten und Gänse füttern, mit dem kleinen Unterschied, dass wir vorher beim Brieftaubenzüchter spezielles Wasservogelfutter kaufen,
    und nebenbei bemerkt die Nutria's hier bei uns im Biotop mit frischen Möhren aus der Hand füttrn. Welchem Kind macht das keinen
    Spass? Was ist daran falsch, Kindern nicht den Kontakt zu Tieren zu ermöglichen? Nein, ich sehe das als realen Kontakt des sozialen
    Lernverhaltens. Denn wir, wir die Erwachsenen haben es doch in der Hand, wie unsere Kinder von heute, als Erwachsene von Morgen
    mit den Tieren und der Natur überhaupt umgehen. Wir sind in der Verantwortung. Nicht irgendwann - nein, jetzt und hier und Heute.

    Und was die Tauben in den Städten betrifft - nun ja, in Freiburg im Breisgau gibt es mitten in der Stadt brütende Wanderfalken. Und
    insofern eine ganz natürliche Populationsauslese oder Reduktion. Denn auch das gilt es letztlich zu berücksichtigen, nicht überall
    kann und darf ge- bzw. bejagt werden. Und ein guter Jäger weiss dies ganz gewiss auch entsprechend zu unterscheiden. ;)

    Gruss
    Christian

    PS. ... hallo Sonja, nein - Du hast schon richtig getan, das Thema nochmal aufzugreifen. ein besonderes liebes DANKE an DICH. :)
     
  15. owl

    owl Foren-Guru

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    und das ist auch der Grund, weshalb ich mich jetzt hier ausklinke, habe wichtigeres zu tun, als hier ellenlange Postings von Leuten zu lesen, die so wie so immer Recht haben

    P.S: nein, ich meinte nicht Chriss-xx
     
  16. #35 Gänseerpel, 28. August 2006
    Gänseerpel

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    Manchmal muss man sich schon wundern, in welch abenteuerliche Richtung ein solches Thema in diesem Forum driftet

    Wo sind die Quellen für diese Behauptungen?

    Wie im anderen Posting ausgeführt, handelt es sich um ein Erholungsgebiet, das einem grossen Sportplatz angegliedert ist. Wie ebenfalls ausgeführt, wird der Teich vorgeblich auch als Badesee genutzt. Als Badesee ist er jedoch nicht ausgewiesen.

    Was soll das für ein Biotop sein, das hier angeblich gefährdet ist?

    Ich frage mich ernsthaft, was sich "Aday" unter einem Biotop vorstellt, und woher er die Ortskenntnis nimmt, um all diese Feststellungen zu treffen.

    Man muss doch in der Lage sein, gedanklich zwischen einem in der freien Natur gelegenen Gebiet und einem parkähnlichen, im Ortsbereich gelegenen, x fach von diversen Gruppen genutzten Areal unterscheiden zu können, in dem die unterschiedlichsten Belange und Interessen aufeinander treffen.

    Ich denke es kann nicht so schwer sein, den Unterschied zwischen einem Areal wie dem Berliner Tiergarten und einem im Naturpark Lüneburger Heide auszumachen.

    Es wird hoffentlich auch niemanden gedanklich überfordern, sich vorzustellen, dass die Interessensabwägung in den beiden Fällen nicht die gleiche sein kann.

    Tatsache ist:

    Die Wassergeflügel befand sich mit Zustimmung des Jagdpächters seit vielen Jahren (lange vor der H5 Problematik) auf dem Teich, dieser wurde vom Revierinhaber auch nie bejagt, da er zur Hege der Wasserwildbestandes im Revier dienen sollte. Es standen und stehen zu diesem Zweck auch drei "Entenhäuser" zur Verfügung, und noch 2005wurde eigens eine künstliche Insel geschaffen. Die Tiere wurden gefüttert, - und zwar u.a. auch vom Revierinhaber, der regelmäßig größere Schüttungen mit Getreideabfällen einbrachte.

    Dreimal darf geraten werden, warum der Revierinhaber jetzt angeblich plötzlich seine Meinung geändert hat.

    Nicht weil ihm plötzlich eingefallen ist, dass hier regulierend eingegriffen werden muss, das Biotop zerstört wird oder ähnlicher Unsinn.

    Ganz einfach: - Weil massiver Druck von seiten einiger Elemente in der Anglerschaft über Verbindungen in die Lokalverwaltung aufgebaut wurde, denen er sich schlichtweg nicht entziehen kann.

    Den gab es sehr wohl, man muss nur lesen können:
    Dies zeigt im Grunde nur, dass die Öffentlichkeitsarbeit anscheinend mittlerweile Wirkung zeigt, was des eigentliche Motiv zu diesem Thread war.

    Mir ist völlig unverständlich, wieso dieser Thread für einige Anlass zu gesellschaftspolitischen Grundsatzdisdussionen wird, in der sich alle möglichen Frustrationen entladen.

    Es handelt sich hier um einen ganz speziell gelagerten Fall, der mir persönlich bekannt ist, der sich sicher nicht als Auflhänger zum frustabladen und seitenlangen schwadronieren über allgemeine Streitpunkte wie die Belange der Jagd, Biotop lehre oder sonstige Reizthemen eignet.

    Gesellschaftspolitische Grundsatzdiskussionen sollten bitte andernorts geführt werden.

    Warten wir erst einmal ab, wie sich die Dinge entwickeln, und wie die "Umsetzaktion", für die sich jetzt plötzlich alle starkmachen, am Ende aussehen wird.
     
  17. #36 Gänseerpel, 28. August 2006
    Gänseerpel

    Gänseerpel Foren-Guru

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    Danke für den Hinweis.

    Es handelt sich um exakt

    11 Stockenten und
    zwei Höckerganther

    die sich auf einem ca 3- 4 ha grossen Areal, mit einem ca 1 ha grossen Teich tummeln.

    Die Höckergänse wurden vor Jahren von einem am Revier beteiligten Jäger (nicht Pächter) eingesetzt, (Quelle: eigene Recherchen).

    Zur Verschmutzung:
    Das Gelände wird den Sommer über häufig, eigentlich jedes WE, gegen Entgelt an Gruppen z.B für Betriebsfeiern vergeben. Hierbei kommen häufig 20 - 30 Personen zusammen, die auch schon mal übernachten. Toiletten stehen nicht zur Verfügung. Entsprechend sehen die den Teich umgebenden Uferbereiche dieses "Biotops" aus. Es rechne sich jeder selbst aus, in welchem Verhältnis tierische und menschliche "Hinterlassenschaften" stehen.

    Quelle: eigene Recherchen
     
  18. #37 Gänsemutti, 28. August 2006
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 28. August 2006
    Gänsemutti

    Gänsemutti Guest

    Hallo,

    überall dort wo die Interssen von Menschen und die Interessen von Tieren
    nicht übereinstimmen kommt es über kurz oder lang zu Problemen. Und in
    der Regel ziehen die Tiere, sofern nicht von übergeordneter Stelle geschützt,
    den Kürzeren. Das dürfte wohl kein Geheimnis sein.

    Da ist es doch eine Wohltat wenn sich der ein oder andere mal für die Rechte
    der Tiere einsetzt, denn die Möglichkeiten sind im Grunde eher ungerecht
    verteilt.
    Für jemanden, dem die Ehrfurcht vor dem Leben offenbar gänzlich verloren
    gegangen zu sein scheint, natürlich völlig unverständlich warum wegen ein
    paar halbwilder, faunenverfälschender und "biotopzerstörender" Enten solch
    ein Wirbel veranstaltet wird.
    Bei allem Respekt vor der Jagd, kann ich leider auch nach Jahren nicht wirklich
    nachvollziehen nach welchen Kriterien hier über Leben und Tod entschieden
    wird. Natürlich würde hier jetzt das Argument der "mangelnden Sachkenntnis"
    vorgebracht. Das mag ja zum Teil richtig sein, aber mein normaler Menschen-
    verstand sagt mir ganz eindeutig, das da was nicht stimmen kann. Und ich
    denke auch das sollte zählen dürfen. Nun wie dem auch sei, bin ich gerne
    bereit mich als "wahrnehmungsgestörten Tierrechtler" betiteln zu lassen,
    denn ich gehöre lieber zu diesen Leuten, als zu denen die den Tod von Lebewesen billigend in Kauf nehmen nur weil es eine Behörde oder sonst wer so beschliesst.
    Und nun noch ein Schlusswort zu Aday:

    Wir können alle nur froh sein, dass nicht Du der zuständige Revierpächter
    warst. Denn dann wären die Tiere zum sicheren Tod verurteilt gewesen.
    Und das schlimme ist, dass es Dir dabei nur um das Prinzip geht. Dies trägt
    leider nicht dazu bei, den Jagdausübenden im Allgemeinen mehr Sympathie einzubringen.
    Ich bin immer gerne bereit, mir neue Aspekte aufzeigen zu lassen, sofern
    sie plausibel erscheinen und mich zum Umdenken veranlassen. Doch das was hier von Dir kam trieb mich eher in die andere Richtung. Gut, Dir kann es
    im Grunde ja egal sein, denn im grossen und ganzen geniesst Du hier
    ohnehin sowas wie "Narrenfreiheit".

    In diesem Sinne:
    Vielen Dank nochmal an alle wahrnehmungsgestörten Tierrechtler;) .

    Liebe Grüsse
    Kerstin
     
  19. chris-XX

    chris-XX Guest

    Neues aus "Entenhausen" ...

    hallo Kerstin,

    Deinen gleichermassen sachlichen wie menschlichen Worten kann ich mir nur anschliessen. :zustimm:

    Gruss
    Christian - überzeugter "wahrnehmungsgestörter Tierrechtler" ???? :p :p
     
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  21. #39 Gänsemutti, 28. August 2006
    Gänsemutti

    Gänsemutti Guest

    Hallo Christian,

    ich danke Dir. :trost:

    Gruss
    Kerstin
     
  22. aday

    aday Foren-Guru

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    Danke für die Blumen?
    Prinzip und Sympathie? Narrenfreiheit?
    Es tut mir leid, wenn du die zusammenhänge in der Natur im zusammenhang mit der Jagd nicht verstehst. Ich bin es gewohnt über längere Zeiten zu denken und nicht nur bis morgen. Dabei spielt es eine wichtige Rolle, sich vorstellen zu können, was die Zukunft bringt wenn man was macht. Bisher waren wir hier im Revier sehr erfolgreich darin. Der Bestand der Feldhasen ist schon wieder hoch. Zu Hoch sogar um die Gefahr von Seuchen möglichst gering zu halten, aus diesem Grund werden wir in diesem Jahr da etwas stärker eingreifen müssen. Fasan und Rebhuhn haben sich auch erholt und die Hegemaßnahmen haben auch vielen Tierarten aus dem Naturschutz geholfen sich zu erholen. Einzelne Biotobe wurden auf "Vordermann" gebracht, bei anderen konnte verhindert werden das sie der landwirtschaftlichen Nutzung zum Opfer fallen. Andere Dinge der letzten Jahre greifen jetzt auch erst langsam, was zu erwarten war. Mit sicherheit gehört da nicht dazu, Konfrontationen mit öffentlichen Interessen hervorzurufen wenn es nicht unbedingt erforderlich ist, wie z.B. wenn ein paar Hobypolitiker vor Ort Schwachsinn veranstallten der jeglicher Rechtsgrundlage entbehrt, was man denen aber dann doch schon mal klarmachen kann und die dann ihre entscheidungen überdenken. Fakten sind wichtig und emotionen sind meist fehl am Platz.
     
Thema: Ist ein Entenleben weniger wert, als das eines Papageien?
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