Jagd

Diskutiere Jagd im Vogelschutz Forum im Bereich Allgemeine Foren; Wie gemein, die armen Jäger. Ich glaube kaum, dass sie von den Erträgen ihrer Jagd allein satt werden! Stimmt Elch, deswegen sieht man sie...

  1. Karin

    Karin Foren-Guru

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    Stimmt Elch, deswegen sieht man sie auch das ein oder andere Mal bei Aldi, Edeka und Co. mit einem rollbaren Einkaufskorb durch die Gänge schleichen und essbare, sowie nichtessbare Dinge dahineinlegen :D
     
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  3. #822 Vogelklappe, 18. Januar 2006
    Vogelklappe

    Vogelklappe Foren-Guru

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    Und von dem Futter für Deine Hunde könnte man kein Kind in Afrika ernähren ? Mach’ Dir doch nichts vor, tamborie.
    Vor meiner Haustür, namentlich im eigenen Garten, kann ich viel mehr bewirken als in Afrika mit seinen strukturellen Problemen, die zu Hunger, Kriegen und Krankheiten führen. Und weiß im Gegensatz zu einem anonymen Spender genau, wofür mein Geld verwendet wird. Entweder engagiere ich mich wirklich für eine Sache, dann organisiere ich das selbst und so, dass etwas dabei herauskommt, oder überlasse es anderen, die das besser können. Deren Arbeit ist für die Menschen sicher wichtiger als meine, aber der Mensch ist die einzige Art, die sich selbst in einem Umfang helfen kann, wie es auch getan wird.
    Und da ich zur Zeit nicht ständig nach Afrika fliegen kann und die Wohnsituation es hergibt, sind es eben Vögel. Hat man nun einmal angefangen mit einer Vogelklappe, stellt man erst den enormen Bedarf fest, und dann ist die Frage, ab wann man Leute abweist. Oder eben weiterorganisiert. Jeder sollte nur das Engagement annehmen, das er auch leisten kann.

    Aus Deinem Zitat, Dagmar:
    Das kann nicht hinhauen. Als Vogelstation hat man es ständig mit hochgradig emotionalisierten Menschen zu tun, die oft auch soziale Probleme haben. Die zum Teil heulen, wenn sie einen Vogel abgeben, aber deren Egoismus wenigstens nicht gesiegt hat. Die zehnmal nachfragen, ob es ihrem Schützling auch gut geht, aber sich bei einem Vogel mit Knochenbrüchen nicht einmal erkundigt haben, ob er beim Tierarzt auch ein Schmerzmittel bekommen hat.
    Wie dem auch sei, Dagmar, letztlich kommt es darauf an, wie Du handelst und nicht, was Du schreibst. Und da kommen wir doch in wenigstens einem Bereich auf einen Nenner.
    Das waren wir schon bei der letzten Diskussion.
    Sie verelenden, weil sie zu standorttreu sind, um vor die Stadt auf Felder zu fliegen. Auch das ist, wie das ganzjährige Brutverhalten, angezüchtet. Nein, st68, sie sind meist nicht fett, sondern fehlernährt und ggf. aufgeplustert. Leicht festzustellen bei den 150, die so im Jahr bei mir durchlaufen. Und Fütterungsverbote bringen aus dem von südwind genannten Grund keine Bestandsreduktion, das beweist jede Stadt mit betreuten Taubenschlägen (Aachen, Augsburg, Erlangen, Esslingen, ...). Übrigens sind Stadttauben auch rechtlich als verwilderte Haustiere eingestuft, Moni. Weiteres könnt Ihr besser im Stadttaubenforum nachlesen.
    Aber auch im Nutzwald und auf den Äckern und Feldern, wo ja jetzt schon - bei Bejagung - Wildschaden reklamiert wird.
    Aber natürlich nicht vorausschauend, sondern in Form brutaler Auslese, wenn nach erfolgter Reproduktion bei gutem Nahrungsangebot im Folgejahr zu wenig da ist.
    Deshalb ist das Argument von Jon October nicht ganz von der Hand zu weisen:
    Es sei denn, man gibt in der Folge Waldflächen und Felder an das Wild ab. Ist das realistisch ?
    Das ist ja in einigen Regionen aus gutem Grund explizit den Jägern bereits verboten, weil es offenbar an Einsicht ökologischer Zusammenhänge fehlte.
     
  4. Dagmar

    Dagmar Guest

    Huhu,

    @Jon

    Zweifel sind gesund!!!
    Ich kann für viele meiner "Patienten" belegen, dass sie in Freiheit noch leben. Das ist aber auch gar nicht relevant für mich. Es geht um Hilfestellung und nicht um "Kosten-Nutzen"-Denken.

    Wo ist das Problem? Nimm doch andere!

    Genau. Und, macht das Leben um jeden Preis beim Menschen Sinn? Es gibt so einige Behinderungen/Krankheiten, mit denen ich nicht weiterleben wollen würde.

    Und wieder geht es nur um den Menschen...

    Und bei einem Tier???

    Reicht Dir ein Gesetz als Beweggrund? (BNATschG) ?

    Na hör mal, Du hast doch selber gesagt, wo Du diesen Unsinn aufgeschnappt hast!

    Das kann man sehen, wie man mag.

    Ich meinte mit Wilderei, dass ich durchaus tote Tiere am Straßenrand auflese, um sie zu verfüttern. Da haben wir uns gründlich mißverstanden.

    Hast Du recht! Deshalb ist es ja auch so wichtig, die wenigen guten Stationen, die es gibt, zu unterstützen.

    @ St68:
    Informier Dich doch bitte mal über Tauben, die Problematik und erfolgreiche Integrationsmaßnahmen. Du scheinst hierüber nicht viel Ahnung zu haben.
    Scheinst in einer trostlosen Stadt zu leben!

    @Almut:
    Liebe Almut, mein Beitrag zu meinen psychosozialen Problemen war ironisch gemeint.

    Lieben Gruß,
    Dagmar
     
  5. #824 Vogelklappe, 18. Januar 2006
    Vogelklappe

    Vogelklappe Foren-Guru

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    Das war mir schon klar, Dagmar, aber meine Einlassung hierzu betrifft auch Deine Aussagen zur Wertigkeit von Mensch und Tier: l
     
  6. Dagmar

    Dagmar Guest

    Hallo Almut,

    Zwischen dem, was ich schreibe und meinen Handlungen besteht wenig Unterschied.

    Lieben Gruß,
    Dagmar
     
  7. Waschi

    Waschi Guest

     
  8. #827 Vogelklappe, 19. Januar 2006
    Vogelklappe

    Vogelklappe Foren-Guru

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    Ich meinte Deine Antwort, Dagmar:
    Deine Entscheidung im Ernstfall zählt.

    Hallo Waschi, apropos Greifvögel: hast Du 'mal gefragt, in wie vielen Päppelfällen der Augenhintergrund untersucht wird ? Netzhautablösung ist eine häufige Traumafolge. Auch wenn der Vogel in Gefangenschaft in Ordnung scheint, ist er draußen damit verloren.

    Der NaBu ist meines Wissens davon abgekommen, die kleinen Singvögel zu beringen, weil der Rücklauf gleich Null ist. Ob das daran liegt, daß sie niemand findet oder sich keiner die Mühe macht, sie zu melden, ist dahingestellt. Eine Krankenschwester in Berlin, die ebenfalls päppelt, beringt aus Überzeugung nicht. Sie hat schon zu viele böse Verletzungen aufgrund der Ringe gesehen, gerade bei Amseln, die ja oft bodennah in Hecken unterwegs sind. Die Metallringe können im Winter vereisen und damit das Bein, etc. Ich habe letztes Jahr alle Vögel beringt, dabei habe ich festgestellt, daß in vielen Fällen die ausgewiesene Ringgröße der BNA-Ringe nicht zum Vogelfuß passen. Bei Mauerseglern paßten sie überhaupt nicht, und die sind ja nun wirklich auf ihre kurzen Beine angewiesen. Rückmeldung war bisher eine, und in dem Fall wurde ich direkt angerufen; über den BNA hätte man da wohl auch nicht recherchiert.

    Außerdem ist die Verlustrate bei Jungvögeln draußen bis 70 %, glaubst Du, der Mensch schneidet da besser ab ? Anfänglich - wegen der medizinischen Versorgung - bestimmt, aber mittelfristig ? Entweder man macht es für das einzelne Tier oder es ergibt keinen Sinn. Eben die Art von Erfolgsdefinition, die ich mir in meiner Signatur zu eigen gemacht habe: "If only one life..."
     
  9. Waschi

    Waschi Guest

     
  10. #829 Jon October, 19. Januar 2006
    Jon October

    Jon October Stammmitglied

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    Zum "Kosten-Nutzen" haben Waschi und Vogelklappe schon Statements abgegeben, denen ich nix hinzuzufügen habe. Und wenn der Erfolg Deiner Päppelaktionen sich in vielen Fällen bestätigt, freut mich das. Sowohl für das betroffene Tier als auch für Dich, Dagmar.

    Warum sollte ich bei verunfallten Tieren Infusionen anlegen??
    In den wenigen Fällen, wo ein verletztes (angefahren oder im Stacheldraht hängengeblieben) Kleintier = (Vögel wie Möwe / Eichelhäher / Amseln / Sperling / Schleiereule), Eichhörnchen, Katzen, Hund, Jungfuchs) von mir quasi gefunden wurde, habe ich es zum Tierarzt gebracht, der die Tiere dann entweder zusammenflickte oder auch einschläferte. Bei grösseren Tieren = (1 x Reh, 1 x Schaf) habe ich die Polizei angerufen, beim Tier gewartet, es ggf. an den Strassenrand verbracht und dann den Polizisten das weitere Vorgehen überlassen. Das Reh war definitiv tot, das Schaf "nur" angefahren. Im letzteren Fall liess sich nachvollziehen, welcher Wanderschäfer dort unterwegs war, der hat das Tier dann abgeholt.

    Müssig, das im Rahmen dieses Threads auszudiskutieren ..........

    Genau Dagmar, denn wenn ich z.B. auf der Autobahn einen Unfall verursache, weil ich ein totes oder verletztes Tier von der Bahn holen will, wird wohl kein Richter dieser Welt meine noble Gesinnung honorieren und keine Versicherung willig zahlen. Das würde in letzter Konsequenz bedeuten, dass ich mein Leben ruiniert hätte. Und das wegen eines geplätteten Bussards oder Fuchses? Nie nicht!!!

    Geht das ein bisschen detaillierter? Zumindestens auf Deine 2 Tauben bezogen?!

    Das dieser Gedanke bzgl. der Hirnentwicklung beim Menschen "nur" eine These ist, die bisher noch nicht zweifelsfrei nachgewiesen und belegt ist, das habe ich erwähnt. Trotzdem klingt sie für mich recht plausibel.
    Wenn Du sie in Bausch und Bogen als Unsinn bezeichnest, wie sieht denn dann Deine Vorstellung aus? Woher weisst Du, dass das Unsinn ist?? Hast Du Dich auch nur mal im Ansatz mit der Menschwerdung beschäftigt??

    Na dann .......:beifall:


    Wie sieht denn Deine konkrete Unterstützung aus?

    Hallo Südwind,

    Du schreibst, GLAUBE ich nicht. Kannst Du Deinen Glauben auch belegen??

    Unsere grüne Landschaft besteht zu mind. 90% aus landwirtschaftlicher Nutzfläche (Grünland, Ackerland und Nutzwald), das hat mit Natur oft nicht mehr viel zu tun. Erst einmal würden sich die Wildtiere sehr stark vermehren, was u.a. auch vermehrte Schutzmassnahmen z.B. an stark befahrenen Strassen und Bahntrassen notwendig machen würde. Da zudem kein Landwirt unwidersprochen Wildschäden über ein gewisses Mass tolerieren kann, würden Nutzflächen entweder durch Umzäunung geschützt werden - damit würden sie aus dem Nahrungs- und Lebensraumangebot für Wildtiere wegfallen oder der Landwirt fordert zusätzliche Ausgleichszahlungen an. Sowohl die Schutzmassnahmen für unsere automobile Infrastruktur als auch die Ausgleichszahlungen müssten aus Steuern finanziert werden. Wer ist im Ernstfall wirklich dazu bereit??? Ich nicht!!!!

    Und das mit der nicht stattfindenen Verelendung ist nicht Dein Ernst, oder?!! Beschäftige Dich mal mit Populationsdynamik, bevor Du solch "niedlichen" Annahmen verbreitest.

    Du wärst vermutlich unter den Ersten, die genau das fordern würde, wenn es soweit käme .......

    Das die Stadttauben als verwilderte Haustiere einige Verhaltensänderungen zum Wildtier zeigt, ist mir klar. Und das der Mangel an artgerechter Nahrung bestehende Gesundheitsprobleme verstärkt auch.
    Trotzdem gelten auch für die Stadttauben die Regeln der Populationsdynamik. Ich hätte auch die Schwäne auf der Hamburger Alster als Beispiel aufführen können.

    Gruß

    Jon
     
  11. südwind

    südwind Foren-Guru

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    jan schreibt:,
    muss man einen glauben belegen können? entweder man glaubt oder man glaubt nicht. ist ja immer eine individuelle angelegenheit. du schreibst ja auch ohne zu belegen. (SOLL KEIN VORWURF SEIN; NUR EINE FESTSTELLUNG.)es sind deine persönlichen ansichten, erfahrungen. und dinge, die du mal gelesen hast und dir glaubwürdig erscheinen. es würde ja auch nichts bringen, wenn ich hier etwas belegen würde. auch das kann man als unglaubwürdig darstellen. ich hoffe aber, dass wir uns jetzt nicht in glaubensfragen verzetteln.


    hausgemachte probleme der jäger oder nicht?
    Ohne Fütterung wären also die Bestände geringer als beim derzeitigen Management.
    Es ist fraglich, ob gesetzliche Regelungen (vgl. z.B. LJAGDG BA-WÜ, 1996; LJAGDGDVO
    BA-WÜ, 2002) die Fütterung ausreichend steuern können. Die oftmals im Widerspruch zur
    gesetzlichen Regelung durchgeführte Fütterung von Sauen (vgl. ELLIGER ET AL., 2001; NABU,
    2002) zeigt, dass die Schlupflöcher im Paragraphendschungel groß und Kontrollen in der Praxis
    schwierig bzw. zeit- und kostenintensiv sind.
    Die Jäger selbst sollten ihrer Verantwortung gerecht werden und sehr sorgfältig prüfen, ob
    Ablenkfütterungen und Kirrungen generell sinnvoll sind. Die Notzeitfütterung von Wildtieren
    ist aus wildbiologischer Sicht ein ohnehin fragwürdiges Unterfangen. Insbesondere wenn die
    Ablenkfütterung und Kirrung nicht die gewünschten positiven Effekte haben, sondern ungewollt
    die ohnehin hohe Schwarzwilddichte weiter ansteigen lassen, sind diese Managementinstrumente
    abzulehnen
    http://www.fh-rottenburg.de/aktuelles/artikel/Hahn.pdf

    vermutungen deinerseits, völlig aus dem zusammenhang gerissen.

    nein, weil es keine wildtiere sind, sondern ausgesetzte haustiere.
     
  12. tamborie

    tamborie Guest

    Definitiv falsch!
    Niemand hat Tauben ausgesetzt sondern diese sind entweder entflogen oder haben den Heimweg nicht geschafft.
    Dies aber liebe Südwind passierte vor hunderten von Jahren, wielange willst Du die Taube noch als Haustier den Leuten verkaufen? Oder gar den Menschen verantwortlich machen?
    Der Dingo war auch einst ein Haustier und es gibt unzählige weitere Arten die mittlerweile als Wildtiere in der Natur leben.
    Er aber konnte sich in der Natur behaupten weil er verwilderte, der Taube aber habt ihr dazu jede Chance genommen mit der unsinnigen Fütterei!
    Hier noch von einem Haustier zu sprechen halte ich für gewagt.
    Hätte dieses elendverstärkende Fütterung nie stattgefunden, hätten wir dieses Problem seit Jahren nicht mehr.
    Dies Problem existiert weil es die sogenannten Taubenschützer gibt.

    Tam
     
  13. südwind

    südwind Foren-Guru

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    dass es deine ureigenste meinung ist, über stadttauben, lieber tamborie, wissen wir zur genüge. über die stadttauben findet man genügend infos im stadttaubenforum.
     
  14. Moni

    Moni Foren-Guru

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    :D Die Infos im Stadttaubenforum sind natürlich auch alle irgendwie ein wenig subjektiv :D
     
  15. st68

    st68 Foren-Guru

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    hab da auch grad mal reingekuckt. da gibts auch die erschreckendsten auffassungen. z.B. die tierlieben venezianer, die auf extra ständen taubenfutter verkaufen, damit auch alle tauben satt werden und deutsche touristen ihren pflegetrieb ausleben können, natürlich völlig selbstlos.
     
  16. #835 tamborie, 19. Januar 2006
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 19. Januar 2006
    tamborie

    tamborie Guest

    Ich denke, dass die Stadttaubenbestände seit hunderte von Jahren verwildert sind ist keine Meinung sondern eine Tatsache.
    Auch ist die Vorgangsweise der Natur eine Tatsache, kann eine Art sich nicht in der Natur behaupten stirbt sie zwangsläufig aus.
    Nicht so die Tauben, diese werden künstlich am Leben erhalten von Taubenliebhabern oder aber durch den Unrat in einer Stadt.
    Gäbe es beide Faktoren nicht, würden sie ergo verwildern und auch aufs Land zu Futtersuche gehen oder aber eben aussterben.
    Diese beiden Dinge lässt die Natur zu, alles andere ist Machwerk des Menschen.
    Hier von einem Haustier zu sprechen ist schon ziemlich weit hergeholt und selbst wenn es einige Gemeinden tun so erscheint es sehr, sehr unsinnig.
    Der Halsbandsittich selber ist auch ein entflogenes Haustier, nur seine Anpassung hat ihn überleben lassen.
    Eine natürliche Selektion bei den Haustauben würden diese zwangsläufig zu Wildtieren machen, oder wie gesagt würde das Aussterben bedeuten.
    Das die Domestikation keine große Rolle spielt haben Tiere wie der Dingo anschaulich bewiesen.

    Tam
     
  17. Waschi

    Waschi Guest

    Hallo

    Mir kam auch grad das Beispiel Sittiche in den Sinn und die Frage, wie es um die Anpassung der dort brütenden, nicht ursprünglich heimischen Papageien im Wiesbadener Stadtpark wohl ohne die exzessiven Winterfütterungen bestellt wäre, die dort stattfinden?

    Viele Grüße, Waschi
     
  18. Moni

    Moni Foren-Guru

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    Und nicht nur da. Auch andere Populationen werden im Winter reichlich gefüttert.
     
  19. tamborie

    tamborie Guest

    Es ist ja leider so, dass in Parks und auch auf Friedhöfen eine übermäßige Fütterung stattfindet, ich denke schon das ansonsten eine nicht unerhebliche Anzahl der Halsbandsittiche den Winter nicht überstehen würde.
    Trotzdem kann man von einer Anpassung (zumindest in Düsseldorf) sprechen, da die Population sich nicht mehr auf die Parks beschränkt, sondern sie in mehreren Stadtteilen anzutreffen sind, wo die Fütterung nicht so exzessiv durchgeführt wird.
    Auch bei den Stadttauben lässt sich sehr schön erkennen, dass dort wo wenig gefüttert wird bzw. die Menschen dort noch ein gesundes Verhältnis zur Natur haben die Populationen sehr klein sind bzw. gar nicht existent sind.
    So kann man zum Beispiel selbst in Düsseldorf an den Ortsrandlagen Tauben auf den Äckern sehen, hier füttert aber auch niemand wie es in Citys der Fall ist.

    Tam
     
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  21. st68

    st68 Foren-Guru

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    und manch eine hier im forum nennt so was dann eine "sehr trostlose stadt".
     
  22. #840 Vogelklappe, 19. Januar 2006
    Vogelklappe

    Vogelklappe Foren-Guru

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    Der wirklich Grund für die wenigen Stadttauben im Düsseldorfer Stadtgebiet:
    http://tonhalle-duesseldorf.de/presse/pld/d2004/d2004_08/d2004_08_12/p15857.shtml
    Taubenfreunde, die sich erfolgreich gegen die weitere Verelendung eingesetzt haben (eine davon ist auch hier im Forum angemeldet) und nicht etwa schlicht unterlassene Fütterung. In welcher Stadt hat das als einzige Maßnahme zu dauerhafter Bestandsabnahme geführt ? Es gibt keine tierschutzkonforme Alternative zu kontrollierter Fütterung verbunden mit artgerechter Ansiedlung und Bestandskontrolle, die funktioniert (wie in Düsseldorf).

    Der verbleibende Grad der Domestikation als Zuchtmerkmal hängt nicht von der Dauer einer "Verwilderung" ab, genauso wenig wie umgekehrt, so daß jedes völlig undomestizierte Wildtier bei Handaufzucht auch auf den Menschen fehlgeprägt werden kann. Entscheidend sind die Unterschiede genetischer Merkmale, auf die bei den Vorfahren der Stadttaube gezielt selektiert wurde.
    Das ist doch nur wieder polemisch, tam. Schau' Dir doch die Städte mit ausschließlichem Fütterungsverbbot an, die lösen doch damit keine Taubenprobleme.
    Das Einwandern sogar von echten (undomestizierten) Wildtieren in die Städte kam doch gerade in diesem Thread zur Sprache ? Die Wald- und Feldbewohner kommen vermehrt in die Städte und ausgerechnet die steinaffine Stattaube würde aufs Feld ausweichen ? Sag' 'mal, tam, merkst Du's eigentlich noch ?
     
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