Jungvogel aufgelesen (Foto) - Aber wer bin ich?

Diskutiere Jungvogel aufgelesen (Foto) - Aber wer bin ich? im Vogelbestimmung Forum im Bereich Allgemeine Foren; Habe heute auf meinem Betirebsgelände diesen Jungvogel aufgesammelt. Er machte Flugversuche und kam dabei jedes Mal so etwa einen Meter weit. Als...

  1. #1 Green Joker, 9. Juni 2011
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    Habe heute auf meinem Betirebsgelände diesen Jungvogel aufgesammelt. Er machte Flugversuche und kam dabei jedes Mal so etwa einen Meter weit. Als er dann die Straße überquerte und gegen eine Glastür flatterte, sammelte ich ihn ein.
    -Größe etwa wie eine Meise
    -dunkelbraunes Gefieder mit hellbraunen Flecken (recht einheitlich)
    -dunkler spitzer längerer Schnabel
    -gelber Rachen
    -weiß-schwarzer Kot, geformt

    Er war voller Parasiten und seine Kloake war kotverschmiert. Nach Rücksprache mit einer wvk Tierärztin habe ich ihn wieder ausgesetzt (nicht auf dem Betrieb sondern etwa 200m entfernt in ein Waldstück).

    Nun meine Fragen:
    Was ist es? Und wie alt etwa?
    War es schon selbstständig?
    Hätte man es trotz gegenteiliger Meinung mitnehmen sollen, zumindest für eine Parasitenbehandlung?

    Tut mir leid für die mistige Bildqualität, aber hatte nur mein (altes) Handy dabei.
     

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  3. #2 neuntöter, 9. Juni 2011
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    was für parasiten? zecken oder so hättst wegmachen können.
    ich finde er schaut ein wenig aus wie eine goldammer.
     
  4. #3 Green Joker, 9. Juni 2011
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    Lausfliegen (siehe "Krankheitsforum"). Ich versuchte mein Bestes.
    Goldammer-Jungvögel sind glaube zu hell an der Brust. Er war mehr einheitlich

    Könnts nen Rotkehlchen gewesen sein?

    es hatte übrigens so gelbe kleine Wülste an den Schnabelseiten, also da wo der Mund aufgeht. Falls das hilft.
     
  5. #4 neuntöter, 9. Juni 2011
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    stimmt, von der schnabelform und der zeichnung sieht es doch sehr nach rotkehlchen aus.
    da war ich etwas vorschnell.

    grüße

    neuni
     
  6. klumpki

    klumpki Vogelgouvernante

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    Wenn es keinen rostroten Schwanz hatte, dann wird es ein Rotkelchen gewesen sein, sonst käm auch noch ein Gartenrotschwänzchen in betracht, die sind aber recht selten.

    Das Tierchen hätte Deine Hilfe gebraucht, in diesem Zustand ist es bis morgen sicher hin....

    Es sind zwar natürliche Prozesse, die ablaufen, dass schwache und kranke Jungtiere versterben, aber wenn man schon einen dieser Kandidaten in der Hand hält, wäre der Gedanke einer zweiten Chance nicht abwegegig. Schade...
     
  7. #6 holyhead, 10. Juni 2011
    Zuletzt bearbeitet: 10. Juni 2011
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    Das frisch ausgeflogene Jungvögel von Lausfliegen parasitiert werden ist recht normal. Gesunde Jungvögel stecken das weg. Dass im Kloakenbereich ein wenig Kot klebt ist auch nicht gleich ein Zeichen, dass der Vogel krank ist, gerade wenn der Vogel frischflügge irgendwo am Boden herumsitzt.

    Der Vogel wäre von den Altvögeln noch eine Zeit lang gefüttert worden. In dem Waldstück (200 Meter) entfernt, finden sie den Kleinen vermutlich nicht mehr an, was einem Todesurteil gleicht.

    Nun um deine Fragen zu beantworten:

    Frischflügge Rotkehlchen sind ca. 2 Wochen alt und noch nicht selbstständig. Sie nehmen frühestens ab dem 8. Tag nach dem Ausfliegen selbstständig Nahrung auf und sind darauf angewiesen gefüttert zu werden.

    Das nächste Mal lass den Vogel besser wo er ist. Bei unmittelbarer Gefahr durch Katzen oder Autos kann man einen Jungvogel ausnahmsweise ein paar Meter weiter, an einen geschützten Platz setzen. Ein Mitnehmen von Jungvögeln ist meist der falsche Weg!!

    LG
     
  8. dragonya

    dragonya Mitglied

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    Hallo Green Joker,
    bitte schau doch heute noch einmal nach dem Vogel und falls er noch lebt, melde dich noch mal
     
  9. klumpki

    klumpki Vogelgouvernante

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    Hallo holyhead,

    schau Dir diesen Vogel mal an, der ist am Ende seiner Kräfte. Natürlich soll nicht jeder Jungvogel am Boden eingesammelt werden, aber kranken Tieren kann man auf die Flügel helfen und muss sie nicht verrecken lassen.
     
  10. #9 holyhead, 10. Juni 2011
    Zuletzt bearbeitet: 10. Juni 2011
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    Bedenke, dass der Vogel vor der Entstehung des Fotos gegen eine Glastüre geflogen ist (aus welchen Gründen auch immer...)- der Vogel machte ja beim Auffinden "Flugversuche", bzw. flatterte er herum was gegen einen extrem erschöpften Zustand spricht...
    Den Gesundheitszustand eines Vogels anhand von 3 Handyfotos zu beurteilen halte ich übrigens für sehr gewagt.

    Mir ist letzte Woche ein junger Kleiber gegen meine Fensterscheibe geflogen. Im ersten Moment hielt ich den Keinen für tot, aber nach einigen Minuten hob er wieder das Köpfchen und nach gut einer Stunde hatte sich der Kleine wieder erfangen und bettelte, woraufhin er gleich wieder gefüttert wurde und dem Altvogel sogar nachflog.

    Übrigens bin ich davon überzeugt, dass alljährlich mehr gesunde Jungvögel von Laien totgepflegt, als kranke Vögel von Kennern gesundgepflegt werden (dass sich so viele Leute mit Jungvogelbetreuung- und aufzucht auskennen ist hier im Forum die absolute Ausnahme!!).

    Und klar, wenn man sich gut auskennt und ein Vogel offensichtlich krank oder verletzt ist, dann kann man ihm schon helfen, keine Frage.

    LG
     
  11. #10 neuntöter, 10. Juni 2011
    neuntöter

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    hallo monika,

    warum gibt es nicht mehr menschen wie dich?

    grüße

    neuni
     
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  13. nobody1

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    Ein Audi ist halt´ kein Fotostudio :D
    Aber stimmt schon, die Fotos sind schlecht und lassen nicht einmal eine Artbestimmung des Vogels zu. Noch weniger eine Einschätzung des Allgemeinzustands. Scheint zu nahe vor der Linse gewesen zu sein der Kleine denn die Armaturen sind scharf getroffen.
     
  14. #12 Green Joker, 11. Juni 2011
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    Nein der Schwanz war auch braun. Rotschwänzchen sind hier ab und an zu sehen. Da ich mich selber nicht mit jungen Wildvögeln auskenne, rief ich den Tierarzt an. Er sagte mir, hätte ich ihm den Vogel gebracht, wäre er sicherlich eingegangen. So wäre das mit anderen Jungvögeln auch passiert. Auch konnten sie mir keine Wildvogelauffangstation nennen und rieten mir, ihn wieder freizulassen, da er ja an sich in einem guten Zustand war, bis auf die Parasiten und etwas Kot im Gefieder.
    Ich ließ ihn also aus bestem Wissen und Gewissen wieder frei.
    Mit nach Hause hätte ich ihn nicht nehmen können. Und irgendwo abgeben, wo man mir sagt, er stirbt eh, war auch keine Option.

    @holyhead: Er war mitten auf dem Industriegelände, flog dann auf die Straße. Er flog wohl gegen die Glasscheibe, weil er vor den Autos auf der Straße entkommen wollte (die er vorher überquert hatte), da war eben diese Glastür in einer Mauer der einzige Ausweg denke ich. Dort wäre er mit Sicherheit überfahren worden, denn der Bürgersteig ist nicht breit und es kommt weit nichts bis auf Industrie und Parkplatz. Nach dem Industriegelände (beidseitig der Straße) kommt eine Brücke, darunter sind Gleise. Direkt darauf folgt der Wald. Es war also die nächste Stelle, wo ich ihn hätte aussetzen können.
    Als ich ihn in das Waldstück brachte und er die Vogelstimmen dort hörte, wurde er ganz aufmerksam. As ich ihn dann fliegen ließ, flog er (immer so ein/zwei Meter weit) einen Hang hoch, richtung der Vogelstimmen.

    @dragonya: Das Waldstück ist bis auf den Weg der da durchführt nicht zugänglich für Menschen, heißt, dort sind steile Hänge, dass man dort nicht gehen kann.

    Ich hatte den Vogel,als ich ihn fotografierte, schon etwa 20 Minuten bei mir, daher sah er wohl so (zerzaust) aus. Er schien mir auch nicht erschöpft oder krank (bis auf die Parasiten). Er schien mir einfach wie ein Jungvogel, der noch nicht weiter fliegen kann, und der sich bei seinen Flugversuchen verirrt hat. Seine Augen waren klar, das Gefieder glatt, bevor ich ihn in der Hand hatte, er flog auch sofort weg, als ich ihn freiließ (landete dafür auf Zweigen auf seinem Weg den hang hoch).

    @nobody: Ja mein Audi... :D Ich hatte leider nur mein altes Handy zur Hand. Und die Fotos sind von da auch nochmal übertragen auf ein anderes Handy von dort per Speicherkarte auf den Pc. Die Qualität war dabei schon vorher schlecht und diese Wege haben dazu nicht positiv beigetragen.

    Aber da bin ich beruhigt, dass es nicht falsch war, ihn wieder freizulassen. Wäre er kränklich gewesen oder aber verletzt, wäre das auch für mich keine Option gewesen! Aber unter den Vorraussetzungen die vorlagen, wäre ein Behalten einem Todesurteil gleichgekommen, zumal ich mit ihm dann noch anderthalb Stunden Autofahrt vor mir gehabt hätte.
     
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