Kanarie verdreht Kopf

Diskutiere Kanarie verdreht Kopf im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo zusammen, leider habe ich wieder eine kranke Kanarie. Sie verdreht den Kopf, kann aber noch gut fressen. Trinken habe ich noch nicht...

  1. #1 Birdslover, 1. April 2013
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    Hallo zusammen,

    leider habe ich wieder eine kranke Kanarie. Sie verdreht den Kopf, kann aber noch gut fressen. Trinken habe ich noch nicht beobachtet aber ich gebe ihr immer Apfelspalten getränkt mit Vit. B. Diese futtert sie schön auf.

    Habe auch geraspelte Karotte gegeben sowie Eifutter, ebenfalls getränkt mit Vit. B.

    Ich war am Samstag bei Tierarzt. Ich habe Antibiotika mitbekommen. Ich soll dieses über das Wasser geben. Aber 1. habe ich noch nicht damit begonnen da ich heute Kot gesammelt habe über den Tag welches morgen untersucht wird und 2. bin ich mir nicht sicher ob sie überhaupt Wasser trinkt. Oral soll ich es aber nicht geben da das in die Hand nehmen sehr unangenehm sein soll in ihrem Zustand. Was auch stimmt denn ich habe ihr vor dem Tierarztbesuch 1 Tropfen Volamin gegeben und sie hat sich dann nach dem Zurücksetzen auf dem Boden gedreht wie ein Wirbelwind.

    Die Kotuntersuchung und der Kropfabstrich am Samstag haben nichts ergeben.

    Die Kanarie sieht wie die Kanarie in diesem Beitrag aus. Ganz genau so.

    http://www.vogelforen.de/showthread...-hält-Kopf-nach-unten&highlight=drehkrankheit

    Ich habe die Kanarie seit August. Bereits da habe ich ihr auffälliges Benehmen bemerkt und bin mit ihr deshalb zum Tierarzt. Aber es war da nur so dass sie manchmal den Kopf sehr gedreht hat als ob sie sich extrem umschaut. Dies war aber nur manchmal. Und manchmal war sie aufgeplustert.

    In einer Sammelkotprobe wurde mal ein Bandwurmei entdeckt. Aber man sagte mir dass man nur den kranken Vogel behandele. Nur welcher der Vögel ist es? Also erfolgte keine Behandlung. Ich hatte aber immer diese Kanarie im Verdacht. Weil sie eben manchmal den Kopf so drehte. Und weil sie aus einem Messi-Haushalt kam (ich habe die Kanarie von einem Tierschutzverein aufgenommen). In einem Messi-Haushalt sind ja immer viele Insekten.

    Hat jemand eine Idee was es eher sein könnte? Ich weiß dass es verschiedene Ursachen gibt für eine ZNS-Störung aber vielleicht hat jemand eine Idee im Hinblick auf die Tatsache dass sie bereits im August den Kopf manchmal so weit gedreht hat.

    Ich werde morgen früh mit der Antibiotika-Behandlung beginnen.

    Weiterhin muss ich dazu sagen, dass in meiner Voliere leider auch Megabakterien grassieren.
     
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  3. #2 charly18blue, 2. April 2013
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    Hallo,

    der Grund für dieses Kopfdrehen kann alles Mögliche sein. U.a. auch eine bakterielle Infektion. Megabakterien verursachen sowas nicht, aber wenn Du die im Bestand hast und Antibiotika gibst, provozierst Du einen neuen Schub. Du wirst also u.U. auch Amphomoronal geben müssen.

    Dann solltest du das entweder sofort nochmals testen lassen oder wirklich einfach mal den ganzen Bestand auf Würmer behandeln lassen. Auch Wurmbefall kann ZNS hervorrufen, da die Stoffwechselprodukte der Würmer giftig für den Vogel sind und solche Zustände wie eben das Kopfverdrehen hervorrufen können.

    Und Volamin ist ebenfalls ein Mittel was absolut kontraproduktiv bei Megabakterien ist. Provoziert ebenfalls, dass ein neuer Schub ausgelöst wird. Sag mal ist Dein TA vogelkundig?
     
  4. #3 Birdslover, 5. April 2013
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    Hallo Susanne

    die Klinik beschäftigt sich nur mit Vögeln. Sie sollte es also sein. Aber ich selbst bin ihr oft skeptisch gegenüber.
    Im Kot des betroffenen Vogels sind keine Megabakterien gefunden worden. Aber dafür Isosporaoozysten wenn auch gering. Das bedeutet ich muss mit Baycox behandeln.
    Aber Bandwurmeier sind ja im Kot oft schwer nachweisbar.
    Damals hatte ich den ganzen Volierenbestand mit Concurat behandelt aber Concurat hilft ja nicht gegen Bandwürmer, oder?

    Im Übrigen hatte die Tierärztin auch das Herz abgehört und gesagt dass dieses nicht regelmäßig schlage. Kann dies auf irgendwas bestimmtes hindeuten?

    Es ist so schlimm die Kanarie anzusehen. Ich will alles versuchen aber erwäge schon sie vielleicht doch bald einzuschläfern wenn es nicht besser wird. Dabei wollte ich so was nie mehr machen. Aber sie quält sich sehr.
     
  5. #4 Birdslover, 5. April 2013
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    Aber eine Frage habe ich noch. Ich behandele ja derzeit mit Baytril. Auf Anraten des Tierarztes. Darf ich denn mit Baycox parallel beginnen?

    Ich würde ihr dann das Baytril oral geben obwohl das arme Vögelchen das garnicht mag und nach dem Absetzen immer erst mal Kreise auf dem Boden dreht. Ist wirklich traurig das arme Tier.
     
  6. wp1954

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    hallo ich behandle mit hochdosierten vitamine e,ich geb es in 1 spritze mit kropfsonde u.führe es vorsichtig in den kropf ein,über 2 tage früh morgens u. abends,ist es die dreherkrankheit,ist es meist schon am 2 tag wesendlich besser,das kopfdrehen u.die burzelbäume nach hinten sind fast verschwunden,ab dem 2.tag geb ich vitamine über alles futter u. übers wasser,morgens u. abends immer frisch,mindestens 1 woche lang,ich konnte schon mehrere vögel so retten.
    mfg willi
     
  7. #6 IvanTheTerrible, 5. April 2013
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    IvanTheTerrible Guest

    Dreherkrankheit ist ein Nervenschaden und da Baytril stark den Stoffwechsel angreift, insbesondere die Leber, kann es dann nur schlimmer werden.
    Ganz davon zu schweigen, dann auch noch parallel Baycox zu verabreichen.
    Hier gibt man leberunterstützende Mittel, wie B-Komplex, Anymin, Volamin.
    Damit läßt es sich, wenn man früh genug beginnt, eindämmen.
    Eine Ursachenforschung sollte auch laufen, denn Kokzidien können auch die Leber schädigen.
    Sicher auch die Fütterung.
    Ivan
     
  8. #7 Vogelklappe, 5. April 2013
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    Da gibt es leider viele Möglichkeiten. Bei Tieren von der Strasse hat man leider selten den Vorteil längerer Vorbeobachtung. Gerade lasse ich wieder zwei Vögel mit dieser Symptomatik im Landeslabor untersuchen, und jedes Mal kam etwas anderes (oder gar nichts) heraus. Bisher gesichert, und zwar als einzige auffindbare Ursache waren:
    - Miniherz, kleiner als ein Fünftel der arttypischen Größe. Vögel drehten den Kopf 180° auf den Boden, war ansonsten organisch völlig gesund.
    - Schlaganfall
    - einziger Befund petechiale (Punkt-) Blutungen über die gesamte Hirnoberfläche verteilt; kein Hinweis auf (Hirn-) Infektion.
    - Haarriss in der Schädeldecke mit subduralem Hämatom
    - starker Kokzidienbefall, was zu massivem Vitamin B-Mangel führen kann
    - Pilzgranulome in allen Organen mit Vollbild des Drehens, aber andere Tiere mit behandelbarem Pilz liefen vorher "nur" im Kreis.
    - Jungtier mit Wasserkopf (von außen nicht erkennbar)
    - in Einzelfällen PMV-positiv, was bei den anderen Befunden oben ausgeschlossen worden war.
    - bei Tauben kommen auch Sarkozysten in Frage.
    - die Symptome können auch von Salomonellen verursacht werden, dann zeitgleich Durchfall; nur in dem Fall oder bei gesicherter bakterieller Begleitinfektion wäre Baytril indiziert.
    - Es gab auch schon Dreher, bei denen als einziger Befund Würmer diagnostiziert wurden; sie erholten sich aber nach Behandlung nicht.
    - Tier war fast blind und drehte den Kopf, um in einer bestimmten Stellung noch etwas zu sehen.
    - etc.... (Fortsetzung folgt mit hoher Wahrscheinlichkeit)

    Man hat am lebenden Tier nur wenige Hinweise, wie man eine infektiöse Ursache von einer nicht-infektiösen unterscheiden kann:
    - Kot normal oder auffälig
    - der Vogel sucht Wärme(lampe auf)
    - Verstärkung des Drehens bei Aufregung
    - Art des Drehens (z.B. Kopf nach vorne zwischen den Beinen, Kopf um 180° mit Stirn nach unten gedreht, Ausweichen seitlich oder rückwärts, Picken bei Konzentration gezielt möglich oder nicht)
    - leichte Besserung nach Schmerzmittelgabe

    Nein, da muß Du Droncit nehmen, natürlich dosisgerecht für Vögel. Bei Bandwurmbefund in meinem Bestand würde ich jedes einzelne Tier behandeln.
    Ja (s.o.), z.B. auf einen angeborenen Herzfehler, der allein ein zunehmendes Drehen erklären kann. Das eine schließt leider etwas anderes nicht aus.
    Im Interesse Deiner anderen Vögel solltest Du dann weiter nach der Ursache suchen lassen.
     
  9. #8 charly18blue, 5. April 2013
    Zuletzt bearbeitet: 6. April 2013
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    Als Dreherkrankheit wird eine Infizierung mit Paramyxoviren (PMV) bezeichnet. Frag Deinen TA ob er das vermutet.

    Dann gibt es diese neurologischen Ausfallerscheinungen auch durch einen Vitamin B Mangel. Das kann man bis zu einem gewissen Punkt noch ausgleichen durch hochdosierte Gaben per Injektion durch den TA am besten. Ist so effektiver als die orale Gabe.

    Genauso entstehen können diese Ausfallerscheinungen durch einen Vitamin E Mangel. Anders als beim Vitamin B Mangel kann ein Vitamin E Mangel nicht mehr ausgeglichen/behoben werden. Man kann allenfalls durch Gabe dieses Vitamins versuchen den Zustand des Tiers zu stabilisieren bzw. die Krankheitsanzeichen zu lindern.

    Und wie Ivan schon ansprach, auch eine Lebererkrankung kann sowas hervorrufen. Genauso wie u.a. bakterielle Infektionen, Wurmbefall, Pilzbefall. Die Ursache ist oftmals schwer festzustellen vor allem bei so kleinen Vögeln.
     
  10. #9 IvanTheTerrible, 6. April 2013
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    IvanTheTerrible Guest

    In den 70-und 80zigern war das bei den Gouldamadinen oft der Fall, Susanne.
    PMV war bei ihnen unbekannt.
    Also mache ich mich auf die Suche nach dem wahrscheinlichsten Umstand und fange nicht mit den seltenen Fällen oder Ausnahmen an.
    So gehe ich an eine Sache heran...fruchtet das in kürzester Zeit nicht, so kommen andere Möglichkeiten in Betracht.
    Schließlich kann selbst eine Gehirnerschütterung ein abnormales Verhalten bewirken.
    Ich habe das im beschriebenem Zeitraum öfter erlebt.
    Ivan
     
  11. #10 Birdslover, 6. April 2013
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    Vielen Dank für die vielen informativen Antworten.

    Ich möchte versuchen nach dem Ausschlussprinzip vorzugehen in der Hoffnung schneller die Ursache zu identifizieren.

    Das könnte tatsächlich sein. Was wäre Therapie? Einschläferung?

    Wäre möglich aber angesichts der Tatsache dass der Vogel bereits im August seinen Kopf manchmal so seltsam drehte zum Umschauen spricht es eher weniger dafür?

    Wodurch entstehen solche Blutungen?

    Theoretisch möglich da sie im Moment in der Voliere aggressiver sind und sie sich verletzt haben könnte. Aber ich habe nie beobachtet dass sie selbst oft in den aktuellen Streitereien verwickelt war.
    Was ich aber von Anfang an beobachtet habe ist dass sie oft bei Fressneidigkeiten angezickt wurde. Sie selbst hat aber auch immer gerne rumgezickt wenn es ums Fressen ging.

    Das war meine Hoffnung aber es wurden nur geringe Spuren entdeckt. Könnte dies aber trotzdem vorliegen?

    Ist so was am lebenden Tier irgendwie feststellbar? Wahrscheinlich leider nicht.

    Wie wird PMV festgestellt?

    Kein Durchfall. Also habe ich unsinnigerweise mit baytril begonnen?

    Wenn dem so ist dann brauche ich mit Concurat garnicht beginnen?

    Das könnte sein. Dann muss aber die Blindheit schlimmer geworden sein.
     
  12. #11 Birdslover, 6. April 2013
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    Hallo Willi

    Woher bekomme ich das hochdosierte Vitamin e? Wie heißt das Mittel? Wieviel ml gibt Du dem Vogel?
     
  13. #12 charly18blue, 6. April 2013
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    Vitamin E ist ein fettlösliches Vitamin, Du solltest ohne den TA zu konsultieren von solchen Experimenten absehen. Es ist doch gar nicht erwiesen, dass Dein Vogel einen Vitamin E Mangel hat und wenn kann ein Vitamin E Mangel nicht mehr ausgeglichen/behoben werden, wie bereits geschrieben. Und eine Überdosierung ruft eine Vergiftung hervor.
     
  14. #13 Vogelklappe, 6. April 2013
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    Bestenfalls lebenslang ein Herzmedikament mit täglicher Verabreichung. Für einen Vogel zu viel Stress.
    Dabei tritt die Symptomatik akut auf und verschlechtert sich in der Regel nicht "schleichend".
    Beim Menschen durch Meningitis (Hirnhautentzündung wurde bei dem betroffenen Vogel aber ausgeschlossen) und Thrombozytopenien. Für Vögel habe ich auch von Experten bisher keine Arbeitshypothese für Ursache oder Therapie solcher petechialen Blutungen erhalten.
    Durch Röntgenaufnahme auszuschließen. Bei dem Kananrienvogel unwahrscheinlich, weil das "Drehen" dann anders aussieht (mit rückwärts laufen, etc.).
    Ja, weil Kokzidien eine hohe Tageszeitschwankung im Kot haben. Aus diesem Grund sammelt man den Kot am besten über einen ganzen Tag lang zu verschiedenen Uhrzeiten und macht eine Flotation, anstatt ihn nur ausgestrichen unter's Mikroskop zu legen.
    Pilzhyphen sind sowohl im Kropfabstrich als auch im Kot ggf. erkennbar. Wenn man keine sieht, schließt das allerdings Pilzebefall in inneren Organen nicht aus.
    Am lebenden Tier nur durch Blutuntersuchung in einem Speziallabor. Hier nicht zu erwarten, denn akuter PMV geht die Durchfallphase voraus.
    Wieso würde er dann (nur) Antibiotika geben ?
    Nicht unbedingt. Das Problem muß ja nicht im Verdauungstrakt sitzen. Allerdings kann es sein, daß Du mit Antibiotika im Tier bereits vorhandenen Pilz hochzüchtest.
    Würde ich nur nach entsprechendem Wurmbefund im Bestand geben.
    Es gibt auch Infekte mit Augenbeteiligung. Der letzte Vogel war fast blind mit dauerhaft weitgestellten Pupillen und hatte als Sektionsbefund Leber- und Nierenschwellung, aber guten Kot. Ein anderer hatte beidseitig Katarakt. Das läßt sich durch Augenuntersuchung ausschließen; daran wird aber oft nicht gedacht. Ein "nur" blinder Vogel hält den Kopf zwischendurch häufig in normaler Stellung.
     
  15. #14 Birdslover, 8. April 2013
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    Es wurde bei persönlicher Untersuchung der Abstrich gemacht. Danach habe ich nochmal einen Tag Kot gesammelt und diesen untersuchen lassen. Hier kam geringe isosporaoozysten heraus.

    Ich hoffe dass hier eine Flotation gemacht wurde.

    Demnach kann ich massiven Kokzidienbefall ausschließen?

    Sollte ich eigentlich bei dem geringen Befall meine Voliereninwohner mit baycox behandeln oder nicht?

    Mit dem kranken Vogel werde ich wohl nochmal zu einem anderen TA fahren. Der ist zwar 80 km entfernt aber wenn dann kann nur dieser helfen.
     
  16. #15 Birdslover, 11. April 2013
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    Hallo

    also ich war heute noch mal beim TA (bei dem sehr guten). Der Bauch dieser Kanarie ist sehr geschwollen. Röntgenaufnahme zeigt auch dass seine Inneren unten (Leber Niere usw.) sehr unter Mitleidenschaft gezogen sind.

    Ich soll mit Kokzidienbehandlung beginnen. Ich gebe dies oral verdünnt da er nicht trinkt (er frisst nur Apfel). In der Pause soll ich Wurmmittel geben. Und beides wiederholen. Vit B soll ich nicht mehr geben da dies die Kokzidien fördert.

    Dies zu Eurer Info. Ich werde weiter berichten.
     
  17. #16 Birdslover, 2. Mai 2015
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    Hallo zusammen,

    die Kanarie ist im Herbst 2014 gestorben.

    Ihre Krankheit ging nie wieder ganz weg, jedoch war der Kopf nicht mehr ganz verdreht. Aber sie hielt ihn immer sehr hoch mit einem Tremor, das heisst er wackelte immer, wenn sie nervös war auch ganz schnell. Wenn sie alleine war, dann war der Kopf auch ganz ruhig.

    Leider konnte sie nie mehr fliegen, obgleich sie mal eine Phase hatte wo sie auf den untersten Stangen saß. Aber plötzlich unterliess sie das wieder. Also legte ich ihr Äste mit Verzweigungen auf den Boden. Diese waren maximal 7 cm hoch und auf denen ist sie immer entlang gegangen. Futter bekam sie in einen Trog an dem eine Anflugstange war und Wasser täglich in einer Schale.

    Leider war sie alleine, aber manchmal setzte ich eine andere Kanarie zu ihr zwecks Gesellschaft und das mochte sie auch mal (piepste mit der anderen Kanarie). Sie freute sich jedoch sehr auf ihr Fressen, ging immer sofort hin wenn es was gab und war ganz verrückt nach Leckereien. Kräuter, Karotten usw. Wir haben sie deshalb verwöhnt. Obwohl viele uns gesagt haben wir sollten sie einschläfern. Aber wir haben gemerkt dass sie sich trotzdem an ihrem Leben erfreute. Sie badete immer mit Wonne in ihrer Schüssel, sie genoss die Sonne. Ich fand es in ihrem Fall nicht richtig, sie einzuschläfern.

    Im Herbst ist sie dann gestorben. Ich hatte ein paar Tage vorher beobachtet, dass sie sich anders verhielt und nicht mehr so mit Leidenschaft auf ihr Futter stürzte.

    Ich habe sie zur Sektion eingeschickt und es stellte sich heraus dass sie an einem Magentumor verstorben ist. Solche Magentumore bekommen Kanarien oft spontan und führen zum Tod.

    Bei der Sektion hat man festgestellt dass ihr rechtes Auge kaputt war (Glaskörper). Wir hatten damals ihr Auge auch behandelt mit Antibiotika und Tropfen. Aber die Ärzte nehmen an, dass es schon kaputt war und dass sie deshalb diesen Drehkopf hatte.

    Ich wollte euch die Geschichte mit ihrem Ende erzählen, damit man vielleicht auch aus so was lernen kann.

    Ich war trotz allem sehr traurig und hoffe dass Tweety mit ihrem Tod wieder ein richtiger Vogel im Vogelhimmel war.
     
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  19. #17 SamantaJosefine, 2. Mai 2015
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    Hallo Birdslover, du trägst diesen Namen zurecht. Ich habe deinen Beitrag überTweety und ihrenTod mit großem Mitgefühl gelesen. Ich möchte dir sagen, wie großartig du dich verhalten hast und wie gut es ist, Menschen zu wissen die so sind wie du.
    Ich habe einen kleinen Vogelfriedhof, und dort liegen alle, die jetzt mit deiner Tweety spielen. Ich habe einen dicken Kloß im Hals und bin eben noch einmall zu meinen vier Banausen gegangen um zu schauen ob alles in Ordnung ist.

    Es ist alles in Ordnung, ihre kleine Vogelwelt ist friedlich und es wird noch tüchtig geschaukelt, die JV schaukeln die ganze Nacht lang, auch wenn sie schlafen.

    Ich wünsche dir und deinen kleinen Freunden noch einen harmonischen Abend und einen sonnigen Sonntag,

    mit lieben Grüßen, SamantaJosefine:trost:
     
  20. #18 Birdslover, 3. Mai 2015
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    Hallo SamantaJosefine,

    Danke für deine lieben Worte. Tweety war unser Schatz und es war wirklich schwer wenn von vielen Freunden die Bitte kam das Tier einzuschläfern. Aber sie kannten die Kanarie nur mit stärker wackelndem Kopf weil wenn Menschen in der Nähe waren, war sie immer nervös.
    Ich habe irgendwo einen Film der zeigt wie ruhig sie saß wenn sie niemanden in der Nähe glaubte. Und wirklich, kaum gab es neues Futter ist sie sofort hin. Sie hat gerne gefressen (weil es wahrscheinlich nur noch das einzigste war). Und wenn sie besondere Leckereien bekommen hat, wie sie sich gefreut hat, sofort hin ist, und alles weggeputzt hat.

    Dass sie dann noch einen Magentumor bekommen hat. Die Vogelklinik hat aber im Bericht geschriebenen dass sie diese Tumore als plötzlich auftretend kennen. Meine Erwachsene Tochter und ich wir haben Tweety wegen ihrer süßen Art geliebt. Schade dass es nie besser wurde und sie nochmal eine Krankheit bekam.
     
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