Katharinasittich Vergesellschaftung PBFD Verdacht

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Maluna

Maluna

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Liebe Community,
ich brauche einmal euren Rat, weil ich gerade in einer sehr schwierigen Situation bin und nicht weiß, was die beste Entscheidung für meinen Katharinasittich ist.

Momo (6J.) hat vor wenigen Tagen seine Partnerin (4J.) verloren. Die beiden waren sehr eng miteinander verbunden. Die Partnerin hatte in den Tagen davor gesundheitliche Probleme. Sie war sehr müde, stark abgemagert, konnte irgendwann nicht mehr richtig fliegen und hatte schon länger kahle Stellen, die zwischendurch wieder zugewachsen sind. Beim Tierarzt wurde aufgrund des Gesamtbildes der Verdacht auf PBFD geäußert. Ein PCR-Test wurde nicht gemacht, da der Tierarzt meinte, dass der zusätzliche Stress für Lömli in ihrem Zustand wahrscheinlich keinen Vorteil mehr gebracht hätte und die Behandlung dadurch nicht verändert worden wäre.

Momo ist nun allein, wirkt soweit stabil und ist grundsätzlich sehr fit, zutraulich aber auch unabhängig, und Momo ist ein fantastischer, kräftiger Flieger mit gesund wirkendem Gefieder. Die Voliere ist jederzeit offen, um den Bewegungsdrang so gerecht wie möglich zu werden.

Jetzt stehe ich vor einer schwierigen Frage:
Falls Momo ebenfalls PBFD-positiv sein sollte, was aufgrund der Nähe wahrscheinlich ist, währe es verantwortungslos einen gesunden Katharinasittich einzugliedern. Gleichzeitig weiß ich, dass Katharinasittiche sehr soziale Tiere sind und ein Artgenosse normalerweise die beste Gesellschaft ist.
Die Möglichkeit Momo auf PBFD zu testen besteht, allerdings ist der PCR Test nicht nur kostenintensiv sondern vor allem mit enormen Stress für Momo verbunden. Es gibt in meiner Umgebung keinen Vogelkundigen Tierarzt, was bedeutet, dass lediglich Tests über das Entnehmen von Federproben (aua :c) und nicht über Blutabnahme möglich wären, was die Validität des Tests zusätzlich einschränken würde.

Mein Plan ist vorerst von dem Test aufgrund der aktuellen Stress und Trauersituation vorerst abzusehen und zu beobachten wie sich Momo allein verhält.
Deshalb frage ich mich, wäre es in dieser Notsituation vertretbar Momo allein zu halten? Ist es wichtiger den Stress, der mit den Tests einhergeht in Kauf zu nehmen, um eine Vergesellschaftung zu ermöglichen? Ich will nur das Beste für mein Tierchen.

Mich würde sehr interessieren, wie ihr in dieser Situation handeln würdet. Hat jemand Erfahrung mit PBFD bei Katharinasittichen? Oder mit einem einzelnen Kathi, der aus gesundheitlichen Gründen keinen neuen Partner bekommen konnte?

Danke an alle, die sich die Zeit nehmen, zu lesen und ihre Erfahrungen zu teilen.
GaliGrü Maluna und Momo
 
Willkommen bei den Südami-Fans,

ein vogelkundiger Tierarzt kann eine Feder schmerzfrei ziehen und auch einen Test veranlassen. Und sowas kostet kein Vermögen. Vor ein paar Jahren kostete sowas etwa 30€ ... aktuelle Preise sind mir leider nicht bekannt, sollte man aber beim TA telefonisch erfragen können.

Da bislang nur ein PBFD-Verdacht bei dem verstorbenen Vogel bestand, aber kein gesichertes Testergebnis vorlag, besteht eine gute Möglichkeit, dass Momo gesund ist. Und dann wären alle anderen Zweifel hinfällig.

Was ich hier machen würde, sollte somit klar sein :~
 
Lieben Dank Chris! Die meisten Tierärzte in meiner Gegend nehmen Vögel gar nicht erst an. Die Kosten bei meinem Tierarzt lägen bei 250€. Ich habe heute auch schon mit dem Vorsitzenden eines Vogelvereins telefoniert, der mich darauf hinwies, dass es genügend Labore gibt, bei denen man eine Probe selbst einschicken könnte. Bsp. Tauros Diagnostik für 20€. Somit würde Momo wenigstens ein stressigen Tierarztbesuch erspart bleiben...
 
Die Kosten bei meinem Tierarzt lägen bei 250€.
250€ ... mit welcher Begründung? Ich glaub, ich spinne! Dieser Tierarzt soll vogelkundig sein? Ich vermute eher, er ist es nicht (wie die meisten seiner Kollegen) und will mit diesem Preis abschrecken, damit er es nicht machen muss.

Man kann sicherlich auch selber eine Feder ins Labor schicken, aber wichtig dabei ist, den Federkiel nach dem Ziehen nicht mit den Fingern zu berühren, um ihn nicht zu kontaminieren, was das Testergebnis verfälschen könnte.

ABER ... Du hast keine Erfahrung, wie man schmerzfrei zieht, und wenn man es falsch macht, tut es nicht nur sehr weh, sondern man kann auch den Federfolikel beschädigen.

Kennst Du einen Züchter in der Nähe, der unterstützen könnte und sowas schon mal gemacht hat?

Wenn nicht, such Dir einen wirklich vogelkundigen Tierarzt, der ein faires Angebot unterbreitet. Alles über 50€ würde mich stutzig machen.

PS: Taurus Diagnostik hat einen recht guten Ruf.
PPS: Ein guter Tierarzt-Besuch ist für den Vogel weniger stressig als laienhaftes Federziehen !!!
 
Ja den Preisunterschied fand ich auch bedenklich...Er ist leider kein vogelkundiger Tierarzt. Ich werde mich auf jeden Fall nochmal nach weiteren Optionen umhören. Die Situation ist alles andere als Optimal. Vielen Dank für die Tipps!
 
Hallo Maluna,
ich kann Dir aus leidvoller Erfahrung sagen, dass die TA-Preise und auch die Laborpreise horrend in die Höhe geschossen sind :traurig: 30 € sind heute gar nichts mehr. Ein verantwortungsvoller vkTA wird den Vogel, wenn er ihn schon in der Hand hat, auch flüchtig untersuchen, ihm in den Schnabel schauen, Füßchen anschauen etc. und dann die richtige Feder richtig auszupfen, richtig behandeln und verpacken und an das richtige Labor schicken. Unter 100 € wird da gar nichts gehen, rechne eher mit mehr.

Du musst aber unbedingt zu einem VKTA aus der obigen Liste. Alles andere kann die Probe, das Ergebnis und nicht zuletzt auch Deinen Vogel in Gefahr bringen. Du magst jetzt den Aufwand und die Kosten haben, weißt aber dafür, woran Du bist. Mit diesem Wissen kannst Du dann guten Gewissens nach einem passenden Partner für Momo suchen.
 
Danke Evy und Chris! Ich habe einen VKTA auf der Liste gefunden und werde dort direkt morgen anrufen. Ein Stück Fahrt ist es aber ich will nichts unversucht lassen. GaliGrü Maluna
 
Den PBFD Test kannst Du auch selber machen und zu Taros schicken. Aber bei der Beschreibung der Partnerin , könnte es auch was anderes gewesen sein. Besser wäre gewesen , den Vogel einzuschicken. So bleibt Dir nix anderes übrig ,als ihn komplett ab checken zu lassen. Megas wurden bei Ihr getestet ? Weil sie mager war ? Ich kenne mich mit PBFD am Vogel nicht auch, hab nur das erlesene im Kopf und da scheint mir das Krankheitsbild anders zu sein, zumal diese Vögel meist an Begleiterkrankungen versterben. Ist ne doofe Situation.
 
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