Katzen contra Vögel

Diskutiere Katzen contra Vögel im Allgemeines Vogelforum Forum im Bereich Allgemeine Foren; Katzen lieben Vögel. Ich mag beide. Doch irgendwie mag ich die Vögel, besonders die kleinen, ein kleines bißchen mehr. Un dies ist der Grund:...

  1. DePrüß

    DePrüß Guest

    Katzen lieben Vögel. Ich mag beide. Doch irgendwie mag ich die Vögel, besonders die kleinen, ein kleines bißchen mehr. Un dies ist der Grund:

    Ich wohne in direkter Waldnähe am äußersten Stadtrand und von der Bebauung fast ländlichen Umgebung. Es gibt nur freistehende Einzelhäuser
    mit reichlich Grünflächen, Sträuchern, Hecken und Bäumen. Klar, daß sich hier
    reichlich Tierwelt bewegt. Prima! Bis vor geraumer Zeit gab es angefangen vom Zaunkönig über Spatz, Dompfaff, Wiedehopf, Amsel, Taube, Schwalbe, Specht und sogar Eulenvogel ein ganz schönes Gezwitscher und Vogelkonzert. Irgendwann machten sich Marder breit und begannen sich am
    gedeckten Vogeltisch zu laben. Dazu entdeckten in der näheren Umgebung ausgesprochene Katzenliebhaber ihre Vorliebe für diese possierlichen Tierchen. Leider ist es ja nun mal so, daß Katzen und Vögel nicht ohne Gefahr für die Vögel im gleichen Raum, sprich Terrain, leben können. Mittlerweile ist es so, daß weder Schwalben noch sonstige Kleinvögel vorhanden sind. Lediglich Wildtauben und Krähen sind noch da. Ich erwähne unter anderem besonders Schwalben = Mauersegler, weil wir ca. 7-8 Nester an unserem Haus hatten. Dabei habe ich oftmals beobachtet, wie Katzen die Flugrouten der Schalben zum Haus An- und Abflug austarierten und diese dann im Flug!!! erwischten. Immer wieder fand und finde ich Federn unterschiedlichster Größe und Art, was bedeutet, daß es wieder einen Vogel weniger gibt.
    Wie gesagt, ich mag alle Tiere, auch Katzen, Hunde, Pferde, Schweine, Kühe, Igel, Tiger, Panther & Co., aber ich möchte die Vögel nicht missen.
    Hat jemand eine Idee, wie man besonders den Katzen beibringen kann, daß ich unsere Vögel auf meine Art liebe aber nicht so wie Katzen zum Fressen gern habe?

    DePrüß freut sich sehr über eine lierliebe Antwort
     
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  3. floyd

    floyd Guest

    leider kann man es katzen nicht "beibringen" ihre krallen von unserern vögeln zu lassen!

    und wahrscheinlich werden hier auch wieder einige steif und fest behaupten, dass katzen keinen negativen einfluß auf die einheimische vogelwelt haben.
    davon konnte ich aber noch nichts beobachten! (die junge nachbarskatze von nebenan kaute übrigens gestern früh auf einen hausrotschwanz rumm) und meines wissens nach gibt es darüber auch studien, das der vogelbestand abnimmt, sobald katzen sich breit machen (der verstorbene kater meiner mutter konnte auch sehr gut vögel jagen!).

    du könntest doch einmal den zuständigen jäger über die situation berichten. gut, im dorf bei den schwalbennestern wird er wohl nichts ausrichten können, aber wenn die katzen ausserhalb des dorfes wildern, kann er etwas dagegen unternehmen.

    ich möchte betonen:
    ich mag katzen!
    aber ich mag ihre verantwortungslosen halter nicht!

    und meiner meinung nach gehören katzen nachts und in der brutzeit unserer singvögel eingesperrt!
    dieses einsperren ist ja nur zeitweise.
    ich betone noch einmal, für alle die meine bisherigen beiträge dazu nicht richtig gelesen haben, oder gelesenes nicht richtig verstehen können: nur zeitweilig! nicht für immer.
    (ich hoffe, dass das jetzt mal verstanden wird. so schwer ist das nämlich nicht.)

    katzen sind haustiere und können sich wunderbar anpassen. sie leben ja bei einigen menschen ausschließlich in der wohnung, also dürfte es kein problem sein, sein viehzeug einzusperren, wenn es schaden anrichtet, und man sonst keinen einfluß auf das tier ausüben kann. z.b. durch erziehung zum gehorsam, wie bei hunden. wenn der hund nicht hört, muß ich ihn ja auch an die leine nehmen um ihn davon abzuhalten schaden anzurichten. und viel zu oft gilt ja auch von vorneweg ein leinenzwang, der meinen hund davon abhält sich frei zu entfalten. also gleiches recht für alle! ein katzenhalter kann nicht hundertprozentig behaupten, seine freilaufende katze würde keine vögel fangen und töten, da sich sein tier aus seinen einflußbereich entfernt, also muß er anderweitig einfluß auf sein tier ausüben.
    dazu sah ich übrigens einmal eine schöne reportage über katzen, in der gezeigt wurde, dass es sich positiv auf den vogelbestand auswirkt, wenn man seine katze nachts nicht frei laufen läßt.

    also nacheinmal der appell an alle verantwortungsvollen katzenhalter:
    baut für eure katzen schöne volieren mit zugang zur wohnung etc. und sperrt sie dort nachts und in der brutzeit unser einheimischen vögel ein.


    grüße floyd
     
  4. Nathalie

    Nathalie Foren-Guru

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    Hallo Floyd,

    ich gehe mit dir konform, dass Katzen zumindest nachts im Haus eingesperrt werden sollten. Was nicht funktionieren wird, ist, Katzen ueber eine bestimmte Zeitperiode wie Brutzeit der Voegel einzusperren. Katzen, die erstmal die Freiheit genossen haben, kann man meistens nicht wieder im Haus einsperren - sie wuerden quasi Amoklaufen, bzw womoeglich das Protestpinkeln anfangen.

    Meine Katzen sind reine Wohnungskatzen, naja Hauskatzen sollte ich wohl eher sagen ;), ihnen steht ca 250qm zur Verfuegung, ein Aussengehege ist geplant. In Deutschland wohnten wir in der Naehe einer stark befahrenen Bundesstrasse, sodass ich unsere 2 nicht rauslassen wollte. Hier in Australien, wo die einheimische Tierwelt stark durch fremde Tiere, wie Kaninchen, Fuechse und auch Katzen etc gefaehrdet ist, moechte ich die Katzen erst recht nicht rauslassen. Entsprechend unseres Platzangebotes sind hier nun insgesamt 4 Katzen zuhause - jede Katze, egal ob aus dem TH oder vom Zuechter kennt es nicht anders als im Haus zu leben.

    Aber es ist nun mal so, dass es Katzen gibt, die Freilauf geniessen - diese ueber eine lange Periode einzusperren ist Tierquaelerei. Leute, die ihre Katzen fuer ihren Mausefang halten, koennen ja wohl auch schlecht die Katzen einsperren und - in diesem Falle - auch nachts nicht, denn schliesslich sind die Maeuse auch nachts schwer aktiv.

    Fuer mich das A und O als Katzenhalter ist, dafuer zu sorgen, dass sich die Katzen nicht unkontrolliert vermehren. Desweiteren koennten zukuenftige Halter darueber nachdenken Katzen nur in der Wohnung zu halten, bzw mit Aussengehege oder abgesichterten Balkon. Den Freigaengerkatzenhaltern kann ich nur nahelegen die Katzen zumindest nachts einzusperren und sollte Mietz irgendwann nicht mehr sein auch ueber eine Wohnungskatze nachzudenken ;)
     
  5. #4 Hexe Elstereule, 15. August 2006
    Hexe Elstereule

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    Katzen gehören nicht nur nachts und in der Brutzeit eingesperrt, Freigängerkatzen gehören auch kastriert! Kastrierte Katzen streunen auch meist weniger herum. Immer wieder mußte ich das hemmungslose Vermehren von Katzen miterleben, keiner kümmert sich darum, die Katzen werden krank und ganz nebenbei dezimieren sie auch beträchtlich den Vogelbestand. Auch streng geschützte Kleinsäuger gehören mit ins Beuteschema, wenn Katzen in der Nähe leben, gibt es leider kaum noch Siebenschläfer, Rötelmäuse etc...
    Nur kann man leider mit den meisten Katzenbesitzern über diese Themen nicht reden, da sie oft wenig einsichtig sind. Das Wohl ihrer Samtpfoten geht ihnen über alles, koste es was es wolle! Dafür wird kräftig auf die Rabenvögel geschimpft oder nach anderen Ursachen des Singvogelrückgangs gesucht, aber auf die Idee, dass man als Katzenhalter selbst mitschuld ist, kommt kaum einer. Katzen sind Haustiere und sollten wie Haustiere gehalten werden, d.h. streng kontrolierter Freigang, wenn überhaupt. Auch die Rechtssprechung nervt in solch einem Falle: der Katzenbesitzer darf meist seine Katze weiterhin draußen rumstreunern lassen, die Nachbarn müssen sich vollgeschissene Blumenbeete vor der Terrasse, Duftmarkierungen an den Türen und andere Belästigungen gefallen lassen. (z.B. Herumklettern auf den Volieren - ich weiß nicht, wie oft ich Nachts schon raus und den Katzenschreck spielen mußte)
    Eine Katze fühlt sich durchaus im Haus wohl, wenn man sie rechtzeitig daran gewöhnt. Ich glaube, die meisten Katzenbesitzer wissen gar nicht, was sie der Tier - und Vogelwelt mit ihrem Stubentiger antun. Es war schon immer so, dass Katzen draußen rumlaufen dürfen und an ein Umdenken ist vorerst nicht zu denken. Das Problem ist aber, dass es früher nicht so viele Katzen gab, heute hat praktisch jeder 3. Haushalt eine Katze, da kann man sich mal die Populationsdichte ausrechnen. Bei uns hier haben von 6 Nachbarn sogar 4 eine oder mehrere Katzen, Tendenz steigend.8o
    Hier helfen neben Aufklärung vielleicht nur strengere Auflagen: Sachkunde etc, aber davon sind wir noch weit entfernt.
    Viele Grüße
    Angie
     
  6. BigMama

    BigMama Guest

    Also ich bin auch Katzen und Vogelliebhaber, unsere Katze trägt zum
    Schutz der Vögel ein Glöckchenhalsband, dies macht schonmal ein leises
    Anschleichen unmöglich, zudem haben wir an den Brutbäumen
    entweder Stacheldraht oder ein glattes Blech angebracht so
    kann die Katze auch nicht auf die Bäume. Bisher hat sie zum Glück noch
    keinen Vogel gefasst. Nachts ist unsere immer im Haus.
    Unsere Katze gibt sicherlich den Versuch ein Vögelchen zu ergattern nicht so
    schnell auf, aber man sollte die kleinen Vögel auch nicht unterschätzen
    als unser Garten jetzt voll mit schönen reifen Sonnenblumen war,
    kam es mir vor als machten sich die Vögel einen Spass daraus die
    Katze zu ärgern, frei nach dem Motto wir plündern hier in aller Ruhe, denn du schnappst uns eh nicht.
     
  7. Kasemir

    Kasemir Mitglied

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    Katze contra Vögel

    was ist mit Sperber,Falke,Rabe,Elster,Eichelhähr,Eichhörnchen,Marder,Iltis
    sollen die alle eigespert werden.Zu Katze mit Glocke,ist sie eine Kuh.
     
  8. #7 Hexe Elstereule, 15. August 2006
    Hexe Elstereule

    Hexe Elstereule Foren-Guru

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    Das sind alles natürliche Feinde der Vögel, sie alle haben ein Revier (ja, sogar auch Rabenvögel!), das einen unkontroliert großen Bestand verhindert, was man von Katzen nicht sagen kann. Im Vergleich zur einheimischen Wildkatze hat die Hauskatze hat kein nennenswertes Revier, das sie verteidigt, sie muß sich nicht und ihre Nachkommen innerhalb ihres Revieres ernähren und läßt somit andere Katzen zu, zudem ist sie auch wesentlich geselliger als die Wildkatze. Die Hauskatze ist somit kein natürlicher Feind sondern ein >menschengemachter<, deren Bestand sich seit einigen Jahren drastisch vergrößert.
    Leider hilft das Glöckchen an der Katze nicht unbedingt bei noch nicht ganz flüggen Ästlingen, die häufig auf dem Boden herumsitzen und sich bei Gefahr ducken anstatt wegzufliegen. Ich habs leider schon oft erlebt, dass Katzen mit einem Jungvogel herumliefen, den sie gerade erbeutet hatten. Und man kann nicht um alle Bäume Manschetten legen, die Vögel, besonders die Jungen sitzen auch in den anderen Bäumen!
    Viele Grüße
    Angelika
     
  9. Kasemir

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    Unsere Katze verteitigt ihr Revier,den Garten.sie zeigen mir sogar wo kleine Vögel liegen damit ich ihnen helfen kann.In der Hecke am Haus hat sogar eine Drossel 2 mal gebrütet u. ihre jungen auf grzogen 6 St.und ich halte frei laufende Katzen .Eine Glocke um den Hals der Katze ist für sie so laut wie Kirchenglocken,also fast Tierqäelerei.
     
  10. #9 Marcel-H-92, 15. August 2006
    Marcel-H-92

    Marcel-H-92 Marcel &quot;The Birder&quot; Hesse

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    Gehören Hauskatzen in die Natur?Wohl eher nicht.Wieso starb die Wildkatze aus?Es gibt zu wenig Futter/Lebensraum!
     
  11. #10 tierfreund1963, 15. August 2006
    tierfreund1963

    tierfreund1963 Mitglied

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    Warum gibt es zu wenig Lebensraum? Weil MENSCHEN die Lebensräume zerstören und in Kauf nehmen, dass Tierarten aussterben!!! Das natürliche Gleichgewicht wurde und wird ja wohl vom Menschen zerstört.

    Auch der Lebensraum für Vögel wird vom Menschen kontinuierlich zerstört - NUR EIN Beispiel: Schaut euch doch mal die Gärten an >>> Rasen, wie mit der Nagelschere geschnitten, keine einheimischen Gehölze, weil nicht so dekorativ, alles gepflastert, damit ja kein Unkräutchen zum Zug kommt usw., usf. Alles, was nicht ins Bild passt, wird "ausgerottet". Und für Probleme gibts ja schließlich immer noch genügend andere Lebewesen (hier nun die Katzen), die wir schuldig sprechen können.

    Ich denke mal, das größere Problem ist der Mensch selbst. Wir sollten doch unsere Intelligenz im Sinne eines KOMPLEXEN Natur-/Tierschutzes nutzen. Andernfalls werden wir irgendwann erkennen müssen, dass wir nicht nur den Lebensraum der Pflanzen- und Tierwelt, sondern UNSEREN EIGENEN Lebensraum zerstören.
     
  12. #11 Hexe Elstereule, 15. August 2006
    Hexe Elstereule

    Hexe Elstereule Foren-Guru

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    Natürlich zeigt sie Nachbars Katze am Gartenzaun die Zähne.
    Aber im Vergleich zur Wildkatze ist das Revier verschwindend klein. In dem Gebiet, das eine Wildkatze ihr eigen nennt, fänden 100erte von Hauskatzen ihren Platz. Dadurch ist der Druck in unseren Siedlungen auf die Beutetiere so groß: weil es einfach zu viele Katzen gibt, die draußen herumstreunen. Deine Katzenhaltung ist doch das beste Beispiel, denn ich gehe davon aus, dass du mehr als eine Katze hälst, die ungehindert in der Gegend herumlaufen? Die Drossel hatte nur Glück, wahrscheinlich schmecken Rotkehlchen, Meisen und Co einfach besser.
    Trotzdem solltest Du Deine Katzen während der Brutzeit drinnen lassen, der Grund, dass sie dir die Vogeljungen zeigen, ist bestenfalls kein anderer als der, Dir eine leichte Beute zu zeigen. Charikatives und mitleidvolles Verhalten ist Katzen von Natur aus fremd und gehört in die Welt der Märchen von "Lassie und Co", mach Dir bitte nichts vor!

    Die Wildkatze ist nicht ausgestorben: die Gründe für ihre Seltenheit in unseren Wäldern sind vielschichtig, liegt am meisten aber wohl in der menschlichen Nutzung der Natur. Wildkatzen sind ausgesprochen scheue und störungsanfällige Einzelgänger, die sich nur in größeren unberührten Waldgebieten wie in der Eifel wohlfühlen. Trotzdem gibt es auch immer wieder glaubhafte Sichtungen von Wildkatzen in anderen Gebieten. Einzelne Hauskatzen werden im Revier von Wildkatzen meist vertrieben oder getötet, zu viele Hauskatzen mache der Wildkatze (und nicht nur der!) das Leben schwer. Frag mal einen Revierinhaber, welche Verluste er bei Bodenbrütern und geschützten Kleinsäugern durch wildernde Hauskatzen verzeichnen kann.
    Und es ist für manchen Jäger schwierig, streunende Hauskatzen abzuschießen, häufig sind es die Katzen der Nachbarn.
    Viele Grüße
    Angie
     
  13. Kasemir

    Kasemir Mitglied

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  14. aday

    aday Foren-Guru

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    Und diese streunenden Hauskatzen Kreuzen sich auch noch mit den paar Wildkatzen und schon haben wir diese "sterilen" Blendlinge und der Untergang der Wildkatze ist vorprogrammiert wenn das so weiter geht.
    Kann ich nur zustimmen.
    Kann ich auch nur zustimmen.
    Auch bei uns gelegentlich Sichtung. Leider aber auch Blendlinge.
    Verluste bei den Vögeln und Kleinsäuger durch Katzen? Wenn man die Zahlen aus der englischen Studie überträgt auf Deutschland, dann mehrere Milliarden jedes Jahr.
    Ist nicht immer einfach, aber notwendig. Hauskatzen die in der Lebendfalle sitzen, bringe ich ins Tierheim und es ist mir egal wem die gehört. Wenn der Besitzer die wieder haben will, dann muß er schon dem Tierheim ein paar Euros bezahlen und das nicht zu wenig. Dafür bekommt er aber auch eine neu durchgeimpfte Katze wieder. Am besten sind da die Tätowierten oder Geschipten Tiere. Leider ist dieses Markieren in Deutschland noch nicht Pflicht, wird aber hoffentlich bald kommen.
     
  15. Kasemir

    Kasemir Mitglied

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    Katze contra Vogel

    so viele Vögel gibt es in ganz Deutschland nicht außer du rechnest die hunderttausende von Vögeln dazu die von Jägern abgeschoßen werden.
     
  16. Akio

    Akio Guest

    Also ich bin bei der Frage: "Katze oder Vögel?", eher für einen Zwischenweg.

    Erstmal wär es wahnsinnig wichtig, die Zahl der Katzen insgesamt, vor allem der unerwünschten, ungewollten, ungeliebten und letztendlich unglücklichen Katzen zu reduzieren, die Jahr für Jahr von abgestumpften, dummen oder, noch schlimmer, unwissenden Menschen bzw. deren Katzen in die Welt gesetzt werden.
    Also alles kastrieren, was Freilauf hat, bedingungslos. Damit erspart man sich als Katzenbesitzer auch selbst viel Leid, weil unkastrierte Kazten wegen vermehrtem Streunen und Raufereien leichter an verschiedenen Krankheiten eingehen, überfahren oder erschossen werden.

    Dann sollte man sich generell überlegen, ob man Freilauf wirklich mit der Sicherheit für seine Katze verinbaren kann, bei vielen Verkehrslagen würd ich meine Katze nie und nimmer freilaufen lassen.
    Ich selbst hab zwei Freigänger, weil sie beide zugelaufene mehrjährige Bauernhofkatzen sind, die ihren Freigang brauchen, außerdem haben wir schlicht und einfach nicht die baulichen Möglichkeiten zum Katzen einsperren.
    Wohl dabei ist mir nicht immer, wenn ich später nicht absolut ideal mitten in der Pampa wohnen würd, würd ich aus Sicherheitsgründen ne Wohnungskatze halten, obwohl die meiner Meinung nach ein nur halb so schönes und abwechselungsreiches Leben haben wie Freigänger. Auch mir ist schonmal nen Kater beihnahe überfahren worden, der Tierarzt hat ihn Gott sei Dank wieder zusammengebaut. Hätt ich nochmal ein kleines Kätzchen, müsste das in der jetztigen Wohnlage drin bleiben.

    Dann bahalt ich meine Katze natürlich drin, wenn bei uns im Garten eifrig gefüttert wird und die Jungvögel ausfliegen, weil ich daran ja auch meinen Spaß hab.
    Den Rest des Jahres müssen die Piepmätze allerdings mit den Katzen leben.

    Dafür haben wir zum Ausgleich einen sehr naturnahen Garten mit Wildsträucherhecke, Obstbäumen, Reisighaufen, Teich, Komposthaufen, Natursteinhaufen, ungemähtem Rasen usw.
    Und deswegen haben wir troz der Katzen das mit Abstand vielfältigste Vogelleben der ganzen Siedlung bei uns.

    Würden mehr oder gar alle Gärten so aussehen (und würde man konsequenter die Massenvermehrung von Katzentieren verhindern und würde mancher Mitbürger sich überlegen, dass er seiner Katze mit Freilauf keinen Gefallen tut wegen zahlloser Gefahren), dann würden auch die vogelfangenden Miezen nicht wirklich schlimm sein.

    Zumindest ich hab einen recht guten Überblick über das, was unsere eigenen Katzen fangen, weil sie regelmäßig Beute anschleppen. Das sind zu 95% verschiedene Mäuse, einschließlich Spitzmäuse, und nur zur Zeit der flüggen Jungvögel ein paar junge Drosseln, Meisen und Spatzen. Und davon gibts zumindest bei uns so viel, dass wir trotzt Katze imer reichlich im Garten und in den Nistkästen haben.
    Unsere ältere Katze war da schon ein anderes Kaliber, sie hatte eine Vorliebe für Tauben aller Altersstadien.... von daher will ich auch nicht bestreiten, dass es wirklich fähige Jäger unter den Miezekatzen gibt.

    Im Großen und Ganzen halte ich aber die naturnahe Gestaltung von Gärten und den Schutz von natürlichen Biotopen für wesentlich wichtiger als die Reduzierung der Freigängerkatzen.
    Zumal sich das Problem in einigen Jahrzehten wahrscheinlich von selbst erledigt haben wird... Katzen wird man dann wegen immer großerer Gefahren im Straßenverkehr und der technisierten Umwelt höchstens am Arsch der Welt noch freilaufen lassen können, und an Wildvögeln gibts dann wahrscheinlich nur noch Stadttauben, Krähenvögel, Spatzen, Kohl- und Blaumeisen und Drosseln....

    Übrigens sind Glöckchenhalsbänder Psychoterror für Katzen und ziemlich gefährlich und: Sie bringen nichts.
    Für eine Katze als stillen Pirschjäger mit empfindlichen Ohren ist das ständige Gebimmel die reinste Tortur, sie kann sich mit so einem Halsband leicht an spitzen Zaunpfählen oder im Gestrüpp oder beim Klettern auf Bäumen erhängen und jagen tut sie eh anders:
    Sie sitzt und sitzt und schleicht sich so vorsichtig an, das kein Ton ertönt (das lernen sie sehr schnell, sogar ein Mensch kann innerhalb von wenigen Wochen lernen mit einem Schellenband am Fuß geräuschlos zu gehen und Katzen sind da viel flotter).
    Und wenn sie dann die Beute anspringt, dann kriegt sie sie oder auch nicht, jedenfalls ist in den Sekundenbruchteilen, um die es dann geht, ein kleiner Ton nicht mehr entscheidend.
    Wer sich nicht damit abfinden kann, das ihm seine Katze ab und zu ein Vögelchen auf die Fußmatte legt, der muss sie halt wirklich einsperren, aber tut ihnen nicht sowas an.
     
  17. aday

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    Vogelmörder oder Kammer- jäger? Katzen als Beutegreifer

    Ah schon wieder mal ein Jagdgegner, der Versucht seine Katzen erfolglos reinzuwaschen.
    http://www.tierundnatur.de/katz-chu.htm
    Ganz Nett finde ich auch die Aussagen dazu vom Schweizer Tierschutz STS. Da wird sogar das mit dem Glöckchen als eher ungeeignet bezeichnet.
    http://www.katzenmagazin.ch/cgi-bin/cms/pdf/STS_Beitrag.pdf

    Wieviele Hauskatzen haben wir so ungefähr in Deutschland? Ca. 6,2 Millionen? Dann Rechne mal nach was für eine Zahl da rauskommen könnte.
     
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  19. #17 aday, 16. August 2006
    Zuletzt bearbeitet: 16. August 2006
    aday

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    Also bei uns im Dorf mit ca. 750 Einwohnern schätze ich jetzt einfach mal: 10 reine Hauskatzen und dank der von fünf größeren Anwesen wo sich die Katzen frei vermehren können, noch einmal ca. 100 Tiere. Der große "Gnadenhof" mit weit über 60 Katzen als Freigänger wurde zum Glück im letzten Jahr aufgelöst und die meisten Tiere sind in die umliegenden Tierheim gekommen. Dann kommen noch die Haus (Hof) Hauskatzen mit freilauf, noch einmal ca. 60 Tiere und derzeit noch 3 Bekannte verwilderte Hauskatzen. Wildkatzen sind es wahrscheinlich 1 und zwei Blendlinge, die natürlich auch anderswo rumspringen als nur bei uns in der Gemarkung. Also sagen wir mal ca. 173 (163) Katzen auf ca. 500ha. Solch eine Prädationsdichte erreicht sonst kein Beutegreifer.
     
  20. #18 Hexe Elstereule, 16. August 2006
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    Natürlich sind unsere naturfernen Gärten (aber auch die landwirtschaftlich genutzten Flächen) ein Hauptbestandteil des Artenrückgangs, aber der Druck, den die Katzen als Beutegreifer ausüben, ist ein weiterer Hauptbestandteil. Beides gilt es zu ändern. Natürlich ist alles menschengemacht, aber wir können jetzt nicht mehr zurück und aus Wohnsiedlungen Urwälder entstehen lassen, mit Braunbär und Wolf...:zwinker: Aber wir können die Verantwortung dafür ubernehmen, was durch unser Handeln zerstört wird. Dazu gehören die Gärten und die Landschaften, die wir renaturieren können, dazu gehört aber auch das verantwortungsvolle Halten von Haustieren, die in unserer Natur Schaden anrichten können, wie z.B. Hauskatzen.
    Und zu Dir, lieber Kasemir: Du scheinst wirklich einer der Prototypen des deutschen Katzenhalters zu sein, so wie ich ihn schon beschrieben habe: keinerlei Einsicht vorhanden (oder vielleicht doch im Stillen?) und Du neigst dazu, die Tatsachen zu bagatellisieren! Was machen schon die paar Vögelchen, die eine Katze verspeist. Nur, dass das sehr viele Katzen so machen......es sind einfach zu viele.
    Und da es besonders in den südeuropäischen und nahöstlichen Gegenden schießwütige Leute gibt, die darauf brennen, so viele Vögel wie möglich vom Himmel zu holen (was sehr verwerflich ist und in keinster Weise akzeptiert werden darf), sollte man hierzulande ein besonderes Augenmerk auf die Piepmätze haben und sie besonders schützen. Der Abschuß von Vögeln ist hierzulande verboten! Ausnahmen gibt es bei Rabenvögeln und jagdbarem Geflügel, was auch oft umstritten ist.
    Sicherlich ist es für eine gesunde Katze am schönsten, draußen herumzustreunern, und sicherlich ist das auch katzengerecht. Nur können wir den Haustieren nunmal keine geeigneten Lebensräume mehr anbieten, wo sie sich ungehindert bewegen könnten ohne zu schaden: alle Haustiere: Vögel, Kaninchen, Hunde von klein bis groß, von der Ziege übers Schaf bis hin zur Kuh oder Pferd werden kontrolliert und eingesperrt, entweder, um sie zu beschützen und/oder um andere vor ihnen zu schützen. Selbst wenn Du ein paar Wellensittiche freilassen würdest, würdest Du ganz gewaltig eins auf den Deckel bekommen, weil die Vögel sich ja weitervermehren könnten und das zu Faunenverfälschung beitragen könnte. Nur die Hauskatze hat bis jetzt den Freibrief, weil es eben immer so war (seit dem ausgehenden Mittelalter oder so..) und man nicht ändern braucht.....denn dazu müßte man ja umdenken.
    Damit keiner glaubt, ich bin ein Katzenhasser: vor einigen Jahren hatte ich selber eine (Wohnungs)Katze, die ihren Ausgang draußen mit uns zusammen hatte; leider, leider mußten wir sie abgeben, wegen Katzenhaarallergie. Sie lebt mittlerweile bei einem ehemaligen Arbeitskollegen im Haus und hat einen Kameraden und ein eigenes Katzenzimmer.
    Viele Grüße
    Angie
     
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