Katzen

Dieses Thema im Forum "Artenschutz" wurde erstellt von anna-sophia28, 29. September 2016.

  1. Eric

    Eric Stammmitglied
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    @ joerg
    Was verstehst du nicht?

    Hab ich irgendwo geschrieben: "Wer denn mag, könnte vielleicht auch mal im Kleinen beginnen." oder so etwas angetönt?

    Im Gegensatz manchem anderen Mach ich im Kleinen und auch Grossen was.

    Was ist am Satz: "Natürlich soll man schon im kleinen beginnen !" an Einstellung nicht zu verstehen?

    BTW: Hab vom letzten Haus aus wo ich wohnte total 101 Vogelarten feststellen können. Wurde dann abgerissen, alles was drum herum wuchs Platt gemacht und Ueberbaut.
    Konnte da auch Wiedopf, Ortolan, Seidenschwänze, Bienenfresser etc in und über dem Garten beobachten und sogar mal ein paar Brachvögel die darin herum stocherten. Auch da hatte ich Katzen und sie haben auch gelegentlich mal eine junge Meise von den dort brütenden erwischt. Heute gibts da nix mehr! Was war also schlimmer?
     
  2. AdMan

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  3. joerg

    joerg Stammmitglied

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    Mit dem Satz "Sie sind aber nicht wie es oftmals fast proklamiert wird, der alleinige Untergangsgrund aller einheimischen Kleintiere." hast du zwar recht, relativierst aber die vorher getroffenen Aussagen.
     
  4. Eric

    Eric Stammmitglied
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    Und genau so ist es. Katzen sind nicht der Untergang der Welt und ebensowenig der alleinige Untergangsgrund aller einheimischer Kleintiere. Kann ja auch nichts dafür dass es so ist.

    Also wo ist das Problem bei einem Satz wo du mir recht geben musst?

    Natürlich relativiere ich einiges, weils ganz einfach nicht nur ein Schwarz oder Weiss gibt.
     
  5. Tussicat

    Tussicat Foren-Guru

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    Ich denke, dass es einfach sehr frustrierend ist, wenn man im Garten eine Oase für Vögel etc. schafft, dass all diese Liebe und Mühe dann von den Katzen anderer Leute zunichte gemacht wird.

    Übrigens stört da der Hund der Nachbarn nicht, weil der auf sein Grundstück beschränkt ist und die Vögel damit kein Problem haben.
    Ich sehe schon, dass hier mit zweierlei Maß gemessen wird. Der Hund hat auf seinem Grundstück zu bleiben und die Katze darf in meinen Garten eindringen und dort machen, was sie will und hinkoten wo sie will. Ekelfaktor eingeschlossen.
    Der Mensch hat die Verantwortung für siene Haustiere zu übernehmen. Hunde, Schlangen, Giftspinnen ... keines der Tiere darf in der Natur ausgesetzt werden. Lediglich meine Katze muss im Heim der Nachbarn gegen deren Willen geduldet werden. Mit welchem Recht diese Ausnahme?
    Weil die Katze Bewegung braucht? Der Hund braucht sie ebenso.

    Dass das so manchem Gartenbesitzer stinkt, kann ich mir gut vorstellen.

    Ich habe nichts gegen Katzen. Aber etwas gegen Verantwortungslosigkeit und Ignoranz und das nicht nur in der Katzenhaltung.
    Eric hat Recht, es ist nur ein Problem von vielen, welche wir dringend angehen sollten, wenn wir weiter eine Wohlstand leben wollen. Die Zukunft der Landwirtschaft ist katastrophal, weil die Gebiete zur Zeit so ausgenommen und damit zerstört werden.

    Ich dneke wir müssen auf allen Bereichen, die gegen dei Natur laufen, dringend etwas tun. Extensive Landwirtschaft ist da ebenso inbegriffen wie die ungezügelte Haltung und Vermehrung von Katzen, die teilweise nur stattfindet, weil die Sterilisations- oder Kastrationskosten gescheut werden.
     
  6. Eric

    Eric Stammmitglied
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    Ein Unterschied bei Hund und Katze ist z.B.. dass Hunde einer stärkeren Kontrolle unterliegen, weil sehr viel mehr Unfälle mit Bissverletzungen vorkommen, ein Hund schlichtweg gefährlicher ist.

    Was Sterilisation bei Katzen betrifft: Da sind wir zum Grossteil wieder bei der Landwirtschaft. Bauerhofkatzen, die halt einfach da sind und machen was sie wollen. Da gibts dann Aktionen wo solche Katzen eingefangen und verbilligt bis gratis sterilisiert werden. Jeder Andere muss bezahlen. Die armen Bauern dann natürlich nicht.

    Grundsätzlich unterscheide ich die Menscheit in Hundetypen und Katzentypen. Manchmal gehts auch gemischt, aber oft ist da die Grundhaltung schon total verschieden.
    Ich will dies gar nicht werten. ( Hab übrigens beides schon gehabt und vieles mehr).

    Vom Wesen her sind diese beiden Tiere einfach auch grundverschieden. Ob man das jetzt gut findet oder nicht, Ist einfach so.

    Uebrigens, schön wärs, wenn Hunde nur auf eigene Grundstücke beschränkt wären. Dreimal beinahe einen meiner Vögel verloren wegen freilaufendem jagendem Hund. Kenne x Fälle mit wildernden Hunden, Kenne eine ganze Anzahl Bauernhofhunde, die unterwegs sind wie sie wollen, vor allem nachts. Also da etwas gegenrechnen zu wollen hat keinen Sinn.
     
  7. Blacky04

    Blacky04 Guest

    Wir halten 2 Katzen, einen Hund, 2 Graupapageien, 8Agas, 7 freilaufende Zwerghühner.

    Das geht wunderbar. Dann bin ich wohl ein Mensch mit 4fach Grundhaltung...

    In der Streuobstwiese sind Hecken und gezählte 12 Nistkästen, auch wenn das nicht der Natur entspricht. Genommen werden sie gern.

    Das Thema freilaufende Katzen hat im VF schon sooooon laaaaangen Bart.
     
  8. Tussicat

    Tussicat Foren-Guru

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    Hallo Eric,
    da hst Du wohl recht und es scheint regional sehr unterscheidlich zu laufen.

    Wir haben hier keine frei laufenden Hunde, aber kaum noch klassische Bauernhöfe.
    Dafür hat fast jeder so seine Hauskatze auch ohne Bauernhof. Tags müssen sie raus, weil die Halter auf Arbeit sind. Von Nachbarn weiß ich, dass dabei Katzen sind, um die sich keiner kümmert. Mal angeschafft und dann verwahrlost, fressen sich als Besucher dann irgendwo notgedrungen durch und vergraulen deren eigene Katze. Bei so etwas bekomm ich echt nen Hals. Wenn man sich ein Tier anschafft, dann ist man dafür verantwortlich, hat es zu füttern und medizinisch zu versorgen, samt Nachwuchs. Dieses Verhalten ist meiner Meinung nach bei Katzenhaltern öfter anzutreffen als bei Hundehaltern, denn einen Hund kann man nicht so einfach vor der eigenen Haustür raussetzen.

    Insofern gibt es hier mehr wilde Katzenopfer als Hundeopfer.

    Ein durchschnittlich großer Vogel findet Hund und Katze gleich gefährlich. Dass Hunde gefährlicher sind als Katzen ist wohl eine nur auf den Mensch bezogene Einschätzung.
    Was wäre so schlimm daran, zu regulieren, dass jeder seine Katze nur auf eigenem Grud und Boden halten darf und Kennzeichnungspflicht? Zuchtgenehmigungen für Katzen und Kastrationspflicht? Wird ja beschränkt regional schon teilweise umgesetzt. Ausnahmegenehmigung für Freilauf, falls das heute noch notwendig ist, für Nutzkatzen 1-2 St. pro Bauernhof mit Bevorratung von Getreide.

    Klar, Hunde gehören auf den Hof oder an die Leine.
    Aber ich nehme mir das Recht heraus, in meinen Gemüsebeeten weder den Kot von Nachbars Hund noch Nachbars Katze haben zu wollen. Das ist Privatgrund / Privatsphäre und nicht für deren kuschlige Familienmitglieder hergerichtet. Dort sollen die Vögel fressen und wohnen dürfen und ich möchte weiter barfuß durch einen unbeschissenen Garten laufen.

    Vögel kommen immer erst dann in höheren Zahlen, wenn man die Katzen einigermaßen fern hält. Das ist meine Erfahrung.

    Leider läuft es immer wieder darauf hinaus, dass wir unser Grundstück wegen der Schludrigkeit anderer weitgehend katzendicht umzäunen müssen. Mit unserem Geld. Hundedicht müssen wir es nicht machen, denn Hund ist brav an Nachbars Leine oder schaut durch den Zaun ...
     
  9. Tussicat

    Tussicat Foren-Guru

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    Wenn alle Menschen vernünftig wären, müssten wir uns um solche Themen gar nicht kümmern. Zufüttern von Vögeln ist auch nicht entsprechend der Natur, aber es ist notwendig geworden.

    Das Insekten- und Vogelsterben in den letzten Jahren ist schockierend. So kann es doch nicht weiter gehen.

    Natürlich sind die Katzen nicht allein dafür verantwortlich, sondern es ist wohl so wie Eric schreibt. Bei den Menschen muss sich etwas ändern. Unsere kleinen Biotope reichen nicht zur Rettung und können den Lauf kaum aufhalten.

    Es geht wohl mehr um die meiner Meinung nach verständliche Frustration, dass anderer Leute Haustiere, und da nur die Katze, in meinem Garten ungestraft wildern dürfen und damit die mühselig gepäppelte Population vernichten. Würde ein Hund das Gleiche machen, dann gäb es zu Recht viel Ärger für den Hundehalter. Für diese Ungleichheit fehlt mir jegliche rationale Erklärung.
     
  10. Eric

    Eric Stammmitglied
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    Na ja, wenn ich barfuss durch den Garten laufen will, muss ich mich immer darauf gefast machen, dass ich in Igelkot, solchen von Marder und ähnlichem trete.
    Trotz eigener Katzen besteht bei diesen aber keine Gefahr, weil die gezielt nicht in den Rasen machen. Im Gegensatz zu Hunden, denen es von Natur aus egal ist wo sie hinmachen. Das mit dem Hundekot habe ich aber in den Griff bekommen. Kommt fast nicht mehr vor.

    Vögel, trotz Katzen, wie schon erwähnt alles Mögliche hier. da landet auch mal ein Milan im Garten oder der Uhu schnappt sich was. Da sind nicht nur Sperlinge, Amseln und Kohlmeisen da. Kommt natürlich stark drauf an von was für einer Umgebung wir reden. Bin zwar absolut nicht in der Pampa, aber auch nicht total überbaut hier.

    Katzen grundsätzlich zu limitieren: Kein Problem damit. Kennzeichnungspflicht ist mancherorts schon Usus. Auslauf für Nutzkatzen? Wissen die dann, dass sie nur beim Getreidelager nur Mäuse fangen dürfen?

    Ich seh die Unterschiede in der Haltung halt etwas anders. ( Muss niemand auch so sehen). Katzen sind keine Rudeltiere mit Chef, die sich an der Leine führen lassen, sich gross befehlen lassen, auf Abruf machen was man sagt auch wenns ihnen missfällt. Die sind anders gestrickt, Freigeister die das zusammenleben dulden wenns passt und wenns ihnen nicht passt, nützt erzwingen wollen gar nichts. Entweder man kommt damit klar oder halt nicht.
    In dem Sinne lässt sich auch die Haltung nicht gleich durchführen.
    Aber das ist wie gesagt meine persönliche Ansicht.
     
  11. Tussicat

    Tussicat Foren-Guru

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    Eric, Du scheinst einen schönen Garten und "anständige" Katzen zu haben. So kannte ich das ursprünglich von ehemaligen Familienkatzen auch. Uhus sehe ich nicht einmal aus der Ferne. Einen Milan nur 1-2 Mal im Jahr meist weit weg. Bei Euch scheint es also kaum ein Problem zu sein.

    Wir sind hier eher im ländlich dicht besiedelten Gebiet, ich kämpfe um jeden Spatz, der hier in den Garten kommt. Die ersten beiden Jahre hat sich kein Vogel hier hin verirrt. Mittlerweile kommen ein paar.

    Im vorigen Garten war es mit den Katzen schlimm. Von wegen nicht auf den Rasen. Mehrere Katzen ließen sich so gar nicht vertreiben, das fiel selbst den Nachbarn auf. Zu lange hatte sich keiner um das Grundstück gekümmernt. Immer wieder (d.h. täglich frisch) dicke Durchfallfladen mitten auf dem Rasen und in den Beeten. Stinken tuts eklig, geb zu ich bin da sehr sensibel. Da kommt kein Igel oder Marder mit. Weder an Größe noch Geruch. Keine Vögel. Mit seinerzeit kleinem Kind war das nicht grad die Welle, wenn man nicht mal auf dem eigenen Rasen spielen kann. Wurde wirklich erst besser, nachdem mit etwas Aufwand die Umfriedung so hergerichtet wurde, dass die Katzen nicht mehr einfach durch das Grundstück kamen. Danach gab es neben Spatzen auch Meisen, Spechte, Eichelhäher, Amseln ...

    Es ist eben immer eine Frage der Anzahl und der Haltung. Ich will Katzen nicht ganz abschaffen, denn dazu sind sie auch zu lange Begleiter der Menschen. Aber eine Limitierung, die eine verantwortungsvolle Haltung bringt. Auch zum Wohle der Katzen.

    Mit dem Getreidespeicher: deshalb die Sondergenehmigung für den Freigang auch außerhalb des Grundstücks, weil auf einem solchen Anwesen / Speicher das nicht anders möglich ist. Ohne Sondergenehmigung muss die Katze im eigenen Garten bleiben. Tiergerechter als reine Wohnungskatzen in den Städten ist das allemal.
    Ich kenne Menschen, wo das mit der Gartenhaltung der Katzen (vor allem zur Sicherheit der Katzen) sehr gut funktioniert. Ist eben nur deutlch aufwändiger als Katzenbaby bei ebay holen und wenns keinen Spaß mehr macht, raussperren und vernachlässigen.
     
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