Katzen

Dieses Thema im Forum "Artenschutz" wurde erstellt von anna-sophia28, 29. September 2016.

  1. Karin G.

    Karin G. Co-Admin
    Moderator

    Dabei seit:
    22. März 2001
    Beiträge:
    22.707
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    CH / am Bodensee
    das war nicht ersichtlich, da du das "Geh zum psychiater!!! "ohne weiteren Hinweis gleich nach dem Eric Text schreibst.......
     
  2. AdMan

    Schau dir mal diese Kategorie an. Dort findest du bestimmt etwas gutes!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. Eric

    Eric Stammmitglied
    Moderator

    Dabei seit:
    29. Januar 2016
    Beiträge:
    334
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    8735 St. Gallenkappel
    Leuts bloss keinen Aufstand.
    Uebrigens: Die USA Studie wird sogar vom deutschen Tierschutz massiv in Frage gestellt. Viele Daten auch der englischen Studien können nicht verglichen werden, sind Vermutungen, Mutmassungen , Hochrechnungen etc.

    Was wirklich Fakt ist, ist z.B. :
    - In Mitteleuropa haben Katzen bisher keinen negativen Einfluss auf die hauptsächlich von ihnen erbeuteten Singvögel. ( Amsel, Sperling, Buchfink, Kohlmeise etc.)
    - Bei allen in den roten Listen aufgeführten vom aussterben bedrohten oder massiv gefährdeten Arten sind Katzen nicht das Problem und haben praktisch null Einfluss
    - Die Beispiele mit den ausgestorbenen Inselarten irgendwo auf der Welt haben keinen Bezug zu den mitteleuropäischen Problemen.

    - Lokal können Katzen bei klein und isolierten Biotopen massive Auswirkungen haben.
    - In nicht Siedlungsgebieten haben Katzen nichts zu suchen.
     
  4. owl

    owl Foren-Guru

    Dabei seit:
    2. Februar 2002
    Beiträge:
    5.161
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Zollernalb
    Dann frage ich mich, warum es bei uns keine solchen Studien gibt. Damit meine ich allerdings nicht Studien, die von der Katzenfutterindustrie gesponsert werden ;)

    Vielleicht ist es nur Zufall, dass in meinem Garten oder Nachbarschaft die Amseln immer weniger, während die Katzen immer mehr werden. Da habe ich mir es wohl zu einfach zusammen gereimt. Allerdings ist da leider, leider auch wieder das Usutu-Virus aufgetaucht. Macht freilich nichts, wenn die Amseln die das Virus überleben, dann noch mit der wochenlangen Trockenheit zu kämpfen haben. Die paar Amseln welche (natürlich nur seeehr selten) von den Katzen getötet werden fallen dann auch nicht mehr ins Gewicht :traurig:

    Null Einfluss :? - Ich schreibs ungern, doch ich kann nicht glauben, dass du selber glaubst was du geschrieben hast.

    Ich möchte es einfach nochmal aus meiner Sicht schreiben....
    denn ich halte Katzen NICHT für die alleinigen Verursacher des Artenrückgangs. Ich denke, niemand hier wird das tun. Vielmehr halte ich die Katzen, bzw. deren HalterInnen natürlich, für mitverantwortlich. Mitverantwortlich in einem Ausmass, das durchaus endlich Beachtung und auch Massnahmen in Gang setzen sollte.

    in Siedlungsgebieten auch nicht. Zumindest nicht während der Hauptbrutzeit, und schon gar nicht, wenn sie nicht sterilisiert oder kastriert sind. So lange sie im eigenen Garten sind und dort auch bleiben, gehts keinen was an.
     
  5. joerg

    joerg Stammmitglied

    Dabei seit:
    23. November 2015
    Beiträge:
    260
    Zustimmungen:
    0
    Gilt für beide Seiten - und ich wiederhole es ungern: Gerade Moderatoren sollten zur Deeskalation beitragen!

    Das Thema nur auf Katzen und Vögel zu reduzieren, halte ich ebenfalls für nicht richtig. Was ist denn mit Reptilien und Amphibien, die in (naturnahen) Gärten leb(t)en? Einfach nur "Dumm gelaufen"?

    Jörg
     
  6. owl

    owl Foren-Guru

    Dabei seit:
    2. Februar 2002
    Beiträge:
    5.161
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Zollernalb
    völlig richtig, Joerg :zustimm: Wir haben zwei Miniteiche, in welchen sich bis vor einigen Jahren noch Kröten und Frösche getummelt haben. Jetzt sind nur noch ein paar wenige Molche drin. Auch Libellen habe ich dieses Jahr nur ganz wenige gesehen. Schmetterlinge fast gar keine. Da ich nun im eigenen Garten schon häufiger Katzen auf der Lauer nach allen möglichen der aufgezählten Tiere ertappt habe, mache ich die KatzenhalterInnen für die Verluste mitverantwortlich.

    Weitere Übeltäter sind natürlich auch die glyphosathaltigen Herbizide, bzw. diejenigen welche sie kaufen und unsere Umwelt (und Nahrung, sogar unser Bier) damit vergiften.

    Ist es denn nicht genug, dass unsere einheimische Fauna noch immer mit Glyphosat zu kämpfen hat, bzw. dadurch zu Tode kommt. Es ist schon traurig, während einige Nachbarländer imstande sind, glyphosathaltige Herbizide aus den Regalen zu verbannen, schaffen wir das hierzulande nicht. Dabei lässt die EU ihren Mitgliedsstaaten bei dieser Entscheidung freie Hand.
     
  7. Peregrinus

    Peregrinus Peregrinus

    Dabei seit:
    26. März 2005
    Beiträge:
    7.722
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Baden-Württemberg
    Den Nagel sauber auf den Kopf getroffen, kann man da nur sagen! :zustimm:

    @owl: Wir müssen hier zwischen Artenschutz und persönlichem Gartenambiente trennen. Die Brutpaarzahlen der häufigen Arten sind halt nunmal nicht rückläufig, da können wir noch so viele Katzen-Hochrechnungen anstellen. Selbst wenn in Deutschland jedes Jahr 30 Millionen Jungvögel von Katzen gefressen werden - das ist immer noch nur ein Bruchteil der nicht überlebenden Jungvögel und liegt noch locker im Bereich der kompensatorischen Sterblichkeit.

    Hierfür verwendet die Populationsökologie den schönen (aber leider englischen) Begriff "doomed Surplus". Das sind all diejenigen Tiere, die letztlich nicht als Reserve gebraucht werden, um die Population zu erhalten (die ihre Größe wiederum an der Kapazität ihres Lebensraums ausrichtet).

    Wenn der Lebensraum nicht mehr Amseln und Meisen hergibt, als da sind, dann kann ich Katzen abschaffen wie ich will - es nützt halt nichts. Dann übernehmen andere Faktoren die Eliminierung des doomed Surplus.

    VG
    Pere ;)
     
  8. Tussicat

    Tussicat Foren-Guru

    Dabei seit:
    4. November 2014
    Beiträge:
    998
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    63xxx

    Zwei Gegenpunkte in der Argumentation:

    1. Unser Siedlungsgebiet grenzt an einen Wald. Es ist normal, dass die Katzen auch dort hingehen. Sie stoppen nicht am Rande des Siedlungsgebietes.

    2. Haben ich oder owl ... nicht das Recht darauf zu verlangen, dass Nachbars Katzen eben nicht in meinen Garten gehen und dort wildern oder die Beete vollsch... ? Unser Garten ist doch nicht das Katzenklo und der Fressnapf für ander Leute Haustiere. Ich kann mich ja auch nicht einfach bei den Katzenhaltern bedienen, die Petersilie etc. für meine Vögel holen und den Vogelkot dort abladen.
    Und ja Vergleich zum Hund: nachbarschaftliche Hundehaufen werden im Garten der Katzenhalter sicher nicht geduldet, dabei stinken die auch nicht mehr als der Kot der Katze.

    Es geht nicht um gut oder böse bei den Tieren. Da in diese Ecke drängen greift zu kurz und ist absolut kein Argument.

    Es geht darum, wieweit die Verantwortung der Tierhalter im Sinne der Gemeinschaft nach moralisch ethischen Gesichtspuntkten und im Sinne des Rechts der Nutzung des eigenen Grundstück gehen soll.
    Die Freiheit es Einen beschränkt hier die Rechte des Anderen im eigenen häuslichen Ummfeld.
    Es geht um die Rechte und die Freiheit, die gut abgewogen sein sollen UND um die Klärung, ob verwilderte / wildernde Katzen tatsächlich keinen Einföuss auf das Artensterben haben. Dass sie allenfalls eine Zusatzbelastung sind und nicht DIE Ursache, da sind wir uns wohl alle einig, also auch darüber ist eine Diskussion m.E. überflüssig.
     
  9. Eric

    Eric Stammmitglied
    Moderator

    Dabei seit:
    29. Januar 2016
    Beiträge:
    334
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    8735 St. Gallenkappel
    Was Studien betrifft: Solche sind immer unendlich schwierig seriös zu erstellen. Man müsste ja Vergleiche unter absolut gleichen Bedingungen durchführen können. Geht draussen aber praktisch nicht. Also gleiches Biotop, gleiche Jahreszeit, gleiches Wetter, gleiches Vogelvorkommen , etc.
    Alles muss langzeit beobachtet werden, damit Einflüsse von unterschiedlichen Jahren punkto Wetter eliminiert werden können. Die Resultate sind wiederum nur für gleiche Verhältnisse und Umstände anwendbar etc etc.
    Ansonsten bleiben es Momentaufnahmen, die an einem Ort, zu der Zeit und diesen Bedingungen stimmen, aber nur sehr bedingt übertragbar sind.

    Hochrechnungen von einzelnen Erkenntnissen sind immer fraglich.

    Und wie Pere richtig bemerkt hat, ist es schon ein riesen Unterschied ob man von Minibiotopen im Siedlungsgebiet spricht oder generell flächendeckend. Ebenso kommt es selbst bei Kleinstbiotopen, sprich eigener Garten, auch auf verschiedenste Umstände an.
    Ich hab ja selber z.B. im Verlauf eines Jahres ganz normal Zeiten, wo es von Sperlingen wimmelt und Zeiten wo praktisch keine da sind. Dasselbe bei Amseln und Meisen etc. Da auch Katzen da sind, könnte man nun den einfachen Schluss ziehen, dass diese die Ursache sind. Sind sie aber nicht, weil 100 m entfernt eine Teichanlage eines Enten und Fasanenzüchters steht und sie sich ganz einfach nach der Brutzeit dorthin verschieben. ( Er hat übrigens auch eine Katze.) Zusätztlich ziehen hier viele Meisen und Amseln ganz einfach im Herbst ab.
    Berücksichtigen müsste man auch, dass je nach Jahr /Wetter auch bei anderen Lebewesen wie Insekten, Reptilien, Kleinsäugern, Spitzenjahre da sind, mit grosser Population und Jahre wo ganz normal dann Zusammenbrüche stattfinden. In der ganzen Sache gibt es einfach praktisch keine Konstanten , die sich einfach vergleichen lassen.
    Aus all diesen und noch ein paar anderen Gründen, sind für mich so Studien immer nur interessante Puzzleteile, aber nichts definitiv allgemein aussagekräftiges.

    Wie schon einige Male von mir eingebracht: Ja, Katzen können Lokal ein Problem darstellen. Ja es gibt Orte wo sie nichts verloren haben, Ja, verwilderte Katzen brauchts echt nicht....
    Die Hauskatze aber als Grundübel und viel schlimmer als alles Andere zusammen darstellen zu wollen, entspricht wohl kaum den Tatsachen.

    Wenn wir Arten wie Schmetterlinge und Falter in die Diskussion mit einbeziehen, wird es gerade nochmals schwieriger. Wenn solche nach der Eiablage erbeutet werden, spielt dies keine grosse Rolle. Die Lebenserwartung ist meist dann noch sehr bescheiden. Gerade bei einem hohen Vogelbestand sind diese Insekten wesentlich mehr gefährdet. Auch die geschätzten Fledermäuse können da wesentlich effektiver eingreifen. Eine Aussage, dass eine Beobachtung, wie eine Katze auch Schmetterlinge schnappt, den Grund für deren Rückgang darstellen soll, steht auf recht wackligen Beinen.
     
  10. Eric

    Eric Stammmitglied
    Moderator

    Dabei seit:
    29. Januar 2016
    Beiträge:
    334
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    8735 St. Gallenkappel
    @ Tussicat
    Ok also:

    Wie auch von mir gesagt: Katzen haben im nicht Siedlungsgebiet nichts verloren. Also die Problematik von Katzen im Wald etc, wird auch von mir durchaus anerkannt.

    Bleibt noch das "Recht".
    Ja, da ist es auch meiner Ansicht nach absolut in Ordnung zu fordern, dass nachbars Katze sich nicht negativ im eigenen Garten bemerkbar macht.

    Es geht also offenbar bei dem ganzen Thema nur darum, dass man sich gegen fremde Eindringlinge im Garten wehren will, die nicht mal Steuer bezahlen. Kanns zu einem gewissen Grad nachvollziehen, hat aber dann mit dem ganzen Artenschutz nichts mehr zu tun.

    Was dann das Thema Freiheit betrifft, da leben wir doch alle in einer illusion. Wir alle haben nur bedingte mini Freiheiten. Wer wirklich nahezu Frei ist, das ist die Katze. Die führt einem vor Augen, wie eingeschränkt wir alle doch sind. Und wer mag das schon.
     
  11. DanielG

    DanielG Foren-Guru

    Dabei seit:
    10. Januar 2006
    Beiträge:
    714
    Zustimmungen:
    0
    Mich erinnert diese ganze pro-/contra-Argumentation in Bezug auf das Artensterben an ein Thema, mit dem ich beruflich zu tun habe.

    Ich bin Ingenieur in der Automobilindustrie, und mein Hauptgebiet ist die Reduktion von Emissionen.

    Wir erleben ja aberwitzige Debatten selbsternannter Fachleute zu diesem Thema, aber was ganz besonders toll ist - der Verweis darauf, dass das Automobil ja nur zu 16% zu den CO²-Emissionen beiträgt.
    Was wäre jetzt denn da die richtige Schlussfolgerung daraus? Die anderen Verursacher machen mehr Dreck, also machen wir beim Auto nichts mehr und warten auf die Landwirtschaft?

    Genau so läuft die Debatte um die Freilauf-Katzen.

    Natürlich sind sie nicht URSÄCHLICH für den Artenschwund. Aber sie leisten ihren Beitrag dazu. Und mit dem Verweis darauf, dass es nicht die Katzen sind, warten wir darauf dass erst mal die anderen Ursachen....

    Und so schieben wir den Ball hin und her, bejammern den Zustand und bewirken NICHTS!

    idS Daniel
     
Thema:

Katzen

Die Seite wird geladen...

Katzen - Ähnliche Themen

  1. Pflanzentopfhalterung für Kräuter ,Vogelmiere und Katzengras

    Pflanzentopfhalterung für Kräuter ,Vogelmiere und Katzengras: Hallo Habt Ihr schon eine Pflanzentopfhalterung für Grünzeug in Töpfen ?? Vogelbrunnen - Pflanzentopfhalter Osiris - zum anschrauben für...
  2. offene Fraktur am Flügel nach Katzenangriff

    offene Fraktur am Flügel nach Katzenangriff: Hallo, heute wurde eine Türkentaube von einer Katze angegriffen, wir haben sie dann vor weiteren Angriffen gerettet. Jedoch blutete sie am...
  3. Tyrode-Lösung auch für Katzen?

    Tyrode-Lösung auch für Katzen?: Meine Freundin hat eine 19 Jahre alte Katze mit allmählichem Nierenversagen. Von meinen Vögeln kenne ich Tyrode-Lösung, die statt Trinkwasser...
  4. Wellensittich:Wir sind Ratlos! Kopf hängt vorneüber/Katzenbuckel – Seltene Krankheit?

    Wellensittich:Wir sind Ratlos! Kopf hängt vorneüber/Katzenbuckel – Seltene Krankheit?: Hallo zusammen, wir machen uns große Sorgen um unseren 5-jährigen Leo und sind in einer ausweglosen Situation. Alle möglichen Behandlungsmethoden...
  5. Hilfe!!! Was ist mit meinen Katzen los?

    Hilfe!!! Was ist mit meinen Katzen los?: hallo zusammen, Vielleicht weiss jemand Rat. Ich habe zwei Katzen. Eine ist eine Handaufzucht. Habe sie damals frisch geboren im Regen unter...