Katzen

Dieses Thema im Forum "Artenschutz" wurde erstellt von anna-sophia28, 29. September 2016.

  1. Tussicat

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    Eric, Du hast Recht, wenn Du sagst, dass es sich um zwei verschiedene Dinge handelt:
    - Das Biotop und der Frieden im eignene Garten
    - Artenschutz und verwilderte Katzen

    Was mein Anliegen war, neben der Erhaltung des mühsam geschaffenen Mini-Vogelparadieses im eigenen Garten, ist die Reduktion der Verwilderung mit reglementierenden Maßnahmen.
    Für ersteres habe ich bisher recht gut mittels baulicher Maßnahmen eingreifen können, was allenfalls unnötig Geld kostet und lästig ist.

    Ich denke, dass gerade die freiheitliche, regellose Katzenhaltung (nicht der Freigang an sich) oft genug zur Verwilderung führt. Wenn man mit Katzenhaltern spricht, stellt man oft fest, dass sie fremde Katzen mit durchfüttern müssen, die kurz nach Kauf aus mangelndem weiteren Interesse der Familie oder Einsparungsgründen aus dem Haus geworfen werden und nicht einmal mehr gefüttert werden. Die armen Viecher haben nicht einmal eine frostsichere Bleibe in kalten Winternächten. Das führt neben dem Problem der verwilderten Hauskatzen, die sich auch in angrenzende Wildgebiete zurückziehen müssen, zu unsagbarem Tierleid.
    Es gibt Initiativen, die durch Füttern und Einfangen der verwilderten Katzen und Sterilisation versuchen, dieses Leid in den Griff zu bekommen. Traurig, dass das sein muss. Diese verdammte Verantwortungslosigkeit von Menschen, wenn es um die Katze geht, stinkt mir. Mir stinkt sie aber auch bei vielen Vogelhaltern (ein Blick in Ebay reicht ...) und mir stinkt es ganau so, wenn ich die Tauben"vergrämung" sehe und an den Tauben"sport" denke.

    Irgendwo müssen wir ja anfangen, wenn zu einer verantwortungsvollen Tierhaltung erziehen wollen.

    Ja, Freiheit ist eine Illusion. Freiheit gibt es nicht, sie ist nur eine vage Idee. Deshalb werden Freiheit und Regellosigkeit oft miteinander verwechselt. Siehe auch Paradoxon der Toleranz.
    Nichts ist frei und auch ein Baum kann nicht in den Himmel wachsen ... also machen wir das Beste daraus.
     
  2. AdMan

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  3. Eric

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    @ Tussicat

    also da haben wir doch schon mal was. :zustimm:

    Verwilderte Katzen ohne Halter absolut no go! Dies ist ein ganz separates und anderes Thema.

    Freigänger je nach Situation und Ort ein Problem oder auch keines. Da kann man lokal einiges bewirken. Man kann da durchaus z.B. auch einmal eine Informationsveranstaltung, ganz lokal dazu machen. Ganz konkrete Probleme publik machen etc.

    Mit all dem hab ich kein Problem und kann durchaus auch dahinterstehen und wäre jederzeit auch gewillt dabei mitzumachen.

    Für mein Gefühl , sind wir doch nun schon einen riesen Schritt weiter zu dem anfangs: Katzen sind die Hauptverursacher jeglichen Artenrückgangs.
    Darauf liesse sich aufbauen.
     
  4. #63 Eric, 14. Oktober 2016
    Zuletzt bearbeitet: 14. Oktober 2016
    Eric

    Eric Stammmitglied
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    @ DanielG

    Nein, es ist absolut nicht das gleiche. Nach nun einigen Seiten des Disputes, kommen wir nun langsam auf die effektiven Punkte der Probleme bei den Katzen.

    Beim Auto spielt es keine Rolle zu welcher Jahreszeit, wie grad die Brurtsaison war, wie die momentanen Populationsschwankungen, wie das individuellen Verhalten einzelner Tiere etc. Der Ausstoss ist da. Punkt. Fassbar, klar messbar, klar berechenbar.....Wirtschaftliche Interessen sind da vor allem der Punkt.

    Aber bitte rechnen wir nun nicht die Einflüsse des Automobilverkehrs gegen Katzen Probleme auf. Sonst müsste ich die gut 500 im Moment im Kühler liegenden Strassenopfer, den Strassenbau etc etc auch noch hervorkramen. Da gehts dann um ganz andere Dimensionen.

    Was den ARTENSCHWUND durch Katzen angeht, da hätte ich aber gern ein paar Infos mehr dazu. Welche Arten soll das denn betreffen?

    Vom aussterben bedroht:

    Alpenstrandläufer
    Auerhuhn
    Bekassine
    Birkhuhn (2)
    Brandseeschwalbe (2)
    Brachpieper
    Bruchwasserläufer
    Goldregenpfeifer
    Großer Brachvogel
    Großtrappe
    Haubenlerche
    Kampfläufer
    Kornweihe (2)
    Küstenseeschwalbe (2)
    Lachseeschwalbe
    Moorente
    Ohrentaucher
    Raubseeschwalbe
    Rotkopfwürger
    Sandregenpfeifer
    Schreiadler
    Seeregenpfeifer
    Seggenrohrsänger
    Steinschmätzer
    Sumpfohreule
    Trauerseeschwalbe
    Uferschnepfe
    Zippammer
    Zwergseeschwalbe

    Stark gefährdet:

    Braunkehlchen
    Flussseeschwalbe
    Flussuferläufer
    Haselhuhn
    Grauspecht
    Kiebitz
    Knäkente
    Nachtreiher (1)
    Raubwürger
    Steinrötel (1)
    Steinwälzer
    Turteltaube (3)
    Wachtelkönig
    Wendehals
    Weißrückenspecht
    Wiesenpieper (V)
    Wiesenweihe
    Zwergdommel (1)
    Rebhuhn

    Gefährdet:

    Baumfalke
    Baumpieper (V)
    Bluthänfling (V)
    Feldlerche
    Feldschwirl (V)
    Fischadler
    Halsbandschnäpper
    Kleines Sumpfhuhn (1)
    Krickente
    Löffelente
    Mehlschwalbe (V)
    Ortolan
    Rohrdommel (2)
    Rauchschwalbe (V)
    Rotschenkel (V)
    Sperbergrasmücke (–)
    Spießente
    Star (–)
    Steinkauz (2)
    Trauerschnäpper (–)
    Tüpfelsumpfhuhn (1)
    Weißstorch
    Wespenbussard (V)
    Wiedehopf (2)
    Zaunammer (2)
    Ziegenmelker
    Zitronenzeisig

    etc.

    Bei welchen Arten die Probleme haben, siehst du die Katzen als massives Problem?
    Welche Arten verschwinden wegen Katzen?
     
  5. #64 Alfred Klein, 14. Oktober 2016
    Alfred Klein

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    Ich muß jetzt auch mal ungefragt meinen Senf dazu geben.
    Eins vorweg: Ich habe prinzipiell nichts gegen Katzen. Außer daß ich allergisch auf sie reagiere. Aber dafür können die Katzen ja nun wirklich nichts.
    Ich sehe das Problem ja auch nicht direkt bei den Katzen an sich. Sondern in höchstem Maße bei den Haltern. So ist so gut wie keine freilaufende Katze sterilisiert. Ja, das kostet schon mal ´nen Hunni. Ist den Leuten doch viel zu teuer, das ist doch so eine Wald-und-Wiesenkatze gar nicht wert. Nicht meine Gedanken sondern die der Halter. Das ist der erste Punkt. Das Katzenelend der wild umherstreifenden irgendwo in der Landschaft von unsterilisierten Katzen geborenen armen Teufel interessiert kein Schwein. Soweit dies.
    Weiter geht es mit dem unkontrollierten herumstreunen der Hauskatzen. Ich möchte keine in meinem Garten haben, ich habe schließlich Vögel und ´ne Außenvoliere. Allerdings ist es praktisch unmöglich die Katzen vom Grundstück fern zu halten. Da helfen keine Zäune noch sonstwas, irgendeinen Weg finden die Katzen immer wieder und wenn sie übers Garagendach und die Pergola kommen. Weil es so interessant ist da ich mit einem kleinen Teich mit Badestrand für die Wildvögel und dem Auslegen der Futterreste meiner Geier immer ein reges Treiben im Garten habe. Die Katzen lassen sich auch nicht auf Dauer vertreiben, selbst Knallfrösche wirken nur kurz. Und abschießen was ich könnte will ich die Katzen nicht, schließlich können die ja nichts dafür, die folgen nur ihren Instinkten. Und Ziel sind nun mal die Vögel in meinem Garten, auch die in der Voliere. Letztere sind zwar sicher aber haben eine Heidenangst vor Katzen.
    Schuld an der ganzen Misere sind die Katzenhalter die ihre Tiere streunen lassen. Die sehen überhaupt nicht ein ihren Garten ausbruchssicher zu machen. Könnte ja Geld kosten, siehe Sterilisation.
    Ich für mein Teil sehe aber in absolut keiner Weise ein daß das harmonische Treiben der Vögel in meinem Garten wo diese Wasser was sowieso nicht allzu häufig in Siedlungen zu finden ist sowie ein paar Körnchen finden von den streunenden Katzen zerstört wird. Da bin ich zugegebermaßen egoistisch. Daß die Katzen auch noch eventuell Wildvögel reißen können geht mir dann vollends über die Hutschnur. Es reicht völlig daß meine (wilden) Teichfrösche spurlos verschwunden sind.
    Ach ja, von wegen der Ausrede artgerechte Haltung von Katzen: Hat schon mal irgendwer eine teure Rassekatze die mal locker 800€ kostet streunen gesehen? Ich nicht. Das sind alles Wohnungskatzen. Und da ich von diesen auch schon einige erlebt habe kann ich sagen daß die keineswegs den Eindruck machen unglücklich zu sein.
     
  6. Eric

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    Also hier in meinem weiteren Umfeld sind die allermeisten Katzen sterilisiert. Die Unterstellung, Katzenhalter würden generell keinen Euro für ihre Katzen ausgeben, finde ich reichlich überzogen.
    Die meisten nicht sterilisierten Katzen finde ich hier auf Bauernhöfen, nicht bei normalen Privathaltern. Da sind dann auch viele Katzen zu finden die sich in Wald und Flur frei bewegen.

    Schmunzeln musste ich ein wenig über: "Allerdings ist es praktisch unmöglich die Katzen vom Grundstück fern zu halten. Da helfen keine Zäune noch sonstwas, irgendeinen Weg finden die Katzen immer wieder und wenn sie übers Garagendach und die Pergola kommen. " und dann: "Die sehen überhaupt nicht ein ihren Garten ausbruchssicher zu machen. Könnte ja Geld kosten, siehe Sterilisation."

    Also einerseits wird erkannt, dass es praktisch unmöglich sei ein Gelände abzusichern, gleichzeitig wird genau dieses verlangt.

    Es ginge also nur eine geschlossene Anlage wie eine gross Voliere. Dies kann dann aber wieder an Bauvorschriften, Nachbartschaftseinsprüchen etc scheitern. Also nicht einfach nur eine Sache von : die wollen keinen Euro locker machen für ihre Katzen.
    Ebenso ist es z.B. bei einem Haus echt sehr schwierig hinzubekommen, dass immer alle Türen, Fenster etc so geschlossen sind, dass eine Katze nicht entwischen kann.
    Die Sache hat schon ihre Tücken. Ich sage aber auch nicht, dass dies unmöglich sei.
    http://www.heynen.at/media/blogs/a/2013/08/CIMG9309.jpg


    Eine reine Wohnungs oder Gehegekatze möchte ich persönlich aber nicht, genausowenig wie einen reinen Volierenvogel. Aber das ist ein anderes Thema.

    Trotz alledem, möchte ich immer noch ein paar Auskünfte, wie es denn nun mit dem ARTENSCHWUND durch Katzen ist, da dies ja das eigentliche Thema hier war.
     
  7. Tussicat

    Tussicat Foren-Guru

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    Eric, Du bist in der Schweiz. Da ticken die Uhren doch noch ein bisschen anders?
    Vielleicht haben die Schweizer einen besseren Ordnungssinn, einen besseren Demokratiesinn haben sie ja auch?

    Hier und im benachbarten Bundesland, wo meine Schwester (selbst Katzenhalterin nur auf eigenem Grundstück!) wohnt, gibt es in der Regel unsterilisierte Katzen. Und tatsächlich ist vielen Menschen ihre Katze weder den Hunderter noch irgendwelchen Aufwand wert. Auch ist die Katzendichte teilweise bzw. gebietsweise geschätzt auf mindestens 1 Katze pro Haushalt in den lezten Jahren / Jahrzehnten angestiegen.
    Ständig findet man Anzeigen, Katzenkinder abzugeben, die Tierheime quellen über..

    Vielleicht verstehst Du unter dem Gesichtspunkt, dass uns hier manchmal die Hutschnur reißt, wenn wir das hören und sehen.
    Es sind einfach zu viele Katzen, so dass die Last auf die Umwelt (Hausgarten, Natur etc.) nicht mehr die ist, die sie in meiner Kindheit oder Jugendzeit war. Da hat man sich noch über jede Nachbarkatze gefreut, jetzt ist es manchmal nur noch furchtbar, so dass ich meine es müsste reglementiert werden.

    Heißt nicht, dass alle Katzenhalter schlecht sind. Es sind auch nicht alle Vogelhalter gut.
     
  8. Eric

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    Ok Fakten:

    Schweiz, 8 Mio Einwohner, 1,5 Mio Katzen, 41000 qKm.
    Deutschland 80 Mio Einwohner, 8,4 Mio Katzen 357000 qKm

    Ergo, die Dichte an Hauskatzen ist hier viel grösser die pro Kopf Anzahl auch.

    Also nicht dass wir hier die heile Welt hätten mit kleinen Katzendichten etc.
     
  9. #68 Alfred Klein, 14. Oktober 2016
    Alfred Klein

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    Davon glaube ich kein Wort. Das könnte eventuell auf Hunde zutreffen, Katzen gibt es viel mehr, das sind bestimmt zweistellige Millionenzahlen.
     
  10. Eric

    Eric Stammmitglied
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    Ich hab sie nicht gezählt. Sind Zahlen die öffentlich so herumgereicht werden. Hab auch Zahlen von ca 12 Mio gelesen.
     
  11. Ingo

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    - Kulturfolgende Fledermausarten
    - heimische Lacertiden
     
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