Katzen

Diskutiere Katzen im Artenschutz Forum im Bereich Allgemeine Foren; Ja, es gibt IMHO in der Tat genug Gründe dafür, Katzen generell nicht frei umherstreifen zu lassen. Das hat aber weder etwas mit Katzenkillen,...

  1. Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Ja, es gibt IMHO in der Tat genug Gründe dafür, Katzen generell nicht frei umherstreifen zu lassen.

    Das hat aber weder etwas mit Katzenkillen, noch mit der Intelligenz von Katzenbesitzern zu tun.....sehr wohl aber mit der Einstellung (zu) vieler Mitglieder dieses Personenkreises.
     
  2. AdMan

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  3. Blacky04

    Blacky04 Guest

  4. #143 SamantaJosefine, 23. Oktober 2016
    SamantaJosefine

    SamantaJosefine Foren-Guru

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    :hahaha:

    Du musst sie ja nicht gleich "kreuzigen" :D:D:D
     
  5. Blacky04

    Blacky04 Guest

  6. Tussicat

    Tussicat Foren-Guru

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    Bernd, was hast Du Deinen Katzen denn gegeben?? :D Schönes Katzenleben, so ists fein.

    Katzen sind auch lernfähig. Ich habe früher unsere Katze (krank aufgelesene) sogar zu den Meerschweinchen gesteckt, die arme Katze hat sich dann die frechen Meerschweinchen gefallen lassen müssen. Sie wusste, dass die auch zur Familie gehören ...
    Draußen ist sie dann angefangen von Mäusen, Maulwurf bis kleineren Hasen alles angegangen.
    Damals war das im Sinne des Gleichgewichts noch tolerabel, wenn auch nicht schön. Da haben auch die Nachtigallen noch überall geträllertund im Getreidefeld waren so viele Mohnblumen, dass es schön bunt aussah. Heute sieht es ein bisschen anders aus in der Natur. Natürlich nicht nur wegen der Katzen, aber es sind seither auch deutlich mehr Katzen unterwegs, leider nicht alle so wohlgenährt ...

    Es sind die Beobachtungen, die man macht, die unguten Veränderungen, die einem die Sorgen bereiten.
     
  7. Blacky04

    Blacky04 Guest

  8. Eric

    Eric Stammmitglied
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    Ich hoffe so ist die Welt für euch wieder heil:

    - Nicht existierende frei laufende Hunde weil im Gegensatz zu den Katzen sind die ja immer betreut und an der Leine.
    und endgültig ruhiggestellte Wohnungskatze.
    Dazu was so in einer der Schubladen grad so liegt wo keine Katzen beteiligt waren, aber das sind ja nur geschätzte 86 % also nicht so wichtig.
     

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  9. Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Wenn der Nachbar gerne klaut, ist das also Argument genug, dass ich das auch darf?
    Unkontrolliert freilaufende Hunde sind natürlich ebenso ein no go, wie unkontrolliert frei laufende Katzen - und verboten!
    Wenn in Folge einer entsprechenden gesetzlichen Regelung in D die Zahl der unkontrolliert umherstreifenden Katzen auf die der unkontrolliert umherstreifenden Hunde gebracht würde, wäre das schon ein enormer Fortschritt.
    Und die absoluten Zahlen hinter den 14% sowie die Relation in der diese zur Zahl der tatsächlich betroffenen Beutetiere steht, ist mir genug, um diese Studie als eines von sehr (!) vielen Argumenten und Belegen dafür, dass Katzenfreigang untersagt werden sollte, zu werten.
    Du hast bei jeder einzelnen Studie immer die selben Argumente aber wertest dennoch jede Studie so, als wäre sie das einzige Argument der Befürworter entsprechender Verbotsregelungen.
    Doch es gibt eine Summe und ein Gesamtbild.
    Dass insgesamt Katzen nicht der Hauptbedrohungsfaktor für die meisten Kleinwirbeltiere in D sind, ist EIN Teil des Gesamtbildes. Doch ihr Impact ist an zu vielen Lokalitäten deutlich und nachweislich groß genug - ein anderer Teil des Gesamtbildes- dass ich mir die Meinung gebildet habe und immer weiter festige, die ich nunmal dazu habe.
    Ein weiterer Teil ist die persönliche Erfahrung aus bisher sieben Wohnungen in sechs Orten im ländlichen bzw vorstädtischen Bereich, teils weiter voneinander getrennt, wo bisher im Umfeld jeder einzigen die Katzen merklichen Einfluss auf die in meinem besonderen Interesse stehenden lokalen Amphibien und Reptilienpopulationen hatten. Klar, das ist anekdotisch, und darf daher nur einen Teil meiner Meinungsbildung ausmachen. Aber es trägt dazu bei.
    Und wer von einer Wohnungskatze erwartet, dass sie ruhiggestellt ist und keinen Einfluss auf Gestaltung des Wohnraumes und Tagesablauf der Besitzer hat, der hängt natürlich am Freigang....Ich erwarte von einem Wohnungskatzenhalter artgerechte Unterbringung und zeitgemäßes Enrichment - und kenne genug, die das bieten.
    Deren Wohnungen sehen aber dann auch anders aus, als die Wohnungen der meisten Katzenhalter mit Freigängern.
     
  10. Eric

    Eric Stammmitglied
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    Hab doch gesagt: Generell weg mit den Katzen. Jegliche detaillierte Ansicht und Kompromisslösung und Bereitschaft wird ja abgelehnt. Es muss überall so sein, egal obs dort ein Problem gibt oder nicht.

    Dann haben wir wieder jede Menge Vögel und Eidechsen etc. überall in den Gärten und alles ist bestens. Relativieren darf ich ja nichts und ein Gesamtbild darfst auch nur du anschauen. Studien in Frage stellen gilt nicht. Jede Hochrechnung, egal ob auch von der Fachwelt umstritten, ist vorbehaltslos anzuerkennen. Eigene Erfahrungen sind nur Katzengegnern erlaubt.

    Es ist nun mal Fact, dass Katzen so ziemlich das Uebelste sind das unserer Fauna passieren kann. Weltweit. Nur jegliche Eliminierung aller Katzen die einmal unter Freiem Himmel Frischluft schnuppern wollen führt offenbar zum Ziel.

    Natürlich war mein Hang zum Freigang nur, weil ich keinerlei Bereitschaft hatte die Wohnung katzengerecht zu gestalten, nur eine ruhiggestellte Katze mochte, und generell dies nur aus reiner Bequemlichkeit und Spargründen so wollte.

    Und nun sag bloss nicht, dass dies nun auch wieder nicht recht ist.
     
  11. Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Mir wirfst Du Extremismus vor..und selber?
    Ein typischer Ansatz von Katzenhaltern ist ja der Versuch, jegliche Kritik an Freigang über Verfremdung und Übertreibung ins lächerliche zu ziehen.
    Welcome to the club.
    Katzen sind natürlich nicht "das Uebelste sind das unserer Fauna passieren kann", das habe ich nie gesagt und auch niemand anders. Aber sie sind ein überflüssiges zusätzliches Übel, das heutzutage nicht mehr zu rechtfertigen ist.
    Der Effekt eines Verbots von Katzenfreigang dürfte merklicher postiv ausfallen als so manch eine akzeptierte Schutzbemühung.
    Katzenfreilaufverbot ist nicht kategorisch von allgemein akzeptierten Freilaufverbot für Hunde zu unterschieden und realiter halbwegs effizient sind da nunmal nur Totalverbote.
     
  12. Eric

    Eric Stammmitglied
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    Kleine fiktive Geschichte an meine zukünftigen Enkel:

    Weisst du, früher gabs mal eine Zeit, da gabs Wiesen, Hecken, Bauernhöfe und so Sachen. Oefters sah man da auch eine Katze auf einer Wiese die Mäuse fing. Gelegentlich kams auch vor, dass so eine Katze einen Vogel oder eine Eidechse erwischte.
    Dann haben wir begonnen alles aufzuräumen und zuzupflastern. Damit aber trotzdem von den Kleintieren noch etwas existieren konnte, haben wir an vielen Orten mitten in den sonst unwirtlichen Flächen begonnen kleine Flecken zu gestalten, als Ersatz zu dem was es einmal gab. Natürlich wars halt nur noch ein kleiner Rest. Dann stellten wir fest, dass sich einige Arten dort recht wohl fühlten aber da man wusste, dass Katzen ja auch solche Tiere fangen, kam dann der Tag, wo die Katzen draussen verboten wurden. So konnte man trotz allem eine Zeitlang so weitermachen.
    Aber wenn du willst, kann ich dir im Zoo oder sonst bei ein paar Privathaltern, hinter Gittern einmal so eine Katze zeigen. Aber du musst aufpassen. trotzdem, dass sie so lieb wirken sind es eigentlich ganz schlimme Killer und hatten damals, als wir mit dem Zupflastern mitten drin waren, fast alles ausgelöscht was noch am Leben war.
    Ich nehm dir auch einen Fotoapparat mit, dann kannst du von den Katzen ein paar Bilder machen und dann sie per Fotoshop in eine Landschaft einfügen.
    Die anderen Kleintiere, also die die schon damals am häufigsten waren und mit den Umständen zurecht kamen, kannst du heut immer noch sehen.
    Dafür haben wir künstliche Nisthilfen aufgehängt, füttern sie an künstlichen Futterplätzen und für die Arten im Wasser haben wir auch künstliche kleine Teiche ausgehoben und für die Fledermäuse künstliche Kästen montiert.
    So kannst du sehen, dass es damals das einzig Richtige war, alle Katzen einzusperren, damit wir so weitermachen konnten und trotzdem noch Kleintiere hatten.
    Klar gabs auch Orte, wo es eigentlich keine Rolle gespielt hätte, aber du weisst ja, entweder wir machten etwas total oder gar nicht. Wir waren dann natürlich auch so konsequent, dass wir jede Katze sterilisiert haben und nun gibts nur noch ein paar davon. Aber die hats eh nie gebraucht und vielen Leuten waren sie viel zu eigensinnig. Das mögen nicht alle, wenn sich nicht alles kontrollieren lässt.
    Aber die die Katzen hatten, waren ohnehin meist Leute die recht geizig, bequem und verantwortungslos waren. Desshalb wars sowieso besser man hat die Katzen gleich ganz verboten, bis auf ein paar Leute die dazu eine Sonderbewilligung bekamen.
    Es gab auch noch viele andere Arten, die halt nicht so nah beim Menschen lebten, aber da man die sowieso nicht so einfach sehen konnte und die Katzen da ja nicht gross dahinter gingen, war das nicht so wichtig. Die Forscher haben uns damals gesagt, dass die Katzen das grosse Uebel wären.
    Es gibt aber heute noch solche die meinen, der Ausdruck: "Es war alles für die Katz", käme daher, dass es im Grossen und Ganzen doch nicht das gebracht hat was man sich vorstellte.
     
  13. Eric

    Eric Stammmitglied
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    Dass Katzen so ziemlich das Schlimmste sind was unsere Tierwelt betrifft, kommt doch aus den von dir erwähnten Studien.
    Sind doch deine Ansichten, dass generell jede Katzennase draussen verboten sein sollte.
    Von mir kamen doch lange genug diverseste Vorschläge von Sterilisation bis Schutzzonen, aber die wurden je alle nicht beachtet. Nur ein generelles Landesweites Freigangverbot würde akzeptiert.
    Dass keine Vogelart hierzulande nachgewiesenermassen durch Katzen in ihrere Existenz bedroht ist und auch bei anderen Arten Katzen eigentlich nicht das Hauptproblem darstellen, wissen wir ja beide.
    Trotzdem gibt es für dich nur ein Null Katzen draussen.

    Für mich wär das zum Einen auch ein Kulturverlust und zum Anderen auch eine Degeneration der Hauskatze als solche, als nur noch reine Wohnungskatze.

    Aber selbst damit könnte ich mich abfinden.

    Wenn ich dann aufgebe und sage: Ok dann halt weg mit allen Katzen, dann heissts nur wieder man zieht es ins lächerliche, typisch Katzenhalter.

    Auf ganzer Linie sage ich: Ja, seh die Probleme, ja kann mich mit Massnahmen abfinden, ja habe Vorschläge gebracht, etc. Und selbst wenn aus meiner Sicht völlig sinnlose Massnahmen gefordert werden sage ich noch, Ja na dann halt weg damit, auch wenn ich es sinnlos finde.
    Aber erst wenn man aus tiefster Ueberzeugung absolut alles gutheisst, nichts mehr in Frage stellt , scheints zu passen.
     
  14. esth3009

    esth3009 Mitglied

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    In unserer Nachbarschaft gibt es viele Freigänger Katzen und einige Omis die diese auch noch extra füttern.

    Ich hab in den Jahren in denen ich hier wohne so oft darum gebeten während der Brutsaison die Katzen im Haus zu halten. Aber bei den meisten Haltern ging das gar nicht. Morgens zur Arbeit Katze raus soll sich doch die Nachbarschaft drum kümmern. Ich bin nur auf Ignoranz gestoßen.

    Mittlerweile gibt es hier kaum noch Vögel auch da wir seit drei Jahren einen Gemeinschaftsgärtner haben der Unkrautex und andere Mittel gespritzt hat und ihnen den Rest gegeben hat. Das konnte ich zwar mit Hilfe der Behörde unterbinden aber das er den Rasen mäht sobald sich ein Grashalm zu weit vor wagt nicht. Folge ist es fehlen Löwenzahn, Gänseblümchen und an der Wiesenblüher.
    keine Insekten, keine Vögel.

    Vor ein paar Jahren konnte ich noch Grünspecht, Buntspecht Wiesenpieper usw. beobachten. Heute freue ich mich wenn ich das Rotkehlchen oder den Gimpel sehe. Die beiden Ringeltauben sind von den Nachbarn so wie so nicht gern gesehen.

    Ich reg mich nicht über die Katzen auf sondern ich ärgere mich über die Intoleranz der Halter aber auch über den normalen täglichen Wahnsinn in Bezug auf Natur.
     
  15. Peregrinus

    Peregrinus Peregrinus

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    Diese Ansicht greift ein bisschen kurz, denn sie lässt die Biologie der Katze völlig außer acht und fordert eine nicht artgerechte Haltung! Ich kann eine Katze, deren Revier der eigene Garten und die Umgegend ist, nicht von heute auf morgen ins Haus einsperren, da würde ich mich geradezu tierschutzwidrig verhalten. Diese Katze versteht ja die Welt nicht mehr, die randaliert mir (zumindest wird sie alle Türen und Fensterrahmen bis zur Unkenntlichkeit verkratzen, u. U. auch tage- und nächtelang durchmiauen).

    Eine Katze ist kein Hund, sie hat keinen Bezug zum Halter, sondern zum Revier (wohlgemerkt, ich spreche von Katzen, nicht von felidem Schoßhündchenersatz).

    Kurzum: Das geht nicht so einfach!

    VG
    Pere ;)
     
  16. owl

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    Dann stelle ich mir die Frage, ob Katzen überhaupt als HAUStiere geeignet sind :?
    Wie kann man denn nur den Spassfaktor des eigenen Haustieres über den Schutz der evtl. gefährdeten Arten (Katzen unterscheiden ja nicht) stellen ? Es war doch auch von der Gefährdung für Eidechsen, Schlangen und Lurche die Rede. Selbige bitte nicht vergessen !!

    Ich kann mich auch noch erinnern, in diversen Katzenforen mehrfach schon gelesen zu haben "wie kann ich meine Stubenkatze zur Freigängerin machen ?" - Ja, auch das gibt es..... manche Katzen scheinen in der warmen Stube doch ganz zufrieden zu sein. Unzufrieden sind dann nur deren HalterInnen, die ihre Katze lieber draussen hätten..... bis sie halt vom Auto überfahren wird, dann ist das Gejammere gross.

    Was ich mich schon sehr lange frage.....

    wie gehen Katzenhalter damit um, wenn sie ein halb- oder ganz totes Tier vor die Tür gelegt bekommen ?
    wie gehen katzenhalter damit um, dass durch ihr eigenes Tier andere Tiere sehr, sehr qualvoll zu Tode kommen ?

    Ich könnte das nicht ertragen, ein armes Tierchen im Todeskampf vor meiner Tür liegen zu haben, verursacht durch mein eigenes Haustier, bzw. durch eigene Gleichgültigkeit, Uneinsichtigkeit und natürlich auch Bequemlichkeit - denn: verwandel ich eine Stubenkatze zur Freigängerin, muss ich weniger sauber machen 8(
     
  17. Eric

    Eric Stammmitglied
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    Leute, bitte bringt nicht alles durcheinander.

    Klar haben Katzen natürlich einen Bezug zum "Halter". Der ist nur anders strukturiert als bei einem Hund.

    Zum Spassfaktor: Wie kann man nur den Spassfaktor eines Bikes, Motorbotes, Autos, den des Kletterns, Goldwaschens, Fussballspielens, Skifahrens, in die Ferien fliegens.......... über den Schutz der Natur stellen?

    Zum gewöhnen von Freigängern: Ich denke da geht es mehr darum: Wie bringe ich der Katze bei nicht einfach davon zu laufen und die umliegenden Gefahren kennenzulernen.

    Wie man als Katzenhalter mit vorgelegten halb und ganz toten Tieren umgeht? Genau so, wie wenn ich wegen eines überfahrenen ausrücken muss. Hab jedes Jahr zig verletzte Tiere aus unterschiedlichsten Gründen, die durch meine Hände gehen.
    Was "sehr qualvoll" angeht: das ist seeeeehr relativ. Hab da öfters Fälle z.B. von Opfern mit Autos, die manchmal wochenlang noch herumtapsen, Maden schon überall am lebenden Tier...... Da sind Katzen geradezu Vorbilder. Aber lassen wir das, will ja nicht als uneinsichtig gelten.

    Ich glaub es geht hier zum Teil manchmal mehr um den generellen Umgang mit dem Tod.

    - Jedes Lebewesen stirbt. Zeitfrage.
    - Man kann Gück haben und es geht "angenehm" vor sich, und man kann Pech haben
    - Ein Recht auf Leben ist ein Kunstgebilde. Es existiert in der Realität nicht, Nur auf dem Papier.
    - Alles Leben auf diesem Planeten kann nur existieren, wenn anderes Leben dafür erlischt. NICHT MEINE ERFINDUNG, KANN NICHTS DAFUER !!!
    - Selbst bei jedem Hundeheim, Katzenheim oder sonst einer Pflegeeinrichtung müssen andere Tiere zwecks Futter sterben. Man siehst nur nicht wenn man Büchsen nimmt.

    All das heisst aber keinesfalls, dass alles egal wäre ( zumindest auf ethisch moralischer Seite).

    Was den üblichen Vorwurf mit der Bequemlichkeit etc angeht, lassen wir das lieber.
     
  18. Inez

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    Am Ende der Welt. Wortwörtlich auf französisch.
    Eric, Du wirst unsachlich. (etliche andere aber auch, also mal runter von den Palmen)

    Niemand wird abstreiten, dass der Rückgang der Artenvielfalt, sei es durch Vernichtung von Lebensraum, Zersiedelung von Ökosystemen, Einsatz von Insectiziden etc. primär ein menschgemachtes Problem ist.

    Aber - die Situation, und Du bist mit Sicherheit kein Anhänger der Malthus'schen Theorien - kann man schwer ändern.
    Es ist doch so, stell es Dir mal vor, nimm Deinen tiergerechten Garten raus, zu meinem Ökosystem komme ich später:

    Grundstücksgröße in Siedlungen maximal 500 qm, davon sind 200 mit Haus für Mensch und Haus für Auto zugebaut. Da wir in Zeiten leben, da der Nachbar mit Argusaugen die Gartenpflege (also das Ausrotten der Natur) beobachtet, findet man exotische Ziergehölze, der Rasen wird mit der Nagelschere geschnitten, Büche und Hecken auch - und jedes Wildblümchen wird mit dem Küchenmesser ermordet.
    Falls sich doch mal ein Obstbaum dahin verirrt, werden die Blattläuse mit Chemie bekämpft und das Fallobst nicht etwa liegengelassen (ich teil mir meine Äpfel ehrlich mit Amseln, Drosseln, den obligatorischen Schnecken und meinem Rudel) sondern fein säuberlich der Biotonne zugeführt.

    Nistmöglichkeiten für Höhlenbrüter können helfen, helfen aber doch nicht wirklich, wenn das Futterangebot fehlt. Hecken und Bodenbrüter - nada, ist nicht, wo auch?

    Und nun nimm dieser Grundstücke 50, das macht so eine durchschnittliche Kleinsiedlung aus. Jede zweite Familie hat eine, besser aber zwei - Katzen, denn auch Katzen sollte man möglichst nicht alleine halten. Freigänger natürlich.
    Das ergibt eine Katzendichte zwischen 25 und 50 Miezen auf 25.000 qm, also 2,5 ha.

    Etwas mehr Fläche muss man zugeben wegen Straßen, Schule, einem kleinen Park, ein paar Geschäften - bis auf den kleinen Park mit Ententeich ist aber nichts davon für die einheimische Tierwelt wirklich effektiv nutzbar.
    Und hinter der Bundesstraße kommt die nächste Kleinsiedlung, anderer Ortsteil, selbe Katzendichte. Den Park teilen sich mehrer Kleinsiedlungen.

    Und alle diese Katzen sind SATT, denn sie werden zu Hause gefüttert.
    Was Du an Vergleichen zu Eichhörnchen, Elstern, Mardern etc. anführst - die hinken, denn diese haben entweder Hunger oder folgen dem Arterhaltungstrieb infolge Aufzucht der Jungen.

    Klar, Katzen wurden domestiziert und importiert zur Schädlingsbekämfung und zum Schutz der Nahrungsmittelvorräte. Da machten sie Sinn und tun es in ländlichen Gebieten auch heute noch.
    Allerdings - die Maus oder Ratte, welche den Deckel einer Tiefkühltruhe heben oder den Kühlschrank öffnen kann, die ist mir noch nicht untergekommen. Auch Schraubverschlüsse bereiten Schwierigkeiten.
    Also sind Katzen in städtischen, dicht besiedelten Randgebieten - einfach pflegeleichte Kuscheltiere.
    Und sie sind immer noch satt und dürfen immer noch nach draußen zum uinkontrollierten Spielen...

    Gleiches Recht für alle, sagte der Dackelbesitzer und liess seinen schlecht erzogenen Lumpi im Park beim Ententeich von der Leine. Dort zwickte Lumpi erst ein Kind, nicht weiter tragisch, Kind weint aber, schiss in den Sandkasten und versetzte das Entenvolk in Panik - weil Lumpi mag Wasser und schwimmen.
    Da auch Lumpi satt ist, will er nur spielen.

    Lumpis Herrchen bekommt Post vom Ordnungsamt wegen Verunreinigung öffentlicher Plätze, Post vom Anwalt der Eltern und Post von der Naturschutzbehörde wegen der erschreckten Enten.
    Alles zu Recht.

    Nun hat aber einer der 500 qm Siedlungshausbesitzer beschlossen, ich bau kein Haus fürs Auto und lasse stattdessen einen Teil meines Grundstückes naturnah. Schneide in einer Ecke die Hecke nicht, mähe den Rasen dort erst im Oktober, lasse Löwenzahn und Gänseblümchen wachsen und den Efeu blühen und Früchte tragen. Stellle eine Vogeltränke auf, lege etwas Altholz und Reisig hin usw.
    Weil er Vögel mag und Insekten.
    Eigentlch ein kleines Nischenparadies für einheimische Vögel, es dauert etwas, aber sie würden kommen.
    Leider auch ein Paradies für den Spieltrieb von Nachbars Katzen und aller guter Wille war umsonst.
    Wem kann dieser Mensch einen Brief schreiben? Richtig. Niemandem.

    Eric, ich rede nicht von mir, mir gehören 2200 qm Ökosystem, davon ein Drittel absolut naturbelassen, in ländlicher Gegend und Nachbars Katzen haben inzwischen gelernt, was geht, was nicht geht und wann meine Fußhupen kommen.

    Haus ist tabu, Voliere auch. Sonnen auf dem Dach und Unterschlupf im Holzschuppen bei Regen sind gestattet.
    Katzen sind ja nicht blöd.
    Hat mich Geld gekostet für Mobiliarschäden und Tierarzt beim Rudel - aber nun geht es.

    Trotzdem überkam mich eine arge Versuchung, Gegenübers Norwegerkater am Flohband zu schnappen und durch den Schuppen zu werfen, als er mir im Juni ganz stolz einen der kleinen Punker präsentiert hat. Er hat ihn mir wirklich vor die Füße gelegt, als ich in den Schuppen kam.
    Sommergoldhähnchen - ich war so begeistert, als die im Garten das Balzen anfingen.

    Natürlich sind Goldhähnchen keine bedrohte Art, Ringeltauben auch nicht, die zerfetzte Jungtaube lag in Nachbars Einfahrt - da wohnen vier Katzen.
    Es ist aber dennoch erstens überflüssig und zweitens ärgerlich.
    Denn - die Katzen sind satt!

    Und somit, nicht in ländlchen Gebieten - aber vielleicht doch in den von mir beschriebenen Kleinsiedlungen - der Tropfen auf dem vollen Fass.
    Und da die Katzen UNS gehören (Eigentum verpflichtet) haben wir auch die Verantwortung zu tragen, dass sie eben nicht der Tropfen auf dem vollen Fass werden.
    Es sind in den meisten Gegenden wirklich einfach zu viele Katzen.

    LG
    Inez
     
  19. Tussicat

    Tussicat Foren-Guru

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    Ich frage mich, warum es weniger artgerecht sein soll, eine Katze in einem wohl durchschnittlich 100 qm großen Haus zu halten, aber Vögel auf wohl durchschnittlich max. 0,5 qm Käfig zu tolerieren.
    Wer von beiden hat naturgemäß das größere Bewegungsbedürfnis und mit wieviel % wird es durch menshcliche Haltung eingeschränkt, ohne als nicht artgerecht zu gelten?

    Der Katze ist es auf 100 qm zu eng, aber die Tiere, die an diese verfüttert werden können sich in deren Aufzuchtboxen mit Gitterböden oder Betonböden teils nicht einmal ausstrecken?
    Sorry, aber da klafft für mich eine ganz ganz große Schere in sachen "artgerecht"!
    Wie kann man eiinerseits mit dem moralischen Zeigefinger "artgerecht" mahnen und andereseits eine derart ungeeignete Haltung des Futtertieres (Huhn, Schwein, Rind ...) akzeptieren?

    Manche Tiere bekommen scheinbar doch mehr Rechte als andere ...
     
  20. Eric

    Eric Stammmitglied
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    Ich trau mich hier gar nicht wirklich mal knallhart sachlich zu sein. Ich denk, da hättet ihr keine Freude daran. :D
     
  21. Tussicat

    Tussicat Foren-Guru

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    Eric, wenn Du mit knallhart auf Kritik so mancher Vogelhaltung anspielst, da kann ich ebenso gut mitgehen.
    Bin froh, dass nun vor Kurzem endlich CITES gegen den Wildfang der Graupapageien abgestimmt hat, z.B.

    Von mir aus darfst Du ruhig knallhart sachich sein. Freude ist nicht immer der Maßstab und schon gar nicht, wenn es um das Wohlbefinden der Tiere etc. geht.
     
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