Katzen

Dieses Thema im Forum "Artenschutz" wurde erstellt von anna-sophia28, 29. September 2016.

  1. Eric

    Eric Stammmitglied
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    Danke Ingo
    Sind aber nicht reine Fakten, sondern Studien und Ansichten, Hochrechnungen und Auslegungen.

    Immer diese hochgerechneten Amerikanischen Studien. Stell dir doch nur mal vor: 50 Katzen flächendeckend in diesen grossen Städten pro Fläche von 100 mal 100 meter. Ich zweifle ein bisschen, dass dies normal Zustände sein sollen.
    Also z.B. 17 000 Katzen auf einer Fläche wie dem Central Park, wobei, da rundum sehr verbaut ist wären es da ja dann sicher noch mehr..... ( Dort sind allerdings freilaufende Haustiere generell untersagt).
    https://media-cdn.tripadvisor.com/media/photo-s/02/3e/38/51/i-loved-this-dedication.jpg
    50% aller Einwohner von New York müssten eine Katze halten. Wir sprechen nach "Deiner" Studie ja nur von Freigängerkatzen mit Heim ! Also die nicht Freigänger kämen noch dazu plus diejenigen die verwildert sind.....
    Beispiel Chicago: Einwohnerdichte 4627 Menschen / qkm. Bei 50 Katzen / ha wären es dort dann im Vergleich: 5000 Katzen pro qkm ( wiederum nur die Freigänger mit Heim. Andere nicht gerechnet.
    Also morgens wenn Katzen rausgelassen werden in etwas so, einfach mit Katzen: http://l7.alamy.com/zooms/43cbb9c21...destrian-traffic-in-late-afternoon-a0361g.jpg

    Was Verluste von 2 - 7 % angeht weisst du genau so gut wie ich, dass dies rein von der Biologie her, unbedeutend ist. Was die Aussage 2-7% aller Vögel betrifft, da wissen wir auch beide genau, dass die meisten Arten kein Katzenproblem haben.

    Wenn angegeben wird, dass dies in Kanada die grössten Verluste sind die auf den Menschen zurückzuführen sind, fein. Lässt sich also offenbar nicht übertragen wenn ich die eigenen Erfahrungen mit den bis jetzt tausenden eingelieferten Opfern von Verkehr, Scheiben etc hier vergleiche.

    Warum immer nur amerikanische Studien? Die Vergleichbarkeit der Studien kann so nie hergestellt werden. Habe ja selber auch oft mit Studien zu tun und habe in verschiedenen Bereichen auch bei solchen mitgemacht. Ich kenne auch die Auswirkungen bei Befragungen, je nach dem wie man die Fragen stellt etc. Es können gute Hilfsmittel sein um Tendenzen abzuschätzen, selten 1:1 übernehmbar und immer mit Vorsicht zu geniessen. Zu jeder Studie die gemacht wird gibts garantiert auch die , die genau das Gegenteil behaupten. Du weisst auch wie ich, dass Studien auch vom Auftraggeber abhängig sind, von der Institution etc. Ich negiere die Studien nicht, aber renne auch nicht gleich mit wehenden Fahnen jeder hinterher.

    Wie du auch festgestellt haben solltest, bin ich mir durchaus mancher Problematik bewusst. Dennoch geht meiner Ansicht nach ein komplettes Verbot von Freilaufkatzen total am Ziel vorbei und suggeriert dann, dass ja nun alles bestens sei. Hauptübel beseitigt also alles in Ordnung.

    Ja, Lokal können Katzen Einfluss haben! Bestreitet keiner !
    Ja klar bei so einem Einflugloch bei Fledermäusen kann es zu massiven Ausfällen kommen ( Meist ja Gebäudeöffnungen, also da könnte man ja in vielen Fällen das Problem auch anders lösen. Bei dem Problem wäre ja eigentlich Ursache :Einflugloch an menschlichem Bauwerk am falschen Ort. Folge: Fledermäuse können besser erbeutet werden).

    Was den "Sonderstatus" Katzen gegen Hund betrifft: Ja logisch, sind ja auch zwei komplett verschiedene Wesen. Kann meine Vögel auch nicht wie einen Hund halten, haben auch Sonderstatus, weil sie nun mal nicht gleich sind. Und Hund kann man nicht wie Fisch halten.

    Der Unterschied bei uns scheint zu sein: Du liest und recherchierst offenbar viele Studien und akzeptierst die immer voll und ganz. Ich bin eher der , der Sachen in Frage stellt, oftmals auch zweifelt an dem was einem vorgesetzt wird etc. Ist nun mal so.

    Dies heisst aber keinesfalls, dass ich Probleme nicht erkenne und bemerke und auch bei entsprechendem Bedarf für Massnahmen bin.
    Ich handhabe es nur eher so: Selbst wenn einer in Timbuktu eine Studie erstellt hat, dass das Aufführen von Regentänzen in einem positiven Verhältnis zu einer guten Ernte steht, hüpfe ich nicht gleich im Garten rum. Selbst wenn die Studie signifikante Werte ergibt.

    Unter dem Strich: Es ist nicht so, dass Katzenhalter wie ich, alle Probleme verleugnen, gegen jegliche Massnahmen sind, keine Einflüsse sehen etc. ( Ich glaub das hab ich mittlerweile nun genug oft geschrieben), sondern dass diejenigen, die aus Prinzip gegen jegliche Freigänger sind, oft keinerlei Akzeptanz haben, dass es auch eine Co Existenz geben kann. So etwas darf offenbar einfach nicht sein, dass es auch so gehen könnte.

    PS: Gibt sicher viele Amerikaner, die durchaus schlaue Köpfe sind, aber gerade heutzutage zweifle ich etwas daran. Für mich mit ein Grund, auch amerikanische Studien ( und da gibts viele echt sehr skurrile) mit etwas Vorsicht zu geniessen.
    Ja ich weiss solche etwas fragwürdigen Studien gibts hier auch.
     
  2. AdMan

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  3. Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Dazu kann ich nicht viel sagen ausser:

    ja, ich lese viele Studien und zitiere sie immer dann hier, wenn es in der Diskussion heisst, es fehlen Belege.
    Ich bin absolut nicht unkritisch, aber ich möchte Aussagen nicht verfälschen, in dem ich hier interpretiere, sondern stelle bei Zitaten eben nur die dort erhobenen Daten und Schlüsse dar.
    Was Katzen angeht, gibt es bis jetzt vor allem Studien aus USA, Kanada, UK sowei extrem betroffenen Gebieten wie Australien, Neuseeland und Inseln.
    Dass es das aus Deutschland bisher nicht in befriedigender Art gibt, hat weniger mit einem nicht vorhandenen Katzenproblem als mit einem Funding Problem für entsprechende Studien hierzulande zu tun.
    Dass die Populationen nicht überall gleich sind, ist klar. Die genannten 50 Katzen7ha waren natürlich das mAximum. Die Spanne reicht von 0-50.
    Ähnliches beobachtet man hierzulande. Man kann es drehen udn wenden: In Vorstadtsiedlunbgen in Deutschland ist die Katzendichte in Deutshcland um einen dreistelligen Faktor höher als die natürliche Dichte vergleichbarer Kleinraubtiere.
    Den Sonderstatus der KAtze kann ich so nicht nachvollziehen. In anderen Ländern streifen Hunde ebenso frei umher, mit ähnlichen Auswirkungen auf die Biozönosen, aber nicht automatisch stärkerer Belästigung der menschlichen Bevölkerung. frei streunende Hunde leben nämlich meist ausserhalb des Heimathauses ebenso scheu und unauffällig unter Menschen wqie die Katzen. Man sieht sie halt öfter, da sie andere Streifgewohnheiten haben.
    Hund ein ähnlichem Freilauf wie Katzen zu halten "funktioniert" hervorragend, die Heimbindung ist mindestens ebenso stark wenn nicht stärker. Insofern, erneut, kann ich das Alleisntellungsmerkmal der Katze hier nicth nachvollziehen.
    Ich finde es absolut richtig, dass Hunde nicht streunen dürfen...aber für Katzen gilt zu 100% das gleiche.
    Inzwischen gibt es übrigens nicht nru amerikanische Studien, die deutlich belegen, dass Katzenhalter ganz starke Tendenzen haben, jegliche Studien, die eine Schadwirkung von Katzen nachweisen in Frage zu stelen, teils ins lächerliche zu ziehen und in aller regel auch strikt davon überzeugt sind, selbst, wenn es so wäre, Ihre Freigänger wären anders.
    ein interessantes und eindeutig belegbares Phänomen.
    Auch bei Fehlen von peer reviewed Studien an heimischen Katzen ist der Impakt auf siedlungsnahe Populationen von Kleinwirbeltieren, allen voran Lacertiden udn Chiroptera anekdoctisch vielfältig und eindeutig belegt.
    Auch unstrittig ist die Bevorzugung von Sandkästen auf Kinderspielplätzen als Katzentoiletten und die Relevanz von Freigängerkatzen bei der Verbreitung von Toxoplasmose.
    Die Implikaztionen davon werden gerade neue untersucht, da offenbar bislang nicht vollständig verstanden...Risiken für menschliche Gesundheit sind nicht auszuschliessen.
    Auch die Mortalität der Freigängerkatzen ist nachweislich enorm. Ein serh hoher Prozentsatz verunfallt innerhalb von 20-30% der natürlichen Lebensspanne.
    Auch das scheint Katzehnaltern erstaunlicherweise egal.
    Meine ganz persönlcihe Interpretation: Freigang ist so eine bequeme Haltungsform. Der Arbeitsaufwand ist minimal, der einfluss auf das häusliche Umfeld minimal. Zudem ist es intuitiv einfach, das als besonders artgerecht zu empfinden...
    Honi soit, qui mal y pense
     
  4. Eric

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    Würds jetzt nicht als Bequemlichkeit ansehen. Finde dies eher eine Unterstellung.
    Ich halte ja auch andere Tierarten. Halte ich etwas eingesperrt, bekomme ich die Klagen des Tierschutzes. Halte ich es nicht eingesperrt, bekomme ich die Klagen des Tierschutzes. Halte ich etwas in Anbindehaltung, bekomme ich die Klagen des Tierschutzes.
    Will man Volieren bauen und ähnliches, kommen Klagen des Bauamtes , Nachbarn etc.
    Es gibt die propagierte Ein- Katzen - Politik. Sie müssen aber gleichzeitig nach Vorschrift täglichen, zumindest Sichtkontakt , mit anderen Katzen haben oder engen Kontakt mit Menschen, sollen aber nicht zu stark vermenschlicht werden. Sonst gibt es eine Klage des Tierschutzes.
    Hier in der Schweiz darf auch die Würde eines Haustieres nicht missachtet werden ( Tierschutzverordnung) ! Also Katze an der Leine fraglich. Könnte wiederum eine Klage des Tierschutzes geben.
    Würde sie überfahren, könnte das eine Vernachlässigung der Aufsichtspflicht sein. Gäbe eine Klage des Tierschutzes.
    Kann sie ihre Triebe nicht genug ausleben, gibts ebenfalls eine Klage des Tierschutzes.

    Ist nicht an den Haaren herbei gezogen! Hatte diskussionen mit Tierschutzbeauftragter wegen meiner Vogelhaltung. Volierengrösse war über gefordertem Mindstmass. Kommentar: Aber grösser wäre doch besser. Habe Vögel im Freiflug gehalten: Aber da könnts ja mal einen Unfall geben, geht doch nicht. Meerschweinchen auf 100 qm freilaufend gehalten: Aber da könnt ja ev. mal was von irgendwem erbeutet werden.... Halte ich sie kleinräumiger: Aber die sollten doch mehr Auslauf haben.
    PS: Gab dann sogar die Vorschrift: Meerschweinchen müssten am Gehege hochklettern können !!!!! Hab dann veranlasst diese Gesetzesregelung streichen zu lassen.

    Also generell : Tierhaltung ist nicht einfach. Und Katzenhaltung erst recht nicht. Der Bauer nebenan freut sich über jede Maus die sie holen, Tierschützer beklagen genau dieses. Dürfen sie keine Mäuse holen kann ich dann sehen ( Nicht erfunden, eigene x fache Beobachtungen) dass dann Landwirte mit entsprechender Apparatur in der Wiese jedes Mausloch begasen und sich dann beklagen, dass die Wiesel verschwinden !!!

    Alles ist doch langsam krank ! Es geht nicht darum ob Katze oder nicht. Nicht schwarz oder weiss !
    Ich habs zwar schon x mal gesagt aber da sind offenbar auch die meisten begriffsstutzig:
    Verwilderte Katzen: No go.
    Katzen in urbanen Gegenden, Siedlungsgebiet, in halbwegs vertretbaren Dichten: Kein Problem.
    Katzen in Städten wo wir eh alles " zur Sau" gemacht haben, Na da sind sie nun echt nicht die grossen Bösewichte, da müssen wir uns an der eigenen Nase nehmen !
    Katzen bei heiklen Kleinbiotopen: selbstverständlich müssen da Massnahmen getroffen werden.

    Hier hör ich aber immer nur: Katzen sind das Uebel aller Probleme, weil irgendwo in Amerika hat XY eine Studie gemacht mit 50 Katzen pro Hektar und rechnet die nun auf die ganze Welt hoch.. Da frag ich mich nun: Wer ist hier Stur und nicht bereit sich Gedanken zu machen?

    Erstaunlich auch, dass nicht Katzenhalter immer genau wissen was Katzen machen und Katzenhaltern jegliche Kenntnis abgesprochen wird. Die sind ja immer Parteiisch. Die Gegner natürlich nicht.

    Natürlich gibt es überall Unkenntnis und Ignoranz. Aber dies immer generell einem unterstellen zu wollen führt genau dazu, dass Katzenhalter sauer werden und entsprechend falsch reagieren.

    Seit x Seiten versuche ich nur Scheuklappen zu entfernen. Nie habe ich gesagt, dass Katzen kein Problem darstellen können. Gegenüber steht aber nur eine Mauer von Studien von Australischen Inseln, Kanada und wer weiss wo oder Angaben, dass eine Katze irgendwo in einem Garten eine Amsel geholt haben ( Wieviele an den Fenstern schon verunfallten und zusammengelesen, auch von Katzen, interessiert keinen).

    Dasselbe gilt natürlich auch bei Eidechsen , Fledermäusen etc. ( ich schreibs hier absichtlich in Deutsch, damit nicht jeder zuerst googeln muss. Es soll ja nicht mehr Eindruck machen nur weils in Latein geschrieben ist).

    Toxoplasmose:
    Bundesamt für Gesundheit - Toxoplasmose

    Praktisch alles ist schon lange durchseucht. Wie lange es diesen Parasiten schon gibt weiss keiner, wurde aber halt erst 1960 entdeckt, dass da Katzen mit im Spiel sind.
    Geflügel, Mäuse, Schweine, Schafe, Menschen etc. Ueberall schon lange verbreitet, Weltweit. Da wird angeblich schon nachgewiesen, dass das Risiko einen Autounfall zu haben zwei einhalb mal höher sein soll wenn man einmal mit Toxoplasmose infiziert war. Der Testosteronspiegel bei Männern soll auch ansteigen etc. etc.
    Also aggressives Verhalten, Begattungsdrang. egozentrische Entscheidungen.... Der Parasit programmiert seine Opfer zum Selbstmord ( Nicht meine Worte).. Da sind überall die Katzen schuld.
    Der Anstieg des Testosteronspiegels soll bei Männern ( anderen Studien zu folge) aber auch das Lügen bei Männern reduzieren. lol.
    Nur 1 - 2% der Katzen sollen aber schlussendlich auch Ausscheider von Toxoplasmen-Oozysten sein. Schweinefleisch und Schaffleisch soll die häufigste Quelle für die Infektion beim Menschen sein.

    Generell bei praktisch allem bin ich für : Aufpassen, entsprechend reagieren aber nicht für Panikmache.


    Also, wie sieht denn eine allem entsprechende Katzenhaltung nun aus?

    Und was verunfallte Katzen angeht, Na dann freut euch doch darüber. Entspricht doch genau dem was ihr gern hättet.
     
  5. Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Ich sehe schon, da gibt es keinen Konsens.
    Du polarisierts, ziehst ins lächerliche und leitest um. Es hat zB nicht nur "irgendwann mal einer in den USA" eine Studie gemacht. Es gibt hunderte systematischer Studien von seriösen Wissenschaftlern, die in ebenso viel Publikationen mündeten und in Ihrer Gesamtheit ein erhebliches Schadpotential der Hauskatze beschrieben. Und nich tnur für verwilderte Populationen, auch für Freigänger mit Heim.
    Die soll man also alle mal einfach als irrelevant kategorisieren...hm...hm..
    Das Toxoplamsose Problem wird ohen Zweifel mometnan gehyped....aber ist es völlig irrelevant? Recherchiere vielleicht mal, wie sich Schafe und Schweine am wahrscheinlichsten an Toxoplasmose infizieren.
    Und selbst, wenn wir die Extrapolationen der Regenbogenpresse weglassen: Die Hinwiese darauf, dass Toxoplasmose das Verhalten des Wirtes, auch des Menschen, beeinflusst, häufen sich.
    Dazu gibt es in den letzten Jahren eine Vielzahl an Publikationen in angesehenen Journals. Man muss die nicht unkritisch alle hinnehmen, aber in ihrer Gesamtheit formen sie schon ein Verdachtsbild. Sieh dazu zB eine der neuesten: Elsheikha, H. M., Büsselberg, D., & Zhu, X. -. (2016). The known and missing links between toxoplasma gondii and schizophrenia. Metabolic Brain Disease, 31(4), 749-759
    Halbwegs vertretbare Katzendichten? Kein Problem damit. So war es ja früher auch.
    Aber: Wie definieren, wie kontrollieren?...und ich meine, wir sind heute vieleorts weit von vertretbaren Dichten entfernt.
    Rein anekdotisch aber nicht völlig unrepresentativ: In meiner Seitenstraße gibt es 12 Reihenhäuser, vier davon bewohnen Katzenbesitzer und aus diesem Kreis gibt es 8 Freigängerkatzen.
    Die toten Echslein und Vögel auf den Hausschwellen werden regelmäßig entsorgt und das gehört halt dazu.Meine Gartenterrarien werden daegen äusserst kritisch gesehen.
    Zumindest gibt es zu dem Verhalten und dem Einsichtsgrad von Katzenhaltern inzwischen mehrere unabhängige Studien aus verschiedenen Ländern, die - provokant gesprochen, aber das magst du ja- eben leider genau diese Schlussfolgerung bezüglich der Mehrheit der Katzenhalter nahelegen.
    Der Gegenvorwurf, dass alle Studien zu schädlichem Impakt von Katzen komplett irrelevant und falsch seien (der Begriff "nicht Katzenhalter" meint ja in Diener Diktion eben offenbar auch die Autoren entsprechender Studien...obwohl darunter sicher viele Katzenhalter sind), wird alleine durch die Zahl solcher Studien und die Zahl unabhängiger Institutionen, die Vielfalt der Peer reviewed Journals in denen sie veröffentlicht wurden in seiner Gesamtaussage devalidiert.
    Der durchschnittliche "Nicht- Katzenhalter" weiss es sicher "nicht besser". Aber vielleicht in ihrer Gesamtheit doch die große und internationale Zahl der Wissenschaftler, die sich intensiv über Jahre mit der Fragestellung befassen.
    Bei Dir sehe ich viel Polemik und wenig sachliche Argumente. Darum bin ich hier jetzt raus. Das tue ich mir nicht dauerhaft an.

    Und wie alternative Katzenhaltung aussehen kann? Frag doch einfach die immerhin ebenfalls sehr zahlreichen vielen Halter von Rassekatzen, die ihre Pfleglinge nie unbeaufsichtigt streunen lassen (hier spielt sicher auch die Geldwertfrage eine Rolle...).
    Ich habe auch schon die eine oder andere garten"voliere" für Katzen mit Katzenklappe Anschluss ans Haus gesehen.
     
  6. Tussicat

    Tussicat Foren-Guru

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    Hallo Ingo,
    von mir auf jeden Fall Danke für die Beiträge mit den Studien als Zusammentrag der bekannten Fakten.

    Was Du schreibst kann ich aufgrund Beobachtung nachvollziehen.

    Die Katzendichte ist gerade in Vorortbereichen recht hoch. Oft wollen die Kinder eine kleine niedliche Katze haben und dem Wunsch wird dann nachgegeben. Sehe das im Bekanntenkreis, dass es den Eltern schwer fällt, einen Wunsch abzulehnen, auch wenn klar ist, dass sich langfristig keiner wirklich kümmern kann oder 2-3 Jahre später das Kind die elterliche Wohnung zu Lehre oder Studium verlassen wird. Oft fehlt es dann an der Lust, sich intensiv mit dem Tier zu beschäftigen.
    Nachhaltige, langfristige Verantwortung wird oft kaum wahr genommen und es kommt zur schrittweisen Vernachlässigung. Nicht in allen Fällen, aber in zu vielen.

    Freigang ist definitiv für viele Katzenhalter einfach bequem. So kann Tier während der Arbeitszeit und Abwesenheit des Menschen im Haus nichts anstellen und kümmern muss man sich auch nicht. Vor allem kein Katzenklo saubermachen. Notfalls kann sie sich auch woanders durchfressen, nicht nur während der Urlaubszeit.

    Neben dem finanziellen Aspekt bei den Rassekatzen kommt auch die Angst aufgrund der höheren Wahrscheinlichkeit der Entwendung einer solchen Katze dazu, verglichen mit der Graugetiegerten. Sich eine solche Katze anschaffen ist oft eine bewusstere Entscheidung als ein süßes Katzenbaby aus der Nachbarschaft spontan mitzunehmen.

    Freigang ist der erste Schritt zur Verwilderung.
     
  7. Blacky04

    Blacky04 Guest

    Freigang ist der erste Schritt zur Verwilderung?

    Sieht so eine verwilderte Katze aus? Oder eher eine zufriedene, artgerecht gehaltene Katze?

    image.jpg

    Wir hatten noch nie irgendein "Beutetier" auf der Türschwelle liegen.

    Btw.: Man kommt hier eh nicht zu einer Meinung, es wimmelt doch im VF vor Katzen/Vögel Threads.
     
  8. Eric

    Eric Stammmitglied
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    Oh, es gäbe durchaus einen Konsens wenn man denn wollte.
    Sehe ich die Probleme etwa nicht? Habe ich keine Bereitschaft solche anzuerkennen und lösen zu wollen? Ich habe aber nicht vor all dies in jedem Beitrag nochmals zu schreiben.

    Ich negiere die Studien nicht. Ich stelle sie nur manchmal in Frage. Studien sind für mich auch interessant aber desshalb noch lange nicht immer zwingend Fact. Ich habe keine Studie jemals als falsch betitelt. Höchstens als fraglich oder im Bezug auf hiesige Verhältnisse als irrelevant.

    Auch die Toxoplasmosefrage ist für mich nicht irrelevant. Dass jetzt aber plötzlich so praktisch alles darauf zurückzuführen sein soll, na da hab ich halt doch auch etwas Zweifel.

    Die Anzahl von Studien bzw. ein immerwährendes Aufführen dann von Solchen im Literaturverzeichnis, macht einen Fehler z.B. auch nicht richtiger. Beispiele dazu gibts genug. Weisst du ja auch.

    Vielleicht kannst du aber auch verstehen, dass ich ein angegebenes Schadenpotenzial vom Begriff her definiere als: Die Möglichkeit eines Schadens. Potential= Fähigkeit zur Entwicklung; noch nicht ausgeschöpfte Möglichkeiten. Potentiell könnte es im von mir mit betreuten Schutzgebiet Biber geben. Tut es aber nicht. ( oder noch nicht). Dies ist halt nun mal für mich ein Unterschied. Ist, oder könnte sein, ist zweierlei.
    Klar weiss ich, dass ich Dir damit langsam auf den Keks gehe. Gehen mir die generellen Katzen als Grundübel Darsteller auch.

    Ja klar, bei einer Strasse mit 12 Reihenhäusern und 8 Freigängern, ist der Bestand hoch,heisst aber wie du weisst grundsätzlich erst einmal gar nichts.

    Ich habe auch nicht geschrieben, dass Katzenhalter besser wissen was ihre Katzen machen. Von der Gegenseite wird jedoch immer vorgegeben, dass diese generell keine Ahnung haben. Das Bild des gleichgültigen, knauserigen, dummen Katzenhalters aber, finde ich ziemlich daneben. Ebenso die Ansicht, dass nur wer eine Studie schreibt eine Ahnung haben kann.
    Habe für andere Studien auch schon Befragungen durchgeführt. Nichts leichter als das, auf das gewünschte Resultat zu kommen. Auswahl der Befragten, Fragestellung Auftreten, etc. Aber was sag ich dir das, kennst dich ja auch aus.

    Klar polarisiere ich auch, klar sind meine Argumentationen weit gestreut. Ich will einem Leser hier nicht einfach eine Studie um die Ohren hauen und fertig. Zudem finde ich es als nichts weiter als fair, wenn hier auch andere Ansichten mit eingebracht werden dürfen. Wenn alles nur darauf hinauslaufen dürfte: Es gibt ein paar Studien zum Thema, zwar nicht von hier und unter anderen Bedingungen, aber aufgrund dieser darf nichts weiter in Frage gestellt werden, na dann danke schön.

    Wir sind gar nicht so weit auseinander ! Das Einzige was ich hier vermisse und desshalb auch weiter schreibe ist: Warum kann man , egal aus welcher Sichtweise nicht einfach endlich eingestehen, dass es wohl Probleme geben kann, man diese versuchen muss zu lösen, aber die Freigangkatze nicht der Untergang der Welt bedeutet und nicht zur Ausrottung jeglichen Getiers in Mitteleuropa führt.

    Was dann die alternative Katzenhaltung angeht. Also ganz im Ernst sehe ich die Haltung von manchen gut behüteten Rassekatzen, sagen wir mal sanft, als nicht besonders Artgerecht an. Wenn dies das Ziel sein sollte, na ja.
    Katzenvolieren: Ja ich kenne selber auch solche. Ja , machbar wenn man Glück hat. Für mich persönlich, wie Zwingerhaltung für Hunde, die zwar hier legal ist ( unter entsprechenden Voraussetzungen), aber seitens Tierschutz als abzulehnen betrachtet wird.
    Für mich also eine nicht ganz so einfach zu lösende Sache.

    Die Welt ist für mich halt nicht so einfach gestrickt. " Welt schlecht, Katze böse, Katze einsperren, Welt gut," ist für mich halt etwas sehr einfach gedacht und als Praktiker gehts dann halt noch viel weiter.

    Sorry, dass ich hier halt kein Link und Zitate- battle durchführe. ( ausser mal zur Auflockerung).
     
  9. Eric

    Eric Stammmitglied
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    Sorry, hab die letzten Beiträge erst jetzt gesehen.
    Also schon wieder. Der standard Katzenhalter ist ein Verantwortungsloser, geiziger, bequemer Typ der seine Tiere vernachlässigt und jede Katze die im Freigang ist wird schlussendlich zur Verwilderten.

    Genau diese Unterstellungen, diese eigentlich Frechheiten, verhärten die Fronten.
    Man kann noch hundertmal die Probleme anerkennen und gewillt sein Rücksicht zu nehmen. Als Katzenhalter bleibt man der dumme, keinen Euro ausgebende, faule, Tierquäler der seine Tiere von anderen durchfüttern lässt und nicht mal bereit ist ein Katzenklo zu säubern.

    Danke sehr
     
  10. Maschu77

    Maschu77 Mitglied

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    Ich hatte einen Perserkater. Der gehörte eigentlich einem anderen Mann, ist dann aber zu mir übergesiedelt (hatte am Anfang auch grossen Hunger). Der hatte immer Freigang, ist auch sehr gerne mit mir zusammen spazieren gegangen. Wie auch unser Kater zuhause. So eine Katze, wenn sie einmal daran gewöhnt ist, kann man nicht in der Wohnung einsperren, zumal wenns nur eine Einzimmerwohnung ist. In der ganzen Zeit wo ich ihn hatte hat er wohl einmal eine junge Amsel getötet, sonst Mäuse gefangen. Kann natürlich sein das er mehr getötet hat wo ichs nicht mitgekriegt habe.

    Also es ist einfach nicht möglich eine an Freilauf gewöhnte Katze drinnen zu halten. Nur wenn sie von klein auf daran gewöhnt ist.
     
  11. Karin G.

    Karin G. Co-Admin
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    Und auch das gelingt nicht immer. Unsere erste Katze Minki, die wir mit ca. 12 Wochen adoptierten, lag den ganzen Tag faul auf dem Sofa, offene Türen und Fenster interessierten sie nicht. Aber gegen Abend war sie nicht mehr zu halten: sie wollte RAUS. Was haben wir alles vergeblich probiert. Also bekam sie schweren Herzens Freigang. Das ging ein knappes Jahr lang gut, dann musste ich sie von der Strasse aufsammeln......
     
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