Keime sind nicht wegzubekommen

Diskutiere Keime sind nicht wegzubekommen im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Tami hat jetzt mittlerweile seit über zwei Monaten mit Keinem zu "kämpfen". Erst gestern war ich erneut beim TA und sie hat wieder AB bekommen :(...

  1. rappe61

    rappe61 großer Tierliebhaber

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    Tami hat jetzt mittlerweile seit über zwei Monaten mit Keinem zu "kämpfen".
    Erst gestern war ich erneut beim TA und sie hat wieder AB bekommen :(
    Ich habe dem TA vorgeschlagen einen Kropfabstrich zu machen, eine Kultur anzulegen und einen Resistenztest zu machen. Ich hoffe, dieser Weg ist
    richtig. Leider ist mein TA nicht soooo der vk.

    Außerdem gebe ich jetzt zusätzlich jeden Tag Propolis ins Trinkwasser. Es
    soll bekanntlich u.a. die Wirkung des AB´s unterstützen.

    Was meint Ihr? Ist das o.k. oder würdet Ihr was anderes vorschlagen ??
    Bin mit meinem Latein so ziemlich am Ende.
     
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  3. Stefan.S

    Stefan.S verstorben März 2011

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    Wie schon früher zu diesem Thema gefragt: ist der Vogel inzwischen geroentgt worden?

    Dieses tägliche Würgen (bei unserem Aga ist es ein richtiges Schaum-und-Schleim-Kotzen) ohne Körner kann von einer Kropfanschoppung kommen, die auf einen geschädigten Drüsenmagen zurückgeht. Der wiederum auf eine Pankreas-Erkrankung zurückgehen kann...

    Veränderungen am Drüsenmagen kann man auf dem Roentgenbild einwandfrei sehen! Und dann passiert bei AB-Behandlung das, was du schreibst: kurze Zeit besser, dann wieder alles beim alten. Weil AB da nur Symptombekämpfung sind, keine Lösung.

    Viele Grüße,
    Stefan
     
  4. rappe61

    rappe61 großer Tierliebhaber

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    Tami wurde bisher nicht geroentgt. Ich wüßte auch nicht warum?
    Es wurden bei ihr Keime festgestellt. Auch würgt sie keinen Schleim, Schaum
    oder Körner mit hoch.

    Aber mit ist heute noch folgendes eingefallen:
    Dauert es wirklich nur 2 Tage, um von dem Kropfabstrich eine Kultur anzulegen .
    Ich soll mich nämlich schon morgen beim TA melden :?
     
  5. #4 Thomas B., 28. Juni 2005
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 28. Juni 2005
    Thomas B.

    Thomas B. Guest

    Das ist bei Antibiotika generell so. Sie unterdrücken nur zeitweilig die Auslöser (Keime), beseitigen aber nicht die eigentliche Ursache (Milieu, Konstitution, geschwächter Abwehrmechanismus), die dazu führt, daß die Keime sich schädlich auswirken können.
    Mit jeder neuen Antibiotikagabe wird der körpereigene Abwehrmechanismus schwächer. Das ist eine Schraube, deren Ende absehbar ist.
    Um eine Pankreaserkrankung zu dignostizieren, ist eine Röntgenufnahme des Drüsenmagens ein Verfahren von hinten durch die Brust ins Auge. Da würde sich eher ein Blutbild anbieten.
    @ Rappe: 2 Tage können für eine Bakterienanzucht gut ausreichen, die wachsen (art- und milieuabhängig unterschiedlich) recht schnell. Pilzanzuchten dauern dagegen wesentlich länger.
    LG
    Thomas
     
  6. #5 Alfred Klein, 29. Juni 2005
    Alfred Klein

    Alfred Klein Depp vom Dienst ;-)

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    Hallo Thomas
    Da muß ich Dir doch mal widersprechen. Die Keime werden nicht unterdrückt sondern durch die Gyrasehemmung in ihrer Vermehrung gestoppt. Es können sich keine mehr bilden.
    Zitat von vetpharm.unizh:
    Fluorochinolone beeinflussen auch Bakterien in der Ruhephase aufgrund von Änderungen der Zellwandpermeabilität. Diese Mechanismen erklären, warum die Lebensfähigkeit der Bakterien bei Einwirkung von Enrofloxacin sehr schnell nachlässt.
    Das heiß auf Deutsch daß die Bakterien absterben.
    Da wird nichts unterdrückt, da wird vernichtet, ich denke das ist ein gewaltiger Unterschied.
     
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  8. #6 Thomas B., 30. Juni 2005
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 30. Juni 2005
    Thomas B.

    Thomas B. Guest

    Lieber Alfred,
    danke für Deine freundlichen Erläuterungen, aber die Mechanismen der Antibiotika sind mir seit langem bestens bekannt. Manche funktionieren so, wie Du es beschrieben hast, andere wirken auf andere Weise bakterizid, wieder andere bakteriostatisch. Da sagst Du mir wirklich nichts Neues.
    Ob Vermehrungshemmung oder Vernichtung, ich bezeichne doch beides als Unterdrückung, weil, wie ich bereits schrieb, nur der Auslöser, nicht aber die eigentliche Ursache der Krankheit bekämpft wird. Die eigentliche Ursache sind nämlich nicht die sog. "Erreger" - diese sind nur der Auslöser - sondern das schwache Immunsystem, die geschwächte Lebenskraft, der nicht optimal arbeitende Abwehrmechanismus. Denn ein gutes Immunsystem wird mit allen "Erregern" selbst fertig, und in einem für sie ungünstigen Milieu können die "Erreger" nicht Fuß fassen bzw. sich nicht so vermehren, daß sie eine Bedrohung für den Organismus darstellen. Deshalb bezeichnet man in der Homöopathie alle Maßnahmen, die nicht wirklich heilen, indem sie das Übel nicht an der Wurzel packen, indem sie konstitutionell den Abwehrmechanismus stärken, sondern sich mit Symptom- bzw. "Erreger"-Bekämpfung begnügen (und dadurch den Abwehrmechanismus noch mehr schwächen) als Unterdrückung (ob es nun Antibiotika, Sulfonamide, Cortison, Schmerzmittel oder andere schulmedizinische Pharmaka sind).
    Daß nicht wirklich geheilt wurde bemerkt man oft daran, daß später neue Infektionen auftauchen, diese wieder mit AB bekämpft (=unterdrückt) werden, das Immunsystem immer schlapper wird, bis irgendwann die unselige Schraube ein Ende hat. Lies Dir mal den Thread von Rappe von Anfang an durch, dann weißt Du, was ich meine. Es kann aber auch sein, daß keine Infektionen mehr auftreten, sondern stattdessen die Krankheit auf eine tiefere Ebene (chronische Krankheiten, psychische oder mentale Störungen) verlagert wird.
    Hier dazu was zum Lesen:
    http://www.praxisgarbers.de/page10.htm
    Weiteres findest Du in den Links auf meiner HP.
    Liebe Grüße,
    Thomas
     
  9. Stefan.S

    Stefan.S verstorben März 2011

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    So war das auch nicht gemeint. Sondern mit bezug auf eines unserer RK, das einen Pankreas-Tumor hat und als Folge einen extrem vergrößerten (aber tatsächlich kleinen, da die Schleimhaut extrem vergrößert ist) Drüsenmagen. Den vergrößerten Drüsenmagen sieht man auf dem Roentgenbild deutlich (den Pankreas-Tumor auch).

    Viele Grüße,
    Stefan
     
Thema: Keime sind nicht wegzubekommen
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