Koko aus dem Tierheim

Diskutiere Koko aus dem Tierheim im Graupapageien Forum im Bereich Papageien; Hallo ihr alle, heute muss ich mich (jeden Tag ein eifriger Mitleser) an Euch wenden, da Ihr mir vor einem Jahr auch so viele gute Tips zur...

  1. #1 Melanie&Guido, 3. Juli 2003
    Melanie&Guido

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    Hallo ihr alle,

    heute muss ich mich (jeden Tag ein eifriger Mitleser) an Euch wenden, da Ihr mir vor einem Jahr auch so viele gute Tips zur Vergesellschaftung (mitlerweile Verpaarung:D ) unserer "Problemgrauen" geholfen habt.
    Vor gut 2 Wochen haben wir im Tierheim einen alten Käfig abgegeben. Ich bin dann noch mal ins Vogelheim, (wollte nur mal schauen) und da sass tatsächlich ein Grauer. So einen ängstlichen Vogel habe ich noch nie gesehen. Aber kein Wunder . Hunde sprangen durch den Raum, Hektik überall und mittendrin "Koko" nur als zitterne Federkugel auszumachen. Die Kurzfassung "Wir den Papa mitgenommen".
    Das Tierheimpersonal war zwar sehr nett aber (wie sie selbst gesagt haben) völlig mit dem Vogel überfordert. Es hiess immer nur "der geht auf die Finger, grösste Vorsicht ist geboten!!!"
    Koko ist 3,5 Jahre alt Herchen ist wohl gestorben und der Sohn wollte ihn nicht. Ich weiss nicht was dieser arme kleine Kerl alles mitgemacht hat. Zur Zeit wohnt er erst mal alleinebei uns im Wohnzimmer, damit er etwas zur Ruhe kommt.
    Erhatte wirklich mega Angst, sagte die ersten Tage keinen Mucks, bewegte sich nicht , frass nix und schon gar kein Obst, wenn man im grossen Abstand vorbei ging floh er voller Panik, wenn man ihn leise ansprach knurrte er . Versuchte man ihm ein leckerchen hinzulegen, und die Hand kam von etwas oberhalb, schrie er wie am Spiess. Als ich den Boden mit einem Handtuch säubern wollte
    flog er voller Panik unkontrollirt gegen die Wand. Ich denke mal, er wurde mit dem Handtuch eingefangen. Gerupft ist er auch etwas
    Jetzt nach ca. 2,5 Wochen ist folgende Besserung eingetreten:

    -Er frisst auch wenn wir dabei sind , auch nicht mehr Kopfüber sondern von seiner Stange aus
    -Ist ganz wild nach Traube und Mais
    -kann neben ihn ca 40 cm ohne Panikanfall ein Leckerlie hinlegen, welches er auch nach einiger Bedenkzeit nimmt
    - meldet sich mit seinem (noch relativ) leisen Tönen zwischendurch
    -ist ein wirklich sehr guter Flieger (inder ersten Zeit kam er gar nicht "hoch")
    -man kann wenn er draussen ist nahe an ihm vorbeigehen, ohne das er vor Panik flieht

    Ist natürlich immer noch sehr ängstlich und zurückhaltend.

    Was kann ich machen um noch beser sein Vertrauen zu gewinnen?
    Möchte ihm doch auch ein Stück Lebensqualität geben und ihn zumindest schon mal Stundenweise ins Aussenvoliere reinsetzen.
    Weiss aber nicht wie er in den Transportkäfig gelangen soll. mit unseren anderen Beiden war es auch nicht leicht, aber mit viel, viel Geduld und Liebe haben wir es hinbekommen.
    Aber Koko ist wirklich ein ganz extremer Fall

    Für Tipps wäre ich Euch wirklich sehr dankbar
    Liebe grüsse Melanie
     
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  3. Ajnar

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    Liebe Melanie,

    das ist gut, daß ihr den Coco mitgenommen habt. Leider ist es sehr schwierig im Nachhinein wirklich zu erkennen, was die Auslöser oder besser der Grund für die Panikattaken sind. Die Geschichte mit dem Handtuch zeigt es. Seine Angst kann auf so vielem begründet sein. Es muß nicht vom Fangen kommen, kann auch sein, daß er damit beworfen wurde ...... Leider kommen so viele arme Kerlchen aus wirklich schlimmen Verhältnissen.

    Bei uns leben auch insgesamt 20 Vögel aus schlimmer Lage. Ich kann Dir nur den Rat geben: Geduldig sein und dem Kleinen ausgeglichen und ruhig gegenüber treten. Ich finde er hat schon sehr gute Fortschritte gemacht. 2,5 Wochen sind bei einem Papagei (und besonders bei einem Grauen) aus solcher Lage überhaupt keine Zeit, das kann schon Monate, wenn nicht sogar Jahre dauern, bis er sich wieder gefangen hat. Ich halte auch die Routine für ein sehr wichtiges Instrument um dem Vogel eine bestimmte Sicherheit zu geben. Alles immer zur gleichen Zeit mit dem gleichen Ablauf zu tun, hilft ihm sich leichter zurecht zu finden. Wenn Du den Käfig öffnest, vorher immer am Glöckchen klingeln oder immer das selbe sagen. So kann er sich immer ganz sicher sein, und zur Ruhe kommen, wenn er in seinem Heim ist und kann sich ganz entspannen, ohne Angst, daß er gestört wird. Übrigens, wenn er sehr ängstlich ist, hilft es auch sehr ihn anzuplinkern (zu zwinkern) und ihn nicht mit dem ganzen Gesicht, sondern nur zur Hälfte, anzuschauen und sich etwas kleiner zu machen. Das hat sich bei uns sehr bewährt.

    Es ist wirklich nicht einfach, und ich finde es schon ganz toll, daß er raus kann und fliegt. Super. Ein sehr gutes Zeichen, denn das heißt, daß er nicht mehr so sehr die Geborgenheit seines Heimes (räusper: Käfigs) braucht.

    Wie er in die Transportbox geht..... Gar nicht so einfach. Vielleicht ihn daran gewöhnen. Sie zum Bestandteil seines Umfeldes machen, evlt. etwas feines hineinhängen (z.Bs. Silberhirse). Das finde ich sehr schwierig! Da habe ich nun keine sehr gute Idee dazu. Evlt. wenn er draußen ist, das Oberteil vom Käfig hinhalten, seitlich, das er hineinklettert? So würde ich es glaube ich versuchen.... und dann vorsichtig wieder in die richtige Lage bringen auf das Unterteil...

    Zeit braucht er auf jeden Fall!!!

    Ich freue mich sehr, daß er bei Dir ein Heim gefunden hat, und daß Du Dich mit seinen Nöten so auseinandersetzt, denn genau das braucht er!

    Liebe Grüße
     
  4. Buchi

    Buchi Graugeierfan seit 1971

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    Kann mich Ajnar nur anschließen:

    Der kleine Koko braucht einfach Zeit, um sich von dem ganzen Streß im Tierheim und vielleicht auch einer harten Zeit vorher zu erholen. Er muß einfach lernen, daß er bei Euch nicht mit unangenehmen Überraschungen rechnen muß.

    Ihr sollt natürlich ein wenig Rücksicht auf ihn nehmen (in Bezug aur ruckartige Bewegungen, Lärm usw.), aber ihn ansonsten relativ normal behandeln.
    Wie reagiert er denn auf Eure anderen Vögel ?
     
  5. Utena

    Utena Guest

    Hallo Melanie!
    Da ist Geduld Geduld gefragt!
    Leider weis man ja nicht was dem Armen schon alles wiederfahren ist und Graue merken sich oft schlechte Behandlung Jahrelang.
    Aber du siehst ja selber das du in dieser kurzen Zeit schon sehr viel erreicht hast und ich denke das mit eurer weiteren Zuneigung und Liebe Coco sicherlich mit der Zeit volles Vertrauen euch schenken wird .
     
  6. #5 Melanie&Guido, 3. Juli 2003
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    Koko Bilder

    Hallo ihr Lieben,

    vielen Dank für eure aufmunternen Worte.

    @Ajnar
    Mit der Transportbox haben wir es schon so probiert, wie Du es beschrieben hast, hat bis jetzt einmal funktioniert. Wir geben jedoch nicht auf.
    Wollte Dir noch sagen, wie toll ich es finde, wie Du dich für Deine Tiere einsetzt. Habe jede Eurer Geschichte verfolgt.:)

    @Buchi
    Tagsüber sind unsere beiden "alten" Graue im Außenvoliere. Am späten Nachmittag / Abend holen wir diese herein und setzen Sie auf dem Kletterbaum im Wohnzimmer, wo auch Koko´s Käfig steht. Koko sitzt dann ebenfalls draußen auf seiner Stange am Käfig. Die anderen ca. 1m davon entfernt. Alle beobachten sich, aber im großen und ganzen eher Desintresse. Gefiederpflege wird jedoch zur gleichen Zeit betrieben.

    @Sandra
    In Geduld haben, sind wir durch unsere anderen zwei Rackern ja geübt ;)

    Gerade hat Koko sein Edelstahlnapf mit Wasser mit voller Freude auf den Boden befördert. :D

    Hier noch zwei Bilder:

    [​IMG]

    [​IMG]

    Viele Grüße
    Melanie&Guido
     
  7. NicoleJ

    NicoleJ Guest

    Hallo Melanie

    Vielleicht könnt ihr das TH bitten, den Sohn zu fragen ob er nicht mit euch Kontakt aufnehmen könnte? Im Sinne für Koko, es würde euch sicherlich ein ganzes Stück weiter bringen wenn ihr etwas über seine (?) Vergangenheit in Erfahrung bringen könntet. Vorlieben, Gewohnheiten bisherige Ernährung usw.

    Ich wünsche euch weiterhin viel Erfolg, man sieht Koko auf dem Bild richtig an das er Angst haben muß. Die Pflege war wohl auch (leider) nicht die beste :~ .
     
  8. #7 Melanie&Guido, 3. Juli 2003
    Melanie&Guido

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    Hallo Nicole,

    das haben wir schon direkt im Tierheim versucht, aber der" Typ"
    will dazu nichts sagen und auf den Vogel so wörtlich "hat er keinen Bock". :( Wirklich das allerletzte, aber ich habe 3x nachgefragt, nichts zu machen:?

    Liebe Grüsse
    Melanie
     
  9. NicoleJ

    NicoleJ Guest

    Hallo Melanie

    Das ist echt schade und verantwortungslos, aber Koko ist ja nicht umsonst im TH gelandet. Wie meine Vorredner ja schon schreiben, da hilft wohl nur Geduld und Spucke. Koko hat ja in zwei Wochen wirklich einen sichtbaren Fortschritt gemacht, ich denke da muß man jetzt die Zeit für sich arbeiten lassen.

    Schaue doch mal ins Clicker - Forum , vielleicht ist das ja was für euch.
     
  10. #9 cezilia.zoo, 4. Juli 2003
    cezilia.zoo

    cezilia.zoo Guest

    Hallo,

    das ist wirklich sehr schade das der Sohn so ganz uninteressiert an dem Vogel ist. Aber ihr schafft das auch so.
    Schließlich hat diese kleine Kerl mit euch doch ganz großes Glück gehabt;) und ihr mit ihm. Viel Spaß mit ihm.
     
  11. Ajnar

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    Hallo Ihr Lieben,

    ich halte es eher für einen Vorteil, keinen Kontakt mit dem Sohn aufzunehmen. Man kann so sich doch auch so vorstellen, wie es der arme kleine Koko bisher hatte... . Die Vorlieben und Gewohnheiten wird er sowieso nicht kennen und wie besch... er behandelt wurde, wird er sicher nicht berichten....

    Hast Du Dir schon einmal überlegt ihm einen ganz neuen Namen zu geben. Ich denke immer "neues Spiel neues Glück" und so werden sie nicht mehr so an ihre schlimmen, alten Zeiten erinnert. Das bringt sie auf ganz neue Wege.


    Übrigens, - habe mir mit dem Umsetzen heute morgen noch ein paar Gedanken gemacht. Wenn er in einem Papageienheim sitzen sollte, das man nach oben öffnen kann, einfach das Oberteil des Käfigs drüberstellen, er klettert dann nach oben.... Aber wahrscheinlich hat er ja eine Voliere (lach)..

    Ach, ja der Edelstahlnapf.... Es gibt doch diese Textilbänder, die man festschraubt mit so einer Art Kunststoffdrehknopf (weiß jemand was ich meine, schwierig zu erklären). In die Öffnung vom Kunststoffknopf schiebe ich die Halterung vom Edelstahlnapf und verschraube dann durchs Gitter, das hält echt gut! Das schaffen sie nicht, noch nicht einmal Loranga
    :-))

    Liebe Grüße und ich freue mich so sehr, daß er bei Euch gelandet ist!
     
  12. Evelin

    Evelin Guest

    Liebe Melanie,

    ich finde es ganz toll, dass Ihr den armen Koko bei Euch aufgenommen habt.

    Für die kurze Zeit (2 1/2 Wochen) habt Ihr meiner Meinung nach schon sehr viel erreicht.
    Bei der vielen Liebe die Ihr ihm entgegenbringt wird er sich sicher von seinen schlimmen Erfahrungen nach und nach erholen und etwas zutraulicher werden. Aber das braucht halt seine Zeit.

    Ich freue mich sehr für Euren Koko und wünsche Euch alles Liebe. :0-
     
  13. #12 Melanie&Guido, 5. Juli 2003
    Melanie&Guido

    Melanie&Guido Mitglied

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    Hallo,


    @Nicole
    das mit dem Clickertraining , haben wir uns auch schon mal angeschaut, ich werde mich mal etwas intensiver damit befassen. Muss ich mir mal mehr Informationen darüber beschaffen. Ich muss ehrlich sagen , das ich da etwas skeptisch bin, obwohl ich weiss, das viele User schon einige Erfolge verbuchen können.
    Na, ja mal schauen.

    @Ajnar
    Den Namen finde ich auch nicht den Hit, ich möchte auch nicht dass er an sein altes Heim( zu Hause konnte man das ja nicht nennen und irgendwie heisst eh jeder 2. Koko) erinnert wird, vielleicht hat jemand ein paar schöne Vorschläge?!
    Das mit dem Käfig drüberstülpen haben wir auch schon probiert, hat nur leider das 1. Mal geklappt. Er weiss ja nicht das wir ihm was Gutes tuen wollen.
    Ein Voliere (wie unseren anderen Pieper) hat er leider nicht, aber irgendwann, wenn wir ihn halbwegs händeln können kommt eh noch ein Partner für ihn dazu und somit der Umzug in unser Vogelzimmer. 3 ist finde ich eine ziemlich blöde Konstillation. Aber da muss eben die Zeit für uns spielen.
    Den Edelstahlnapf haben wir doch extra locker gelassen, weiler solch einen Spass am runterwerfen hat. Noch darf er das ja.Trotzdem vielen lieben Dank für den Tip.

    Jetzt noch ein paar Fotos von gestern abend.
    Erst gemütliches Mais essen. Dann todesmutig auf dem Baum geflogen . Charlie hat ihn nach ca. 10min. aber wieder verjagt.Ist ja auch ne Frechheit. denn oben sitzt schliesslich der Chef. Und das ist nun mal unsere Charlotte.
    Beim nächsten Anflug wurde auch brav im unteren Bereich gelandet. Da wurde er schon genau unter die Lupe genommen.
    (siehe Bild)





    [​IMG]

    [​IMG]

    [​IMG]


    Liebe grüsse
    Melanie
     
  14. Evelin

    Evelin Guest

    Total süss Eure 3 Geierlein....:0-
     
  15. NicoleJ

    NicoleJ Guest

    Hallo Melanie

    Auf den Bildern sieht es schon recht gut aus :) . Mit dem auswählen des Namen, ich habe meine immer eine Weile beobachtet und einen Namen gewählt der irgendwie zum Charakter des Vogel paßt. Wirst sehen, mit der Zeit fällt dir bestimmt der richtige ein ;) .

    Ich clicker nicht, aber vielleicht wäre es eine Möglichkeit ihn damit in die Box zu bekommen. Ann u. Eilika ( Modis aus dem Clicker Forum) sind da die richtigen Ansprechpartner.

    @ Ajnar

    hat sich ja eh erledigt, da der Sohn das nicht möchte. Wenn es anders wäre, sehe ich darin auf jeden Fall Vorteile. Bevor Lore zu uns kam lebte er 9 Jahre bei seiner Familie, wir haben paar Mal telefoniert und über Lore gesprochen. So weiß ich wie er bisher ernährt wurde, ob er Hunde kennt, duscht oder badet, ein Männervogel ist :D sächsisch spricht usw. Er bekam auch vom Tisch, dies gibt es nun nicht mehr außer Kartoffel, Nudel u. Gemüse ohne Gewürze. Gewohnheiten die sich über 9 Jahre eingespielt haben sollte man nicht von heute auf morgen abstellen. Cora hatte da mal was interessantes zu geschrieben, leider finde ich den Thread nicht mehr.
     
  16. #15 Melanie&Guido, 10. Juli 2003
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    Brauche dringend Rat

    Hallo Ihr Lieben,

    bin schon ganz verzweifelt. Koko geht jetzt nicht mehr in seinen Käfig. Wir mussten ihn die Nacht über draussen lassen. (gut , das ich heute frei habe!):~
    Er sitzt ja abends immer mit unseren anderen beiden im Wohnzimmer, wenn wir diese nach oben bringen, legen wir Koko immer etwas Leckeres in den Käfig, er klettert dann irgendwann hinein und wir können schnell zumachen. Tja, das klappt jetzt nicht mehr. Koko weiss jetzt wohl bescheid. Leckerli im Käfig ---> gleich Käfig bald zu. Und er ist supergerne draussen. Sobald man aufmacht, wird nach oben gewetzt.
    Wir haben die letzten Tage wirklich alles probiert um in transportieren zu können , stundenlang vor dem Käfig ausgeharrt, Leckerchen in Transportkäfig gelegt, versucht ihn mit der Naturholzstange zu trasnportieren(grosse Angst), etc.
    Dann haben wir die Papiere von Koko abgeholt. 3,5 Jahre alt und ein WILDFANG0l 8( . Wie kann man nur in der heutigen Zeit einen Wildfang kaufen??? Das erklärt natürlich eineiges.
    Auf dem Kletterbaum darf er abends seit 3 Tagen auch nicht mehr sitzen unsere Charlie macht ihm sehr deutlich klar (mit 2 Federn von Koko im Schnabel) wer der Chef ist.
    Mir tut er so leid ich schreibe mit Tränen in den Augen, was soll ich nur tun:? Ich glaube er ist einfach ein Papa der in ein Vogelzimmer mit ständigen Freiflug gehört, oder einer Aussenvoliere wo er ständig draussen sein kann.
    Bin ganz traurig.
    Ich weiss auch das er wenn er Hunger hat wieder in seinen Käfig geht aber ich muss ja auch noch arbeiten, ich kann ihn dann nicht alleine draussen lassen. Und ihn nur dann rauslassen wenn ich frei habe ist mir zu wenig, ich weiss auch, das 4 Wochen noch keine lange Zeit ist, aber er kann doch nicht die nächsten Monate
    immer nur so wenig raus das kann ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren. Meine anderen Piper sind ja auch fast den ganzen Tag draussen, da soll keiner zurückstecken.
    Ich will den Koko ja auch nicht hetzen und dann schnell irgendwie einfangen.
    Was soll ich machen, bitte helft mir
    Traurige grüsse
    Melanie
     
  17. Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin Melanie!

    Ich würde noch nicht den Kopf hängen lassen!
    Innerhalb der kurzen Zeit bei Euch hat sich Koko ja gut entwickelt und scheinbar bereitet ihm die Gegenwart von Menschen keinen großen Stress. Und das ist die wesentlichste Voraussetzung dafür, das man einen Papageien in der Wohnung halten kann.
    Mit dem Käfig freilich ist das schon ein spezielles Problem, das wahrscheinlich auch nicht ohne größeren Aufwand gelöst werden kann.
    Interessanterweise geht mein Wildfang Henry (die ich gleichsam "frisch importiert" erhalten habe) ohne Probleme in Käfige.
    Sie kennt Käfige allerdings auch nicht - bis auf eine Ausnahme während einer Urlaubsfahrt - im geschlossenen Zustand.
    Ganz wesentlich, wie ich in einem anderen Zusammenhang schön öfters erwähnte - sind große Türen. Bei kleineren Käfigen sollte sich am besten die gesamte Vorderseite öffnen lassen. Mein persönlicher Eidnruck ist einfach, das die Vögel solche Käfige weniger als "Gefängnis" ansehen, sondern auch das Käfiginnere mehr als normaler Bestandteil des Raumes, nicht anders als einen Kletterbaum.
    Sehr gut ist es, wenn ein Vogel in seinen Käfig hineinfliegen kann.
    Dann halte ich es auch für sinnvoll, nicht jedesmal, wenn ein Vogel in den Käfig geht, diesen zu schließen - auch dies soll dazu führen, das er denn Käfig als etwas normales, ihn nicht einschränkendes empfindet.
    Möglicherweise kommt ihr nicht darum herum, einen neuen Käfig anzuschaffen, der die dargestellten Bedingungen erfüllt. Dies sind meist aber Käfige/Voliere, die man selbst bauen oder anfertigen lassen muß.
    Aber auch dann wird es sicherlich eine zeitlang dauern, bis Koko den Käfig als normalen Bestandteil seines Lebensraumes anerkennt und die Scheu verliert, hineinzugehen.
    Bis dahin solltet ihr versuchenm, das Freiflugzimmer so vogelsicher wie möglich zu gestalten. Auch dies wird mit einem gewissen Aufwand verbunden sein.
    Allerdings: wenn ich die Entwicklung Kokos bei Euch betrachte, erscheint es mri ein lohnenswerter Aufwand, weil, wie eingangs gesagt, der wichtigste Umstand - die Azeptanz der Gegenwart von Menschen - gegeben ist.
    Übrigens: falls ihr es noch nicht tut: füttert Koko bis dahin nicht draußen. Er sollte sich unter diesen Umständen daran gewöhnen, das es Fressen nur im Käfig gibt.

    Die Auseinandersetzungen zwischen Koko und Charlie erscheinen mir normal: nach der Eingewöhnungs- und "Beschnupperungs"phase werden jetzt die Rangordnungen im Minischwarm festgelegt. Wenn sich da die S ituation nicht weiter verschärft, sondern neben den gelegentlichen Auseinandersetzungen die Vögel auch weiterhin Ruhephasen haben, ist das kein Grund zur Besorgnis.

    Ach ja, zum Umstzen in die Außenvoliere nochmal: meine Henry ist ja auch nicht sehr zahm. D.h., sie nimmt zwar Futter aus der Hand. läßt uns auch direkt neben ihr stehen, wir dürfen sie aber nicht berühren und können sie auch nicht auf die Hand nehmen oder auf einen Stock setzen.
    Bei Henry hatte sich zuerst eine Katznetrabnsportbox sehr bewährt: hielt man diese ihr direkt vor den Schnabel (was manchmal auch erst beim zweiten, dritten, vierten Versuch gelang), sprang sie von selbst hinein. Ich gehe davon aus, das sie sich in der weitgehend geschlossenen Box relativ sicher fühlte.
    Dieses Jahr allerdings geht Henry wie die übrigen drei lieber in einen kleinen Transportkäfig. "Gehen" ist allerdings zuviel gesagt: wir müssen ihr das Gitterteil überstülpen und sie klettert dann am Gitter hoch. Auch dies gelingt nicht immer beim ersten Mal, manchmal müssen wir sie auch ein wenig "jagen". Trotz alledem hat unser Verhältnis zu Henry darunter nicht gelitten, einmal in der Außenvoliere nimmt sie wieder ein Leckerli aus der Hand und wir können direkt neben ihr stehen, ohne das sie Stress zeigt. Sie putzt sich auch weiter oder steckt abends ihren Kopf unter den Flügel zum Schlafen.
    Nachtragend ist sie also nicht.
     
  18. Buchi

    Buchi Graugeierfan seit 1971

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    Wie Rüdiger schon schreibt, ist es nicht optimal, wenn man dem Vogel "auflauert" und die Türe zuhaut, wenn er grad mal in den Käfig reingeht - das lernt er schnell und geht dann nicht mehr rein.

    Unser Odin wollte auch Anfangs nicht in den Käfig. Abends war es schon immer eine Aktion, ihn einzufangen und hineinzusetzen, die auch des öfteren blutige Finger nach sich zog. Wir haben immer "Gehn wir schlafen" dazu gesagt.
    Jetzt geht Odin auf dieses Kommando hin freiwillig in den Käfig. Erin, die im selben Käfig schläft, muß ich mit der Hand hineinsetzen.
    Coco und Susa werden ebenfalls zur Schlafenszeit "eingesammelt", auf die Hand genommen und in ihre jeweiligen Käfige gesetzt.

    Angst vor dem Käfig haben keine unserer Vögel. Die Käfige stehen alle den ganzen Tag offen, und die Grauen gehen auch untertags mal freiwillig rein, nicht nur zum Futtern, sondern auch so zum dösen und Gefiederpflegen - sie wissen, daß sie ihr Zuhause und nicht ihr Gefängnis ist.

    Vielleicht durfte euer Koko lange gar nicht aus seinem Käfig raus und hat daher Angst, wenn er rein muß, daß wieder eine längere Einsperrungsphase ansteht.
    Aber ihr müßt ihm schon zeigen, daß er rein muß, wenn ihr das sagt - notfalls auch durch Einfangen und reinsetzen. (Zähne zusammenbeißen, weil er dann bestimmt auch mal zwicken wird und man ja keine Gewalt anwenden darf)
    Irgendwann wird er lernen, daß er ja jeden Tag raus darf, und daß das in-den-Käfig-bringen keine Strafe ist.

    Zum Namen "Koko": Ich persönlich würde einen Vogel nur dann umbenennen, wenn er den alten Namen nicht gewöhnt ist und auch nicht reagiert, wenn man ihn damit anspricht.
    Unsere Erin ist der einzige Vogel, den wir je einen neuen Namen gegeben haben - beim Vorbesitzer soll sie "Bubi" geheißen haben, aber sie hat auf diesen Namen überhaupt nicht reagiert - so haben wir uns für Erin entschieden. Nach jetzt etwa 1/2 Jahr hat sie sich dran gewöhnt (schaut her, wenn ihr Name fällt).

    Warum ist es eigentlich so, daß jeder 2. Papagei Koko heißt ?
     
  19. #18 Melanie&Guido, 10. Juli 2003
    Melanie&Guido

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    Hallo,

    @Rüdiger
    Ja der Transport sehe ich als allergrösstes Problem. Wir hatten einmal am Anfang den Transportkäfig über seinen Käfig gestellt, und er ist reingeklettert. Dann hat er auch den halben Tag im Aussenvoliere verbracht. Dort war er superfröhlich, hat alles erkundet, die Äste benagt und hoch sowie runtergewetzt, seine Urwaldgeräusche gemacht etc. Wenn er doch nur wüsste das nach dem Tranportkäfig etwas Gutes folgt:~
    Futterzahm ist er gar nicht, ich darf nur mittlerweile seine Lieblingsobstsachen ca. 30 cm von ihm weg hinlegen. Drehe ich mich um holt er es sich auch. Sobald ich mich aber, z.B. mit dem Transportkäfig nähere fliegt er voller Angst weg:k
    Klar möchte ich den Käfig nicht jedesmal nachdem er reingeht schliessen, aber er geht ja inzwischen auch nur noch einmal rein. Zum Fressen. Da hungert er lieber den ganzen Tag hauptsache er kann draussen bleiben:s

    @Buchi
    Wir haben ja noch 2 andere Graue und die sind beide auf ihre Art auch nicht einfach. Deshalb haben wir auch keine Angst vor "blutigen Fingern" Unser Rico ist wirklich ein Extremfall aber das ist eine andere Geschichte. Also mit dem Einfangen hätte ich keine Probleme, nur denke ich würde es Koko noch viel, viel scheuer machen. Und das möchte ich nicht.

    Ich danke Euch vielmals für die lieben Ratschläge, mal sehen wie es weitergeht.

    Liebe Grüsse
    Melanie
     
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  21. #19 Melanie&Guido, 28. August 2003
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    Bericht vom Tierheim Coco

    Hallo @ Alle;)

    Wollte mal was Neues von unseren Tierheim-Coco berichten.
    Also: Die Rangordnung zwischen den Drei Grauen ist mittlerweile ausgestanden. Charlie ist absoluter Fluggeschwaderchef(in).
    Coco darf sich zwar ab und zu mal neben Charly setzen aber Charly bestimmt natürlich den Abstand. Rico und Coco haben sich arrangiert, da gibt es keine grossen Streitigkeiten.
    Raus kommt Coco auch mittlerweile jeden Tag. Das klappt zwar nur mit Leuten, aber was solls. Einer hält den Transportkäfig vor seiner Käfigtür und der Andere schubst ihn sanft mit einem Stöckchen in Richtung Transportkäfig. Das dauert ungefähr
    20 Sekunden. Er hat auch null Panik vor dem Stock und hat sogar schon mal seinen Fuss draufgestellt. Unser Ziel ist , dass er irgendwann auf das Stöckchen geht zum Transportieren. Abends in der Aussenvoliere klappt es noch viel besser, er geht von alleine in eine bestimmte Ecke und wartet, und ich kann den Käfig über ihn stülpen.
    Die gerupften Stellen sind auch fast alle schon nachgewachsen. Foto kommt noch. Obst frisst er mittlerweile auch wie ein Scheunendrescher. Nur vor uns (überhaupt den Menschen) hat er noch sehr viel Angst. Na, ja hoffen wir auf die Zeit.
    Eine Feder ist auch zur Bestimmung am Montag rausgegangen, bin gespannt was "er" ist. Dann kann die Partnersuche bald losgehen.

    Liebe Grüsse
    Melanie
     
  22. Evelin

    Evelin Guest

    Hallo Melanie,

    das sind ja sehr gute Nachrichten von Eurem süssen Coco :) .
    Scheint ja bisher alles bestens zu laufen und ich freue mich sehr für Euch.

    Ich weiss wie schwierig der Umgang mit einem Wildfang ist, denn ich habe vor 4 Jahren meinen Bubi (ebenfalls Wildfang) übernommen.
    Er lässt sich bis heute noch nicht von mir anfassen.
    Früher ging er Abends freiwillig in seinen Käfig (immer wenn ich "Gute Nacht" zu ihm sagte).
    Mittlerweile hat er aber dazu keine Lust mehr und bleibt auch Nachts draussen.
    Zum Glück habe ich damit allerdings keine Probleme denn meine Geierlein haben ihr eigenes Vogelzimmer in dem sie 24 Std. täglich rumtoben können :) .

    Ich finde dass sich Eurer Coco für die kurze Zeit schon ausgezeichnet bei Euch eingelebt hat.
    Für einen Wildfang ist das wirklich aussergewöhnlich und Ihr könnt echt stolz auf Euch und Euer Geierlein sein :) .

    Jetzt bin ich ja schon gespannt ob Euer Coco ein Hahn oder eine Henne ist.

    Ich freue mich schon auf neue Bilder................
     
Thema:

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